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41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer bin ich?
Eine junge Frau findet sich auf einem Friedhof wieder, hat keine Ahnung, wer sie ist oder wohin sie gehört. Ein netter Polizist, dem sie sofort völlig vertraut hilft ihr, bis sie ihr Ehemann abholt... dieser Ehemann ist der Filmstar Alex Rivers. Komischerweise hat sie bei diesem Ehemann kein so vertrautes Gefühl, wie bei Will, dem Polizisten, der ihr...
Veröffentlicht am 24. März 2003 von Diana

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein Jodi Picoult Roman anderer Art
Dieses Buch war mein drittes von Jodi Picoult und es gefiel mir nur mäßig. Es ist sehr langatmig geschrieben und nicht so spannend wie andere Bücher von ihr. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut doch nicht das gelesen was ich eigentlich erwartet habe. Man wartet das die Handlung weiter geht und sich etwas ändert, doch das geschieht nicht. Das...
Veröffentlicht am 30. Juli 2011 von VictoriaH


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41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer bin ich?, 24. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Auf den zweiten Blick: Roman (Taschenbuch)
Eine junge Frau findet sich auf einem Friedhof wieder, hat keine Ahnung, wer sie ist oder wohin sie gehört. Ein netter Polizist, dem sie sofort völlig vertraut hilft ihr, bis sie ihr Ehemann abholt... dieser Ehemann ist der Filmstar Alex Rivers. Komischerweise hat sie bei diesem Ehemann kein so vertrautes Gefühl, wie bei Will, dem Polizisten, der ihr offensichtlich fremd ist.
Sie ist erstaunt über den Luxus, den sie gehabt haben muss und gewöhnt sich langsam ein. Darüber, dass sie weggelaufen sein soll, denkt sie zwar nach, sie kann sich aber den Grund nicht vorstellen. Alex Rivers ist ein perfekter Ehemann, sie vergöttert ihn und er liebt sie offenbar auch aus vollem Herzen.
Im Laufe der Zeit bröckelt die perfekte Ehe allerdings und Schritt für Schritt erinnert sie sich an den Grund ihrer Flucht.
"Auf den zweiten Blick" ist ein Roman, der berührt, der beide Seiten zeigt (die von Alex, aber auch ihre), der Verständnis für beide Seiten weckt und der am Ende zwar die einzig mögliche Lösung beinhält, die aber trotzdem traurig ist.
"Auf den zweiten Blick" ist ein Buch, das nicht nur schwarz-weiß zeichnet, sondern verschiedene Grauschattierungen offen läßt. Dem Leser wird klar, dass man nicht einfach verurteilen kann, sondern dass man alles auch von zwei Seiten betrachten muss.
Jodi Picoult schreibt spannend, einfühlend, interessant. Ein Buch, das wirklich lesenswert ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf den zweiten Blick, 9. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Auf den zweiten Blick: Roman (Taschenbuch)
Als Cassie aufwacht, findet sie sich auf einem Friedhof wieder und weiß nicht, wie sie dorthin gelangt ist. Doch das ist nicht das einzige, das sie nicht weiß. Kurze Zeit später stellt sie fest, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat. Nach Hilfe suchend läuft sie dem Polizisten William über den Weg und kurz darauf steht Cassie ihrem Ehemann Alex gegenüber. Alles scheint wieder in Ordnung, doch dann kehren langsam die Erinnerungen wieder zurück.

