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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Favorit für den Titel "Lieblingsbuch 2010"
Hat noch niemand dieses fantastische Buch gelesen, oder warum gibt es hier nur eine andere Rezension bisher?

Charles Carillo hat mit "Sag bloss Mama nichts davon" einen perfekten Familienroman abgeliefert!
Emotional, anrührend, tragisch und doch humorvoll und mit einer Prise Sentimentalität - die perfekte Mischung eben.

Sammy Sullivan...
Veröffentlicht am 12. April 2010 von Christof Bente

versus
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3.0 von 5 Sternen Nicht so meins
Nicht schlecht, aber auch nicht so toll. Habe mehr erwartet. Ich weiß nicht, was ich noch schreiben soll, mir fällt nichts ein...
Vor 5 Monaten von Susanne Haack veröffentlicht


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Favorit für den Titel "Lieblingsbuch 2010", 12. April 2010
Von 
Christof Bente "cbente" (Sprockhövel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Hat noch niemand dieses fantastische Buch gelesen, oder warum gibt es hier nur eine andere Rezension bisher?

Charles Carillo hat mit "Sag bloss Mama nichts davon" einen perfekten Familienroman abgeliefert!
Emotional, anrührend, tragisch und doch humorvoll und mit einer Prise Sentimentalität - die perfekte Mischung eben.

Sammy Sullivan bekommt einen Anruf von der Schule seines 17-jährigen Sohnes. Einen Anruf, der sein Leben, und damit auch das Leben um ihn herum stark verändern wird. Es beginnt eine Reise zu Sammys eigenen Wurzeln, aber auch das Leben von Sohnemann Jake wird durcheinandergewirbelt. Beide erleben bei einem "Vater-Sohn-Wochenende" einen Tripp in die emotionalen Tiefen des jeweils Anderen und auch in die Vergangenheit.

Selten habe ich eine "ganz normale Familiengeschichte" gelesen, die so sensationell dicht geschrieben, emotional berührend und trotzdem extrem unterhaltsam ist. Starke Charakterköpfe, die alle ihren eigenen Weg gegangen sind, launige Begegnungen aus Gegenwart und Vergangenheit, Carillo hält den Leser bei der Stange.

Einfach ein wundervolles Buch für Väter, Söhne und Großväter - aber auch für jede(n) Andere(n), der Familiengeschichten mit emotionalem Tiefgang und der richtigen Portion Humor mag.

Absolute Leseempfehlung!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein liebenswertes Vater-Sohn-Gespann!, 29. Oktober 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sag bloß Mama nichts davon: Roman (Taschenbuch)
Dieser Roman ist eine gelungene Mischung aus guter Unterhaltungsliteratur und einer bewegenden Geschichte mit Tiefgang - um ehrlich zu sein, mehr Tiefgang, als ich erwartet hatte. Der deutsche Titel und das Cover lassen einen eher eine flockige Familiengeschichte erahnen, in der Vater und Sohn sich gegen die Mutter verbünden, weil sie beide was ausgefressen haben. Aber ganz so ist es dann doch nicht. Sicher, Jake ist von der Schule geflogen und am selben Tag verliert Sammy seinen Job, doch von einem "Sag bloß der Mama nichts!" kann nicht die Rede sein. Doris, Jakes Mutter und Sammys geschiedene Ehefrau, ist das Wochenende über verreist und so entscheiden Vater und Sohn, ihr die Hiobsbotschaft erst zu überbringen, wenn sie ihr in die Augen schauen können. Das Wochenende gönnen sie sich als kleine Galgenfrist. Doch es wird kein gewöhnliches Wochenende, denn aus einer Laune heraus schlägt Sammy seinem Sohn vor, dass sie das ganze Wochenende ehrlich zueinander sein und immer die Wahrheit sagen wollen - schließlich will Sammy seinen 17-jährigen Sohn, der gerade wegen eines Aufsatzes von der Schule geflogen ist, endlich besser kennenlernen, wieder ein Teil seines Lebens sein. Doch sein eigenes Angebot wendet sich gegen ihn, denn Jake nutzt das Wahrheitsgelübde dazu aus, endlich mehr über seinen Vater, seine Kindheit und seine Eltern zu erfahren. Dabei bohrt er so lange, bis Sammy seinen Widerstand aufgibt und seinem Sohn erzählt, wie er zu dem einsamen Zyniker werden konnte, der niemanden zu lieben vermag außer seinen Sohn.

Die Lektüre dieses Romans hat mir einfach nur Spaß gemacht. Er liest sich mühelos runter, was absolut nicht negativ gemeint ist. Carillo hat einen lockeren Schreibstil - er hängt sich nicht an komplizierten Sprachkonstrukten auf und verleiht seiner Geschichte einen leichten Ton, was ihn aber nicht davon abhält, wahre Schicksale zu beschreiben.
Dabei sind ihm mit Sammy und Jake besonders liebenswerte Protagonisten gelungen: der eine ein vom Leben enttäuschter Zyniker mit großem Herzen und tief sitzenden Verletzungen, der seinen Sohn jedoch über alles liebt, und der andere ein für sein Alter erstaunlich reifer und sanfter Junge, der mehr vom Leben versteht, als man es von einem Siebzehnjährigen erwarten kann.
Eine schöne Vater-Sohn-Geschichte, die immer für kleine Überraschungen gut ist und ein gutes Gefühl hinterlässt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Vater-Sohn Geschichte, 3. April 2011
Es ist die Geschichte von Samuel, der nach einem Anruf vom Schuldirektor der Schule seines fast erwachsenen Sohnes, seinen Job verliert. Und die Geschichte seines Sohnes Jake, der nach einem Aufsatz, der es in sich hat, von der Schule fliegt. Beide fliegen an einem Tag also aus Job und Schule. Es beginnt ein gemeinsames Wochenende und eine Reise in die Vergangenheit. Samuel und Jakes Mutter sind seit Jahren schon geschieden, waren nie ein gutes Paar und haben nur geheiratet, weil Jake unterwegs war. Jake wächst bei seiner Mutter auf und sieht seinen Vater nur zu den wenigen Zeiten, wie es einem geschiedenen Vater so ergeht. Sie wissen wenig übereinander und das soll sich an diesem Wochenende ändern, denn sie besuchen Samuels Vergangenheit, die Stätten seiner Jugend und anhand dieser erzählt er von seiner Kindheit. Von seiner tiefreligiösen Mutter, die früh an an einem Herzinfakt stirbt. Von der Nacht als er seine Unschuld verlor. Sie treffen Menschen aus Samuels Kindheit und Jugend und vor allem auch seinen Vater, der nicht wie immer von ihm erzählt tot ist, sondern sehr lebendig noch immer in dem Haus lebt, in dem Samuel aufgewachsen ist. Und so wachsen 3 Generationen zusammen, lernen sich kennen und bewältigen gemeinsam ihre Vergangenheit, um ein neues Leben zu beginnen.
Ein sehr warmherziges Buch und wenn man die Autorenvita liest, kann man sich vorstellen, dass ein bißchen autobiografisches darin liegt. Ein völlig unterbewertetes Buch, das in seinem Erscheinungsjahr unterging, vielleicht auch wegen des wirklich schlechten Titels und fast genauso schlimmen Covers.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vater und Sohn, 3. August 2010
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
"Ich denke an meine eigenen Flügel, meine geistigen Flügel, und frage mich, was mit ihnen geschehen ist. Eines Tages dreht man sich um, schaut auf seine Schultern und stellt fest, dass sie gestutzt worden sind, bevor man die Chance hatte, sie auszubreiten. Es gibt viele Dinge, die ich in meinem Leben nicht getan habe und die ich nie mehr tun werde. Aber vielleicht wird Jake es anders machen. Das ist alles, was ich hoffen kann."
(Zitat, Kapitel 8, Seite 113/114)

An einem Freitagnachmittag verändert sich das Leben von Samuel Sullivan und von dessen Sohn, Jake, auf ungewöhnliche Weise. Sam verliert völlig unerwartet seinen Job, weil er zu einem dringenden Gespräch in der Schule seines Sprösslings gebeten wird. Ein politisch wenig korrekter, aber dafür ziemlich ehrlicher Aufsatz von Jake sorgt bei der Direktion für Aufruhr. Bald stehen Sam und Jake vor dem Schulgebäude: Der Vater arbeitslos, der Sohn von der Schule geflogen und die ahnungslose Mutter auf einem Wochenendtrip. Daraufhin entscheiden die beiden, sich einmal besser kennenzulernen und sich ein Wochenende lang nur die Wahrheit zu sagen. Es sollen bedeutungsvolle Tage für die beiden Helden werden und ein neues Licht auf die unterschätzte Vater-Sohn-Beziehung werfen.

Samuel fährt mit seinem Sohn an den Ort, an dem er aufgewachsen ist. Mit voller Wucht holt ihn dort seine Vergangenheit ein: die schwierige Kindheit mit der strenggläubigen Mutter und dem trink- und schlagkräftigen Vater, seine Erfahrungen als Pizzakurier und sein erstes Mal mit einer dreißig Jahre älteren Frau. Jake möchte von seinem Vater alles wissen und so erfährt er schließlich, dass sein Großvater noch am Leben ist und besucht werden kann. Großvater Danny, der in seiner Jugend bei der Navy gedient hat, ist immer noch erstaunlich fit und überredet die unerwarteten Gäste, Steine für seinen neuen Kopfsteinpflasterweg im nahe gelegenen Fluss zu bergen bzw. zu stehlen. Aber auch Danny hört sich mit Interesse die Kindheitsgeschichten seines Sohnes an. Sam bemerkt, dass sich unmerklich ein Muster in den Generationen überholt, denn auch er hat eine von ihm schwangere Frau geheiratet, obwohl er sie nicht liebte und beide haben einen Sohn bekommen. Nun ist es an Jake, seine Sterne neu zu ordnen. Nachdem er nun seine Wurzeln erforscht hat, macht sich der junge Mann Gedanken um seine Zukunft. Doch seine Pläne sollen nicht nur die bisher ahnungslose und ehrgeizige Mutter Doris überraschen, auch Sam wird durch die Entscheidung seines Sohnes mehr als überrascht.

Charles Carillo hat einen sehr warmherzigen und ansprechenden Roman über eine Vater-Sohn-Beziehung geschrieben, die mit einer gesunden Brise Humor gewürzt ist. Der Aussage auf dem Buchdeckel, dass dieser perfekte Roman für alle Frauen geeignet ist, die immer schon wussten, dass ihre Männer ganz anders sind, ist allerdings etwas reißerisch oder zumindest fragwürdig. Nein, diese Geschichte ist für Frauen und Männer lesenswert und unterhaltsam und bietet gefühlvolle Szenen mitten aus dem Leben, die weder seicht noch übertrieben wirken.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Road-Movie, Männerbuch, Familiengeschichte, 22. Dezember 2009
SAG BLOSS MAMA NICHTS DAVON ist eine Männergeschichte, ein tragikomisches Drei-Generationen-Stück, das mit zwei Alltagskatastrophen beginnt, die Auslöser werden zu einem genial-verrückten und emotional aufwühlenden Wochenende, das der geschiedene Vater mit seinem 17jährigen Sohn verbringt. Die Alltagsroutine bricht auseinander und wirft Fragen auf, Fragen nach der Wahrheit, Fragen nach den Wurzeln - Fragen des Sohnes, denen sich der Vater ebenso stellen muss wie seiner eigenen Vergangenheit und den "Leichen in seinem Keller".

Das Buch ist ein gelungenes Road-Movie, in dem Charles Carillo ebenso gut zu unterhalten wie zu entlarven weiß. Das Thema, nämlich Familiengeschichte und unbewältigte Familiengeheimnisse aufzuarbeiten, ist brandaktuell und wird sowohl tiefgründig als auch humorvoll angepackt. Die Dialoge, die der Autor hierfür aus dem Hut zaubert, sind geschliffen und sehr pointiert, und die Story, die sich sowohl nach vorne als auch in die Vergangenheit entwickelt, ist schräg genug, um das Buch am liebsten in eins durchlesen zu wollen.

Leider gelingt es Carillo nicht immer, die Figuren dreidimensional und authentisch erscheinen zu lassen; so erscheint mir der 17jährige Jake insgesamt doch zu überlegen und souverän - und damit nicht unbedingt seinem Alter entsprechend. Dennoch haben wir hier einen höchst unterhaltsamen Roman mit einer guten Auflösung und genügend Tragik und Humor und Denkanstößen für fesselnde Lesestunden - und einem abschließenden Aufruf: MÄNNER, STEHT ZU EUREN GEFÜHLEN!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suuuuuuuuuuuuper !!!!!!!!!!!, 7. Oktober 2013
Von 
Linda (Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sag bloß Mama nichts davon: Roman (Taschenbuch)
Das Buch erhält von mir ein dickes Lob. Ich habe selten so gelacht. Ist gut geschrieben und endlich mal ein Buch für Frauen, aber nicht diese typischen Frauenbücher, die alle nach demselben Schema ablaufen, sondern einfach nur Klasse. Mal ein anderes Thema wie die ewige Männersuche. Ich hab es leider im Krankenhaus lesen müssen, doch dort hatte ich genug Zeit um das Buch am Stück durchzulesen.
Einfach total lesenswert !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschichtenerzähler mit Fanatasie, 7. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sag bloß Mama nichts davon: Roman (Taschenbuch)
Endlich mal wieder ein gutes Buch!
In der Regel lese ich Krimis oder Thriller. Aber ab und zu stolpere ich über eine Amazon-Empfehlung und "probiere" mal was anderes. In diesem Fall hat es sich absolut gelohnt. Charles Carillo erzählt eine wunderbare, nicht ganz realistische, Geschichte von Vater und Sohn in New York. Dabei fragt man sich häufig, woher der Mann diese Einfälle für die unterschiedlichen Wendungen und Geschichten in der Geschichte nimmt. Das Buch bringt einen zum Schmunzeln, Lachen, Nachdenken, macht einen betroffen. Wirklich sehr abwechlungsreich. Und dann gelingt Carillo auch noch ein richtig gutes Ende seiner Geschichte - bei derartigen Erzählungen nicht immer einfach.
Die Sprache ist manchmal etwas derb bis vulgär, allerdings nicht übertrieben nach meinem Empfinden.
Warum dennoch nur vier Sterne? Es muss ja noch ein wenig Luft nach oben bleiben für weitere Bücher. Außerdem ist die Erzählung nicht so ganz realistisch. Das stört aber nicht wirklich. Daher: klare Leseempfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Family Weekend, 5. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Sag bloß Mama nichts davon: Roman (Taschenbuch)
Der Autor dieses wunderbaren amerikanischen Romans ist der New Yorker Journalist Charles Carillo. Carillo lebt mit seiner Frau und seinem Sohn mittlerweile in London, „Raising Jake“ („Sag bloß Mama nichts davon“) ist sein zweiter Roman. Und mit diesem ist ihm ein wunderbares Vater-Sohn-Portrait gelungen, ehrlich, offen, humorvoll und emotional, so dass die 382 Seiten nur so an einem vorbeifliegen und man gerne noch länger in dieser Geschichte verweilt hätte, einfach, weil die Charaktere so durch und durch menschlich und lebensfroh gezeichnet worden sind.

Sammy Sullivan, kurz vor 50, verliert am selben Tag seinen Job bei einer New Yorker Klatschzeitung wie sein 17jähriger Sohn Jake von seiner Eliteschule geworfen wird. Vater und Sohn, die sich sonst nur samstags sehen, haben aufgrund der Abwesenheit von Jakes Mutter plötzlich ein ganzes Wochenende vor sich, das sie gemeinsam verbringen können. Jakes Mutter bzw. Sammys Ex-Frau ist übers Wochenende verreist, so dass Sammy und Jake viel mehr Zeit als sonst miteinander verbringen. Schnell stellt sich heraus, wie sehr Vater und Sohn sich voneinander entfernt haben, aber wie viel sie sich schon bald zu sagen haben. Sie versprechen sich, an diesem Wochenende endlich offen und ehrlich über alles zu reden, was sie bewegt und was sie vom anderen wissen möchten. Jake hat viele Fragen zu seiner Familie, von der er kaum jemanden kennt, Sammy merkt schnell, was für einen großartigen Sohn er da (mehr oder weniger) großgezogen hat und wie wenig er eigentlich über ihn weiß. Sammy und Jake begeben sich auf eine emotionale und spannende Reise zu ihren eigenen Wurzeln und als am Ende des Wochenendes Jakes Mutter zurückkehrt, ist Vieles nicht mehr so, wie sie es vor zwei Tagen verlassen hat…

Ich weigere mich, den überaus dämlichen deutschen Titel zu verwenden und halte mich da an das wie immer treffendere Original. „Raising Jake“ ist ein wunderbarer, warmherziger und anrührender Roman, der einen sehr schnell in seinen Bann zieht. Sicherlich, die Geschichte, die Charles Carillo hier erzählt, ist nicht wirklich weltbewegend, sie ist an vielen Stellen sogar ausgenommen trivial und Carillo überanstrengt den Leser auch nicht mit seiner schnörkellosen, leicht verständlichen Sprache. Und dennoch, „Raising Jake“ ist ein überaus gelungener Roman, in dessen Geschichte man sich schnell zu Hause fühlt und dessen Protagonisten man einfach mögen muss. Carillo ist ein hervorragender Geschichtenerzähler, dem es mühelos gelingt, zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln und immer wieder mit interessanten und ungewöhnlichen Erlebnissen um die Ecke zu kommen. Darüber hinaus findet er so sensible wie nachvollziehbare Worte, um diese Vater-Sohn-Beziehung zu beschreiben, dass einem ganz warm ums Herz wird. Diese grandiose Mischung aus Emotionalität und feinfühligem Humor, sanftem Sprachwitz und überraschenden Ereignissen macht aus „Raising Jake“ einen wirklich lesenswerten Roman. Das Buch ist wie eine wohlig-warme Decke, in die man sich mehr und mehr einhüllt und die einen ein bisschen die Kälte spüren lässt, wenn man sie letztendlich wieder weglegen muss.

Das Verhältnis zwischen Sammy und seinem Sohn ist gar nicht mal wirklich schlecht, es ist nur recht oberflächlich. Nach der Trennung der Eltern blieb der 4jährige bei seiner dominanten, ehrgeizigen Mutter und sah seinen Vater nur an einem Tag am Wochenende. Bestürzt stellt Sammy fest, wie viel er durch seine nur sporadische Anwesenheit in Jakes Leben verpasst hat und dass er gar nicht richtig bemerkt hat, was für ein toller Junge Jake mittlerweile geworden ist. Der beziehungsunfähige Sammy, der bis auf Jakes Mutter immer nur mehrwöchige Beziehungen hatte, sich nie festlegen wollte und ganz und gar in seinem Job als Klatschreporter aufgegangen ist, stellt nun, in seinem zweiten Lebensdrittel fest, dass er vielleicht doch Einiges hätte anders machen sollen. Darüber hinaus sieht er sich gezwungen, ein paar Geheimnisse aus seiner Vergangenheit preiszugeben, da Jake unbedingt mehr über seine Großeltern erfahren möchte, die er nie kennen gelernt hat. So machen die Beiden sich dann zusammen auf die Reise in Sammys Vergangenheit, die sie zurückführt nach Flushing, NY, wo Sammy aufgewachsen ist. Doch dies ist nur der Anfang eines äußerst turbulenten Wochenendes, das noch viele Überraschungen sowohl für den Vater als auch den Sohn bereithalten wird.

Durch die erzählerischen Rückblenden in Sammys Vergangenheit gewinnt die Geschichte sowohl an Spannung als auch an Komplexität. Und Einiges, was Carillo hier ersonnen hat, ist so bizarr wie witzig, so dass es auf keiner Seite jemals langweilig wird. Jake hat unendlich viele Fragen an seinen Vater, die dieser manchmal nur sehr schwer beantworten kann, da die Vergangenheit schwer auf ihm lastet und ihn mit allerlei Schuldgefühlen quält. Dennoch stellt er sich dieser Herausforderung, da auch er seinen Sohn endlich besser kennen lernen möchte, und dies geht nur, wenn Beide ehrlich zueinander sind. Das gemeinsame Wochenende ist schnell vorbei und hat doch so viel verändert, so dass sich Sammy und Jake nach diesen intensiven 48 Stunden endlich auf Augenhöhe gegenüberstehen.

„Raising Jake“ ist ein sowohl leichtfüßiger wie auch melancholischer Roman, eine unglaublich authentisch wirkende Vater-Sohn-Geschichte, die Carillo mit viel Herz und Sensibilität erzählt, ohne dabei den Humor aus den Augen zu verlieren. Carillo schwebt stilsicher und kurzweilig durch die vier Dekaden, die er hier auferstehen lässt, findet aber immer wieder den direkten Weg in die Gegenwart, wo er ein wirklich rührendes Vater-Sohn-Verhältnis beschreibt. Auch wenn die Geschichte letztendlich trivial sein mag und Carillo sich hier eines recht einfachen, wenig ausschmückenden Stils bedient, ist „Raising Jake“ einfach ein herrliches Stück amerikanischer Gegenwartsliteratur, das man sich freut, entdeckt zu haben. Deshalb unbedingte fünf von fünf alten Geschichten, die aus einem gemacht haben, was man geworden ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen oder vielleicht doch?, 11. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sag bloß Mama nichts davon: Roman (Taschenbuch)
Also ich kann dieses Buch jedem empfehlen.
Ob man nun Krimi 's gerne liest oder Liebesromane.
Das Buch hat alles ohne zu dick aufzutragen und es regt einem zu sehr viel Nachdenken an ,aber auf eine
sehr lustige Art.
Schöne Unterhaltung.Hoffendlich gibt es bald mehr von Charles Carillo.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Volle Punktzahl, 17. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sag bloß Mama nichts davon: Roman (Taschenbuch)
Das Buch erhält von mir die volle Punktzahl. Selten so gelacht. Ist gut geschrieben und endlich mal ein Buch für Frauen, aber nicht diese typischen Frauenbücher, die alle nach demselben Schema ablaufen, sondern einfach nur Klasse. Mal ein anderes Thema wie die ewige Männersuche. Ich hab es leider im Krankenhaus lesen müssen, doch dort hatte ich genug Zeit um das Buch am Stück durchzulesen.
Einfach lesenswert !
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Sag bloß Mama nichts davon: Roman
Sag bloß Mama nichts davon: Roman von Charles Carillo (Taschenbuch - 1. November 2010)
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