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Zahlreiche bekannte Autoren aus Konstruktivismus und Kurztherapie kommen hier zu Wort. Da jede Beitrag in eine gute Lesbarkeit und Verständlichkeit aufweist, ist das Buch wirklich sehr flüssig zu lesen. Zum Großteil handelt es sich um Falldarstellungen und sehr praktische Erklärungen, von denen man profitieren kann.

Die Unterschiedlichkeit der Autoren sorgt für Abwechslung und wird wohl jedem neue Wege aufzeigen. So hatte mich das Buch zur lösungsorientierten Kurztherapie von Steve de Shazer geführt, der die Vorgehensweise seiner Gruppe aus Milwaukee hier in einem Beitrag präsentiert.

Dieser Sammelband von Watzlawick ist einer meiner Favoriten, da die mir die meisten anderen im Verhältnis zu diesem recht langweilig erschienen.

Was mich persönlich sehr freut ist, wenn Publikationen günstig erwerbbar sind. Gewöhnlich ist es so, dass Fachbücher in Fachverlagen erscheinen (Junfermann, Carl Auer, Klett-Cotta usw.). So ist es auch so, dass die Fachbücher Paul Watzlawicks gewöhnlich in Fachverlagen (Hans Huber, Carl Auer) erscheinen. Während die "Laienbücher" bzw. Bücher, die seine tiefgreifenden Gedanken in einfachere Worte packen, dann bei Piper erscheinen. Erfreulicherweise wird diese Trennlinie jedoch nicht immer eingehalten. Manche Menschen mag das irritieren und mancher mag vielleicht sogar denken: "Das Buch "Der Baum der Erkenntnis" von Maturana und Varela ist bei Goldmann und Fischer erschienen. Deshalb ist es kein "richtiges" Fachbuch." Ich bin froh, dass auf diese Weise sehr sehr hochklassige und anspruchsvolle Literatur günstig zu haben ist. Die italienische Originalausgabe des Buchs erschien 1997 und damit handelt es sich zudem auch noch um eines der letzten Watzlawickbücher.

Wobei ich hierzu anmerken möchte, dass gerade die Literatur von Watzlawick für mich zeitlos ist. Systemisches und konstruktivistisches Gedankengut bzw. entsprechende Haltungen sind nicht in allen Kontexten sinnvoll und zielführend. Etwa ist Allparteilichkeit im Bereich Traumatherapie weder sinnvoll noch notwendig. Da man in Bezug auf bestimmte Handlungen einfach sagen "muss": "Das ist nicht in Ordnung gewesen. Das ist falsch. So hätte man nicht handeln dürfen." Und dies sollte dann nicht relativiert, in einen anderen Kontext eingebettet oder im Hinblick auf eine bestimmte Funktion gedeutelt werden. Ich denke dabei etwa an eine vergewaltigte Frau o. ä. Hier muss dann auch das Gebot hinterfragt werden, ob sich die Befassung mit der Vergangenheit grundsätzlich vermeiden lässt. Speziell die Traumatherapeutin Christiane Sautter befasst sich in ihren Bücher (auch) mit der Integration systemischer und traumatherapeutischer Ansätze ineinander.

Aber es lässt sich wohl von keinem Ansatz sagen, dass er für alle Anliegen, alle Klienten usw. "passt" oder (wie Konstruktivisten vielleicht sagen würden) "viabel" ist. Wenn ich aus dem Konstruktivismus etwas gelernt habe ist, dann das, dass man nur herausfinden kann, was für einen selbst passt. Und andere Menschen dies in Bezug auf sich selbst herausfinden müssen. Weshalb es Sinn macht, nach "bisher versuchten Lösungen" und "Ausnahmen" zu fragen. Wie es etwa in systemischen Therapieformen geschieht (Was auch im Buch auftaucht). Lösungswege wie diese zeigen denn auch, dass tiefgreifende Verbesserungen nicht immer umfangreicher und harter Arbeit bedürfen. Sondern es manchmal reicht, zu fragen: "Was hat denn schonmal funktioniert?" oder "In welchen (sozialen) Kontexten taucht das Problem nicht auf?"
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am 17. Juni 2014
Ich kenne Watzlawik persönlich.
Seine nüchtern-klare Denkweise, die er stets amüsant und eloquent fein präsentiert, aber immer auch Wärme und Achtsamkeit gegenüber den Menschen zeigt, wird auch in diesem Buch deutlich.
Der Ansatz von Kurzzeittherapien steht ja im Gegensatz zu unserer Therapie-Kultur, die davon ausgehen will, man brauche viel Zeit, um Veränderungen zu bewirken. Dahinter steht natürlich auch ein ökonomischer Aspekt!
Dabei funktioniert das Hirn viel eleganter und ist gerade für Kurzzeittherapien sehr offen und funktional bestens geeignet.
Genau das hat Watzlawik mit erforscht und daraus viele Konzepte entwickelt, die er in seinem Buch historisch und praxisbezogen beschreibt.
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am 9. August 2015
Paul Watzlawick's Bücher mag, wird auch in diesem einiges oder mehr finden, je nach Wissensstand des Lesers, bzw. welche Bücher er bereits von Paul Watzlawick gelesen hat. Auch wenn hier von Kurzzeitherapie die Rede ist - Therapie kann niemals in ihrer Länge vorausbestimmt werden, oder gar mit einer Zeitangabe versehen werden. Die Seele des betroffenen Menschen bestimmt die Dauer von Therapie und ebenso die Dauer der Versöhnung.
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