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237 von 242 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht die Gene steuern uns, sondern auch wir selber steuern unsere Gene
Was für ein spannendes Thema, das der Autor Prof. Dr. med. Joachim Bauer in diesem Buch darstellt, nämlich, daß die Gene nicht starr festgelegt sind und somit unser gesamtes Leben steuern, sondern daß wir selber unsere Gene regulieren können. Diese Genaktivierung unterliegt situativen Einflüssen und wird überwiegend nicht vererbt, d.h...
Veröffentlicht am 30. Juli 2007 von Katja Kaygin

versus
83 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider in der Populärwissenschaft steckengeblieben!
Die Thematik der Wechselwirkungen von Genen und Umwelt ist hochgradig interessant und birgt eine Menge Wissenswertes. Der Versuch des Autors, dies populärwissenschaftlich aufzubereiten, ist ehrenwert und gut. Aber wie eben auch "Popmusik" zwar nett und schön sein kann, besteht auch dabei die Gefahr, an der Oberfläche zu bleiben. Dies ist hier leider...
Veröffentlicht am 16. April 2008 von AndLam


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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum dieses Buch uns alle angeht:, 23. November 2009
Von 
Renrew Lekrof (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (Taschenbuch)
Den 37 positiven Rezensionen noch eine hinzuzufügen könnte ich mir eigentlich sparen, aber ich verstehe dies hier auch als Diskussionsbeitrag. Ich denke, der Inhalt des Buches geht uns alle an. Mir wurde jedenfalls erst durch die Lektüre richtig klar, welche umwälzenden Fortschritte die Neurobiologie in den letzten zwei, drei Jahrzehnten gemacht hat und welche Relevanz viele dieser Entdeckungen auch für meine jetzige Arbeit als Coach und Mediator haben.

Als ich in den 60er Jahren (zufälligerweise am gleichen Gymnasium wie der Autor) die Schulbank drückte, machte die Entdeckung der Doppelhelixstruktur unserer Erbsubstanz durch Watson und Crick Schlagzeilen. Unser einäugiger und etwas kauziger Bio-Lehrer war fasziniert davon und verstand es, uns diesen komplizierten Stoff spannend nahezubringen. Damals lernten wir, wie die Gene den "Bauplan" für unseren Körper liefern und die Vererbung steuern. Das blieb auch mein Kenntnisstand, bis ich dieses Buch las.

Jetzt, fast ein halbes Jahrhundert später, beginnen wir zu verstehen, dass Gene weitaus mehr können: Sie beeinflussen täglich und stündlich das biochemische Geschehen in unserem Körper, vor allem im Gehirn. Dies ist möglich, weil die Aktivität der meisten Gene durch einen biochemischen Mechanismus veränderbar ist, man nennt dies "Genregulation". Körperliche und psychische Reize oder auch chemisch/physikalische Umweltreize können ein bestimmtes Gen innerhalb von Sekunden gezielt aktivieren oder stummschalten. Gene sind also wie Module in einem interaktiven Computerprogramm, die nur dann abgelesen und ausgeführt werden, wenn bestimmte Bedingungen dafür erfüllt sind.

Die Schlussfolgerungen aus dieser faszinierenden Erkenntnis fasst der Autor in 17 weitgehend selbständigen Kapiteln zusammen, die man auch einzeln lesen kann, weil er grundlegende Fakten öfters wiederholt. Diese Folgerungen betreffen medizinisch-psychologische Themen wie:

Stress, Burn-out-Syndrom, menschliche Beziehungen, Spiegelneuronen, Schmerzgedächtnis, psychosomatische Krankheiten, Tumor- und Herzkrankheiten, Immunabwehr, Wirksamkeit von Psychotherapie, Depression, Borderline-Störung, Medikamentenverträglichkeit usw. bis hin zur Dissoziation und posttraumatischen Belastungsstörung.

Zu jedem Thema wird erläutert, welche grundlegenden neurobiologischen Prozesse dabei ablaufen und welche Folgen diese haben. Hat man das Prinzip erstmal kapiert, fällt einem Vieles wie Schuppen von den Augen: Psychosomatische Zusammenhänge, die man schon längst vermutet hat, erscheinen in neuem Licht oder sind inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen und zum Teil auch erklärt.

