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85 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht der ganz große Wurf ...
auf den ich gehofft hatte.

Zur (spontanen - ich habe das Buch ja erst einmal gelesen) Kritik:
Ein schönes, ein lesbares Buch.
Empfehlenswert allemal!

Auch hier gab es Momente, wo ich - im Lesen versunken - plötzlich aus dem Lesefluss "aufwachte", weil ich laut losgelacht hatte.

Durch die bereits erwähnte Begrenzung...
Veröffentlicht am 30. August 2007 von Mr. Farnsworth

versus
25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zamonien light
Als jemand, der Walter Moers für den wahrscheinlich intelligentesten Autoren deutschsprachiger Unterhaltungsliteratur hält, habe ich mir sein neuestes Werk voller Vorfreude umgehend besorgt. Eine Vorfreude, die leider nicht eingelöst wird: "Der Schrecksenmeister" ist leider der blasseste aller Zamonien-Romane. Die uneingeschränkte und hochkomische...
Veröffentlicht am 30. August 2007 von Seitenquerulant


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85 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht der ganz große Wurf ..., 30. August 2007
auf den ich gehofft hatte.

Zur (spontanen - ich habe das Buch ja erst einmal gelesen) Kritik:
Ein schönes, ein lesbares Buch.
Empfehlenswert allemal!

Auch hier gab es Momente, wo ich - im Lesen versunken - plötzlich aus dem Lesefluss "aufwachte", weil ich laut losgelacht hatte.

Durch die bereits erwähnte Begrenzung auf einen sehr kleinen Raum (im Gegensatz zu den Reisen durch Zamonien in "Die Stadt der träumenden Bücher", "Rumo" und "Die dreizehneinhalb Leben ...") bleibt wenig Möglichkeit zu den weitschweifigen Beschreibungen, die ich an den "Mörschen" so sehr schätze.

Die Figuren bleiben oft vage, will heißen es fehlt ihnen an Tiefe, die sie in den anderen Werken (m.E.) haben. Manches Mal wusste ich den nächsten Satz (ist mir mehrmals passiert, und es hat mich überrascht, dass Herr Moers mich nicht überraschte). Aber dies mag evt. daran liegen, dass ich nun schon so viel von ihm las.

Die Illustrationen sind sehr (!) gut.

Das Nachwort hat auch mich stutzig gemacht.
Ist Herr Moers dem Erwartungsdruck von uns allen erlegen? Das fände ich schade.
Allein das nach "Ensel und Krete" so etwas wie "Rumo" und "Die Stadt der träumenden Bücher" (mein persönlicher Liebling!) entstand, macht mir erneut deutlich, dass dauerhafte Höchstleistung von niemanden zu erwarten ist. Dieser Mann ist ein verdammt guter Geschichtenerzähler, und nicht jede Geschichte, die er mit uns teilt ist so gut wie die Beste, die wir bisher von ihm gelesen haben. Das macht seine anderen Geschichten nicht weniger lesenswert.

Ich finde "Der Schrecksenmeister" ist gut, aber nicht sehr gut.
Länger hätte das Buch nicht sein dürfen, eher kürzer. Dann wäre es evt. "knackiger" geworden. Fjodor F. Fjodor ist (wenn auch "schwer" zu lesen) eine tolle Figur, die mehr in Erscheinung hätte treten dürfen. Und was ihr im Laufe der Erzählung widerfährt, hat mich erfolgreich "unter Spannung" gehalten. Auch sind andere faszinierend-witzige Gestalten (Stichwort: schneeweiße Witwe) und Ideen (Stichwort: Baum der Erkenntnuss) vorhanden.

Das die "Mythenmetzschen Abschweifungen" fehlen hat mich nicht gestört. Obwohl mich die "Maßregelung" der Lesenden sehr amüsiert hat. Aber das zu wiederholen, wäre möglicherweise aufgekochtem Kaffee gleichgekommen. Ich halte es daher für eine gute Entscheidung sie diesmal weg zu lassen.

Das Ende finde ich sehr gelungen geschrieben, und hat die Ernüchterung wett gemacht, die (nur bisweilen!) auf den ersten dreihundert Seiten entstand.

Drei Sterne ist mir ein bisschen zu wenig, fünf Sterne deutlich zu viel, daher gibt es von mir vier Sterne.
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50 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervolle Hommage an Spiegel, das Kätzchen, 15. Oktober 2007
Von 
Meiner Meinung nach verdient dieses Buch ebenso fünf Sterne wie Moers bisherige Zamonienromane.
In vorangegangenen Kritiken würde bemängelt, dass dem Schrecksenmeister die Kreativität fehlen würde und es an Schauplätzen, Charaktären und Abenteuern mangeln würde. In der Tat stimmt es, dass dieses Buch in diesen Punkten schlichter gehalten wurde als seine Vorgänger.
Ich sehe darin jedoch keinen Grund für eine schlechte Kritik, denn es muss ja nicht jede Zamoniengeschichte so groß angelegt werden. Ich finde es sogar eher gut, dass es eine Geschichte mal einen beschaulichen SChauplatz hat (überwiegend spielt die Geschichte ja im Schloss).
Moers hat in seinen vorigen Werken ja schon eine Menge von Zamonien erkundet und wird dieses bestimmt demnächst wieder in Angriff nehmen, daher verstehe ich nicht, wo das Problem liegt, wenn er sich mal mit seinem Handlungsort überwiegend auf ein Schloss konzentriert.
Hinzu kommt, dass die die vier tragenden Charaktäre (Echo, Eißpin, Izanuela und Fjodor) alle sehr ausführlich beleuchtet werden und interessant und humorvoll dargestellt werden.
Auch die Beschreibungen des Schlosses sind sehr detailliert und oftmals recht düster ausgefallen, so dass das Gefühl entsteht, man wäre selbst dort.
Davon ganz abgesehen, sprach Moers ja davon, dass Mythemmetz eine alte Novelle von Gofid Letterkerl überarbeitet hat. Dies ist ja im Prinzip auch der Fall, denn Moers hat die alte Novelle "Spiegel, das Kätzchen" überarbeitet und zu einem Roman umgedichtet. Damit hat er eine Hommage an das Ursprungswerk geschrieben und sich dementsprechend auch an den vorgegebenen Handlungsstrang gehalten. Hätte er in seiner Hommage nun mit unzähligen Charaktären und tausenden Schauplätzen aufgewartet, wäre der SChrecksenmeister wohl eine unglaubwürdige Anlehnung an besagte Novelle gewesen.
Daher fünf Punkte für ein schönes Buch, indem es Moers gelungen ist, eine alte Novelle nach Zamonien umzusiedeln und mit seinem unvergleichlichen Humor zu versehen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein düsteres Märchen, 29. Januar 2008
Ich kann mich meinen Vorrednern nicht anschließen. "Der Schrecksenmeister" ist ein fantastisches Märchen, Moers bestes Buch nach "Die Stadt der träumenden Bücher". Es ist eine düsteres Erzählung mit gut ausgearbeiteten, interessanten und sehr differenzierten Charakteren, einer spannenden Story und jeder Menge Sprachwitz. Gerade die Mischung aus düsterer Atmosphäre und witzigen Passagen, sowie bittersüßen Liebesgeschichten (sorry für den Pathos, aber so ist es) machen den Reiz des Märchens aus. Natürlich handelt es sich um eine Bearbeitung von Gottfried Kellers "Spiegel das Kätzchen", aber das ist absolut kein Nachteil, den Moers schafft es herrvorragend, auf der Grundlage von Kellers Märchen eine echte "zamonische" Geschichte zu schaffen.
Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es aber doch: Die Handlung kommt gegen Ende leider ein wenig zu sehr in Fahrt, so dass die Handlung leicht gehetzt und manches etwas unlogisch "zusammengeschustert" wirkt: Fast so, als hätte der Autor das Buch dann möglichst schnell zu seinem Ende bringen wollen und die Handlung deshalb "im Zeitraffer" ablaufen lassen. Das Ende der Geschichte kommt dann auch dementsprechend sehr abrupt. Schade war auch, dass einige Handlungsstränge wenig ausgearbeitet wurden und "im Sande verliefen" um dann ganz plötzlich und etwas unmotiviert wieder aufgegriffen zu werden, weil es gerade in die Haupthandlung passte (v.a. Fjodor).
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein typischer Zamonienroman, 21. Oktober 2007
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Hätte jemand den Schrecksenmeister gelesen, ohne vorher einen anderen Zamonienroman zu kennen, wären die fünf Sterne unumstritten. So aber wird rasch verglichen, was man eigentlich nicht vergleichen kann.

Der Schrecksenmeister verdeutlicht wieder einmal Walter Moers' stets überraschende Vielfalt. Jeder Zamonienroman war anders: Die "Dreizehneinhalb Leben" stellten den klassischen Abenteuerroman, die Odyssee, dar; Rumo war ein Fantasy-Action-Roman, Ensel und Krete ein Märchen, die Stadt der träumenden Bücher ein intellektueller Roman, und der Schrecksenmeister ist die klassische Novelle mit einem klaren Handlungsstrang und einer begrenzten Zahl von Charakteren.

Diese Charaktere sind aber umso feiner ausgearbeitet. Der Schrecksenmeister ist kein grobgeschnitztes Scheusal, sondern ein Charakter mit fein differenzierten Facetten, der einem manchmal sogar richtig sympathisch werden kann.

Die Handlung stürmt nicht daher wie in einem Action-Roman, sondern bildet das Gefühl nach, dass das Krätzchen, dessen Lebensspanne unerbittlich abläuft, erleiden muss.

Und die typisch Moersschen Sprachfeuerwerke, die überschäumenden Phantasmen, die aberwitzigen Aufzählungen fehlen auch hier nicht. Die Vorstellung des schrecksischen Gewächshauses ist so gut wie alles, was Moers zuvor geschrieben hat. Seine Menüfolgen - es handelt sich ja um einen kulinarischen Roman - lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und wer glaubte, mit dem Kometenwein bereits die Krönung der Winzerkunst kennengelernt zu haben, wird sehen, dass auch dieses noch gesteigert werden kann (mehr wird hier nicht verraten).

