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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen53
4,6 von 5 Sternen
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am 23. Oktober 2002
Der Titel dieses Buches ist Programm. Was ist das, was wir als Wirklichkeit ansehen? Gibt es eine "objektive Wirklichkeit"? Wo liegen die Grenzen unseres Verstehens und Denkens? Auf unterhaltsame Weise, mit Hilfe von Anekdoten und Beispielen vermittelt Paul Watzlawick, Forschungsbeauftrager am Mental Research Institute in Palo Alto, CA, ein anderes Bild von Realität, das sich von unserer üblichen stark unterscheidet. Über vieles denken wir normalerweise nicht nach, sondern nehmen das meiste als gegeben hin. Verhaltensforscher, Philosophen und Physiker prägen unser Weltbild seit Jahrhunderten, doch alle Paradigmen sind stets im Fluß.
In drei Teile -- Konfusion, Desinformation und Kommunikation -- gegliedert, präsentiert Watzlawick unter anderem Beispiele aus geheimdienstlichen Tätigkeiten des 20. Jahrhunderts, sowie Ergebnisse psychologischer Experimente aus allen Etappen der Forschung.
Wie Wirklich ist die Wirklichkeit? hat mich schwer beeindruckt. Vieles, was ich verstreut ab und an irgendwo aufgeschnappt hatte, finde ich in diesem Werk wieder. In meinen Augen ist es ein wichtiges Buch, weil es viele scheinbar gegebene und unabänderliche Wahrheiten relativiert, ohne ihre subjektive Korrektheit jedoch in jedem Fall in Frage stellen zu wollen. Denn Wirklichkeit ist nicht das, was ist, sondern das, was wir erleben.
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am 22. Dezember 2003
Der Radikale Konstruktivismus ist jene Philosophie zu der sich der Autor ganz klar bekennt und zu deren Bestand er wesentlich beigetragen hat. Watzlawick kommt ursprünglich aus der Psychologie und Sprachforschung und insofern liegen seine Betrachtungsobjekte auch genau in jenem Bereich.
Was ist nun dieser Radikale Konstruktivismus? Nun, das ist gar nicht so schwer zu verstehen, der Kern ist, dass die Wirklichkeit die wir sehen immer dadurch beeinflusst wird, was wir über die Wirklichkeit denken, d.h. vor allem durch unser soziales Umfeld aber auch durch unsere persönliche Biographie. Uninterpretierte Wirklichkeit gibt es nicht, zumindest nicht für uns Menschen; denn immer werden unsere Sinneseindrücke sofort von unserer Vergangenheit und unserem Wissen interpretiert werden.
Man könnte nun annehmen, dass dieses Buch ein langatmiger philosophischer Schmöker ist, der kaum fesseln kann, doch das Gegenteil ist wahr. Der Autor erklärt seine Weltsicht ausschließlich mit Kurzgeschichten, Anekdoten und Fallschilderungen. So bleibt das Buch sehr kurzweilig und dennoch lehrreich.
Ein Punkteabzug muss jedoch gemacht werden, da das letzte Viertel beinahe in die Science Fiction abzugleiten droht ohne die Aussagekraft des Buches zu erhöhen. Hier geht Watzlawick auf potentielle Kommunikationsmöglichkeiten mit Außerirdischen und Zeitreisen ein; ganz zweifellos beides interessante Themen, die auch wissenschaftlich erörtert werden dürfen und sollen, die jedoch eher in anderen Büchern Platz finden sollten. Besonders erschwert wird dieser Umstand dadurch, dass diese Schilderung aus der Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts stammen und daher auch nicht mehr ganz dem Erkenntnisstand der heutigen Naturwissenschaften entsprechen.
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am 29. Dezember 2002