Wieder einmal führt uns Jodi Picoult mit ihrem Roman "Auf den zweiten Blick" in eine fremde Welt: Die Welt der Indianer. William Flying Horse ist Polizist mit einer indianischen Vergangenheit, die er vergessen will. Er trifft auf Cassie, die genau das hat: ihre Vergangenheit vergessen. Dieser Kontrast ist Ausgangspunkt für eine außergewöhnliche Chemie zwischen den beiden Charakteren, die allerdings leider nicht für das gesamte Buch anhält. Stattdessen rückt Alex Rivers in den Vordergrund, ein vielschichtiger und facettenreicher Charakter, der nicht ganz zu durchschauen ist. Durch ihn und die vergessenen Erinnerungen entsteht die für Jodi Picoult typische, unterschwellige Spannung, die sich über das gesamte Buch hinweg zieht. Auch von Picoults eigener, sehr metaphorischer Sprache, die man auch in ihren anderen Romanen findet, wird man in "Auf den zweiten Blick" nicht enttäuscht.
Tatsächlich lässt sich aufgrund des Klappentextes auch inhaltlich zunächst weniger erwarten, aber sicher nicht eine so komplexe und alles andere als plumpe Geschichte, die ein Thema abhandelt, das gerade erst an die Öffentlichkeit gelangt. Picoult beschreibt mit ihrer gewohnten Präzision die verschiedenen Facetten häuslicher Gewalt, ohne dabei in Stereotypen oder Klischees zu verfallen und wird damit dem sehr ernsten Thema durchaus gerecht. Gleichzeitig zeigt sie dem Leser die krummen und verworrenen Wege auf, die Liebe manchmal gehen und rechtfertigen kann, in einer Person: Cassie. Auch wenn man sie nicht immer versteht und ihre Handlungen nachvollziehen kann, entwickelt man dennoch Sympathie und Mitgefühl für sie. Und obwohl Alex in gewissem Sinne wohl der "Bösewicht" sein sollte, schafft Picoult es, eine objektive Sicht auf das Thema zu behalten, so dass auch für Alex so etwas wie Mitgefühl und Verständnis möglich ist und man erst so die Komplexität dieses Themas begreift. Auch vom Ende wird der Picoult-Fan nicht enttäuscht, denn wieder einmal ist es kein Happy-Hollywood-End, sondern ein realistisches, dem Thema und der Geschichte angemessenes Ende.
Im Zuge der Geschichte lernt man quasi "ganz nebenbei" die Welt der Indianer kennen und entwickelt Verständnis für die außergewöhnliche Lebensweise eines außergewöhnlichen Volkes.

Insgesamt ein sehr schönes, anrührendes Buch, das gerade durch die Komplexität des Themas und die vielen Kleinigkeiten, wie beispielsweise die Indianerlegenden, überrascht, bezaubert und nachdenklich stimmt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Cassie und ihr Ehemann, 25. Oktober 2008
Von 
Bibi Wenzel (MKK, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Auf den zweiten Blick: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch war mein erstes Jodi Picoult-Buch und ich bin total begeistert, gestern konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich war total gebannt von der spannenden Geschichte. Cassie wird von einem Polizisten aufgegriffen, sie weiß nicht mehr wer sie ist, was sie macht, wo sie lebt. Der Polizist nimmt sie mit zu sich und veröffentlicht ein Bild in einer renommierten Tageszeitung, daraufhin meldet sich der Ehemann der Amnesiepatientin, er ist DER Topfilmstar Hollywoods und kümmert sich aufopfernd um seine Frau. Cassie selbst staunt über den Luxus, in dem sie leben, arbeitet aber auch weiterhin als renommierte Anthropologin an der Uni. Nach und nach merkt sie aber, dass sie eigentlich in einem goldenen Käfig sitzt und stellt fest, dass nicht alles Gold ist, was glänzt...

In einer Amazon-Bewertung steht, "Ich hoffe, daß keine Frau, die von ihrem Partner Gewalt erfährt, dieses Buch liest", dem möchte ich widersprechen, denn ich glaube, dass sich jede geschlagene Frau darin wiederfindet und aus diesem Buch Wut und daraus wieder Kraft entwickeln kann!

Mir persönlich hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, jetzt kann ich auch verstehen, warum hier alle so begeistert von Jodi Picoult sind und es wird auch nicht mein letztes Buch von ihr gewesen sein. Der Schreibstil ist toll, die Geschichte war sehr spannend und auch sehr realistisch.
Besonders faszinierend fand ich die Anfänge der Buchteile, an denen jeweils eine alte Indianersage erzählt wurde (der Polizist, der Cassie aufgreift, ist Indianer)!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das unter die Haut geht!!!, 9. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Auf den zweiten Blick: Roman (Taschenbuch)
Dies war mein erster Roman von Jodi Picoult und ich habe ihn an einem Tag gelesen, so gefesselt hat er mich!
Cassie, die auf einem Friedhof aufwacht und sich an nichts mehr erinnert, ist die eigentliche Hauptfigur dieses Buches. Schritt für Schritt erinnert sie sich wieder, warum sie vor ihrem Ehemann, Alex, geflüchtet ist und der Leser erhält langsam Einblicke in das, was Cassie erleiden musste. Doch "auf den zweiten Blick" lässt auch die andere Seite, nämlich die von Alex, sehen und auch berühren. Man empfindet beim Lesen zeitweise Hass auf ihn, aber auch etwas wie Verständnis. Das Ende ist recht traurig, aber die einzige Möglichkeit für Cassie.
Mich hat dieses Buch sehr berührt, es ging mir richtig an die "Nieren", was natürlich Jodi Picoults Schreibweise gebührt!
Es ist jedem zu empfehlen!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein Jodi Picoult Roman anderer Art, 30. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Auf den zweiten Blick: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch war mein drittes von Jodi Picoult und es gefiel mir nur mäßig. Es ist sehr langatmig geschrieben und nicht so spannend wie andere Bücher von ihr. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut doch nicht das gelesen was ich eigentlich erwartet habe. Man wartet das die Handlung weiter geht und sich etwas ändert, doch das geschieht nicht. Das Ende ist sehr hervorsehbar. Ich bereue es nicht dieses Buch gelesen zu haben, da dadurch andere besser wirken und auch sind. Man kann sich nicht wirklich in die Person Cassie hineinversetzten, da sie manchmal komische Handlungen macht. Alex Rivers ihr Ehemann wird mit der Zeit sehr unsympatisch und bis ans Ende hin beginnt man ihn fast schon zu hassen. Ich verstehe nicht das man so egoistisch sein kann und das seiner Frau antut, denn man so "krank" ist wie er, würde ich nicht jemanden schon fast dazu zwingen bei einem zu wohnen.
Ich habe das Buch schnell gelesen. Wie gesagt es hat mir so mittelmäßig gefallen und es gibt eindeutig bessere Bücher von ihr, damit will ich jedoch auf keinen Fall sagen, dass dies ein schlechtes Buch ist. Für Jodi Picoult Leser trotzdem empfehelnswert!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergangenheitsbewältigung, 28. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Auf den zweiten Blick: Roman (Taschenbuch)
Cassie schlägt ihre Augen auf und findet sich auf dem Friedhof wieder. Der junge Polizist Will nimmt sich ihrer an, bis der Ehemann auftaucht. Cassie taucht in ihr altes Leben ein und alle vergangenen Erlebnisse tauchen schemenhaft vor ihrem geistigen Auge auf. Sie erlebt alles noch einmal, aber diesmal mit dem objektiven Blick eines Betrachters von außen. Wer ist sie und wo kommt sie her? Langsam findet sie eine Antwort auf all diese Fragen und sie entdeckt noch andere Sachen...
Auch am Leben samt seinen Problemen von Will und Alex darf der Leser teilhaben. Er darf beurteilen und verurteilen oder auch verstehen... bis zu einem nicht ganz eindeutigem Ende!
Einfach lesen und eintauchen in die Welt der drei Hauptfiguren!
Eine typisch spannende Picoult-Geschichte, die entführt und fesselt bis zur letzten Seite.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, 28. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Auf den zweiten Blick: Roman (Taschenbuch)
“The first thing the groundskeeper saw when he went to tend to the small cemetery
behind St. Sebastian’s was the body that someone had forgotten to bury.”

Will, Halbindianer und Polizist in LA, findet eine verletzte, junge Frau, die ohne Gedächtnis auf einem Friedhof aufgewacht ist. Sie weiß nicht wer sie ist, wie sie auf den Friedhof gekommen ist und was mit ihr passiert ist. Will nimmt sie erstmal bei sich auf und veröffentlicht eine Suchanzeige, auf die sich der angebliche Ehemann von Cassie meldet, Alex Rivers, erfolgreicher und berühmter Schauspieler. Bei ihm scheint Cassies Leben perfekt zu sein, sie leben in einem großen Haus, mit Angestellten und allem Luxus. Alex kümmert sich liebevoll um sie und scheint der perfekte Ehemann zu sein.
Doch dann beginnt Cassie sich zu erinnern und die Fassade der Perfektheit zu bröckeln. Sie befindet sich in tödlicher Gefahr, aus der sie sich nur befreien kann, wenn sie sich selbst überwindet.

