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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es könnte ein verdammt guter Roman sein, ...
... wenn es nicht eine noch viel bessere ... ich zögere ... Ist es denn wirklich nur eine Reiseerzählung?

Hören wir erstmal ins Vorwort:

"Fröstelnd wachte ich vor Anbruch der Morgendämmerung auf. Mit den Beinen angelte ich nach dem Bettzeug, das ich vorher weggestrampelt hatte, als die tropische Nacht am schwülsten war...
Vor 10 Monaten von W. Mühlbauer veröffentlicht

versus
2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abenteuerlich
Tim Butcher hat meinen absoluten Respekt, daß er diese eigentlich nicht mögliche und sehr gefährliche Reise gemacht hat. Die wenigsten Kongolesen wissen irgend etwas über die Gegenden, durch die er gefahren ist.
Ich selbst (DE) wusste nicht, daß der Kongo so unerschlossen ist, und es teils auch nie war, und auch nicht, daß so viel von...
Veröffentlicht am 23. Mai 2012 von kimia


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es könnte ein verdammt guter Roman sein, ..., 8. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo (Taschenbuch)
... wenn es nicht eine noch viel bessere ... ich zögere ... Ist es denn wirklich nur eine Reiseerzählung?

Hören wir erstmal ins Vorwort:

"Fröstelnd wachte ich vor Anbruch der Morgendämmerung auf. Mit den Beinen angelte ich nach dem Bettzeug, das ich vorher weggestrampelt hatte, als die tropische Nacht am schwülsten war. Irgendwo draußen sangen afrikanische Stimmen zu dem Trommelrhythmus, doch meine Sicht war durchs Moskitonetz getrübt, und um mich herum nahm ich nur formlose Schatten wahr. Um sie nicht gegen mich aufzubringen, tastete ich langsam und vorsichtig nach dem um mein Knie zerknülltes Laken. Es roch nach meinem Nachtschweiß und nach Antiinsektenmittel, als ich es mir um die Schulter zog. Mir ging es eigentlich nicht um Wärme - ich brauchte Schutz. Draußen war der Kongo, und der jagte mir Angst ein."

Verwirrend hier schon der vermeintliche Anachronismus; wir denken, diese Zeilen entstammen der Feder Joseph Conrads (Herz der Finsternis,) oder wir lesen von Henry Morton Stanleys Zweiter Afrikaexpedition in den Jahren 1874–77.

Leider ist der Ost-Kongo in unserem Bewusstsein kaum noch präsent, vielleicht, weil medial nur wenig über ihn berichtet wurde und wird. Zwar gab es ein kurzes Aufflackern im Zusammenhang mit dem Genozid im Nachbarland Ruanda, wo 1994 innerhalb von nur 13 Wochen mehr als eine halbe Million Tutsi durch die Interahamwe (Hutu) bestialisch abgeschlachtet worden sind. Danach aber wurden die Nachrichten wieder dünn, der Krieg in Bosnien rückte in den Mittelpunkt des Zeitgeschehens.

Die Ostgebiete des damaligen Zaires waren schon vor dem Völkermord in Ruanda schwer zu bereisen (War in den 80er-Jahren drei Mal in dieser Ecke; Anm.d. Rezensenten). Die schlecht bezahlte Miliz war ihr eigener Staat im Staat; Korruption, Plünderungen, Vergewaltigungen und Mord waren an der Tagesordnung. Die Hauptstadt Kinshasa war gut 1600 Kilometer entfernt und damit der ohnehin nicht gewillte kontrollierende Arm zu kurz.

Nachdem im Sommer 1994 hundertausende der Schlächter aus Ruanda, die Hutus, in diese Region geflüchtet waren und versuchten, irgendwie zu überleben, dazu Miliz gegen Miliz kämpften, Krieger der Maji-Maji mit Macheten und Gewehren herumzogen, brutalst mordeten und schon mal mangels tierischem Fleich zu Kannibalen wurden, galt eines als unumstößlich: wer als Weißer auch nur einen Fuß auf diesen blutgetränkten Boden setzt, der spielt mit dem Leben.

Der Brite Tim Butcher, Jahrgang 1967, Kriegsberichterstatter und Afrikakorrespondent, tat es im Jahr 2004 dennoch, allen Warnungen zum Trotz. Und so lesen wir statt einer Fiktion einen ergreifenden Augenzeugenbericht, der uns bis zur letzten Zeile in seinem Bann hält.

