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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen23
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am 20. Juni 2013
In diesem Buch liest man viel über menschliches Leid ,begangen an unschuldigen Kindern.Aber auch über unsere Politiker(s.Herr Kohl) die sich einen Kehricht um die Menschen und die leidvolle Geschichte kümmern tut .Der Bundesrechnungshof,derdie Akten weiter vor sich herschiebt,in der Hoffnung ,mögen die Antragsteller doch bald sterben! Das Schicksal der Kinder hat mich tief getroffen,obwohl ich erst 1948 geboren wurde. Dieses Buch sollte auch als Lehrstoff an unsere Schulen kommen.Denn wer der jüngeren kennt schon Ostpreussen??
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Wolfskinder ' es soll sie nie wieder geben !!!!

Als 1944 mehrere Tausend deutsche Kinder in Ostpreußen von ihren Eltern und Familien getrennt wurden, als sie Hunger und Kälte aushalten mussten, auf sich allein gestellt waren und verlassen, der Willkür der Sowjets ausgesetzt und um ihr nacktes Überleben kämpfen mussten, waren die Bauern Litauens da und retteten vielen von ihnen. Unter falschen Namen und falscher Identität versteckten sie sich und schwiegen. Nach diesen Jahrzehnten des Schweigens kommt nun dieses Buch heraus ' mit ihren Geschichten ' den schrecklichen Erlebnissen, die sie gezeichnet haben und zu dem werden ließen, was sie jetzt sind. Das Buch erzählt aber auch von den Menschen, die sie retteten und ihnen eine Zukunft gaben.

Inhalt, Gliederung, Aufmachung und Fotos:
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Einführend ist auf der inneren vorderen Umschlagklappe eine doppelseitige Karte Ostpreußens zu sehen.

Es geht los mit einem Vorwort von Rita Süssmuth und einem Prolog.

Dann folgen 16 Kapitel, die die einzelnen Schicksale der Wolfkinder erzählen. Recherchiert von der Herausgeberin Sonya Winterberg und mit den Erlebnissen der ehemaligen Wolfskinder damals und heute ist dieses Buch zusammen genommen ein sehr warmherziges Buch, ein herzliches und ein aufrüttelndes Buch, welches bei mir Gänsehaut und Tränen verursacht hat. Was diese Kinder erleben mussten und ob und wie sie nach vielen vielen Jahren ihre Familien bzw. Teile davon wieder trafen, all das und viel mehr kann man im Buch nachlesen.

Frau Winterberg hat die letzten Überlebenden, die letzten Zeitzeugen von damals besucht und interviewt. So kommen Geschichten zutage von damals, als sie Kinder und Jugendliche waren und von heute, da sie Erwachsen sind und ihre Herkunft nie vergessen haben. Das sie lebenslang einsam waren und sind, dass sie auch noch heute mit der Bürokratie zu kämpfen haben ' all das dokumentiert die Herausgeberin detailliert und sachlich, wobei man bei diesen Schicksalen kaum sachlich bleiben kann.

Auf der hinteren inneren Umschlagklappe ist die Karte von Litauen doppelseitig zu sehen.

Es ist einfach zu schrecklich, was hier so detailliere und berührend beschrieben wird. Diese Kinder waren krank und hatten Niemanden, sie schlichen jahrelang durch die Wälder und hungerten und kamen vor Kälte ums Leben, mussten mit ansehen, wie ihre Familie zum Teil ermordet wurde und Familienmitglieder ' Eltern, Großeltern oder Geschwister ' sterben mussten.

Ich finde es sehr ansprechend, wie man das Buch gestaltet hat. Es sind Schicksale, die zu Herzen gehen und dementsprechend sind sie auch in den Geschichten verfasst.
Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, aber auf Grund dieser Menschen, die damals als Kinder so Schreckliches durchstehen mussten, die sich heute erinnern, die resümieren, die noch einmal alles erleben, was sicher auch nicht einfach ist, aber vielleicht auch noch ein Stück weit Aufarbeitung, können wir, die wir das Gott sei Dank nicht erleben mussten, nachvollziehen. Es soll nie wieder so etwas passieren, das wird hier wieder einmal eindeutig klar.

Aber auch die Dankbarkeit gegenüber ihren Pflegeeltern - denen, die selbst nichts hatten, und sie aufnahmen ' ihnen Unterschlupf gewährten in einer schweren Zeit, kommt sehr gut zum Ausdruck. Auch die Willkür der Behörden nach dem Kommunismus und nach dem Krieg überhaupt kommt nicht zu kurz und wird angesprochen. Es ist alles in allem ein Buch mit sehr viel Tiefgang und Inhalt, ein Buch, welches Geschichten erzählt, die nie in Vergessenheit geraten sollten.

22 Seiten Bildmaterial von den Wolfkindern und ihren Rettern ist im Buch enthalten.

Gut, dass es solche Bücher gibt.
Man sollte sie lesen !!!
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am 26. Mai 2012
Dieses Buch hat mich berührt. Eine umfangreiche, aber überaus lesenswerte und packend erzählte Geschichte deutscher Kinderschicksale des Zweiten Weltkrieges, die viel zu wenig bekannt sind. Die Autorin hat ein Mosaik der Geschichte detailreich rekonstruiert und holt sie in die Gegenwart. Der Schwerpunkt liegt auf den Schicksalen der in Litauen verbliebenen "Wolfskinder" und deren Leben bis heute. Ebenso interessant schildert sie allerdings auch die Rolle der deutschen Verwaltung und Politik nach der Wende, als es darum ging, die Kinder von einst als Deutsche anzuerkennen. Im Vorwort zitiert Rita Süßmuth den Historiker Arnulf Baring, der meint, deutsche Schulkinder sollten besser über die Wolfskinder Bescheid wissen; hier ist nun die Chance dazu. Ein Geschichtsbuch der besonderen Art.
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TOP 500 REZENSENTam 11. Juli 2014
Wolfskinder? Was sind denn "Wolfskinder"?
Ich, geboren 1970, bin wohlbehütet aufgewachsen und habe bis auf das, was wir im Geschichtsunterricht gelehrt bekommen haben, keinen Einblick in die deutsche Kriegsgeschichte. Für mich war der Krieg einfach schon sehr weit weg. Ich hatte aber eine Großmutter, die im zweiten Weltkrieg mit zwei Kindern aus Pommern geflüchtet ist und ab und zu mal was erzählte.

Die Lebens- und Leidensgeschichten in dem Buch haben mich zutiefst bewegt, erschüttert und auch zu Tränen gerührt. Es sind wahre Geschichten. Das alles ist wirklich passiert. Und die Menschen, von denen erzählt wird, waren damals (deutsche) Kinder, die im Krieg geflüchtet sind. Manche unfreiwillig in die falsche Richtung - sie wollten eigentlich nach Deutschland, ihr Heimatland -, andere gezielt nach Litauen. Ich habe selbst einen kleinen Sohn und kann mir absolut nicht vorstellen, wie er es schaffen würde, ohne uns Eltern in so einer schweren Zeit vollkommen allein auf sich gestellt zu überleben. Aber diese Kinder haben es geschafft (wie viele Kinder stehen dagegen, die es nicht geschafft haben...), fast alle Dank der Hilfe der litauischen Bevölkerung.

Ich zahle so viele Steuern. Bitte, liebe Regierung, gebt doch einen Bruchteil der eingenommenen Steuern aus, um die wenigen verbliebenen Wolfskinder, die in Armut in Litauen vor sich hinvegetieren zu unterstützen. Jahr für Jahr werden es weniger. Die Menschen sind doch schon alt.

Ich kann das Buch allen empfehlen, die wissen möchten, was damals passierte, allen, die gar nicht so recht wissen, was Wolfskinder sind. Sehr erschütternd finde ich, dass vielen Wolfskindern der Weg zurück nach Deutschland verwehrt blieb und sie aufgrund ihrer Vergangenheit heute in Armut leben müssen. Als Kinder hatten viele es unvorstellbar schwer, ohne Eltern und Verwandte, als Erwachsene ohne ausreichende Bildung auch und als alte Menschen nun auch wieder.
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am 24. Juli 2012
Ein Tatsachenbericht, der in etwa erahnen lässt welch grausamen und schweren Jahre diese Kinder in den Kriegs- und auch Nachkriegsjahren erlitten haben.
Der Verlust von Mutter, Vater und Geschwistern, Grausame Erlebnisse mit der Soldateska werden anhand von Einzelschicksalen werden sehr gut beschrieben, ohne dabei reißerisch zu sein.
Nach fünf sechs Seiten, die man liest, muss man das Buch zur Seite legen und über das gelesene nachdenken.
Ein Bericht, der sehr zu empfehlen ist.
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am 1. Juli 2013
Ich musste beim Lesen immer wieder schlucken. Es ist vor allem auch der Sprache Winterbergs zu verdanken, dass jede Zeile authentisch und hautnah wirkt, als wäre der Leser live dabei. Ich kann mich auf Anhieb nicht daran erinnern, wann mich ein Buch zuletzt so berührt und bewegt hat. Unbedingt lesen!!
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am 29. April 2016
Durch die Idee, das Schicksal vieler Personen mal genauer, mal nicht so tief zu durchleuchten, erhält man so etwas wie einen Überblick über die Bandbreite der Folgen dieser Phase des Krieges für den Einzelnen. Das Beeindruckende an dem Buch war für mich unter anderem, dass die haarsträubendsten Geschichten immer wieder auf nur einer halben Seite daherkommen. Man liest sie 2,3 mal, um sich zu vergewissern, dass das Verstandene jetzt wirklich da geschrieben stand.
Ich würde dem Buch gern 5 Sterne geben, bin mir aber nicht sicher, ob der Kunstgriff, die einzelnen Schicksale immer zeitlich parallel zu erzählen, die beste Wahl ist. Das Buch ist so aufgebaut, dass man in einem Kapitel erfährt, was einige Personen in diesem zeitlich begrenzten Abschnitt erlebt haben, im nächsten Kapitel andere Personen im nächsten Zeitabschnitt. Die große Anzahl von "Protagonisten" läßt einen aber irgendwann den Zusammenhang im Einzelschicksal verlieren, denn manche tauchen oft auf, andere im ganzen Buch nur 2 mal, möglicherweise mit nur 2 Geschichten, die einem aber vollkommen den Boden unter den Füßen wegziehen. Man kommt bald nicht mehr ohne das zum Glück vorhandene Personenregister aus und stückelt sich die Erlebnisse einer Person mit dessen Hilfe nochmal zusammen.

