Kundenrezensionen


22 Rezensionen
5 Sterne:
 (14)
4 Sterne:
 (8)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine kurze Geschichte der englischen Königinnen, 23. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Englands Königinnen: Von den Tudors zu den Windsors (Taschenbuch)
Beginnend mit Elizabeth von York, der Mutter von Heinrich dem Achten, bis zur aktuellen englischen Königin, Elizabeth der Zweiten widmet Marita Panzner allen englischen Königinnen, egal ob gekrönt oder nicht, selbst regierend oder Gattin eines Königs, ein Kapitel in diesem informativen und unterhaltsamen Buch. Über Elizabeth die Erste, Königin Viktoria oder die diversen Frauen von Heinrich dem Achten weiß sicherlich jeder ein wenig Bescheid, doch wie sieht es mit den Gemahlinnen der Stuart-Könige aus ? Oder der der diversen Georgs ? Marita Panzner geht auf alle ein, selbst auf die unglückliche Jane Grey, die nur wenige Tage Königin war. Interessant ist dabei, wie unterschiedlich die Königinnen an ihre Aufgabe herangingen. Einige waren zufrieden damit, Frau und Mutter zu sein, andere lenkten mehr oder weniger geschickt den Gemahl und damit die Geschicke des Landes. Zu allen Zeiten scheint es jedoch so gewesen zu sein, dass der "Beruf" der Königin gleichermaßen von den äußeren Umständen als auch von der Persönlichkeit der Amtsinhaberin geprägt wurde.
Zusätzlich erfährt man eine Menge über England und Europa in den letzten 500 Jahren, ohne dass einzelnen Themen dabei zu viel Raum eingeräumt wird. Empfohlen für Geschichts- und Englandinteressierte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas stereotyp - gelegentlich flüchtig!, 7. November 2007
Von 
Beatrice Berger (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Englands Königinnen: Von den Tudors zu den Windsors (Taschenbuch)
Um das Positive an dem Buch vorwegzunehmen: es bietet eine vollständige Aufzählung aller englischen Königinnen, angefangen bei der Mutter Heinrichs VIII. (obwohl seine beiden Großmütter um einiges skandalträchtiger und brennend interessant gewesen wären.) Womit ich aber leider schon zum "Aber" kommen muß, auch wenn ich das sehr ungern tue.

Aber - 1. schon im ersten Kapitel mißfällt mir die Behauptung, Richard III. sei der gewesen, der sich der Neffen im Tower entledigt habe. Auch ich habe keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht, ein derart schwieriges historisches Minenfeld zu betreten und das Gerücht als Gewißheit auszugeben, halte ich für zumindest methodisch bedenklich.

Aber - 2. an manchen Stellen macht sich eine Flüchtigkeit breit, die auf Dauer verunsichert. Die Tochter von Charles I. und Henrietta Maria heirate "den Herzog von Anjou, einen Bruder des Königs von Frankreich". Mag schon sein, daß Philippe de France damals noch diesen Titel führte, aber der nur mit der deutschen Terminologie vertraute Leser kann damit nichts anfangen. Sie heiratete den einzigen Bruder von Ludwig XIV., den wir in Deutschland AUSSCHLIESSLICH unter dem Namen Philippe dŽOrleans kennen (und wir kennen ihn auch nur deswegen, weil er danach Liselotte von der Pfalz geheiratet hat, die Enkelin der mit dem Winterkönig verheirateten und von Frau Panzer auch erwähnten Elisabeth Stuart...)

Ich kenne mich nun zwar bei Stuart-Königen aus und kann die mir dort gelieferten Informationen in den Zusammenhang einordnen, in den sie gehören, ich kenne mich aber nicht bei hannoveranischen Königinnen mit ihren verwirrend ähnlichen Vornamen aus. Ich kann also davon ausgehen, daß z.B. die Informationen in diesem Kapitel zum großen Teil an mir vorbeilaufen. Ich fürchte, das wird dem einen oder anderen Leser auch nicht anders gehen.

Sinnvoll wäre hierzu auf jeden Fall eine Ahnentafel gewesen. Schon die Verwandtschaft Elisabeth I. - Jane Grey - Maria Stuart ist so kompliziert, daß eine graphische Darstellung wünschenswert wäre. Das gleiche gilt zum Verständnis der Frage, wieso um alles in der Welt Victoria Königin von England werden konnte.

Aber 3. - die dargestellten Königinnen werden leider zum Großteil nur sehr pauschal beschrieben: übliches Schicksal: werden geboren, werden verheiratet, werden vom Ehemann betrogen, bekommen Kinder oder auch nicht. Aber besonders lebendig sind die Darstellungen nicht. Zur Gesamtwürdigung verweist Frau Panzer überwiegend auf Agnes Strickland. Was die eigenen Gedanken - Gefühle - Wünsche der Dargestellten angeht, so ist das stellenweise etwas dünn.

Aber 4. - die Ausführungen zur Änderung der englischen Verfassung vom Absolutismus zur parlamentischen Monarchie sind nur sehr schwer nachvollziehbar.

Aber 5. - wenn ich die Sprache mit der von Sylvia Jurewitz-Freischmidt vergleiche, stelle ich doch fest, daß man das Thema auch erheblich spritziger behandeln kann. Stellenweise war der Stil etwas zäh.

Die vier Punkte gibt es trotzdem, schon, weil es das einzige zugängliche Werk zu diesem Thema ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein toller Überblick über Englands Königinnen, 7. August 2008
Von 
M. Weiland (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Englands Königinnen: Von den Tudors zu den Windsors (Taschenbuch)
Das Buch ist ein toller Überblick über Englands Königinnen.
Wer nicht zu jeder Königin eine eigene Biographie lesen möchte (weil die Informationen vielleicht oft einfach zu umfangreich sind, zu sehr in die Tiefe gehen, was nicht immer interessiert), dem kann ich das Buch absolut empfehlen. Man taucht ein in das Leben der div. Königinnen, kann den Fortschritt der Dynastie richtig gut mitverfolgen und hat am Ende des Buches den Eindruck, alle Königinnen irgendwie gekannt zu haben.
Das Buch ist perfekt geschrieben. Nicht zu viele und nicht zu wenige Informationen. Für mich ein absolutes Meisterwerk. Und wer sich näher für eine Königin interessiert, kann ja dann speziell dazu noch eine Biographie zur Hand nehmen.
Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch meine erste Reise nach England und London in diesem Jahr. Da ich mir Schloss Windsor angesehen habe und natürlich auch den Tower of London, "musste" ich schließlich dieses Buch lesen. Erst jetzt kann ich das Gesehene genauer zusammenfügen. Schade, dass ich es nicht schon vorher gelesen habe, dann wäre der Besuch vor Ort sicher noch interessanter gewesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Übersichtlich, informativ, unterhaltsam, 27. Mai 2010
Von 
R.E.R. "R.E.R." - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Englands Königinnen: Von den Tudors zu den Windsors (Taschenbuch)
Sehr übersichtlich, sehr informativ und gut verständlich sind diese Kurzbiographien aller englischen Königinnen. Spätestens wenn man auf Heinrich den Achten stößt, beginnt man sich für englische Geschichte zu interessieren. Wo gibt es sonst einen König, der insgesamt sechs mal verheiratet war, zwei seiner Frauen köpfen ließ, sich vom Papst lossagte, seine eigene Kirche gründete damit er seine erste Frau auf "legalem" Weg loswurde und das alles um endlich einen ersehnten männlichen Thronfolger zu bekommen. Was natürlich nicht funktioniert hat. Wenig später saß mit Elisabeth der Ersten, die Tochter seiner geköpften zweiten Ehefrau auf Englands Thron. Eine der erfolgreichsten Monarchinnen der Inselgeschichte. Die übrigens selber niemals heiratete und sich als jungfräuliche Königin selbst beschrieb.

Marita Panzer dokumentiert in ihrem Buch "Englands Königinnen" die Herrscherinnen der Häuser Tudor, Stuart, Hannover, Sachsen-Coburg-Gotha und Windsor. Somit erhält man einen Überblick der englischen Geschichte etwa vom Beginn des 15. Jahrhunderts bis zur heutigen Königin Elisabeth der Zweiten. Insgesamt werden 27 Königinnen vorgestellt.

Die Aufsätze variieren in der Länge, je nach Dauer der Regierungszeit der Monarchinnen. Alle Texte sind in gut lesbarer Prosa verfasst, so dass man sich mit diesem Buch nicht nur gut informieren sondern es auch zur Unterhaltung lesen kann. Zahlreiche Bilddokumente und einige Zeittafeln komplettieren dieses gelungene Werk.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Information mit Vergnügen, 6. Oktober 2001
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch aufgrund einer Empfehlung in einer Zeitschrift gekauft. Die Autorin hat es geschafft auch die „unbekannten" Königinnen Großbritanniens in sehr unterhaltsamer Weise darzustellen. Biographien von Elisabeth I. oder Queen Victoria gibt es reichlich, auch die Lebensgeschichte von Elisabeth II. ist weitreichend bekannt. Aber was ist mit den anderen Königinnen (selbst regierend oder an der Seite ihrer Ehemänner)? Hier ist die Antwort: dieses Buch bietet in Kurzbiographien Lesevergnügen mit hohem Informationsgehalt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, 20. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Englands Königinnen: Von den Tudors zu den Windsors (Taschenbuch)
Kein Buch welches ich am Stück lesen konnte. Aber ein Buch welches ich immer wieder gern in die Hand nahm um es weiter zu lesen.
Die Autorin brachte mir 26 Frauen/Königinnen nah, ließ mich an deren Leben teilhaben. Auch flocht sie die politischen und wirtschaftlichen Geschehnisse der betreffenden Zeit mit ein ohne das ich mit Daten "erschlagen" wurde.
Über die Geschichte des englischen Königshauses wusste ich bis zu diesem Buch nicht all zu viel, abgesehen von den "bekannteren" Familien wie den Tudors oder Windsors. Aber ich denke, ich habe dank des Buches jetzt einen guten Einblick bekommen.
Desweiteren habe ich erfahren wie der Name "Windsor" entstand und wann es den ersten Weihnachtsbaum gab.
Für mich hat sich dieses Buch auf jeden Fall gelohnt. Wer ein bisschen an der englischen Geschichte interessiert ist, und es nicht gar so ausführlich braucht, ist mit diesem Buch gut bedient.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein perfekter Überblick in aller Kürze, 18. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Englands Königinnen: Von den Tudors zu den Windsors (Taschenbuch)
Wer sich für englische Geschichte interessiert, der wird sich auch für die Königinnen dieses Landes interessieren, für jene welche selbst regiert haben und für jene, welche nur "Ehefrauen" waren.
Dieses Buch beginnt mit Elisabeth von York, Ehefrau von Heinrich VII aus dem Hause Tudor und endet mit der heutigen Königin Elisabeth II. Das Buch schließt sicher so manche Wissenslücke wie - wie kam es zum Krieg der Schotten gegen die Engländer, wie kamen die aus Deutschland stammenden Könige in England auf den Thron wo es doch Anwärter aus England gegeben hätte, was spielt die Religion dabei für eine Rolle usw.
Ich lese besonders gerne Bücher über englische Geschichte und so waren mir ein Großteil der im Buch beschriebenen Königinnen ausreichend bekannt, aber auch viele neue Details haben sich mir in diesem Buch eröffnet, vor allem die diversen Ehefrauen der aus Deutchland abstammenden Könige Georg kannte ich bis jetzt nicht wirklich.
Wer sich einen Überblick über die beschriebenen Königinnen verschaffen will, um dann weiter über diese Frauen zu lesen, für den wird das Buch über Englands Königinnen perfekt sein.
Man kann sich bei der Menge an Personen nicht erwarten, dass über jede dieser Frauen in diesem Buch ein eigener Roman verfasst wird.
Tolles Buch, welches einen ausreichenden informativen Überblick gewährleistet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen geschichte von englischen Königinnen von Tudor bis Windsor, 7. Januar 2012
An alle die diese Weltgeschichte leben ist dies ein wunderschöner interessantes Buch-sehr einfach zu verstehen und ohne große Schnörkel-dies Buch ist sehr empfehlenswert-auch wenn man die TUDORS gelesen hat....5 Sterne von mir
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Interessierte, 8. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Englands Königinnen: Von den Tudors zu den Windsors (Taschenbuch)
interessante Reise durch die Zeit und sehr aufschlussreiche Darstellung über das wirkliche Leben der englischen Königinnen und Ihrer Schicksale
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von Elisabeth von York zu Elisabeth II., 6. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Englands Königinnen: Von den Tudors zu den Windsors (Taschenbuch)
Das Buch beginnt mit einer Elisabeth (von York, die Frau Heinrichs VII.) und endet mit einer Elisabeth (der jetzigen Königin). Die Autorin deutscht alle Namen gekrönter Häupter ein (bis auf Jane Seymour und Jane Grey, die nennt sie Jane und nicht Johanna), daher verwende ich in meinem Bericht auch die deutschen Namen.

Unterscheiden muß man zwischen "Queen Consort", also der Frau eines regierenden Königs, und einer "Queen Regnant". Die meisten waren letzteres, und unverheiratet blieb nur eine, nämlich Elizabeth I.

Meistens waren es arrangierte Ehen, die nicht unbedingt unglücklich sein mußten. In vielen Fällen haben sich die Partner aneinander gewöhnt und sich einigermaßen verstanden - man hat nicht geheiratet, weil man sich liebte, sondern man liebte sich, weil man verheiratet war (Zitat von Regine Pernoud)-, aber nicht immer. Männer waren genauso festgenagelt wie Frauen, nur hatten sie die Möglichkeit, sich mit Mätressen zu trösten.

Hingerichtet wurden drei Königinnen, nämlich Anna Boleyn, Katharina Howard und Jane Grey. Die kürzeste Regierungszeit hatte Jane Grey(9 bzw. 13 Tage, je nach Zählung), die längste Königin Viktoria (64 Jahre). Am frühesten gestorben ist Jane Grey (mit 16 oder 17), am längsten gelebt hat Elisabeth Bowes-Lyon, die berühmte "Queen Mum", die mit 101 Jahren das Zeitliche gesegnet hat.

Über die sechs Frauen von Heinrich VIII. und seine beiden Töchter Maria und Elisabeth habe ich soviele ausführliche Werke gelesen, daß ich diese Kapitel nicht allzu interessant fand, aber dafür kann Marita Panzer natürlich nichts. Spannend wurde es für mich bei der Zeit nach Elizabeth I., also ab dem Kapitel über die Frau von König Jakob (die dänische Prinzessin Anna), denn darüber weß ich wesentlich weniger als über die Zeit der Tudors.

Viele tragische Figuren sind dabei, z. B. die sympathische Portugiesin Katharina von Braganza, verheiratet mit Karl II. Ihr Mann hatte einen ganzen Harem von Mätressen und nicht weniger als 14 uneheliche Sprößlinge. Von seinen Söhnen hießen soviele Charles, daß er sich angeblich Notizen machen mußte, um sie nicht zu verwechseln - das behauptet jedenfalls die Historikerin Eleanor Herman in ihrem Werk über Mätressen. Nur seine Frau bekam keine Kinder, alle Schwangerschaften endeten mit Fehlgeburten - damit hatte Katharina ihren eigentlichen Zweck verfehlt. Beim Volk war sie trotzdem beliebt wegen ihrer Wohltätigkeit, und sie brachte England etwas Entscheidendes: nämlich die Sitte des Teetrinkens, die heute als typisch englisch gilt, es aber damals noch nicht war - man trank Bier und Wein, bis Katharina Tee populär machte.

Besonders tragisch ist die Geschichte von Königin Anna, die insgesamt 17 oder 18 Schwangerschaften durchmachte - davon endeten 11 mit einer Fehl- oder Totgeburt. Nur 6 Kinder kamen lebend zur Welt, starben aber alle im Kindesalter. Wie haben die Eltern DAS ausgehalten?! Und wäre es nach der x-ten Fehlgeburt nicht klüger gewesen, die Versuche aufzugeben?! Ich weiß, daß es keine effektiven Verhütungsmethoden gab und die wahrscheinlich auch als "Sünde" gegolten hätten - aber in so einem Fall wäre vielleicht Enthaltsamkeit vorzuziehen gewesen...

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir das Kapitel über Mary von Teck, die Großmutter der heutigen Queen. Über ihren Sohn David, den späteren Eduard VIII., schrieb sie in ihr Tagebuch, er müsse selbständiger im Denken werden - nur leider wurde er dann ZU selbständig, als er eine Frau heiratete, die dem Parlament nicht genehm war, und dafür abdankte! Sehr wenig Verständnis hatte sie für die Anliegen der englischen Suffragetten, der ersten Frauen also, die das Wahlrecht für Frauen forderten. Daß eine Frau so denken konnte, wundert einen heute, allerdings muß man fairerweise erwähnen, daß die Suffragetten nicht zimperlich waren und auch nicht vor Gewalt zurückschreckten.
Das Wahlrecht für Frauen kam in Großbritannien 1928, damit lag das Land in Europa mehr oder weniger im Durchschnitt (Finnland 1906, Deutschland 1918, Frankreich 1945 - die Schweiz fällt mit 1971 (in irgendeinem Kanton erst 1990, wenn ich richtig informiert bin!) deutlich aus dem Rahmen).

Das Werk endet wie gesagt bei der heutigen Königin, Elisabeth II. Viel zu melden hat sie nicht mehr, sie darf nicht einmal wählen - der ärmste Untertan hat also mehr politische Macht als sie. In irgendeiner Fernsehsendung hieß es einmal, sie sei die am häufigsten fotografierte Frau der Welt, aber man werde sich an keine einzige Äußerung von ihr erinnern; das ist sicher richtig. Seit 59 Jahren ist sie Königin und wird vielleicht den Rekord von Viktoria
brechen. Und die Leute fragen sich, ob und wann sie abdanken wird, um ihrem auch nicht mehr ganz jungen Sohn Charles das Zepter zu überlassen. Wahrscheinlich wird sie das nie tun, denn allen Angaben zufolge empfindet sie ihren Job als lebenslängliche Berufung. Und warum sollte sie auch? Sie ist ja anscheinend noch fit, und es ist nicht
anzunehmen, daß ihr skandalgebeutelter Ältester und seine Camilla die Arbeit besser machen würden als sie. Sie wird wahrscheinlich eines Tages tot vom Thron fallen - oder wohl eher vom Schreibtischstuhl - , und dann wird man weitersehen. Vielleicht wird sie ja so alt wie ihre Mutter?!

Daß sich bei so einer Menge an Figuren und Informationen ein paar kleine Fehler einschleichen, ist kein Wunder. So schreibt Marita Panzer z. B., Maria die Katholische sei das dritte Kind ihrer Eltern gewesen; tatsächlich war sie das fünfte. Und im Anna Boleyn-Kapitel kommentiert sie Anna Boleyns makabren Scherz, den diese vor ihrer Hinrichtung gemacht haben soll - "I have a little neck" - , wie folgt: "Sie habe einen schmalen Hals, den man leicht verfehlen könne." Bisher dachte ich, daß das Gegenteil gemeint gewesen sei - nämlich, daß ein schmaler Hals leicht abzutrennen sei - aber wer weiß?

Wesentlich störender fand ich aber den hölzernen Stil der Autorin, der mich immer wieder zusammenzucken ließ.

Man nehme das hier: "1930 erhielt Elisabeth eine Schwester" statt einfach "1930 bekam Elisabeth eine Schwester".

Geht es um Körpermerkmale wie die Haar- oder Augenfarbe, dann schreibt Marita Panzer grundsätzlich "Sie besaß braune
Augen" statt "Sie hatte braune Augen".

Oder: "Er wurde vom Volk stark betrauert" statt "... tief betrauert".

Marita Panzer "besitzt" also nur wenig Schreibtalent, wie ich finde... und ich habe mindestens ein nicht gekennzeichnetes Zitat bei ihr gefunden, nämlich: "Vor allem wußte er (Robert Dudley), wann sie (Elisabeth I.) als Frau und wann als Königin behandelt werden wollte." Das ist eine wörtliche Übernahme aus Herbert Nettes rororo-Monographie über Elisabeth I. Ts, ts, ts...

Trotzdem 4 Sterne für den guten und umfassenden Überblick.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Englands Königinnen: Von den Tudors zu den Windsors
Englands Königinnen: Von den Tudors zu den Windsors von Marita A. Panzer (Taschenbuch - 1. April 2003)
EUR 12,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen