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Beerensommer: Familiensaga aus dem Schwarzwald
Format: TaschenbuchÄndern
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Mai 2007
Ich möchte diesen Jugendroman - in dem die Autorin überzeugend und realitätsnahe eine Freundschaft zwischen zwei äußerst unterschiedlichen Jungen schildert - sowohl Jugendlichen als deren Eltern anempfehlen!

Die Familiengeschichte spielt in einem kleinen Dorf im Schwarzwald zu Beginn unseres Jahrhunderts, als soziale Unterschiede in der Dorfgemeinschaft noch ein sehr große Rolle spielten. Auf der einen Seite steht der Junge Johannes, ein künstlerisch begabtes uneheliches Kind, das nach frühen Tod seiner Mutter bei der Großmutter im sogenannten "Armenhaus" aufwächst. Auf der Gegenseite steht der Junge Friedrich, der mit seiner Mutter und seinen Geschwistern ebenfalls unvermittelt in das Armenhaus ziehen muss, nachdem der angesehene Vater - angesichts des Bankrotts seiner Firma - Selbstmord begangen hat. Der halbwüchsige Friedrich reagiert auf die abrupte Veränderung des sozialen Umfelds trotzig und verbittert. Er moblilisiert alle sein Kräfte, um aus der prekär empfundenen Situation wieder herauszukommen. Johannes begreift die schlimme Lage von Friedrich und kommt ihm freundlich entgegen. So beginnt eine seltsame Freundschaft.

Der Weltkrieg und der aufziehende Nationalsozialismus treibt die Freunde schließlich in gegesätzliche politische Positionen. Als sie sich zudem später wegen einer Frau gegenseitig in die Quere kommen, schlägt die Freundschaft in Feindschaft um.

Den Bezug zur heutigen Zeit stellt eine Unrenkelin von Johannes dar,

die mit ihrer Mutter im heutigen Berlin lebt. Nach dem Krebs-Tod der Mutter versucht diese Frau, bei ihren Verwandten im Schwarzwald mehr über ihre eigene Familiengeschichte zu erfahren.

Die Geschichte vermittelt sehr eindrücklich und lebensnah die schwierigen Verhältnisse der Zeit, als Armenhaus-Kinder durch den Verkauf von Beeren und Kräutern an Apotheken und Sanatorien versuchen mussten, ihr kärgliches Leben etwas aufzubessern.

Beerensommer ist ein sehr warmherziger Familienroman, den möglichst viele Leute lesen sollten!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Januar 2010
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich empfand es doppelt gut, weil ich mich in die Dorfgeschichte "einleben" konnte, da wir selbst hier wohnen und man auf vertrauten Pfaden wandelt (Meistern, Eiberg, Katzenbuckel, Stadtmühle, Kirche, Schule, Lindenplatz, der Weg zum Nachbarort an den Leimäckern vorbei). Man hat auf diese Weise einen direkteren Bezug und alles kommt einem so real vor. Ich habe es von meiner Nachbarin bekommen und empfehle es gerne weiter.

Die Autorin hat einfühlsam und spannend geschrieben und es ist ein lesenswerter und interessanter Familienroman.

Beerensommer
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. November 2011
Bereits nach wenigen Seiten ist man als Leser mitten drin im Geschehen um die drei Hauptfamilien. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der jüngsten Nachfahrin Anna (geboren 1981). Diese nähert sich ihrer eigenen Familienchronik anhand von mündlichen Erzählungen der noch lebenden Zeitzeugin Gretl und mittels den Tagebüchern ihres Urgrossvaters. Zu Hilfe kommt dem Leser im Sammelsurium der vielen Namen und Daten der auf den ersten Seiten abgedruckte Stammbaum. Zwar nimmt dieser viele Ereignisse optisch schon vorweg, die Spannung bleibt aber trotzdem während des ganzen Romans erhalten.

Die Autorin erzählt auf sehr einfühlsame Weise die Lebensgeschichte zweier Freunde, die aus den unterschiedlichsten sozialen Verhältnissen stammen. Es geht um Freundschaft, Verrat, Rache, Liebe und Eifersucht aber auch um Vaterlandstreue, Kritik an den politischen Machtverhältnissen, Kriegsängste und vieles mehr. Es entstehen Lebens-Situationen und -entwürfe, die nie einfach nur gut oder nur schlecht sind, sondern - und das hat mir besonders gefallen - unterschiedliche Ansichten (auch politische) können immer von der einen oder anderen Seite differenziert betrachtet werden und vermitteln so das Verständnis für andersartige Verhaltensweisen. Sehr schön ist auch die Allegorie zur Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff.

Der Roman umspannt die ganze Zeit des 20. Jahrhunderts, mit den beiden Weltkriegen bishin in die Gegewart (um das Jahr 2000). Interessant als Ergänzung zum Roman ist auch die Zeitleiste am Ende des Buches, die in wenigen Sätzen die politischen Ereignisse der verschiedenen Jahre zusammenfasst.

Sowohl als Gesellschaft- wie auch Familien- oder Geschichtsroman bereitet die Erzählung manch interessante und packende Lesestunde.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2011
Das Buch ist dramatisch, anrührend und fesselnd. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Das war das erste Mal in meinem Leben dass mir die Tränen gekommen sind, so ergreifend war es zum Schluß. Keine Person wird nur als gut oder nur böse dargestellt. Jeder Charakter wird facettenreich in seinem komplexen Gefühlsleben beschrieben - und das ist spannend!! Meiner Ansicht nach geht es in dem Buch darum wie sehr jeder Mensch, wie wir alle durch Geschehnisse die außerhalb unserer Kontrolle liegen, sowie durch persönliche Fehlentscheidungen unsere ureine Tragödie erleben und unser höchstpersönliches Schicksal (er)tragen müssen. Das Glück, welches flüchtig winkt ist bloße Illusion. Das Buch ist so wahr wie das Leben selbst. Es ist wunderschön geschrieben.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. August 2008
Das Buch Beerensommer ist ein richtig toller Roman, von der ersten Seite bis zum Schluss. Ich konnte es selten weglegen, da es sehr spannend erzählt wird. Eine richtig tolle Geschichte, die über die Zeit damals (Frühes 20 Jhd.) bis in die Gegenwart erzählt.
Wie die beiden Jungen Johannes und Friedrich sich kennenlernten und beste Freunde wurden, dann jedoch ein Mädchen, die beiden Freunde auseinander reißt.

Es ist eine Geschichte über Krieg, Liebe und Tod, die sehr real geschildert wurde und deshalb mochte ich es so. Oft habe ich ein oder mehrere Tränen vergossen.

Fazit:
Sehr schön, traurig! Lesenswert! Unbedingt kaufen! ;)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. November 2012
Johannes, geboren 1899, ist ein "Bastard" mit unbekanntem Vater; seine Mutter ist bei der Geburt gestorben. Mit seiner "Ahnel" wächst er in der "Stadtmühle", dem Armenhaus eines Schwarzwalddorfes auf. Friedrich, ein Jahr jünger, ist der Sohn eines wohlhabenden Unternehmers. Doch als sein Vater bankrott geht und sich umbringt, landet er mit Mutter und den beiden Geschwistern Emma und Wilhelm ebenfalls in der "Stadtmühle". Was ihn am Leben hält, besonders nachdem sein kleiner Bruder der Grippe zum Opfer gefallen ist, ist unbändiger Stolz, Wut und der Wunsch, es allen heimzuzahlen.

Zwischen ihm und dem feinfühligen, künstlerisch begabten Johannes entspinnt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Sie hat viel auszuhalten: Friedrichs Neid, als Johannes' Talent vom Lehrer "entdeckt" und gefördert wird. Gegensätzliche politische Positionen, als Friedrich opportunistisch den 1. Weltkrieg begrüßt, während Johannes an der Front zum Kommunisten wird. Die Zuspitzung der Situation, als Friedrich zum Nazi-Mitläufer wird. Zerbrechen tut die Freundschaft schließlich, als Friedrich Johannes die Freundin Marie ausspannt. Und dann geht die Geschichte erst richtig los...

Neben dem Leben Friedrichs und Johannes' wird ein breites Panorama von Geschwistern, Geliebten, Ehefrauen und Nachfahren mit deren jeweiligen Schicksalen entfaltet. An ihrem Beispiel wird die Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebendig: Kaiserzeit und Steckrübenwinter, erster Weltkrieg, Inflation und Massenarbeitslosigkeit, Aufstieg und Fall der Nazis - alles im Brennglas des kleinen Schwarzwalddorfes.

Die Rahmenhandlung erzählt von der 1981 geborenen Anna, die nach dem Tod ihrer Mutter in das Dorf zurückkehrt, und dort mit Hilfe von Johannes' Tagebüchern und der letzten lebenden Stadtmühlenbewohnerin Gretl die Geschichte ihrer Familie entdeckt.