Dass der Schrecksenmeister eine Nachdichtung von Gottfried Kellers "Spiegel, das Kätzchen" ist, ist nicht ehrenrührig. Goethe hat das Faust-Thema ja auch nicht selber erfunden. Im Gegenteil, durch die Lektüre des Schrecksenmeisters angeregt, habe ich mir hier bei Amazon eine sehr schöne Ausgabe von Kellers Novelle (von "Books on Demand") bestellt und mit Genuss gelesen. Der Lesespass wurde so quasi verdoppelt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht wirklich enttäuscht..., 26. Oktober 2007
Von 
TinaXXX "kristina540" - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Einge der vorherigen Rezessionen haben mich erst mal davon abgehalten dieses Buch zu lesen, doch dann hat meine Neugier doch noch gesiegt und ich muß sagen, so schlecht war es dann doch nicht. Sicher "Der Schrecksenmeister" ist anders. Zum Einem ist er wie Rumo oder die Bücherstadt kein Reiseroman, der sich vor allem durch schnelle Ortswechsel auszeichnet. Die Geschichte von Echo dem Krätzchen beschränkt sich vielmehr nur auf die Stadt Sledwaya und die Burg des Schrecksenmeisters. Zum Anderen kommen nur wenige Charaktere vor, doch grade dies gibt dem Leser die Chance die einzelnen Figuren mal etwas besser kennenzulernen. Auch humorvolle Momente sind vorhanden, auch wenn sie diesmal etwas spärlicher gesäht sind. Gelangweilt habe ich mich während des Lesen jedenfalls zu keinem Zeitpunkt. Für mich ist "Der Schrecksenmeister" ein weiterer liebevoller Einblick in das zamonische Universum, auch wenn er vielleicht nicht wie Rumo eine epische Erzählung darstellt, sondern mehr wie "Ensel & Krete" ein Häppchen für Zwischendurch ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...manchmal ist weniger mehr..., 22. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister: Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien von Gofid Letterkerl. Neu erzählt von Hildegunst von Mythenmetz (Taschenbuch)
Für mich, verglichen mit den "13 1/2 Leben", "Der Stadt der träumenden Bücher" und dem, die Fangemeinde offensichtlich derzeit reichlich spaltenden "Das Labyrinth der träumenden Bücher" ist "Der Schrecksenmeister" der bisher schwächste Zamonien-Roman. Und das fällt mir nicht leicht zu sagen.
Denn sprachlich begeistert "Der Schrecksenmeister" absolut. Moers ist grandios. Ein wahrer Meister der Worte, ohne Wenn und Aber und ein großartiger Illustrator.
Die Geschichte steckt auch wieder voller Fantasie und liebenswerter Protagonisten wie Echo, dem Krätzchen, Fjodor F. Fjodor, dem Schuhu mit Sprachfehler oder der Schreckse Izanuela.
Aber auch finsteren Gestalten wie eben dem Schrecksenmeister Eißpin.
Es gibt etwas zum Lachen, zum Weinen und zum Gruseln und jede Menge zu Futtern.
Ich kenne keine Geschichte, in der mehr gekocht u. gespeist wird, aber gut, es ist ja auch ein kulinarischer Roman.
Das Einzige, was mich am "Schrecksenmeister" gestört hat, sind die wirklich spürbaren Längen. Das kannte ich bei Moers bislang nicht.
Für den, sagen wir, eingeschränkten Aktionsradius des Krätzchens und die verhältnismäßig kleine Zahl der Protagonisten wirkt die Geschichte stellenweise ziemlich aufgebläht.
Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen.
Oder anders gesagt: ein richtig gutes Steak darf nicht zu lange braten, sonst wird es zäh. Bei Zeiten aus der Pfanne geholt jedoch, ist es ein wahrer Gaumenschmaus.
Am "Schrecksenmeister" habe ich zwar etwas länger gekaut, doch kann ich hier ruhigen Gewissens 4 Sterne vergeben, denn gemundet hat er trotzdem.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kratze und ihr teuflischer Vertrag mit dem Schrecksenmeister, 21. September 2008
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister (Audio CD)
Was für eine kuriose Geschichte, was für ein Heulen und Zähneklappern, welch ein Spaß im dämonischen Zamonien... Die kongeniale Geschichte um die Kratze Echo und den Schrecksenmeister Eißpin von Walter Moers in DER SCHRECKSENMEISTER zeigt dem zitternden und sich fürchtenden Zuhörer auf, wie es um die Realitäten in der Stadt Sledwaya für eine Kratze bestellt sind.

Walter Moers steht für Witz und einige skurrile Seitenhiebe jedweder Art, wenn es darum geht das fiktive Zamonien zu beschreiben - mit viel Feingefühl für Wortakrobatik beschreibt der Autor in DER SCHECKSENMEISTER das Leben der Kratze (was das wohl ist?) und ihren teuflischen Vertrag mit dem Schrecksenmeister Eißpin, in dem es darum geht, das Fett der Kratze zu bekommen.

Echo ist hungrig, nein - er ist am verhungern - so geht er den bösen Vertrag ein, doch dann möchte er weiterleben, wie aber raus aus dem Vertrag?

Lustig, interessant und mit viel Witz beschreibt Walter Mors die Bemühungen der Kratze in Eißpin ein bisschen Liebe zu finden, um den Vertrag doch noch aufzulösen, doch die Tage gehen vorbei und der Hinrichtungstermin ist nahe...

Eine tolle Geschichte, der ich gerne zugehört habe, etwas skurril und doch mit ganz viel hintergründigem Humor und mit Weisheit.

Eine Welt voller Dunkelheit und doch am Ende, wie sollte es anders sein, mit Hoffnung darin.

Der Stimme von Andreas Fröhlich (???) sei Dank, es hat mir sehr viel Spaß gemacht seiner für Echo so schön gehauchten Stimme zuzuhören.

