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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
80
3,9 von 5 Sternen
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am 21. September 2007
Wäre ich Lektor dieses Buches gewesen, hätte sich längs dreier Viertel der 432 Seiten des Manuskriptes ein roter Strich gezogen. Nur einmal hätte ich geschrieben "Bezug zum Thema?" und mich dann mit "s.o." begnügt.
Schade, denn die durchaus gute Idee wurde denkbar schlecht umgesetzt. Oberflächlich, hektisch, ohne erzählerischen Tiefgang schreibt Weisman lockere 300 Seiten völlig am Thema vorbei. Ein Beispiel: Wenn es um das Afrika nach Homo sapiens geht, ergießt Weisman sich eine halbe Ewigkeit in Beschreibungen der jetzigen Situation, zieht willkürlich irgendeinen Massai hinzu, mit dem man sich null identifizieren kann und bringt ab und zu hanebüchene Belege an, wie denn sein langatmiger Vortrag dann doch zum Thema des Buches passen könnte. Ich finde so etwas einfach nur ärgerlich. Ich bin mir nach Weismans misslungenem Versuch mehr als sicher, dass man ein solches Thema nur einem einzigen Autor auf dieser Welt wirklich zutrauen kann: David Quammen.
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am 6. Juni 2012
Ich weiß nicht, warum ich in den anderen Rezensionen sowas wie "hab es mir anders vorgestellt" lesen muss und was diejenigen, damit meinen! Also meinen Vorstellungen entsprach das Buch sehr genau und übertraf sie auch noch.
Natürlich muss man erst mal einen Blick in die Gegenwart und in die Vergangenheit werfen, um sagen zu können, was in der Zukunft geschehen könnte und um die richtigen Schlussfolgerungen ziehen zu können. Viele Aspekte, auf die man so gar nicht kommt, werden angesprochen und der Einfluss des Menschen auf die gesamte Welt ist schon erschreckend und regt zum nachdenken an.
Ich kann dieses Buch nur jeden empfehlen, der sich ein Bild von einer Welt nach uns machen möchte. Wie die Erde sich vom Menschen erholt, wenn dieser plötzlich verschwinden würde. Und ich kann nur sagen: Lest nicht so viele Rezensionen, sondern macht euch selbst ein Bild von dem Buch! Es lohnt sich! "Die Welt ohne uns" ist intelligent geschrieben und es spricht viele Bereiche aus Chemie, Physik, Ingeneurtechnik, Architektur, Biologie und Geologie an. Es macht einfach nur Spaß es zu lesen.
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TOP 1000 REZENSENTam 17. April 2016
Es wird ja hoffentlich nicht so schnell Wirklichkeit, was Weisman uns vor Augen hält: Es wird eine Welt ohne uns geben, und wir wissen auch schon, wie sie aussehen wird. Alles was nach Millionen Jahren von uns bleiben wirdt, ist das unverwüstliche Aluminiumgeschirr (Was außerirdische Archäologen wohl zur Idee verleiten wird, die menschliche Kultur sei am exzessiven Aluminium-Konsum zugrunde gegangen)
Aber es muss ja nicht soweit kommen. Wenn wir uns Weismans Schreckensbilder eine Warnung sein lassen, können wir noch gegensteuern!
R Opelt, Autor von "Wasser und Eis"
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am 23. Dezember 2012
und "gut zu wissen". Man hat viel neues erfahren und einen Einblick in die Welt ohne den Menschen bekommen. Was passiert mit unseren Gebäuden, Fabriken und Geräten? Ich fand es wirklich interessant, wer sich allerdings für die Umwelt und die Prozesse, die in ihr ablaufen nicht wirklich interessiert sollte vielleicht lieber die Finger davon lassen.
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am 24. Oktober 2014
Es gibt ein paar Bücher die mich nachhaltig beeinflusst haben. Ganz oben auf dieser Liste steht: “Die Welt ohne uns” von Alan Weisman. Es ist zwar schon ein paar Jahre her, das ich es gelesen habe, aber vieles davon ist tief in mir hängen geblieben.

Alan Weisman ist Wissenschaftsjournalist und beantwortet in diesem Sachbuch Fragen wie: Was würde passieren, wenn die Mensch plötzlich von der Erde verschwinden? Wie schnell erobert die Natur alles zurück und welche Spuren unserer Zivilisation werden bleiben?
Dabei widmet er sich in 19 Kapiteln vielen Themen, die jeden Zweig der Wissenschaft, von Biologie, Chemie, Physik über Geologie bis hin zu Geschichte und Sozialwissenschaften anreißen. Allein die Fülle an interdisziplinären Informationen macht das Buch zu etwas besonderem. Weisman hat sehr gut recherchiert und bringt die fundierten Kenntnisse mit einfachen Worten an den Leser. Er verbindet geschickt Geschichte und Gegenwart, um zu beschreiben, was wäre, wenn es die Menschen plötzlich nicht mehr gäbe. Manchmal holt er sehr weit aus und legt gnadenlos dar, was wir mit unserer Erde bereits angestellt haben und noch anstellen. Ob es unser Umgang mit radioaktivem Abfall ist, unsere Gier nach Öl oder auch nur die Verwendung von Polymeren in Peelings, die das Plankton im Meer bedrohen, umfassender habe ich nie zuvor über den zerstörerischen Einfluss des Menschen gelesen. Dabei bleibt Weisman stets objektiv. Er berichtet nur, er wertet nicht. Das überlässt er allein dem Leser. Am Ende des Buches kommt man beinahe zu dem Schluss, dass die Erde ohne uns Menschen weitaus besser dran wäre.

Ich bin ja der Meinung, das dieses Buch zur Standardliteratur in Schulen gehören sollte. Weil es darüber aufklärt, was wir falsch machen (und falsch gemacht haben) und wie wir Dinge positiv verändern können. So gesehen ist es nicht nur eine Dokumentation darüber, wie die Welt ohne uns aussehen würde, sondern vielmehr ein Leitfaden darüber, was wir dafür tun können, damit auch noch die nächsten Generationen auf unserer Welt leben können.
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am 28. Juni 2015
Ein Buch das ich schon vielfach verschenkt habe- und auch selbst gelesen habe, klar. An vielerlei Beispielen hat Weisman sorgfältig recherchiert, wohin die "Reise" der Menschheit geht. Leider vieles kaum noch zu reparieren, aber die Erde wird uns weitgehend überstehen.
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am 8. Februar 2014
Habe mir das Buch gekauft nachdem ich im Fernsehen den Film "Die Welt ohne uns" gesehen hatte. Ich dachte, dass das Buch vermutlich ähnlich spannend aufgebaut wäre. Leider war dem nicht so. Weisman macht immer wieder doch sehr wissentschaftliche Asuflüge die das Buch (für mich) sehr langweilig und uninteressant machen. Leute die in dieser Wissenschaft hingegen mehr Interese haben könnte dieses Buch gefallen. Wie gesagt für Leuten die nicht so viel mit der Wissenschaft zu tun haben, könnte dieses Buch schnell langweilig werden.
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Was würde auf der Erde passieren, wenn die Menschheit von einem auf den anderen Tag verschwände? Was würde vor sich gehen in der Flora und Fauna? As bliebe von den Errungenschaften der Technik und Industrie nach 1.000 Jahren oder wäre schon viel früher alles vorbei und ausgelöscht? Der Autor, gelesen von Stephan Schad, zeigt uns mit DIE WELT OHNE UNS ein kurioses Gedankenexperiment auf, welches mehr und mehr im Verlauf der CD bedrückende Züge bekommt.

Wie schnell erobern die Pflanzten und Tiere die gestohlenen Lebensräume zurück - ? - schnell, unglaublich schnell. Was geschieht mit Häusern und Gärten, mit Straßen und Wolkenkratzern, mit Tunneln und Brücken? Sie brechen ein und verschwinden in atemberaubender Geschwindigkeit, sobald der Mensch sie nicht mehr in Stand setzt.

Doch was passiert mit der petrochemischen Industrie? Was mit Atomkraftwerken und was mit den Bomben und Waffen? Ein Problem auch für nachkommende Tiere und die Pflanzenwelt, denn was wir da geschaffen haben, tötet auch noch Jahrmillionen...

Die CDs faszinieren und rütteln wach, sie kitzeln und prügeln ein, sie stoßen und schlagen uns - sie zeigen auf wie weit wir schon eingegriffen haben und wie findig die Natur sein kann und ist. Doch unsere Hinterlassenschaften können auch bösartig sein...

Ein grandioser Versuch aufzuzeigen was sein könnte - von der ersten bis zur letzten Minute spannend und faszinierend.

Sehr empfehlenswert
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"Die Welt ohne uns" ist der Versuch des amerikanischen Journalisten Alan Weisman, aufzuzeigen, was ohne den Menschen, seine Gegenwart, seine permanente Aktivität im Laufe der Zeit auf Erden übrig bleibt. Und es ist gleichzeitig eine Bestandsaufnahme der Umweltzerstörungen und Veränderungen, der Inanspruchnahme und Vernichtung der natürlichen Ordnung, die die Evolution ohne ein bewusst eingreifendes Wesen hat entstehen lassen.

Zu Beginn versucht Weisman jeden einzelnen Menschen mit in sein Gedankenexperiment einzubinden, indem er sich des Hauses, der Wohnung oder des Gebäudekomplexes annimmt, den der Leser und Hörer bewohnt. Wie lange bleibt ein Haus stehen, wie lange braucht die Natur, brauchen Wasser und natürliche Erosion, um daraus einen Haufen Schutt werden zu lassen?
In diesen Momenten offenbart Weisman ein herausragendes Talent, in meist einfachen Worten klar zu machen, dass nichts, was der Mensch gebaut hat, von Dauer ist. Jedenfalls fast nichts. Nach vielen Kapiteln, unzähligen Beispielen und Szenarien erläutert der Autor, was fast für die Ewigkeit von der Menschheit aus der Natur herausgelöst wurde. Die durch ungeheuer aufwendige Prozesse angereicherten Uran-Isotope, die der Mensch für Waffen, Kernkraftwerke und Forschung aus Millionen Tonnen Gestein herausgelöst hat, überdauern sogar den Fortbestand des Planeten selber und geben noch nach Milliarden Jahren ein strahlendes Zeugnis des Wirkens den Menschen ab.

Immer dann, wenn Weisman konkret belegt, wie sich Dinge, Bauwerke und Errungenschaften verändern werden, wenn der Mensch von einem zum anderen Tag nicht mehr zur Stelle ist, um zu erhalten, zu warten, zu korrigieren und zu reparieren, lauscht man fasziniert, ist schockiert und gleichzeitig nachhaltig beeindruckt. Ob es die gewaltige Stadtlandschaft New Yorks ist oder der von Weisman als die größte Leistung der Menschheit klassifizierte Panama-Kanal, riesige Brücken, gewaltige Ölraffinerien, Tunnelsysteme, Deiche und Dämme, Mauern, Salzkavernen oder die Portraits der US-Präsidenten in Mount Rushmore - Weisman hat mit immensem Fleiß Wissen gesammelt, Fachleute befragt und wissenschaftlich fundiert analysiert und minutiös aufgelistet, welcher Werkstoff wann, welche synthetische Verbindung wie und welche technischen Errungenschaften der Menschheit nach wie langer Zeit nicht mehr als solche zu erkennen sind und spurlos von der Erdoberfläche verschwunden sein werden. Er spannt dabei einen Zeitbogen von wenigen Tagen bis Jahrmilliarden.

