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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Deine Sehnsucht hat jetzt Sinn, nimm sie mit, du weißt, wohin."
"Das lässt sich machen." und "Das lässt sich ändern." sind die Lieblingsaussagen von Adam Czupek, einem pragmatischen Handwerker, der Fingernägel hat, unter denen der Dreck festgewachsen ist, und auch mit Seife nicht abzukriegen ist. Er hat das Herz am richtigen Fleck, hat seine eigene Art, etwas in die Hand zu nehmen, und besinnt sich stets auf die...
Veröffentlicht am 20. Juni 2011 von Regina Berger

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nett - aber ein bißchen flach
eine "neue vanderbeke" - muss ich haben! ich mag ihren knappen, spritzigen stil sehr und habe seit dem "muschelessen" die meisten bücher von ihr gelesen.

dieses ist ein buch über das "zurück zum wesentlichen", den geist der "aussteiger der 80er jahre". in der aussage erinnert es an ihren ersten geschichten über das einfache leben in der...
Veröffentlicht am 29. August 2011 von sharazad


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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Deine Sehnsucht hat jetzt Sinn, nimm sie mit, du weißt, wohin.", 20. Juni 2011
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
"Das lässt sich machen." und "Das lässt sich ändern." sind die Lieblingsaussagen von Adam Czupek, einem pragmatischen Handwerker, der Fingernägel hat, unter denen der Dreck festgewachsen ist, und auch mit Seife nicht abzukriegen ist. Er hat das Herz am richtigen Fleck, hat seine eigene Art, etwas in die Hand zu nehmen, und besinnt sich stets auf die einfachen Dinge im Leben, auf die es letztlich ankommt.

Die namenlose Ich-Erzählerin, eine Tochter aus gutsituiertem Hause verliebt sich - entgegen dem Gutheißen ihrer wohlhabenden Eltern - in Adam. Das stellt den gesellschaftlichen Status völlig auf den Kopf. Denn die Welten der Beiden überschneiden sich in fast gar keinem Bereich, berühren sich kaum, sind einander fremd, ja sogar himmelweit voneinander entfernt. Früher war sie "drinnen", jetzt ist sie "draußen". Nichts desto trotz bekommen sie gemeinsam zwei Kinder, leben auf unkonventionelle Art "jottwehdeh" auf dem Land miteinander und führen ein harmonisches Leben in geblümter Aussteiger-Idylle.

>Das lässt sich ändern< strahlt vor Optimismus, erzählt gradlinig von Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt und streift ernste Gesellschaftsthemen wie Industrialisierung, Konsumverhalten und Migration. Dabei versprüht es die Alternativen-Stimmung der 70er und 80er Jahre.
Birgit Vanderbeke hat ihre eigene Interpretation von "Flowerpower" in wunderbar lakonischer Ausdrucksweise zu Papier gebracht, zudem packt sie knackige Sätze immer wieder in andere Zusammenhänge und wiederholt diese eindringlich. Damit wird der Roman zu einem sprachlichen Lesevergnügen.
Insbesondere daraus resultiert auch mein Gesamturteil zu dem Buch: Vergnüglich!
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier wird eine Lebensgeschichte jenseits der "Komplettverblödung" erzählt., 13. März 2011
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Dieser kurzweilig zu lesende Roman von Birgit Vanderbeke erzählt von Freundschaft, von Liebe, von Nachbarschaftshilfe, vom Zupacken, von der Kreativität und vom einfachen Leben fernab von unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft.

Zynische Egomanen werden den Roman- ich höre es schon jetzt - als Gutmenschenidyllenbeschreibung - abkanzeln, weil sie nicht begreifen wollen, dass es Menschen gibt, die anders als sie ticken und dass genau solche Menschen es wert sind, dass man sie in Romanen beschreibt, weil genau solche Menschen in Krisenzeiten den Karren erfahrungsgemäß erfolgreich aus dem Dreck ziehen.

Die Protagonistin des Romans lernt Adam Czupek in den 1980ern kennen. Sie und ihr späterer Lebensgefährte kommen aus unterschiedlichem Milieu. Sie ist die Tochter aus so genannt gutbürgerlichem Hause. Adam wurde in sehr arme, ungebildete Verhältnisse hineingeboren, doch er verfügt über eine überragende Intelligenz. Er ist kein Intellektueller, sondern ein Handwerker und setzt seine geistigen Fähigkeiten für praktisches Tun ein. Handwerklich ist er hochbegabt und eignet sich durch seine Intelligenz stets das Wissen an, das er benötigt, um seine immer wieder neuen Projekte in die Tat umzusetzen. Adam steht intellektuellen Schwätzern skeptisch gegenüber, speziell wenn sie nicht in der Lage sind, anzupacken.

Die Eltern der Protagonistin, eine studierte Logopädin, lehnen Adam ab, weil er gesellschaftlich nicht passend für ihre Tochter erscheint. Doch diese liebt Adam, der in keine Gesellschaftsschicht passt und letztlich draußen steht. Er ist ein Vogelfreier, der sich stets, so wie Kant es empfiehlt, seines Verstandes bedient und seine Familie und sich durch raue Zeiten trägt. Als die beiden gemeinsamen Kinder bereits auf der Welt sind, ziehen die Protagonistin und Adam aufs Land, nicht aus freien Stücken, sondern weil das Mietverhältnis aufgekündigt worden ist.

Mit einer alten Studienfreundin, die gerade ein Haus geerbt hat, wohnt die Familie nun gemeinsam in einem Haus, das Adam, der eigentliche Held des Romans, vollständig saniert. Adam auch ist es, der den Hof des Bauern Holzapfel vor dessen Ende rettet und dem alten Bauern einen neuen Lebenssinn schenkt, der sich zudem für deutsch-türkische Zusammenarbeit erfolgreich stark macht und immer wieder zeigt, dass man etwas bewegen kann, wenn man fernab von Behörden und der dubiosen Obrigkeit dort, wo man lebt oder wirkt für die Gemeinschaft seine Fähigkeiten einsetzt. Das Engagement Adams zahlt sich immer wieder aus, denn seine Freunde wissen ihn zu schätzen und würden ihn niemals im Stich lassen.

Adam möchte, dass man Jahrhunderte altes Wissen bewahrt, möchte, dass man in der Lage ist autark zu leben, dass man sich seines Verstandes bedient und lehrt seinen Kindern sehr liebevoll genau eben dieses. Die Protagonistin liebt ihren Mann, auf den sie sich, selbst natürlich auch immer sehr zupackend und aktiv, verlassen kann.

Menschen, wie Vanderbeke sie beschreibt, sind mir während meiner Kindheit begegnet. Es sind keine Fantasiegebilde. Es gab sie tatsächlich als die Verblödung durch die Flimmerkiste noch nicht einsetzte und man Menschen noch nach dem, was sie taten und nicht nach ihrem besserwisserischen Geschwätz, beurteilte.

Empfehlenswert.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Platz unterm Himmelszelt, 19. April 2011
Von 
Daggi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Als alter Vanderbeke-Fan bin ich nicht an diesem neuen Buch von ihr vorbeigekommen, als ich es im Buchladen liegen sah. Und - was soll ich sagen: es hat sich auf jeden Fall für mich gelohnt. In bekannter Vanderbeke-Manier wird leise Gesellschaftskritik mit vielen ironischen Seitenhieben in eine kleine, nette Erzählung verpackt. Zeitgeschichtliche Hintergründe bzw. Themen sind dabei 70er/ 80er Jahre, Mauerfall, Golfkrieg und Ausländerfeindlichkeit.

Die Ich-Erzählerin (Tochter aus bildungsbürgerlichem Hause - Vater: Big Boss; Mutter: hat genügend Personal für die Hausarbeit) heiratet einen Handwerker, sehr zum Missfallen der Eltern, die ihr ab diesem Zeitpunkt jegliche moralische und finanzielle Unterstützung versagen. Ihr Ehemann Adam Czupek ist ein Mann der Tat. Er hat ein Händchen für alte Dinge und macht was Neues draus. Warum etwas kaufen, wenn man es doch vom Sperrmüll holen und reparieren kann? Die Ich-Erzählerin ist Linguistin und bekommt zwei Kinder: Anatol und Magali. Als Magali acht Wochen alt ist, kommt die Wohnungskündigung und zunächst weiß die junge Familie nun nicht wohin.

Doch die langjährige Freundin Fritzi erbt ein Haus in Ilmenstett und braucht noch einen Mann für's Grobe. Da passt es doch hervorragend, dass Adam Zeit hat und die junge Familie außerdem ein Dach über dem Kopf findet. Der einzige Haken an der Sache: Ilmenstett ist jottwehdeh.

Dass der Nachbar nebenan - Bauer Holzapfel, dem die Frau vor Jahren weggestorben ist, kurz vor dem wirtschaftlichen Aus steht, ist der zweite Teil der Geschichte. Und wie es dazu kommt, dass eine alte Schmiede, eine Bienenzucht und eine Hühnerschlachtanlage reaktiviert werden, das erzählt Birgit Vanderbeke auf 146 Seiten in diesem schnell zu lesenden Büchlein.

Ich habe mal gehört: die Vanderbeke mag man entweder, oder man mag sie nicht. Ich mag ihren Stil und lese ihre Bücher gerne. Auch dieses hier hat mir sehr gut gefallen, ich war schnell in der Geschichte drin und ich mochte sie: den Traum vom einfachen Leben auf dem Lande ... den Traum einer heile-Welt-Idylle ... Öko-Spinner auf der Streuobstwiese. Auch konnte ich mich schnell in die Figuren hineinfinden und hatte den Eindruck, dass Frau Vanderbeke diese Geschichte selbst ein Stück weit erlebt hat. Nach Das Muschelessen, Ich sehe was, was du nicht siehst, Geld oder Leben, Abgehängt, Die sonderbare Karriere der Frau Choi und Schmeckt's?: Kochen ohne Tabu ist dies das siebente Buch, das ich von der Autorin gelesen habe.

Die Geschichte hatte ich vorgestern begonnen und gestern ausgelesen. Man kann sie aber sicherlich auch in einem Rutsch durchlesen, denn sie liest sich leicht. Die Anzahl der beteiligten Personen bleibt überschaubar. Ich musste über das Geschehen öfters schmunzeln und manche Szenen erfüllten mich mit echter Freude. Ich kann sie allen Vanderbeke-Fans und solchen, die es noch werden wollen, wärmstens empfehlen. Von mir fünf Punkte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschöne Geschichte, 18. August 2011
Von 
robby lese gern (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die Icherzählerin dieses Buches entstammt einer wohlsituierten Vorzeigefamilie, der Vater erfolgreich, die Mutter hat ihr Personal für`s Grobe und der Vater läßt sich ab und zu dazu hinreißen mit den Kindern einen Drachen zu basteln, weil in Erziehungszeitschriften steht,dass auch der Vater sich ab und zu mit den Kindern beschäftigen soll. Als die Tochter aus gutem Hause dann plötzlich mit einem Handwerker anbändelt, der das Schwarz unter seine Nägeln nicht mehr entfernen kann und ihn sogar zum Vater ihrer Kinder macht, ist sie draußen.Wie draußen? Raus der dem Kreis der erlauchten Leute, die wissen wie es geht und die wissen was man tun muss , um drin zu sein.Ist es wirklich so?Und ist es wirklich schlimm draußen zu sein?

Adam Czuprek ist das dritte von fünf Kindern, dessen Mutter irgendwann verrückt wurde, aber man hat ihm beigebracht, mit dem Wenigen was er hat und organisieren kann, zurecht zu kommen. So lernt die Icherzählerin , dass man Dinge reparieren kann,Dinge aus dem Sperrmüll immer zu gebrauchen sind und nichts und niemnand sie aus der Bahn werfen kann, solange Adam bei ihr ist.Denn wenn ein Problem kommt sagt Adam "Das läßt sich ändern".

Birgit Vanderbeke hat meiner Meinung nach einen wunderbaren Mutmachroman geschrieben. Neben dem Streifen der verschiedenen Jahrzehnte, angefangen mit den 70zigern , in denen alle links waren,bis zum Beginn des neuen Jahrtausend, in dem "die Ziegenfresser die Anschläge verübten,läßt die Autorin leichte Spitzen von Gesellschaftkritik einfließen, Themen wie Ausländerfeindlichkeit, Industrialisierung,Mauerfall,Konsum werden am Rande in diese Geschichte mit eingeflochten, finden durch Adam aber immer eine Lösung.Wenn man zusammenhält und versucht dem Leben das Positve abzutrotzen, profitieren nicht nur die Kinder davon.
Die Beschreibung dieser Familie und ihres Lebens hat mir wunderbar gefallen.Ihre Aufgeschlossenheit ihrer Umwelt gegenüben.Das Verhältnis zu ihren Kindern und nicht zuletzt der alles überstrahlende Optimismus von Adam haben dieses Buch für mich zu einer kleinen Leseperle werden lassen und für mich ist klar, dass ich auch die anderen Bücher dieser Autorin lesen werde.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nett - aber ein bißchen flach, 29. August 2011
eine "neue vanderbeke" - muss ich haben! ich mag ihren knappen, spritzigen stil sehr und habe seit dem "muschelessen" die meisten bücher von ihr gelesen.

