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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein packender Fall
Weihnachten steht vor der Tür - die Zeit der Besinnung. Nicht aber in der Reedereifamilie Stahlberg und auch nicht bei Hauptkommissarin Hanne Wilhemsen, die ihren wohlverdienten Weihnachtsurlaub abbrechen muss, bevor er überhaupt angefangen hat. Ein grausamer Mord ist geschehen, dem die Eltern und der älteste Sohn der Familie Stahlberg sowie der...
Veröffentlicht am 2. Mai 2004 von Sabine R.

versus
20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen TRAURIG, ABER WAHR
Ziemlich horrormässig hebt die Amazon-Redaktion in ihrer Produktbeschreibung das jeweilige Motiv in Anne Holts Romanen hervor. Die Autorin selbst erwähnt es indessen so lakonisch, dass es dem Leser beinahe entgeht. Wie immer, geht es ihr, wie der Titel dieses Buches treffend lautet, ausschliesslich um die Wahrheit dahinter. Wie schon "In kalter Absicht",...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2006 von Favre Robert


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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein packender Fall, 2. Mai 2004
Weihnachten steht vor der Tür - die Zeit der Besinnung. Nicht aber in der Reedereifamilie Stahlberg und auch nicht bei Hauptkommissarin Hanne Wilhemsen, die ihren wohlverdienten Weihnachtsurlaub abbrechen muss, bevor er überhaupt angefangen hat. Ein grausamer Mord ist geschehen, dem die Eltern und der älteste Sohn der Familie Stahlberg sowie der Lehrbuchlektor Knut Sidensvans zum Opfer gefallen sind. In welcher Verbindung letzterer zu den anderen Opfern stand ist noch nicht klar. Motive für den Mord an den Familienmitgliedern gibt es einige, insbesondere in der eigenen Verwandtschaft: Carl-Christian, der jüngere Sohn, lag gerade im Rechtsstreit mit seinem Vater um die Nachfolge in der Reederei, die an seinen älteren Bruder Preben gehen sollte. Und was haben seine Frau Mabelle und seine Schwester Hermine zu verbergen? Die meisten bei der Polizei sind sich ziemlich schnell einig, der Mörder muss einer von den dreien sein, doch Hanne Wilhemsen, die eigentlich ungern jemanden an ihren Überlegungen teilhaben lässt, will auch Knut Sidensvans nicht außer Acht lassen.
Inspiriert wurde die Autorin durch einen Dreifachmord, der ganz Norwegen erschütterte, bei dem die Opfer allerdings nicht so bekannt und berühmt waren wie in dieser Geschichte.
Anne Holt bringt uns bei, dass man im täglichen Leben zu sehr mit Denkmustern arbeitet. Dass die Polizei im Dunkeln tappt und nach dem vordergründigsten Strohhalm schnappt, das ist in vielen Kriminalromanen so, aber Anne Holt streut immer wieder Zweifel ein, die dem Buch hervorragend zu Gesicht stehen - die Story verläuft damit nicht so geradlinig.
Überhaupt lebt die ganze Geschichte noch mehr von der Hauptfigur als das bei vielen anderen skandinavischen Polizeiromanen der Fall ist - ein eindeutiges Plus. Obwohl z.B. Helene Tursten sehr detailreich schreibt, hat ihre Protagonistin kein Gesicht für mich, Karin Fossums Kommissar Sejer bleibt ebenfalls blass. Anne Holt spielt da eindeutig in einer anderen Liga. Sogar der König des skandinavischen Krimis Mankell hat mir seinen Wallander nicht so nah gebracht. Aber nicht nur Hanne Wilhelmsen wird sehr vielschichtig dargestellt, dies gilt auch für die meisten anderen Figuren in dieser Geschichte.
Als Verfasserin einer Krimiserie kann man Anne Holt durchaus loben. Obwohl ich eine solche gerne in der richtigen Reihenfolge lese, fühle ich mich im siebten Band gut aufgehoben. Natürlich habe ich Fragen, will wie immer alles ganz genau wissen und ich werde auf die Folter gespannt, aber das ist nicht unangenehm in diesem Fall. „Die Wahrheit dahinter" besteht die Prüfung als „Stand-alone"-Roman ganz gut.
Sicherlich ist es nicht für alle Leser positiv, dass Frau Holt der Nebenhandlung reichlich Platz einräumt, aber das ist wie immer Geschmackssache. Die Atmosphäre wird auf jeden Fall hervorragend vermittelt, verstärkt durch die Tatsache, dass die Handlung in der Weihnachtszeit spielt.
Ziehen wir ein Resümee: Trotz der relativ abrupten Auflösung ein packender Fall, der voll und ganz zu überzeugen weiß und der Lust auf mehr von Anne Holt macht. Meine Erwartungen, die sich eher an Karin Fossum (warum auch immer) orientiert haben, wurden bei weitem übertroffen. Wer allerdings einen straffen Handlungsbogen bevorzugt, der den Ermittlern kein Leben neben der Arbeit zubilligt, der sei hiermit gewarnt.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein richtiger Pageturner, aber, 3. August 2004
Von 
da das mein erstes Buch von Anne Holt war, weiß ich natürlich nichts über Hannes Vergangenheit, über ihr Kindheitstrauma und den erlittenen Verlust Ihrer Lebensgefährtin. Deshalb kam mir Hanne zuweilen doch sehr, sehr hart und verhärmt vor, einfach zu wenig zugänglich und zu kompliziert. Das ist der einzige Grund für den Punktabzug.
Ansonsten wirklich toll zu lesen. Der grausame Vierfachmord, die vielen Hinweise, die aber lange zu keinem konkreten Ergebnis führen, sondern immer wieder in Sackgassen. Die Geschichte über die ganze Familie, die mehr als eine Leiche im Keller liegen hat. Die Kinder, die so unterschiedliche Leben führen und doch unter ein und demselben Vater zu leiden hatten. Und dann immer wieder häppchenweise neue Hinweise.
Die Auflösung kam ziemlich schnell und - ich will jetzt nicht zu viel verraten - aber mir ist beim letzten Absatz der Mund offen geblieben und ich hoffe ganz inständig auf eine Fortsetzung!!!!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die falschen Toten, 29. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit dahinter: Kriminalroman (Hanne Wilhelmsen-Reihe) (Taschenbuch)
Vier Leichen auf einmal sind nicht Alltag in Oslo und machen eine Menge Unruhe. Drei der Toten gehörten einer angesehenen Reederfamilie an, aber was machte der Vierte am Tatort? Zunächst bieten sich der jüngere Sohn und die Tochter der Ermordeten als Verdächtige an, und Hannes neuer Vorgesetzter drängt zu Verhaftung und damit Lösung des Falls. Denn in der Familie gab es heftige Auseinandersetzungen. Doch Hanne Wilhelmsen sieht in dem vierten Ermordeten den Schlüssel zu dem Fall.
Eigentlich zum ersten Mal malt Anne Holt die Vergangenheit und Kindheit Hannes breiter aus. Sie war immer ein unangepaßtes Kind, das sich in seiner Familie ungeliebt und unbeachtet fühlte. Früh brach sie die Kontakte ab und lebte in dem Gefühl, nur alleine stark sein zu können. Sie ließ andere nicht wirklich an sich heran. Und nun konfrontiert ihr Bruder sie mit einer anderen Version ihrer Kindheit, und sie ist zutiefst verunsichert.
Unklar bleibt, ob wir uns von Hanne Wilhelmsen verabschieden müssen.

"Sie war unnormal und anders. Stur und unflexibel. Vielleicht war sie immer schon so gewesen. Kåre hatte vielleicht recht; mit ihr stimmte etwas nicht, von Geburt an, etwas Genetisches vielleicht, ein erblicher Fehler, der es ihr schon als Kind unmöglich gemacht hatte, geliebt zu werden. All diese Jahre hindurch hatte sie ihr Anderssein für freie Wahl gehalten. Aber das war vielleicht doch ein Selbstbetrug gewesen. Sie hatte keine Wahl gehabt. Sondern einen Defekt."