"Wie wirklich ist die Wirklichkeit" - für Manchen mögen Titel und Thema des Buches auf einen zu anspruchsvollen Lesestoff hindeuten, doch man sollte sich nicht täuschen lassen: Obgleich Paul Watzlawicks Buch ungemein lehrreich ist und einen dahin bringt, die eine oder andere "Information" mit anderen Augen zu betrachten, eignet es sich dennoch (unter anderem) hervorragend zur entspannenden Bettlektüre. Anhand von vielen teils skurilen, teils lustigen und nachdenklichen Anekdoten und Fallbeispielen vermittelt Paul Watzlawick einen breiteren Blick auf das, was wir "Wirklichkeit" nennen und zeigt, dass wir unter Umständen mit unserer subjektiven Auffassung von "Wirklichkeit" recht allein dastehen. "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" ist amüsant, informativ und dabei so spannend und mitreißend wie ein Krimi. Viele kommunikative Spiele können auch selbst mit Freunden, Verwandten und Kollegen nachgestellt und auf unterhaltsame Weise überprüft werden. Sehr zu empfehlen nicht nur für angehende Kommunikationswissenschaftler, sondern auch für all jene, die sich rein aus Neugier mit Kommunikation, Verständnis, Wahrheit und Lüge und den damit verbundenen Effekten und Problemen beschäftigen möchten.
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am 26. März 2002
Das behandelt den Einfluss der Kommunikation auf unseren Wirklichkeitseindruck. Dieses allein schon sehr reizvoll Thema behandelt Watzlawick in einer Art und Weise, welche das Buch von der ersten bis zur letzten Seite interessant und unterhaltsam macht. Die große Fülle an Beispielen und Belegen lassen Watzlawick zuweilen etwas abschweifen, dies macht aber gerade den Reiz aus und verleit dem Buch zusätzlich auch einen allgemeinbildenden Charakter. Auf das eigentliche Thema kommt der Autor immer wieder gekonnt zurück und verliert somit nie den inhaltlichen Faden.
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HALL OF FAMEam 2. Dezember 2005
°
'Wie wirklich ist die Wirklichkeit' ist meiner Meinung nach das beste Buch von Watzlawick, abgesehen von seinen Therapiebüchern. Darin bekommt man als Leser eine gute Einführung in konstruktivistisches Denken, auch ohne dass Watzlawick den Begriff Konstruktivismus auch nur einmal verwenden würde. An vielen Beispielen wird deutlich, wie sehr wir alle im Alltag - oder im Leben überhaupt - von unseren eigenen Realitäten ausgehen, Ereignissen und Empfindungen 'wahre' Bedeutungen zuschreiben und soeben auf eine vermeintlich einzige Wirklichkeit reagieren.
Praktisch nützlich ist das Buch insofern, als die vielen mustergültigen Geschichten, Erklärungen und Lösungen gut in Erinnerung bleiben. Schon beim Lesen - ganz sicher auch noch lange danach - zieht man immer wieder unverhofft Vergleiche mit eigenen Situationen in komplett anderen Bereichen eben seiner Lebenswelt. Und am Ende fragt man sich als Leser vielleicht nicht mehr 'wie wirklich ist die Wirklichkeit' sondern im besten Fall 'was genau weiß ich denn über meine eigene Wirklichkeit'?
Es lohnt sich auf jeden Fall, dieses Buch von Watzlawick zu lesen. Erst danach würde ich zu seinen anderen Werken raten, von denen jedoch manche viel weniger überzeugend sind. Das hier ist das beste, umfangreichste und verständlichste Buch - daher 5 Sterne und ein Lesetipp für alle, die gerne über den eigenen Tellerrand hinausdenken wollen, statt nur in der selbst eingebrockten Suppe weiterzuschwimmen bis sie irgendwann kalt wird.
~
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TOP 1000 REZENSENTam 7. September 2009
Watzlawicks Buch fängt mit wirklich großartigen Erläuterungen zu den Themen Wahrnehmung, Meinung, Wahrheit etc. an. So wird auch einem wissenschaftlich einwandfreien und dennoch lesbaren Niveau dargestellt, wie es sich mit der so genannten Wirklichkeit verhält.

Bis dahin bietet das Buch auch viele Anhaltspunkte zum Thema Kommunikation. Bis hin zur strategischen Kommunikation und zu einer äußerst interessanten Abhandlung zum Thema Drohung liest sich das Buch wunderbar.

Dann folgen Abstecher in die Überlegungen von Geheimdiensten und ein großer Teil der zweiten Hälfte des Buches widmet sich sogar mit der Frage, wie und ob mit Außerirdischen zu kommunizieren sei.

Dieses Gebiet, zumal es hier keine lebenden Beispiele gibt, eignet sich natürlich aus wissenschaftlicher Sicht gut für Überlegungen, wann und wie Kommunikation aufgebaut und durchgeführt werden kann.

Doch liegt die Kommunikation mit Außerirdischen, ebenso wie die Frage von Geheimdienststrategien nicht so sehr im Fokus des Alltäglichen.

Der gute Einstieg des Buches wird daher durch die zweite Hälfte zum Teil wieder zerstört oder doch stark verwässert.

Hier wäre es gut, wenn man das Buch deutlich straffen und modernisieren würde.

Ansonsten: ein Klassiker, den man kennen sollte.
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am 9. August 1999
Was Watzlawick hier in gewohnter Weise dem Leser zu erklären sucht, zeigt, daß es mit der "Wirklichkeit" nicht weit her ist. Was ist sie anderes als die Interpretation von Impulsen, die dem Gehirn von unseren Sinnen zugeleitet werden? Fragt sich keiner, ob ein Stopschild, dessen Farbe ich als "rot" bezeichnen würde, auch von allen anderen in der Farbe gesehen wird, die ich als rot bezeichne? Vielleicht sehen es die anderen (nein, nicht etwa grün, sondern) in einer Farbe, die ich als grün bezeichnen würde? Watzlawick hat mir hier grundlegende Denkanstöße gegeben...
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am 27. Oktober 2005
Was soll wirklich sein, wenn nicht die Wirklichkeit? So fragt man sich als Leser, sobald man den Titel hört. Aber bei der Lektüre stellt sich die lieb gewonnene Wirklichkeit immer mehr als das Produkt der eigenen Gedanken heraus: Wirklich ist, was wirkt. Wahr ist, was wir wahr nehmen. Wir sehen die ganze Welt im Spiegel unserer eigenen Subjektivität.
Darum kann ein und derselbe Sachverhalt von zwei Menschen völlig unterschiedlich bewertet werden. Ist Spinat nun eine Delikatesse – oder ist er ungenießbar? Steht einer früh auf, wenn er morgens um 7.00 Uhr aus dem Bett kommt, oder ist das schon spät? Dieses Spiel setzt der Autor Paul Watzlawick fort, indem er die Unterschiede zwischen den Kulturkreisen beleuchtet. Ein amüsantes Beispiel ist die "Distanzzone" zwischen zwei fremden Menschen. Wir als Europäer halten eine Armlänge für angemessen. Dagegen rücken sich zwei fremde Südamerikaner viel dichter auf die Pelle. Die Folge: Wenn sich die angehörige zweier solcher Nationen begegnen, empfindet der eine seinen Gesprächspartner als distanziert (und rückt näher), während der andere sich wiederum bedrängt fühlt (und rückwärts geht). Das kann zur Abstürzen in der Kommunikation und sogar von der Terrasse führen ...
Durch solche amüsanten Beispiele zeigt uns der Psychologe Watzlawick die ganze Welt als ein einziges Gebäude unserer Gedanken, was für den Leser eine höchst vorteilhafte Folge hat: Um die Welt zu verändern, muss er keine Steine versetzen – nur ein paar Gedanken in seinem eigenen Kopf!
Als Ergänzungslektüre empfehle ich die "Anleitung zum Umglücklichsein" vom selben Autor - ebenfalls ein köstliches und kostbares Buch.
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am 9. April 2015
Das Buch verschwindet immer wieder als permante “Leihgabe” aus meinem Regal, weshalb ich es schon mehrmals gekauft habe.

Schleichend scheint sich die Rationalität aus dem „Diskurs“ der westliche Gesellschaften zu verabschieden und Paul Watzlawick klingt mittlerweile wie eine leicht angestaubte Stimme aus einer besseren und optimistischeren Zeit, geprägt von spielerischer Neugier Neuland zu betreten, statt in Konventionen behaftet zu sein.

Der Teil II „Desinformation“ insbesondere aber das Kapitel „Warum einfach, wenn’s kompliziert auch geht?“ haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

An einem Experiment wird deutlich gemacht, dass die „Schwätzer“ aller „Fachbereichen“ zu beeindrucken vermögen, frei von realen Fakten und Kompetenzen. Was hier auf Stufe zweier Individuen gezeigt wird, lässt sich analog auf Ideologien übertragen, die auf „Alles“ eine Antwort haben, was diese erst zu Rattenfängern macht.

Absolut empfehlenswert.

Hinweis:

Nur überzeugende Artikel oder Bücher sind mir die Zeit eine Rezension zu schreiben wert.
11 Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juli 2006
Ist die Wirklichkeit wirklich das, was ich für wirklich halte? Oder entsteht sie erst durch meine subjektive Sichtweise und ist dementsprechend niemals als objektiv und überindividuell zu bezeichnen?

Paul Watzlawick geht auf diese Frage ein und beschreibt anschaulich, inwiefern wir alle Sklaven unserer eigenen Wahrnehmung sind, welche die Wirklichkeit für uns "konstruiert".

Anstatt den theoretischen Aspekt seiner Überlegungen in den Mittelpunkt zu stellen, versucht Watzlawick immer wieder, durch anschauliche Beispiele die Probleme bei der Wahrnehmung der Wirklichkeit und bei der Kommunikation über diese zu verdeutlichen. Viele dieser Beispiele sind schon Allgemeingut geworden, so beispielsweise die der paradoxen Forderung "Sei spontan!", nichtsdestotrotz machen sie die Schwierigkeiten von Kommunikation verständlicher und die Lektüre unterhaltsamer.

Die Fabulierkunst des Autors ist jedoch auch eine Schwäche des Buches. Watzlawick hat so viel Spaß am Erzählen von kleinen Geschichten, dass er mitunter das Thema des Buches etwas aus den Augen verliert und sich stattdessen etwa in Anekdoten über die Versuche der Kommunikationsaufnahme mit Außerirdischen verliert. Auch ginge bei aller Leichtigkeit, mit der das Buch zu lesen ist, etwas mehr konkrete theoretische Unterfütterung nicht zu Lasten der Lesefreude, sondern sie würde dem Leser die Transferleistung - das Erkennen ähnlicher Situationen im eigenen Alltag und damit die Verbesserung der eigenen Kommunikation - erleichtern.
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