Alles in allem aber ein unbedingt lesenswertes Buch, dass einem zwar Konzentration abverlangt, aber sich tief in die Seele gräbt und einem erschütternde Einblicke in die Abgründe menschlichen Verhaltens in Extremsituationen einerseits und menschlichen Ertragens andererseits eröffnet.
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am 28. März 2016
Ich habe dieses Buch mit guter Vorinformation zum 2. Weltkrieg gelesen. Ich kenne die Geschichte der jüdischen Bevölkerung, der Kriegsverbrechen und Massaker in Polen, Russland, Italien und anderen besetzten Ländern von damals. Meine Eltern sind als junge Menschen selbst Flüchtlinge aus Oberschlesien gewesen und ich kenne auch Ihre Geschichte(n). Doch das Schicksal der "Wolfskinder", die heute alle schon über 70, älter oder gestorben sind, war mir vollkommen unbekannt. Ich wusste von ihnen nichts! Was mich fast noch mehr erschütterte, als die Schilderungen der Autorin. Ein Thema, was totgeschwiegen und sich bald "von selbst" erledigen wird?
Mich hatte das direkte und doch auch zarte und zurücknehmende Schreiben und Beschreiben der Autorin von der ersten Seite an beeindruckt. Die enthaltenden Fotos habe ich immer wieder aufgeschlagen, wenn vom Schicksal eines Einzelnen berichtet wurde, bis ich sie zum Ende des Buches alle "kannte".
Sonya Winterberg trägt mit diesem Buch zum Nicht-Vergessen der Geschichte, die viele Facetten hat, beeindruckend bei.
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am 14. Januar 2016
Ich habe schon sehr vieles über diese Zeiten erzählt bekommen und auch nun gelesen - zum Glück war solch Schicksal meinen Eltern erspart geblieben - sie waren nur "normale" Kriegsopfer in Österreich. Mein Vater hat den ersten Weltkrieg als Kind und den zweiten als junger Mann durchmachen müssen. Meine Mutter als junge Frau den zweiten !!! Was sie mir erzählt haben von ihrem Erlebten - kann man auch in diesem Buch nachlesen. Es muss eine für uns - unvorstellbare Zeit - gewesen sein. Ich habe als Kind die Schicksalsorte meiner Eltern sehen "dürfen"
Die Bunker - die zerbompten Häuser - ich habe bis 1966 noch in deren Ruinen gespielt. Ich kann das noch irgendwie nachvollziehen - wie es den Menschen ging. Aber - ich habe auch eine Doku über die Belagerung von Stalingrad gesehen und gelesen ! Diesen Menschen ging es ähnlich !
Daher warne ich vor einseitiger Dokumentation über Menschenleid im zweiten Weltkrieg und danach !!!
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am 1. September 2013
Ein bewegendes Buch. Die Rolle von Litauen und deren Landbevölkerung war mir bis dato nicht bekannt, oder so auch nicht bewusst. Die Erzählungen und Schilderungen der Wolfskinder sind sehr bewegend und die Erlebnisse erschüttern. Das Buch ist mir empfohlen worden und ich kann es nur weiterempfehlen.
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