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Kundenrezensionen

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am 14. August 2006
In diesem vorliegendem vierten Band der Reihe um die Elite-Ermittler Paul Hjelm und Kerstin Holm der A-Gruppe bekommen diese es nicht nur mit europaweiter Prostitution und Drogenhandel zu tun, sondern auch mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Schwedens.

Und genau aus diesem Grund kommt Arne Dahl wohl auch nicht ganz ohne den moralisierenden Unterton, mit dem seine Autorenkollegen am schwedischen Staat und dessen Gesellschaft verzweifeln aus.

Um sich von den Literatur-Kollegen seiner Heimat nun aber doch etwas abzusetzen ist die Sprache in seinem spannend und flüssig zu lesenden Krimi wundervoll ironisch eingefärbt. Der raffiniert entwickelte Plot wirkt leichfüßig und realistisch, die vielen Erzählstränge mit jeweils eigenem, gut aufgebautem Spannungsbogen vereinigen sich zu einem sehr gelungenen Showdown.
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am 16. Oktober 2007
Es ist nicht ganz einfach, diesen Kriminalroman zu bewerten. Wenn man das Ermittlerteam nicht kennt (es ist deren vierter Fall), zieht sich der Anfang sehr in die Länge, denn die persönlichen Querelen gehen einen wenig an. Man möchte gern, dass etwas passiert. Nach sechzig, siebzig Seiten wird es besser, dann ist man schon sehr fasziniert von den wirklich unterschiedlichen Mord- bzw. Entführungsfällen, um die es hier geht. Das Spannende ist anschließend die Frage, ob es dem Autor wohl gelingen kann, diese Vorkommnisse aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Außerdem gewinnt man die ermittelnden schwedischen Polizisten und Polizistinnen langsam lieb. Einzelheiten aus ihrem Privatleben stören jetzt nicht mehr. Aber es bleibt immer noch die Frage: Wird der Roman als Krimi scheitern oder nicht?
Er tut es nicht. Was ich lange nicht für möglich gehalten habe, gelingt dem Autor ohne jeden Glaubwürdigkeitsverlust. Alle Fäden entwirren sich, alles hängt zusammen. Kompliment. (Nur die etwas lahme Einführung ist für den einen Stern Abzug verantwortlich.)
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TOP 500 REZENSENTam 24. September 2012
Tiefsten Schmerz müssen verschiedene Opfer empfinden, die auf die jeweils gleiche bestialische Weise hingerichtet werden: an den Füssen aufgehängt, damit das Blut in den Kopf strömt und den Schädel mit einem eigenartigen Drahtinstrument durchbohrt. Der eine Tote ist ein brutaler Zuhälter, der andere ein betagter jüdischer Gehirnforscher, und bald stellen sich rund um den Globus weitere ähnliche Morde dar, die jedoch keinen erkennbaren Zusammenhang haben. 


Grund genug für die Sonderermittlungsgruppe der schwedischen Reichspolizei um Kerstin Holm und Paul Hjelm, europaweit auszuschwärmen und zu ermitteln. Mit Hilfe von viel Gespür, unglaublichen Zufällen und einem funktionierenden Europolsystem finden sie nach langen Mühen den gemeinsamen Nenner, der die brutalen Morde eint. Dazu müssen sie weit in die Vergangenheit zurückgreifen. 



Dahls Talent liegt in der lebensnahen Zeichnung von Personen, die er differenziert und kantig schildert. Die blutige Story selbst ist in hohem Masse konstruiert, doch die intensive Dramatik des Romangeschehens zwingt zum Weiterlesen. Schleppend wirkt, wenn der Autor immer wieder seine bisherigen drei Bücher, also die anderen Fälle der Ermittlungsgruppe, zitiert und damit Zeilen schindet. Die detailgetreue Beschreibung von zerfetzten Leichen ist dem Leser skandinavischer Krimiliteratur inzwischen vertraut, davor muss in diesem Fall also kaum gewarnt werden.

»Tiefer Schmerz« bietet spannende Lektüre und Arne Dahl präsentiert sich als Autor, von dem bestimmt noch weitere Krimis zu erwarten sind.
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am 18. Mai 2005
Dieser neue Krimi von Arne Dahl ist ein richtiges Lesevergnügen trotz seines traurigen Inhalts. Stilsicher und zum Teil sehr witzig schildert er die bunt zusammengewürfelte Truppe um die Sonderermittler Paul Hjelm und Kerstin Holm, die der undankbaren Aufgabe nachgehen, drei mysteriöse Morde auf mögliche Verbindungen zu untersuchen. Dabei geht es um so unterschiedliche Mordopfer, wie einen ehemaligen Nobelpreiskandidat oder einen sadistischen griechischen Zuhälter. Das Einzige, was die Fälle zu verbinden scheint ist, ein merkwürdiges Wort, das die Ermordeten kurz vor ihrem Tod in den Sand geschrieben haben. Bei den Nachforschungen über Europol wird durch Zufall klar, dass das merkwürdige Wort aus dem griechischen stammen muß und auf die griechische Mythologie hinweist. Jetzt kommen auch noch geheim erforschte Nazi-Methoden ins Spiel, auf der das Vorgehen des Mörders beruhen soll. Das ist trotz der etwas reisserischen Story sehr spannend dargestellt und wirft einen interessanten Blick auf im Ausland untergetauchte Nazigrößen.
Arne Dahl kann es durchaus mit Mankell aufnehmen, der ein ähnliches Thema auch schon bearbeitet hat. Die Dahl'schen Figuren sind glücklicherweise privat nicht so belastet wie die von Mankell und kommen leichtfüßiger daher. Das erhöht das Lesevergnügen.
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am 26. April 2007
...so könnte man kurz den Thriller von Jan Arnald alias Arne Dahl umreißen.

