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67 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leben zur falschen Zeit am falschen Ort!
Brigitte Hamann ist mit dieser Biographie etwas gelungen, was nur wenigen Historikern gelingt. Sie musste gegen einen Mythos anschreiben, der im kollektiven Gedächtnis der Leser herumspukt, gegen ein "Sissi"-Klischee, das nicht nur an Romy Schneider wie Pech haftete, sondern auch an der historischen Elisabeth von Österreich. Das die Wittelsbacherin, die...
Veröffentlicht am 3. Juni 2007 von zeilensprung

versus
14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Standardwerk, dennoch nicht perfekt
Zunächst einmal muss ich an dieser Stelle die Sissi-Filme ein wenig in Schutz nehmen. Sooo schlecht sind sie doch gar nicht, vieles ist durchaus richtig - z. B. Sisis Schwierigkeiten mit ihrer Schwiegermutter oder ihre Liebe zu Ungarn.

Ich gebe der Biographie 3 Sterne, weil sie ein Standardwerk ist und mit vielen Klischees aufräumt.

Perfekt...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2006 von Nadine1978


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67 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leben zur falschen Zeit am falschen Ort!, 3. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth: Kaiserin wider Willen (Broschiert)
Brigitte Hamann ist mit dieser Biographie etwas gelungen, was nur wenigen Historikern gelingt. Sie musste gegen einen Mythos anschreiben, der im kollektiven Gedächtnis der Leser herumspukt, gegen ein "Sissi"-Klischee, das nicht nur an Romy Schneider wie Pech haftete, sondern auch an der historischen Elisabeth von Österreich. Das die Wittelsbacherin, die tatsächlich vom österreichischen Kaiser vom Fleck weg geheiratet wurde, mit den Marischka-Heimatfilmen nur sehr wenig gemeinsam hatte, ist seither hinlänglich bewiesen. An dieser Richtigstellung trägt diese Biographie einen sehr großen Anteil.

Vor allem aber zeichnet sich Brigitte Hamanns Buch durch eine Lesbarkeit aus, die von den ersten Seiten an fesselt. Auf über sechshundert Seiten langweilt die Historikerin ihre Leser keinen Moment. Ihr gelingt nicht nur ein sehr differenziertes Portrait einer sehr widersprüchlichen und vielschichtigen Persönlichkeit. Auch die Lebensbedingungen bei Hofe und die politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse in der k.u.k. Monarchie werden glänzend dargestellt.

Jahrgang 1837, wächst Elisabeth tatsächlich in verhältnismäßig freien Verhältnissen heran. Zwar gehört ihre Familie zum bayerischen Hochadel, aber ihr Vater, der sich nicht um höfische Etikette schert, bekleidet eine Außenseiter-Position im Wittelsbach-Gefüge und kann so seine Familie weitestgehend abschotten. Seine Frau Ludovica ist jedoch von dem Wunsch beseelt, ihre älteste Tochter mit dem Sohn ihrer Schwester zu verheiraten: Kaiser Franz-Joseph von Österreich-Ungarn. Als die beiden einander vorgestellt werden, ist auch die sechzehnjährige Elisabeth dabei und der Kaiser entscheidet sich für eine Ehe mit der jüngeren Cousine, die allerdings auf diese Aufgabe überhaupt noch nicht vorbereitet ist und darum nach ihrer Heirat dauernd am Hofe aneckt. Bereits in den ersten Ehejahren kristallisiert sich ein Lebensmotiv Elisabeths heraus: Sie entzieht sich durch Krankheit und Flucht ihren Aufgaben und der ständigen Kontrolle, sowohl als erste Frau eines riesengroßen Reiches, das Kaiser Franz-Joseph nur mit Mühe zusammenhalten kann, als auch in ihrer Ehe und ihrer Familie.

Zwar wird sie immer wieder Akzente setzen und auch politische Entscheidungen treffen, sich immer wieder mit Vehemenz für Ziele und Menschen einsetzen und doch bleibt sie stets unnahbar. Sie kann durchaus leidenschaftlich eine Sache verfolgen, verliert aber genauso schnell auch wieder das Interesse und zieht sich in der Folge in sich selbst zurück.
Sie erweckt große Hoffnungen, bei ihrem Volk, ihren Kindern und nicht zuletzt ihrem Mann, um sie dann doch zu enttäuschen.
Aber es ist wohl auch nur sehr schwer nachvollziehbar, welcher Druck auf dieser Frau lastete, die lange vor der Zeit eine Aufgabe übernehmen musste, die sie weder ausfüllen konnte noch wollte.

Elisabeth von Österreich symbolisiert auch das Scheitern einer Weltmacht. Mit ihrer fortschrittlichen Denkweise sieht sie kommen, dass sich die großen Monarchien nicht mehr lange halten können. Und doch ist sie Repräsentantin eines Reiches und einer Zeit, der sie persönlich bereits voraus ist.
Spätestens nach dem Tod ihres Sohnes, Kronprinz Rudolph, wird offenbar, wie marode die Monarchie geworden ist. So liest sich diese Biographie auch wie ein Abgesang auf einen geschichtlichen Anachronismus.

Brigitte Hamann hat in diesem Buch grandios geschildert, wie tragisch ein falsches Leben zur falschen Zeit am falschen Ort ist.
Elisabeth von Österreich ist dafür das beste Beispiel!
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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaiserin ohne Zuckerguss, 30. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth: Kaiserin wider Willen (Broschiert)
Dass Elisabeth von Österreich mit der süßen Sissi der Oskar-Marischka-Filme allenfalls die biographischen Eckdaten gemeinsam hatte, dürfte ohnehin jedem bekannt sein. Aber wer war Elisabeth dann? -- Die nicht nur wegen ihrer fundierten Biographien renommierte Historikerin Brigitte Hamann geht dieser Frage nach und präsentiert auf knapp 600 Seiten ein faszinierendes Porträt einer widersprüchlichen Frau. Hamann hat wie gewohnt ausgiebig recherchiert und viele bis dato unberücksichtigte Quellen herangezogen; vor allem private Aufzeichnungen und Briefe naher Verwandter und enger Freunde erwiesen sich als Fundgrube. Allerdings -- darauf weist Hamann nachdrücklich hin -- waren ihr nicht alle Quellen zugänglich.

Dass nach der letzten Überarbeitung dieser voluminösen Biographie (1998) immer noch Neues zutage gefördert wurde, zeigt eigentlich nur, wie dürftig vor Hamanns Arbeit die Lage war... Und dass neue Funde (z.B. weiß man seit neustem, dass Elisabeth von Österreich zur illustren Schar prominenter Junkies gehörte) dem von Hamann gezeichneten Bild im Grunde nur Nuancen beisteuern, zeigt, wie fundiert ihre Monographie ist.

Und wer war nun diese legendenumrankte Elisabeth von Österreich? Die unbeholfene 16jährige vom Land, der vor der spektakulären Hochzeit noch im Crashkurs die notwendige Bildung beigebracht werden musste? Die jahrelang auf dem glatten Parkett des Habsburger-Zeremoniells hilflos umherrutschte? Die aber ganz offensichtlich intelligent, frei von Standesdünkel und Neuem gegenüber aufgeschlossen war -- im Gegensatz zu ihrer Umgebung? War sie die selbstbewusste Frau, die schließlich gelernt hatte, sich nachdrücklich gegen die zeremonielle Starre aufzulehnen -- und dabei nicht selten über das Ziel hinausschoss? Die besorgte Mutter, deren energischem Eingreifen ihr Sohn Rudolf, der Thronfolger, einen liberalen Erzieher verdankte? Oder die desinteressierte Mutter, die ausgerechnet zu dem ihr intellektuell sehr nahe stehenden Sohn keinen Kontakt suchte? War sie die engagierte Ungarn-Freundin, die den ungarischen Teil des Reiches (damals umfasste der u.a. große Teile der heutigen Staaten Ungarn, Rumänien, Ukraine, Kroatien, Slowakei) befrieden half? Oder war sie die Intrigantin, deren einseitiges Eintreten für Ungarn und gegen die slawischen Landesteile den Zerfall des Habsburgerreiches beschleunigen half? War sie das Biest, dessen Extravaganzen die Staatsfinanzen an den Rande des Bankrotts brachten, die verbitterte Einsame, oder die abgeklärte Frau, die in späteren Jahren in freundschaftlichem Einverständnis mit ihrem kaiserlichen Gemahl auskam? War sie die glühende Heine-Verehrerin, Verfechterin republikanischer Ideale gar, Verfasserin (allerdings: mäßiger) Gedichte, beißende Spötterin? Oder war sie die Anhängerin eines absurden Spiritismus, Teilnehmerin an nachgerade lächerlichen Séancen und Geisterbeschwörungen? (Es gäbe noch mehr Facetten von Elisabeths Persönlichkeit zu erwähnen, aber diese Auswahl sollte genügen.)

Alles davon war sie, und das macht Elisabeth zur faszinierenden Gestalt der Geschichte. Liest man Hamanns Biographie so, als habe man noch nie etwas von der Geschichte des 19. Jahrhunderts gehört, so meint man, Szenen einer Ehe mitzuerleben, in übersteigerter Form -- doch im Gegensatz zu anderen misslungenen Ehen hatte diese Ehe eben auch weitreichende politische Folgen. Noch ein Grund also, warum diese Biographie lesenswert ist.

Hamanns größtes Verdienst allerdings, so scheint mir, ist folgendes: Das Habsburger- und Wittelsbacher-Panoptikum, das sie hier ausbreitet, sieht sie in seinem historischen Kontext. So war z.B. Elisabeths Konflikt mit ihrer Schwiegermutter nicht nur ein "normaler" Schwiegermutter-Schwiegertochter-Konflikt, sondern hier spielten auch konträre Weltbilder eine entscheidende Rolle: Hier die Kaisermutter, die noch ganz dem Herrscherideal des ausgehenden 18. Jahrhunderts verpflichtet war und die Rechte des Individuums dem Staatswohl unterordnete (als Politikerin war sie wohl weitaus fähiger als ihr Sohn), dort die dem Individualismus verpflichtete Elisabeth. (Und dazwischen stand der intellektuell nicht allzu bewegliche Kaiser Franz Josef...) Überhaupt: Hamanns Elisabeth-Biographie ist gleichzeitig eine anschauliche Darstellung einer noch gar nicht lange vergangenen und teilweise doch völlig fremd erscheinenden Epoche.

Die Berücksichtigung des historischen Kontexts macht diese Biographie auch für Leser interessant, die sich für die Person Elisabeths nicht allzu sehr interessieren. Man lernt ganz nebenbei verstehen, wie die Vorstellungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf Verhältnisse des 20. Jahrhunderts prallten, und wieso all die vom heutigen Standpunkt aus unsinnigen politischen Weichenstellungen zustande kamen, die schließlich in die Katastrophe des Ersten Weltkriegs münden sollten.

Hamanns Biographie lässt kaum einen Aspekt aus, oder anders formuliert: Vermutlich sind Fakten, die nicht in diesem Buch enthalten sind, auch nicht der Rede wert... Daraus resultiert freilich auch eine kleine Schwäche dieser rundweg empfehlenswerten Biographie: Manchmal geht mit der Autorin Brigitte Hamann die Historikerin Brigitte Hamann durch -- und dementsprechend sind manche Passagen gerade wegen ihrer bewundernswerten Ausführlichkeit etwas ermüdend zu lesen.

Was ein wenig zu kurz kommt, ist die Antwort auf die Frage, wie der Mythos "Sisi" entstehen konnte -- schließlich wucherte der bereits fröhlich vor den "Sissi"-Filmen. Wie gesagt: kleine Mankos nur, die durch die Informationsfülle und die zahlreichen Abbildungen mehr als wettgemacht werden.

"Elisabeth. Kaiserin wider Willen" ist viel mehr als eine Biographie im herkömmlichen Sinne, sondern gleichzeitig auch eine historische Abhandlung über die Spätzeit des Habsburgerreichs, geschrieben in einem meist gut lesbaren Stil. Eine dicke Empfehlung an alle Geschichtsinteressierten!
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durch und durch empfehlenswert!, 22. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth: Kaiserin wider Willen (Broschiert)
Elisabeth ist nicht die Sisi aus den Filmen, das wird in dieser Biographie von Brigitte Hamann deutlich. Wer erwartet das Sisi-Klichee in dieser außerordendlich gut gelungenen Biographie zu finden sucht vergeblich. Der Leser erfährt wie Elisabeth von Österreich wirklich war und verfällt hierbei in die verschiedensten Gefühle: Einerseits Wut durch den Egoismus der Kaiserin, dann Mitleid für die Ungerechtigkeiten, Bewunderung, Verwunderung und vieles mehr.
Beim Lesen hat man nicht das Gefühl eine Biographie zu lesen, sondern man ist gefesselt von der ausgesprochen faszinierenden Persönlichkeit Elisabeths. Des Weiteren werden auch andere Persönlichkeiten aus Elisabeths Leben so interessant und lebensecht geschildert, dass das Interesse des Lesers für diese unweigerlich geweckt wird.
Durch die vielen Zitate und eindrucksvollen Beschreibungen ist die Biographie lebendig und man kann sich an vielen Stellen ein Lächeln nicht verkneifen, da Brigitte Hamann mit einer gewissen Ironie schreibt.
Ein weiteres Bonus des Buches sind die vielen Bilder der Kaiserin, ihrer Verwandten, ihrer Umgebung usw.
Insgesamt zeigt die Biographie wunderbar das Leben der Kaiserin und die Entwicklung von dem schüchternen, ängstlichen Mädchen bis zur selbstbewussten aber totunglücklichen Frau, die ihr Leben lang von ihren Verpflichtungen erdrückt werden zu scheint und immer mehr in Sonderlichkeiten, Krankheit und Reisen flüchtet. Ein Muss für jeden der etwas über die echte Elisabeth erfahren möchte!!!
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historisch fundiertes Standardwerk! Einfach meisterhaft!, 4. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth: Kaiserin wider Willen (Broschiert)
In 14 Kapitel beschreibt Brigitte Hamann detailliert das Leben der Kaiserin Elisabeth - und räumt dabei mit so manchem Sisi-Klischee auf (also keine Biographie für alle, die sich das Elisabeth-Bild der bekannten Filme erhalten wollen). Hamann hat dabei einen wunderbaren Schreibstil: Leicht verständlich und flüssig zu lesen, und dass obwohl sie wissenschaftlich fundiert auf Basis von umfangreichem historischen Quellenmaterial arbeitet. So lernt man Sisi nicht nur anhand einer Reihe von aufgezählten Daten der Geschichte kennen, sondern erlebt die Kaiserin beispielsweise in Gedichten, Tagebucheinträgen und Briefwechseln. Besonders glaubhaft wird die Biografie dadurch, dass Hamann ehrlich auf "Löcher" in der Forschung hinweist (wenn z.B. keinerlei Quellen mehr zu einem bestimmten Sachverhalt vorhanden sind), anstatt sich in unbegründeten Spekulationen zu verrennen. Das Tüpfelchen auf dem i sind neben einer Zeittafel und Stammtafeln die 103 Abbildungen im Buch - schließlich kann man kaum über die schönste Frau einer Epoche schreiben, ohne sie auch zu visualisieren... Diese Biographie ist eine der besten, die ich seit langem gelesen habe! Hut ab!
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39 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr realistisch, 4. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth: Kaiserin wider Willen (Broschiert)
Dieses Buch war die erste Biographie die ich von "Sissi" gelesen habe. Zu dem Zeitpunkt wußte ich rein gar nichts über das wirkliche Leben der Kaiserin und kannte ihr Schicksal nur aus den Filmen. Von daher war ich anfangs ein bißchen entsetzt und geschockt, weil diese Darstellung eben so gar nicht in das Klischee gepasst hat! Jetzt, nachdem ich ca. 5 Biographien "Sissi's" gelesen habe und auch mehr von ihrem wirklichen Leben weis, muß ich allerdings sagen das es daß Buch ist, daß am meisten der Realität entspricht! Ich finde es sehr schön, das die Autorin genau die Quellen ihrer Behauptungen belegt und man dadurch weis das es so in Wirklichkeit gewesen sein muß!
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das wahre Leben!, 13. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth: Kaiserin wider Willen (Broschiert)
Ein Buch, das mich ziemlich beeindruckt hat. Es gibt mehr als nur kurze Einblicke in ihr wahres Leben. Das dies natürlich nichts mit den rührigen Filmen zu tun hat, wird sehr interessant und authentisch beschrieben (hier wird nicht nur die Meinung der Autorin offeriert, sondern diverse Brief-, Tagebuch- und Zeitungsauszüge sind Grundlage dieses Buches). Man erfährt viel über Gefühle und Leid und ein extremes Leben, eine Atmosphäre, die ich selber gerne mal für einen Tag miterlebt hätte. Neben der biografischen Erzählung, findet sich auch eine Auflistung der wichtigsten Daten, viele Bilder und Fotografien. Lediglich über das Ende des Buches war ich ein wenig enttäuscht, da mir hier weitere Eindrücke -nach der Ermordung Sisis- der Familie und anderer zeitgenössischer Personen fehlten.
Ein Buch das man nicht so schnell wieder aus der Hand legt, nicht nur für Fans.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Scheitern einer republikanisch eingestellten Kaiserin, 27. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth: Kaiserin wider Willen (Broschiert)
Wie verhält sich ein Mensch, der eine Position bekleiden muss, die in keiner Weise seinen Auffassungen entspricht? Entweder versucht er, mögliche Freiräume in seinem Sinne auszugestalten - oder er scheitert.
Für die hoch gebildete Elisabeth von Österreich scheint beides zuzutreffen. Einerseits gelingt es ihr, als republikanisch eingestellte Gattin des absolut regierenden österreichischen Kaisers Franz Joseph dazu beizutragen, dass Ungarn eine Verfassung erhält und sich der österreichische Absolutismus in eine konstitutionelle Monarchie verwandelt. Andererseits zieht sie sich mangels Identifikation mit der ihr zugedachten Rolle nach und nach aus der Öffentlichkeit und von ihrer Familie zurück und widmet sich ihren eigenen extravaganten Interessen - dem Jagen, Reisen und Dichten.
Sisis Rollenkonflikt hat nicht nur fatale Konsequenzen für das Scheitern ihres Sohnes Rudolf, zu dem sie trotz ähnlicher Ansichten aus Unkenntnis Distanz hält, sondern wahrscheinlich auch für die Hinwendung des unter der Gefühlsarmut seiner Umgebung leidenden Kaisers zur "Freundin" Katharina Schratt - was von Elisabeth sogar explizit gefördert wurde.
Eingebettet in den historischen Hintergrund und unterlegt mit vielen Zitaten portraitiert Brigitte Hamann präzise eine für ihre Zeit ungewöhnliche Frau und Monarchin, die die politischen Zeichen der Zeit erkannte, ihren Einfluss jedoch nicht nutzte.
Wer also das Romy-Schneider-Klischee überdenken möchte, sollte sich diese ausgesprochen gut lesbare und spannende Biographie nicht entgehen lassen!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Urlaubslektüre, 29. Februar 2012
Von 
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(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth: Kaiserin wider Willen (Broschiert)
Es gibt wunderbare Rezensionen zu diesem Buch und ich möchte deshalb
gar nicht so sehr auf Kleinigkeiten eingehen, sondern meinen ganz persönlichen
Grund schildern, warum ich dieses Buch unbedingt empfehlen möchte.
Es gab da diese Neuverfilmung der Sissy-Filme mit Martina Gedeck. Die meinte in
einem Gespräch zum Film lapidar und mit einem Schmunzeln, dass Sissy eine ganz
schöne Zicke war. Meine Neugier war geweckt.
Ich hatte einen 14tägigen Urlaub in der Mittelmeerregion
vor mir, also noch schnell das Buch von Frau Hamann besorgt.
Ich habe das Buch verschlungen, zeigte es doch ein Bild von
Elisabeth, dass mir so komplett unbekannt war. Eine wunderschöne
Frau mit schlechten Zähnen, die dehalb wenig sprach und für
dumm gehalten wurde, die viel Sport treibt bis zum Magerwahn,
die depressiv war und insgesamt psychisch nicht so ganz
auf der Höhe. Aber auch eine Sissy, die gar nicht blöd und naiv war, wie sie uns
auch in den Filmen immer präsentiert wurde. Eine intelligente, starke, junge Frau, die
sich für Politik interessiert hat und wenn ihr danach war auch eingegriffen hat.
Das Buch zeigt diese und noch viele andere Seiten in spannender und
unterhaltsamer Weise auf und ist eine wunderbare Urlaubslektüre für Wien,
Griechenland, Madeira und Ungarn oder eine Kreuzfahrt durchs Mittelmeer, wo sich
Sissy viel lieber aufgehalten hat als am Wiener Hof.
Diese Biografie eignet sich auch für Leser, die sonst eigentlich keine Biografien lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Biographie über Kaiserin Elisabeth, 10. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth: Kaiserin wider Willen (Broschiert)
Das ist die mit Abstand beste Biographie über Kaiserin Elisabeth. Ich habe schon mehr als zehn Bücher über ihr Leben gelesen, aber keines hat mich so beeindruckt wie dieses.

Manche Menschen meinen sicherlich, dass die Autorin den "Sisi-Mythos" zerstört hat, oder zerstören wollte. Aber ich finde, dass dem nicht so ist, denn sie geht mit Respekt an diese, nicht leicht zu verstehende Frau heran, ohne sie zu verunglimpflichen. Es sind vielmehr Aspekte, die dem Leser zu verstehen geben, wie es zu ihrem unglücklichen Leben kam und letztendlich auch ihre Ehe scheitern musste. Um die Person Elisabeth zu begreifen, muss man sich eben auch mit unschönen Dingen auseinandersetzen. Kein Mensch ist perfekt und das war sie auch nicht. Es hat mich auch berührt, wie Kaiser Franz Joseph bis zu letzt seiner Frau ergeben war, obwohl beide nicht gegensetztlicher sein könnten. Und hier lag letztendlich auch die Tragik, denn jeder trug zu dem Unglück des anderen bei.

Das Buch enthält auch viele Gedichte, die Elisabeth im Verlauf ihres Lebens geschrieben hat. Sie geben einen guten Einblick in ihre Gedankenwelt und man kann unter anderem sehr gut erkennen, welche Probleme sie hatte, dass Leben einer Kaiserin zu führen.

Fazit: Ein faktenreiches und ungeschöntes Bild einer Frau, die durch ihre Verweigerung beitrug, dass ihr Leben unglücklich war und endete.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ihre Hoheit, 10. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elisabeth: Kaiserin wider Willen (Broschiert)
"Sissi" flimmerte pünktlich wie jedes Jahr zur Weihnachtzeit über die Bildschirme und brachte Kitsch, Schnulz und einen Hauch von Märchen in die Stuben. Ich wollte diesmal dem Mythos Sissi genauer auf den Grund gehen und kaufte mir die Biographie von Fr. Hamann. Weiter weg von der wahren Elisabeth hätte der Film nicht sein können.
Die Biographie ist gut recherchiert. Man begleitet die junge Sissi an den Wiener Hof, hat Einblick in die Beziehung zu ihrem Mann und dank der vielen selbstgeschrieben Gedichte der Kaiserin auch eine Ahnung von ihren tiefsten Gefühlen. Private wie politsche Momente in ihrem Leben wechseln sich ab und zeigen auf, was zu jener Zeit von einem Staatsoberhaupt erwartet wurde und was Sissi alles nicht erfüllte. Auch das Desinteresse an ihren beiden älteren Kindern, die seelische Getriebenheit und die erschreckend anmutende Exzentrik der Monarchin werden nicht ausgespart und runden das Gesamtbild einer zeitlebens unglücklichen Frau ab.
Es wird sehr ausführlich über die Innen- und Außenpolitik Österreichs berichtet, was manchmal etwas zu Längen führte. Gut, das Buch handelt über die Kaiserin von Österreich und manches in Bezug auf Sissis Haltung musste man wissen. Aber das hätte an mancher Stelle kurz und prägnant dem Nicht-Historiker auch einfacher vermittelt werden können. Auch fand ich die Sprache der Autorin manchmal etwas gestelzt und anstrengend. Dennoch, ich habe mich durchgekämpft und dem Sissi Mythos wurde ausführlich ein für allemal ein Ende gesetzt.
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Elisabeth: Kaiserin wider Willen
Elisabeth: Kaiserin wider Willen von Brigitte Hamann (Taschenbuch - 12. November 2012)
EUR 14,99
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