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5.0 von 5 Sternen Kopfkino par excellence
'Frieda war 11 Jahr alt, als er ihr Stiefvater wurde. Ich mochte nicht, wie er sie ansah'.
Er, dass ist der Arzt Skade, Arbeitgeber und Dienstherr von Pontus Revinge. Schon vorher war Skade ihm nicht angenehm und die Blicke des Lüstlings auf die Stieftochter sind nur ein weiterer Puzzlestein für das, was späterhin passieren wird.

Ein...
Veröffentlicht am 23. März 2011 von M. Lehmann-Pape

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen naja
Etwas langweilig fand ich das Ganze schon, obwohl es starke Momente hatte. Ein Mann mit ausgeprägter sozialer Inkompetenz. Dazu eine düstere Umgebung.... sie können es ja mal versuchen.
Vor 4 Monaten von Manfred Kaufmann veröffentlicht


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kopfkino par excellence, 23. März 2011
'Frieda war 11 Jahr alt, als er ihr Stiefvater wurde. Ich mochte nicht, wie er sie ansah'.
Er, dass ist der Arzt Skade, Arbeitgeber und Dienstherr von Pontus Revinge. Schon vorher war Skade ihm nicht angenehm und die Blicke des Lüstlings auf die Stieftochter sind nur ein weiterer Puzzlestein für das, was späterhin passieren wird.

Ein Puzzlestein neben dem tiefen Eindruck des Pontus Revinge, dass es das Leben nicht gut mit ihm meint. Verarmt durch Schulden seiner Mutter, die er abzuzahlen hat, allein ohne gesellige oder gesellschaftliche Kontakte, ganz sich selbst und seinem Inneren mitsamt seiner Fantasien, seinem eigenen Kopfkino überlassen. Bemitleidenswert durchaus, wie dieser Pontus fast kriecherisch dem von ihm bewunderten, ansonsten aber sehr zwiespältig gesehenen, Autor Södergerg hinterher schaut und versucht, diesem dienlich zu sein. Und dann den fast kühlen Entschluss fast, all dieses 'unten sein' im Leben hinter sich zu lassen.

Pontus, dessen fiktive Tagebuchaufzeichnungen als Rückschau auf sein Leben in der Form das Buch bilden, ist auch ein Mann vorschneller Rückschlüsse. Seine Gedanken rasen bereits in alle Richtungen, bevor er eine Situation ganz erfasst hat. So, als er es wagt, ein Treffen mit dem bewunderten Autor anzustreben und nach einigen Zeilen des Antwortbriefes, nur lesend, dass der Autor das Treffen wohl absagt, überlesend, dass es nur um eine Zeitverschiebung des Treffens geht, sich bereits in der Vermutung einer Demütigung durch den Autor ergeht.

So gibt das Buch von Ekman nun Seite für Seite mehr Zeugnis darüber ab, wie sehr sich Pontus in sich selbst verstrickt und ganz eigenen inneren Pfaden folgt. Da Söderberg ihm bei einem Randgespräch einmal mitgeteilt hatte, er suche für einen seiner Romane die perfekte und nicht nachweisbare Art des Mordes, macht sich Pontus Revinge stellt Pontus einige Zyankalikapseln her, die genau den gewünschten Effekt nach sich ziehen.
Und tatsächlich, Söderberg wird diese Methode in einem seiner bis heute bekanntesten Bücher nutzen. Doch nirgends stand im Raum, dass sich diese Idee verselbstständigen und in die Tat umgesetzt werden sollte. Das nun gebührt Kerstin Ekman, eine mögliche Umsetzung des literarischen Vorbildes ebenso fiktiv literarisch vor Augen zu führen
Endlich handeln, dass wird die Devise des Pontus Revinge. Kühl, mörderisch und ohne Reue.

Pontus tötet seinen Arbeitgeber. Er heiratet die Witwe des Mannes, wird damit selber zum Stiefvater Friedas und sieht sich in der Folge mit einer drohenden Obduktion des Todes und einer genaueren Untersuchung des Todesfalles konfrontiert. Schon von Natur aus voller Fantasien über das, was um ihn herum geschieht, verliert er nun die innere Contenance, trotz seiner nun endlich erreichten Ankunft im anerkannten, bürgerlichen Leben der Stadt..

