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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Apologetik im besten Sinne: für einen aufgeklärten Islam
Reza Aslan verfasst mit diesem Buch eine Apologetik des Islam im besten Sinne. Mittels der historisch-kritischen Methode unterscheidet er zwischen den historischen und den heilsgeschichtlichen Voraussetzungen des Islam und trägt so wesentlich zu einem aufgeklärten Blick auf diese Religion bei.

Und dieser Blick ist heutzutage unbedingt notwendig: er...
Vor 7 Monaten von Jakob veröffentlicht

versus
24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine art wohlfuehl-islam
Es ist eine Binsenweisheit, dass der Islam kein monolithischer Block mit festgefügten Grundsätzen und Lebensregeln ist. Was im Senegal Islam bedeutet, muss nicht mit dem uigurischen Islam konform sein. So repräsentiert Reza Aslans Buch ziemlich eindeutig die iranische Sicht und dazu noch aus dem amerikanischen Blickwinkel und für ein US-Publikum...
Veröffentlicht am 23. August 2011 von expatriat1


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Apologetik im besten Sinne: für einen aufgeklärten Islam, 15. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kein Gott außer Gott: Der Glaube der Muslime von Muhammad bis zur Gegenwart (Taschenbuch)
Reza Aslan verfasst mit diesem Buch eine Apologetik des Islam im besten Sinne. Mittels der historisch-kritischen Methode unterscheidet er zwischen den historischen und den heilsgeschichtlichen Voraussetzungen des Islam und trägt so wesentlich zu einem aufgeklärten Blick auf diese Religion bei.

Und dieser Blick ist heutzutage unbedingt notwendig: er ergänz das krude Bild, das islamische Traditionalisten und Fundamentalisten vom Islam zeichnen, aber auch jene Nichtmuslime, die vom Islam nur die Islamisten rezipieren und das populäre Bild vom Islam als tödlicher Bedrohung für den Westen zeichnen, weswegen sie seine Ausschaltung oder Vertreibung fordern.

Gleichwohl verfolgt Reza Aslan unverkennbar eine Agenda, wie er im Buch offen zugibt: er propagiert eben einen aufgeklärten Islam. Und entsprechend entscheidet er sich bei der Bewertung der historischen Person Mohammed wie auch in der Auslegung des Koran stets für die fortschrittlich-humanistische Quelleninterpretation. Dass auch andere Interpretationen statthaft und vor allem verbreitet sind, gibt er allerdings offen zu - und der kritische Leser dieses Buches sollte sich ebenso stets darüber im Klaren sein.

Reza Aslan zeichnet ein Bild vom Islam, nicht unbedingt, wie er heute in seiner Mehrheit ist, sondern wie er sein kann.

In Ergänzung zu diesem Buch empfehle ich daher eine weniger positive Darstellung des Islam, wie etwa "Islamische Theologie" von Lutz Berger. Als Nichtmuslim beschreibt Lutz Berger den Islam wesentlich nüchterner als Reza Aslan - man sollte sich aber hüten, anzunehmen, die Perspektive eines Außenstehenden sei deswegen auch objektiver. Denn natürlich birgt auch der Skeptizismus eines Außenstehenden stets eine Agenda. Jede dieser Perspektiven auf den Islam ist legitim, und jede sollte rezipiert werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen kein gott ausser Gott, 20. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kein Gott außer Gott: Der Glaube der Muslime von Muhammad bis zur Gegenwart (Taschenbuch)
Das Buch ist in jedem Fall lesenswert, es schlüsselt auf, was den Islam heute und auch in der Zeitrechnung nach 622 ausmacht.
Es wird klar erkannt, dass sich die islamistischen Strömungen bis heute bekämpfen.
Mir gefällt in diesem Zusammenhang nicht die Gleichstellung mit den "Religionskämpfen" in Europa während des Dreißigjährigen Krieges und den heutigen Auseinandersetzungen des Islam in seinen Strömungen. Im Dreißigjährigen Krieg sind sehr wohl politische Facetten ausschlaggebend.
Aslan meint zwar,ein pluralistisch ausgerichteter Islam sei zukunftweisend. aber wo finde ich den:
In Saudi Arabien(größte Katasthrophe), in der Türkei mit Erdogan (große Katasthrophe) oder in Afghanistan etc.d.h. nicht nachvollziehbar.
Allerdings, man sollte das Buch schon lesen. empfehlenswert. Es zeigt zusammenfassend gesagt die möglichen Interpretationen des Islam, die in ihrer Ideologie leider nicht zusammenpassen und zu den eklatanten Auswirkungen in unserer Zeit führen. Alte Schriften aus dem 7.JH können wie auch die Märchenerzählungen der Bibel des alten Testamentes können für unser heutiges religiöses Verständnis nicht mehr herangezogen werden. Aslan beschreibt in seinem Buch "Zelot" die zeit um Jesus sehr treffend wie auch Dahlheim "Die Welt zur zeit Jesu". In diesem Zusammenhang muss man auch die Persönlichkeiten im Jüdisch/Christlichen Verständnis wie Abraham, Mose etc als historische in Frage stellen wie so vieles. S. auch Bücher von Gerd Lüdemann.
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40 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll geschrieben, wissenschaftlich fundiert, 17. September 2006
Die Religionsgeschichte des Islam von der Entstehung bis heute, literarsich anspruchsvoll, und unterhaltsam erzählt, zugleich wissenschaftlich-kritisch fundiert, aus einem umfassenden Engagement für Aufklärung geschrieben. Ein dringend notwendiger Beitrag zum Verständnis des Islam in mitten der aktuellen Flut populistischer und spekulativer Fachliteratur zum Thema.

Besonders interessant finde ich die These Aslans, dass sich der Islam heute in einer Phase der Reformation befindet und die zunehmende Radikalisierung und Ideologisierung vor allem als innerislamischen Konflikt zu verstehen ist.

Informativ und ein Lesegenuss. Wenn Sie nur ein einziges Buch zum Thema Islam lesen wollen, dann solltes es dieses sein.
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33 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellente Einführung in die Welt des Islam, 9. August 2006
Von 
Michael Weber "plodriges" (Nisterau, Westerwald) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Hier hat ein junger iranischer Autor eine Einführung in den Islam vorgelegt, die ihresgleichen sucht. Mit großer analytischer Tiefe und zugleich großer Erzählkunst gelingt es Aslan, den Leser nicht nur mit der Quintessenz des islamischen Glaubens, sondern auch mit dessen Geschichte in chronologischer Perspektive vertraut zu machen. Dabei ist die Darstellung - insbesondere bei heiklen geschichtlichen Zusammenhängen - niemals einseitig, sondern spiegelt den weiten Bildungshorizont des Autors wider, der wiederholt seine profunde Kenntnis auch von Judentum und Christentum in die Darstellung mit einfließen läßt. Zahlreiche Anekdoten, Mythen und spannende Erzählungen aus der islamischen Kulturüberlieferung lassen beim Lesen niemals Langeweile aufkommen, wenn der zunächst unbedarfte Laie immer tiefer in eine ihm doch recht unbekannte Welt eintaucht. Dabei wird nicht nur offensichtlich, wie wenig islamistische Bewegungen mit der im Grunde toleranten Botschaft des Islam zu tun haben, das Buch öffnet zugleich den Blick für historische Bedingtheiten, deren Kenntnis für die Überwindung von Fundamentalismen auf allen Seiten auf der Suche nach einer friedlicheren Welt unverzichtbar ist. Im Sinne eines aufgeklärten Islam postuliert Aslan dann auch kritisch die Rückbesinnung aller Moslems auf die Wurzeln ihrer großen monotheistischen Religion, so wie sie sich im Koran als wichtigster Rechtsquelle vorfinden.

