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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überleben im KZ Theresienstadt aus Kinderperspektive ' außergewöhnlich, 23. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Transportnummer VIII/1387 hat überlebt: Als Kind in Theresienstadt (Taschenbuch)
In den letzten Jahren sind zunehmend Biografien von Kindern erschienen,die im Versteck oder auch Konzentrationslager überlebt haben. Sie sind die letzten, die der Nachwelt davon erzählen können.

Margot Kleinberger, geboren 1931 in Hannover, verbrachte dort ihre Kindheit in einer Familie, die zu gewissem Wohlstand gekommen war. Der Vater war als verdienter Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs ausgezeichnet worden und arbeitete als Beamter. Für die ganze Familie brach eine Welt zusammen, als sie ausgegrenzt, beschimpft, ausgeplündert, in ein Judenhaus eingepfercht und schließlich nach Theresienstadt deportiert wurde. Da war Margot Kleinberger gerade elf Jahre alt.

Was dieses Buch so besonders macht, ist die eindringliche Sprache und die vielen Einzelheiten, an denen die Autorin ihre Leser teilhaben lässt. Trotz ihres jungen Alters ist sie in ganz verschiedenen Bereichen eingesetzt und bekommt so sehr unterschiedliche Einblicke: Verwaltung, Essensausgabe, Transporte nach Auschwitz abfertigen, Gartenarbeit ' Sie überlebt medizinische Versuche, bei denen ihr unterschiedliche Krankheitserreger gespritzt werden. Als Folge ist sie ein halbes Jahr gelähmt und kann lange nicht mehr sprechen.

Sie berichtet von den Dreharbeiten zu 'der Führer schenkt den Juden eine Stadt' und vom Besuch einer Delegation des Roten Kreuzes, die nicht sah, was doch so offensichtlich war ' und zwar auch wenig oder unbekannte Details. Auch welch wichtige Rolle Kultur und Lernen im Lager spielten, beschreibt sie und setzt einigen derer ein Denkmal, die trotz widriger Umstände Möglichkeiten fanden, Kinder zu fördern.

Das gängige Bild eines bekannten Rabbiners, der auch im Lager war, bekommt durch die Autorin ganz andere Züge als es in der gängigen Geschichtsschreibung vermittelt wird. Auch von den ersten Jahren nach der Befreiung erzählt sie. Die Familie kehrt nach Hannover zurück. Die verpasste Schulbildung kann sie nicht nachholen. Als ihre Mutter einige Gegenstände, die sie bei einer Ladenbesitzerin zur Aufbewahrung zurückgelassen hatte, abholen will, verweigert diese die Rückgabe und meint: 'Wenn ich gewusst hätte, dass Sie überleben, dann hätte ich das nicht genommen ''.

Viele Jahre hat die Autorin geschwiegen. Gut, dass sie die Kraft gefunden hat, darüber zu schreiben, was sie in ihrer Kindheit durchlebt hat. Zahlreiche Fotos und Abbildungen von Dokumenten runden das Bild ab. Vielen Dank dafür.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen atemberaubendes Buch, 21. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Transportnummer VIII/1387 hat überlebt: Als Kind in Theresienstadt (Taschenbuch)
Ich habe schon viele Bücher über dieses Thema gelesen. Aber dieses hier
ist mit Abstand das Beste! Man muss es einfach gelesen haben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnliches Schicksal, 22. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Transportnummer VIII/1387 hat überlebt: Als Kind in Theresienstadt (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt und auch nach dem Lesen verfolgt mich die eine oder andere Szene noch am Tag oder auch nachts im Traum.
Margot berichtet in diesem Buch ausführlich über ihre glückliche Kindheit und für mich als Leser waren auch diese Kapitel sehr interessant. Dann geht es recht schnell "ins Eingemachte" und viele Dinge sind mir auch schon aus anderen Literaturstücken bekannt. Aber das ganze aus der Sicht eines 11-jährigen Kindes zu erfahren ist nochmal echt krass. Es ist wirklich unglaublich, was Margot Kleinberger als K I N D alles durchgemacht hat. Und zum Glück berichtet sie nur recht kurz über die medizinischen Experimente, die Monate lang an ihr verübt wurden. Ich hätte das nicht verkraftet, wenn es in die Details gegangen wäre...
Margot und ihre Familie hatten wirklich so viele Schutzengel, denn alle aus ihrem Bekannten- und Freundeskreis haben nicht überlebt.
Schön fand ich auch, dass man noch etwas über die Zeit nach dem Krieg erfährt, also wie es Margot da ergangen ist.

Meiner Meinung nach verdient es dieses Buch auf jeden Fall, dass man es liest und daher eine klare Empfehlung.
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5.0 von 5 Sternen Keine leichte Lektüre, 20. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Transportnummer VIII/1387 hat überlebt: Als Kind in Theresienstadt (Taschenbuch)
Ein Buch, dass gnadenlos von der Situation im 2. Weltkrieg erzählt. Das hat nichts mit romantischer Darstellung zu tun. Lässt sich aber gut lesen. Empfehle ich, weil es wichtig ist, sich mit unserer Geschichte auseinander zu setzten. Gerade darum, weil wir die Geschichte nur von Erzählungen her kennen.
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Transportnummer VIII/1387 hat überlebt: Als Kind in Theresienstadt
Transportnummer VIII/1387 hat überlebt: Als Kind in Theresienstadt von Margot Kleinberger (Taschenbuch - 1. April 2011)
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