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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielversprechende neue Methode
Beide Autoren befassen sich beruflich unter anderem mit Stress und Ernährungsproblemen. Die in dieser Zeit gesammelten Erfahrungen haben sie in dieses Buch einfließen lassen. Sicher ist, dass sich in den Berichten und Beschreibungen so ziemlich jeder mit seiner eigenen Situation wiederfinden dürfte. Eine sinnvolle Gliederung teilt das Buch in vier...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2010 von Sandra Wiegratz (Media-Mania)

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Typisches Ratgeberbuch: Langweilig
Kann man sich schenken, außer man hat noch nie irgendeinen Ratgeber gelesen.

Prinzipiell ist das im Buch analysiserte und empfohlene nicht falsch und ist nachvollziehbar. Man kann vielem zustimmen und sich Dinge vornehmen. Nur: Nach einiger Zeit ist alles 'weg' und der nächste Ratgeberbuch mag gekauft werden. Ich würde gerne einen Menschen...
Vor 4 Monaten von abrater veröffentlicht


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielversprechende neue Methode, 4. Dezember 2010
Beide Autoren befassen sich beruflich unter anderem mit Stress und Ernährungsproblemen. Die in dieser Zeit gesammelten Erfahrungen haben sie in dieses Buch einfließen lassen. Sicher ist, dass sich in den Berichten und Beschreibungen so ziemlich jeder mit seiner eigenen Situation wiederfinden dürfte. Eine sinnvolle Gliederung teilt das Buch in vier große Bereiche ein, so dass der Leser zunächst erfährt, was Mañana-Kompetenz überhaupt ist, welche persönlichen und medizinischen Gründe es für sie gibt, wie die Fähigkeit erlernt werden und was sie letztendlich auch bewirken kann. Die Beispiele und Anwendungen widmen sich keineswegs nur überarbeiteten Führungskräften und Managern, sondern allen Menschen, die ein großes Pensum am Tag bewältigen müssen. Immer sind neben dem Beruf auch die eigenen und die Bedürfnisse der Familie berücksichtigt.

Die Mañana-Kompetenz zeichnet sich dadurch aus, dass der Teil des vegativen Nervensystems aktiviert wird, der für die Regeneration des Körpers zuständig ist - der Parasympathikus. Während Stress-Situationen und in Anspannungsphasen agiert der Sympathikus, welcher den Menschen schnell reagieren lässt, beispielsweise bei Entscheidungen. Dieser Modus aber sollte unbedingt täglich in Ruhephasen verlassen werden, der Parasympathikus soll aktiv werden und so eine Erholung ermöglichen. Dies aktiv herbeizuführen, wird als Mañana-Kompetenz bezeichnet.
Alle Erklärungen im Buch, sowohl die psychologischen als auch die medizinischen, sind leicht verständlich und das Sachbuch liest sich absolut flüssig. Ein Test zur Erkennnung der eigenen Mañana-Zonen ermöglicht dem Leser, Methoden für sich zu finden, die ihm eine mögliche Aktivierung des Parasympathikus versprechen - und die Ergebnisse sind überraschend zutreffend. Bleibt auszuprobieren, ob die vorgestellten Rituale, die in den Alltag einfließen sollten, tatsächlich die gewünschte Wirkung zeigen. Das Buch zumindest macht den Eindruck, dass dies wirklich klappen könnte.

Ein Ratgeber zu einem sehr aktuellen Thema und wer sich trotz Erfolg noch immer leer und unzufrieden fühlt, sollte unbedingt versuchen etwas zu ändern - mithilfe der "Mañana-Kompetenz"!
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie fremde Ziele unser Wohlbefinden in Geiselhaft nehmen & Wege zur Selbstbefreiung., 30. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Mañana-Kompetenz: Auch Powermenschen brauchen Pause (Taschenbuch)
Maja Storch & Gunter Frank: Die Mañana-Kompetenz, Piper Verlag München

Die "Mañana-Kompetenz" ("mañana": spanisch für "morgen") läuft dem "Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen"-Geist zuwider und damit dem Effizienz- und Produktivitätssteigerungs-Machbarkeitswahn und dem hektischen Druck, der unsere Arbeitswelt in weiten Bereichen kennzeichnet und leider auch schon als Lebensmaxime in den Bereich des Privaten eingedrungen ist, wo man sich ein Leben ohne "sinnvolle" Aktivitäten (eigentlich meint man oft Aktionismus) gar nicht mehr ohne schlechtem Gewissen hingeben mag.