Ein Glossar am Ende des Buches mit kurzen Erläuterungen zu den wichtigsten Begriffen und Stichworten des Islam rundet den sehr guten Eindruck dieses Buches ab. Absolut empfehlenswert!
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine art wohlfuehl-islam, 23. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Kein Gott außer Gott: Der Glaube der Muslime von Muhammad bis zur Gegenwart (Taschenbuch)
Es ist eine Binsenweisheit, dass der Islam kein monolithischer Block mit festgefügten Grundsätzen und Lebensregeln ist. Was im Senegal Islam bedeutet, muss nicht mit dem uigurischen Islam konform sein. So repräsentiert Reza Aslans Buch ziemlich eindeutig die iranische Sicht und dazu noch aus dem amerikanischen Blickwinkel und für ein US-Publikum heraus. Die personalisierte Rahmenhandlung mag für den US-Markt stimmen, für europäische Leser, die ein ernstes und schwieriges Thema auch als solches behandelt gesehen wollen, klingt manches etwas banal. Die Gewaltfrage wird, dem augenblicklichen Mainstream folgend (die Muslime vor Osama schützen!), beschönigt, der Islam als modernisierungsfähig im westlichen Sinne angesehen. Das mag für euro- und US-muslimische Eliten (aus denen sich Aslan rekrutiert) gelten, aber nicht für die Mehrheit der Islam-Formen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aufklärung über den Islam, 9. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe vom selben Autor "Zelot" gelesen mit unerwarteten Erkenntnissen über das Leben des historischen Jesus von Nazareth im Vergleich zu dem Jesus der Bibel, den wir als Christen verehren. In gleichem Maße erhoffe ich mir Aufklärung über den Islam, der nach meiner Meinung durch die Aktionen sogenannter Islamisten und Gotteskrieger (z. B. aktuell im Irak oder in Afrika) in ein falsches Licht von Gewalt und Unterdrückung gerückt wird. Ich bleibe gespannt auf die Lektüre.
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25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufen ! Lesen ! Weiterempfehlen !, 16. Oktober 2006
Ein selten gutes Buch, dessen einziger Nachteil ist, dass man es nicht länger geniessen kann.

Der Inhalt: Die Geschichte des Islams in Kompaktform. Einiges zur vorislamischen Zeit, relativ ausführlich die Zeit des Propheten, etwas zu ersten Kalifen, zur Schia und Sufusmus, abschliesend die geistige Strömungen vom 19 Jh. bis in die Gegenwart. Immer wieder interessante Exkurse zu vieldiskutierten Themen, wie z.B. Frauen im Islam.

Das Werk besticht durch eine aus jeder Zeile herauszulesende Hochachtung des Autors für die islamische Offenbarung gepaart mit sehr eidrucksvoll vorgebrachter sachlicher Kritik am Zustand der islamischen Theologie.

Man staunt, wie eine der wichtigsten Neurungen Muhammads - die direkte Hinwendung des Gläubigen an Gott - faktisch weitgehend hintertrieben wird,indem man die "Auslegung" des Koran in die Hände Weniger legt und jeglichen Gebrauch der Vernunft ausschaltet. Und dann hat man schon das vorlutherische Europa im Kopf und genau hier setz der Autor auch an, wenn er von der bevorstehenden Reformation des Islams spricht.

Übrigens soweit dieses kluge Buch die Folgen des Ausschaltung der Vernunft in der Theologie aufzeigt, bietet sich dazu mit der Regensburger Vorlesung des Papstes, die kürzlich so viel Wirbel verursacht hat, eine Zusatzlektüre an. Die Rede des Papstes behandelte ja gerade, wenn man sie gehört oder gelesen hat, das Verhältnis des Göttlichen und der menschlichen Vernunft.

Alles in allem ist Reza Aslans Wer eine wunderbare Lektüre, die mir den Islam sehr viel näher brachte. Ich hoffe, wir werden von dem Autor bald mehr in ähnlicher Qualität angeboten bekommen.
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22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ... Und Islam bedeutet Frieden., 27. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorneweg, ich habe das Buch noch nicht komplett gelesen.

Dennoch erlaube ich mir hier meine Eindrücke über dieses Buch zu präsentieren:

1. Der Preis für die nicht gebundene Ausgabe ist mit 10 Euro sehr akzeptabel und fair.
Die Qualität ist nicht überragend aber annehmbar und vor allem nicht minderwertig.

2. Die Schreibweise von Reza Aslan ist sehr schön. Literarisch angenehm aber nicht schwer zu verstehen.

3. Der Inhalt und die Darstellung desen.
Was mir aber aufstösst ist, wie hier permanent versucht wird mit einer angeblichen Wissenschaft den Text zu verfassen.
So gibt Reza Aslan immer wieder zu erkennen, es seien Mythen und wie sich die Person in der Geschichte des Islams, genannt Mohammad, herauskristallisiert wohl eher auch Märchen. Trotzdem wird auf der anderen Seite der Anschein erweckt es seien historische Fakten (ja er benutzt des öfteren gerne das Wort fakt, wie es damals war und wie es nicht war etc.)
Einerseits prangert er den Isnad also die Überlieferungskette der Hadithe (der eigentlichen Überlieferungen) an und stellt sie eher als gesamtunglaubwürdig an, da sie ja so viel später erst kamen und von Generation zu Generation verfälscht sind. Hier hat Reza Aslan auch keine Scham den Orientalist Ignaz Goldziher zu erwähnen, welcher auch herausgefunden hatte das viele Hadithe aus völlig anderer Quelle als der Umgebung Mohammads stammen. Und gleichzeitig verteidigt er die Mutmassung und angebliche Hirostizität von Mohammad und vor allem desen Biographie.
Es zeigt sich ein Paradoxon einige Texte als verfälscht zu betrachten, aber Biographien die 100/200 Jahren nach dem Ableben des angeblich lebenden Mohammad als Faktum hinzustellen.
Damit zieht Reza Aslan einen roten Faden durch das Buch (von dem was ich bisher gelesen habe) aus reiner Sicht eines Muslimen. Er deklariert alle Kriege die Mohammad geführt hat als Verteidigungskriege, auch wenn er anerkennt, dass Mohammad in einige kriege HINAUS gezogen ist.
Diese ständige Defensivhaltung dem sogennanten Propheten Gottes wird auch Ausdruck verliehen, indem Reza Aslan Mohammad als einen schier perfekten Frauenfreund und Sozialkämpfer hinstellt.
Der üble Beigeschmack wird erkannt, wenn man feststellt, dass Reza Aslan sich die Stellen in den Quellen in und um Mohammads leben nach seinem eigenen Ermessen aussucht und nur die in seiner akzeptierter Moralvorstellung erwähnt.
Typisches Beispiel: Gewaltätige Handlungen gegen Andere, welche im Qur'ân vorkommen, werden dahingegend gerechtfertigt, dass sie in Zeiten des Krieger gegen die Muslime offenbart wurden.
Dieser Punkt ist eine der wohl billigsten und integritätslosesten Verteidigung die man aus der gesamten muslimischen Gemeinschaft kennt.
Typisches Beispiel: Aishas und Mohammads Hochzeit. In den Sahih Buqhari Hadithen gibt es mindestens 2 Hadithe die belegen, dass Aisha im alter von 6 Jahren geheiratet hat und mit 9 diese Heirat vollzog, sprich schlicht Sex hatte.
Anhand welcher Kriterien Reza Aslan nun seine Auswahl getroffen hat und beschreibt das sie erst mit 9 geheiratet hat und nicht vor der Pubertät Sex hatte (interessanterweise nennt er aber kein Alter für die Pubertät), lässt sich nicht herauslesen.

Ich finde es höchst bedenklich, zu behaupten es sei faktisch belegt, dass Mohammad dies und jenes tat, man einige Islamquellen nicht beachtet (so wie eben die Hadithe nach gut dünken akzeptiert oder nicht akzeptiert) und einige Quellen als historische Dokumente ansieht (wie die Biographien von Ibn Ishaq und Ibn Hisham (welche keine unvoreingenommenen Menschen waren sondern als Muslime wohl kein Schlechtes Wort, über ihren Propheten, über ihre Lippen bringen konnten noch wollten)).
So wird dargestellt, dass Mohammad unglaublich perfekt gehandelt hatte und wenn es Fehler im Islam gab, dann waren es erstaunlicherweise ständig irgendwelche "Anderen" aus Mohammads Gefolgschaft oder erst nach seinem Tod, als die "Unfrömmigkeit" der Menschen wieder zunahm.
Von einem Wissenschaftler erwarte ich mehr Objektivität und weniger unterschwelligen religiösen Beistand. Dazu gehört kritisches Denken und Ehrlichkeit. Dies kann kaum erreicht werden, wenn man notgedrungen gezwungen wird auch ja kein einziges übles Wort dem Propheten anzusprechen. Das ist alles andere als unvoreingenommene Wissenschaft.

Bis jetzt empfinde ich das Buch, mit einem üblen Beigeschmack von latenter Islampropaganda, als akzeptabel.
Als Wissenschaftsbuch oder -arbeit kann ich es nicht betrachten, dafür ist die Muslimsicht des Schreibers zu offensichtlich.

Fazit:
Wer noch einige Dinge aus dem Leben des angeblich existierenden Menschen Mohammad erfahren will und die Texte von Ibn Hisham oder al-Tabiri noch nicht gelesen hat, bekommt hier einen Einblick und eine Erklärung aus Sicht von Reza Aslan.
Wer aber eine ernsthafte und kritische Objektivität erwartet und die nackte Wahrheit zu finden hofft sollte diese Lektüre nicht zu ernst nehmen.

Ich habe dieses Buch gekauft, anhand der Rezensionen auf Amazon, die ich für masslos überbewertet halte.
Ohne diese Überbewertung, hätte ich es vielleicht nicht gekauft. Das Hauptargument aber war die Erwähnung dieses Buches in Christopher Hitchens GOD IS NOT GREAT (zu Deutsch: Der Herr ist kein Hirte (welches ich im Übrigen weit aus mehr empfehlen kann als dieses Buch hier))
Doch es ermöglicht mir jetzt eine persönliche Bewertung abzugeben.
Dass das Buch keine 1 Stern Bewertung erhält verdankt es nur dem Preis und der literarischen Schreibweise von Reza Aslan bzw. deren Übersetzung.

PS: Wer Rechtschreibefehler findet, darf diese drucken, sich einrahmen und an die Wand hängen oder mir freundlich melden, dann korrigiere ich diese gerne.
Und durch einen Klickfehler bezieht sich die Rezension NICHT auf die Gebundene Ausgabe.

EDIT/NACHTRAG:
Das Buch ist natürlich jetzt fertig gelesen. Und ich hatte das richtige Bild bereits von Anfang an.
Was lediglich noch dazu gekommen ist, ist die Tatsache, dass Reza Aslan sich leider als Schiit "entlarvt". Nicht das es schlimm wäre. Doch es spricht Bände wie die muslimische Welt halt gegen sich selber kämpft mit allerlei Zersplitterung. Als Atheist halte ich grundlegend nicht viel von Religionen, so ist es mir persönlich auch völlig egal, zu was für einer Religion jemand sich entscheidet und dementsprechend stehe ich auch auf keiner Seite irgend einer spezielen islamischen Sicht. Und ich denke dank meiner Gleichgültigkeit kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass die Schia Perspektive gegen Schluss des Buches von Reza Aslan erkennen kann.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Excellent, 24. Februar 2007
Von 
Dr. Gerhard Volz (Erlangen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
As has been amply pointed out by all prior reviewers of this book: this book is excellent, well-balanced, not too long, and well-explained. In short: a superb introduction into both the life of the prophet Mohammed, the history of Islam as well as into its modern versions and problems. This leaves only little room for criticism: the most important one of these is the entire lack of the history of the Osman Empire and of the development Islam has taken under it, because surely there must have been some important influences? Reading the book one would get the impression that Islam was an almost exclusively Arab religion with influence also in Iran and the Indian Subcontinent (India, Pakistan plus Afghanistan). Also, what about the influences of the huge South-East Asian parish of Islam (Malaysia, Indonesia)? What are the influences on Islam from there, in particular the clash with Indian and Chinese religious and ideological tendencies?

Finally, the author struggles to explain how Islam might be (or must be) reconciled with such modern concepts as democracy, liberalism and human rights. For this, he offers some very interesting - if surely insufficient - thoughts.

Still: more could hardly have been achieved by one author on such little space!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein hoch interessantes Buch, 11. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kein Gott außer Gott: Der Glaube der Muslime von Muhammad bis zur Gegenwart (Taschenbuch)
Wer sich über den Islam kundig machen möchte, dem empfehle ich dieses Buch. Ich habe schon zwei weitere Exemplare bestellt, die ich verschenken möchte.
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