dieses ist ein buch über das "zurück zum wesentlichen", den geist der "aussteiger der 80er jahre". in der aussage erinnert es an ihren ersten geschichten über das einfache leben in der provence. - nur, leider, weniger direkt und spürbar im erleben, sondern hauptsächlich von nostalgie getragen. und vor allem fehlt mir der feine sarkastische unterton, den viele ihrer bücher haben.

daher von mir eine bedingte empfehlung: ein nostalgisches buch mit einigen netten einfällen, ganz gut als begleiter für menschen ... hm ... 45+ an einem ruhigen nachmittag. - mehr nicht. vielschichtigkeit und literarische dichte konnte ich in diesem buch leider nicht finden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Glückliche Mesaillance, 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Das lässt sich ändern: Roman (Taschenbuch)
Wo die Liebe hin fällt: Die Ich-Erzählerin aus wohlhabender Familie lernt Anfang der Achtzigerjahre Adam aus kinderreicher Familie kennen. Klischee: Träumerin trifft Praktiker. Der handwerklich außerordentlich begabte Adam packt alles unmittelbar an. Seine philosophischen Lebensleitsätze entnimmt er im Wesentlichen Songtexten von Ton, Steine, Scherben. Doch die beiden so unterschiedlichen Menschen haben sich gesucht und gefunden, lernen voneinander, Kinder werden geboren, man zieht aufs Land. Die großen Träume der Weltveränderung lassen sich nicht halten, aber im Kleinen öffnen sich Perspektiven. Wie Graswurzeln verbinden sie sich mit anderen Menschen und schaffen eine vorsichtige Perspektive. "Alles verändert sich, wenn du es veränderst", singen Ton, Steine, Scherben. Vanderbeke belässt es dabei: Die Hoffnung, dass es besser wird, macht die kleine Geschichte zu einem freundlichen Herzerwärmer.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das lässt sich lesen... sehr gut sogar!, 29. September 2012
Nach der letzten Seite dachte ich, ach wie schade. Ich hätte gerne noch mehr von Adam, dem Bauer Holzapfel und dem ganzen Drumherum gelesen.
Die richtige Lektüre für eine kleine Auszeit vom Alltag.
Bezaubernd, leichtfüßig, humorvoll und auch nachdenklich.

Adam ist Handwerker, riecht nach Holz, Metall und Arbeit, ist pragmatisch, sammelt, was andere Leute wegwerfen. Zu irgendetwas wird es schon noch zu gebrauchen sein. Er schätzt solide Wertarbeit, ist kreativ, denn "Das lässt sich ändern" ist sein Wahlspruch. Aber er hat auch eine gefühlsbetonte Seite, zitiert Textzeilen von "Ton Steine Scherben" und "Die Ärzte" zur jeweiligen Situation.
Adam schüttelt den Kopf über die Volksverdummung, die in den 80er Jahren begonnen hat und sich in den 90ern noch hypermäßig steigerte. Plastik mag er nicht, und überhaupt vergessen die Leute immer mehr, wie man etwas selber macht. Sie verblöden. Wo soll das hinführen?
Die namenlose, akademische Ich-Erzählerin (Adams Frau und Mutter seiner beiden Kinder) stammt aus begüterten, behüteten Verhältnissen. Sie ist Logopädin. Aus gutem Hause.
Sie und ihresgleichen leben "drinnen", werden nicht belästigt von den Nöten und Bürden des "kleinen Mannes". Adam war schon immer "draußen", er nimmt die Erzählerin dahin mit, und für sie beginnt das echte" Leben.
Ein Schwiegersohn, wie ihn sich die Eltern der Erzählerin gewünscht hätten, ist er nicht. Kein Bausparvertrag, keine sauberen Fingernägel, Anzug und Krawatte - Fehlanzeige. In ihren Augen hat Adam einen Job, Karriereaussichten hat er nicht.
Als der jungen Familie die Wohnung gekündigt wird, muss schnell eine neue Bleibe her. Wie gut, dass Fritzi (Psychologin und Freundin der Erzählerin) ein Haus auf dem Lande geerbt hat. Zwar stark renovierungsbedürftig, doch da ist ja Adam. Sie teilen sich das Haus, Adam renoviert, und Anatol, der Sohn, tritt schon, kaum dass er laufen kann, in Adams Fußstapfen.
Und dann ist da noch der Nachbar, Bauer Holzapfel, dessen Frau seit drei Jahren tot ist, und der darüber nachdenkt, seinen Hof zu verkaufen, weil der einzige Sohn in die Stadt abgehauen ist und der den Hof sowieso nicht übernehmen wollte.
Adam hat auch für Bauer Holzapfel einige Ideen parat, und kreativ, wie er ist, bekommt das Holzapfelsche Anwesen eine neue Bestimmung, Vernetzungen greifen, Freundschaften entstehen.

Es ist schön, zu sehen, wie mit Kreativität und ein bisschen Beherztheit etwas bewegt werden kann. Wie durch ein Miteinander, füreinander das Leben inhaltlich wächst und bedeutungsvoller wird.
Einen Stern habe ich abgezogen, weil mir das Buch einfach zu wenig Seiten hat (146), das Ende zu schnell kam. Thematisch steckt da so viel drin, das ich gerne noch mehr ausgebaut gelesen hätte.
Ich habe gesehen, dass alle Bücher von Birgit Vanderbeke relativ dünn sind. Das finde ich sehr schade, denn ihren Schreibstil mag ich sehr, da würde ich mir gerne einen dicken Wälzer gönnen.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein wunderbares Buch, 18. März 2011
Endelich! Ganze zwei Jahre musste ich auf den neuen Roman von Birgit Vanderbeke warten und ich muss sagen, es hat sich gelohnt! Was für ein wunderbares Buch, voller großartiger Figuren, mit Liebe und Respekt für das Leben geschrieben, Hoffnung-machend, gedankenvoll und liebenswert wunderlich für eine Welt, wie wir sie kaum noch kennen, aber immer wieder erträumen. Wenn wir ganz tief in uns hineinhören, möchten die meisten von uns sicherlich genauso leben; vielleicht nicht unbedingt im Outback auf einem Bauernhof, aber irgendwie dann doch - auf unserer eigenen "Streuobstwiese" in unserem Inneren. Vanderbekes Roman ist für mich ein absolutes Wohlfühlbuch und ich kann es jedem nur empfehlen, der noch träumen, leben und lieben will. Setzen Sie sich in Ihren Lieblingssessel, trinken Sie am besten einen selbstgemosteten Apfelsaft dazu und tauchen Sie die nächsten Stunden ab in eine Welt, die auch die Ihre sein könnte... sollte... müsste... Ich wünsche Birgit Vanderbeke den größtmöglichsten Erfolg mit diesem excellent geschrieben Buch, das in keinem Bücherregal fehlen sollte.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine leicht zu lesendes und unterhalsames Buch das auch zum Nachdenken anregt., 9. April 2011
Von 
R. Werner (Niederrhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich dieses Buch Das lässt sich ändern: Roman ausgepackt habe, habe ich es erst mal auf Seite gelegt, weil ich gerne Bücher auf Bahnreisen mit nehme.
Kurz danach hatte ich eine Bahnfahrt von fast 6 Stunden vor mir, natürlich habe ich das Buch mitgenommen und kaum meinen Sitzplatz eingenommen auch angefangen zu lesen. Das ich meinen Bahnhof nicht verpasst habe, das lag daran, dass ich etwa 10 Minuten vor dem Ziel mit dem Buch fertig war.
Am Anfang springt die Autorin ein wenig in der Gegenwart und Vergangenheit, nach kurzer Verwirrung war schnell klar, das dies nötig war und das Buch wurde immer spannender.
Es gibt die Leute von Drinnen und Leute von Draußen, eine gelungene Erzählung über zwei Bevölkerungsschichten die sich berühren und irgendwie doch gar nicht so verschieden sind. Sie gehen halt andere Wege.
Es gibt viel zu Lachen und Schmunzeln und am Ende weiß man nicht wirklich wer drinnen und wer draußen ist, man weiß aber, dass es ganz alleine auf den Standort ankommt und die Blickrichtung.
Ich denke, das ist eines der wenigen Bücher die ich auch ein zweites male lesen werde. Auf ein weiteres Buch der Autorin Birgit Vanderbeke bin ich auf jeden Fall gespannt.

Zu empfehlen wäre dieses Buch meines Erachtens auch für Leute, die bisher wenig gelesen haben, der Schreibstiel ist locker und leicht verständlich.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 28. September 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch ist positiv, motivierend, inspirierend. Ich fand es einfach schön ein Buch genießen zu dürfen in dem alles gut wird. Dabei kommt das Gute nicht vom Himmel gefallen, sondern resultiert aus dem Ideenreichtum und der Aktionsfreude eines Menschen. Man wünscht sich nach dieser Lektüre, dass etwas von der Energie an einem selbst hängen bleibt.
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Das lässt sich ändern: Roman
Das lässt sich ändern: Roman von Birgit Vanderbeke (Taschenbuch - 14. Mai 2012)
EUR 8,99
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