Besonders elegant ist die Verankerung all dieser Szenarien in der Vergangenheit. Eine oft sehr ausführliche - manchmal fast langatmige - Schilderung der Bedingungen vor unserer Zeit dient Weisman als Basis, die Bedingungen zu formulieren, die nach uns herrschen könnten. Leider geraten einige dieser Beispiele zum Selbstzweck. Sie scheinen mehr der Kritik am jetzigen Zustand zu dienen denn dem virtuellen Projekt "Welt ohne uns". So ist es zwar leidlich interessant zu erfahren, wie sich der Panama-Kanal nach Jahren und Jahrzehnten in seine Bestandteile auflöst und schlicht aufhört zu existieren, doch die Dreiviertelstunde, die sich Weisman mit jedem Damm, jeder Pumpe und noch dem kleinsten Detail auseinandersetzt, ist überflüssig, langweilig und übergenau - das wollte man eigentlich so genau nicht wissen.

Auch die hämische, zynische, oft unangebrachte Kritik, die Weisman einfließen lässt, ist oft überzogen und dem Titel nicht angemessen. Hier wird Gesellschaftskritik geübt und nicht darüber nachgedacht, wie die Welt ohne uns aussehen wird.
Dies gipfelt im ultimativen Lösungsvorschlag des Amerikaners. Er postuliert, dass eine Geburtenkontrolle ähnlich der, die in China seit Jahrzehnten Realität ist, nämlich die "eine Frau ein Kind-These", alle Probleme beseitigen wird, die heute unser Weiterleben gefährden. Nach wenigen Jahrzehnten lebten dann nur noch knapp über eine Milliarde Menschen auf der Erde und das Paradies wäre nicht mehr weit. Bei aller Prägnanz dieses Vorschlags, - und Weisman wird fast zum Prediger dieser Utopie -: Dass die schiere Zahl der Menschen das eigentliche Problem ist und nicht der dem Luxus und dem uneingeschränkten Konsum geschuldeten Naturverbrauchs, ist zumindest fragwürdig. Aus einem ideologischen und psychologischen Problem eines der Quantität zu machen, mutet doch zu einfach an, um ernst genommen zu werden.

Doch abseits dieser mahnenden Worte schafft es Weisman auf sehr prägnante Weise, den Zuhörer wachzurütteln, ihm vor Augen zu führen, wie kurzlebig die Errungenschaften der menschlichen Gesellschaft sind und wie sehr sie - im wahrsten Sinne des Wortes - auf Sand gebaut sind. Er mahnt, rüttelt wach, macht nachdenklich und fasziniert darüber hinaus mit einer solchen Fülle an Fakten, dass man dieses Hörbuch mit Sicherheit mehrmals hören muss, um vieles erst richtig zu erfassen.

Dank eines sehr gut aufgelegten Sprechers Stephan Schad, der mit Verve, klarer Aussprache und sympathisch sonorer Stimme diesen in Teilen doch sehr schwierigen Text vorträgt, sind die zweihundertsechsundachtzig Minuten fast durchweg ein großes Hörvergnügen und jedem wissenschaftlich Interessierten zu empfehlen. Und selbst wenn man der politischen Botschaft Weismans nicht uneingeschränkt zustimmen kann oder will, ist er doch ein ausgezeichneter Journalist, der ein faszinierendes Gedankenexperiment fast bis zum Exzess analysiert und für den Leser und Hörer gekonnt aufbereitet hat.

Stefan Erlemann
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Was passiert, wenn die Menschen von jetzt auf gleich vom Erdboden verschwinden, ohne Zeit zu haben, ihren Nachlass zu regeln? Das möchte der Amerikaner Alan Weisman in seinem spannenden Sachbuch DIE WELT OHNE UNS klären und hat Architekten, Biologen, Geologen und viele andere mehr befragt, um exemplarisch an konkreten Schauplätzen die Veränderungen aufzuzeigen, die zu erwarten sind. Um die Welt ohne uns zu skizzieren, ist es nötig, die Welt MIT uns zu analysieren, unser Sündenbabel, unsere Gier, unsere Maßlosigkeit, unsere Achtlosigkeit und Unbekümmertheit. Müll, atomare Verseuchung, Krieg, Überbevölkerung, Überfischung der Meere, Artensterben: was wir unserer Umwelt verantwortungslos und zukunftsblind antun, ist bekannt und wird hier einmal mehr schonungslos aufgelistet, um dann ebenso schonungslos zu sezieren, wie lange es braucht, bis diese Spuren wieder verwischt sind. Die Ergebnisse sind verblüffend: schon nach zwei Tagen ist das New Yorker U-Bahn-System geflutet, PCBs und Dioxine sind hingegen nach mehreren Millionen Jahren noch vorhanden, und unsere Radio- und Fernsehwellen strahlen noch nach mehreren Milliarden Jahren, wenn die Erde längst verglüht ist.
Wer profitiert von unserem Abgang, wer verschwindet mit uns? Auch darum geht es, und einige Prognosen haben mich verblüfft: Schaben und Ratten sind so sehr von uns abhängig, dass sie weitgehend verschwinden werden, zumindest in den Gebieten, in die sie eingeschleppt wurden. Hingegen werden die Katzen erwartungsgemäß ohne uns zurechtkommen.
In diesem Buch geht es nicht um Lösungen, sondern um ein rein hypothetisches Was-wäre-wenn, und dem Autor ist bewusst, dass der Vorschlag, die Bevölkerung durch Geburtenkontrolle - jede Familie weltweit nur noch ein Kind - Ende des Jahrhunderts wieder auf 1,6 Milliarden zurückzuführen, utopistisch ist. Es klingt dabei jedoch an, was alle Experten und Politiker tunlichst verschweigen: ein Grund für den Raubbau an unseren Ressourcen, ein Grund für den Klimawandel liegt in der Überbevölkerung: zu viele Menschen wollen zu viel, haben - durchaus verständlich - stetig wachsende Ansprüche an Ernährung, Mobilität und Wohlstand. Das ist eine unbequeme Tatsache, und der Autor hat kein vernünftigeres Rezept dagegen als eine Utopie.
Ein bekanntes Buchjournal bemäkelte an Weismans Bestseller, dass die Vorstellung einer Welt ohne uns gar zu schrecklich wäre. Doch warum? Was Weisman da aufzeigt, sind selten bedauernswerte Entwicklungen. Vielmehr halten sich die meisten Menschen für so unentbehrlich, dass ihnen eine Welt ohne uns völlig absurd vorkommt. Dabei wird das Szenario spätestens dann Realität, wenn die Sonne sich in ein oder zwei Milliarden Jahren auszudehnen beginnt und die Erde schließlich irgendwann verschlingen wird. Asche zu Asche, Glut zu Glut.
"Die Welt ohne uns" soll auf unterhaltsame und aufregende Weise aufklären und wachrütteln, sie will Leute wie den Kritiker des Buchjournals von ihren Sockeln holen. Diesen Anspruch erfüllt das Buch bestens. Mehr kann es nicht.
Was bleibt also irgendwann einmal von uns? DSDS und Dial-In-Shows im Weltall? Was im Inneneinband als Teaser tabellarisch dargestellt wird, wird im Text ausführlich an konkreten Schauplätzen - Zypern, USA, Kenia, Polen, die Südsee - verhandelt und darf auch als Aufruf an alle verstanden werden, abseits jeglicher (auch in diesem Forum deutlich spürbaren)Selbstverliebtheit die WELT MIT UNS zum besseren zu wenden. Wir sind es ihr schuldig.
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