»Erstklassig. Ein absolutes Meisterwerk.« John le Carré

Einzig schade ist, dass das im Piper Malik Verlag neu aufgelegte Buch ein in die Irre führendes Titelbild hat. Die Ufer des Kongos in sattem Grün, der Fluß leuchtend blau, darauf fett der gelbe Titel - sieht proper aus, fast wie ein Reiseführer. So farbenfroh zeigt sich der Kongo jedoch eher selten. Treffender ist da schon der Titel des Originals. Rot gefärbt von der untergehen Sonne erblicken wir den Blood River.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, gut, schockierend, 9. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo (Taschenbuch)
Sehr gutes Buch, habe es vor ein paar Monaten gelesen und ich muss sagen es beschäftigt mich immer noch...beschäftige mich viel mit Afrika durch mein Studium und das Bild welches Butcher vom Kongo aufzeigt ist dramatischer als ich es erwartet hätte. Besonders gut gefällt mir das er nicht einfach nur seine Reise erzählt sondern auch historisch die Kongoreise von Stanley, auf dessen Spuren er ja reist, mit in das Buch einbringt.

Einer der wichtigsten Punkte auf die Butcher nach seiner Reise kommt ist der, dass der Kongo eines der wenigen Länder ist die sich extrem zurückentwickelt haben und vor allem der Satz: "wie fliehen in den Busch" durchzieht seine gesamte Reise.
Wunderbares Buch, super erzählt, sehr spannend und sollte in keiner Sammlung fehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr fesselnd, 6. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo (Taschenbuch)
Seit ich das Buch gelesen habe, habe ich einen neuen Lieblingsautor. Es ist nicht nur spannend und deshalb sehr schnell gelesen-sondern Tim Butcher klärt den Leser auch sehr gut über die Kolonialverhältnisse, Ausbeutung, Sklaventum und Geschichte und den Raubbau mit den Rohstoffen auf. Der Leser lernt viel über den früheren und den heutigen Kongo. Eines meiner Lieblingsbücher.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Verlockungen der Fremden, 22. Dezember 2012
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo (Taschenbuch)
Inhalt:
Auf den Spuren der Entdecker des 19. Jahrhunderts folgt Tim Butcher dem zweitlängsten und wasserreichsten Strom Afrikas und schildert die blutige Geschichte des Kongo - eine Geschichte maßloser Ausbeutung und entsetzlicher Gräueltaten. Für seine abenteuerliche Reise nimmt der Autor zahlreiche Entbehrungen und Gefahren in Kauf und verwirklicht seinen großen Traum von der Erkundung des Kongo im 21. Jahrhundert. Nichts ist einfacher als zu Zeiten der Expeditionen von Livingstone oder Stanley und der Kolonisierung durch die Belgier. Wo es im 20. Jahrhundert eine funktionierende Infrastruktur gab, ist heute kein sicherer und unkomplizierter Transport mehr möglich. Der Kongo hat die modernen Zeiten bereits hinter sich gebracht - 'Großväter kannten die Moderne besser als ihre Enkel'.

Mein Eindruck:
Neben historischen Fakten und detailreichen Beschreibungen von politischen und gesellschaftlichen Hintergründen entwirft der Autor ein faszinierendes Bild eines Landes, das in völliger Anarchie versunken ist, in dem nichts mehr funktioniert, in dem einzig Gewalt und Korruption blühen und fortbestehen.
'Blood River' liest sich spannend und unterhaltsam wie ein Roman, ist jedoch sehr viel mehr - ein packender Tatsachenbericht, eine Reisebeschreibung, ein Wiederaufleben des kolonialen Kongo, eine Einführung in politische Zusammenhänge und letztendlich ein Armutszeugnis für die westliche Welt.

Mein Resümee:
'Blood River' nimmt den Leser mit auf eine Reise ins Herz der Finsternis. Man nimmt die Schwüle, den Schmutz, die Gefahr förmlich wahr, spürt die Verzweiflung, die Ohnmacht, die Einsamkeit und die Hoffnungslosigkeit.
Ein großartiger Beitrag zu einem reichen Land, das dennoch zu einem der ärmsten Staaten der Welt gehört. Eine Reise an einen Ort, den die Welt bereits vergessen hat.

