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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 23. Februar 2013
St. Edmunsbury, 1224: Catlin ist die Enkelin der berühmten Schmiedin Ellenweore. Als einziges Kind ihres Vaters Henry soll sie die Schmiede eines Tages übernehmen. Doch als der Glockengießer John in die Stadt kommt, entdeckt sie die Faszination des Glockengießens für sich. Selbst Glocken zu gießen wird schnell ihr großer Traum. Als sie erfährt, dass sie mit dem Schmied Alan verheiratet werden soll, zögert sie nicht länger: Überstürzt bricht sie nach Norwich auf, um John zu finden. Anstelle von Alan möchte sie ihn heiraten, um sein Handwerk zu lernen. Doch John hat einen Feind, der ihr Glück zu zerstören droht…

Nachdem ich von Katia Fox‘ Trilogie („Das kuperne Zeichen“, „Der silberne Falke“ und „Der goldene Thron“) begeistert war, hat es mich sehr gefreut, dass die Geschichte rund um die Nachfahren Ellenweores weitergeht. Entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an diesen Roman, die leider nur teilweise erfüllt wurden.

In jedem Buch von Katia Fox steht ein anderer mittelalterlicher Beruf im Zentrum. Dieses Buch widmet sich ganz dem Glockengießen, und die Faszination an diesem Beruf wurde gut verständlich gemacht. Trotzdem konnte nicht ganz nachvollziehbar gemacht werden, warum Catlin die von ihr so innig geliebte Familie und den sicheren Platz in der Schmiede aufgibt und völlig überstürzt und mittellos aufbricht, um ihrem Traum nachzujagen und John zu einer Zweckheirat zu überreden – vor allem, da sie den für sie vorgesehenen Schmied nicht einmal kennt.

Im Verlauf der Geschichte erweist sich Calin als wahres Glückskind. Ihr Traum von der Heirat mit John verwirklicht sich, und da sie ihn eigentlich gar nicht liebt, kommt ihr sein Keuschheitsgelübde gerade recht. Dank eines gerade erst kennengelernten reichen Freundes wird ihr auch eine Werkstatt überlassen, in denen sie ihre Glocken gießen können. Diese und viele weitere glückliche Zufälle, die ich an dieser Stelle nicht verraten möchte, deren Menge ich aber recht unrealistisch fand, bestimmen Catlins Leben. Da sie so nie in eine wirkliche Zwangslage geriet, sondern sich stets eine passende Lösung auftat, empfand ich den Spannungsbogen der Geschichte als gering.

Auch die Charaktere bleiben in diesem Buch recht blass, und ich konnte ihre Gefühle und ihr Verhalten nur schlecht nachvollziehen. Dies lag vielleicht auch an der Auswahl der Szenen, zum Beispiel wird Catlins erneute Begegnung und anschließende Hochzeit mit John im Nachhinein nur kurz zusammengefasst, was ich sehr schade fand.

Meine großen Erwartungen an das Buch wurden leider nicht erfüllt. In „Das Tor zur Ewigkeit“ erwartet den Leser eine solide, historisch fundierte Geschichte, in welcher dem Leser das Handwerk und die Faszination des Glockengießens näher gebracht werden. Ich hätte mir jedoch noch mehr Spannung und weniger glückliche Zufälle gewünscht. An die Stärke der drei Vorgängerromane reicht dieses Buch meiner Meinung nach nicht heran. Wer von den Vorgängern aber begeistert war und sich für die Kunst des Glockengießens interessiert, wird sich über das Wiedersehen mit liebgewonnen Charakteren in diesem Buch sicherlich freuen.
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am 19. Januar 2013
Es gibt Bücher, die liest man nicht, nein man inhaliert sie regelrecht und genau so ein Buch war für mich „Das Tor zur Ewigkeit“. Katia Fox’s neuer Roman ist sozusagen ein Folgeroman ihrer großartigen Trilogie. Mit „Das kupferne Zeichen“, „Der silberne Falke“ und „Der goldene Thron“ hat sich die Autorin schon lange in die Herzen der Fans von historischen Romanen geschrieben.

Catlin, die Enkeltochter der Schwerschmiedin Ellenweore, ist fasziniert von dem Klang der Glocken, als sie eines Tages dem Glockengießer John über die Schulter schauen darf, steht für das junge Mädchen fest, sie möchte Glocken gießen. Doch als die Schmiede ihres Vaters überfallen wird und ihr Vater schwer verletzt wird, plant dieser nach seiner Genesung eine arrangierte Ehe für seine Tochter. Catlin soll mit ihrem zukünftigen Mann irgendwann die Schmiede weiterführen. Catlin ist entsetzt und flieht, um ihrer Berufung als Glockengießerin nachzukommen. Auf ihrer Flucht trifft sie Nigel, der ihr zu einem treuen Freund wird. Er hilft ihr den Glockengießer zu finden. Auf ihrer gemeinsamen Suche treffen sie auf den kleinen Mönch Corvinus. All seine Brüder im Kloster sind an einer Krankheit gestorben, nur er hat überlebt und ist nun auf dem Weg in ein nahegelegenes Kloster. Wie das Schicksal es so will, landen alle drei in London und genau dort begegnet Catlin John, dem Glockengießer, wieder. Er nimmt sie zur Frau, damit sie bei ihm in die „Lehre“ gehen kann, beide träumen nun den Traum von der „perfekten“ Glocke. Doch um die Beiden wird ein Netz von Intrigen gespannt, was sich immer bedrohlicher um sie legt. Auch Nigel macht in London sein Glück, er tritt in die Fußstapfen seines Vaters und heiratet ebenfalls. Doch seine Vergangenheit holt ihn ein und er muss schon bald um sein Leben fürchten.

Katia Fox beweist einmal mehr, dass sie ihre Leser und Leserinnen von der ersten Seite fesseln kann. Manchmal hat man überhaupt nicht das Gefühl schon wieder eine Seite umgeblättert zu haben, so fließen die Zeilen dahin. Es ist eine hohe Kunst historische Fakten und handwerkliche Fähigkeiten in einem Roman so fein zu verweben und an eine Lebensgeschichte zu knüpfen, ohne dass der Leser sich überfordert fühlt. Die einzelnen Figuren sind mit einer solchen Liebe gezeichnet, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als die Figuren ins Herz zu schließen, mit ihnen zu leiden, zu lieben und zu hoffen. Jeder Figur wird zu einem einzigartigen Charakter, der sich im Roman weiterentwickelt und die Schicksalsschläge annimmt.

Auch wenn wir lange auf diesem Roman haben warten müssen, jeder einzelne Tag hat sich gelohnt um einen solch hervorragenden Roman in den Händen zu halten. Es macht immer wieder Spaß einen Roman wie diesen zu lesen und ich freue mich auch schon auf einen neuen Roman von dieser tollen Autorin. Auch wenn wir vielleicht wieder fast drei Jahre auf ihr neues Werk warten müssen, aber manchmal lohnt sich das Warten…
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am 21. Januar 2013
Zum Inhalt:
Catlin ist die Enkelin der berühmten Schmiedin Ellenweore und so ist es klar, dass ihr eines Tages die Schmiede gehören soll. So geht sie ihrem Vater auch gut zur Hand und versteht das Handwerk. Doch ihr Herz schlägt für die Glockengießerei. Oft besucht sie John, den Glockengießer von St. Edmundsbury, der sie mithelfen lässt und ihre Begeisterung und ihr feines Gehör bewundert. Doch eines Tages verlässt er die Gemeinde. Als Catlin kurz darauf erfährt, dass ihr Vater sie mit dem Schmied Alan, dem Sohn seines guten Freundes Raymond, verheiraten will, läuft sie davon, um sich ihren Traum zu erfüllen.
Sie folgt Johns Spuren nach London. Unterwegs lernt sie Nigel und Corvinus kennen - der eine Kaufmannssohn und berüchtigter Dieb, der andere ein sehr junger Mönch, der als einziger seines Klosters eine Krankheit überlebt hat. Dieses Trio steht sich gegenseitig bei auf dem Weg nach London und bleibt auch später freundschaftlich verbunden.
Catlin findet John, heiratet den Mann, der gut und gern ihr Vater sein könnte und wird Glockengießerin. Da aber John ein Keuschheitsgelübde abgelegt hat, wird die Ehe nicht vollzogen. Außerdem hütet er ein Geheimnis, das ihn immer wieder für ein paar Tage aus dem Haus treibt. Der Mangel an Vertrauen und die fehlende Zärtlichkeit treiben Catlin in Flints Arme, der als Geselle beim Glockengießer arbeitet. Bald erwartet sie ein Kind von ihm, was die angespannte Lage nicht verbessert.

Der zweite Handlungsstrang erzählt von Randal, der einst Lehrling bei John war und nichts sehnlicher wünschte, als dessen Zuneigung und Anerkennung. Aber ein böses Missverständnis führte zum Zerwürfnis. John hatte ihn davongejagt und nun sinnt Randal auf Rache - er will den Glockengießer verdrängen und seinen Platz einnehmen. Er tut sich mit Flint zusammen und schmiedet allerlei Ränke, um sein Ziel zu erreichen.

Meine Meinung:
Katia Fox versteht es meisterhaft, das mittelalterliche England zu beschreiben. Man meint den Klang der Schmiedehämmer zu hören, das frisch gebackene Brot zu riechen und das Treiben auf den Straßen zu erleben. Ihre Romane sprühen vor Leben. Hinzu kommt, dass sie sich für ihre Romane stets eine Profession sucht, die sie in den Mittelpunkt stellt. Was ihr bei Ellenweore, der Schmiedin aus ihrem ersten Roman, so wunderbar gelungen war, gerät diesmal aber leider ein wenig ins Hintertreffen. Wir erfahren nicht so viel über das Glockengießen, wie ich mir gewünscht hatte. Erst gegen Ende des Romans gewährt uns Katia Fox einen etwas tieferen Einblick in die spannenden Momente bei der Herstellung einer Glocke.

Im Vordergrund dieses Romans steht Catlin, die ein wahres Glückskind zu sein scheint. Egal, was sie sich vornimmt und was sie tut: alles gelingt ihr und niemand ist ihr gram. Ja, sie hat ein paar Schicksalsschläge zu verkraften, aber auch das gelingt ihr meisterhaft und ohne allzu große Schäden. Das ist mir alles dann doch zu oberflächlich und auch etwas unglaubwürdig geraten. Selbst ihre unglückliche Ehe und der Verlust eines Kindes vermochten dann keine großen Gefühlsregungen bei mir auszulösen, denn man ahnt ja schon, dass sich alles irgendwie zum Guten wenden wird.
Auch Johns Geheimnis ist eigentlich kein wirkliches, denn es war sehr schnell klar, wohin er immer wieder verschwindet und warum. Somit fehlt dann irgendwie auch das Spannungsmoment.

Sehr gut gefallen hat mir, dass Katia Fox jedem Kapitel einen Auszug aus Schillers Die Glocke" vorangestellt hat, der einen Bezug zum jeweiligen Geschehen hat.

Das Tor zur Ewigkeit" ist letztendlich eine nett erzählte Geschichte, die sich leicht und flüssig lesen lässt und dank der Bilder, die Katia Fox mit Worten zu malen versteht, auch sehr unterhaltsam ist. An die Meisterschaft ihrer ersten drei Romane reicht sie aber leider nicht heran.

Fazit:
Ein Ausflug ins mittelalterliche England, der gut zu unterhalten vermag, dem aber Tiefe und Spannung fehlen.
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England im Jahr 1224: Nachdem die junge Catlin, Tochter eines Schwertschmiedes, den Glockengießer John bei seiner Arbeit beobachtet hat, träumt sie selbst davon dieses Handwerk zu erlernen. Doch ihr Vater Henry hat andere Pläne mit seiner einzigen Tochter. Catlin soll die Schmiede eines Tages übernehmen und zudem den Sohn eines befreundeten Schwertschmiedes heiraten. Als Meister John nach Norwich aufbricht, folgt Catlin ihm, um der geplanten Ehe zu entgehen. Die junge Frau heiratet den weitaus älteren Glockengießer, um bei ihm in die Lehre zu gehen. Doch bis sie ihre Ausbildung beenden kann, gerät Catlin in einige gefährliche Intrigen.

Katia Fox erzählt in ihrem vorliegenden Roman die Geschichte um die Schwertschmiedin Ellenweore und ihre Familie weiter und so trifft man im Verlauf der Geschichte auch auf einige alte Bekannte. Catlins Vater Henry hat die Schwertschmiede von seiner berühmten Mutter übernommen und träumt davon, dass seine Tochter ebenfalls einmal diesen Beruf erlernt. Doch Catlin fasziniert der Klang der Glocken. Dafür verlässt sie ihre geliebte Familie und geht eine Zweckehe mit dem älteren John ein, bei dem sie keine Liebe finden wird. Ihr Mann hat ein Keuschheitsgelübde abgelegt, ein Ereignis aus seiner Vergangenheit hat ihn dazu veranlasst. Trost findet Catlin bei dem Gesellen Flint, der jedoch nicht mit offenen Karten spielt. Und dann gibt es noch den ehemaligen Lehrling des Glockengießers. Randall sinnt auf Rache, da John ihn seiner Meinung nach als Lehrling ungerecht behandelt hatte.

Es sind viele Schwierigkeiten, welche sich Catlin im Verlauf des Romans gegenübersieht, doch kaum gerät die junge Frau in eine scheinbar ausweglose Situation, ist die Rettung nicht weit. Anfangs nimmt man diese Zufälligkeiten als solche hin, doch irgendwann wurde es mir dann zu viel. Denn kaum gerät Catlin in eine Notlage, schon lugt die Lösung des Problems um die nächste Ecke. Dies nimmt auf Dauer die Spannung aus dem Buch. Ähnlich erging es mir bei dem rätselhaften wie regelmäßigen Verschwinden von John. Bereits nach kurzer Zeit ahnt man, warum der Meister immer wieder für einige Tage in Richtung eines Klosters entschwindet. Somit überrascht die Geschichte im Verlauf äußerst wenig, da man bei jeder neu gesponnen Intrige gegen sie genau weiß, dass diese schlussendlich für Catlin nur gut ausgehen kann.

Auch Catlin selbst wurde für mich nicht recht greifbar. Katia Fox erzählt wieder gewohnt bildhaft und atmosphärisch dicht, das mittelalterliche London und seine Bevölkerung, wie auch die Glockengießerei hat man fast sofort vor Augen, aber die Charaktere bleiben dieses Mal ungewohnt blass. Ihre Heirat mit John wird in einem Nebensatz erwähnt, ihre Leidenschaft fürs Glockengießen versteht man eigentlich erst ziemlich zum Schluss richtig, als Katia Fox die Vorgänge beim Glockengießen ausführlich schildert. Endlich könnte man ob des Gelingens der Glocke mitfiebern, die Leidenschaft für das Glockengießen besser verstehen. Aber anstelle den letzten, alles entscheidenden Vorgang zu erzählen, erfährt man im nächsten Kapitel in einem Nebensatz, dass die Glocken gelungen sind. Es sind noch einige solcher Szenen, die eigentlich einschneidend sind, aber wie nebenbei abgehandelt werden.

Hierdurch erhalten die Figuren kaum Tiefe, man bekommt wenig Gelegenheit mit ihnen mitzufühlen, mitzuleiden, sich mit ihnen zu freuen. Die Geschichte ist ohne Frage unterhaltsam und äußerst interessant erzählt, aber kaum ein Charakter wächst einem wirklich ans Herz. Hierdurch kann man auch oft das Verhalten von Catlin nicht nachempfinden. Oftmals kam sie mir sehr egoistisch, ja fast schon hartherzig vor, obwohl die junge Frau dies durchaus nicht ist. Gerade ihre Beziehung, ja eigentlich schon Hörigkeit zum Gesellen Flint war für mich absolut unverständlich. Wirklich jeder warnt sie vor dem Widerling, doch auf diesem Ohr ist Catlin absolut taub, glaubt ihm ohne nachzudenken alles, selbst wenn sie damit einen treuen Freund bitterlich enttäuscht und eigentlich genau wissen müsste, dass dieser sie niemals anlügen würde. Sie ist regelrecht blind vor Liebe, aber ihre Beziehung wird auch mehr oder weniger nur in kurzen Nebensätzen abgehandelt, sodass diese Hörigkeit nicht verständlich wird.

Fazit: Zu viele glückliche Zufälle und blasse Charaktere in einer ansonsten unterhaltsamen, bildhaft erzählten Geschichte um eine junge Frau, die sich ihren Traum erfüllt.
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am 20. Februar 2013
Im Prolog des Buches lesen wir von einem Mann, ein ehemaliger Mönch, der gerade seine Frau begräbt. Eine furchtbare Krankheit hatte sie von seiner Seite gerissen. Sein kleiner Sohn war dem Tode gerade noch von der Schippe gesprungen. Der Mann hatte geschworen, nie wieder eine Frau anzurühren, ein Leben in Keuschheit zu verbringen, weil er ihm seinen Sohn gerettet hat.
Catlin war die Tochter des Schwertschmiedes in St. Edmundsbury. Ihr Vater war Henry, der zweitgeborene Sohn der Schwertschmiedin Ellenweore. Sie hatte noch einen Onkel, William, der mit einer Adligen verheiratet war. William, der illegitime Sohn des Maréchal, war Falkner geworden und in die Adelskreise aufgestiegen. Catlin sollte nach ihres Vaters Willen auch Schwertschmiedin werden und die Schmiede übernehmen, war sie doch sein einziges Kind. Doch seit Catlin einem Glockengießer bei seinem Handwerk zugesehen hatte, hatte sie nur noch einen Wunsch: Selbst Glocken zu gießen, Glockengießerin zu werden. Als sie dann noch erfuhr, dass ihr Vater sie mit dem Sohn des Pächters ihrer zweiten Schmiede verheiraten wollte, floh sie nach London, wo sie den Glockengießer John wieder fand. Sie wollte bei ihm das Handwerk lernen, und sie heirateten. Auf dem Weg nach London war Catlin sehr krank gewesen und Nigel, ein Kaufmannssohn, hatte ihr das Leben gerettet. Er sorgte dafür, dass John und sie eine Werkstatt bekamen. Als John dann noch einen Gesellen einstellte und sie einige Tage mit ihm allein ließ, verliebt sie sich in ihn. Das ging dann auch noch weiter, als John wieder zu Hause war. Dann wurde Catlin schwanger, doch nicht von John, denn der hatte sich verpflichtet, sie nicht anzurühren…
Wie es Catlin weiter erging, auch nachdem John gestorben war, und ob sie ihren Traum, eine einzigartige Glocke zu gießen, verwirklichen konnte, das wird der Leser erfahren. Auch, ob sie mit ihrem zweiten Mann glücklich geworden ist…
In diesem Buch begegnen wir ein paar vertrauten Charakteren wieder, falls wir die Trilogie um Ellenweore, den Maréchal und ihren Sohn William gelesen haben. Auch dieses Buch, das von der Enkelin Ellenweores handelt, ist wieder sehr spannend geschrieben. Ich hätte es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen, aber leider muss man ja auch mal schlafen. Es hat mich gefesselt und mir sehr gut gefallen, und ich hoffe, dass die Autorin noch mehr solche spannenden Bücher schreibt.
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am 26. Januar 2013
Die Bücher von Katia Fox waren für mich der Einstieg in die Welt der historischen Romane. Ich habe diese mit großem Interesse regelrecht verschlungen. Sehr gute Kenntnisse über historische Zusammenhänge,viel literarische Fantasie bei der Schilderung des Alltages im mittelalterlichen England und im Kennenlernen der Romanfiguren ließen den Leser mitfühlen und mitleiden. Man war von der ersten bis zur letzten Seite neugierig und gespannt auf jedes Kapitel.
Jetzt habe ich "Das Tor zur Ewigkeit" gelesen. Gut geschriebener Roman - aber Katia Fox kann das eigentlich besser! war mein erstes Fazit. Die Begegnungen in der Schmiede in St. Edmundsbury, in der die Zeit scheinbar stehengeblieben war, sind für mich die emotionalsten Momente dieses Romans. Nicht weil sie mir bekannt war, sondern weil es hier Katia Fox gelungen ist, das Gefühl von Geborgenheit und Liebe in ihrer detaillierte Erzählweise über das Leben der einfachen Menschen dieser Zeit zu schildern. Es war wirklich wie ein nach Hause kommen. In anderen Kapiteln fehlte mir diese emotionale Tiefe sehr. Manches erscheint oberflächlich und durchschaubar. Gerade so als wären Passagen gestrichen worden, die Leidenschaft und Spannung zum Ausdruck bringen sollten.Alles wirkt irgendwie unfertig.
Fazit:
Wer die hervorragende Trilogie Das kupferne Zeichen", Der silberne Falke" und Der goldene Thron" noch nicht kennt , findet mit dem Roman Das Tor zur Ewigkeit" einen guten Einstieg zur Literatur von Katia Fox.
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Katia Fox durfte ich einmal in Eisenach vor vielen Jahren live in der Buchhandlung erleben – leider gibt es diese Buchhandlung nicht mehr  -
Katia Fox gibt es zum Glück noch und sie hat wieder einen neuen historischen Roman geschrieben, worüber ich mich sehr gefreut habe, weil ich ihre Bücher einfach mag. Sie hat eine Schreibweise, die für das Genre wie geschaffen ist, sie geht detailliert in die Tiefe, bringt viel Sachliches in ihre fiktiven Handlungen ein und schreibt bildhaft flüssig – so auch in ihrem neuen Roman, den ich euch heute vorstellen möchte:
Daten zum Buch:
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PREIS. 9,99 Euro
• Taschenbuch: 528 Seiten
• Verlag: Piper Taschenbuch (15. Januar 2013)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3492300766
• ISBN-13: 978-3492300766
• Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 3,8 cm
Die Autorin:
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Katia Fox, geboren 1964, arbeitete nach ihrem Studium und der Prüfung zur Dolmetscherin und Übersetzerin zunächst in diversen Unternehmen. Seit 2005 widmet sie sich nur noch dem Schreiben und veröffentlichte zuletzt mit »Der goldene Thron« den dritten Teil ihrer erfolgreichen Mittelaltertrilogie.
Quelle: amazon.de
Inhalt und Gliederung:
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Wir befinden uns im Jahr 1224 in England. Catlin ist 14 Jahre alt und sie ist total verzweifelt. Sie hat einen Traum: sie möchte Glockengießerin werden. Aber ihr Vater hat anderes mit ihr vor. Ihre Großmutter war frühe Schwertschmiedin, und die Enkelin soll ihr Werk weiterführen.
Zu allem Unglück wird sie auch noch einem Mann versprochen, den sie weder kennt noch liebt. Mit ihm soll sie gemeinsam die Schmiedewerkstatt ihres Vaters in St. Edmundsbury weiterführen. Sie weiß sich keinen anderen Rat, als zu fliehen. Von Norwich aus gelangt sie nach London, wo John kennen lernt – seines Zeichens Glockengießer.
Die beiden jungen Menschen heiraten, aber nicht lange hält ihr glück an, weil John ermordet wird – nun begreift auch Catlin, dass sie in Gefahr ist…

Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, um nicht zu viel Spannung vorweg zu nehmen. Lest selbst, es lohnt sich !!!
Leseprobe:
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London, im Oktober 1230
Eine Nachricht von Thomas!“, rief John zur Tür der Werkstatt herein und lachte, als Catlin sogleich auf ihn zustürmte. Der Schweiß lief ihm vor Aufregung in Strömen vom Gesicht, obwohl draußen ein heftiger Herbstwind wehte, der durch die Ritzen ins Haus zog. „Das war ein Bote. Ich soll umgehend nach Canterbury kommen, um den neuen Erzbischof zu treffen. Man will Einzelheiten mit mir besprechen.“ Er trat an seinen Arbeitstisch und suchte nach den Aufzeichnungen, die er kürzlich gemacht hatte. „Thomas hat Wort gehalten, ich kann es kaum fassen. Das ist die Gelegenheit, auf die ich mein Leben lang gewartet habe.“ Er schüttelte ungläubig den Kopf. …
Nun zu meiner Meinung.
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Die sehr schöne Coverabbildung auf dem Buchdeckel ist das eine, aber der intensive, dichte und spannende historische Inhalt ist das andere, was mich an diesem Buch fasziniert hat.
Die Autorin versieht ihre Handlung vielfach mit der wörtlichen Rede, was es dem Leser noch leichter macht in diese zu schlüpfen und ins Mittelalter abzutauchen. Diese Zeit übt einen besonderen Reiz aus, so weit sie weg ist, so nah ersteht sie vor dem geistigen Auge des Leser, weil es die Autorin perfekt versteht, mittels ihrer Schreibweise und der Umsetzung ihrer Idee den Leser zu entführen.
Die Handlung ist mit einem anhaltenden Spannungsbogen durchzogen, der es mir leicht gemacht hat, mich durch das Buch hindurch zu lesen, welches ja doch nicht ganz dünn ist, aber man muss keine Scheu haben, die Seiten fliegen nur so dahin, weil die Handlung dicht und bildhaft flüssig geschrieben ist.
Auch sind die Charaktere in ihrer gesamten Entwicklung während der Handlung sehr detailliert erläutert und die Handlung ist erfrischend authentisch.
Man kann sich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen, weil sie so liebenswert und detailliert beschrieben werden.
Schon etwas zum Schluss des Romans erfährt man sehr spannend und informativ etwas über die Glockengießerei. Das hatte ich mir auch gewünscht, weil ich es aus den Vorgängerromanen der Autorin so kannte. Sie nimmt sich immer einen bestimmten mittelalterlichen Beruf und stützt sich darauf, beschreibt diesen in allen Details, und lässt den Leser spüren, dass sie umfassend recherchiert hat.
Ich bin vom Buch sehr angetan und empfehle es Lesern, die historische Romane mögen.
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am 5. Januar 2015
Wieso das Buch so viele gute Bewertungen gekriegt hat, verstehe ich überhaupt nicht. Ich bin ein großer Fan von Historienromanen und habe schon an die 50 gelesen, deswegen ist mir klar, dass man von einem historischen Roman, der über eine Frau im Mittelalter handelt, keine allzu großen Überraschungen erwarten darf. Genau so ist es auch, das Buch bedient dieselben Klischees wie die meisten Bücher dieser Kategorie. Ich habe das Buch geschenkt bekommen, selbst hätte ich es mir nicht gekauft, denn der Header "Eine starke Frau, ihr großer Traum und eine Intrige, die alles zu zerstören droht" hat mich direkt an einen Groschenroman denken lassen und das hat sich auf den 522 Seiten bewahrheitet.

Dem Buch fehlt jegliche Spannung und was ich noch schlimmer finde, dass die Story extrem oberflächlich beschrieben ist. Es fehlen wichtige Details, Emotionen, Ereignisse werden nicht erzählt. Dafür, dass das das 4.Buch der Autorin ist, ist der Schreibstil sehr flach und kindlich. Das Lesen wirkt nicht rund, es werden Sätze aneinandergereiht, ohne sie miteinander zu verknüpfen. Es gibt nur Böse und Gut, die Autorin beschreibt keine Grautöne und oh Wunder zum Schluss ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Sie geht über mögliche Schwierigkeiten, dass eine Frau ein Handwerk im Mittelalter auswirkt, lapidar mit einem Satz hinweg. Hier hätte man enorm viel draus machen können. Schade...
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am 28. Oktober 2014
Das Buch war für mich eine Überraschung. War des doch der 4. Teil der
Reihe von Katia Fox.
Man konnte viele Familienmitglieder zuordnen und das war ganz toll.
Es ist ein bisschen wie die Rebecca Gable Bücher.

Sehr lesenswert !!!
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am 15. November 2014
Dieses Buch hat mich sehr enttäuscht und es reicht auf keinen Fall an die ersten Bücher der Triologie von Katia Fox.
Die Autorin hätte es besser gelassen und etwas Neues egonnen.
Dieses Buch ist nicht flüssig geschrieben. Der erste Teil ist ziemlich langweilig mit einer Aneinanderreihung von Geschehnissen, es enthält keine Spannung und die Geschehnisse sind vorhersehbar. Es werden immer neue Protagonisten eingeführt und man fragt sich ständig warum die Autorin so hin und her springt und die Protagonisten scheinbar Zusammenhanglos vorstellt. Im letzten Teil kommt sie dann auf das Glockengießen zu sprechen und zwar so ausführlich, das es schon wieder langweilig erscheint, da man das Gefühl hat, sie hätte es vergessen zuerwähnen und es wäre ihr nachträglich eingefallen und habe es dann als Anhang hintenan gestellt.
Also ich war wirklich enttäuscht und habe mich geärgert, das ich mir dieses Buch bestellt hatte, zum Glück nur auf mein Kindle, so konnte ich es löschen und habe nicht das Buch im Regal stehen.
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