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am 20. November 2009
Der türkisch-deutsche Escort aus Berlin bezeichnet sich zwar als bisexuell, doch geschildert wird nur sein Leben als Mann für gewisse Stunden für andere Männer. Sein Bericht ist schonungslos nüchtern, fast abgestumpft. Doch zwischen dem geschäftlichen Aspekt und der Fähigkeit, für Geld sexuelle Wünsche zu erfüllen, kommt immer wieder auch die Sensibilität für die Kunden/Freier und deren Sehnsüchte auf. Leider wird der eigene Drogenkonsum des Escorts völlig unreflektiert als selbstverständlich dargestellt. Der Leser taucht letztlich in eine völlig fremde Welt der käuflichen Liebe ab, erfährt viel über ungewöhnliche Leidenschaften und freut sich nach der Lektüre auf den liebevollen Partner, der nach den zärtlichen Stunden keinen Geldschein erwartet.
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am 11. September 2009
Cem wohnt in einer kleinen Zweizimmerwohnung in Berlin und lebt so, wie man als junger Kreativer in Berlin eben so lebt. Sex ist sein Beruf - er ist ein Sexarbeiter oder "Escort". In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es solche Männer nicht. Doch es gibt mehr davon, als der Normalbürger denkt.

Sehr offen und unverblümt berichtet Cem, der sich als Machotürke verkauft, von seinen Erfahrungen. In dem Buch habe ich Sachen gelesen, von denen ich bisher noch nie etwas gehört hatte. Cem ist ein Mann, der weiß, wo es lang geht, ein richtiger Mann, einer der sich nimmt, was er will - zumindest gibt er sich diesen Anschein. Er hat Konditor gelernt, die Ausbildung aber abgebrochen. Seine Mutter ist Türkin, sein Vater war Personenschützer beim BKA. Cem war noch nie in der Türkei, macht aber auf Türke. Dass er nicht Türkisch kann, weiß er dann auch schon mal zu überspielen.

Cems Spezialität ist die Erniedrigung; die ICH-BIN-EIN-NICHTS-UND-WILL-GEDEMÜTIGT-SEIN-PHANTASIE - sein Hauptklientel sind Männer. Es hat mich weiß Gott erstaunt, welche Wünsche an den professionellen Escort herangetragen werden: Natursekt trinken, Vergewaltigung, Haus abfackeln, Fisting-Nummer, Peitschen um nur einige zu nennen. Sexuelle Phantasien, die ausgelebt werden wollen. Es gibt glücklicherweise Dinge, die Cem nicht tut. Dinge, über die nicht gesprochen wird. Höchst erstaunlich für mich auch, welche Kundschaft von Cem beehrt wird: der bayrische Viehzüchter Mitte 60, ein Psychiater, der erpresst werden will, ein Bankangestellter, der ein Erniedrigungs-Video auf dem Personalklo seiner Bank drehen will, ein Anwalt, der als politischer Berater fungiert - in allen Sparten sind Cems Kunden anzutreffen. Auf Messen sind seine Dienste besonders stark nachgefragt.

Cem prangert niemanden an, macht sich aber schon teilweise über seine Kundschaft lustig. Ein sexuelles Kuriositätenkabinett! Nichts Menschliches ist ihm fremd. Ich habe dieses Buch wie gebannt gelesen und konnte stellenweise gar nicht glauben, was ich las. Es tun sich menschliche Abgründe auf. Menschliche Abgründe, die in aller Regel unter den Tisch gekehrt werden. Die Ermordungen von Gianni Versace, Pier Paolo Pasolini und Rudolph Moshammer seien nur als Beispiele genannt für eine Sexualität, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit gelebt wird.

Für Cem wird es immer schwieriger, je älter er wird, seine Rolle vom Machotürken weiterzuspielen. Daher wohl derzeit auch seine Umorientierung und Ausbildung als Heilpraktiker. Den Gang an die Öffentlichkeit mit diesem sehr persönlichen Buch finde ich sehr mutig. Es liest sich leicht. Cem schreibt flüssig und flott. Abschließend zwei Zitate:

"Niemand sieht Männer als Opfer, als verletzliche, sensible Wesen. Ein Mann hat alles unter Kontrolle."
"Wenn man wie ich beruflich fast nur mit Männern zu tun hat, sehnt man sich ab und an nach Weiblichkeit. Das Weibliche fehlt irgendwann. Frauen sind tröstend ..."
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am 14. Juni 2011
Cem ist 30, halb Türke und Escort, was bedeutet, dass man ihn für gewisse Stunden buchen kann. In diesem Roman erzählt er uns seine Geschichte, wie er in diese Szene kam, was er erlebt hat und wie er von seinen Kunden denkt.

Als Einleitung erfährt der Leser einige Dinge, welche Escort und Stricher voneinander unterscheiden. Cem steht nicht auf dem Straßenstrich und wirft sich Männern oder Frauen um den Hals, sondern er präsentiert sich auf Internetseiten und früher in Clubs mit seiner Handynummer, um immer überall erreichbar zu sein. Die meisten seiner Kunden sind Männer, schwul, bi und hetero, meistens versteckt schwul, mit Ehefrau und Kinder, das "typische" Klischee eben.

Seine Abenteuer und Erlebnisse sind erschreckend und realistisch zu gleich. Cems Schreibstil ist direkt und offen, er nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht alles an und aus, was er erlebt hat.
Natürlich geht es hier in erster Linie um Sex und meistens um welchen, der nicht dem Alltäglichen öffentlich bekannten entspricht. Oftmals war ich doch leicht geschockt, obwohl mich kaum etwas wirklich überrascht hat. Details bleiben hier außen vor, die Dinge werden zwar beim Namen genannt, allerdings nicht zu genau beschrieben.
Die Kapitel sind demnach auch recht kurz, was das Lesen sehr angenehm machte. Jedes Kapitel beinhaltet auch ein anderes Thema bzw. Erlebnis und springt mit sehr provokativen Überschriften ins Auge, wie z.B. "F*ck mit Migrationshintergrund", "F*cken 2.0" oder "Mal unter uns Nutten".
Man kann natürlich darüber streiten, ob diese Art von Titeln passend und gut sind, oder eher niveaulos und schlecht. Ich für meinen Teil fand sie passend, denn es geht nun mal um käuflichen Sex und diverse sexuelle Auslebungen jenseits der Otto-Normal-Verbrauchervorstellung. Wobei ich hier auch erwähnen möchte, dass nicht jedes Kapitel von einem Extrem ins nächste übergeht. Ein paar Dinge sind schon recht hart und nichtmal mehr an der Grenze des Vorstellbaren, allerdings hatte man das meiste schon mal irgendwo gelesen, gesehen oder gehört.
Interessant fand ich es einfach mal hinter die Kulissen eines Escort zu blicken. Natürlich bleiben auf Drogen und Straßenstrich nicht außen vor. Natürlich geht es auch in den etwas härteren Bereich und ja, auch in den ganz harten Bereich. Aber ich denke, dass der Leser weiß, worauf er sich einlässt und dass es hier nicht um Blümchensex geht.
Wieder mal erschreckend, weil nicht neu, sondern eher ein offenes Tabu, war für mich die Tatsache, wie viele verheiratete Väter scheinbar fremdgehen bzw. ihre homosexuelle Seite bei Strichern oder in diesem Fall Escorts ausleben.
Ebenso verstörend waren Wünsche wie "sich vergewaltigen lassen". Was geht in solchen Menschen vor?

