Kundenrezensionen


20 Rezensionen
5 Sterne:
 (11)
4 Sterne:
 (6)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vorstellungen eines Go-Amateurs
Der Roman ist wie eine Partie Go angelegt, SIE beginnt die Erzählung im 1. Kapitel = 1. Zug, gefolgt von IHM im 2. Kapitel = 2. Zug. Und so geht es abwechselnd weiter bis zum letzen = 92. Kapitel, dem unvermeidlichen letzten Zug. Beide erzählen das Geschehen aus ihrer jeweiligen Sicht in Ich-Form, was besonders dann interessant ist zu lesen, als sich beider Wege...
Veröffentlicht am 23. April 2005 von T. Hagemann

versus
16 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen unglaublich schlecht
Einer Freundin zuliebe, die mir dieses Buch geliehen, habe ich es bis zuende gelesen. Ansonsten hätte ich spätestens nach 50 Seiten aufgegeben. Dieses Buch ist derart schlecht geschrieben, dass es mir zuweilen die Sprache verschlägt. Es zu lesen ist zumindest Arbeit und oft eine Qual. Dass manche Sätze grammatikalisch zumindest bedenklich oder schlicht...
Veröffentlicht am 19. Mai 2005 von dr.dicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vorstellungen eines Go-Amateurs, 23. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Go-Spielerin: Roman (Taschenbuch)
Der Roman ist wie eine Partie Go angelegt, SIE beginnt die Erzählung im 1. Kapitel = 1. Zug, gefolgt von IHM im 2. Kapitel = 2. Zug. Und so geht es abwechselnd weiter bis zum letzen = 92. Kapitel, dem unvermeidlichen letzten Zug. Beide erzählen das Geschehen aus ihrer jeweiligen Sicht in Ich-Form, was besonders dann interessant ist zu lesen, als sich beider Wege ungefähr ab dem 40. Zug kreuzen. Durch die Verwendung der Gegenwartsform gelingt der Autorin, ein Gefühl der Gleichzeitigkeit zwischen den beiden Protagonisten und mit dem Leser zu erzeugen. Allerdings ist der ganze Roman in der Präsenzform geschrieben, was angesichts der häufigen Rückblenden z.B. in die jeweiligen Kindheitserinnerungen doch etwas ermüdet.
Die Charakterisierung des Go-Spiels wirkt an manchen stellen übertrieben, mystifizierend: SIE vergleicht die Go-Steine mit Soldaten, die "gelenkig umher wirbeln, sich ihre Fallen in kreisenden Spiralen stellen" (S. 113), SIE "tauch[t] ein in die Abgründe der Mathematik" (S. 139) beim Zählen der Steine auf dem Spielbrett und kommt zu der Erkenntnis: "Go pfeift auf die Berechnung, brüskiert die Phantasie. ... Go ist das Spiel der Lüge. Man umzingelt den Feind mit Trugbildern, man zielt auf die einzig echte Wahrheit, den Tod" (S. 223) - während für IHN "eine Partie Go ausschließlich der Elite vorbehalten ist, eine Zeremonie, die mit allerhöchstem Respekt zelebriert wird" (S. 116). Diese philosophische Überfrachtung des Go-Spiels mag noch mit "dichterischer Freiheit" zu entschuldigen sein, einige Merkwürdigkeiten bei der Beschreibung der Go-Partie hätten aber - bei genauerer Kenntnis der Autorin des Go-Spiels bzw. bei etwas sorgfältigerer schriftstellerischer Ausarbeitung - vermieden werden können: nicht nur SIE, sondern auch ER - ein Japaner - bezeichnen die Ecken, Ränder und "Gegenden" des Go-Bretts mit Himmelsrichtungen, z.B. "Süden" für den unteren Rand. Im Japanischen (oder Deutschen) werden solche "geographischen" Bezeichnungen jedenfalls nicht verwendet, vermutlich auch nicht im Französischen (ob im Chinesischen, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis). Die ersten sieben Züge der Partie ist von krassestem Anfänger-Niveau (S. 113), trotzdem zieht sich die Partie über Tage und Wochen hin, über manche Züge brüten die Kontrahenten stundenlang, und hoch im Endspiel (jenseits von Zug 200, der auf S. 196 gesetzt wird) denkt ER: "Ihre Züge werden schneller und schneller. Sie wird immer listiger" (S. 223). Das ganze hört sich nicht an nach einer Go-Partie zwischen einigermaßen starken Spielern. Ein Roman, in dem Schach eine ähnlich prominente Rolle spielt wie hier das Go, in dem das Spiel jedoch so unrealistisch und exotisch überspannt beschrieben wird, wäre an der Hürde des Lektorats eines Verlages, der weiß was er publiziert, gescheitert.
Trotzdem ein interessantes Buch und unbedingt lesenswert, auch wenn die Euphorie der "Pariser Literaturszene" nicht ganz nachzuvollziehen ist. Es bleibt zu hoffen, dass wir nicht wieder über 30 Jahre auf das Erscheinen eines weiteren Go-Romanes warten müssen, die seit "The Master of Go" vergangen sind, der Übersetzung des Meisterwerkes "Meijin" des japanischen Nobelpreisträgers Kawabata Yasunari.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Strudel, dessen Sog man nicht entkommt!, 7. Februar 2004
Von 
pholker (Bochum, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Go-Spielerin: Roman (Taschenbuch)
"Die Go-Spielerin" zählt für mich zu den besten Romanen, die ich nicht nur in den letzten Jahren, sondern in meinem Leben gelesen habe. Nur selten vermag ein Buch, auch wenn es mich fesselt, mich so stark in seinen Bann zu ziehen, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich bin ein recht langsamer Leser. "Die Go-Spielerin" jedoch habe ich in einem Zug verschlungen.
Die Story ist weit mehr als nur eine tragische Liebesgeschichte, auch wenn diese eine zentrale Rolle einnimmt. Sie ist eine Reise in fremde Mentalitäten, geprägt von harten gesellschaftlichen Regeln, die auf jahrhunderte alten Traditionen fußen; eine Reise in eine Zeit politischen Chaos, des Umbruchs, des Zusammensturzes. Sie erzählt vom Versuch, alldem zu entfliehen, und der Tragik, von der Wirklichkeit immer wieder eingeholt zu werden. Man begleitet die Protagonisten bei einem unumkehrbaren Verwandlungsprozess, der mit kühnen Träumen beginnt und sich zu einer Gratwanderung am Rand der Hölle entwickelt.
Die Geschichte entfaltet eine Tragik, die in ihrer Kraft an Shakespeares "Romeo und Julia" heranreicht, ohne diese jedoch wie dort zu romantisieren. Vielmehr wird die Wirklichkeit von Kapitel zu Kapitel immer mehr entzaubert, und so sehr die beiden Protagonisten den Leser in das Innere ihrer Seele entführen und sie zu Mitwissern ihrer geheimsten Gefühle und Träume machen, verfällt man nicht in die Rührseligkeit, mit ihnen tauschen zu wollen. Diese Liebesgeschichte ist nicht schön, nicht romantisch, ihre Poesie ist eher eine Poesie der Grausamkeit als eine der Verzauberung. Und weil die ausgelösten Gefühle dieser Geschichte so vielschichtig sind, zum einen verträumt, zum anderen schonungslos brutal, erreichen sie eine Tiefe und Realität, der man als Leser nicht entfliehen kann - gleich den Protagonisten. Der Sog dieses emotionalen Strudels reißt Figuren wie Leser in einen gurgelnden Abgrund, in dem Hoffnungen, Zwänge, Träume, Ausweglosigkeit, brutale Gewalt und Bilder von großer Ästhetik sich zu einem alles verschlingenden Schlund vereinen.
Was den Roman ebenfalls zu etwas besonderem macht, ist seine untypische Erzählweise: Von Kapitel zu Kapitel wechseln sich die beiden Ich-Erzähler ab, so dass man als Leser ständig die Perspektive wechseln muss. Bei der großen Unterschiedlichkeit der beiden Charaktere wird man als Leser emotional förmlich in zwei Hälften gerissen. Die in der Gegenwartsform geschriebene Erzählung macht dieses Elebnis noch intensiver.
Nach der Lektüre der "Go-Spielerin" bin ich gespannt auf die anderen Veröffentlichungen Shan Sas, denn die Intensität ihres erzählerischen Talents macht süchtig nach mehr. Zu schade, dass "Die Go-Spielerin" bislang als einziges Werk der Autorin ins Deutsche übertragen wurde, so werde ich wohl nicht umhin kommen, auf anderssprachige Ausgaben zurückzugreifen. Ich hoffe nur, dass "Die Go-Spielerin" dieser begnadeten Autorin das Tor zu einer großen deutschen Leserschaft aufstößt. Shan Sa ist, meiner Meinung nach, eine große Bereicherung für die zeitgenössische Literatur.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein phantastisches Buch, 21. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Go-Spielerin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die strenge, schnörkellose und dennoch wunderschöne Sprache macht es zu einem Genuß, dieses Buch zu lesen. Durch die beiden Ich-Erzähler, die jeweils ihre eigene Geschichte erzählen, oft aber gleiche Erlebnisse höchst verschieden reflektieren, entsteht eine enorme Dynamik. Gleichzeitig scheinen die Charaktere in ihrem Schicksal festgefroren. Nimmt man noch die liebevolle, niemals selbstverliebte Beschreibung der kulturellen und zeitgenössischen Einzelheiten hinzu, entsteht ein Gesamtkunstwerk, das Wert ist, gelesen zu werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielschichtig und raffiniert, große Klasse, 16. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Go-Spielerin: Roman (Taschenbuch)
Ein Drama um Liebe und Tod. Schauplatz ist die japanisch besetzte Mandschurei zur Zeit des letzten Kaisers Pu Yi. Eine Chinesin mit Kontakten in der Widerstandsbewegung und ein japanischer Offizier treffen sich an einem öffentlichen Platz zum Go-Spiel. Sie sind sich ebenbürtig, sie wissen beide nicht, dass sie mit ihrem Schicksal spielen, ahnen es allenfalls, und sie sind sich verfallen.
Die kurzen Kapitel sind nummeriert wie Züge beim Go. Durchgängig wechselt Zug um Zug der Spieler bzw. der Ich-Erzähler. Besonders reizvoll ist das, wenn die gleiche Episode nacheinander aus der Sicht beider geschildert wird, wobei mal sie, mal er einen Vorsprung im Verlauf der Handlung, sozusagen die Vorhand, hat. So wie beim Go oft am Anfang sehr locker und auf Distanz gesetzt wird, scheinen auch die ersten Kapitel relativ wenig miteinander zu tun zu haben, was sich später natürlich ändert. Go-Kenner werden vielleicht noch andere Ähnlichkeiten finden.
Der Roman lebt von Vielschichtigkeit und Kontrasten. Auf der Spielebene findet ein logisch-ästhetischer Kampf statt, dies zwischen zwei Spielern, die sich lieben, die aber zwei sich auf den Tod bekämpfenden Nationen angehören, die wiederum kulturell und historisch verwandt sind. Die fast platonische Liebe der beiden und ihre beherrschten Treffen kontrastieren mit ihren Gedanken und Träumen ebenso wie mit einer gewalttätigen Außenwelt. Ein Tanz auf dem Vulkan, knapp und teilweise hart geschildert, ein Nebeneinander von Grausamkeit und Poesie, dieser Roman hat viele Facetten, und ich werde ihn sicher noch einmal lesen. Erste Sahne, fünf Punkte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach wunderbar, 11. November 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Go-Spielerin: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist sehr vielschichtig und komplex, dass es sehr fällt, es mit kurzen Worten zu umreißen. Die Geschichte wird abwechselnd erzählt aus der Sichtweise zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, der chinesischen Go-Spielerin und einem japanischen Soldaten. Die Verbindung zwischen den beiden entsteht in einer chinesischen Kleinstadt auf dem Platz der tausend Winde beim Go-Spiel. Ohne Worte, nur durch die Spielzüge erforschen die beiden sich gegenseitig. Der Hintergrund der Geschichte, die Besetzung Chinas durch die Japaner, sorgt für zusätzliche Dramatik, die in einem unglaublich traurigen Ende der Geschichte gipfelt.
Ich habe die ganze Zeit beim Lesen eine tiefe Bewunderung für die Go-Spielerin empfunden, da sie sehr moderne Ansichten hat und eine sehr selbstbewußte, zielstrebige junge Frau ist, die immer genau dass tut, was sie für richtig hält.
Fazit: Unbedingt Lesen!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spiel ohne Sieger, 2. März 2003
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Go-Spielerin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vor dem Hintergrund der japanischen Invasion trifft sich eine junge Chinesin auf einem öffentlichen Platz mit einem Fremden zum Go Spiel. Der Fremde ist allerdings ein verkleideter japanischer Spion. Und die Chinesin hat eine Affäre mit einem Chinesen, von dem sie nicht weiß, daß er für die Rebellen kämpft. Doch sie liebt den Chinesen nicht wirklich, sie geht nur mit ihm ins Bett. So wie auch der Japaner bei einer chinesischen Hure nur sein Verlangen stillt. Zwei Menschen, die unaufhaltsam aufeinander zu rasen.
Der Roman ist von der Form her sehr streng. Die Kapitel sind manchmal nur eine Seite lang. Ein Kapitel aus Sicht der Chinesin, eins aus Sicht des Japaners. Am Anfang störte mich dieses "Zapping", aber dann zog mich die Erzählkunst der Autorin in ihren Bann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei aufeinander zurasende Züge, 23. Februar 2003
Von 
Christian Kühn (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Go-Spielerin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer kennt nicht das Bild zweier Dampflokomotiven, die - zuerst nur am Horizont sichtbar - na ja, jeder weiß, wie es weitergeht...
Es ist ein sehr bewegendes Buch, ein "pageturner", man liest es in einem durch. Sehr dicht die Atmosphäre von Nordchina, der Umbruch der Gesellschaft, der Krieg. Und wer sich nach der Lektüre nicht zumindest oberflächlich fürs Go-Spiel interessiert, den ewigen Krieg, den Geschlechterkampf der jungen Protagonistin gegen einen Wolf im Schafspelz, den der nun aber langsam abstreift..., es ist spannend. Ganz große Literatur würde ein bekannter Literaturpapst sagen...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierende Begegnung zweier "Feinde", 19. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Go-Spielerin: Roman (Taschenbuch)
Ein japanischer Offizier und eine sechzehnjährige Chinesin (die "Gospielerin") begegnen sich 1931 beim Gospielen in der "Stadt der tausend Winde" in der von Japanern besetzten Mandschurei. Während sich ihre Freunde gegen den japanischen Besatzer zur Wehr setzen, ist sie fasziniert von dem Fremden, ohne zu ahnen, dass dieser auch dem Feind angehört.
Die Kapitel werden im Wechsel von den beiden erzählt - aber in chronologischer Reihenfolge. Beide leben in unterschiedlichen Welten, werden von unterschiedlichen Gedanken und Gefühlen bewegt - und doch kreuzen sich ihre Wege. Wo aufgrund unterschiedlicher Herkunft Feindschaft vorherrschen müsste, entsteht Zuneigung.
Das Buch fasziniert, weil es gelingt, zwei unterschiedliche Erzählperspektiven zu einem Ganzen zu verknüpfen. Weil es (ohne je kitschig zu werden) zeigt, wie sinnlos Krieg ist, wie sinnlos es ist, Menschen nach ihrer Herkunft zu beurteilen. Positiv ist auch, dass die Handlung nicht überladen ist. So ist ein gelungenes und lesenswertes Buch entstanden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum will, wer sein Glück erkannt hat, vor ihm fliehen?, 1. Juni 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Go-Spielerin: Roman (Taschenbuch)
Einer dieser mächtigen kompromisslosen Sätze aus diesem Buch, das eine gewaltige Liebesgeschichte erzählt. Eine Chinesin und ein Japaner gehen Zug um Zug aufeinander zu, voneinander weg, bis sie sich zum schmerzlichsten aller Enden finden. Das wird so atemlos und rein erzählt, dass einem beim Lesen die Tränen kommen und man aber gleichzeitig unendlich glücklich ist, dass so eine Liebesgeschichte möglich sein soll. Man liest die letzten Seiten mit pochendem Herzen, so sehr mußten Liebende noch nicht leiden; jeder fühlende Mensch wird diese beiden in seine Gebete mit einschließen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftiger Stil, doch intensive und atmosphärische Geschichte, 20. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Go-Spielerin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Shan Sas »Die Go-Spielerin« führt den Leser ins Jahr 1937. Die Mandschurei wird von den Japanern besetzt, jenseits der Mauer tobt in China der Bürgerkrieg zwischen den Kommunisten und den Nationalisten unter Chiang Kai-shek. Immer wieder kommt es zu Rebellionen gegen die Japaner. Und inmitten dieses Szenarios trifft man als Leser auf zwei im Präsens berichtende Ich-Erzähler, die sich im konsequenten Wechsel die häufig nur einseitigen, selten vierseitigen Kapitel teilen.
Die 16-jährige »Go-Spielerin« lebt mit ihrer Schwester und ihren Eltern unter einem Dach, lernt die erste Liebe - zu einem der Aufständischen - kennen und findet ihre innere Ruhe auf dem »Platz der Tausend Winde«, wo sie stunden- oder tagelang Go gegen Fremde spielt.
Der andere Erzähler ist ein japanischer Soldat, den es schließlich in die Mandschurei führt, wo er von seinem Vorgesetzten beauftragt wird, als Mandarin getarnt - er spricht fließend Chinesisch -, Rebellen aufzuspüren.
Am Go-Brett begegnen die beiden sich - und es entbrennt ein Spiel, bei dem es um viel mehr geht als nur um den Sieg.

Bevor ich »Die Go-Spielerin« las, hatte ich bereits zwei weitere Romane der Autorin gelesen, beide ließen mich mit einem zwiespältigen Gefühl zurück. So besaßen beide eine liebevoll ausgearbeitete Geschichte, die sehr viel Atmosphäre rüberbringt, waren dazu allerdings in einem Schreibstil verfasst, der mich nicht gänzlich überzeugen konnte. So schreibt Shan Sa in vielen sehr kurzen Hauptsätzen, was mitunter etwas anstrengend ist; dazu gibt es viele unvollständige, verblose und abgehackte Sätze. Darüber hinaus neigt die Autorin dazu, ihre Texte trotz aller Knappheit sehr poetisch und bildreich zu verpacken. Das Positive daran ist, dass sich ihre Romane sehr atmosphärisch lesen, negativ dagegen, dass viele Metaphern nicht recht passen wollen und einen hin und wieder mal aus dem Lesefluss reißen.

Und nicht anders erging es mir mit »Die Go-Spielerin«. Wer sich allerdings in ihren Stil einlesen konnte, der dürfte auf eine sehr intensive und stimmige Geschichte stoßen. Eine Geschichte voller Poesie, Sinnlichkeit, vage beschriebenem Sex, Atmosphäre, Liebe - auf der einen Seite. Auf der anderen stehen Grausamkeit, Folter, Krieg, Verrat und Tod. Was die Darstellung von Gräueltaten angeht, überspannt Shan Sa den Bogen nie, ebenso wenig ist sie allerdings zimperlich.

Insgesamt also eine Geschichte, in die man zunächst stilistisch hineinfinden muss, bevor man in ihr aufgehen kann. Meiner Meinung nach ist »Die Go-Spielerin« von den drei Romanen, die ich von der Autorin gelesen habe, jedoch der mit Abstand beste.
Besonders das Ende konnte mich überzeugen.
Wer sich also für chinesische Romane und die Chinesische Geschichte interessiert, der darf hier ruhig mal einen Blick hineinwerfen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xb7cfee28)

Dieses Produkt

Die Go-Spielerin: Roman
Die Go-Spielerin: Roman von Shan Sa (Taschenbuch - Januar 2008)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen