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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dahls Markenzeichen:gute Politkrimis
Nach wie vor ist Arne Dahl mein absoluter Favorit der - fast unüberschaubaren Zahl - nordischer Krimiautoren. Er ist einfach der Analytischste von allen, mit einer gehörigen Portion Wut auf die gesellschaftliche Dynamik im allgemeinen und ihrer Auswirkung auf die Polizeiarbeit (und hier in Schweden) im Besonderen. Immer wieder spickt er punktgenaue, politische...
Veröffentlicht am 1. April 2008 von Apefred

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mystisch und unglaubwürdig
Auch ich reihe mich ein in die enttäuschte Fangruppe, die seit Misterioso diesem Autor treu geblieben ist und nach "Rosenrot" mit "Ungeschoren" erneut feststellen muss, dass der einst so fesselnde Kriminalautor Dahl sich immer weiter in einen Autor verwandelt, der sein Publikum mit mystischem Quatsch, unglaubwürdig konstruiertem Plot und maßlos...
Veröffentlicht am 23. Februar 2011 von Desdemona


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mystisch und unglaubwürdig, 23. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Ungeschoren: Kriminalroman (A-Team, Band 6) (Taschenbuch)
Auch ich reihe mich ein in die enttäuschte Fangruppe, die seit Misterioso diesem Autor treu geblieben ist und nach "Rosenrot" mit "Ungeschoren" erneut feststellen muss, dass der einst so fesselnde Kriminalautor Dahl sich immer weiter in einen Autor verwandelt, der sein Publikum mit mystischem Quatsch, unglaubwürdig konstruiertem Plot und maßlos überzeichneten Figuren vergrault. Vielleicht ist es ihm ein Anliegen festzustellen, wo die Schmerzgrenze seiner Leser anzusiedeln ist. Bei mir ist sie eindeutig da erreicht, wo bei einer Mordserie völlig auf Logik verzichtet wird, wo die Ermittler sämtlich mit übernatürlichem Gespür ausgestattet sind, wo die "Auflösung" nur mehr ein hanebüchener Unsinn ist, um eine Botschaft über die Schlechtigkeit der Welt und die Ichbezogenheit des Individuums zu transportieren. Dahl scheint es in seinem eigenen Genre zu langweilig geworden zu sein, gut, so mag er es wechseln, aber bitte mit einer neuen Reihe. Lasse er uns Halm/ Jalm und den Rest der A-Gruppe in guter und ungetrübter Erinnerung!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dahls Markenzeichen:gute Politkrimis, 1. April 2008
Von 
Apefred "Fred Ape" (Dortmund Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Nach wie vor ist Arne Dahl mein absoluter Favorit der - fast unüberschaubaren Zahl - nordischer Krimiautoren. Er ist einfach der Analytischste von allen, mit einer gehörigen Portion Wut auf die gesellschaftliche Dynamik im allgemeinen und ihrer Auswirkung auf die Polizeiarbeit (und hier in Schweden) im Besonderen. Immer wieder spickt er punktgenaue, politische Statements von unbestechlicher Logik in seine intelligent aufgebauten Krimis ein, die wiederum mit dem jeweiligen Fall und den eifrigen Akteuren im Polizeidienst, korrespondieren. Ein Zufall war, dass ich Michael Kumpfmüllers "Nachricht an alle" - eine hochdramatische - zwar fiktive, dadurch nicht weniger aktuelle -Beschreibung unseres wankenden Europas - gelesen habe. Es gibt viele überraschende Übereinstimmungen. Schön ist, dass es auch krimitechnisch immer spannend bleibt und uns dadurch Dahls gesellschaftliche Sicht der Dinge, nicht auf den Nerv geht. Zur Story: es geht um eine Art Selbstjustiz, der man aber, weil kryptisch versteckt und mit Shakespeare ummantelt, erst sehr langsam auf die Spur kommt. Die Protagonisten haben bei Dahl immer eine Geschichte, die sich in seinen Romanen fortschreibt. Man ist gerne mit den Akteuren zusammen, weil man ihre Entwicklung kennt. Sowohl familiär, mit Schicksalsschlägen behaftet, als auch in der Karriere bei der Stockholmer Kripo. Allenfalls zum Ende hin wirkt der Fall ein wenig aufgesetzt und konstruiert - man hat im ganzen Buch kaum die Möglichkeit, sich auf einen "Verdächtigen" festzulegen. Aber insgesamt ist das auch nicht so wichtig. Ich empfehle nach wie vor immer, alles von Dahl zu lesen und zwar von Anfang an. man bleibt gesellschaftlich und politisch auf der Höhe - und wird gut unterhalten. Was will man mehr?
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alles hängt irgendwie miteinander zusammen, 30. Oktober 2007
Alles hängt irgendwie miteinander zusammen - das ist die Quintessenz von Arne Dahls neuem Krimi „Ungeschoren“. Lose gestreute Informationen verknüpft er geschickt mit scheinbar zusammenhangslosen Fällen und zelebriert so die Verwirrungen und Entwirrungen wie Altmeister Shakespeare in seinem „Sommernachtstraum“. In diesem ungewöhnlichen Krimi geht es aber auch darum, dass ein Mörder moralisch handeln will und die Polizei, als eigentliche Hüterin von Recht und Gesetz, der Gerechtigkeit nicht Genüge tun kann.