Ein tabubrechender, kurzweiliger Roman, der einen kleinen Einblick in den käuflichen Escortsex bietet. Empfehlenswert für zwischen durch, wenn man sich für diese Thematik interessiert.
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am 12. Oktober 2014
Flüssig und fesselnd geschrieben, habe es in einem Stück verschlungen. Nein,nicht wegen der explizit beschriebenen Sex-Szenen, sondern weil dieses Buch einen Blick hinter die Stirn eines Escort gestattet. Es ist gut und wichtig, beide Seiten dieses Geschäfts zu kennen, dann kann man auch im realem Leben mit einem Escort umgehen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Oktober 2011
--- Inhalt & Kritik ---

In seiner Autobiografie F*CKING GERMANY erzählt Cem Yildiz seine Lebensgeschichte. Der 30jährige ist seit rund 13 Jahren Escort und hat in seinem Job schon so ziemlich alles erlebt. Was eigentlich ein Escort ist, wissen viele Menschen gar nicht. Darüber klärt er erst einmal eingehend auf und lässt so manche Seifenblasenvorstellungen eines "American Gigolo" platzen, wobei der Escort aber gleichzeitig betont, dass er kein Stricher ist. Cem schafft nicht auf der Straße an, sondern erhält Anfragen im Internet, die er nicht unbedingt annehmen muss. Er ist quasi seine eigene Ich-AG ohne zwischengeschalteten Mittelsmann und genießt Unabhängigkeit, die er sich von Anfang an aus freien Stücken aufbauen konnte.
Den sexuellen Phantasien seiner Kunden, vorrangig Männer mit Familie im mittleren Alter, sind übrigens keinerlei Grenzen gesetzt. Da sind sie beim autoritären Cem, Typ "Türkenproll", an der richtigen Adresse. Er weiß, "wo's langgeht", wie er es selbst so schön mit einem leicht amüsanten Unterton formuliert. Ein Beispiel für seine humorvollen Spitzen: In einem Kapitel äußert sich der Autor zum Magerwahn unter weiblichen Models. Seiner Meinung nach seien die meisten Designer schwul, missgönnen den Frauen ihr Geschlecht und versuchen aus ihnen kleine, abgemagerte Knaben zu machen um ihnen die Weiblichkeit zu nehmen. Das kann man natürlich nicht ernst nehmen, seine Ansicht ist aber sehr erfrischend und - wie die gesamte Biografie - herrlich unkonventionell. Mit fortschreitender Seitenanzahl merkt man, dass eigentlich recht wenig aus "der Szene" in den Mainstream gewandert ist, vieles immer noch totgeschwiegen wird. Und während seiner erschreckenden Ausführungen, die eine kranke Faszination vergleichbar mit der an einem Autounfall nach sich ziehen, offenbart Cem immer mehr über sich. Die ständigen Erniedrigungsszenarien, die er leiten soll, nagen an ihm. Er wirft sich vor den Sextreffen mehr Drogen und Aufputschmittel als früher ein, beginnt allmählich seine Handlungen zu hinterfragen und bekommt Angst vor der ungewissen Zukunft. Schließlich hat er keine Ausbildung vorzuweisen... Wie soll das Leben weitergehen, wenn er selbst zu alt für das älteste Gewerbe der Welt wird?

--- Der Schreibstil ---

Wenn man das Buch in den Händen hält, den Titel auf dem gut gebauten Rücken des Autors sieht und dann auch noch einen Blick auf den Klappentext wirft, könnte man zu dem Trugschluss kommen, der Schreibstil von F*CKING GERMANY gehe in die locker-triviale Richtung einer Charlotte Roche, aber weit gefehlt. Der Satzbau ist wirklich anständig und der Autor drückt sich bei seinen Ausführungen ziemlich gewählt aus. Entweder war hier noch ein guter Ghostwriter am Werke oder Cem Yildiz ist noch ein Stückchen cleverer als man es ihm zutrauen mag.

--- Fazit ---

Obwohl es Cems Dienste erst ab hundert Euro gibt, erhält man seinen gesamten Erfahrungsschatz schon für zehn in diesem Taschenbuch. In F*CKING GERMANY schildert der Autor offen und ehrlich seine extremen Erfahrungen im horizontalen Gewerbe, in denen er den harten Macker mimen muss. Das meiste davon ist einfach nur Image, denn je weiter man Cems Leben folgt desto mehr zeigt er sich von einer verletzlichen Seite, die so überhaupt nicht mit seiner nach außen hin gerichteten Überheblichkeit konform gehen will. Ein faszinierender, mit Biss verfasster Werdegang eines interessanten Mannes, dessen Zukunft hoffentlich noch mehr als bezahlten Sex bereithält - fünf Sterne.
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am 11. Oktober 2009
Mann Mann Mann, da stöbere ich gelangweilt in der Buchhandlung durch solche Stapel von Büchern wie "Finde dein Glück", "Such dein Glück" und wie sie alle in der Kategorie Psychologie und Lebenshilfe heißen, und plötzlich liegt obenauf der etwas härter klingende Titel in Schwarz "Fucking Germany". Huch?! Reingeschaut und es als fachkundigen Lebenshilfe-Ratgeber augenblicklich akzeptiert. Ich wollte mal was Bodenständiges, Klares haben statt dieses nebulöse Gerede ;o).

Und dieses Buch würde ich als sehr bodenständig einstufen, es stammt von einem, der mittendrin und dabei war - in der Welt der Abgründe und Tabus. Cem beschreibt lockerflockig seinen Arbeitsalltag als Escort mitsamt seinen Herausforderungen und Absurditäten, inklusive persönlichem Eindruck zur Psyche seiner Kunden und letztlich unserer Gesellschaft. Mit seinem "Jobprofil" hat er mich zwar stellenweise ordentlich durchgerüttelt und -geschüttelt, es hat mich nämlcih schon sehr geekelt, dass Leute freiwillig Geld für Dinge zahlen, für die ich lieber zahlen würde, um sie eben nicht machen zu müssen. Er hat mich dann aber auch schön zurück auf den Boden gebracht, indem er z.B. fragt: Wie kommts, dass man überhaupt für so etwas Normales und Natürliches wie Sex Geld bezahlen und sich dazu hinter der Hecke treffen muss? Wie kommts, dass sich in Sachen Sex solche Abgründe auftun? Eine super Frage, die mich dann auch wieder gehörig umdrehte und mich auf mich schauen ließ. Wie würde ich beispielsweise damit umgehen, wenn mein Freund dankbarer Klient von ihm wäre? Ihn angewidert und selbstgerecht fallen lassen? Nach dieser Lektüre nicht mehr, würde ich mal behaupten. Zugleich weiß ich nun aber auch, worauf ich künftig verstärkt Wert lege und achten werde.

Schon irre das Buch, ich für meinen Teil würde ihm echt das Prädikat "wertvoll" aufdrücken. Der Autor schreibt überraschend gut, d.h. originell und unverblümt, ohne allzu ordinär zu werden - ich hab mich keine Minute gelangweilt. Zudem blickt da eine beeindruckende Menschenkenntnis durch und ein erfrischend selbstständiges und selbstbewusstes Denken. Sollte er wirklich Heilpraktiker werden, würde ich gern mal zu ihm gehen, er bringt die Dinge echt auf den Punkt, so dass sie schön heilen können. Hut ab!
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am 14. Juni 2012
Auf das Buch bin ich vor einigen Monaten durch einen Fernseh-Bericht gestoßen und fand das Thema, um das es darin geht, ziemlich spannend.

Vorweg: Ich finde, Cem Yildiz hat es geschafft, das Buch so zu strukturieren, dass es sich leicht lesen lässt. Die Kapitel sind meistens nicht allzu lang und die Sprache nicht hochtrabend oder kompliziert, eher so, wie er einem die Episoden wohl auch unter vier Augen erzählen würde. Hier versteckt sich aber auch ein wenig Kritik. Denn teilweise wirken die Sätze dadurch nicht angenehm zu lesen, nicht professionell genug - jedoch gewöhnt man sich an den Schreibstil schnell.