Eine Entwicklung, die Kerstin Ekman dicht und emotional treffend zu beschreiben versteht. Von der ersten Seite an nimmt sie den Leser mit hinein in dieses ständig fiebrig vor sich hin arbeitende und denkende Innenleben ihrer Hauptfigur. Mit dieser gewählten Form des Tagebuches gelingt es ihr, Schritt für Schritt die innere Entfaltung einer ganz eigenen, Weltsicht mit kruder Logik vor die Augen des Lesers zu stellen, der sich bald vorsehen muss, sich nicht mit in diese wortreiche und fantasievolle Welt zu verlieren.
Eine Welt, die aus Fantasien zu kühlen Überlegungen und Handlungen sich entfalten wird. Eine Welt, die Kerstin Ekman mit nüchterner Sprache, bildreicher Darstellung und umfangreichem Sprachschatz darzustellen versteht und in ganz ungewohnter Form darlegt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen naja, 13. Mai 2014
Von 
Manfred Kaufmann "zagarett" (berlin, berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Etwas langweilig fand ich das Ganze schon, obwohl es starke Momente hatte. Ein Mann mit ausgeprägter sozialer Inkompetenz. Dazu eine düstere Umgebung.... sie können es ja mal versuchen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weniger Krimi..., 31. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...als vielmehr Sittengemälde der Zeit um die Jahrhundertwende.

Der Kriminalfall in diesem Buch spielt eigentlich eine Nebenrolle. Vielmehr geht es um eine Person mit ihren großen und kleinen menschlichen Verwirrungen, die durch die damalige Gesellschaft mit all ihren Sitten, Normen und Denkweisen irrlichtert. Der Mord ist ein Resultat und schlussendlich die Verknüpfung zur Hommage an den schwedischen Autor Hjalmar Söderberg, die das Buch meines Erachtens eigentlich sein soll.

Sprachlich ist das Buch sehr fein und detailliert geschrieben, man taucht ein in das damalige Zeitalter und in die Denkweise der Menschen, wird mitgerissen in die Gedankenspiele des Hauptdarstellers und seine Sicht der Dinge.

Wer sich einmal wegspülen lassen will in die Atmosphäre der damaligen Zeit, dem sei das Buch wärmstens empfohlen. Wer einen verzwickten Krimi sucht, wird eher enttäuscht sein - aber wie gesagt, sollte das Werk das vermutlich auch garnicht sein. Nicht dem Titel zum Opfer fallen!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Komplizierte Zusammenhänge wunderbar nahe gebracht, 25. April 2011
Da die beiden ersten Rezensionen - bis auf einen Punkt - vieles ausdrücken und beschreiben, was ich beim Lesen dieses Buches erlebt habe, möchte ich hier nur ergänzen. Und in dem einen Punkt widersprechen. Frau Dr. Kempf schreibt, das Buch diene als fiktive Vorlage für Söderbergs 'Dr. Glas'. Das sehe ich anders und würde es nicht ansprechen, wenn es nicht ein für mich wichtiger Aspekt wäre. Die Hauptfigur bei Ekman, Pontus Revinge, reagiert zunächst auf Söderbergs Frage an einen Arzt. Dann auf das Werk 'Dr. Berg", am Ende ist er empört, dass Söderberg den Tyko Glas in 'Jahves Feuer' "zu einem Banausen unter Banausen am kalten Büffett gemacht" hat.

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und fragte mich währenddessen, was mich eigentlich so fasziniert. Es ist kein Krimi im klassischen Stil. Gelegentlich zweifelte ich, ob es nicht besser sei, Söderberg kennen und gelesen haben, um das Buch zu verstehen. Aber spätestens die Nachbemerkung macht deutlich, dass man die zentrale Frage aus beiden Werken verstanden hat. Und das, ohne komplizierte intellektuelle Anstrengung. Das Buch erscheint mir wie eine Variation eines musikalischen Themas.

Eine Variation, die den Einfluss von und auf Literatur als zweite Ebene eingebaut hat. Das war für mich der spannendste Aspekt, weshalb ich auch in dem obigen Punkt widersprechen musste. Die Wechselwirkung von Pontus Revinge und dem Werk Söderbergs ist für mich das Highlight an diesem Buch.
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Tagebuch eines Mörders: Roman
Tagebuch eines Mörders: Roman von Kerstin Ekman (Taschenbuch - 13. August 2012)
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