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Kundenrezensionen

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Meine liebe Freundin quält sich von Cheomotherapie zu Chemotherapie. Wir Freunde und Bekannte sind völlig überfordert mit der Situation. Man weiß nicht, was man sagen, raten oder trösten soll, wenn einem jemand, den man sehr lieb hat sagt, dass er zunehmends zu dem Entschluss gelangt, er wäre des Lebens müde!? Freilich sagt man da zuerst: "Du musst weiter kämpfen!". Wie töricht solche "Durchhalteparolen" sein können, habe ich anhand Werner Schneyders Buch erfahren und vieles was ich bisher zu dem Thema zu sagen hatte - mit bitteren Tränen bezahlt. Ich bin ihm zutiefst dankbar für seinen Mut das Erlebte zusammenzufassen und der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Soviel zu meiner Motivation Werner Schneyders Buch "Krebs. Eine Nacherzählung." Zu lesen. - Ich werde nicht einmal ansatzweise versuchen objektiv zu bleiben anhand dieser Lektüre. Was Werner Schneyder berichtet ist zu einem großen Teil genau die Geschichte, die der Mann meiner Freundin seit mehr als einem Jahr mitmacht. Ihm und alleine ihm werde ich das Buch empfehlen. Mit allen Vorbehalten, die ich seit Tagen mit mir herumtrage.

Es ist eine teils sehr subjektive (was ich verzeihlich finde) Nacherzählung, noch dazu im Schneyderschen Sprach-Duktus verfasst. Die Partnerschaft, die seine Frau und ihn verbindet steht dabei immer und unbedingt im Vordergrund. Schneyder beginnt mit der ersten Diagnose, die Ärzte seiner Frau präsentieren (Blasenkrebs) und er macht auch keinen Hehl aus seinen bisherigen Vorurteilen zum Thema Krebs. Ein persönliches Drama nimmt seinen Lauf. Das kann und will ich gar nicht wiedergeben, und schon gar nicht auf die "Götter in weiß" schimpfen. Das Ende: Der Tod eines geliebten Menschen und so knallhart es klingt: Ein beschissener Tod! - In Schneyders Nacherzählung finden Sie kaum Trostvolles, nichts Aufbauendes. Wenn Sie also Hilfe erwarten: Hier finden Sie keine! ... und doch fand ich in diesen wenigen Seiten so viel davon!

Wenn man von einem Fazit sprechen kann, dann nur von dem, dass Werner Schneyder (und das IST SEINE PERSÖNLICHE MEINUNG) zu einem grauenvollen Fazit kommt. Sind Lebensverlängernde Maßnahmen sinnvoll? Wenn ja, zu welchem Preis? - Genau das KANN er aber leider auch nur mutmaßen, denn wer von uns, wäre er in dieser Situation, würde sich nicht gerne noch ein paar Monate "mehr" erkaufen? Und hat man nicht hie und da von jemandem gehört oder gelesen, der geheilt wurde? Ab wann soll oder muss man alle Hoffnungen begraben? - Eine Frage die niemand beantworten kann. Auch die Ätzte nicht.