Natürlich kann ein Buch dieses Umfangs kein Lehrbuch der Neurobiologie ersetzen, aber es bietet einen ziemlich umfassenden Überblick. Der nüchtern-sachliche Schreibstil des Autors ist gut lesbar. Plakative Formulierungen oder Ausrutscher bleiben die Ausnahme, wie z.B. der unpassende Vergleich "Gene sind keine Autisten" (Gene bleiben trotz aller Regulationsmechanismen ein Stück Programmcode ohne Eigenleben!). Gut hat mir gefallen, dass der Autor auch englische Fachausdrücke erklärt und Originalarbeiten zitiert, damit man sich ggf. über weitere Details schlau machen kann. Leider weicht der Autor ausgerechnet im letzten und wichtigsten Kapitel (über die Genregulation) von dieser Praxis ab. Bei einer Neuauflage sollte er neben ergänzenden Quellenangaben hierzu vielleicht auch eine genauere Erklärung nachliefern, wie dieser Mechanismus funktioniert, schließlich ist das der Knackpunkt der Sache!

Ein Buch wie dieses soll und darf aber auch zum kritischen Nachdenken anregen: Bisweilen stellten sich Annahmen, die noch vor Jahren weitgehend akzeptiert waren, als Irrtum heraus. Oft beruhen "gesicherte" Erkenntnisse auf indirekten Schlussfolgerungen bzw. (manchmal phantasievollen) Interpretation statistischer Untersuchungen. Auch die vielzitierten abbildenden Untersuchungsmethoden wie PET, f-NMR und SPECT liefern - so genial sie auch sind - letztlich nur Aussagen über den Stoffwechsel bzw. Energieumsatz in bestimmten Gehirnregionen. Als gelerntem Physiker kommt mir das manchmal so vor, als würde man die Funktion eines Computers ergründen, indem man die Oberflächentemperatur der einzelnen Chips misst. Mit anderen Worten: Bei aller Begeisterung für die Fortschritte bleibt unser Verständnis der Gehirnfunktionen immer noch relativ global, es gibt noch viele Einzelheiten zu verstehen...

Für mich bestärkt das Buch übrigens die Vermutung, dass viele neuronale Verknüpfungen in unserem Gehirn offenbar reversibel sind, so dass Hoffnung besteht, fehlerhafte "Endlosschleifen" in unserer Programmstruktur, die irgendwann mal angelegt wurden (z.B. durch traumatische Erlebnisse), auch wieder zu "verlernen". Der Autor setzt dabei berufsbedingt auf Psychotherapie, aber die zitierten Forschungsergebnisse legen nahe, dass es sehr viele Wege geben muss, Selbstheilungskräfte in unserem Körper und unserer Psyche in Gang zu setzen. Der Autor äußert sich allerdings zu solchen Spekulationen nicht, er bleibt immer schön auf dem Boden der Tatsachen bzw. der von ihm zitierten Studien.

Fazit: Ich möchte das Buch JEDEM empfehlen, denn der Inhalt gehört eigentlich zur Allgemeinbildung. Ganz besonders Ärzten und Psychologen, deren Kenntnisse in Neurobiologie nicht mehr ganz aktuell sind, empfehle ich es als Pflichtlektüre. Schließlich erklärt es viele Grundlagen der Psychosomatik.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenerweiterung mit AHA Effekt, 13. August 2010
Von 
Gisela Heumann "CreArte" (Schönkirchen, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Joachim Bauer zeigt,wie in seinen anderen Büchern, die die Epigenetik behandeln, sehr anschaulich und vor allem für Laien verständlich wie aus "Psychologie Biologie" wird. Trotz aller Anschaulichkeit sind die beschriebenen Inhalte auf hohem Niveau. Der Leser wird sehr behutsam in die wissenshaftlichen Welten hineingezogen und erlebt so einige AHA Effekte in der Erkenntnis des eigenen Erlebens bzw. des Umfeldes. Er geht sehr intensiv auf das Erleben in unserer heutigen Gesellschaft und die daraus entstehenden Erkrankungen ein, ohne dabei Angst und Befürchtungen zu erzeugen, sondern bietet durch seine wissenschaftlich fundierten Erklärungen auch Hinweise auf Lösungen. Für alle, die einfach mehr wissen wollen, warum und wie unsere zwischenmenschlichen Beziehungen unseren gesamten Organismus und unser Leben beeinflussen, bietet dieses Buch sehr umfassende Einblicke.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine neue Sicht der Dinge, 6. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (Taschenbuch)
Das Buch ist zwar schon vor einigen Jahren erschienen, vermittelt aber auf spannende Weise den aktuellen Stand der Neurobiologie. Man merkt, dass Joachim Bauer Vorlesungen an der Uni hält (jedes Kapitel enthält eine eigene Zusammenfassung und einige Begriffe werden immer wieder aufs Neue erklärt), was den Vorteil hat, dass auch der interessierte Laie eine klare Vorstellung von genetischen Zusammenhängen bekommt und für sich persönlich Nutzen daraus ziehen kann. Das Buch war für mich überaus wertvoll, sodass ich mich mit großer Wissbegier auch auf andere Bücher und DVDs vom Joachim Bauer gestürzt habe.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Literatur, 4. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (Taschenbuch)
Für mich als Brustkrebspatientin ist dieses für Laien sehr gut verständlich geschriebene Buch ein richtig guter Kauf. Beim lesen erkenne ich Zusammenhänge im Laufe meiner Lebensgeschichte wieder. Ich denke sagen zu können, daß ich die Entstehung meiner Krebserkrankung tiefgründig begründen kann. Ein sehr zu empfehlendes Buch!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zusammenhänge erfassen, 20. März 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (Taschenbuch)
Mich beeindruckt dieses Buch durch seine verständliche und kompakte Erklärung der Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele verbunden durch
das alltägliche Geschehen der zwischenmenschlichen Beziehungen.
Gleichzeitig ist es auch ein Wegweiser, zur Erkenntnis, Veränderung in der persönlichen Welt anzustreben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das breite Echo..., 26. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (Taschenbuch)
...auf dieses Buch kommt nicht von ungefähr: vieles von dem, was man ohnehin für naheliegend hielt, aber bisher nicht bestätigt fand, findet sich hier wieder - und wird auf fundierte Weise untermauert.

Das Gehirn leistet offenkundig viel mehr, als man ihm bisher zugetraut hat. Es ist eben nicht einfach nur eine "Bio-Maschinerie", die quasi im menschlichen "Maschinenraum" brav funktioniert, sondern sie ist auch für das zuständig, was wir als Inhalt unseres Denkens, Fühlens, Handelns und Wollens identifizieren. Diejenigen, die hierüber die "technischen" Einzelheiten erfahren wollen, kommen bei diesem Buch genauso auf ihre Kosten. Natürlich ist es kein wissenschaftliches Fachbuch, aber trotzdem bietet es eine Fülle von Fakten. Wer will, kann ja weiter recherchieren.

Alle, die den Menschen als ein ganzheitlich zu betrachtendes und zu behandelndes, interaktives Wesen auffassen, werden sich hier voll bestätigt fühlen. Bauer weist nach, dass und wie jeder Eindruck von außen seine Spuren hinterlässt, uns prägt und künftige Handlungen im Vorfeld beeinflusst. So ergibt sich fast nebenher, dass uns kein "Geist" von außen steuert, sondern dass wir es immer selbst sind, die wir aus unserer Vorstellungswelt heraus denken und handeln - wobei darüber hinaus genetisch fixierte Erfahrungen unserer Vorfahren eine wichtige Rolle spielen.

Eine leicht lesbare, klar gegliederte, faszinierende Lektüre!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich wichtiges Buch, 28. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (Taschenbuch)
Dieses Buch möchte ich Jedem empfehlen, der die tatsächlichen Zusammenhänge zwischen äußeren Einwirkungen, in denen jeder Mensch mehr oder weniger ausgesetzt ist, unseren Gedanken sowie dem, was daraufhin in unserem Körper passiert und was sowohl die äußeren Einflüsse als auch unsere Gedanken in uns auslösen können, verstehen möchte.

Joachim Bauer zeigt in seinem Buch sehr verständlich auf, was tatsächlicher oder auch "nur" emotionaler Stress in unserem Gehirn, im Nervensystem und im gesamten Körper auslöst und welche Konsequenzen dieses für uns individuell haben kann. Der Autor beschreibt, wie unsere Gene gesteuert. Der Leser erfährt, wie Depressionen entstehen und die häufig im Gefolge auftretenden Volkskrankheiten Herzinfarkt und Krebs.

Es wird nachvollziehbar klar, welchen Einfluss insbesondere, aber nicht nur, kindliche Erfahrungen auf unser Denken, die Prägungen unserer Gefühlswelt sowie unsere individuelle, ganz subjektive Wahrnehmung dieser Welt bedeutet. Weitere Themen sind Schmerzerfahrungen und das Schmerzgedächtnis, Traumata sowie Burnout-Störungen.

Meine Hypothese ist, dass die meisten Leser sich bei der Lektüre dieses Buches immer wieder erkennen oder entdecken und sukzessive immer besseres Verständnis für sich selber entwickeln werden. Zum anderen ist es meines Erachtens ein Verdienst dieses Buches, das man auch das, was anderen emotional und gesundheitlich widerfährt, in einen neuen und besseren inhaltlichen Zusammenhang stellen kann.

Ganz besonders möchte ich Eltern mit kleinen Kindern die Lektüre an das Herz legen: Sie werden viele Inspirationen bekommen, warum es so wichtig ist, dass Kinder ausreichend emotionale Zuwendung erhalten.

Lesen Sie dieses spannend und verständlich geschriebene Buch und Sie werden mehr über sich selber, ihre Seele und ihren Körper verstehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mind meets Brain, 16. September 2010
Von 
B. Teggemann (Essen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (Taschenbuch)
Das Psychologie und Neurologie irgendwie zusammengehören müssen ist eigentlich klar. Aber lange war völlig unklar wie. Da hat man sich mal das Gehirn mit seinen Nervenzellen wie eine Computer und die Psychologie wie die Software dazu vorgestellt, nämlich wie etwas, dass eigentlich unabhängig von einander ist.

Mit diesem Paradigma rechnet der Autor ab. Er zeigt, wie das Leben das Gehirn fortwährend verändert und wie sich Gedanken und Erlebnisse in das Gehirn und den Hormonhaushalt eingraben. Diese Spuren im Gehirn haben dort fortan ein Eigenleben, was wiederum Denken, Fühlen und Erleben beeinflusst, und auch zu körperlichen Krankheiten führt.

Bauer behauptet beispielsweise, dass Depressionen generell von psychischen Faktoren ausgelöst werden, womit er der immernoch weit verbreiteten Ansicht widerspricht, Depressionen seien "endogenen" Ursprungs. (Die heute üblicherweise angenommene "multifaktorielle Genese" verneint er hingegen nicht.) Er zeigt auf, dass Depressionen das Risiko am Herzen zu erkranken deutlich erhöht (woher kommt wohl das Sprichwort jemandem "das Herz brechen") und er legt dar, wie Depressionen das Immunsystem schwächen und so auch Toumorerkrankungen begünstigen.

Aus der Erkenntnis, dass psychische Ereignisse Hirn, Hormone und Körper nachhaltig beeinflussen leitet der Autor ab, dass Psychotherapie eine sehr effektive, nachhaltige und nebenwirkungsarme Methode ist, um seelische und körperlich Gesundheit zu fördern.

Geradezu gebetsmühlenhaft verweist der Autor auf vielfältige Studien und immer wieder auf die Befunde "bildgebender Verfahren". Das muss vielleicht sein um die stellenweise durchaus steilen Thesen beim Leser unter zu bringen, wirkt für mich aber etwas demonstrativ.

Fazit: Ein literarisches Kunstwerk ist das Werk nicht. Der Inhalt ist aber gut genug für fünf Sternen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schmerzgedächnis des Körpers: Kein Effekt ohne Affekt., 3. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (Taschenbuch)
"Kaum ist die Angst da, kommen auch die Schmerzen." Der Autor beschreibt anschaulich diese "Schmerzangst" bei neuropathischen Schmerzen. Die meist intensiven chronischen Schmerzen lassen Engramme zurück, die man als Schmerzgedächtnis bezeichnet. Selbst erlebte oder miterlebte Schmerzen werden nicht nur in der Hirnrinde, dem sensiblen Kortex, sondern auch im Gyrus cinguli, d.h. im emotionalen Schmerzgedächtnis, gespeichert.

Von großer Bedeutung sind die in bestimmten Situtionen reaktivierten Schmerzen. Dies ist z.B. an Jahrestagen früherer Unfallverletzungen der Fall, insbesondere am Tag einer Kriegsverletzung. Die wiederkehrenden Beschwerden wären ohne das von Joachim Bauer beschriebene Modell gar nicht erklärbar. Dieses Modell ist deshalb so wichtig, weil es von einem Psychiater als Naturwissenschaftler entwickelt worden ist, der nicht auf Spekulationen angewiesen ist, sondern sich auf Fakten der modernen Hirnforschung und psychosomatischen Medizin stützt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Psyche und Körper, 6. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern (Taschenbuch)
Eine unglaublich spannende Darstellung des Wechselspiels zwischen Psyche und Körper, die bislang ungeahnte Einblicke in das eigene Ich erlaubt und viele Vorgänge und Effekte verständlich macht. Das aufgezeigte Spektrum ist dabei so weit aufgespannt und umfasst eine Vielzahl von Lebensbereichen, dass praktisch jeder Leser von diesem Buch profitiert, entweder für sich selbst oder sein soziales Umfeld.
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