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und klug, 5. Mai 2004
Menschlich geht es wieder zu, in diesem neuen Krimi von Anne Holt. Es geht um Schuld und Versäumtes. Aber auch um Wiedergutmachung und Neuanfang. Das macht das Buch spannend und fesselnd. Treue Anhänger von Hanne Wilhelmsen wird freuen, dass es privat wieder aufwärts geht. Das Ende des Buches ruft allerdings nach einer baldigen Fortsetzung.
Spannend, fesselnd und klug zugleich.
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20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen TRAURIG, ABER WAHR, 6. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit dahinter: Kriminalroman (Hanne Wilhelmsen-Reihe) (Taschenbuch)
Ziemlich horrormässig hebt die Amazon-Redaktion in ihrer Produktbeschreibung das jeweilige Motiv in Anne Holts Romanen hervor. Die Autorin selbst erwähnt es indessen so lakonisch, dass es dem Leser beinahe entgeht. Wie immer, geht es ihr, wie der Titel dieses Buches treffend lautet, ausschliesslich um die Wahrheit dahinter. Wie schon "In kalter Absicht", basiert auch dieser Roman einer erschütternden Familientragödie auf Tatsachen und auch ihm setzt Anne Holt - ohne Anbiederung an den Zeitgeist mit seinen literarischen Modeströmungen und bar jeder Konzessionen an das Leserpublikum - ihren ganz persönlichen Stempel auf und bleibt ihrem Stil treu. Und wenn auch der Klapptext lautet: "Noch spannender wäre tödlich", so denke ich, ist Spannung ein sehr subjektives Empfinden. Sie findet nach meiner Meinung auch im vorliegenden Roman auf einer sehr speziellen Ebene statt; jedenfalls ist es keine, die bei mir Gänsehaut und Zähneklappern erzeugte.
Die Geschichte ist erfreulicherweise alles andere als konstruiert und somit ein genaues Abbild der Wirklichkeit mit ihren privaten Problemen und dem aufreibenden Alltagskram in einem Polizeibetrieb. Holts Beobachtungsgabe verschafft ihrer unterkühlten Prosa eine unaufdringliche Präzision und eine souveräne Beiläufigkeit, hinter welcher das Grauen der Geschichte praktisch vergessen bleibt. Ihr Roman, für mein Empfinden personell etwas überfrachtet - was den Überblick erschwert (und meinen schlechten Verwandtschaftsspeicher strapazierte) -, kommt praktisch ohne Handlung aus. Der Fall wird so einerseits zu einer Reise ins Labyrinth menschlicher Seelen und weitet sich anderseits aus zu einem Konglomerat aus Recherchen, Informationen, Betrachtungen, Analysen, Hypothesen, Theorien, Vermutungen und Tatsachen, welche alle in Sackgassen enden. Das kann das Lesen streckenweise zu einer zähen Angelegenheit werden lassen. Sehr viel Raum räumt die Autorin auch Nebenhandlungen und Beschreibungen aus dem Privatleben ihrer Protagonisten ein, wobei sie sich mit ihrer analytischen Einkreisung der Charaktere als meisterhafte Beobachterin kleinster Gefühlsregungen und Verhaltensmuster erweist. Mit welch psychologischem Tiefgang und wie differenziert und anschaulich sie dabei ihre Figuren zum Leben erweckt, ist wirklich beachtenswert. Auch in diesem Roman unterlässt sie es nicht, Gesellschaftsstrukturen und -Missstände deutlich ins Licht ihrer scharf zeichnenden Erzählkunst zu stellen. So verlässt sie die Handlung immer wieder, um durch gezielte Kritik anhand der Hauptkommissarin den Leser für die Probleme des Rechtssystems und der Homosexualität zu sensibilisieren. Ihr schriftstellerisches Format und Niveau beweist sie auch damit, dass sie sexuelle Themen auffallend diskret umschreibt, statt nach Effekt haschend auszuwalzen.
Fazit: Wenn die unnahbare Hauptkommissarin ihre Arbeit einer Polizistin eigentlich ziemlich traurig findet, so charakterisiert nichts besser als diese Einschätzung die Grundstimmung des Romans. Wechselnde Perspektiven erschweren nach längeren Lesepausen manchmal den Wiedereinstieg und es braucht einiges an Geduld und Durchhaltevermögen, um mit dieser sehr speziellen Art langatmiger Kriminalliteratur über tiefschürfende Psychogramme und mühselige Faktensammlung seine Neugierde auf die Lösung des Falles zu befriedigen. Anne Holt bietet feine psychologische Schreibkost. Wer jedoch einen rasanten Cliffhanger sucht, tappt hier im Dunkeln.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit erkennen, 20. Februar 2004
"Die Wahrheit dahinter" von Anne Holt
Will uns diese Frau partout um den Schlaf bringen?