Der Plot ist mitreißend, bewegend, das pralle Leben. Nichts wird ausgelassen - Idylle und Heimat, Not und Krieg, Prostitution und Vergewaltigung, Aufstieg und Reichtum, Opportunismus und Heldentum, Romantik und verborgenes Talent. Manchmal wird dabei ein klein wenig zu dick aufgetragen (es ist schon unglaublich, wie viel Verwicklungen, verbotene Liebe und tragische Tode in einer Familie vorkommen). Und nicht alle Personen erscheinen durchweg stimmig, nicht alle Handlungen plausibel. (Was findet Johannes bloß so lange an dem eher unsympathisch gezeichneten Friedrich? Und wie kommt der rasseverblendete und autoritäre Lehrer dazu, das verachtete Stadtmühlenkind zu fördern?) Aber das sind kleinere Irritationen in einem insgesamt faszinierenden Epos.

Ein Geniestreich ist der Stammbaum am Anfang. Wer ihn aufmerksam studiert, kann vieles erahnen - und ist gespannt, ob das zutrifft. Er hilft auch immer wieder, die manchmal verwirrenden Beziehungen einzuordnen. Leider ist er in der Kindle-Version so klein gedruckt, dass er selbst vergrößert kaum zu entziffern ist.

Nicht warm werden konnte ich mit der Rahmenhandlung um Anna. Diese Anna bleibt hölzern, ist zu ersichtlich nur die Folie, auf der sich ihre Familiengeschichte entfaltet, gewinnt kein eigenes Leben. Die Versuche, sie mit vermeintlich typischen Attributen des Jungseins in Berlin auszustatten ("Disco, Shopping und Latte Macchiato im Café Einstein") wirken klischeehaft und eher peinlich. Und die Autorin doziert und erklärt in den Anna-Passagen zu viel, statt zu erzählen, und die Ereignisse für sich sprechen zu lassen. Was sie durchaus kann - das zeigt der Rest.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2012
Ich bin Mitglied im Mexxbooks Buchclub und habe das Buch "Beerensommer" von Inge Barth-Grözinger gelesen.
Dieses Buch hat mich restlos begeistert und ich möchte daher gerne 5 Sterne vergeben.

Das Buch schildert aus der Sicht von Urenekelin Anna die Geschehnisse von zwei miteinander verknüpften Familien im Schwarzwald zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.
Anna möchte nach dem Tod ihrer Mutter mehr über ihre Verwandten und ihre Vergangenheit erfahren und reist von Berlin in den Schwarzwald. Dort erhält sie die Aufzeichnungen ihres Urgroßvaters Johannes. Während des Lesens kann sie sich immer mehr in die Vergangenheit hineinversetzen und hat das Gefühl ihre Verwandten immer besser kennen zu lernen.

Neben Anna sind die zwei Hauptpersonen des Buches Johannes und Friedrich. Die Beiden lernen sich als Kinder unter widrigen Umständen im Armenhaus kennen und werden Freunde fürs Leben, obwohl sie eine unterschiedliche Herkunft haben.

Das Buch wechselt in den Kapiteln stets zwischen den Geschehnissen der Gegenwart und Rückblicken in die Vergangenheit.
Es ist unglaublich flüssig, fesselnd und interessant geschrieben. Zum Schluss hin wird es zunehmend spannender.
Ich habe mich in die damalige oft auch traurige, düstere Zeit und in ein kleines Schwarzwalddorf hineinversetzt gefühlt und musste das Buch in einem Rutsch durchlesen. Ich wollte einfach wissen wie es mit den Hauptpersonen weitergeht.

"Beerensommer" ist als Jugendbuch deklariert und ich würde es ab ca. 14 Jahre empfehlen. Ich möchte es aber unbedingt auch jedem Erwachsenen ans Herz legen. Für mich eines der Bücher, welches mich in den letzten Wochen mit am meisten gefangen genommen hat.
Ich mag Bücher in welchen man meint selbst mitten im Geschehen zu sein, wo man mitfiebert, mitleidet und ab und zu sogar auch weint. Daher von mir verdiente 5 Sterne.

Hexana
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. September 2012
Auf obiges Buch bin ich gestossen, als ich im nördlichen Schwarzwald einen Ortshistoriker für einen Zeitungsbericht besuchte. Nachdem er mir seine sämtlichen chronistischen Bücher gezeigt hatte, erwähnte er, dass Frau Inge Barth-Grözinger anhand seiner Nachforschungen und Schriften die "Beerensommer-Saga" geschrieben habe.
Daraufhin habe ich mir das Buch gekauft. Es hat mich mehrere Stunden Schlaf gekostet, denn für mich war es sehr schwer, dieses beeindruckende Werk aus der Hand zu legen.

Der Inhalt des Buches wurde hier bereits mehrfach beschrieben. Von den beiden befreundeten Hauptfiguren Johannes und Friedrich ist einer eine reale Person, die Zweite wurde dazu erfunden. Wichtige Orts- und Familiennamen wurden teilweise nur unwesentlich geändert, so dass man als Ortskundiger genau weiß, von welcher Firma z.B. die Rede ist. Das Buch deckt sich mit Erzählungen alter Ortsbewohner, so dass ich mittlerweile den Hauptschauplatz "Grunbach" mit ganz anderen Augen sehe. Fahre oder gehe ich durch "Grunbach", so frage ich mich immer wieder "sind Johannes und Friedrich auch hier gelaufen?" oder "in welchem Klassenzimmer haben die beiden wohl gesessen?".
Ich glaube, so muss ein guter Roman sein, der an einem bestimmten Ort fixiert ist: Man wird dort von der Atmosphäre des Buches eingeholt, die Personen entwickeln sich zu Menschen, die man zu kennen meint...
Ganz davon abgesehen, sind Schreibstil und die Erzählung wunderbar zu lesen. Die Personen lassen sich nicht in "gut und böse" einteilen, ein jeder hat Stärken und Schwächen und ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Lesen! Fünf Punkte!
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TOP 500 REZENSENTam 18. Juni 2013
Da ich gern Zeitgeschichtliches lese, habe ich mich aufgrund der guten Rezensionen für dieses Buch entschieden. Ich kann nur sagen, ich habe es keinen Moment bereut. Der Roman ist spannend und berührend. Bei einigen Stellen konnte ich kaum die Tränen zurückhalten. Einfach ein wunderbares Buch.

Grundlage des Romans ist die tiefe Freundschaft von Johannes und Friedrich, die allen Widrichkeiten des Lebens standhält, dann aber zerbricht, als sich beide in das gleiche Mädchen verlieben. Dann kommt es zu allerlei Verstrickungen. Jahrzehnte später versucht die junge Anne, die gerade ihre Mutter verloren hat, der Familiengeschichte auf die Spur zu kommen. Dies gelingt ihr mit Hilfe der Aufzeichnungen, die ihr der Uhrgroßvater Johannes hinterlassen hat.

Die zeitgeschichtlichen Aspekte, wie das entbehrungsreiche Leben der ärmsten Dorfbewohner aber auch die schlimme Zeit in und nach den beiden Weltkriegen wurde in diesem Roman so eindringlich beschrieben, dass er auch als Mahnung dienen kann, so etwas nie wieder geschehen zu lassen.

Aber auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz. Gerade in den schlimmsten Zeiten sind es doch die kleinen Freuden, die Menschen hoffen und leben lassen. Ein Korb voller gesammelter Heidelbeeren oder das Zusammenhalten der Familie/ Freunde bescheren glückliche Stunden. Gerade diese Momente haben mich in diesem Buch besonders berührt.

Alles in allem ein tolles Buch, was Gefühle wachruft und mich auch nach dem Lesen nicht so schnell loslässt. Es ist auch ein Buch gegen das Vergessen. Deshalb empfehle ich es hier gern weiter.
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am 28. Juli 2011
Mit "Beerensommer" hat die Schwarzwälder Autorin Inge Barth-Grözinger ein mitreißendes Buch geschrieben, an dem nicht nur Jugendliche ab 13 Jahren, sondern auch Erwachsene Gefallen finden werden. Zum einen kann der Leser Zeuge von Zeitgeschichte werden: Er wird in ergreifender und bisweilen auch schockierender Weise in die Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkriegs versetzt, wobei einen insbesondere die atmosphärischen Schilderungen des Dorfalltags tief ins Geschehen eintauchen lassen. Zum anderen wird jedoch auch eine spannende Geschichte um ein Familiengeheimnis gestrickt, das erst zum Schluss seine Auflösung findet. Von Anfang an wird der Leser mitten ins Geschehen geworfen, und durch den Wechsel der beiden Erzählebenen kann die Autorin die Dynamik und Spannung bis zum Schluss halten. Die Figuren präsentieren sich als vielschichtige Charaktere, und ihre Gefühle und Gedanken werden so anschaulich geschildert, dass ihr Lebensweg wohl kaum jemanden gleichgültig lässt. Deswegen werden wohl auch Leserinnen und Leser, die sich ansonsten leicht von solchen Wälzern abschrecken lassen, "Beerensommer" mit Spannung bis zur letzten Seite lesen.

Dort angekommen, kann man sich anhand einer dreiseitigen Zeitleiste noch einmal die für Deutschland wichtigsten historischen Ereignisse des vom Roman umfassten Zeitraums vor Augen führen. Wen übrigens die doch etwas verzwickten Familienverhältnisse der dargestellten Figuren etwas verwirren, der kann sich mit dem vorangestellten Stammbaum zwischendurch immer wieder einen Überblick verschaffen.
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