Das hat zu solchen gut gemeinten aber eigentlich widersprüchlichen Begriffen wie "Work-Life-Balance " geführt, der zwar als menschenfreundliche Besinnung auf den Freizeitbedarf der Arbeitnehmer gemeint ist (oder verkauft wird), aber doch endgültig sprachlich manifestiert, dass Leben etwas vom Arbeiten getrenntes ist und beides gegeneinander ausgewogen gehöre. Also leben wir nicht, wenn wir arbeiten (, um uns schließlich tot zu arbeiten,) und arbeiten wir nicht, wenn wir leben?
(Schade, dass die Marketingstrategen diesen modischen Begriff auf das Backcover werfen mussten, was dem Anspruch des Buches nicht gerecht wird.)

Ein weiterer im Zusammenhang von "Manager" und "Karriere" gerne genommener Begriff (was nicht seine inhaltliche Berechtigung herabspielen soll !) ist "Burn-Out", das psychische Resultat dieser Mentalität.
Das Buch setzt nicht bei der Behandlung von Burn-Out Betroffenen an sondern sinnvollerweise davor, bei der Einstellung & Lebensweise, die zum Burn-Out führt und zwar auch und gerade bei denen, die ihren hektischen Aktionismus als positiv empfinden, die meinen, sie würden gerade auf einer Welle des Erfolgs surfen und dabei zu Getriebenen werden und irgendwann zu den Ausgebrannten gehören könnten. Allerdings: wird diese Zielgruppe das Buch lesen? Aber keine Angst, man muß sich nicht als erfolgreicher Manager fühlen, um von diesem Buch zu profitieren.

Das Autoren-Duo hat sich zur Arbeitsteilung entschlossen: Maja Storch für die mehr psychologischen, Gunter Frank für die mehr medizinischen Themen, bei den einzelnen Kapiteln ist sogar gekennzeichnet, wer dafür verantwortlich zeichnet. Doch das Ergebnis wirkt absolut harmonisch, ein ausgewogenes Geist-Körper-Verhältnis sozusagen und durch die Aufteilung nach den Qualifikationen der Autoren wirkt alles kompetent, es werden auch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zitiert. Trotzdem bleibt die Sprache immer lebensnah und sehr lesbar.

Besonders gefallen hat mir im psychologischen Teil die Darstellung, wie man unter dem durchaus als positiv empfundenen Dauerstress den Kontakt zu sich selbst verliert und in Wirklichkeit infiltrierte Fremdziele (Selbstinfiltration) verfolgt. Mit größter Begeisterung. Bis eben zum Zusammenbruch.
(Hier werden oft Arbeiten von J. Kuhl zitiert. Dieser hat zusammen mit J.-U. Martens das Buch Die Kunst der Selbstmotivierung: Neue Erkenntnisse der Motivationsforschung praktisch nutzen, in dem wunderbar der Wert sogenannter "negative" Gefühle zum Problemerkennen und -lösen erklärt wird und wie doch nur durch Wiederherstellung positiver Gefühle Selbstwachstum und Selbstwirksamkeit erzielt werden können.)

Im "medizinischen" Teil erfahren wir eingängig beschrieben das dynamische Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus, wie wir durch Dopamin, Endorphin, Adrenalin, Serotonin und Cortisol auf körperlicher Ebene zwischen Aktivität und Entspannung hin- und hergeworfen werden, wie nützlich dieses System in seiner Entwicklungszeit in der von Raubtieren durchstreiften Savanne war und wie schädlich das in unserer jetztigen Zeit in der Savanne der Büros & Haushalte ist, durch die nun unfähige Chefs und rücksichtslose Kollegen streifen.
Hier sollte die eigentliche Balance ansetzen: Sympathikus vs. Parasympathikus, aber beides eben in Arbeit UND Leben. Und hier müssen wir eben wieder mit unserer Psyche- also zunächst durch Verständnis der Zusammenhänge mit Hilfe dieses Buches- ansetzen, um uns vor uns selbst (oder was wir für uns selbst halten) zu schützen.

Die idealen Methoden, zu sich selbst und zur Ruhe zu kommen, sind hochgradig individuell. Deswegen bietet das Buch einen Test zur Bestimmung der persönlichen Mañana-Zone an. An dieser Stelle finde ich das Buch etwas schwach, es gibt drei Ebenen (Konstitutionsebene: Wärme-/Sportneigungen; Temperamentebene: Erregbarkeit/Aktivierbarkeit; Bedürfnisebene: Sozialer Rückhalt/Intellektuell-musische Bestätigung). Das finde ich nicht sehr differenziert und der Test, um sich in diesem Feld einzuordnen, ist es mit drei Fragen zu jeder der sechs Ausprägungen auch nicht gerade. Aber wahrscheinlich ist es im Sinne einer entspannten Herangehensweise (und was sonst soll in diesem Buch vermittelt werden !), es nicht allzu kompliziert zu machen und Ansatzpunkte, um an sich zu arbeiten, bekommt man allemal !
Ich persönlich kann auch nicht alle Ansichten zur Ernährung (Stichwort: Diäten-Streß) und gesundheitlichen Aufklärung (Stichwort: Panikmache) teilen, aber die Kommentare sind auf jeden Fall bedenkenswert und passen gut ins Konzept des Lockerlassens.

Der Umsetzungsteil bietet wieder viele wertvolle Hinweise zur Aneignung von nützlichen Ritualen und zum Selbstpriming.
Besonders gut hat mir auch wieder das Kapitel "Mañana-Killerworte" gefallen, in dem es um unsere Selbstbeeinflussung durch unsere Sprache geht und welches schädliche Verständnis wir z.B. zum Wort "Glück" haben.

Ein Kapitel zum Fehlen und zum Bedarf von Mañana in der Gesellschaft schließt das Buch sehr gut ab. Möge die naive Hoffnung, Mañana-Prinzipien würden in unsere Gesellschaft Einzug halten, in Erfüllung gehen. Solange das nicht geschieht (und es wird lange dauern, Stichwort: ungebrochene Macht der Finanz-Heuschrecken) , kann jeder einzelne mit Hilfe dieses Buches seine persönliche Mañana-Kompetenz entwickeln und stärken !
Meine erste Folgerung aus den Lehren des Buches: ich habe die Sachbücher aus meinem Reisegepäck für den anstehenden Urlaub herausgepackt und Krimis reingepackt. Die Fachbücher kann ich später lesen. Mañana.

P.S.: Der Verlag hat sich entschlossen, in der Neuauflage den zum Inhalt überhaupt nicht passenden Untertitel "Entspannung als Schlüssel zum Erfolg" durch den meines Erachtens nur bedingt besser passenden Slogan "Auch Powermenschen brauchen Pause" zu ersetzen. Nichts gegen Marketing, aber diese Ratgeber-Plattitüde wird dem guten Inhalt des Buches nicht gerecht und außerdem ist so die Verknüpfung zu den bereits erfolgten (überwiegend positiven) Besprechungen verloren gegangen - man informiere sich also auch hier: Die Mañana-Kompetenz: Entspannung als Schlüssel zum Erfolg
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mir hilft's, 1. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Mañana-Kompetenz: Auch Powermenschen brauchen Pause (Taschenbuch)
...ich lese das Buch nun bereits zum dritten Mal. Mir persönlich hilft es, indem ich mir einzelne Tipps herausnehme und versuche im Alltag bzw. im Berufsleben umzusetzen. Kann das Buch nur empfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach großartig, 24. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Mañana-Kompetenz: Auch Powermenschen brauchen Pause (Taschenbuch)
Ich gebe zu dieses Buch ist das erste Buch mit einem psychologischen Hintergrund das ich je gelesen habe und ich bereue nicht eine Sekunde.

Ich leide mit 28 Jahren nun schon seit fast 7 Jahren an einer Erkrankung des Verdauungstraktes, die durch Stress ausgelöst wird. Sie ist also leider immer da, mal stärker mal schwächer. In extrem starken Phasen muss mir mein arzt Psychopharmaka verschreiben damit es sich wieder beruhigt. Kein Arzt kann mir sagen, was ich tun kann. Ich bekomme meistens zu hören, dass ich Stress vermeiden soll - toller Tipp, aber wie? Ich arbeite in einem großen Unternehmen in Vollzeitbeschäftigung und studiere nebenbei berufsbegleitend (Bachelor in 3,5 Jahren), also ist die Stressvermeidung kaum möglich, wenn man noch das Privatleben mit unter den Hut bringen will. In meinem Unternehmen wurde jetzt ein 2 ständige "Stressforum" angeboten, also dachte ich mir, okay da kann man ja nichts verlieren und habe teilgenommen. Als Ergebnis wurde einem das Buch empfohlen. Ich bin eher skeptisch was solche Psychologie Ratgeber betrifft und habe deswegen auch noch nie einen gelesen.

Diesmal dachte ich mir, na gut kann ja nicht Schaden und so bestellte ich das Buch zusammen mit 5 Fachbüchern für das Thema meiner Bachelorarbeit.

Und was soll ich sagen? Ich habe das Buch gelesen und es war sehr kurzweilig, aber ich habe auch viele Tipps mitgenommen, wie ich Stress erkenne und vermeide und mir ist erst durch das Buch wirklich klar geworden, dass ich wirklich unter Stress stehe und was dieser bei mir verursacht, vorher dachte ich immer, Mensch ich bin Jung da ist es normal, aber dem ist nicht so.

Das Buch zeigt auch die medizinischen Hintergründe auf und das macht für mich eindeutig den Unterschied. Es wird gezeigt wie man Stress erkennt, warum Stress so schlecht ist wenn er in Dauerstress übergeht und wie man sich wieder selbst dazu bringt den Stress abzubauen.

Ich habe mich an vielen stellen selbst wieder erkannt, bei manchen Dingen musste ich einfach schmunzeln und gerade in den letzten beiden Kapiteln in denen es um die Umgebung und die Unternehmensstrategien geht, habe ich auch mein Unternehmen erkannt.

Ich habe für mich durch das Buch ein paar Strategien entwickelt, den Stress zu reduzieren (diese wende ich seit 2 Wochen an) und was soll ich sagen, meine Probleme was die Verdauungsstörung angeht sind nicht weg, aber sie sind so beherrschbar und erträglich wie schon seit Jahren nicht mehr. Und ich habe die Hoffnung, dass wenn ich es schaffe alles dauerhaft umzusetzen, dass ich dann nicht mehr zum Arzt muss, wenn es ganz extrem wird und mir Psychopharmaka verschreiben lassen muss.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie fremde Ziele unser Wohlbefinden in Geiselhaft nehmen & Wege zur Selbstbefreiung., 22. Februar 2011
Maja Storch & Gunter Frank: Die Mañana-Kompetenz, Piper Verlag München, 2.Aufl. 2010

Die "Mañana-Kompetenz" ("mañana": spanisch für "morgen") läuft dem "Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen"-Geist zuwider und damit dem Effizienz- und Produktivitätssteigerungs-Machbarkeitswahn und dem hektischen Druck, der unsere Arbeitswelt in weiten Bereichen kennzeichnet und leider auch schon als Lebensmaxime in den Bereich des Privaten eingedrungen ist, wo man sich ein Leben ohne "sinnvolle" Aktivitäten (eigentlich meint man oft Aktionismus) gar nicht mehr ohne schlechtem Gewissen hingeben mag.

Das hat zu solchen gut gemeinten aber eigentlich widersprüchlichen Begriffen wie "Work-Life-Balance " geführt, der zwar als menschenfreundliche Besinnung auf den Freizeitbedarf der Arbeitnehmer gemeint ist (oder verkauft wird), aber doch endgültig sprachlich manifestiert, dass Leben etwas vom Arbeiten getrenntes ist und beides gegeneinander ausgewogen gehöre. Also leben wir nicht, wenn wir arbeiten (, um uns schließlich tot zu arbeiten,) und arbeiten wir nicht, wenn wir leben?
(Schade, dass die Marketingstrategen diesen modischen Begriff auf das Backcover werfen mussten, was dem Anspruch des Buches nicht gerecht wird.)

Ein weiterer im Zusammenhang von "Manager" und "Karriere" gerne genommener Begriff (was nicht seine inhaltliche Berechtigung herabspielen soll !) ist "Burn-Out", das psychische Resultat dieser Mentalität.
Das Buch setzt nicht bei der Behandlung von Burn-Out Betroffenen an sondern sinnvollerweise davor, bei der Einstellung & Lebensweise, die zum Burn-Out führt und zwar auch und gerade bei denen, die ihren hektischen Aktionismus als positiv empfinden, die meinen, sie würden gerade auf einer Welle des Erfolgs surfen und dabei zu Getriebenen werden und irgendwann zu den Ausgebrannten gehören könnten. Allerdings: wird diese Zielgruppe das Buch lesen? Aber keine Angst, man muß sich nicht als erfolgreicher Manager fühlen, um von diesem Buch zu profitieren.

Das Autoren-Duo hat sich zur Arbeitsteilung entschlossen: Maja Storch für die mehr psychologischen, Gunter Frank für die mehr medizinischen Themen, bei den einzelnen Kapiteln ist sogar gekennzeichnet, wer dafür verantwortlich zeichnet. Doch das Ergebnis wirkt absolut harmonisch, ein ausgewogenes Geist-Körper-Verhältnis sozusagen und durch die Aufteilung nach den Qualifikationen der Autoren wirkt alles kompetent, es werden auch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zitiert. Trotzdem bleibt die Sprache immer lebensnah und sehr lesbar.

Besonders gefallen hat mir im psychologischen Teil die Darstellung, wie man unter dem durchaus als positiv empfundenen Dauerstress den Kontakt zu sich selbst verliert und in Wirklichkeit infiltrierte Fremdziele (Selbstinfiltration) verfolgt. Mit größter Begeisterung. Bis eben zum Zusammenbruch.
(Hier werden oft Arbeiten von J. Kuhl zitiert. Dieser hat zusammen mit J.-U. Martens das Buch Die Kunst der Selbstmotivierung: Neue Erkenntnisse der Motivationsforschung praktisch nutzen veröffentlicht, in dem wunderbar der Wert sogenannter "negative" Gefühle zum Problemerkennen und -lösen erklärt wird und wie doch nur durch Wiederherstellung positiver Gefühle Selbstwachstum und Selbstwirksamkeit erzielt werden können.)

Im "medizinischen" Teil erfahren wir eingängig beschrieben das dynamische Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus, wie wir durch Dopamin, Endorphin, Adrenalin, Serotonin und Cortisol auf körperlicher Ebene zwischen Aktivität und Entspannung hin- und hergeworfen werden, wie nützlich dieses System in seiner Entwicklungszeit in der von Raubtieren durchstreiften Savanne war und wie schädlich das in unserer jetztigen Zeit in der Savanne der Büros & Haushalte ist, durch die nun unfähige Chefs und rücksichtslose Kollegen streifen.
Hier sollte die eigentliche Balance ansetzen: Sympathikus vs. Parasympathikus, aber beides eben in Arbeit UND Leben. Und hier müssen wir eben wieder mit unserer Psyche- also zunächst durch Verständnis der Zusammenhänge mit Hilfe dieses Buches- ansetzen, um uns vor uns selbst (oder was wir für uns selbst halten) zu schützen.

Die idealen Methoden, zu sich selbst und zur Ruhe zu kommen, sind hochgradig individuell. Deswegen bietet das Buch einen Test zur Bestimmung der persönlichen Mañana-Zone an. An dieser Stelle finde ich das Buch etwas schwach, es gibt drei Ebenen (Konstitutionsebene: Wärme-/Sportneigungen; Temperamentebene: Erregbarkeit/Aktivierbarkeit; Bedürfnisebene: Sozialer Rückhalt/Intellektuell-musische Bestätigung). Das finde ich nicht sehr differenziert und der Test, um sich in diesem Feld einzuordnen, ist es mit drei Fragen zu jeder der sechs Ausprägungen auch nicht gerade. Aber wahrscheinlich ist es im Sinne einer entspannten Herangehensweise (und was sonst soll in diesem Buch vermittelt werden !), es nicht allzu kompliziert zu machen und Ansatzpunkte, um an sich zu arbeiten, bekommt man allemal !
Ich persönlich kann auch nicht alle Ansichten zur Ernährung (Stichwort: Diäten-Streß) und gesundheitlichen Aufklärung (Stichwort: Panikmache) teilen, aber die Kommentare sind auf jeden Fall bedenkenswert und passen gut ins Konzept des Lockerlassens.

Der Umsetzungsteil bietet wieder viele wertvolle Hinweise zur Aneignung von nützlichen Ritualen und zum Selbstpriming.
Besonders gut hat mir auch wieder das Kapitel "Mañana-Killerworte" gefallen, in dem es um unsere Selbstbeeinflussung durch unsere Sprache geht und welches schädliche Verständnis wir z.B. zum Wort "Glück" haben.

Ein Kapitel zum Fehlen und zum Bedarf von Mañana in der Gesellschaft schließt das Buch sehr gut ab. Möge die naive Hoffnung, Mañana-Prinzipien würden in unsere Gesellschaft Einzug halten, in Erfüllung gehen. Solange das nicht geschieht (und es wird lange dauern, Stichwort: ungebrochene Macht der Finanz-Heuschrecken) , kann jeder einzelne mit Hilfe dieses Buches seine persönliche Mañana-Kompetenz entwickeln und stärken !
Meine erste Folgerung aus den Lehren des Buches: ich habe die Sachbücher aus meinem Reisegepäck für den anstehenden Urlaub herausgepackt und Krimis reingepackt. Die Fachbücher kann ich später lesen. Mañana.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stresskontrolle leicht gemacht, 19. März 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Mañana-Kompetenz: Auch Powermenschen brauchen Pause (Taschenbuch)
Ein leicht lesbares und nicht allzu umfängliches Buch mit praktischen Tipps, um besser mit Stress umgehen zu können. Wünschenswert wäre, wenn die Autoren etwas früher auf den Punkt kämen und klar darlägten was sie mit Manana-Kompetenz meinen, anstatt immer wieder darauf zu verweisen, eine Definition jedoch erst recht spät anzubieten. Nichts desto trotz empfehelenswert.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht es nicht, 13. September 2010
Ich bin begeistert von diesem Buch. Ich selbst habe viele Menschen in meiner Praxis, die mit den im Buch genannten Problemen zu tun haben und bin froh ihnen jetzt dieses Buch empfehlen zu können. Es werden sehr gut verständlich die wichtigsten Mechanismen in unserem Körper bei Entspannung und Stress erläutert, so dass jedem klar wird, dass es sich lohnt, sich selbst um entspannende Momente im Alltag zu kümmern.
Die Anleitung unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse jedes Lesers und Tipps wie man dranbleibt, machen das Buch rund. Der lockere Schreibstil lässt schon beim Lesen die erste Entspannung spüren und macht Lust auf mehr. Danke Herr Frank und Frau Storch!!!!
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31 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erneut ein ausgezeichnetes Buch, 29. April 2010
Das Buch von Maja Storch und Herrn Frank hat mir so viele schöne, freudvolle, praxisnahe und lehrreiche Informationen gegeben, wie ich sie bislang nicht erfahren hatte. Wieder einmal, wie auch schon in den anderen Bücher von Maja Storch und ihren Mitautoren, ein echter Hit!
Es ist sehr unterhaltsam geschrieben, so dass ich es meiner Freundin am Strand vorgelesen habe und wir uns köstlich amysierten und gleichzeitig soooo viel lernen konnten. Das ist eine Form des Lesens und des Lernens wie ich es liebe.
Herzlichen Dank Maja Storch und Gunter Frank.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Typisches Ratgeberbuch: Langweilig, 4. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kann man sich schenken, außer man hat noch nie irgendeinen Ratgeber gelesen.

Prinzipiell ist das im Buch analysiserte und empfohlene nicht falsch und ist nachvollziehbar. Man kann vielem zustimmen und sich Dinge vornehmen. Nur: Nach einiger Zeit ist alles 'weg' und der nächste Ratgeberbuch mag gekauft werden. Ich würde gerne einen Menschen kennenlernen, der nach fünf Jahren sagt, "die Manana-Kompetenz hat mein Leben verändert". Kann mir nicht vorstellen, dass es das gibt. Genauso wie mit 99% aller Ratgeber.

Mein Rat: Nie wieder Ratgeber, sondern die Dinge selbst in die Hand nehmen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wir brauchen Pausen, 19. Oktober 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Mañana-Kompetenz: Auch Powermenschen brauchen Pause (Taschenbuch)
Der Ansatz ist gut aber es ist wenig Neues mit anderem Namen versehen. Allerdings fehlte mir schon auch die Ruhe mich ganz auf das Buch einzulassen. Oft habe ich das Gefühl ich kaufe diese Bücher, um mich zu beruhigen, anstelle der Ruhe. Meistens ist das, was dieses und vergleichbare Bücher propagieren, einem gar nicht neu. Man ist nur so in seinem Hamsterrad gefangen und wendet nichts davon an. Ich denke es ist positiv sich immer wieder mit der Nase auf diese Themen zu stoßen, insofern noch 3 Sterne .
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Die Mañana-Kompetenz: Auch Powermenschen brauchen Pause
Die Mañana-Kompetenz: Auch Powermenschen brauchen Pause von Maja Storch (Taschenbuch - 1. September 2011)
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