Nun wollte ich nur noch eine Sache erwähnen, denn ob Sie das Buch lesen, bleibt Ihnen überlassen, Sie werden in Ihrem Leben vermutlich schlimmere Entscheidungen treffen müssen, als 17 Euro Neunzig für ein Buch hinzublättern, das schonungslos die Entwürdigung eines Menschen darlegt. Ob diese Entwürdigung ihre Fortsetzung in der Niederschrift Schneyders findet, möchte ich für mich verneinen. Das sehe ich definitiv nicht so. Es mag zu Hauf Bücher geben, die sich mit dem Schicksal von Krebs-Patienten befassen - ich habe zufällig dieses herausgepickt und bin Herrn Schneyder zu Dank verpflichtet, dass er mich an seinem "Hirnkrebs" teilhaben hat lassen.
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am 4. November 2013
Im Klappentext heißt es unter anderem: "Vor allem aber ist Schneyders Erzählung eine letzte Liebeserklärung an seine Frau, ein Plädoyer für echte Partnerschaft." Ich hatte erwartet, etwas zu lesen, was auf einer gewachsenen, vertrauensvollen, für beide Seiten intensiven, bewusst und erfüllend gelebten Beziehung und Ehe basiert und wurde speziell in dieser Hinsicht SEHR enttäuscht. Diesen Text "Liebeserklärung" zu nennen ist in meinen Augen ein glatter Etikettenschwindel. Es kommt eher durch, dass die Beziehung eben gerade NICHT auf gegenseitigem Vertrauen basierte, von Innigkeit, Nähe oder gar Zärtlichkeit einmal ganz zu schweigen... Im Grunde ist zwar der Tod der Ehefrau unerwartet früh und tragisch und ich spreche dem Autor auch nicht seine Trauer ab, doch ging es da wohl eher um eine pragmatische Versorgungsgemeinschaft als um "echte Partnerschaft".
Wichtige Dinge wurden einander verheimlicht, der Herr Gemahl geht lieber auf Tour als bei ihr zu sein , überhaupt nimmt SIE in dem ganzen Buch erstaunlich wenig Raum ein. Wie gesagt "Liebeserklärung" würde ich anders verstehen. Im Hinblick auf die Fragestellung, ob man mit allen Mitteln versuchen sollte, den Tod hinauszuzögern, auf die Frage, welche medizinischen Ansätze noch sinnvoll sind, wie man damit umgeht, dass man den Ärzten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist (oder scheint)... ja, im Hinblick auf DIESE Fragen ist das Buch interessant, mehr aber auch nicht. Im Hinblick auf "Liebe und Partnerschaft" ist es eine glatte Enttäuschung (oder ein Indiz, dass für die Generation Schneyders eine halbwegs funktionierende Alters-WG schon als "Partnerschaft" durchgeht).
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am 31. Januar 2008
Was in diesem Buch steht, weigere ich mich zu beschreiben und zu bewerten, aus Achtung vor dem, was man selbst erlebt haben muss, um es zu begreifen und aus Respekt vor denen, die es erlebt haben oder gerade erleben.

Aber ich darf mit meinem Einblick in Gesundheitssysteme das Folgende zu diesem Buch sagen. In einer TV-Talk-Show hörte ich Werner Schneyder vor Kurzem sinngemäß sagen, er hätte dieses Buch schreiben müssen, um nicht wahnsinnig zu werden. Mit seinem Buch bewahrt er aber auch viele andere Betroffene vor dem Wahnsinn: vor Wahrnehmungen, die sonst niemand zu haben, zu teilen scheint(!), weil niemand über sie spricht, aus Überforderung, Angst oder weil schlichtweg die Worte dafür fehlen.

Gesundheitssysteme lassen sich aufgrund ihrer Natur nicht von innen heraus reformieren, und es geht in ihnen letztlich immer nur um Gefühle. Gesundheitseinrichtungen sind dazu da, um aus unangenehmen Gefühlen erträgliche, wenn nicht angenehme zu machen. Das ist ihr Zweck und Gefühle treten nun einmal dort in den Vordergrund, wo uns die Sprache nur allzuschnell fehlt, die Ratio auf der Strecke bleibt. Reformen in der Medizin brauchen daher Menschen mit der Ausdrucksstärke, ja Sprachgewalt eines Außenstehenden wie Werner Schneyder,

Nur Patienten, aber aufgrund ihrer oft restlosen Abhängigkeit mehr noch ihre Angehörigen, können antreiben, was verändert werden muss. Experten können ihnen dazu nur den "Sprengstoff" liefern, die "Zündungen" können nur von Menschen kommen, denen der Zweck von Heil- und Pflegeinstitutionen gewidmet ist: von den Kranken und für sie von ihren Lieben.

Die Realität jeder Krankheit, der Ärzte und der Patienten haben nichts miteinander gemein. Das macht es so schwierig, medizinische Hilfe so anzulegen, dass sie auch oft genug tatsächlich hilft. Ab dem Tag, an dem Patienten in Hörsälen nicht mehr nur als Krankheit vorgeführt werden, sondern ab dem erfahrene Kranke und Angehörige als Gast-Dozenten in Pflichtvorlesungen an den Pulten stehen und den Medizinstudenten die Realität auf ihrer Seite schildern, ab dem Tag wird es für alle leichter und besser werden. Bücher wie dieses werden dann in der Liste der Pflichtliteratur stehen. Dann bleibt vom Wahnsinn, der den Autor zu diesem Buch bewegt hat, nur noch Sinn.

Werner Schneyder schrieb mit KREBS ein Buch, in dem der Autor mit sich selbst noch weniger schonungslos umgeht als mit dem System, das er kritisiert. Dadurch wird es besonders glaubwürdig und hilfreich. Es ist ein Buch, für das viele Danke sagen werden, ob in Leserbriefen oder ganz still.
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am 29. April 2008
Das Buch ist mitreissend geschrieben. Man fürchtet sich davor,irgendwo an sich selbst einen ungewöhnlichen Vorgang im Körper zu spüren. Schneyder schreibt sehr sehr offen und schonungslos über die grauenhaften Auswirkungen, die Krebs hat.

Was mir gefehlt hat in dem Buch: Er schreibt so offen über intimste unwürdige Szenen, die seine Frau erlitten hat. Lässt den Leser in allen Einzelheiten teilnehmen an ihrem Schicksal. Aber ich habe sie selbst in dem Buch nicht kennengelernt, nicht warum sie so wundervoll für ihn war, das Ausmaß dessen, was er verloren hat - außer dass die Wohnung jetzt dann leer und anders ist und er - banal - nicht weiß, woher er die Handwerker bekommt. Es ist eine Beschreibung der Vorgänge, aber nicht dessen, was wirklich passiert im Menschen, in ihm und ihr. Die Geschichte selbst macht Angst davor krank zu werden, man weiß von Beginn an um das Ende, unaufhaltsam, aber es fehlt die Entwicklung. Lebenswille, Aufgabe, Kampf, Entmutigung, Hoffnung, all das wird nicht behandelt. Es geht eher darum, ob eine Aufführung abgesagt werden soll, oder eigentlich, stellt sich auch diese Frage nicht. Mich würde das Buch seines Sohnes eigentlich mehr interessieren.

Herr Schneyder inszeniert, spielt, aber lässt sein Publikum nicht wirklich teilhaben. Was auch sein gutes Recht ist, aber schade. Das wäre das Buch, das ich gerne gelesen hätte.
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Nachdem ich den von mir sehr geschätzten u. gemochten Kabarettisten, Autor, Box-Kommentator u. Schauspieler Werner Schneyder unlängst in der Sendung "Maischberger" zum Thema "Krebs" über den Krankheitsverlauf u. Tod seiner Ehefrau Ilse sprechen hörte u. dazu vernahm, daß er ein Buch darüber geschrieben hatte, war ich sofort hellhörig u. kaufte es mir noch am selben Abend über das Internet.
Nachdem ich nun einige Tage später gestern Abend u. heute Nachmittag endlich die Zeit dazu gefunden hatte das Buch zu lesen, muß ich meine Eindrücke über diese fast atemlose Schilderung der Krankeheit Krebs bei seiner verstorbenen Ehefrau Ilse sofort berichten.
Dieses Buch ist einfach vollkommen beeindruckend, es reißt den LeserIN von der ersten bis zur letzten Seite in einen Sog, der ein Aufhören des Lesens fast unmöglich macht.
Werner Schneyder schildert das Schicksal seiner Frau u. dazu sein eigenes so radikal offen u. schonungslos, wenn man denn dieses Wort verwenden will, das man nurmehr staunen u. schockiert sein kann über das, was heutzutage bei Krebs alles möglich ist, u. das reicht von segensreich bis zur blanken Perfidie, die z.B. in der Überlegung einer Ärztin gipfelt, ob man einer Todkranken überhaupt noch kurz vor deren Tod Morphium gegen ihre unerträglichen Schmerzen in großen Dosen verabreichen darf, es könnte die Todkranke ja süchtig machen !!!
Das Ganze ist so knapp u. doch ausführlich erzählt, das man den Autor vollkommen zu verstehen glaubt, seine Gedanken, seine Gedankensprünge, gerade auch angesichts des wie ein Damoklesschwert über der ganzen Situation schwebenden Möglichkeit des Sterbens der geliebten Frau u. das Unvermögen nicht wirklich helfen zu können.
Aussagen von Medizinern, darunter Kapazitäten, fangen an sich zu widersprechen, wem soll man noch Vertrauen schenken, welche Behandlung ist die richtige und so fort.
Dem Leser wird durch die Art wie Werner Schneyder die Geschichte erzählt, die er "eine Nacherzählung" nennt, auf drastische Weise vor Augen geführt, was Krebs in seinem ganzen Ausmaß für das Leben der Kranken u. ihren allernächsten Angehörigen wirklich bedeutet.
Wie überfordert seine Frau u. er mit der Situation waren.
Seine Prägnanz, sein, wie bereits eingangs erwähnt, atemberaubendes Tempo mit der er die Erzählung gnadenlos vorantreibt läßt einen als LeserIN erschaudern, wenn man sich auch nur annähernd versucht klarzumachen wie sich das Geschilderte wohl in "Echtzeit" angefühlt haben muß.
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für alle Ärzte u. Therapeuten sein.
Darüber hinaus kann ich das Buch nur jedem, wirklich jedem ans Herz legen, denn es ist so wichtig sich mit dem Thema "Krebs" u. seinen Konsequenzen einmal auseinanderzusetzen, da diese Krankheit mittlerweile so viele Menschen auf dem Gewissen hat, das es wirklich Jede u. Jeden angeht.
Darum möchte ich Werner Schneyder an dieser Stelle auch dafür danken, daß er den Mut hatte seine ganz persönliche Geschichte einer so breiten Öffentlichkeit zu erzählen. Es ist ihm damit gelungen aufzuzeigen, welche Grausamkeiten in unserer Klassenmedizin den Patienten u. seine Angehörigen erwarten, wenn sie Pech haben. Aufklärung allüberall tut dringend Not !!!
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am 24. März 2009
Dieses Buch schildert genau die Empfindungen die ich auch erlebt habe. Mein Mann ist vor einen halbe Jahr an Krebs gestorbe. Es sind die gleichen Gedanken (Hirnkrebs)und die gleiche Hilflosigkeit zu spüren. Es ist ein Buch von der Anderen Seite des Erlebens.Ich finde diese Buch ist lesenswert, es nimmt einem die Selbstzweifeln. Danke für dieses Buch.
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am 27. März 2008
Dieses Buch ging mir an die Nieren. Sprachlich unaufdringlich und sehr treffend formuliert, verfolgte ich das langsame Sterben der Frau des Autors. Allerdings hätte ich mir gewünscht, nicht nur die Sichtweise des Mannes zu lesen, sondern auch die Ängste und Hoffnungsmomente seiner Frau beschrieben zu bekommen. Manchmal war mir sein Selbstmitleid im Angsicht der Schmerzen seiner Frau etwas unangebracht und ich habe mir oft die Frage gestellt, wer denn nun der Patient ist. Das Buch ist lesenswert, bekommt aber nur 3 Punkte von mir.
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am 28. März 2011
So ein Buch ist irgendwie gefährlich: Ein Prominenter gibt Einblick in einen ganz persönlichen, tragischen Lebensbereich. Seine Frau stirbt an Krebs.

Wenn man so etwas angeht, muss man entweder ganz aufmachen oder man lässt es. Vielleicht hat der Autor nur ein bisschen etwas aufarbeiten und loswerden wollen und absichtlich keinen tieferen Einblick gewähren wollen.

Man hat irgendwie das Gefühl, dass er gar nicht wirklich seine Gefühle und Stimmungen beschreibt, wenn einer auf Tournee ist, während es der Frau so schlecht geht, dann denkt man unwillkürlich: Warum bist du nicht bei ihr? Andererseits ist der Blick von außen immer schwierig.

Man bekommt aber irgendwie beim Lesen das Gefühl, dass er eigentlich der große Leidtragende ist. Das Gefühl, dass man unbedingt diesen Menschen (den Autor) an seiner Seite haben möchte, wenn einen ein schlimmes Schicksal ereilt, bekommt man jedenfalls nicht.

Da wünscht man sich wohl eher jemanden wie in dem sehr berührenden Buch "Mut und Gnade".
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am 4. Februar 2008
dass es sich bei diesem Buch um einen Text handelt, der mittels dicken und schmalen Seiten dermaßen gestreckt worden ist, dass ca. 80 Seiten eines normalen Taschenbuchs hier auf rund 150 Seiten herangewachsen sind. Es handelt sich dabei um einen Bericht, den selbst ein mittelmäßiger Leser in 3 Stunden gelesen hat - dafür 17,90 EUR zu verlangen, ist schlicht eine Frechheit (für die älteren unter uns: DM 35,80).

Es gibt auf dem Buchmarkt Hunderte Krankheitsschilderungen durchaus sehr beachtenswerter Schicksale, deshalb sollte der Lesende ebenfalls erfahren, dass gar nichts vom Denken und Fühlen Werner Schneyders Frau in dieser Schilderung zu lesen ist, ebenso wenig etwas von ihren Ansichten, ihrem Handeln oder ihrer Interaktivität mit den Personen um sie herum. Hier berichtet ausschließlich Herr Schneyder - in Schimpfereien, mittels Unverständnis gegenüber dem Leben und der Krankheit sowie in einem schwer erträglichen Egoismus. "Hirntumor" nennt er ihn. Angesichts eines wahrhaftigen Tumors ein, nach meinem Empfinden, selbstbemitleidendes Bild. Ich hätte gerne mehr über seine Frau als über ihn erfahren, zumal das Werk "Krebs - Eine Nacherzählung" heißt und nicht "Krebs - Meine Ansichten dazu".

Sehr positiv ist aber sein Denkansatz, der immer wieder nach dem Sinn ärztlichen Tuns bei einer an sich klaren Prognose fragt, der es sich nicht leicht macht, einfache oder populistische Richtungen einzuschlagen, der aber doch in seiner Unentschiedenheit selbstzerstörend wirkt. Die Diskrepanz zwischen lebensverlängernden, die Lebensqualität erhöhenden Maßnahmen oder Nichtmaßnahmen und der menschlichen Würde, beschreibt Herr Schneyder eindringlich. Auch seinen Alkoholismus verschweigt er dabei nicht.

Diese Rezension bewertet oder kritisiert nichts an dem Empfinden Werner Schneyders, darauf möchte ich abschließend ausdrücklich hinweisen. Ich kritisiere einzig seine materielle Form des Ausdrucks (des aufgeblasenen gedruckten Buchs) und gebe lediglich meine Meinung zum gelesenen Text wieder. Der Sinn und Zweck einer Amazon-Rezension ist es, möglichen Kunden einen Erfahrungsbericht zwecks grober Orientierung zu geben. Ich finde, man sollte dabei vor allem das Buch bewerten und nicht in allgemeine Meinungen zum Thema abdriften.
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am 26. Januar 2013
Schildert ungeschminkt, die Hilflosigkeit des krebskranken Menschen, der aber immer noch Hoffnung auf ärztl. bzw. medizinische Hilfe hat und dabei nicht erkennen kann, ob Hilfe möglich ist, Leid verlängert oder die Therapie aus finanziellen Gründen oder der Kariere wegen angesetzt wird. Schneyder beschreibt einfühlsam die Hoffnung, Hilflosigkeit,Verzweiflung und die seelische Not der mitleidenden Angehörigen.
All jene,die schon das langsame Sterben eines Krebskranken miterlebten; finden sich bestätigt, daß man kein Enzelfall ist, sondern nur ein Fall im Krankenhaus und der Ärzte, die Hoffnung wecken, wo keine mehr im Nachhinein gerechtfertigt war; die Wahrheit wurde verschleiert.
Bei einem Hinterbliebenen wird zwar wieder zunächst der Schmerz geweckt, man leidet mit, doch stellt dann fest, mit seinem Erlebten war man kein Ausnahmefall; und das tut gut.. ..
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