Kundenrezensionen


3 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

5.0 von 5 Sternen "Hier gilt nicht das, was für andere Orte gilt...", 19. März 2006
Von 
Amazon Kundenrezensionen "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die schwarze Insel: Roman (Taschenbuch)
Der Roman spielt im Jahre 1925 in Italien. Mussolini ist eben an die Macht gekommen. Es gibt aber bereits schon seit einiger Zeit Zwangsaufenthalte für Gegner des Regimes (wie auf dieser Insel); außerdem spielt ein Lied, das erst 1931 komponiert wird, eine wichtige Rolle. Lucarelli bezeichnet das als seine dichterische Freiheit - und letztlich sind diese Abweichungen von der Realität auch nicht besonders wichtig.
Das Geschehen spielt innerhalb von 5 Tagen (mit Rückblenden) auf einer geheimnisvollen Insel irgendwo vor Italien. Ein neuer Commissario kommt (zusammen mit seiner eigenartigen Frau Hana) auf die Insel - und am liebsten möchten sie sofort wieder zurück auf das Festland. Aber es erwartet sie bereits der Manipelführer Mazzarino. Und immer geheimnisvoller wird die Rolle dieses Mazzarino, als kurz hintereinander auf der Insel 3 Männer ermordet werden. Der Commissario, der die Morde aufzuklären hat, spürt, dass sich hinter diesen 3 Morden und Mazzarino ein Geheimnis verbirgt...
"Die schwarze Insel" ist nicht eigentlich ein Kriminalroman - aber irgendwie doch wieder. Das Werk reicht allerdings weit über das Krimi-Genre hinaus. Manchmal scheint Kafka nicht weit zu sein - aber andererseits zeigt dieses Werk eine sehr reale politische Welt mit einem Übermaß an Gewalt. Und dass Luccarelli auch sprachlich ein Meister ist, merkt man selbst in der Übersetzung.
Alles in allem: ein hochinteressanter Roman von Carlo Lucarelli, der bei uns (wenn überhaupt) in erster Linie durch seine De-Luca-Romane bekannt ist!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Kafkaeskes auf einer düsteren Insel, 6. März 2005
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die schwarze Insel: Roman (Taschenbuch)
Carlo Lucarelli, der u.a. 3 Romane mit Commissario De Luca, die gegen und nach Ende des 2. Weltkrieges spielen, geschrieben hat ("Freie Hand für De Luca", "Der trübe Sommer", "Der rote Sonntag") liegt nunmehr mit "Die schwarze Insel" (SP 4303 - "L'isola dell'angelo caduto", 1999) ein Buch vor, dessen Handlung in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts kurz nach der faschistischen Machtergreifung spielt. Ein Commissario wird auf eine Insel vor der Küste Italiens versetzt - eigentlich eine Degradierung, da er gegen Schwarzhemden ermittelt hat. Am wichtigsten ist dort nur ein großes Gefängnis in einer alten Festung. Daneben gibt es nur ein Dorf mit wenigen Einwohnern. Dominiert wird die Insel vom Schwarzhemden-Anführer Mazzarino. Der Parteisekretär und der ankommende Commissario üben hingegen kaum Macht aus. Da passieren mehrere Todesfälle: ein Getreuer Mazzarinos, ein örtlicher Polizeispitzel und der Postbeamte kommen zu Tode. Sind es Unfälle, sind es Selbstmorde, sind es Morde? Ein Häftling, der aus polizischen Gründen inhaftierte Pathologieprofessor Valenza ist um Aufklärung bemüht. Und der Commissario hat max. 5 Tage und 5 Nächste Zeit den Fall zu lösen, da dann eine Versetzung im Raum steht. Das Ende ist Horror und alles Geschehene erscheint kafkaesk. Insgesamt ist der beklemmende Roman ein endloser Albtraum, in dem es Lucarelli gelingt, das Klima einer gesetz- und skrupellosen Gewaltherrschaft deutlich werden zu lassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes packendes Ende, 11. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Die schwarze Insel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das italienische Original (L'isola dell'angelo caduto) kann wirklich empfohlen werden. Immer wieder gelingt es dem Autor die Atmosphäre für den Leser greifbar zu machen: so ist es auch diesmal, als wir den sympathischen Kommissar und seine kranke Frau kennenlernen. Auch diesmal verknüpft der Autor die Handlung an ein Lied - wie auch bereits im Buch „Der Kampfhund" (Un giorno dopo l'altro) um hier die gedrückte, beklemmende Stimmung im Hause des Commissario Mirandas und seiner dem Wahnsinn verfallenden Frau zu beschreiben. Die Handlung, angesiedelt in den 20er Jahren zur Zeit des Aufkommens des Faschismus beschreibt die Zeit, in der Querdenker einfach auf eine Insel verbannt wurden, sehr gut. Auf dieser vergessenen Gefängisinsel geschehen als Selbstmord getarnte Morde, denen der Kommissar - nicht ohne einige Stolpersteine aus dem Weg räumen zu müssen - nachgehen muß. Das Ende ist verblüffend und so unglaublich, dass dieses Buch nur jedem Fan ans Herz gelegt werden kann. Lucarelli schreibt anspruchsvoll und liefert gleichzeitig auch Einblick in geschichtliche Ereignisse.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die schwarze Insel: Roman
Die schwarze Insel: Roman von Carlo Lucarelli (Taschenbuch - 2005)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,49
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen