Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto calendarGirl Prime Photos Sony Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen167
4,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 28. Mai 2001
Wie viele von uns träumten in den wilden, sturmgepeitschten Jahren nach der Pubertät vom Ausstieg aus der Zwangsjacke bürgerlicher Verhaltens-normen und Wertvorstellungen. Der Rebell in uns wollte alles ganz anders machen, niemals werden wie die Eltern. Doch wie viele haben einen wirk-lichen Ausstieg gewagt ? Haben sie ihr Glück gefunden und vor allem, wel-chen Preis haben sie bezahlt ? Christopher Johnson McCandless, der 20jährige Sprößling einer gutsituier-ten Familie aus einem reichen Vorort von Washington D. C., beendet im Sommer 1990 die Universität mit ausgezeichneten Ergebnissen. Dieser jun-ge Intellektuelle bricht rigoros mit der Vergangenheit, spendet seine Erspar-nisse von 24 000 Dollar der Wohlfahrt und tritt einen langen und entbeh-rungsreichen Weg nach Alaska an. In der unendlichen Weite dieses Landes, seiner wildromantisch-trügerischen Idylle und Unerbittlichkeit gegen Ein-dringlinge, die ihm nicht gewachsen sind, sucht Alexander Supertramp, wie er sich inzwischen nennt, die Gefahr. Er gibt sich keineswegs der Illusion hin, das Paradies zu finden. Es ist die Herausforderung, mit den Widernis-sen des Lebens fern jeglicher Zivilisation fertig zu werden, die den jungen Wilden unaufhörlich treibt. Entbrannt für den russischen Romancier Lew Tolstoi und gefesselt von dessen Werken, seiner Askese und selbstaufer-legten ethischen Grundsätzen, macht sich McCandless dessen Lebens-philosophie zu eigen. Nicht selten arbeitet er auf den Stationen seiner weiten Reise durch den amerikanischen Mittelwesten bis hin nach Fairbanks nahe des nördlichen Polarkreises. Er brutzelt Hamburger und plagt sich in einem Getreidesilo. Erfahrene, warmherzige Menschen kreuzen seinen Weg, geben Rat und bieten Hilfe. Er meldet sich später bei ihnen auch - niemals aber bei seinen Eltern. Überall, wo der sympathische Junge auftaucht, hinterlässt er neben der freundlichen Erinnerung auch Kopfschütteln, man hält ihn für versponnen, leidenschaftlich und weltfremd. Nach zwei Jahren ist der jugendliche Tramp am Ende seiner Odyssee, in Fairbanks. Im April 1992 bricht Chris, ausgestattet mit einer Pistole und fünf Kilo Reis, in die Wildnis nördlich des vergletscherten Mount McKinley auf. Vier Monate später finden sechs Alaskaner den völlig ausgezehrten Leichnam eines jungen Mannes, der scheinbar einvernehmlich mit sich und der Natur aus dem Leben gehen mußte. Er hatte seinen Traum von Freiheit gelebt. Jon Krakauer, ein Mittvierziger aus Seattle, weltweit bekannt durch seine Mt. Everest-Reportage "In eisige Höhen", war vom Schicksal dieses jungen Mannes emotional sehr berührt. Entdeckte er doch selbst Parallelen zu Chris McCandless, über die er in seinem 1997 in Deutschland erschienenen Taschenbuch ganz offen schreibt. Es entstand nach einem 1993 in der Zeitschrift "Outside" veröffentlichten Artikel. Auf 302 Seiten verfolgt Krakauer anhand von Tagebuchaufzeichnungen, Postkarten und Interviews dokumentarisch Chris McCandless' Weg in dessen Freiheit. Einfühlsam schildert der Extremsportler Krakauer, wie sich Alex Supertramp gefühlt haben könnte, als der Hungertod nach ihm griff. Chris wollte ein wenig Jack London, Mark Twain und Lew Tolstoi sein. Er war es wohl auch. Mit Sicherheit ist ein wenig von ihm auch in uns. Leicht und unbeschwert ist die Lektüre nicht, sie fesselt, macht beklommen und traurig. "In die Wildnis. Allein nach Alaska" wirbt für Verständnis für jene, die andere Wege gehen. Schon deswegen lohnt es sich, das Buch zu lesen.
0Kommentar|19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. November 2008
Zu den bedeutendsten traditionellen Werten der amerikanischen Nationalidentität gehört die Freiheit - Freiheit in dem Sinne, dass man sein Leben ohne Einmischung höherer Instanzen gestalten kann, wie es einem gefällt. Das kann die Freiheit bedeuten, schnell reich zu werden. Oder aber auch sich die Freiheit zu nehmen, aus der Enge des Materialismus auszusteigen. Zu denen, die letzteres radikal vollzogen haben, gehört Chris McCandless. Gleich nach seinem Studium brach der junge und mit vielen Talenten gesegnete Bursche mit seinem gesellschaftlichen und familiären Umfeld und zog sich fortan ohne ein Wort des Abschieds in ein asketisches Leben in totaler Autonomie als "Alexander Supertramp" zurück. 1992 fand man seine Leiche in einem ausrangierten Bus in der Wildnis Alaskas, in der er an Hunger und Auszehrung verstarb.

Der Fall erregte in den USA einiges Aufsehen und motivierte den Journalisten Jon Krakauer zu einer Spurensuche durch McCandless` Leben. Sein Buch "In die Wildnis: Allein nach Alaska" zeichnet ein intimes Porträt dieses außergewöhnlichen jungen Menschen und nimmt den Leser mit auf dessen spannende Pilgerreise quer durch den nordamerikanischen Kontinent. Krakauer erhellt, worin McCandless spirituelle Suche bestand und reflektiert jene biographischen Wurzeln, in denen sein Wanderschicksal vorherbestimmt scheint. Das Charisma McCandless` gibt der Autor derart überzeugend wieder, dass sich der Leser auch im Nachhinein diesem nicht zu entziehen vermag und dadurch besser seine Wirkung auf jene Menschen versteht, die seinen Weg kreuzten. Krakauers kriminalistische Recherche deckt dabei die Tragik in McCandless' Tod auf, der auf einen Fehler zurückzuführen ist, dem auch einem erfahrenen Waldgänger hätte unterlaufen können. Damit wiederfährt ihm endlich Gerechtigkeit gegen die Vorverurteilungen als Geistesgestörter, Dilettant und Selbstmörder. Krakauer kommt zu dem Schluss, dass McCandless letztendlich an seinem enormen Selbstbewusstsein gescheitert ist, das in gefährlicher Überschätzung seiner tatsächlichen Möglichkeiten und Kräfte in Hybris umschlug.

Die Reaktionen auf McCandless Geschichte polarisieren zwischen Bewunderung und Ablehnung. Während die einen gedacht haben, bei dem sind ein paar Schrauben locker", weckt er bei anderen trotz des tödlichen Ausgang seines Weges Bewunderung für seinen Versuch, nur von dem zu leben, was die Natur hergibt: "Ich wette, von denen, die McCandless als unfähig verschreien, hat es kaum einer versucht ... die meisten Leute haben keine Ahnung, wie schwierig das in Wirklichkeit ist. Und McCandless hat es beinahe hingekriegt.", zitiert Krakauer einen Biologen aus Alaska.

Der Rezensent selbst bleibt ratlos und betroffen zurück und weiß nach der Lektüre nicht, was er von McCandless halten soll. Ist McCandless für die Verwirklichung seiner Träume zu weit gegangen? War er zu rücksichtslos gegen sich und andere, als dass er als Vorbild dienen könnte, wie wir unsere eigenen Träume verwirklichen sollen?

Wie auch immer, Krakauer hat Chris McCandless ein verdientes Denkmal gesetzt und ihn eingeordnet in die lange Tradition amerikanischer Aussteiger, seit die Frontiers auf der Flucht vor dem Vormarsch der amerikanischen Zivilisation Stück für Stück nach Westen zogen. Wer Sehnsucht auf einen Trip "In die Wildnis" hat, gewinnt mit Krakauers Buch einen anschaulichen und harten Einblick darüber, was von einem Menschen dafür abverlangt wird.
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juli 2010
Dieses Buch hat teilweise mein Leben gedreht, die Geschichte von Alex Supertramp einem Aussteiger, der den heutigen Materialismus verachtet und sich auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentriert. Ein wirklich schön geschriebenes Buch! Man möchte es garnichtmehr aus der Hand legen. Illustriert mit Karten seiner Wanderroute veranschaulicht Jon Krakauer die Geschichte, welche auf einer wahren Begebenheit beruht, einfach einzigartig!

Wer das nicht gelesen hat, ist selber Schuld!

Hier noch mein Lieblingszitat:
"Es ist wohl kaum zu bestreiten, dass uns die Vorstellung von einem freien Leben schon immer begeistert hat. Wir verbinden mit diesem Gedanken eine Flucht, vor der Geschichte, vor Unterdrückung, dem Gesetz und vor unangenehmen Verpflichtungen. Absolute Freiheit!"
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. April 2012
Ich sah den Film und wollte mehr über diesen außergewöhnlich mutigen Menschen in Erfahrung bringen. Einige Zeit stand das Buch auf meiner Wunschliste. Nun lieh es mir ein guter Freund. Ich las die berührende Rekonstruktion eines tragischen Abenteuers in zwei Zügen durch.

Im Jahre 1990 trampte Chris J. McCandless nach Alaska. Hatte Bücher von Jack London, Leo Tolstoi und Henry David Thoreau im Gepäck. Der junge Mann war mit einem ganzen Sack voller Ideale, Talente und Fähigkeiten gesegnet. Er spielte mehrere Instrumente und konnte bemerkenswert gut singen. Er war gut im Langstreckenlauf und entwickelte innerhalb relativ kurzer Zeit ein Computerprogramm für die Firma seines Vaters. Auf der High School und im Studium war er ein Ass. Wenn er Geld verdiente, lag ihm einfach daran zu zeigen, dass er auch das gut kann. Sein ausgeprägtes soziales Gewissen ließ ihn Bedürftige mit Essen versorgen und sein Elternhaus kritisch betrachten. Dieses Elternhaus mit all der scheinbaren Sicherheit und zum Himmel schreienden Gedankenlosigkeit hatte Christopher Anfang Zwanzig gründlich satt. Er lehnte Institutionen, Regeln, Vorschriften, Normen, Autoritäten strikt ab. Und er ging mit sich selbst und anderen hart ins Gericht, wenn es um den persönlichen moralischen Kodex ging.

Jon Krakauer, Autor und Bergsteiger, versteht es, die Hintergründe, die Sehnsucht, das Vater-Sohn-Verhältnis und die tragischen Umstände packend und berührend zu schildern. Wer war Chris McCandless wirklich? Welchen Einfluss hatte er auf die Menschen, denen er begegnete? Was erzählen sie über ihn? Seine Eltern, Begleiter, Freunde und Bekannte kommen zu Wort und beschreiben ihn aus ihrer jeweiligen Sicht. Je nachdem, wie weit deren Verständnis und Einfühlungsvermögen reicht und wie sie selbst zu Leid, Gefahr, Triumph und Melancholie stehen, nennen sie ihn naiv, rücksichtslos, übermütig, eigenwillig, irrational, leidenschaftlich, heldenhaft. Jon Krakauer nimmt sich Zeit, damit diese Stimmen auch Gehör finden. Er liest Chris' Tagebuch und spricht mit Angehörigen, Weggefährten, Arbeitgebern und Studienkollegen, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen: Was trieb den widersprüchlichen Charakter McCandless dazu, die Brücken zum Elternhaus und zur Zivilisation derartig auszublenden? Rettung lag tatsächlich im Bereich des Möglichen! Wie oft habe ich mir während der Lektüre gedacht: "Ach hätte er doch...!", "Das war ein solch unnötiger Tod...!" usw. usf. Dem folgte meist der Gedanke: "Wie oft haben sich seine Eltern mit solchen Fragen gequält?"

Wir erfahren auch von anderen Abenteurern wie John Muir, Everett Ruess u.v.a. Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzen, Grenzen ausloten und die Ideale von Freiheit und Selbstbestimmung - sei es der amerikanische Traum oder die Flucht vor der Zivilisation - verwirklichen wollen. Mehr als einmal kamen mir die Tränen. Als ich auf dem Jakobsweg unterwegs war, schrieb ich ebenfalls Tagebuch: Reise nach Westen - Reise nach innen. Es war am Beginn meiner spirituellen Suche. Deshalb kann ich auch mit McCandless' ehrgeizigen Bestrebungen etwas anfangen. Was mir an dem Buch besonders gefällt, ist eben Jon Krakauers Bemühen, die Beweggründe des hochbegabten und lebensfrohen Aussteigers auf einer tieferen, spirituellen, naturphilosophischen (statt bloß einer psychologischen und/oder analytischen) Ebene zu begreifen. Schließlich und endlich wird eine differenzierte Perspektive auf die Todesursache angeboten. Statt wie im Film kurzerhand den Tod auf ein charaktertypisches ungestümes Verhalten zurückzuführen recherchiert der Autor und lädt uns Lesende ein, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Februar 2008
Ich habe mit mir gerungen dieses Buch zu kaufen und muss gestehen,dass ich sehr froh darüber bin, dass ich es letztendlich getan habe. Man sagt sich ja immer, entweder das eine oder das andere - sprich, entweder nur den Film schauen oder das Buch lesen. Beides verträgt sich meistens nicht, da entweder der Film hinter dem Buch zurückbleibt und die Dinge oftmals falsch darstellt bzw. die Bilder nicht mit der Fantasie des Lesers übereinkommen mögen. Oder aber der Film lässt den Lesenden nicht los und die Bilder verhindern das unvoreingenommene Eintauchen in den Text und man vergleicht stets das Gesehene mit dem Gelesenen.

Dieses Bucht ist anders - im Grunde so anders wie auch Chris McCandless a.k.a Alex Supertramp. Es ist ein Muss für jeden Besucher des Filmwerks (Regisseur Jean Penn), der von diesem jungen Mann und seiner einzigartigen Geschichte berührt worden ist. Das Buch bietet die für mich notwendigen Hintergrundinformationen abseits von jeglichem Hollywoodflair und romantisch getünchter Schönmalerei. Auch wenn man durch das Buch begreift, dass der Film sich nicht zu 100% an die chronologische Abfolge dieser "Sinnsuche" hält, so liefert es dennoch diejenigen Antworten auf die Fragen, die nach bzw. während des Hollywoodstreifens aufkommen. Auch wenn die wenigen Kapitel, in denen der Autor seine eigene Geschichte mit der des waghalsigen Draufgängers McCandless verknüpft, für manch einen langwierig und nicht interessant erscheinen, so sind es doch gerade diese Passagen des Buches, die dazu beitragen, das Vorhaben dieses jungen Mannes noch besser zu verstehen.

Ein tief beeindruckendes Buch zu einem bewegenden Film über einen nachdenklich stimmenden Fall, der uns hinsichtlich gewisser Dinge die Augen öffnen könnte. Danke Alex Supertramp...du warst kein Verrückter, sondern eine Geisel deiner Sehnsüchte und ein Fliehender vor den Auswüchsen einer zu modern gewordenen Leistungsgesellschaft.
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 13. Februar 2008
Mit "In die Wildnis" erzählt Jon Krakauer anhand von Tagebucheinträgen, Postkarten und Gesprächen die Lebensgeschichte des jungen Amerikaners Chris McCandless, der von einem vollkommen unabhängigen Leben in purer Freiheit und ohne die lästigen Verpflichtungen des Alltags träumt. Er will einfach einmal richtig LEBEN - und das im Einklang mit der Natur.
Chris reist bzw. trampt von 1990 bis 1992 unter dem Namen "Alexander Supertramp" durch die USA und Mexiko und lässt die Eltern sowie seine jüngere Schwester Carine damit tief besorgt (und ohne jede Nachricht) zurück. Obwohl Chris zeitweise auch mit dem Gedanken spielt, sein Vagabundenleben aufzugeben und sich in Carthage (eine kleine Provinz, von der er aufgrund ihrer Einfachheit sehr angetan ist) niederzulassen, treibt ihn sein ruheloser Geist und eine unstillbare Sehnsucht immer wieder auf eine rastlose Suche und letztendliche in die unbarmherzige und zugleich wunderschöne Wildnis Alaskas.
In dem Buch sind außerdem Ausschnitte aus Landkarten abgedruckt, so dass man den Weg von Chris gut nachvollziehen kann.
Inmitten des Buchs widmet der Autor zwei Kapitel seiner eigenen Extremtour, die ihn als dreiundzwanzigjährigen zu der Besteigung des Devil's Thumb (Alaska) trieb. Ich hatte diesen Teil des Buchs vorerst ausgelassen, da ich viel zu sehr daran interessiert war, mehr über Chris zu erfahren. Aber als ich den Abschnitt über Jon Krakauers Jugend im Nachhinein las, musste ich mir eingestehen, dass es doch sehr interessant und aufschllussreich war.
Aber um wieder auf die eigentlich Geschichte zurückzukommen: Das traurige Ende von "In die Wildnis" lässt einen beklommen und mit so einigen unbeantworteten Fragen zurück. Als ich den Epilog und die letzte Seite des Buches gelesen hatte, standen mir die Tränen in den Augen und ich fühlte mich ziemlich elend. Es ist bewegend und herzzerreißend zugleich die Passagen zu lesen, als Chris Eltern, Billie und Walt, den Ort aufsuchen, an welchem ihr Sohn sein Leben lassen musste.
Ja, die Geschichte von Chris McCandless ist traurig, aber irgendwo auch schön. Chris ist für seinen Traum eingetreten, hat dafür gekämpft und niemals aufgegeben für seine Ideale zu leben. Von nichts und niemanden hat er sich von seinem Alaska-Abenteuer abbringen lassen. Er hatte ein vielleicht viel zu großes Herz und konnte nicht verstehen, warum es oft so unmenschlich in der Welt zuging, er war mutig und tapfer, intelligent, hilfsbereit und hatte eine unstillbare Sehnsucht nach mehr im Leben, als nur Karriere und Geld (eigentlich nur zu verständlich).
Ich frage mich manchmal: Ist es vielleicht besser, zwei Jahre im Leben richtig gelebt zu haben, als sich niemals auch nur einen einzigen Tag lebendig gefühlt zu haben? Und ist es nicht auch besser, mit der Erkenntnis "Happiness is shared" zu sterben, als ein Leben ohne ihr gefristet zu haben?
Auf jeden Fall ist "In die Wildnis" ein Buch, dass jeder Mensch einmal gelesen haben sollte. Ebenso kann ich die wunderschöne Verfilmung von Sean Penn mit Emile Hirsch jedem ans Herz legen.
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Dezember 2011
erstmal ein kleines Vorwort zu meinem Leseverhalten und wie ich auf dieses Buch gestoßen bin:

ich habe in den letzten 6 Jahren nie Romane oder ähnliches gelesen,lag zum einen sicher an meinem jungen Alter von Anfang 20 gepaart mit Faulheit/Desinteresse und natürlich auch an der falschen Lektüre zum anderen hätte ich mir gar nicht die Zeit nehmem wollen mich einem *Buch* hinzugeben...

Nun,wie bin ich auf das Buch gestoßen?
Eher rein zufällig,die holde Weiblichkeit hat ja das bestreben uns Männer beim Einkaufsbummel überall mit reinzuschleifen und so kam es das ich in einem Bücherladen stand,hilflos und unwissend was ich suchte und wollte :-) und doch viel mir das Buch mit dem Jungen Kerl auf dem Bus in die Hände,ich laß die Rückseite doch legte es wieder zurück ins Regal *vorerst*

Kurz von einem Wochenendausflug mit besagter Dame,kam es nochmals zu einem Einkaufsbummel und diesesmal verließ ich als stolzer *Buch*Besitzer das Geschäft.

Wir starteten also in das (Liebes)Wochenende und ich begann nebenbei etwas zu lesen.
Zum Unbehagen meiner Freundin,konnte ich mit dem Lesen nicht aufhören und das Buch hatte mein vollstes Interesse geweckt,ich wollte wissen wie es weiter geht und meine Gedanken kreisten nur um das Buch!
Die Story ist so verrückt und mutig zu gleich,ich weiß nicht warum aber es packt einem beim lesen sofort die Lust aufzubrechen und dem Alltag zu entfliehen,ich glaube in jedem von uns steckt ein kleiner Chris McCandless!

Das Buch ist absolut spannend und mitreißend und ich kann es jedem nur empfehlen!

grüße
22 Kommentare|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. März 2015
Faszinierende Abenteuerliteratur
Seit mir das Buch „In eisige Höhen“ über das Drama am Mount Everest geschenkt wurde, bin ich von den spannenden Berichten des Bestsellerautors Jon Krakauer begeistert und habe deshalb schon einige Bücher von ihm gelesen. Auch „In die Wildnis“ über das Leben des Abenteurers Chris McCandless hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Jon Krakauer versteht es hervorragend, den Leser zu fesseln und berichtet in diesem Buch auch spannend über eigene riskante Abenteuer aus den Anfängen seines Bergsteigerlebens. Außer dem Umschlagfoto ist kein Bilddokument abgedruckt. Es mag Gründe geben, sie nicht zu veröffentlichen. Obwohl ich mir keine vorstellen kann, habe ich den Kauf nicht bereut und kann dieses Buch ohne Einschränkung empfehlen!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. August 2010
Diese Geschichte ist so unglaublich toll, so interessant und so packend, dass ich nach dem Film unbedingt das Buch lesen musste! leider bin ich von dem buch selber enttäuscht! warum? weil es ständig den Ort und die Zeit wechselt! mal ist man in seiner kindheit, dann wieder bei seinem aktuellen trip, dann wieder am ende seines lebens...völlig verwirrend! was mich jedoch noch mehr genervt hat, waren die kapitel mit den vergleichen! schön und gut, dass herr krakauer so viel selbst erlebt hat und so viele tolle menschen kennt, aber meiner meinung nach hat das nichts in dem Buch verloren! und wenn er es schon hineinbringt, dann bitte nicht 4 kapitel!!!!

naja, ich schau mir jetzt wieder den film an, den find ich VIEL besser!
(große außnahme, normalerweise sind die bücher doch besser, wie die filme)
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. September 2015
Jon Krakauer hat das Leben des Christopher McCandless sorgfältig recherchiert und bemüht sich in diesem Buch um Sachlichkeit. Dabei kommen sowohl Familie und Freunde als auch Menschen, denen McCandless auf seinen Reisen begegnet ist, zu Wort. Das Leben anderer Abenteurer und Bergsteiger sowie eigene Erfahrungen werden zum Vergleich herangezogen und sorgen für ein besseres Verständnis seiner Beweggründe. Dabei finden sowohl Jon Krakauers eigene Meinung als auch das Unverständnis, die Kritik und Wut einiger Menschen, die sich zu McCandless Ableben äußerten, ihren Platz und werden sachlich hinterfragt.
Auch an der Übersetzung kann ich nichts bemängeln.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden