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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochspannung und Melancholie
Mit diesem Band endet laut Klappentext die Trilogie um die Hauptfigur und den Mossad-Agenten Allon und dieser Thriller war mein erster Roman von Daniel Silva - und definitiv nicht mein letzter Roman aus der Feder des früheren CNN-Journalisten.

Zur Handlung: in Wien detoniert eine Bombe in einem Institut, das sich mit der Holocaust-Geschichte...
Veröffentlicht am 22. November 2006 von Christian Mayr

versus
3.0 von 5 Sternen geschichtlicher Thriller
Der Holocaust als Haupthema bringt viele brutale Details dieses Themas wieder in lebendige Erinnerung.
Die Geschichte ist spannend erzählt. Für alle , die Agentthriller mögen, sicherlich eine gute Entscheidung.
Veröffentlicht am 22. Dezember 2010 von monika


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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochspannung und Melancholie, 22. November 2006
Von 
Christian Mayr "einmeier" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zeuge: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Band endet laut Klappentext die Trilogie um die Hauptfigur und den Mossad-Agenten Allon und dieser Thriller war mein erster Roman von Daniel Silva - und definitiv nicht mein letzter Roman aus der Feder des früheren CNN-Journalisten.

Zur Handlung: in Wien detoniert eine Bombe in einem Institut, das sich mit der Holocaust-Geschichte beschäftigt, dabei wird ein Mossad-Agent schwer verletzt, der gerade einen Nachforschungsauftrag begonnen hatte: in einem Café begegnete ein ehemaliger KZ-Häftling einem ehemaligen Peiniger, der als Großindustrieller scheinbar unter falschem Namen niemals verurteilt wurde. Nach der Ermordung des harmlosen und ehemaligen KZ-Häftlings und einer zu offensichtlichen Vertuschung beider Fälle durch die österreichische Regierung steht ausser Frage, dass es hier um ein politische Affäre mit bedeutendem Ausmass zu gehen scheint. Der Mossad-Agent Allon wird mit Recherchen beauftragt und stösst dabei auf grausame Ereignisse während des zweiten Weltkriegs und des Holocaust, die heute nicht nur für den ehemaligen Nazi und Großindustriellen, auch für die im Roman geschilderten, führenden Politiker in Österreich gefährlich werden könnten und rutscht in ein Spiel der deutschen, amerikanischen und isrealischen Geheimdienste der Nachkriegszeit, die noch längst nicht zu Ende sind.

Daniel Silva hat akribisch recherchiert und seine tragischen Figuren, seine grausam ehrlichen Schilderungen wenig bekannter Holocaust-Verbrechen sind melancholisch und traurig. Zugleich konstruiert er einen fantastischen und exzellent stimmigen Plott mit Hochspannung, hält sich stark an viele Fakten und bedient sich geschichtshistorischer Ereignisse, die in diesem Thriller unglaublich und leider auch unheimlich realitätsnah wirken. Die Handlung ist komplex, Zug und Zug und ohne Hast, wie in einem Schachspiel nähert sich der Leser einem melancholischem Finale. Ein starker, leiser und trauriger Thriller mit sympathischen Figuren, einer atemberaubend gut recherchierten Story und purer Hochspannung.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine gelungene "Fortsetzung", 12. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Zeuge: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Wie in seinen beiden vorherigen Büchern, befasst sich Daniel Silva auch hier wieder mit dem Holocaust und seinen Folgen, die bis in die heutige Zeit hinein reichen. Gekonnt wie immer verknüpft Silva Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Fiktion, und schafft eine fesselnde Story, die mit einem Anschlag auf den besten Freund des Protagonisten Gabriel Allon, Eli Lavon, beginnt und sich schließlich um eine höchst beunruhigende Verschwörung um den rechtspopulistischen österreischichen Kanzlerkandidaten und seine Vorfahren rankt.

Um die versuchte Ermordung seines Freundes aufzuklären, schickt Silva seinen Helden Allon, einen langjährigen israelischen Geheimagenten, in rasantem Tempo in aller Herren Länder und konfrontiert ihn schließlich mit seiner eigenen Vergangenheit; den niedergeschrieben Erinnerungen seiner eigenen Mutter, die denn Holocaust überlebt hat. Diese bewegenden Schilderungen vergangener Eriegnisse wirken ebenso realistisch und authentisch wie das gesellschaftliche Bild, das Silva von unserem Nachbarland zeichnet.

Neben der packenden und brisanten Story ist - wie auch in den vorherigen Büchern - die höchst komplexe und vielschichteige Figur Gabriel Allon ein Pluspunkt. Silvas Protagonist, voller Gewissensbisse und gequält von seiner Vergangenheit als Auftragskiller, ist eher ein klassischer Antiheld und wirkt gerade dadurch so sympathisch. Was allerdings schade ist, ist, dass Allons Antagonist, der "Uhrmacher", ein sehr eindimensionaler und negativ gestalteter Charakter ist, wodurch der Handlung etwas an Brisanz verloren geht, anders als bei den letzten Büchern, wo das Verhälnis zwischen Allon und seinen ebenbürtigen und eher ambivalent zu sehenden Gegnern den besonderen Reiz ausmachte.

Gerade deswegen ist "Der Zeuge" mit Sicherheit nicht Silvas bestes Buch, aber immer noch viel besser als die meisten anderen Spionagethriller von anderen Autoren!
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Agententhriller allererster Güte !!! Überragend !!!, 29. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Zeuge: Thriller (Gabriel Allon-Reihe) (Taschenbuch)
Wer die drei vorangegangenen Bücher um den sagenumwobenen Mossadagenten Gabriel Allon kennt, weiß, dass die Messlatte bei Band 4 verdammt hoch lag. Denn der Autor hat mit seinen bisherigen Werken bewiesen, dass er nicht irgendein x-beliebiger Schreiberling ist, sondern ohne jeden Zweifel den talentiertesten Politthrillerautoren der Gegenwart zugerechnet werden muss. Wird dieser Genius das Niveau halten können, fragte ich mich, als ich hörte, dass es einen vierten Band in der Gabriel-Allon-Reihe geben wird?

Die Antwort lautet: Ja.
Und es ist ein uneingeschränktes Ja.

Es gibt nicht allzu viele Bücher, die es wert sind, zwei- oder dreimal gelesen zu werden - "Der Zeuge" gehört unzweifelhaft dazu. Nicht nur, weil dieses Buch extrem spannend und hochprofessionell durchkomponiert ist, sondern weil es berührt. "Der Zeuge" ist ein Meisterwerk, welches bewegt.

Vielleicht muss man Insider sein, um die wahre Größe dieses Buches wirklich würdigen zu können. Es geht um das tatsächlich stattgefundene "Sonderkommando 1005", kurzerhand "Aktion 1005" genannt, mit dem die Deutschen seinerzeit versuchten, die Spuren der Vernichtungspolitik der Nazis im Osten zu verwischen. Ein überlebender Tatbeteiligter - Erich Radek -, der die Spuren der Verbrechen der Massengräber zu beseitigen half, wird vom Mossad unter seiner neuen Identität in Wien aufgespürt und schließlich auch zur Strecke gebracht.

Wenn man sich vor Augen hält, dass dieser Erich Radek eine vom Autor geschaffene Kunstfigur ist (nichtsdestotrotz erinnern mich einzelne Facetten doch an das vermutliche Vorbild des echten SS-Standartenführers Paul Blobel), wundert man sich, mit welcher Eleganz es Silva gelingt, diese Kunstfigur in ein historisch hundertprozentig getreu abgebildetes Umfeld zu integrieren.

Ich kenne keinen zweiten Schriftsteller, der das unvorstellbare Grauen der Shoah in einem zeitgenössischen Agententhriller so zum Ausdruck bringen kann wie Daniel Silva. Die ungeheuren Verbrechen der Nazis werden ohne einen Hauch von Theatralik geschildert. Selbst der Todesmarsch wird ohne falsches Pathos beschrieben.

Von seiner historischen Seite her ist "Der Zeuge" unstrittig sehr sauber recherchiert.

Winzige Fehler, die aber angesichts der gewaltigen Tektonik dieses Meisterwerks nicht weiter ins Gewicht fallen, sind mir nur an drei Stellen aufgefallen:

1. Auf Seite 206 ist vom Verkauf "gesegneter" Devotionalien (Kruzifixe, Marienfiguren, Statuen, Rosenkränze, Medaillons) die Rede. Als Katholik weiß man aber: Sobald ein Gegenstand gesegnet ist, darf er im normalen Devotionalienhandel nicht mehr verkauft werden.

2. Auf Seite 215 schreibt Silva, dass der (echte) Mossadagent Eli Cohen am 18. Januar 1965 in Damaskus aufgeflogen ist. Scharf daneben: Tatsächlich war es der 21. Januar 1965.

3. Des weiteren wird wiederholt (Seiten 231 und 237) von einem "VW Sirocco" gesprochen. Richtig müsste es heißen: "VW Scirocco".

Fazit: 5 Sterne sind noch zu wenig !
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5.0 von 5 Sternen Daniel Silva - wie man Ihn kennt!, 13. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Der Roman wird in sehr guter Qualität zu einen interessanten Hörbuch. Die sehr kurzweilige und beeindruckende Geschichte wird dramatisch ans Ohr gebracht. Fesselnd und nie langweilig.
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4.0 von 5 Sternen Teil 4: Aktion 1005, 17. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zeuge: Thriller (Gabriel Allon-Reihe) (Taschenbuch)
Nach Die Loge: Thriller ist "Der Zeuge" der vierte Teil der Serie um den israelischen Agenten Gabriel Allon.

Dabei ist "Der Zeuge" der Abschluss der eigenen Romantrilogie, der offene Fragen des Holocausts behandelt. Der Kunstraub der Nazis samt der Kooperation mit Schweizer Banken dienten in "Der Engländer: Thriller" als Hintergrund, die Rolle der katholischen Kirche samt dem Schweigen von Papst Pius XII hat in "Die Loge: Thriller" die Geschichte getragen.

Allon selbst ist eigentlich ein begnadeter Restaurator, kann jedoch mit dem Pinsel genausogut umgehen wie mit der Pistole. Ein eleganter Agent wie Thomas Lieven in Es muß nicht immer Kaviar sein ist er allerdings nicht. Mehr so Marke "rüstig" wie Die Bourne Identität: Roman oder Tesseract Codename Tesseract. Allerdings sind die Actionelemente hier nicht so einnehmend. Im vierten Teil der Reihe ist Allon vor allem ermittelnd und taktisch operativ tätig. Auch wird sein Charakter und seine Vergangenheit aufgearbeitet.

In "Der Zeuge" muss Allon wieder nach Wien, da dort ein Freund von ihm ermordet wurde. In die Stadt, in der seine Frau und sein Kind Opfer eines Attentats wurden. In Wien ist gerade Wahlkampf und ein rechtsextremer Kandidat hat gute Chancen (erinnert sehr an Haider vor ein paar Jahren). Doch eigentlich geht es um die "Aktion 1005". Mit dieser Aktion haben die Nazis versucht die Spuren des Holocausts zu verwischen. Und auf diesen Spuren ist nunmehr Allon. Nicht zuletzt nachdem er einige Bilder seiner Mutter gesehen hat, die selbst bei den Säuberungsaktionen dabei war, überlebt hat, sich aber niemals von diesen Erlebnissen erholt hat.

Was folgt ist der Allon-Roman mit bisher am wenigsten handfester Action. Schwerpunkte findet man vor allem in der inhaltlichen Aufarbeitung und der taktischen Planung der Operationen. Dies wird nunmehr auch durch Allon durchgeführt.

Der Reiz dieses Romanes liegt weniger in der üblich gewohnten Spionage-Thematik, als vielmehr in der Aufarbeitung der Holocaust-Folgen. Dies mag enttäuschen, wenn man sonst auf den handfesten Agenten steht.

Für Fans der Reihe ein Muss, leider aber der bisher Schwächste.

Gerade noch 4 Sterne
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5.0 von 5 Sternen Daniel Silva - Masterwriter of G.A., 28. Februar 2013
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zeuge: Thriller (Gabriel Allon-Reihe) (Taschenbuch)
Wer das Agenten- und Spionage-Genre liebt, kommt an diesem Schriftsteller nicht vorbei!
Viel spannender und manchmal erschreckend realitätsnaher als manch seiner großen Mitschreiber wie J. LeCarre oder F.Forsyth!
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5.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Schluss, 5. September 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Zeuge: Thriller (Gabriel Allon-Reihe) (Taschenbuch)
Sehr spannend und packend geschrieben. Ein weiterer gute Teil der Spionage Serie über Gabriel Allon von Daniel Silva. Sehr zu empfehlen.
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4.0 von 5 Sternen Auf der Jagd nach einem Nazi, 26. Februar 2012
Von 
ccheesy "ccheesy" (Erftstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Zeuge: Thriller (Gebundene Ausgabe)
In einem Wiener Caféhaus erkennt ein ehemaliger KZ-Häftling einen SS-Offizier. Er wendet sich an den Nazijäger Eli Lavon. Dieser wird bei einem Bombenanschlag schwer verletzt, was wiederum Gabriel Allon auf den Plan ruft. Der Anschlag wird offiziell islamischen Terroristen zugeschrieben, doch Allon ist schnell klar, daß der Grund tatsächlich im dritten Reich zu suchen ist. Seine Spur führt von Wien über Rom und Syrien nach Argentinien, wo sie sich zunächst zu verlieren scheint. Doch eine weitere Partei mischt sich ein - und sie bringt Licht in einige dunkle Ecken des Falls. Allon entwickelt einen Plan, der einige Risiken birgt ....

Dieser vierte Thriller der Gabriel-Allon-Reihe bringt eine weitere Steigerung zu den vorherigen Fällen mit sich. Allon und seine Nebenfiguren haben Profil gewonnen. Dazu kommt die wirkliche spannende Story, die einem noch mal die Greueltaten der Nazis ins Gedächtnis ruft. Wenn Silva jetzt noch auf seine schrecklichen Klischees verzichten würde, wäre er ein Top-Autor.
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4.0 von 5 Sternen Der Zeuge - Damit die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, 16. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Zeuge: Thriller (Gabriel Allon-Reihe) (Taschenbuch)
"Der Zeuge" ist das 1. Buch, dass ich von Daniel Silva gelesen habe. Dass es nicht mein letztes gewesen sein wird, zeigt schon, dass mich der Autor überzeugt hat. Die Spannung bleibt über das ganze Buch hinweg erhalten. Natürlich muss man das Genre mögen. Der Zeuge ist ein beinahe klassischer Agentenroman - Mossad, CIA, etc.
Als Aufarbeitung des schrecklichsten Kapitels der europäischen Geschichte der letzten 100 Jahre würde ich das Buch nicht gerade bezeichnen, aber es hilft sicher dabei, die vielen sinnlosen Toten nicht zu vergessen um hoffentlich ähnliches nie mehr erleben zu müssen. Und auch das Leid der Überlebenden wird hierin gut geschildert, die Schuldgefühle, die sie bestimmt gehabt haben - und haben.
Österreich kommt leider in dem Buch sehr schlecht weg, man kann nur hoffen, dass die Leser dieses Romans nicht glauben, jeder Österreicher ist so, wie sie hier geschildert werden. Ausländerfeindlich und immer noch rechts eingestellt. Das würde dem Land und seinen Bewohnern nicht gerecht werden.
Aber auch Nord- und Südamerika und sogar der Vatikan bekommen hier - berechtigt - eins auf die Finger. Die zwei letzteren, weil sie viele Offizieren uä. des 3. Reichs, nach dem Krieg die Flucht und ein geruhsames Leben ermöglicht haben. Etwas was ihren Opfern nicht möglich war. Die Kritik an die USA - sowie vermutlich an alle Alliiertenmächte - richtet sich dahingehend, dass bei der Bestrafung teilweise auf den eigenen Nutzen geachtet wurde.
Das alles ist verpackt in eine spannende Geschichte, die einen beinahe rund um den Globus führt und sehr eng an den Protagonisten den Agenten Allon geknüpft ist.
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5.0 von 5 Sternen Vorzüglicher Agententhriller, 22. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Zeuge: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Gabriel Allon ist ein Agent des israelischen Geheimdienstes und diesmal auf der Jagd nach einem Kriegsverbecher, der sich in Österreich ein schönes Leben macht und ganz nebenbei auch noch die Regierung ein ganzes Stück weiter nach rechts verrücken will....

Sieht man von einer kleinen Inkorrektheit ab (Silva verlegt Bergen Belsen nach Polen, dabei liegt es nördlich von Hannover) ist die Story absolut glaubhaft und auch bis heute aktuell. Einige Staaten und Institutionen kommen in dem Roman auch nicht gut weg: Österreich wegen seiner spärlichen Versuche, Naziverbrecher aufzuspüren und wegen der Nähe zum Nationalismus (s. Jörg Haider), Argentinien mit der damaligen Regierung Peron, dorthin sind tausende Nazis geflüchtet, die katholische Kirche mit Bischof Alois Hudal als mächtigster und erfolgreichster Fluchthelfer, und nicht zuletzt die Amerikaner, die mit Hilfe von Kriegsverbrechern einen funktionierenden Geheimdienst aufgebaut haben (Organisation Gehlen). Ganz bewusst hat Silva seinen Protagonisten an Paul Blobel und Erich Priebke angelehnt (Paul Blobel war der "echte" Kommandeur der Aktion 1005, Priebke ist 1948 nach Argentinien getürmt und steht erst seit Ende 1997 in Rom unter Hausarrest).

Zugegeben, das Ende ist weitestgehend vorhersehbar, aber dieser Roman legt es auf etwas anderes an. Jederzeit spannend erzählt ist es die Authentizität, die hier den wahren Unterhaltungswert ausmacht. So hat der Leser immer das Gefühl, dass diese Handlung jederzeit so hätte ablaufen können (ein solche Aktion hat es mit Adolf Eichmann ja 1960 auch wirklich gegeben).

Ein wirklich sehr lesenswertes Buch.
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Der Zeuge: Thriller (Gabriel Allon-Reihe)
Der Zeuge: Thriller (Gabriel Allon-Reihe) von Daniel Silva (Taschenbuch - 1. Februar 2008)
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