Ich wollte schon immer ein Buch von Jodi Picoult lesen, mit diesem Buch hatte ich nun ein etwas älteres erwischt, es wurde bereits 1995 veröffentlicht, hat aber bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Jodi Picoult versteht es meisterhaft Themen die in der Gesellschaft polarisieren oder einen gewissen Brennpunkt besitzen in ihren Büchern aufzugreifen. Sei es Homosexualität, Organspende, oder Minderheiten wie die Amish People. Welches Thema “Picture Perfect” behandelt verrate ich jetzt aber nicht :) Aber ich kann sagen, es ist heftig und mir stockte beim Lesen der Atem. Die Kurzbeschreibung klang schon richtig interessant und wie sich das Buch dann entwickelte hätte ich nicht vorher gesehen. Es bleibt spannend bis zur letzten Seite, weil man bis zum Ende mitfiebert, ob Cassie die richtige Entscheidung trifft. Es fällt mir jetzt ein bisschen schwer über das Buch zu schreiben, weil man so schnell Gefahr läuft etwas zu verraten… In der Mitte ungefähr musste ich das Buch mal weglegen, weil mir das einfach zu langatmig war. Da folgen so viele Erinnerungen aufeinander, das man schon gar nicht mehr mitkommt, in welcher zeitlichen Reihenfolge die Erinnerungen stattfinden. Aber das Thema ließ mich nicht los, daher musste ich doch weiterlesen. Das Ende lässt einen ein bisschen unbefriedigt zurück, da man gerne noch wissen mächte, wie es mit Will weitergeht, aber die Entscheidung, die Cassie trifft, ist meiner Meinung nach die richtige. Cassie ist ein Mensch, in den man sich leicht reinversetzen kann und dadurch ihre Handlungsweisen verstehen kann, was für dieses Buch wirklich wichtig ist. Anfangs bringt man Alex noch Sympathie entgegen, das schlägt gegen Ende aber in richtigen Hass um. Die ganze Geschichte geht einem schon ganz schön unter die Haut.

Ein Buch, das einem zeigt, wie verletzend Liebe sein kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Geschichte mit einem kleinen Manko, 6. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Auf den zweiten Blick (Broschiert)
Ich bin eine sehr großer Fan von Jodi Picoult, sie schreibt tolle Geschichten. Ich konnte mich wie immer sehr in ihre Charaktere hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Ein gutes Buch ist für mich, wenn ich tagsüber darüber nachdenke, wie es wohl weitergeht und mich schon auf den Abend mit meinem Buch im Bett freue. Ich gebe aber "nur" vier Sterne, da der Schluss für mich sehr abrupt kam und ich noch gerne erfahren hätte, wie es weitergeht. Schade!
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3.0 von 5 Sternen Gute Darstellung eines wichtigen Themas, 27. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Auf den zweiten Blick: Roman (Taschenbuch)
Will, ein Indianer, der versucht, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und als Polizist Fuß zu fassen, stößt in „Auf den zweiten Blick“ auf eine Frau, die keine Ahnung hat, wer sie ist und was sie auf dem Friedhof macht, auf dem Will sie aufgabelt. Sofort vertraut sie ihm – ganz im Gegensatz zu ihrem Ehemann, den sie kurze Zeit später über ein veröffentlichtes Foto von ihr finden. Die Unbekannte heißt Cassie, ist Anthropologin und mit Alex verheiratet, einem berühmten Schauspieler, der sie abholt und in seine luxuriöse Welt entführt. Sie weiß außer dem, was er ihr erzählt, noch nichts aus ihrem Leben. Doch irgendetwas brodelt da unter der Oberfläche – und sie kommt der beängstigenden Wahrheit immer näher…

Wie immer hat sich Jodi Picoult ein Thema ausgesucht, das sehr brisant ist und niemanden unberührt lässt. Die Szenen, in denen es um eben diese Thematik geht, sind sehr berührend und man empfindet Mitleid – manchmal mit Cassie, manchmal auch zusätzlich mit Alex. Die Autorin schafft es immer wieder, dass man zwischen dem Guten und Bösen schwankt, dass man nicht endgültig urteilt, sondern stets noch einmal darüber nachdenkt. Diese Passagen sind sehr glaubwürdig und gut dargestellt, finde ich.

Alle Bücher, die ich bisher von Jodi Picoult verschlungen habe, waren spannend geschrieben, mitreißend und ließen mich nicht mehr los. Auch hier ist das zeitweise ganz klar der Fall gewesen. Allerdings gab es auch Stellen, die mich nicht so gepackt haben, z.B. empfand ich die Indianer-Geschichten als langatmig und nicht so interessant. Das ist aber sicher Geschmackssache. Auch dass das Ganze vor einem so pompösen Hintergrund spielt, hat mich gestört, obwohl es sicher auch zeigen soll, dass es eben überall passieren kann, gerade in solchen Familien, in denen man es nicht erwartet. Alle Figuren haben einen ähnlichen Hintergrund, sowohl Cassie, die Protagonistin, als auch Conner, ihr Jugendfreund, der immer wieder eine Rolle spielt, ebenso Alex, der Star. Allesamt sind geprägt durch eine schwere Kindheit. Dann ist da noch Ophelia, die beste und einzige Freundin von Cassie. Sie ist schwer einzuschätzen und immer irgendetwas zwischen extrem nervig und undurchschaubar. Ich weiß auch nicht, ich wurde aus ihr nicht schlau, ich hätte sie wahrscheinlich einfach als oberflächlich abgestempelt, aber Cassie geht es anders, was auch an Cassies „Helfersyndrom“ liegen könnte, das sich so durch ihr Leben schlängelt. Und Will, der Polizist, hat auch eine Vergangenheit, die er am liebsten abschütteln möchte. Es gab keine „normale“ Person, niemanden, auf den näher eingegangen worden wäre und mit dem man sich hätte identifizieren können. Nada. Vielleicht wäre ja ein bisschen weniger hier mehr gewesen.
Alles in allem hat mich immer irgendetwas gestört, das fing schon bei der Kennenlern-Story an, die mir einfach unglaubwürdig vorkam. Auch dass zunächst alles immer beim Alten bleibt, ist so frustrierend. Natürlich ist das realistisch, leider, aber man möchte irgendwann einfach nur noch Cassie nehmen, schütteln und zur Besinnung bringen. Sie versucht aber immer wieder, dem Leser begreiflich zu machen, was sie dazu bringt, stark zu bleiben, weiterzumachen. Und dann ist da noch das abrupte Ende. Ich hätte mich zumindest noch über ein „1 Monat später“-Kapitel o.ä. gefreut.

Es ist eine absolute Premiere, dass ich so vieles an einem Roman von Picoult auszusetzen habe. Er war aber nicht insgesamt schlecht. Gewohnt gut geschrieben, ist er im Nu ausgelesen. Auch das Thema ist wichtig und ich finde es toll, dass sich die Autorin diesem angenommen hat. Trotzdem konnte mich „Die Macht des Zweifels“ nicht so überzeugen wie die anderen Bücher, die ich von ihr kenne.
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4.0 von 5 Sternen Gutes Buch von Jodi Picoult, aber nicht ihr bestes, 9. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Auf den zweiten Blick: Roman (Taschenbuch)
Ich finde die Bücher von Jodi Picoult so anziehend, weil sie sich mit Themen befassen, die von der Gesellschaft oft wenig oder gar nicht behandelt oder nur sehr einseitig betrachtet werden.
So auch in diesem Werk. Ich habe das Buch sehr zügig gelesen und fand es wie immer sehr spannend. Doch teilweise kommen mir die Charaktere etwas zu überspitzt vor und das Setting (wohlhabender Mann, Hollywood etc.) ist teilweise Schönfärberei. Ich denke, hätte die Story in einer mittelständischen Familie gespielt, hätte auch aus den Charakteren mehr herausgeholt werden können.
Teilweise konnte ich die Denk- und Handlungsweisen der Protagonistin nicht vollständig nachempfinden, was mir sonst bei anderen Picoult-Büchern sehr gut gelungen ist.
Aber alles in allem ein gutes Buch und dafür gibt es 4 Sterne!
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Auf den zweiten Blick: Roman
Auf den zweiten Blick: Roman von Jodi Picoult (Taschenbuch - 1. Mai 2009)
EUR 9,99
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