Literaturempfehlungen:
Beim Thema 'Kongo' darf eine Empfehlung von Conrads 'Herz der Finsternis' selbstverständlich nicht fehlen.
Wen das Thema der Kolonisierung und der Verbrechen der Europäer interessiert, sollte 'Durch das Herz der Finsternis' von Sven Lindqvist lesen.
Wer mehr über Entdeckungsreisen in Afrika erfahren möchte, dem sei 'Reisen ins innerste Afrika 1795 - 1806' von Mungo Park ans Herz gelegt. Mungo Parks Reisen dienten auch als Vorlage für T.C. Boyles 'Wassermusik'.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesenswert!, 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo (Taschenbuch)
Jedem an Zentralafrika Interessierten dringendst zu empfehlen! Flüssig, informativ und spannend geschrieben, ohne als Thriller o.ä. daherkommen zu wollen. Nicht zu lang, nicht zu kurz oder oberflächlich, nicht sensationslüstern, aber so unmittelbar lebensnah, dass man die feuchte Hitze zu spüren und den Verfall zu sehen meint.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen super spannend, 14. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo (Taschenbuch)
voll interessant und spannend, mich hat der historishce verweis oder rückblick manchmal gelangweilt, aber ansonsten kann man sich kaum vorstellen, solch eine abenetuerliche reise durchzuführen. schon allein die vorbereitungszeit, planung und die reaktioen der leute, die von dieser geplanten reise erfahren sind lesenswert. ein plan und eine reise für das leben, mehr mut und abenteuer geht nicht.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In das Herz der Finsternis, 9. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo (Taschenbuch)
Ein atemberaubender Reisebericht aus dem Schwarzen Herz Afrikas,Hut ab vor dem Autor der sich in das Chaos Kongo gewagt hat mit Motorrad per Kanu,Schiff,Auto und zu Fuß.Eine Erschütternde Bestandsaufnahme aus einem der Rohstoffreichsten,Fruchtbarsten,Wasserreichsten und doch ärmsten Landes in Afrika,Butcher reist auf den Spuren des schottischen Entdeckers Stanley durch Kongolesische Provinzen in denen sich selbst schwer bewaffnete Fremdenlegionäre oder UN Truppen nur per Hubschrauber bewegen und die Städte nicht verlassen das heißt was von den ehemaligen Städten gebaut nach europäischen Standard durch die Belgische Kolonial Macht noch übrig ist.
Verzweifelt klammern sich Kongolesen noch an Überbleibsel der alten Ordnung wie ein alter Bahnhofsvorsteher an seine alte Mütze die an seine ehemalige Autorität erinnert an einem zerfallenen Bahnhof mitten im Urwald an dem seit 30 Jahren kein Zug mehr durchgekommen ist.Es sind Geschichte wie diese die sich in einem weiteren gescheiterten Staat abspielen und man sich fragt ob es noch Hoffnung in Afrika gibt.
Der Alltägliche Überlebenskampf und Chaos im Kongo werden eindrücklich und aus verschiedenen Perspektiven geschildert,leider fehlt dem Buch etwas "Feuer" und wird teilweise langatmig deshalb nur 4 Sterne.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abenteuerlich, 23. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo (Taschenbuch)
Tim Butcher hat meinen absoluten Respekt, daß er diese eigentlich nicht mögliche und sehr gefährliche Reise gemacht hat. Die wenigsten Kongolesen wissen irgend etwas über die Gegenden, durch die er gefahren ist.
Ich selbst (DE) wusste nicht, daß der Kongo so unerschlossen ist, und es teils auch nie war, und auch nicht, daß so viel von den Belgiern Erschlossenes kaputtgegangen ist.

Jedenfalls war es sehr abenteuerlich.

Am besten fand ich die Literaturhinweise auf die "Giftholzbibel" von Barbara Kingsolver und auf den Reiseführer Belgisch Kongo.

Seele oder Feuer oder so hat das Buch leider nicht, und sowas wie Hintergrundwissen auch nicht.
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4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Reise auf der eigentlich nix passiert..., 10. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo (Taschenbuch)
Das Problem an dem Reisebericht ist, dass es nicht viel zu erzählen gibt. Nach der Hälfte des Buches kommt Tim Butcher erst am Kongo Fluss an. Bis dahin wird nur von der Reisevorbereitung und den historischen Fakten berichtet. Das spannendste sind eigentlich die Zitate aus Stanleys Tagebuch - auf dessen Spuren Butcher reist. Würde man diese weglassen und auch auf die Kolonialzeit Verweise verzichten, hätte das Buch keine 100 Seiten. Es wird oft und viel angedeutet was alles hätte passien können aber nun mal nicht passiert ist. Auf Dauer etwas quälend. Also entweder ist Tim Butcher ein schlechter Erzähler oder ausser Dschungel und korrupte Menschen in einem zerstörten und desillusionierten Land ist nix gewesen. Für diese Erkenntnis muss ich nicht dieses Buch lesen - da brauche ich nur die Nachrichten anzuschalten.
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Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo
Blood River: Meine Reise ins dunkle Herz des Kongo von Tim Butcher (Taschenbuch - 1. November 2010)
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