Auch wenn dies nicht der erste Fall der „A-Gruppe“ ist: „Ungeschoren“ bietet einen spannenden Einstieg in die Welt des Arne Dahl und seinem Ermittlerteam.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zwiespältiges Urteil!, 17. November 2010
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Jan-Olov Hultin, Chef der A-Gruppe, einer Stockholmer Sonderermittlungsgruppe, geht in Pension. Und seiner Nachfolgerin, Kerstin Holm, bleibt keine Zeit, sich in ihrem neuen Amt zurechtzufinden. Innerhalb kürzester Zeit hat ihre Einheit eine solche Fülle an Mordfällen aufzuklären, dass alles im Chaos zu versinken droht.
Zudem muss sie einige neue Beamte einarbeiten und mit den besonderen Begebenheiten ihrer Spezialeinheit vertraut machen. Außerdem fehlt ihr Paul Hjelm. Der ehemalige Partner ist zu den "Internen" versetzt worden und ermittelt nun in Korruptionsfällen gegen eigene Kollegen.
Nach nur drei Tagen im Amt hat Kerstin Holm den Mord an einem Kurden aufzuklären - dringend tatverdächtig ist seine Schwester -, außerdem den Mord an einer polnischen Krankenschwester, die sich als Todesengel entpuppt, den Mord an einem Fernsehsenderchef, dringend tatverdächtig ein Fernsehkritiker, und den Mord an einem Fotografen, den vermutlich dessen Frau begangen hat. Hinzu kommt wenig später auch noch der Mord an einem moldawischen Schwimmtrainer, dringend tatverdächtig ist eine seiner mitgereisten Schwimmerinnen, die sich als Prostistuierte entpuppt.
Allen Fällen gemeinsam ist die Tatsache, dass der Täter scheinbar feststeht, sich aber entweder nicht an die Tat erinnern kann oder erklärt, unschuldig zu sein. Als auch noch Paul Hjelm auftaucht und Kerstin gesteht, dass er gegen seinen besten Freund Paul Chavez, Mitglied des A-Teams und zur Zeit auf Vaterschaftsurlaub, ermittelt, ist die Konfusion komplett.
Kerstin und Paul fragen sich, ob es irgendeinen Zusammenhang zwischen diesen seltsam klaren und seltsam unklaren Fällen gibt, finden aber keinen Ansatzpunkt.
Erst ein winziges Detail im Obduktionsbericht des toten Fotografen, dem mit einer Stichsäge ein Schädelstück herausgeschnitten wurde und als Oblate in den Mund gelegt wurde, erweist sich als erste Spur.

Der schwedische Literaturwissenschaftler Jan Arnald, Mitglied des Nobelpreiskomitees für Literatur, der unter dem Pseudonym Arne Dahl seit einigen Jahren äußerst erfolgreich Kriminalromane schreibt, hat mit "Ungeschoren" einen weiteren Roman vorgelegt. Die Reihe besteht mittlerweile aus zehn Krimis, von denen sechs in deutscher Sprache erschienen sind.

Leider ist "Ungeschoren" der bei weitem schlechteste dieser Serie. Und das aus mehreren Gründen.
Erstens verquickt Dahl eine solche Fülle an komplizierten, viele Personen und Ermittlungsschritte umfassende Fälle in diesem Buch, dass es kaum möglich ist, ihnen konzentriert zu folgen. Erschwert wird dies im Falle des Hörbuchs schlicht durch die Tatsache, dass man nicht einen der Dutzenden von Namen nachschlagen oder noch einmal lesen kann; man ist fast hilflos zwischen den permanent wechselnden Schauplätzen dem verworrenen Aufbau der Geschichte ausgeliefert.
Zweitens verbindet Dahl diese Fälle mit ausufernden Schilderungen der Gedanken, Lebensumstände und Aktionen der ermittelnden Polizisten. Dies ist zwar sehr interessant und hervorragend gemacht - immer hat man das Gefühl, realen Personen bei harter Polizeiarbeit über die Schulter zu blicken - aber die Fülle an Informationen erschwert dem Zuhörer zusätzlich den Fällen folgen zu können.
Drittens verbindet Dahl Fälle und Charakterzeichnung mit seinem eigentlichen Anliegen, einer harschen Gesellschaftskritik. Es wird massiv eine moderne Sprachlosigkeit aller Menschen postuliert, eine seelenlose Gesellschaft propagiert, in der nur eine Mordserie als notwendiges Fanal zu einer Rückbesinnung führt. Diese Moral ist unsäglich und in ihrer Härte und scheinbaren Ausweglosigkeit fast peinlich.

Doch neben diesen Makeln, die es erschweren, die Geschichte zu genießen, punktet Dahl ebenso mit seinem außergewöhnlichen Talent, Spannung zu erzeugen und den Zuhörer bewusst zu verwirren. Man wird aufs Glatteis geführt, weigert sich, die Andeutungen wahrzunehmen und wird immer wieder in Erstaunen versetzt, wie geschickt dieser Autor vorgeht. Zum Ende hin, wenn man versteht, wie das Hörbuch aufgebaut ist, wenn man die einzelnen Mordfälle zur Gänze erfasst, kann man nur bewundernd feststellen, dass es Dahl vermocht hat, dies alles in einen logischen Zusammenhang zu stellen. Eine Tatsache, die man während des Hörens einfach nicht für möglich gehalten hat. Am Ende bewundert man die Konstruktion des Krimis und ist begeistert über die Fähigkeit, alle Stränge zusammenzuführen.
Ein weiteres Plus ist der Sprecher Till Hagen. Er vermittelt mit ruhiger Stimme und ohne Pathos die notwendige Sachlichkeit und Tiefe, um dem Fall überhaupt folgen zu können. Seine innere Anteilnahme ist stark zurückgeschraubt und ähnelt eher der eines Chronisten - eine ideale Ausgangsposition für das Verständnis dieses Krimis.

Am Ende fällt das Fazit zwiespältig aus. Ein genialer Autor hat mit Bravour eine solche Menge an Fakten mit Fiktion vermischt, dass es einem Hochachtung abnötigt. Leider verquickt er dies mit übertriebener, fast peinlich abwegiger Moralkritik, die man so nicht hinnehmen kann. Auch kann man den Krimi erst genießen, wenn er beinahe zu seinem Ende gelangt ist und die Konturen sichtbar werden. Die ersten zwei Drittel sind eher schwere Kost.
Für Fans von Arne Dahl ist dieser Fall ein Muss. Wer den Autor nicht kennt, sollte vielleicht mit "Böses Blut" oder "Tiefer Schmerz" beginnen und sich, wenn diese Fälle ihm liegen, an "Ungeschoren" versuchen.

Stefan Erlemann
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend, doch etwas unübersichtlich. Starker Sprecher!, 6. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Ungeschoren: Das Taschenhörbuch (Audio CD)
Bevor das Morden richtig und offensichtlich losgeht, sortiert sich erst einmal das A-Team aufwendig neu - für Fans der Reihe im Grunde folgerichtig, für Neueinsteiger eher verwirrend. Die Interna wirken schon komplex genug, als auch noch die zunächst scheinbar zusammenhanglosen Morde hinzukommen, mit den regelrecht auf dem Tablett servierten potenziellen Tätern, die alle entweder geständig sind oder sich nicht mehr an den Tatablauf erinnern können. Eine Spur führt nach Polen und zugleich dazu, dass der entsendete Ermittler in Lebensgefahr gerät und erst einmal außer Gefecht gesetzt wird.
Die stark reduzierte Truppe setzt trotzdem alles daran, die Morde rasch aufzuklären, ohne zunächst zu begreifen, dass sie sich selbst im Fokus eines hochintelligenten Strippenziehers befindet.

Vermutlich ist es einfacher, der Print-Version zu folgen, in der ein verwirrter Leser immer einmal zurückblättern und sich neu orientieren kann. Beim Genuss des Hörbuchs sollte man in der Lage sein, stets aufmerksam zu folgen; als Nebenbeschäftigung bei anderen Tätigkeiten, wie Hörbücher bekanntlich häufig eingesetzt werden, eignet sich dieser Krimi eher wenig. Es passiert einfach zu viel zu rasch, als dass der rote Faden etwa bei einer Autofahrt mit dem üblichen Verkehrsaufkommen im Blick zu behalten wäre. Gerade die sehr breit ausgewalzten Privatangelegenheiten hätten deutlich reduziert werden können; dies richtet sich allerdings nicht speziell gegen das Hörbuch, sondern gegen Dahls hier unangenehm ausufernde Schreibe.
Der eigentliche Krimi ist durchaus spannend und geschickt konzipiert, und es lösen sich alle Handlungsstränge logisch auf; der Showdown macht Eindruck. Auch greift Dahl, ein gesellschaftskritischer Autor, ein interessantes und selbst hierzulande bisweilen sehr kontrovers diskutiertes Problem auf, in dem die freiheitlich-demokratische, von der Verfassung gestützte, Rechtsauffassung und das "Bauchgefühl" vieler Menschen einander diametral widersprechen. Es schwingt allerdings in diesem Buch ein unangenehmer Populismus mit.
Till Hagen als ausgezeichnetem Sprecher gelingt es, in gelassenem Ton die Spannung zu halten, auch über die genannten zu üppig geratenen Passagen hinweg, und es ist nicht zuletzt seiner Leistung zu verdanken, wenn der Hörer nicht im Verlauf des Romans aussteigt, weil er den Überblick verliert.
Die sechs CDs sind einzeln in Papierumschläge verpackt und in einer Hülle aus Karton zusammengefasst.

Kurz, für Fans der Reihe um das A-Team ist dieses Buch beziehungsweise Hörbuch sicher ein Muss, es gehört aber nicht zu den besten Bänden um die Stockholmer Sonderermittler, sondern schwächelt an einigen Stellen. Herausgehoben sei die Qualität des Sprechers.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alle Geheimnisse der Nacht. Das Beste seit Dahls "Misterioso"., 29. Oktober 2007
Von 
H. Gebauer (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Nach gefühlten acht Jahren liegt nun endlich der neue Dahl nach "Rosenrot" vor. Und siehe da, alle Probleme der früheren Bücher sind überwunden. Der Plot ist nicht mehr so überladen wie bei "Falsche Opfer" und nicht mehr so sentimental gesellschaftskritisch wie noch bei "Tiefer Schmerz" oder "Rosenrot". Nein, hier läuft alles wie am Schnürchen ab. Beinahe magisch, so wie es im Text einmal heißt, herrscht hier eine "Mittsommernachtsmagie". Nie zuvor hat es Dahl geschafft 4 (!) Fälle so virtuos mit einander zu verweben wie hier. Da ist ein Axtmord, ein verrrückter Fernsehjounrnalist, ein Toter im See und ein Verschwundener. Wie alles hier zusammenhängt, wird im folgenden natürlich nicht verrraten. Auch die Shakespeare-Anspielungen sind aushaltbar.Kurz zum weiteren Plot: Alles beginnt mit der Ablösung des alten Chefs Hultin und die neue Chefin Kerstin Holm beginnt mit ihrer Arbeit. Ein neuer Mitarbeiter Jon Anderson kommt ins Team dazu. Dankenswerterweise, beschreibt Dahl noch einmal das komplizierte Beziehungsgeflecht der Figuren des A-Teams. So dass auch Leser, die die vorherigen Bände noch nicht kennen, gut bedient werden. Also keine Angst! Es ist nicht erforderlich alle Bücher zu kennen. Es wird gerade soviel verraten, dass auch die spätere Lektüre der früheren Bände noch Spass macht. Was dann folgt gehört zum Besten was es an Kriminalliteratur gibt, denn Dahl begnügt sich nicht wie Tausende anderer Autoren mit der blossen Spannungserzeugung. Nein, er liefert großartige psychologische genaue Porträts, die mit wunderbar fast schon surrealen Beschreibungen wechseln. Aber vergisst dabei nie - wie leider noch bei "Rosenrot" - die Spannung des Kriminalstücks. Es bleibt also nichts mehr übrig zu sagen: DAS IST DER BESTE KRIMI VON DAHL! UND DER BESTE DES HERBSTES! Oder wann hat es Nesser zuletzt geschafft, einen federleichten und intensiven und hochspannenden Krimi zu schreiben ?

FAZIT: In einer Zeit, wo es nur noch das Thema "Serienverbrecher" zu geben scheint, liefert Dahl einen unfassbar originellen und spannenden Krimi, der sich nicht der Klischees des Kriminalromans ausliefert. Man darf gespannt sein auf den nächsten Dahl!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend verpackte Gesellschaftskritik ohne Zeigefinger, 11. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Ungeschoren: Kriminalroman (A-Team, Band 6) (Taschenbuch)
Arne Dahl beeindruckt mit diesem Buch nicht nur als spannender Autor, sondern besonders als intelligenter Mensch. Seine philosophischen, gesellschaftskritischen Textabschnitte treffen ins schwarze. Davon wünsche ich mir mehr und hier wurde das ganze noch spannend verpackt.

Da dies mein erster "Dahl" war, hatte ich Anfangs einige Probleme den Verwicklungen und Beschreibungen der Fülle von Figuren zu folgen. Insbesondere da sich einige Namen in dem Buch doch recht ähnlich sind, musste ich mehrfach nachblättern ob ich nun im Abschnitt eines "Guten" oder eines "Bösen" gelandet bin, das stört.
Einige der Handlungswendungen wirken, vielleicht dem heutigen Krimigeschmack angepasst, überzogen. Dennoch liegt die Qualität dieses Krimis deutlich über dem Genre Durchschnitt. Logik und Spannung stimmen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Literarisch immer ambitionierter, wird Dahl als Thriller-Autor immer schwächer, 5. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Ungeschoren: Kriminalroman (A-Team, Band 6) (Taschenbuch)
"Ungeschoren" ist der jüngste Thriller von Arne Dahl über die sogenannte A-Gruppe, die in Schweden die härtesten Kriminalfälle klären muss. Seine Fangemeinde hat der Autor, der in der schwedischen Akademie sitzt, die über die Nobelpreise entscheidet, sich redlich erarbeitet. Vor allem Dahls Erstling "Misterioso", aber auch die Sequels "Böses Blut" und "Tiefer Schmerz" sind ebenso unterhaltsam wie anspruchsvoll.

Doch schon sein letztes Werk "Rosenrot" fiel ein wenig gegenüber den Vorgängern ab. Dahl psychologisiert immer mehr an seinen Heldenfiguren Kerstin Holm und Paul Hjelm herum, anstatt sich um den Plot zu kümmern.

In "Ungeschoren" treibt er dieses Konzept weiter nach vorn. Die eigentliche Story kommt erst nach 200 Seiten auf Touren und bleibt dank einiger literarischer Kunstgriffe bis zum Schluss - oder darüber hinaus - rätselhaft. Was ein wenig auf der Strecke bleibt, ist die kunstvolle Konstruktion eines Spannungsbogens, die Dahl als Krimi-Autor unbestritten wie nur wenige andere beherrscht.

Empfehlung an den Leser: Da Dahls Romane aufeinander aufbauen, mit "Misterioso" beginnen, mit "Böses Blut" weitermachen, "Falsches Blut" und "Tiefer Schmerz" auf jeden Fall noch nachziehen. "Rosenrot" und vor allem "Ungeschoren" sind eigentlich nur noch was für Fans.
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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zwischenstop, 7. Oktober 2007
das neue buch von arne dahl ist in seiner handlung sehr gut konstruiert.
aber die eigentlichen kriminalfälle scheinen mir diesmal nur beiwerk zu sein.beiwerk für die umfassende übersicht über die privaten verhältnisse der ermittler.ihre familien.ihre kinder...
es schien mir so, als wenn das buch ein zwischenstop ist, zwischenstop auf dem weg zur handlung eines neuen romans, der wahrscheinlich schon längst "fertig" ist.nichts gegen arne dahl und seinen schreibstil, leider hat es mich diesmal nicht so gefesselt, wie andere bücher von ihm.
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4.0 von 5 Sternen wieder ein toller Krimi von Arne Dahl (wenn auch nichjt der Beste), 30. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich das Buch gekauft hatte, las ich einige Kritiken - und die waren vernichtend.
Ich kann das nicht bestätigen - mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen. Ich finde es auch nicht schlimm, dass neben der eigentlichen Geschichte einiges über die zwischenmenschlichen Beziehungen der A-Gruppe geschrieben wird.
Bestätigen kann ich die Aussage, dass man bei Arne Dahl alle Bücher in richtiger Reihenfolge lesen sollte - sonst ist manches schwer zu verstehen.
Dass plötzlich der Erzähler selbst erscheint und überlegt, ob ein Kind die nächste Leichen soll oder nicht, fand ich nicht so prickelnd aber auch nicht besonders schlimm.
Alles in Allem fand ich das Buch aber lesenswert und habe mir sofort die nächste Story besorgt!
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Ungeschoren: Kriminalroman (A-Team, Band 6)
Ungeschoren: Kriminalroman (A-Team, Band 6) von Arne Dahl (Taschenbuch - 1. Februar 2009)
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