Würde Anne Holt mehr Bücher verfassen und veröffentlichen, müßte womöglich ein neues Wort für 'Insomnia' gefunden werden..
Der neueste Fall von Holts Hauptkommissarin Hanne Wilhelms beginnt kurz vor Weihnachten: äußerst blutrünstig - und gar nicht magenfreundlich.
Drei Angehörige einer landesweit bekannten Reedereidynastie - Mutter, Vater und ältester Sohn - werden erschossen aufgefunden. Darüberhinaus eine unbekannte männliche Person. Vier Tote auf einen Schlag. Und nicht nur das... Ein Tier, vermutlich ein Hund, ist überaus hungrig über die Toten hergefallen. Also viele ungeklärte Fragen.
Somit wird aus Hannes ersehnten Weihnachtsferien wohl wieder nichts.
Außerdem... Leidet Hanne an Halluzinationen? Sie hat das Gefühl, dass jemand in ihrem Büro herumschnüffelt. Und dann das seltsame Verhalten ihres neuen Vorgesetzten.
Ein Motiv? Weit weg. Zähes Ermitteln beginnt - und endet in einem Sumpf aus Gewalt, Korruption und Haß.
Anne Holt plagt ihre Leser erneut mit den Fragen: "Was ist das? Wie war das? Wer war das?" - Man wird sich zunächst die Zähne ausbeißen.Wir kennen dies bereits aus Holts zurückliegenden Veröffentlichungen: Eines sei jedoch an dieser Stelle gesagt: der Fall wird diesmal ohne jeden Zweifel aufgeklärt - es verbleibt nichts im Ungewissen.

Psychologischer Tiefgang
Ihrer Romanheldin Wilhelmsen verleiht Holt in "Die Wahrheit dahinter" deutlich mehr Profil. Endlich nimmt diese Person Gestalt an. Endlich gibt Anne Holt ihrem "alter ego" ein klareres Gesicht. Obwohl - was heißt schon "alter ego" - laut Anne Holt ist Hanne Wilhelmsen das absolute Gegenteil ihrer selbst.
Hanne hat eine neue - endlich 'legalisierte' - Beziehung mit ihrer Frau Nefis; sie hält nicht mehr hinter'm Berg damit, vergräbt sich nicht - obwohl - so ganz glücklich und mit sich im Reinen ist sie immer noch nicht; hat sich in Psychotherapie begeben, um ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. All das kommt vielleicht ein bißchen plötzlich - nach der Lektüre von "Das letzte Mahl" hätte man nicht ansatzweise damit gerechnet. Daher bedient sich Anne Holt auch eines Zeitsprunges von etwa drei Jahren zwischen beiden Handlungen.
Anne Holt wird in Interviews immer wieder gefragt, warum Hanne Wilhlemsen als Person so beliebt ist. Nun, vielleicht gerade weil sie Stärken aber auch viele Schwächen hat; weil sie nicht die "Superfrau", der weibliche Überflieger ist - auch, weil der Leser feststellt, dass sich Hanne in Ihren Beziehungen manchmal verhält wie ein Schwein (man verzeihe den Ausdruck). Sie ist nicht immer eine angenehme Partnerin, frißt vieles in sich hinein, läßt im Ungewissen, weigert sich, gewisse Themen zu diskutieren... Sie hat vieles, was Leserinnen und Leser an sich selbst oder in ihrer Umgebung entdecken - und was zum Nachdenken anregt.
Anne Holt öffnet uns die Augen; das tut - manchmal - weh.
Und genau das ist es, was ihre Krimis insgesamt so spannend und beliebt macht. Hier erzählt jemand, der den Apparat, d. h. Polizei und Justiz äußerst genau kennt. Das hier ist eben nicht "Polizeiruf" oder "Großstadtrevier" - das ist knallharter Alltag.
