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am 23. April 2015
Bei dieser Version handelt es sich um eine Neuübersetzung des Romanes - in jedem Fall gut zu lesen, etwas kompakter. und mit guten Erläuterungen. Der einzige Roman Tomasis ( er starb noch vor der Veröffentlichung an Krebs) erzählt den Untergang eines sizilianischen Adelsgeschlechtes im Verlaufe der Landung Garibaldis in Marsala, 1860, und den daraus folgenden Konsequenzen. Wunderbare feinziselierte Schilderungen der archaischen Landschaft,der Insel Sizilien und des armseligen Lebens der Bauern im Vergleich zum - relativen - Luxus des Adelshauses, wo alles noch in der Vergangenheit lebt. Über Tancredi, dem Neffen des Fürsten, bricht die neue Zeit in die alten Strukturen. Faszinierend zu lesen. Die Übersetzung des Titel "Der Leopard" ist im Prinzip falsch, weil unter Gattoparda eine Art Ozelot zu verstehen ist, das Wappentier des Fürsten.
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Wer diesen Roman Mitte der fünfziger Jahre gelesen hat, der hat mit dem damals betitelten Werke „Der Leopard", nicht die komplette Geschichte des Herzogs von Parma und Fürsten von Lampedusa Guiseppe Tomasi lesen können. Der einfache Grund war der, es lebten seiner Zeit noch Nachkommen aus dieser Dynastie und da konnte man nicht die Geschichte vollständig bringen. Heute haben nun die Nachkommen „Freigabe" signalisiert.
Der Titel wurde von Gio Waeckerlein Idunis geändert, weil der Gattopardo, der kleinere Bruder des Leoparden, das Wappentier der Familie ist. So ist nun auf der einen Seite der Roman vollendet und der Titel findet seine berechtigte Bestätigung.
In lebendiger Form wird hier in der neuen Übersetzung Glanz und Untergang dieses sizilianischen Fürstengeschlechts nach der Landung Garibaldis beschrieben. Seine Familiengeschichte ist voll Verehrung an das alte Europa.
Auch wenn man den Leoparden gelesen, oder die Verfilmung von Visconti gesehen hat, dann bleibt doch auch die Lektüre dieser vollständigen Familiengeschichte ein Leseerlebnis der neuen und besonderen Art.
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am 20. März 2011
"Tempora mutantur, nosque mutamur in illis." (Ovid / Johannes Nas)

Eine im Titel wie in der Übersetzung neue Fassung lohnt sich zu lesen. Nicht nur, weil Tomasi hier seinen einzigen und in der Literatur nicht mehr wegzudenkenden Roman verfasst hat, sondern weil auch dieser Roman in Sprache, Empfinden und Bedeutung das Jahr 1860, das Land und seine Natur und vor allem den Umschwung zum Thema macht. Letzteres ist ein dauerndes, vervielfältigtes Thema und noch heute aktuell. Denn der Leitsatz, alles muss sich ändern, damit es bleibt wie es ist, tangiert nicht nur den Wechsel der feudalen Strukturen im Sizilien des 19. Jahrhunderts in eine neue politisch-gesellschaftliche Ordnung, sondern fordert alle Generationen, die, notwendigerweise, im immerwährenden Wechsel stehen. Der Wunsch, einen faustischen Teufelspakt des immer selben zu erreichen, einen Augenblick, der, weil so schön, ewig bleibt, verfängt sich im Irrealen. Vielmehr zeigt sich, dass die Veränderung ein Phänomen darstellt, welchem man zu folgen hat. Robert Musil sah, dass "die Menschheit einem Mann gleicht, den ein unheimlicher Wande[r]ltrieb vorwärts führt, für den es keine Rückkehr gibt und kein Erreichen". So auch hier in einem Sizilien der feudalen Herrschaft, der letzten, die im Zuge der Zeit sein Ende vorherbestimmt sah und doch in der bereitwilligen Änderung unter neuen Strukturen hoffen wollte, dass sich nichts ändere. Doch nichts blieb, wie es war.

Und so ist dieser Roman zugleich Zeugnis der Vorabende einer Gründung, nämlich der Gründung Italiens am 17. März 1861 und der gerade gefeierte Geburtstag Italiens verspricht vielleicht die gleichen Aufgaben wie vor 150 Jahren: Italien zu vereinen, heißt auch, Italiener zu werden. Die Zugehörigkeit zu diesem Land, welches nach all den Kämpfen die autarke Position der einzelnen Gebiete aufzugeben hatte zu Gunsten einer Nation, ist immer noch neu zu definieren. Denn nicht nur Süd-Tirol fühlt sich eigenständig, der Norden separiert sich vom wirtschaftlich schwächeren Süden und doch präsentiert sich eine Nation.

Diese Ursprünge nochmals zu erleben, zu erlesen, nachzuvollziehen im Gedanken der Jetztzeit, dazu lädt dieser Roman ein. Er zeigt ein Sizilien in seiner Schönheit, er zeigt eine Kultur in seiner Besonderheit und einen Wechsel, der individuell im Geschlecht des Hauses Salina sich auswirkt. Die politischen Veränderungen durch den Aufstand Garibaldis, die sozialen Veränderungen durch das aufstrebende Bürgertum umrahmen als historische Gegebenheit eine Liebesgeschichte zwischen den unterschiedlichen Ständen, denen Tancredi und Angelica angehören. Veränderungen mitzugestalten, um am Ende sich dem alten wieder verpflichten zu können, so Tancredis Utopie, erlebt der Leser hier als ein Scheitern. Schnell erkennt man, dass Unmögliches zu fordern heißt, das vielleicht Mögliche zu unterbinden. (vgl. Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels)

Alles dieses lesen Sie hier in einer wunderbaren Sprache, die diesen ersten und einzigen Roman, postum im Jahre 1958 veröffentlicht, des großen Guiseppe Tomasi di Lampedusa (1896-1957) einzigartig macht und damit lesenswert, sehr sogar.
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am 8. Januar 2005
Eine sentimental und auch nachdenklich stimmende Beschreibung über den Weg in die politische aber auch wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit einer alten sizilianischen Adelsfamilie. Wunderbar gezeichnete sprachliche Bilder. Anregend über die Ursachen als auch Folgen nachzudenken. Man spürt förmlich die stolze wenn auch tödliche Lethargie.
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am 15. Mai 2014
Lampedusa legt hier ein sehr interessantes Buch über die Anpassung eines sizilianischen Fürsten an die modernen, von Industrialisierung und Liberalismus geprägten Zeiten vor. Sehr spannend, ähnelt thematisch Fontanes Stechlin.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. April 2009
Nach intensiver Lektüre wirken die wunderbare Sprache, die Atmossphäre des Buches und die tiefgründigen Charaktere nach. Hier wird deutlich, dass große Literaten es schaffen, Figuren und mehrschichtige Handlungsstränge zu verknüpfen, ohne tausende von Seiten schwarz zu machen. Schade, dass der Autor nicht deutlich mehr veröffentlicht hat...ein Tip: ..den Filmklassiker unmittelbar nach dem Lesen genießen !
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Ein Buch, das auch Beispiel für das Leben ist. Giuseppe Tomasi di Lampedusa hat es mit Herzblut geschrieben, mit dem Wissen, dass er etwas Großes vollbracht hat. Aber keiner sah es so wie er. Alle Verlage lehnte sein, heute als Meisterwerk gepriesenes, Stück italienischer Literaturgeschichte ab. Erst nach seinem Tod kam er zu Ehren, die ihm durchaus zustehen.
Die Beschreibung des Fürsten Lampedusa wirken oft wie in Zeitlupe, aber man spürt in vielen eine besondere Note. Man riecht sie, man spürt sie, man kann die Menschen, die Gesten sehen. Das ist die Stärke des Romans. Die Geschichte ist einem immer ganz nah.
Erzählt in einer Sprache, die auch in der komplettierten Neuübersetzung, antiquarisch wirkt. Wenn man es positiv sehen will, sie hebt sich ab von anderer Literatur, aber man braucht Zeit, sie mit Genuss zu lesen. Kein Buch, das man verschlingt, nein, eher wie ein guter Wein, der im Nachgeschmack mehr mundet, und an den man sich später gerne zurückerinnert.
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am 13. März 2013
Wie auch mein Vorredner "Sommerwind" bin ich von der Neuübersetzung, dieses Jahrhundertromans von Tomasi di Lampedusa, aus dem Jahre 2004 schwer entäuscht. Greifen sie besser zur Übersetzung von Charlotte Birnbaum aus dem Jahre 1959! Ebenfalls aus dem Hause Piper Verlag und hier bei Amazon erhältlich. Bis dato unangefochten die formal und ästhetisch bessere Übersetzung eines Meisterwerks der jüngeren Literaturgeschichte.
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am 30. Dezember 2011
Der Beschenkte hat sich sehr gefreut. Er hatte die Neuauflage nebenbei erwähnt und war erstaunt, sie zum Geburtstag zu bekommen.
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