Zum Inhalt der Geschichte: Die so genannte "A-Gruppe", einer Spezialeinheit gegen internnational agierende Verbrechens-Strukturen des Stockholmer Reichskriminalamtes ermittelt über einen zunächst etwas kuriosen Fall: Eine zwielichtige Gestalt wird in einem Tiergarten auf bizarre Art und Weise ermordet und anschließend von unschuldig aussehenden Tierchen namens "Vielfraßen" aufgefressen. Wenngleich die Geschichte auf die Figuren Arto Söderstedt und Paul Hjelm fokussiert scheint, tauchen im Laufe der Geschichte doch eine Unzahl von Figuren auf - schon allein die "A-Gruppe" umfasst ganze 7 Personen! Auf dem Rückumschlag lässt der Satz "Der Fall führt sie durch Europa bis hin zu einem monströsen Verbrechen vor langer Zeit", nur einen Schluss zu: Es geht um Verbrechen im Rahmen des Nationalsozialismus. Inwieweit diese - für uns heute so selbstverständliche - Schlussfolgerung einen "Verdienst" des suggestiven Einflusses der bundesdeutschen Medienlandschaft darstellt (schließlich gab und gibt es auch noch andere), soll hier nicht erörtert werden. Viel wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass es insgesamt rund vier Handlungsstränge (hier unter u.a. auch aus dem Rotlicht-Milieu) respektive Tathergänge gibt, die logisch ineinander verwebt werden.

Der Autor bringt glaubhaft die innere Zerrissenheit seiner Charaktere zum Ausdruck. Nie sind die Personen eindimensional oder stereotyp dargestellt - weder die "Guten" - noch die "Bösen". Auch - und das ist meiner Meinung nach der größte Verdienst des Autors - moralisiert Dahl nicht zu sehr (wenngleich seine persönliche Haltung ein wenig durchschimmert) sondern zeigt durch seinen eingenen Stil, der nicht als Zynismus missverstanden werden darf, was Menschlichkeit im Verbund mit einem Wechselbad an Gefühlen wie Hass, Liebe, Loyalität und Patriotismus anrichten kann. Zu guter letzt kommt auch die Mythologie nicht zu kurz - wobei sich diese geschickt wie ein leichter Nebelschleier über die Geschichte legt - die jedoch gänzlich auf den Boden der Rationalität fußt. Überhaupt schafft es der Autor sein enormes historisches Wissen um einen Teilbereich der ideologischen Stimmung in Europa der Jahre 1900-1945 gekonnt einzufangen. Einzig die fehlende Differenzierung - sprich die objektiv falsche Gleichsetzung zwischen Allgemeiner SS und der Waffen-SS, welche übrigens bei einer Stärke von ca. 1,2 Millionen Soldaten zu über 60% aus europäischen Freiwilligen bestanden hat (was für die Handlung nicht ganz unerheblich ist), könnte man dem Autor ankreiden, - ansonsten konnte ich keine sachlichen Fehler bzw. ideologische Trugbilder feststellen.

Der Satzbau hinterlässt mit seinem stakkato-mäßigen Gedanken zunächst einen etwas stockenden Eindruck. Am Anfang glaubte ich, dass dies an der deutschen Übersetzung von Wolfgang Butt lag, später gelangte ich zu der Einsicht, dass genau dieser klare Stil hilft, eine dichtere Atomsphäre für die Akteure zu schaffen. Überhaupt wirkt die Nüchternheit von Dahl viel erschreckender als es jede blumige emotionale Verschleierung zum Ausdruck bringen könnte.

Am Ende der Buches kommt übrigens (zumindest in der TB-Ausgabe) eine Leseprobe aus der gleichen Serie "Rosenrot"...

Fazit: Arne Dahl hat nicht umsonnst 2005 und 2006 den Deutschen Krimipreis verliehen bekommen. Ich werde mir wohl oder übel die komplette Serie über die "A-Gruppe" zulegen müssen...
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am 27. Oktober 2005
Es ist eine unglaublich ideenreiche und faszinierende Geschichte, mit kreativen Wendungen und bis zum Ende ist man sich unsicher, wer und warum nun wirklich hinter allem steht.
Ich habe schon viele Hörbücher gehört und Romane gelesen, doch diese Geschichte ist absolut empfehlenswert, auch wenn man die vorangegangenen Romane von Arne Dahl nicht kennt.
Ein mysteriöser Krimi der Klasse 1!
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am 30. August 2005
Daß Arne Dahl der momentan alles überragende Krimi-Autor ist, dürfte eigentlich klar sein. Natürlich darf man, wie hier schon geschehen, seine Bücher nicht mit dem seichten Geschreibsel eines Herrn Mankell vergleichen.
Dahls Bücher sind Literatur und Krimi gleichzeitig, das macht ihren besonderen Reiz aus, darüberhinaus sind sie voller Humor und Witz (in "Tiefer Schmerz" ist allein die Geschichte der neuen italienischen Herrenschuhe die Lektüre wert). Leider ist "Tiefer Schmerz" nicht ganz so stark wie die Vorgänger, für das deutsche Publikum sind die etwas schulmeisterlichen Erklärungen zur Nazi-Diktatur doch ziemlich überflüssig. Dennoch gelingen Dahl auch in diesem Buch wieder die schlüssige Zusammenführung scheinbar völlig unzusammenhängender Einzelverbrechen, grandiose Schilderungen der Polizeiarbeit sowie eine Reihe überraschender und teilweise extrem witziger Einfälle. Fazit: auf jeden Fall alle vier Romane lesen!
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am 21. Februar 2005
Der neue Roman von Arne Dahl hat mich in Atem gehalten - das ganze zurückliegende Wochenende lang! So brutal auch der Anfang anmutet, umso mehr Tiefgang entwickelt die raffiniert ausgeklügelte Geschichte im Verlauf der Handlung. Scheint es zunächst fast unmöglich, dass die vielen Handlungsstränge irgendwann ineinander führen, vermag Arne Dahl die Spannung bis zur Unerträglichkeit zu steigern, bis sich die Geschichte schließlich als realistische Schilderung von Gräueln, die es vor 60 Jahren in den Berliner Labors von SS-Ärzten wirklich gegeben haben könnte, entpuppt. Aber bei aller Grausamkeit trifft Dahl einen ganz eigenen, oft leisen Ton, der mich unsagbar berührt hat. Ein im höchsten Maße spannender Krimi, der nicht nur hervorragend unterhält und zutiefst berührt, sondern auch in einer Sprache geschrieben ist, die ihn zu richtig guter Literatur macht. 5 Sterne für Herrn Dahl!
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am 9. Januar 2012
Das Ermittlerteam um Paul Hjelm und Kerstin Holm ist diesmal mit einer äußerst brutalen Mordserie befasst, deren Opfer unterschiedlicher nicht seien könnten. Ein Zuhälter, ein jüdischer Hirnforscher und ein jugendlicher Kleinkrimineller finden auf verschiedene Arten den Tod und doch besteht ein Zusammenhang.
Nach einigen Anfangsschwierigkeiten habe ich mich rasch eingelesen und die skurrilen Polizisten rasch in mein Herz geschlossen. Der Krimi ist spannend geschrieben und amüsant. Ein ansprechender Plot mit viel Humor überwiegt hier durchaus die sprachlichen Mängel, die von einigen Rezensenten angesprochen werden. Der nächste Hjelm muss her.
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am 12. November 2005
Der neue, mittlerweile vierte Band der Reihe um das sogenannte A-Team, einer speziellen Gruppe besonders qualifizierter Kriminalbeamter in Stockholm schließt sich in der steigenden literarischen Qualität nahtlos an seine drei Vorgänger an.
Dieses Mal steht Arto Söderstedt im Vordergrund, der im Laufe dieses Falles nicht nur mit seiner eigenen familiären Vergangenheit auf das schrecklichste konfrontiert wird, sondern auch erfährt , in welcher Weise Schweden und auch sein Heimatland Finnland an den Verbrechen der Nationalsozialisten beteiligt war.
Was zunächst wie ein besonders brutaler Mord aussieht, entpuppt sich als Teil einer Mordserie, die auf eine von Arne Dahl genial konstruierte Weise das Europa des Faschismus vor 1945 und das Europa nach dem Fall der Berliner Mauer verknüpft.
Mit diesem Krimi hat sich Arne Dahl endgültig nicht nur in die erste Reihe der europäischen Krimiautoren geschrieben, sondern ist auch als Schriftsteller in einer Reihe mit vielen anderen Namen zu nennen.
Das Buch ist spannend und enthält eine für die schwedische Gegenwart zutiefst subversive Botschaft. Arne Dahl ist weitaus mehr als Mankell und andere als Chronist einer Gesellschaft anzusehen, die dabei ist, ihre eigenen Wurzeln aufzugeben. In diesem Sinne ist er der wahre Nachfolger von Sjöwall/ Wahlhö, die in ihrem "Dekalog" eine Analyse der sechziger und siebziger Jahre vorlegten.
Auch Arne Dahls Reihe ist, wie man hört, auf zehn Bände angelegt, und in jedem Band soll eine anderen Person aus dem A-Team mit ihrer eigenen Lebensgeschichte in den Fall eingewoben werden.
Da Dahl diese Technik mittlerweile perfekt beherrscht, darf man auf den nächsten, den dann fünften Band, schon sehr gespannt sein.
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