Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor indie-bücher Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More madamet saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 1. Oktober 2012
Kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich für die ehemalige DDR interessiert.
Wie kann ein Land seine Bürger nur so behandeln? Nur weil man beispielsweise ausreisen möchte.
Ein Blick hinter die Kulissen des feinen Arbeiter- und Bauernstaates. Er ging über Leichen.
Mein Tipp: LESEN
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. August 2012
Hallo,
in Vorbereitung unserer Veranstaltung mit Herrn Welsch am 24. September 2012 und in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Stiftung Hohenschönhausen las ich das Buch von Wolfgang Welsch und war erschrocken, wie weit das MfS (Ministerium für Staatssicherheit) gegangen ist. Nicht nur im Innern des eigenen Landes sondern auch über die Grenzen der DDR hinaus. Welsch wurde bespitzelt, teilweise von den ihm nahestehenden Menschen - Partnerin und enge Freunde -, wurde mehrfach festgenommen, den übelsten Verhörmethoden unterzogen. Das Drama endete nicht mit seiner Ausbürgerung und dem neuen Leben in der BRD. Als Fluchthelfer tätig, setzte das MfS seine Aktivitäten gegen ihn fort, weitere Bespitzelung und sogar Mordanschläge waren die Folge. Ebenfalls empfehlenswert ist der Film "Stich des Skorpion", der sich sehr eng am Buch orientiert.
Für alle die, die einen anderen Einblick in die heute nur zu oft verklärt dargestellte DDR erleben wollen (wie. z.B. im DDR-Museum in Wittenberg) und alle die, die sich immer noch in einer sozialistischen Ostnostalgie befinden, ein Muss.
Viele Grüße
Stephan Peters
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Dezember 2012
Ich habe das Buch gelesen und den dazu gehörenden Film gesehen.Da ich selbst bis zu meinem 13. Lebensjahr im Ostblock gelebt habe, kann ich diese wahre Geschichte sehr gut nachvollziehen. Ich bin froh, dass ich bei allen Schwächen unserer Demokratie in der Bundesrepublik in unserer Freiheti und dieser Demokratie lebe. Jeder, der unser freiheiliches System kritisiert, sollte diese wahre Geschichte aus dem sogenannten Sozialismus lesen.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Juni 2007
Wenn es so etwas wie deutsche Helden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geben würde - Wolfgang Welsch müsste man sicher hinzuzählen als einen Mann, der immer standhaft seine Überzeugung bis hin fast zur Selbstgerechtigkeit vertreten hat und dafür für heutige Verhältnisse kaum Vorstellbares erlitten hat.

Bei der Lektüre dieses stets packenden Lebensberichts musste ich an eine Zeile aus einem Leonard Cohen-Song denken: "Men will suffer, men will fight, even die for what is right ...".

Stasi-Knast, Eingesperrtsein unter Kriminellen, mörderische Arbeitsbedingungen in Knastjobs, Schweinefraß, Scheinhinrichtungen, Prügel, Folter, Einzelhaft, Psychoterror, Mordanschläge und Vergiftungen.

Welsch hat einige Stasi-Knäste inklusive Bautzen hautnah erlebt und überlebt.

Dazu verraten von der eigenen Ehefrau und seinem engsten Freund - das ist ziemlich viel für ein einziges Leben.

Und alles das, weil Welsch sich den Großteil seines Lebens der SED und Stasi widersetzt hat. Erst in der DDR und danach als Fluchthelfer, der Hunderten von Menschen zum Ausbruch aus dem SED-Experimentiergelände verholfen hat.

Was allerdings nie ganz klar wird, ist, was Welsch eigentlich antreibt. Statt einer einfachen Lüge bleibt er auch in den hartnäckigsten Stasi-Verhören und selbst beim letzten Stasi-Kontakt vor der Ausreise seiner unbedingten Überzeugung treu und spuckt der Diktatur seine Verachtung quasi ins Gesicht. Dazu dürften nicht allzu viele an seiner Stelle in der Lage gewesen sein und sicher hat Wolfgang Welsch mehr als einmal sein Leben für diese Überzeugung aufs Spiel gesetzt. Letztlich war sein Überleben mehrmals nur auf unglaubliches Glück zurückzuführen.

Konsequent wendet er sich nach seinem Freikauf auch gegen die Bonner Ostpolitik und setzt sich für die Opfer des SED-Regimes ein, was ihm auch im Westen einige Anfeindungen einbringt.

Als Richtlinie für vernünftiges Verhalten in Diktaturen kann Welschs Lebenslauf sicher nicht gelten - dafür sind Menschen, die angesichts des Terrors einen widerspenstigen Geist behalten, einfach zu wichtig, als dass sie so leichtfertig ihr Leben aufs Spiel setzen sollten.

Auf jeden Fall aber bleibt Welsch ein wichtiger Zeitzeuge.
11 Kommentar|34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. April 2013
Wolfgang Welsch ist um seine Vergangenheit wahrlich nicht zu beneiden. Hält man sich vor Augen, dass es über 300 000 Andersdenkende waren, die durch die Keller des "Alles-zum-Wohle-des-Volkes-agierenden" Regimes geschleift wurden, könnte so manch Zartbesaitetem mehr als übel werden. Wie er die an ihm vollzogenen, (und nicht NUR an ihm - diese unglaubliche Grausamkeit gehörte laut Zeugenaussagen genauso zum perfiden Spiel der SED-Schergen wie sensorische Deprivation), nächtlichen Scheinhinrichtungen beschreibt, hat mir regelrecht den Atem genommen. Das Buch ist ebenso erschütternd wie der Tatsachenroman, "Der fingierte Ausbruch". Beiden nicht nur 5 Sterne, auch 5 Ausrufezeichen!!!!!
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2014
Warum der Autor sich im ersten Abschnitt des Buches zu einer blauäugig organisierten Flucht aus der DDR entschließt und nach furchtbarer Haft und Freikauf dennoch dort bleibt, habe ich nicht verstehen können. Selbst wenn man dem Autor Subjektivität unterstellen würde, sind die Beschreibungen zu seinen Haftbedingungen in den Stasi-Gefängnissen in einem Deutschland in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts unvorstellbar. Offenbar drang in der Zeit der DDR und danach zu wenig darüber an die Öffentlichkeit. Im zweiten Abschnitt beschreibt der Autor nach erneutem Freikauf und Ausreise in die Bundesrepublik den Aufbau und die Organisation seiner Fluchthelfertätigkeit. Wie viele Möglichkeiten es dafür gab ahnte man vielleicht, hier kann man es detailliert nachlesen und staunen. Im 3. Abschnitt sind die Versuche des Autors beschrieben, wie er bei der Verfolgung und juristischen Aufarbeitung der Stasi-Menschenrechtsverletzungen nach der Wende auf eine Mauer des Schweigens und Unterlassens stößt - bis auf eine Ausnahme.
Obwohl ich in Berlin im Geschen dieser Zeit lebte und Vieles hautnah mitbekam, konnte ich mir die Methoden zur Verfolgung und Bestrafung bis zu dokumentierten Mordbefehlen von unkonformen DDR Bürgern in der hier beschriebenen Unmenschlichkeit nicht vorstellen. Wer immer noch vom Guten der DDR überzeugt ist, sollte die Finger von diesem Buch lassen, er könnte Schäden davontragen. Wer sich für das Thema Aufarbeitung der DDR Zeit mit dem inzwischen großen Abstand zum Geschehen informieren möchte, ist dieses Buch unbedingt zu empfehlen und spannend dazu.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. August 2006
Ich bin zwar kein unmittelbar Betroffener der Stasi Methoden. Habe aber viel von meinem Großvater erfahren, der Ähnliches wie der Autor des Buches mitgemacht hat. Daher empfand ich die Schilderungen der Haft des Autors sehr echt. Mein Großvater hat Aufzeichnungen über Foltermethoden gemmacht, die ich im Buch von Herrn Welsch wiederfinde. Erschreckend ist aber auch ein Nebenaspekt des Buches. Das die westdeutschen Behörden die Anzeigen von Herrn Welsch entweder gar nicht oder sehr schleppend bearbeiten. Sicherlich war und ist die bestrafung der Täter der DDR ein schwieriges moralisches und juristisches Unterfangen. Dennoch hat es nichts mit rechtsstaatlichem handeln zu tun, das Opfer so lange hinzuhalten und untätig zu bleiben. Auch die rolle Genschers kommt in ein neues historisches Licht. Nach der Wende war er ja ein Held, indem er den Botschaftsflüchtlingen die Einreise in die BRD gewährte. Die mangelnde Unterstützung der deutschen Botschaft von Frau Welsch+Tochter empfand ich als einen politischen Skandal. Das Buch habe ich an zwei Tagen verschlungen. Wirklich sehr empfehlenswert. Traurig ist, das seine Persönlichkeit wahrscheinlich mehr unter der Gefangenschaft gelitten hat, als er selbst bemerken konnte. Damit ist wohl auch der Zusammenbruch seiner Familie zu erklären. Mein Großvater hatte ähnliche Probleme.
33 Kommentare|20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juni 2014
Dé­jà-vu am laufenden Band, weil Essentielles 20 Jahre nach ihm im zarten Alter von 18 Jahren selbst erlebt, bewusst getan und mit allen Sinnen empfunden. Einzige Abweichungen: Zu meiner Zeit (1984) gab es zu meinem Glück *weniger* physische Folter, *seltener* Prügel und *möglicherweise* keine Scheinhinrichtungen mehr. Wenn ich gleich bei meinem ersten Versuch weniger Glück gehabt hätte, wäre die Zeit nach meiner Entlassung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ähnlich verlaufen wie seine. Politische Motivation, verkrampfte Terminologie und konsequente Schlussfolgerungen sind authentisch. Da können alle Nazi-geprägten Stalinisten, Möchtegern-Sozialisten und privilegierten Verehrer, Verklärer und Profiteure der Zone gegen den hyperaktiven Autor, sein zum Glück (!) überdurchschnittlich gesundes Selbstbewusstsein und sein streitbares Lebenswerk argumentieren, wie sie wollen -- diese schizophrenen Konstellationen in einem Land in unserer Zeit hat es tatsächlich gegeben und dürfen nie wieder geschehen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Dezember 2013
Das Buch ist packend geschrieben und beleuchtet die Praktiken der Stasi mit seinen Gefangenen, die weit ausserhalb der Vorstellungskraft eine normalen Menschen liegt. Und es belegt, daß viele Menschen trotz physischer und noch vielmehr psychischer Folter stand gehalten haben.
Sicher sind andere Geheimdienste auch nicht besser, und die Probleme in jüngster Vergangenheit zeigen, wie weinig sich auch westliche Geheimdienste um die geltenden Gesetzte scheren.
Aber: Wenn Menschen nach Freiheit streben und es mutige Menschen gab, die dabei geholfen haben, dem Kommunismus seinerzeit den Rücken zu kehren, und wenn man die Vorgeschichte desjenigen, der das gewagt hat, kennt, so nötigt das einem hohen Respekt ab.
Nebenbei bemerkt zog sich der Verrat innerhalb der DDR quer durch alle Schichten, selbst in Familien.
Und es ist beklemmend, wie leicht das Böse agieren und das Gute, sofern es denn vorhanden ist, es hat, dagegen anzukämpfen.
Absolut lesenswert.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Januar 2015
... es erzählt aus der DDR-Geschichte, was nicht alltäglich war und nur geahnt wurde, weil es von den "braven DDR-Bürgern" vertuscht und verschleiert wurde.
Ich meine, das Buch sollten alle lesen, die der "schönen, heilen und unvergessenen DDR" huldigen.
Natürlich ist es ein Wissensspeicher, für die, die Ihren Kindern davon erzählen und somit die schlimme DDR-Zeit nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Hut ab, vor dem Menschen und Autor, der uns seine Berichte hier zu Papier gebracht hat.
Wenn ich könnte, gäbe eine vierstellige Zahl an Sternen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden