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Kundenrezensionen

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am 17. April 2011
Tja, von wegen schönes Truckerleben. In dem Buch beschreibt der langjährige Trucker, Journalist und Autor den Beruf des LKW-Fernfahrers. Was sich für den Laien toll anhört und er gerne mit sowas wie "Urlaub" in Verbindung bringt, ist in Wahrheit harte Arbeit und mehr ein Albtraum. Ständige Gesetzesübertretungen gehören zum Alltag und werden, zumindest vom Arbeitgeber, als Kavaliersdelikt abgestempelt.
Aber nicht nur das, sondern auch die ewig langen Wartezeiten und Schikanierungen bei Grenz- und Fahrzeugkontrollen, die notwendige Bestechung von Kontrolleuren und ständige Gefahr des Ausgeraubt oder übers Ohr gehauen zu werdens gehören scheinbar zum Leben des Fernfahrers, so wie das Amen zum Gebet gehört.
Was weiters (vermutlich eher am Rande) belastet ist das Wissen darüber, dass viele Waren auf den ersten Blick total sinnlos herumgefahren werden. Viele Waren legen mehrere tausend Kilometer zurück, bis sie am Zielort angekommen sind. Man könnte, wenn man wöllte, und als Endkunde etwas nachdenken würde wahrscheinlich mehr als die Hälfte der Strecke sparen und damit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Aber der Autor hat zum Glück nicht nur Negatives zu berichten. Es gibt auch sehr schöne Momente in einem Truckerleben. Eigentlich nur Kleinigkeiten, die aber extrem wichtig sind, um neue Kraft für die nächsten Tage zu tanken. Das wovon ich rede sind zum Beispiel die Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit von Kunden, speziell in ärmeren Ländern. Weiters lernt man die bereisten Länder, deren Menschen, Kultur, Sitten und Bräuche sehr gut kennen. Es gibt auch noch sehr viele weitere sehr schöne Geschichten, bei denen ich sehr gerührt war und die ich sehr lesenswert finde.

Ich finde dieses Buch sehr lesenswert, weil es einfach einen ausführlichen Einblick in den Beruf des Fernfahrers gibt und man sieht, wie sie sich den A.... aufreißen, um uns Endkunden mit Waren zu versorgen. Sie sind die wahren Helden der Konsumgesellschaft, werden aber meines Empfinden nach komplett vergessen.

Ich würde mich über eine Fortsetzung dieses Werkes sehr freuen!
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am 6. Mai 2013
Selbst wenn man zugesteht, dass der Autor in einer besonders schlechten Firma gearbeitet hat, ist es durch die enorme Detailfülle der Tourberichte möglich, sich einen umfassenden Einblick in die Arbeitsbedingungen im internationalen Fernverkehr zu verschaffen. Jedem, der damit liebäugelt, sich selbst ans Steuer zu setzen, sei dieses Buch hochempfohlen.

Der Inhalt an sich ist so erschreckend wie faszinierend. Sizilien, Kiew, Wales, Marokko, Istanbul. klangvolle Namen für Fernwehgeplagte. Ernüchternd, wenn der Autor in Marokko 10 KM vom Strand entfernt auf Entladung warten muss, und daher von einem Strandspaziergang nur träumen kann.
Absolut erschreckend die Arbeitszeiten: von 8-10 Stunden und 5-Tage-Woche kann nur geträumt werden, der Autor ist so gut wie immer mit gefälschten Urlaubsscheinen unterwegs und den Takt bestimmt allein die gesetzlich vorgeschriebene Standzeit des Fahrzeugs zwischen zwei Arbeitstagen von entweder 9 oder 11 Stunden. Stundenlange Grenzabfertigungen, selbständige Entladearbeiten oder Wartezeiten bei Kunden werden wie selbstverständlich als Freizeit angesehen.

So dass der Beruf "Fernfahrer" keinesfalls ein Beruf, sondern eine Berufung ist. Denn das Leben auf der Strasse ist allumfänglich, der Fernfahrer erlebt eine Freizeit, wie der normale Arbeitnehmer sie kennt, nur vom Hörensagen.
Vermutlich würde, wenn man die realen Arbeitszeiten zusammenrechnen würde, also die Zeit, in der der Arbeitnehmer in irgendeiner Weise mit dem Transportauftrag beschäftigt ist (fahren, verzollen, warten, entladen, im Stau stehen) ein Stundenlohn auf Drittweltniveau als Ergebnis folgen.
Und dies vollkommen unberechtigt, denn der Fahrer fährt beileibe nicht nur, sondern muss täglich diverse technische und psychologische Tricks und Kniffe anwenden, um zwischen West- und Ost-, Nord- und Südeuropa allen Herausforderungen begegnen zu können.

Die Politik muss hier dringend tätig werden: wenn schon durch die Natur dieser Arbeit unvermeidbar sehr lange, unregelmässige Arbeitszeiten entstehen, müssen die Fahrer einen entsprechenden Freizeitausgleich erhalten, z.B. 14 Tage unterwegs, 7 Tage frei. Ansonsten wird hier weiterhin Wirtschaftswachstum mit brutalen Mitteln auf dem Rücken von Arbeitnehmern und der Verkehrssicherheit erzeugt.

Alles in allem ein als Tourbericht gestaltetes, hervorragendes Enthüllungsbuch über skandalöse, von der Politik gedeckelte unmenschliche Arbeitsbedingungen. Die, hätte es vor 100 Jahren schon LKWs gegeben, damals genau so ausgesehen hätten wie heute: Ausbeutung pur.
Da ich mich für die Tätigkeit des Fernfahrers bisher selbst interessiert hatte, hat mir dieses Buch eine Fülle an Informationen und eine gute Entscheidungsgrundlage dafür gegeben, in diesen Bereich frühestens dann einzusteigen, wenn sich die Rahmenbedingungen deutlich verbessert haben. Denn die Faszination an diesem Job bleibt: nämlich jeden Tag in den unterschiedlichsten Ländern die anstehende Arbeit einigermassen selbstbestimmt, und manchmal auch kreativ, erledigen zu können. Etwas, von dem viele "reguläre" Arbeitnehmer nur träumen können.
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am 28. April 2011
Da ich selbst einige Jahre im Fernverkehr in ganz Europa unterwegs war, gottlob nicht bei solchen Verbrecherfirmen, kann ich nur bestätigen das der Termindruck, die Probleme mit der Kieberei, den Zöllnern usw. haargenau stimmen.
Doch leidergottes gibt es noch schlimmere Firmen, wie ehemaliger Karl Kral***** und sein Chefdisponent der nach dem Gefängnis jetzt die Fa. Hisp*** gegründet hat, ... Insider wissen bescheid!
Wenn sich jemand über diese Branche informieren möchte, und auch die Wahrheit wissen möchte, dann ist er bei diesem Buch GENAU RICHTIG!!!
Und auch warum das Ganze so abläuft wie es eben ist, auch auf das wird in dem Buch eingegangen.
Denn begünstigen tun WIR das alle, die Konsumenten, nicht die Fahrer!
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Schon mit 18 hat Jochen Dieckmann seine ersten Erfahrungen als Trucker gesammelt und als Fernfahrer damals noch exotische Destinationen wie die ehemaligen Ostblockländer besucht. Jahre später, nach einer Umschulung zum Journalisten und einigen Jahren beim Hessischen Rundfunk sollte die Rückkehr in seinen alten Beruf für ihn zum raschen Ausweg aus der Arbeitslosigkeit werden. Doch mit Überraschung musste Dieckmann feststellen dass sich selbst in den Jahrzehnten und trotz aller neuen Gesetze und Regulierungen sehr wenig an seinem einstigen Job geändert hatte, es ist ein Knochenjob geblieben. Gewissermaßen zum Abschluss dieses Lebensabschnitts hat Dieckmann nun seine Erfahrungen und Erkenntnisse in Buchform gebracht. "Geschlafen wird am Monatsende: Ich, mein Truck und der alltägliche Wahnsinn auf Europas Straßen" ist ein autobiografisches Logbuch von vier Fahrten Dieckmanns im Auftrag einer niederländischen Spedition und veranschaulicht sehr deutlich, dass das Leben der Könige der Landstraßen vor allem ein schweres ist. Geografisch reist Dieckmann dabei aus den Niederlanden bis nach Marokko, Wales, die Ukraine und sogar Istanbul.

Dieckmann beginnt mit einer typischen Szene aus seinem Trucker-Alltag, im Niemandsland zwischen Ungarn und der Ukraine. Im EU-Raum wird es selten kontrolliert, doch die ukrainische Zollbehörde SMAP legt besonderen Wert darauf, dass die Reifenprofile von Vierzigtonnern wie Dieckmanns ein gleichmäßig abgenutztes Reifenprofil aufzuweisen haben. Dass darauf nicht zu achten zu Problemen führen kann hat Dieckmann seinen Chefs und Chefinnen in der Spedition zwar schon oft zu erläutern versucht, doch auf die Trucker hört man prinzipiell nicht und so sind Truck Fahrer wieder einmal gestrandet, denn in die Ukraine darf Dieckmann nicht einreisen und da er für die immer noch nicht in die Ukraine gelieferte Ware natürlich keine Einfuhrpapiere für Ungarn besitzt kann er auch nicht zurück. Eine chaotische Situation, in der dem Fernfahrer Dieckmann durch die GPS-Peilung seines Trucks von Seiten der Disponenten auch noch Druck gemacht wird, auch wenn er nichts tun kann. Man glaubt es nicht, doch genau solche Fahrten gehörten zu Dieckmanns Alltag und lassen den Trucker oft genug hinterfragen ob seine Vorgesetzten ihn nicht doch "nur" für blöd verkaufen oder genau das praktizierte als professionelle Planung verstehen.

Jenes Bild das Jochen Dieckmann vom Beruf des internationalen Fernfahrers zeichnet ist fern von aller Landstraßenromantik und erlaubt einen Einblick in eine Branche, in der mit krimineller Energie Gesetze umgangen werden und das obwohl die Gesetzeslage überraschend arbeitgeberfreundlich gestaltet ist. Als "Ausländer" in einem niederländischen Betrieb hat Dieckmann zudem noch mit einigen anderen Ressentiments seiner Chefinnen und Chefs in der Spedition zu kämpfen, die aber auch gegenüber seinen niederländischen Kollegen nur selten andere Töne anschlagen. In einem feindseligen Klima, in dem verspätete Lohnauszahlungen, Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung und die Unterschlagung von Spesen, sowie simple Ausbeutung scheinbar gang und gäbe sind aber auch kein Wunder. Dass die Fahrer dafür gut verdienen würden erweist sich nach der Lektüre als ziemlich zynische Aussage, denn wie Dieckmann bezeugt sinken erstens die Fixlöhne und zweitens wird man oft genug um seine Spesen geprellt, mit denen man ohnehin vom Werkzeugkasten bis zu Bußgeldern und Bestechungsgeldern alles selbst bezahlen muss, das Unternehmen stellt nur das Fahrzeug und kann selbst in Fällen der Straffälligkeit oft genug die Schuld auf den Fahrer abwälzen. Stunden die man bei der Zollabfertigung oder dem Warten auf die Warenübernahme verbringt gelten übrigens gleich als Freizeit und werden natürlich nicht entlohnt, sondern nur wenn das Fahrzeug auch fährt.

- Resümee -
Auf vier Touren quer durch Europa wird man von Jochen Dieckmann mitgenommen und schon dürfte sie für die meisten ihr Bild vom Job des internationalen Fernfahrers gravierend geändert haben. Nicht nur weil die Arbeitsbedingungen sich seit Jahrzehnten kaum geändert haben, sondern auch weil die von Dieckmann geschilderten Geschäftspraktiken der Spediteure weit verbreitet sind und die Trucker im Gegensatz zu ihren Arbeitgebern natürlich über keine schwergewichtige Lobby auf nationaler und europäischer Ebene verfügen. Dass die Branche Nachwuchsprobleme hat liegt also nicht nur am teurer und komplizierter werdenden Führerscheinsystem sondern auch der mangelnden Attraktivität und sprichwörtlich antisozialer Arbeitsbedingungen, denen es zu "verdanken" ist dass Trucker wie Dieckmann oft über Wochen wenn nicht Monate nicht einmal eine Nacht in ihren eigenen vier Wänden verbringen können. Dieckmann punktet weil er es versteht seine Geschichte als Fahrer sehr anschaulich und spannend zu erzählen. Es ist eine Europareise der gänzlich anderen Art, in der man die Realität moderner Just-in-time-Logistik vorgeführt bekommt.
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am 2. September 2011
Das Buch liefert einen sehr tief gehenden Einblick in die internationale Transportbranche, der den Alltag in einem Speditionsunternehmen wohl sehr real wieder gibt. In Anbetracht der beschriebenen Umstände muss man sagen leider. Ich habe mir das Buch gekauft, da ich selbst zwar nicht fahre, aber dennoch durch Familienangehörige bereits sehr viele Erfahrungen in und um den LkW herum sammeln konnte. Das Buch bildet das harte Leben vieler Fahrer auf unseren Straßen detailliert ab, wenn auch etwas pauschal.

Die Geschichten sind spannend erzählt und man kann sich sehr gut in die Rolle des Fahrers hinein versetzen, fühlt sich durchweg als wäre man direkt dabei - alles sehr real. Ich zumindest konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen bis ich schließlich durch war. Das Buch stellt die heftigen Kontraste des Berufs sehr gut dar, das Arbeiten rund um die Uhr - ein echter Knochenjob, die Rücksichtslosigkeit bei Vorgesetzten und Behörden, der mangelnde Respekt bei Kunden, der teils unfassbar schlechte Ruf in der öffentlichkeit und auf der anderen Seite beispielsweise ferne Ziele, beindruckende Landschaften, die Gastfreundschaft und Freundlichkeit in der Fremde und manchmal auch ein kleiner Rest an Freiheit - oder zumindest die Illusion davon. Jeder Fernfahrer hat solche sachen wohl mindestens ansatzweise schon erlebt.

Auch wenn sich die Menschen in diesem Job tatsächlich häufig in einer knallharten und vor allem missachteten "Parallelwelt" bewegen muss man wissen, dass die Umstände mit Sicherheit nicht auf jede Firma mit LKW und jeden Fahrer zutreffen - auch nicht im internationalen Geschäft. Die Dinge haben sich teils gebessert, wenn auch lange nicht genug und in einigen Teilen des Transportgewerbes ist die Lage vermutlich nie so düster gewesen wie hier dargestellt. Das wird im Buch nicht hinreichend erwähnt, man bekommt teilweise den Eindruck JEDER Arbeitsplatz am LKW-Steuer entspricht genau diesen Bedingungen und JEDER LkW ist eine "rollende Zeitbombe". Das ist nicht ganz korrekt und vermittelt unerfahrenen Lesern vermutlich einen teiweise falschen Eindruck. Dafür muss ich einen Punkt abziehen.

Wie gesagt haben wohl dennoch die allermeisten Fernfahrer die meisten der geschilderten Vorkommnisse in ähnlicher Form selbst schon erlebt. Daher bekommt man hier einen echt guten, sehr realitätsnahen Eindruck aus diesem Beruf, der hoffentlich vielen Leuten zeigt, warum es wichtig ist den Menschen die rund um die Uhr für uns alle fahren einfach viel mehr Respekt entgegen zu bringen - immerhin Opfern sich dafür auf, dass alle nur erdenklichen Waren beinahe zu jeder Zeit an jedem Ort verfügbar sind. Denn in meinen Augen ist das größte Problem schlicht die fehlende Beachtung - die Ignoranz, die leider überall zu finden ist vom Firmeninhaber über Behörden, Straßenplaner, Verkehrsteilnehmer bis zum Kunden irgendwo im Laden.

(Ohne die Fahrer die jede Nacht mit ihren DHL-Wechselbrücken unterwegs sind könnte ich z.B. nicht jetzt bei Amazon dieses Buch bestellen und es morgen Mittag aus dem Briefkasten fischen...)
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am 16. September 2012
habe mir das Buch bestellt dank Amazon schnell geliefert.

Das Buch selber ist leicht zu lesen und nachvollziehbar.
Bin selber Kraftfahrer und hatte das Buch im Urlaub nach 3 Tagen durch.
jeden der sich für den Job Interessiert oder bereits ergriffen hat kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen
hier wird nichts übertrieben und mann kann auch mal über einige Zeilen lachen da es einfach der Wahrheit entspricht was dort geschrieben ist.

war das erste Buch was ich mir seit Jahren selbst gekauft habe.
Die Leidenschaft ein Buch zu lesen wurde hierdurch neu entfacht
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am 6. Mai 2012
Das Buch ist der Hammer! Ich habe selber sehr lange in der Spedition gearbeitet - und weiß, dass die Fahrer oft die ärmsten sind ... aber dieses Buch ist ja wie ein Thriller ... schonungslos und auf den Punkt gebracht ... in der Branche muss sich etwas ändern ... also bitte LESEN!!!
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am 6. September 2011
Wenn man dieses Buch zum ersten Mal in der Hand hält, könnte man sich fast zur Aussage: und wieder eines dieser langweiligen Doku-Bücher hinreisen lassen...
Aber - es kommt alles ganz anders. Man mag die Lektüre zum Teil gar nicht wieder aus der Hand legen. Super geschrieben, sehr anschaulich und verständlich. Obendrein noch mit Ironie und Spannung gespickt - ein tolles Buch.

Besonders wichtig aber ist die Botschaft, die uns Jochen Dieckmann damit vermitteln will. Und diese kommt aus meiner Sicht sehr klar rüber.
Bleibt die Hoffnung, daß auch mal Menschen die in dieser Branche Entscheidungsträger sind dieses Buch in die Hände bekommen und es lesen. Vielleicht ändert sich dann endlich etwas an den Bedingungen für die Mädels und Jungs auf ihren Trucks.

Wir als "Bodenpersonal" können vielleicht das eine oder andere Mal mit etwas Nachsicht reagieren, wenn uns wieder eines dieser "Dinger" vor der Nase umher fährt und unseren Verkehrsfluss ausbremst... Denn ohne diese Zunft blieben Läden leer, Heizungen kalt und Autos stehen...
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am 16. Juni 2011
Informativ und spanndend zu lesen für den, der für die großen Laster und ihre Fahrer etwas übrig hat. Interessanter Einblick in einen Berufsstand, den jeder braucht und keiner will. Ohne Idealisten ginge es in diesem Beruf nicht. Ob dies hier der "typische" Fall eines Fahrers ist oder eher die Ausnahme, kann ich nicht beurteilen. Aber auch, wenn man gewisse Abstriche macht, ergibt es ein gehaltvolles Bild einer ganzen Branche.
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am 31. Dezember 2011
Mit der von Herrn Dieckmann beschriebenen Firma in Holland darf man nicht gleich in Bausch und Bogen sämtliche Transportfirmen in einen Topf werfen. Es gibt selbstverständlich auch absolut korrekt handelnde Firmen denen daran gelegen ist das die Gesetze eingehalten werden und nicht wie beschrieben ewig geschummelt wird. Herr Dieckmann scheint auf alle Arbeitgeber einen Hass zu haben und empfindet sich selber als etwas besseres unter den Truckern, er vermeidet es mit anderen LKW-Fahrern kontakt zu haben, tarnt sich als Tourist, sucht sich andere Gaststätten und stellt den Zusammenhalt der Trucker untereinander z.B. durch warnen bei Kontrollen als blöd da, er hingegen fühlt sich als etwas besseres und läßt die Kollegen die Ihn ev. ein vorheriges Mal vor einer Kontrolle gewarnt haben gnadenlos in die Kontrolle rauschen. Für solche Kollegen gibt es unter den LKW Fahrern eine ganz bestimmte Bezeichnung die ich hier nicht niederschreiben möchte die aber alle aus der Branche kennen.
Auch stößt es sauer auf das Herr Dieckmann quasi komunistenhaft alle Arbeitgeber schlecht macht.Man muß sich doch fragen warum Herr Diekmann sich nicht selbststänig gemacht hat und somit alles besser machen könnte. Sicherlich sind die Zustände in manchen Fabriken im Ausland nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen aber viele dieser Mitarbeiter vor Ort hätten anderweitig überhaupt kein Einkommen um Ihre Familien zu ernähren, die einmalig gute Absicherung von Menschen ohne Arbeit wie in Deutschland ist nun mal nicht weltweit finanzierbar.
Die Erlebnisse unterwegs sind aber anschaulich und spannend geschildert so daß einen das Buch, trotz der negativen Beinflußungen durch den Autor, in Bann hält und man es sehr gut lesen kann. Spannendes Buch mit etwas schlechtem Beigeschmack.
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