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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, 5. Januar 2002
Eines der herrlichsten Bücher, die ich je gelesen habe. Was wie eine Mischung aus Don Quichote, 1001 Nacht und E. A. Poes Schauergeschichten beginnt, erweist sich als ein Kaleidoskop unerschöpflich vielfältiger Geschichten, oft drei- und vierfach verschachtelt, die sich am Ende überraschend zu einem einzigen Roman zusammenfügen. Potockis unglaubliches Buch (schon die Entstehungs- und Textgeschichte liest sich wie eine Fabel von Borges) nimmt Techniken und Einfälle des zwanzigsten Jahrhunderts vorweg -- Kafka, Borges und Eco lassen grüßen. Sicher nicht jedermanns Geschmack, aber für jeden, der eine Mischung aus intellektuellem Spiel mit geistreicher Erzählkunst und ein wenig Erotik zu schätzen weiß, eine echte Entdeckung.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein faszinierendes Vexierspiel mit der Wirklichkeit, 21. Juli 2006
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Lange hat Jan Graf Potocki angeblich an der Verzierung eines Samowars gefeilt, um eine Kugel daraus zu formen und sich damit den Todesschuss zu setzen. Noch länger aber feilte er an diesem Roman, und manchmal hat es den Anschein, als habe er sich selbst verirrt in diesem komplexen Werk. Wer den Erzählfäden folgt, mit denen Potocki seine Leser ködert, wer von all den Abenteuern des Alfons van Worden liest, die dieser im Laufe von 66 Tagen erlebt oder erzählt bekommt, der wird vergebens hoffen, eindeutige Antworten auf die pausenlos aufgeworfenen philosophischen und religiösen Fragen zu erhalten. Denn der Autor legt die Antworten verschiedenen Protagonisten in den Mund und variiert sie: etwa in Diskussionen darüber, ob die Philosophie über den Aberglauben und das Übernatürliche siegt oder was Moral und Tugend wirklich bedeuten. All jene Figuren, die - wie beispielsweise der Clan der Gomelez - sich für eine gemeinsame Sache einsetzen, um gewisse moralische Grundsätze zu verwirklichen, werden letzten Endes ihres Ziels beraubt; die Sinnhaftigkeit zielstrebigen Wirkens wird grundsätzlich in Frage gestellt. Potocki hat mit diesem weithin unbekannten Roman ein äußerst faszinierendes Werk geschaffen, das seiner Zeit weit voraus war und in der Weltliteratur seinesgleichen sucht.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen abendländisches Tausendundeine Nacht, 16. März 2005
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Gerade hat der junge Alfons von Woerden sein Hauptmannspatent der wallonischen Garden erhalten und reist von Cadiz nach Madrid, um den Dienst anzutreten. Furchtlos, wie er ist (oder zu sein glaubt) überquert er die Sierra Madre, die damals fast menschleer nur von einzelnen Räubern bewohnt wird.
In einem leerem Gasthaus, das, so heißt es, ein Spukhaus ist, trifft er zwei schöne Maurinnen der Familie Gomelez, verbringt mit ihnen die Nacht - und findet sich am nächsten Morgen unter besagtem Galgen wieder.
Immer neue Abenteuer, erotische wie unheimliche, besteht er, trifft einen Zigeunerhauptmann und zwei Räuber, Ahasver, den ewigen Juden und einen Kabbalisten, eine Fürstin, Einsiedler und Besessene und jeder erzählt ihm seine Geschichte, in den Geschichten tauchen neue Geschichten auf, zeitweilig sind es bis zu vier Erzählebenen.
Das europäische „Tausend und Eine Nacht" hat man dieses Buch aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts genannt und aus sechsundsechzig Tagen und Nächten besteht es, jede prall gefüllt mit Geschichten.
Zeit und Muße sollte man haben, um es zu lesen, es ist kein Thriller - obwohl es einige Thrillerelemente enthält -, kein Pageturner, aber ein schillerndes Kaleidoskop von wilder Fabulierlust.
Ein Buch für lange Winterabende vor dem Kamin.
Hans Peter Roentgen
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träumen, träumen, träumen, 20. März 2001
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist ein wunderschönes Werk. Es werden Personen beschrieben, die sich irgendwo in den spanischen Bergen ihre jeweilige Lebensgeschichte erzählen. Diese Geschichten verstricken sich immer wieder in andere neue Geschichten, was sehr an 1001 Nacht erinnert, dennoch ist das Buch ganz anders... Einfach lesenswert!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Weltliteratur hat ihn nicht erkannt...., 2. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Handschrift von Saragossa: Roman (Taschenbuch)
Großartiges Werk das zahlreiche Kurzgeschichten enthält, die über Moral, Kollektivismuß,Eheversprechen und vorallem der Außeinandersetzung des Christentums mit den Korangläubigen gewidmet sind.
>Bereits in der ersten Geschichte wird ein Hauptman der eine riesige Bergkette überqueren muß,was er nicht an einem Tage schafft, gezwungen zu übernachten und in eine Glaubensdogmatik versetzt.
Diese Auseinandersetung bildet das Gerüst für einundreißig weitere Nächte wo Geschichten a'la 1001 Nacht von verschiedenen Protagonisten zum besten gegeben werden.
Spannend wird das Buch vorallem dadurch das alles in ca.10Seitige Fortsetzungsstrips gestückelt ist, die sich mit Geschichten aus der Realität mischen. Sozusagen zwei Bücher in einem.
Muß man gelesen haben.
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Die Handschrift von Saragossa: Roman
Die Handschrift von Saragossa: Roman von Jan Graf Potocki (Taschenbuch - Dezember 2005)
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