Mir persönlich hat die Geschichte sehr gefallen - ich habe die 12 CDs regelrecht verschlungen, es wurde nie langweilig.

Sehr empfehlenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anders als die anderen Zamonien-Bücher - aber grandios!, 2. Januar 2008
Ich habe dieses Buch echt genossen! Ich hatte vorher gar nichts konkretes erwartet -und so wurde ich auch nicht enttäuscht.

Und ich denke, man darf es nicht mit den anderen Zamonien-Romanen, v. a. nicht mit "Rumo und die Wunder..." und "....Käpt'n Blaubär" und "Die Stadt der träumenden Bücher" vergleichen! Es ist ja von vornherein anders angelegt - es kann dem Vergleich also gar nicht standhalten.
Die Geschichten, die die Handlungen nicht weiterbringen, sind sehr schön - warum müssen sie das denn? Warum erinnert Eißpin an General Tick Tack? Er ist sehr anders - er ist nur auch das maximal böse in diesem Werk wie Tick Tack bei "Rumo...". - Sucht nicht die anderen Bücher in diesem - lasst euch auf etwas neues und anderes ein! Es ist trotzdem Moers und Zamonien in voller Entfaltung. Es ist eine Ode an die Fantasie und an die wunderbaren Möglichkeiten der kulinarischen Kunst, und das in Kombination.

Die oben genannten Bücher waren vor allem Abenteuerbücher mit mehr oder weniger detaillierter Charakterbeschreibung v. a. bezüglich der biographischen Details.
Dieses Buch hier ist anders detailliert, und auch eher gerichtet auf die inneren Eigenschaften der Charaktere als auf die äußeren. Und das ist sehr gut gelungen, wie ich finde.
Ein immenser Unterschied ist auch der: Die Bewohner von Sldwaya, der Schrecksenmeister - was sind es für Daseinsformen? Es wird NICHT erwähnt - es handelt sich also wahrscheinlich um Menschen. Es ist sowieso an ein sehr menschliches Leben gehalten, wie ihc finde: es gibt die Haustiere/Tiere und die Bewohner auf der anderen Seite, es ist wie man es sich hier vorstellen würde zu früheren Zeiten ...

Es ist atmosphärisch sehr dicht, beruhigt irgendwie, aber ist trotzdem manchmal sehr atemraubend. Es ist durchströmt von einer Art Urvertrauen und 'Liebe', ohne dass es romantisch oder naiv ist. Es geschieht nicht in halb Zamonien sondern nur in Sledwaya und im Schloss des Schrecksenmeisters und dadurch gemütlich und anheimelnd.

Der Humor ist mal wieder SEHR gut!! Besonders gut fand ich zB den Fremdwort-Gebrauch von Fjodor! :-D

Mich hat der Moers-Zamonische Zauber wieder voll erfasst! Auch wenn es sich von der Art der anderen Romane unterscheidet, s. o., es ist toll!
Ich hätte sogar nicht gedacht, dass es mich so begeistern würde, weil ich annahm, dass an die anderen nie wieder was annähernd rankommen könnte.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein traumhafter Alptraum, 11. September 2007
Entgegen einigen vorherigen Kritikern spreche ich W.Moers auch für den "Schrecksenmeister" (den Titel "Echo das Krätzchen" würde ich aber bei weitem besser finden) einfach die volle Punktzahl zu - und würde gerne noch diverse Pluspunkte vergeben.
Nach "Rumo" hätte ich Herrn Moers ja eher für einen Hundefan gehalten, aber siehe da: er kennt und liebt Katzen. Anders läßt sich die liebevolle, manchmal außergewöhnlich elegante Beschreibung von Echo dem Krätzchen nicht erklären. Da geht mir als Katzenfan ,oder soll ich jetzt schon sagen Kratzenfan, natürlich das Herz auf.
OK, zum Buch. Wie bekannt verkauft sich der kleine Echo kurz vor dem Hungertod an den bösebösebösen Schrecksenmeister Eißpin. Für 30 Tage vollendetes Essen, Unterkunft und Unterhaltung soll die kleine Mieze sich dann schlachten lassen und ihr Fett für böseböseböse alchimistische Experimente hergeben.
Doch das anfangs sehr naive Krätzchen lernt schnell, gewinnt ungewöhnliche neue Freunde und ist cleverer, als der Schrecksenmeister dachte. Doch Eißpin ist leider noch schlauer, als die kleine Mietze (Krietze?).
Doch nichts ist wie es scheint, selbst das Monster Eißpin hat seine guten Seiten und erweist sich als ein Opfer unglücklicher Liebe. Doch um zu überleben bleibt dem Krätzchen keine Wahl als ....
Mehr wird von der Handlung nicht verraten, selber lesen!
Moers zieht alle Register, diverse aus Zamonien bekannte Gestalten und Ungestalten treiben ihr Unwesen, es gibt viel zum schmunzeln und einiges zum gruseln.
Für mich eine perfekte Geschichte, ein wunderbares Märchen für Erwachsene (das man aber wirklich nicht mit den epischen "Blaubär" und "Rumo"-Romanen vergleichen sollte. Ein Vergleich mit "Ensel und Krete" passt eher - da schneidet der "Schrecksenmeister" bei mir einen Punkt besser ab.)
Fazit: geniales Buch mit natürlich wieder tollen Zeichnungen in sehr schöner Hardcoverausgabe.
Auch gut als Einstiegslektüre ins Reich Zamonien geeignet.
Hoffentlich gibts bald mehr (ich hab das Buch an einem Tag wirklich "verschlungen").
Ach ja, wenn Sie gerade eine Diät machen, rate ich dringend von der Lektüre ab... ;-)
Alle anderen Leser: Leckerlis bereitlegen. Der Appetit wird beim Lesen kommen, denn Eißpins Mastkur für Echo ist, nun wie soll ich sagen... sehr appetitanregend!
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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zamonien light, 30. August 2007
Als jemand, der Walter Moers für den wahrscheinlich intelligentesten Autoren deutschsprachiger Unterhaltungsliteratur hält, habe ich mir sein neuestes Werk voller Vorfreude umgehend besorgt. Eine Vorfreude, die leider nicht eingelöst wird: "Der Schrecksenmeister" ist leider der blasseste aller Zamonien-Romane. Die uneingeschränkte und hochkomische Fabulierlust, welche die bisherigen Bücher auszeichnete, blitzt nur selten auf. Stattdessen wird die nicht sonderlich aufregende Geschichte ungewohnt geradlinig verfolgt, was schnell zur Ermüdung führt. Die eigentlichen Handlungen von Moers' waren noch nie sonderlich originell, erfüllten aber als Aufhänger seiner wahrhaft kühnen Einfälle - man denke nur an die "Mythenmetzschen Abschweifungen" in "Ensel und Krete" oder die Lexikonartikel des "Käpt'n Blaubär" - ihren Zweck. Im "Schrecksenmeister" sucht man solch humoristische Großtaten aber meistens leider vergebens. Zwar ist Moers' Neuer im Vergleich zu den üblichen Fantasy-Schwarten immer noch eine Schatzkiste an Einfallsreichtum, aber die Messlatte, welche er mit den vorhergehenden Romanen gelegt hat, wird nie erreicht. Es ist wohl kein Zufall, dass der Erscheinungstermin dieses Romans sich x-mal verschoben hat - die Mühe, dieses Werk fertigzustellen, ist dem Buch förmlich anzumerken. Es wirkt angestrengt, was bei der geradezu umwerfenden Leichtfüßigkeit seiner Vorgänger umso auffälliger ist.
Nun, es ist sicherlich kein Grund, Grabreden anzustimmen. Wir wollen Moers dieses eher halbgare Fantasy-Gericht einfach verzeihen. Möge er sich einen kleinen Urlaub von Zamonien gönnen, um dann die interessanteren Ecken seiner einzigarten Weltenschöpfung mit neuer Kraft entdecken zu können.
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