Auf den Inhalt selbst bezogen, bin ich etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite finden sich im Buch etliche Episoden aus Cem Yildiz Leben, die schockierend detailliert die menschlichen Abgründe auf die Sexualität bezogen aufzeigen. Oder aber, die psychischen Probleme, die mancher Kunde offensichtlich hatte.
Jedoch gab es auch jede Menge Episoden, die mir persönlich zu langweilig waren. Natürlich erwartet man bei diesem Titel und dem vermeintlichen Inhalt, dass man in jedem Kapitel geschockt wird mit den Erzählungen und Beschreibungen von absurden sexuellen Wünschen, doch manches Kapitel kommt ganz und gar ohne solche Dinge aus. Das ist auf der einen Seite natürlich gut, auf der anderen Seite ist manche "Geschichte" allerdings im sensationsgeilheitsbehafteten Umfeld zu träge, zu nichtssagend - zumindest in meinen Augen.

Vielleicht ging ich mit falschen Erwartungen an das Buch heran, hab mich vom Titel fehlleiten lassen - das mag durchaus sein. Doch manches Kapitel wirkte für mich einfach zu langatmig. Insgesamt fand ich den Einblick in diese Szene aber durchaus spannend und interessant.
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am 15. April 2012
Der Autor beschreibt die Dinge von seinem eigenen Gesichtspunkt aus, was recht authentisch empfunden wird. Die Ereignisse haben sich natürlich nicht in dieser zeitlichen Dichte abgespielt. Aber das Buch muss ja auch interessant und kurzweilg sein. An manchen Stellen gibt es sogar philosophische Deutungen und Anmerkungen, was den literarischen Wert steigert. Das Lektorat hat gute Arbeit geleistet.
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Und der (männlich) Körper eine Ware. Doch es geht nicht so sehr um das 'Rein-raus' sondern um die Phantasien, die sich die Kundschaft umzusetzen und auszuleben wünscht. Und Cem bietet das ideal Bild vom Macho-Türken, heterolike, wie man so schön sagt und für 100 Euro zu fast allem bereit. Dabei stehen meist Unterwerfungs- und Erniedrigungswünsche seiner Kunden im Vordergrund.

Der 30jährige Deutsch-Türke ist schon seit Jahren im Geschäft mit allen Formen der obsessionellen männlichen Lust vertraut. So langsam muss er sich aber wohl aufgrund seines Alters einen neuen Wirkungsbereich suchen; aber auch aufgrund einer gewissen Abgestumpftheit.

Cem Yildiz ist sicherlich kein begnadeter Schriftsteller, aber er schildert Episoden aus seinem Leben als 'Escort' geradlinig und plastisch. Er hat seinen Stolz, grenzt sich klar zu den Strichern ab, betont seine Unabhängigkeit und lässt sich preislich nicht drücken. Er schildert verschiedene Begegnungen mit Feiern und lässt dabei auch die menschliche Seite nicht aus den Augen. Trotzdem kann man fast Mitleid mit ihm bekommen, da er seinen Körper mit Drogen voll pumpt und ohne Viagra meist gar nichts mehr läuft.

Nun, ich weiß nicht, ob ein Tabu damit gebrochen wird, wie großmundig auf dem Cover versprochen wird.

Dazu passender DVD-Tipp: "Greek Pete"
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am 23. Januar 2012
Also ich habe vor ein paar Tagen das Buch bekommen und bin auch schon bald durch.
Das Buch ist sehr fesselnd, da es sehr genau beschreibt wie er alles durchlebte und es fühlt sich beim lesen so an
als würde man selber in dem geschehen sein.
Mir gefällt ganz besonders die Perspektive in der geschrieben wurde.

Ein sehr gelungenes Buch, wo man mal wieder sieht das schwule Prostitution nicht gerade im Volksmund ist und man sich eher weniger damit auskennt und selten was in den Medien zu sehen ist, es sei denn ein Prominenter wie Mooshammer stirbt.

Ich gebe daher dem Buch volle Punktzahl.

Was ich nur schade finde das es leider nicht so dick ist und man zu schnell damit fertig ist.
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