Auch in "Die Wahrheit dahinter" kommt dieses Insiderwissen zum Tragen. Anne Holt war als Juristin bei der Polizei in Olso vornehmlich mit dem Ressort Familienrecht betraut - mit sämtlichen (un-)vorstellbaren Abgründen. Es ist erschreckend:
Wie kaputt kann eine Familie sein? Oder - wie kaputt kann eine Gesellschaft sein? Was passiert tagtäglich in unserer Nachbarschaft? Warum aber passieren Morde?
Holt ist der Ansicht, dass Kriminalität sehr viel mit den familiären Hintergründen bzw. der sozialen Situation zu tun hat.
Der neue Fall ist Fiktion, obwohl es in Norwegen ein Verbrechen gab, welches das Land lange in Atem hielt.Mit diesem Fall beschäftigte sich Holt im Zuge der Rechecheren zu diesem Buch. Auch, wenn es dieses Verbrechen nicht gegeben hätte - Holt hätte uns sicherlich einen genauso atemberaubenden Fall vorgesetzt.
Denn Anne Holt ist immer glaubhaft! Sie beschreibt eindringlich die tagtäglichen Reibereien in der Zusammenarbeit im Team, persönliche Spannungsfelder, Krisen. Sie stellt uns vor Probleme, die wir vorher nicht sahen - oder nicht sehen wollten. Anne Holts präziser und dichter Schreibstil hilft uns, "Der Wahrheit dahinter" ein Stück näher zu kommen. Vielleicht begreifen wir, dass wir nicht wirklich weit weg davon sind. Haben wir uns wirklich unter Kontrolle? Für welchen Preis sind wir bereit zu töten? Könnten wir töten? Könnten wir...
.
Anne Holt schickt uns wieder und wieder auf Irrfahrt durch die Abgründe der menschlichen Seele.
Sie stellt uns vor eine wirkliche psychologische Herausforderung. Sie läßt uns zappeln und leistet sich kein Abgleiten in Nebensächlichkeiten - die Handlung ist dramaturgisch straff und bis zum donnerschlaglauten Ende äußerst spannend. Mitleid hat sie keines mit uns!
Anne Holt zeigt sich mit diesem Buch stark wie nie zuvor.
Und es könnte sein, dass 'Insomnia' doch irgendwann einmal anders heißt - und eventuell hat das dann etwas mit Anne Holt zu tun.
© Jana Wunderlich-Gaideczka für [...] Nachdruck - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut (auch wenn teilweise ein bisschen verwirrend...), 29. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit dahinter: Kriminalroman (Hanne Wilhelmsen-Reihe) (Taschenbuch)
Auch dieses Hanne-Wilhelmsen-Buch habe ich schlicht verschlungen, wurde dabei auch nicht enttäuscht. Bei den letzten Seiten habe ich keinen Zusammenhang zur Haupthandlung mehr herausfinden können, nunja, aber das tat der Sache insgesamt keinen Abbruch.

Etwas voreingenommen war ich, weil ein Kollege geäußert hatte, dass Anne Holt "diesmal nun aber wirklich zu weit gegangen sei". Er meinte das in Bezug auf Holts Fable und Fähigkeit, uns bei Lichte besehen ziemlich abstruse Geschichten so nah und realistisch zu erzählen, dass man sie ihr - ohne auch nur darüber nachzudenken - abnimmt. Diesmal habe sie es also zu weit getrieben, meinte er.

Aber schlussendlich sehe ich das nicht so. Anne Holt benutzt diese abenteuerlichen Szenarien, um uns psychische und soziale Extremsituationen verständlich zu machen - und die sind ja wirklich real. Solche menschlichen Unzulänglichkeiten und Abgründe gibt es nunmal, sie erschrecken und faszinieren uns zugleich - und sind wahrscheinlich *die* Hauptmotive vieler Krimileser.

Und da es ist gut, dass es Anne Holt gibt, die uns mit ihrem ungeheuren Erzähltalent auch die größten Absurditäten unseres Alltags mühelos nahebringen und verständlich machen kann.

Nur weiter so, hoffentlich folgen noch viele Wilhelmsen-Bücher, denn ich habe unsere eigenwillige Kommissarin sehr ins Herz geschlossen. Und das, obwohl ich in meinem Umfeld wohl niemals einem solchen Menschen begegnen werde...
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hanne Wilhelmsen ist wieder da!?, 31. Dezember 2003
Hanne Wilhelmsen muss sich zusammen mit ihrem Team und zuallerst
mit ihrem alten Kumpel Billy T. um einen grausigen vierfach Mord kümmern, der so recht in gar kein Schema passen will. Was haben die vier Ermordeten miteinander zu tun, was für eine Rolle spielen die übrigen Familienmitglieder, von denen jeder mehr als ein Motiv hätte. Hanne geht wieder starrköpfig und verschlossen ihren Weg, immer noch sehr gebeugt durch die Trauer um Cecilie. Aber mit Nefis und Harry-Marry scheint doch wieder etaws Ordnung in ihr Leben zu kommen. Aber dann neigt sich der Fall seinem beklemmenden Ende entgegen und der Leser bleibt mit offnem Mund und Ungläubigkeit zurück!
Ein absolutes Muss für Hanne Wilhelmsen Fans!!!!
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das erste Mal, 16. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit dahinter: Kriminalroman (Hanne Wilhelmsen-Reihe) (Taschenbuch)
Da ich ein Fan von nordischen Krimis bin, habe ich mir wegen der meist guten Kritiken sofort zwei Anne Holt-Krimis gekauft. "Die Wahrheit dahinter" war meine erste Begegnung mit der Kommissarin Hanne Wilhelmsen und hat mich doch etwas enttäuscht.
Der Plott ist gut - da ist was draus zu machen und es beginnt auch recht spannend. Wenn man aber dann die ersten 200 Seiten gelesen hat, fragt man sich, was davon übrig geblieben ist. Man liest vornehmlich über Beziehungskrisen der Kommissarin, der Fall läuft nur im Hintergrund mit. Dann nimmt das Buch zwar wieder etwas an Fahrt auf, aber Kommissarin Wilhelmsen nervt mittlerweile nicht nur ihre Vorgesetzten, sondern auch den Leser. Die Knorrigkeit eines Wallander lässt sich eben nicht auf jede Person uneingeschränkt übertragen.
Und dann, als ob Anne Holt auf einmal keine Lust mehr hat, weiter zu schreiben, wird die Lösung des Falles präsentiert. Bei einem Krimi möchte man ja gerne mitraten und ist gespannt, ob man auf der richtigen Spur ist. Hier bedarf es aber der Intuition oder hellseherischen Fäigkeiten einer Hanne Wilhelmsen, um die Lösung zu finden. Leider werden alle anderen Handlungsstränge nicht zu Ende erzählt. Was ist nun mit den handelnden Personen? Alles bleibt in der Luft, nur die Sache mit dem Hund wird am Ende geklärt ...
Ich werde auch das zweite Buch noch lesen. Aber ob Hanne Wilhelmsen tatsächlich noch zu meinen Lieblingskommissarinnen aufsteigt???
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5.0 von 5 Sternen Mal wieder ein sehr guter Anne Holt, 27. Mai 2013
Von 
Michael Thoss "zuspiel4711" (Berlin, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit dahinter: Kriminalroman (Hanne Wilhelmsen-Reihe) (Taschenbuch)
Auch wenn der Einstieg etwas schwer fällt (das ist aber sicher leserabhängig), ergibt sich eine spannende Geschichte, die in der typischen Manier nordischer Werke ohne "heavy action" auskommt und trotzdem spannend ist und den Leser festhält. Manchmal ist vielleicht die Protagonistin etwas zu "sperrig" beschrieben und erinnert dann ein wenig an die bekannten "eigenbrötlerischen" Ermittler. Da hat man dann ab und zu Lust auf weniger "zurückhaltend" und etwas Kommunikation mit den Kollegen... Tut aber weder der Geschichte noch dem Lesevergnügen Abbruch.
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Die Wahrheit dahinter: Kriminalroman (Hanne Wilhelmsen-Reihe)
Die Wahrheit dahinter: Kriminalroman (Hanne Wilhelmsen-Reihe) von Anne Holt (Taschenbuch - 1. Juli 2005)
EUR 9,95
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