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48 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blaublütige Ehehöllen
Ein weiteres Buch von Helga Thoma,die bereits mit den Titeln "Madame,meine teure Geliebte" und "Von Thron zum Schafott"auf sich aufmerksam gemacht hat.
Wie wir wissen,durften Prinzessinnen und andere Adelige der vergangenen Jahrhunderte sich ihre Gatten nicht selbst aussuchen,sondern mußten aus dynastischen,politischen,finanziellen Gründen Männer...
Veröffentlicht am 16. Mai 2003 von LadyAllerton

versus
59 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verlaesst sich zu sehr auf grosse Namen
Ich habe bereits mehrere Buecher von Thea Leitner gelesen. Da mich nach einigen Buechern jedoch ihr Zuckerbaeckerstil erheblich stoerte, habe ich mir diesmal ein Buch einer anderen Autorin geleistet. Aber ich muss Abbitte leisten! Die Buecher von Frau Leitner sind wesentlich besser recherchiert, sorgfaeltiger und genauer.
In teilweise wenigen Seiten werden ganze...
Am 22. Juli 2003 veröffentlicht


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48 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blaublütige Ehehöllen, 16. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen (Taschenbuch)
Ein weiteres Buch von Helga Thoma,die bereits mit den Titeln "Madame,meine teure Geliebte" und "Von Thron zum Schafott"auf sich aufmerksam gemacht hat.
Wie wir wissen,durften Prinzessinnen und andere Adelige der vergangenen Jahrhunderte sich ihre Gatten nicht selbst aussuchen,sondern mußten aus dynastischen,politischen,finanziellen Gründen Männer heiraten,die ihre Vormünder für sie ausgesucht hatten.Widerstand war hier meistens zwecklos,damals gehorchte man selbstverständlich und stellte das private Glück hinter das des Staates/der Dynastie.
Im Buch "Ungeliebte Königin"stellt Helga Thoma sechs Königinnen,zwei Kaiserinnen und zwei Kronprinzessinnen vor,die in ihren Ehen leiden mußten und sich nicht von ihren hohen Stellungen trösten ließen.Hier die Damen,um die es geht:
1.Anne Boleyn,die als zweite Frau König Heinrichs von England zur Königin aufgestiegen war,aber drei Jahre nach ihrer Heirat als Ehebrecherin geköpft wurde.Sie ist die Mutter de berühmten Königin Elizabeth I v.England.
2.Katharina Howard:Fünfte Frau Heirichs von England und ebenfalls als Ehebrecherin geköpft.
3.Marie Louise von Orléans:als Gattin des schwachsinnigen Karls II war sie spanische Königin und litt unter dem Hass,der ihr als Französin am span.Hof entgegenschlug.
4.Maria Anna von der Pfalz-Neuburg:Nachfolgerin Marie Louises als Frau des spanischen Königs Karl II und ebenso verhasst am spanischen Hof.
5.Elisabeth Christine von Braunschweig:War Gattin Friedrichs des Großen und somit Königin Preussens.Litt unter ihrem gefühlskaltem Gatten, der sie zeitlebens von sich und ihren königlichen Aufgaben fernhielt.
6.Isabella von Parma:Gattin Josephs II,des Sohnes der Kaiserin Maria Theresia.Ihr Mann liebte die schöne und hochintelligente Prinzessin sehr,sie aber war verliebt in Josephs Schwester und litt auch unter ihrer Pflicht,Kinder zu gebären,was ihr große Angst bereitete.
7.Josepha von Bayern:Gattin Nr.2 von Joseph II,der die hässliche und plumpe Prinzessin nach Isabellas frühem Pockentod nur widerwillig heiratete und sie maßlos verachtete.
8.Leopoldine von Österreich:Kaiserin von Brasilien,litt unter ihrem äußerst brutalen kaiserlichen Gatten,der sie mißhandelte und sie ständig betrog.
9.Stephanie von Belgien:Frau des labilen Kronprinzen Rudolfs v.Österreich,der acht Jahre nach der Heirat erst eine seiner Geliebten und dann sich selbst erschoss.
10.Maria Christine von Österreich,span.Königin.Ihr Mann konnte seine geliebte,erste Frau nicht vergessen und ließ dies Maria Christine empfindlich spüren.
Meine Meinung:Ein hervorragendes Lesebuch für alle,die sich für das Leiden,Lieben und Leben adeliger Damen vergangener Zeiten interessieren und nebenbei auch ein wenig über Politik,Kultur und Geschichte alter Staaten und Dynastien erfahren wollen.
Stören könnte,dass es wenige Abbildungen gibt,aber aus den damaligen Zeiten gibt es halt noch keine Fotos.Auch an der Auswahl der "Ehetragödien"könnten sich manche stören,schließlich stehen viele andere Ehetragödien zur Auswahl,die man in diesem Buch vermissen könnte.Doch das Buch ist so unterhaltsam geschrieben,weder zu langatmig,noch zu oberflächlich geschrieben,so dass man eigentlich rundum zufrieden sein sollte,auch im Anbetracht des günstigen Taschenbuch-Preis!
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59 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verlaesst sich zu sehr auf grosse Namen, 22. Juli 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen (Taschenbuch)
Ich habe bereits mehrere Buecher von Thea Leitner gelesen. Da mich nach einigen Buechern jedoch ihr Zuckerbaeckerstil erheblich stoerte, habe ich mir diesmal ein Buch einer anderen Autorin geleistet. Aber ich muss Abbitte leisten! Die Buecher von Frau Leitner sind wesentlich besser recherchiert, sorgfaeltiger und genauer.
In teilweise wenigen Seiten werden ganze Jahrzehnte eines Lebens, einer Ehe abgehandelt. Dabei kommen einem die Frauen nicht wirklich nahe.
Vielleicht hat die Autorin sich auch einfach verzettelt mit immerhin 10 Gattinen, die abgehandelt werden.
Immer noch steht wie z. B. bei Elisabeth Christine von Braunschweig, der Gattin Friedrichs des Großen, stoerenderweise der EHEMANN im Vordergrund und die arme, unglueckliche Christine steht mal wieder hintenan.
Die Ehefrauen Heinrichs VIII wurden in diversen Werken schon mehr als ausfuehrlich besprochen, insofern bin ich enttaeuscht, dass die Autorin sich hier auf ausgetrampelte Pfade einlaesst.
Das Buch ist sehr oberflaechlich recherchiert, kratzt nur an der Oberflaeche und berichtet ueber Dinge, die jeder halbwegs an Geschichte oder Biographien interessierte Leser woanders schon mal besser gelesen hat.
Insgesamt ganz nett, aber nichts Profundes. Schade, denn das Thema haette man wesentlich besser ausarbeiten koennen.
Es werden allseits bekannte Dinge erneut breitgetreten und wirklich Neues erfaehrt man auch nicht viel. Und noch einmal: Weniger Schicksale, dafuer aber genauer, sauberer und besser recherchiert, waere besser gewesen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut geschrieben, aber mit ein paar Missgriffen, 1. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen (Taschenbuch)
Helga Thoma schreibt wieder einmal fesselnd und detailreich. Dass die Geschichte von Heinrich VIII und seinen sechs Frauen etwas abgedroschen ist, kann man nicht ganz leugnen, trotzdem fand ich es gut, hier einmal alle sechs zusammengefasst zu finden. Interessant vor allem die Charakterisierung der Anna von Kleve (seiner vierten Frau) und die Beschreibung der gesellschaftlichen Umstände, in denen das Landvolk in England im 16. Jahrhundert lebte, die besonders im Kapitel über Katherine Howard (der fünften) zum Tragen kommen und denen von anderen Biografen meist keine Bedeutung beigemessen wird.

Zwei deutliche Schnitzer muss ich leider erwähnen, und zwar zunächst im Kapitel um Elisabeth Christine von Braunschweig, der Ehefrau von Friedrich II von Preußen: "Nur einmal, nach vielen Jahren, kam es zu einer scheuen Annäherung zwischen den Ehegatten. Es war bei einer der seltenen Gelegenheiten, als sie gemeinsam dinierten. Friedrich war erstaunt, wie gut er sich mit seiner Frau unterhielt. Plötzlich sah er sie - für einen Moment zumindest - mit anderen Augen, bemerkte, wie schön sie war. Er war berührt von ihrer scheuen Erregung. Doch dann setzte sich sein Verstand durch und riss ihn jäh aus der Welle des Gefühls, die ihn überkommen hatte..." Eine reizende Szene, aber woher sollen dieser intime Moment, diese nuancenreichen Gefühle der beiden Teilnehmenden der Autorin bekannt sein? Man fragt sich, ob sie wohl Mäuschen gespielt hat, und wenn ja, wie sie es bewerkstelligt hat. :-)

Im Kapitel über Isabella von Parma, der ersten Gemahlin von Joseph II von Österreich über ihre Beziehung zur Schwägerin, Marie Christine: "Vor allem Isabella empfand für ihre Schwägerin eine solche Leidenschaft, dass moderne Historiker vielfach dazu neigen, ein lesbisches Liebesverhältnis zwischen den beiden zu vermuten. Man darf allerdings nicht vergessen, dass hier vom 18. Jahrhundert die Rede ist, einer Zeit also, die sich - auch am Hofe der sittenstrengen Maria Theresia - unter anderem durch einen ungezwungenen Umgang mit Sexualität und mit der eigenen Körperlichkeit auszeichnete. Innige Berührungen zwischen Frauen als Ausdruck einer erregenden Mischung aus romantischer Sehnsucht und einem Hauch von Erotik waren damals nicht unüblich und sollten daher nicht überbewertet werden." Nur wenige Zeilen später werden Briefe zwischen den beiden Frauen zitiert, in denen es um "wahnsinnige Liebe" geht, Küsse, leidenschaftliche körperliche Begegnungen beschrieben werden. Als Leser seufzt man innerlich über diesen Widerspruch. Ob sie "es taten", kann man wohl kaum nachvollziehen, aber dass es sich um eine heftige, erotische Romanze zwischen den beiden Frauen handelte, kann man anhand dieser Briefe beim besten Willen nicht leugnen! Auch wenn man es, vielleicht aus Schamhaftigkeit, trotz eindeutiger Beweise nicht akzeptieren will.

Helga Thoma schreibt sehr gut, keine Frage. Aber ihre Eigenart, manche Tatsachen nicht wahrhaben zu wollen, weil sie ihr offenbar unangenehm sind, ist mir schon bei "Madame, meine teure Geliebte..." aufgefallen. Wenn sie ihr schriftstellerisches Talent weiter einsetzen oder sogar ausbauen möchte, wäre es meiner Ansicht nach angebracht, sich das abzugewöhnen, denn es geht auf Kosten der Seriosität.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen durchaus interessant, 6. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen (Taschenbuch)
Dieses Buch berichtet von verschiedenen königlichen Frauenschicksalen. Am bekanntesten vermutlich die Gemahlinnen Anne Boleyn und Catherine Howard.. zwei der 6 Ehefrauen von Heinrich VIII. von England. Ich muss zugeben, dass ich aufgrund dieser zwei Namen das Buch überhaupt gekauft habe, da ich mich für die Ehefrauen von Heinrich VIII. sehr interessiere. Beim Lesen habe ich dann festgestellt, dass es durchaus noch andere bemerkenswerte Frauen gab, die ihr Schicksal in die Hände nahmen bzw. sich nicht unterkriegen ließen. Die Lebensgeschichten der Frauen gehen teilweise unter die Haut.. gerade weil man sich heutzutage vieles nicht mehr vorstellen kann. Man neigt dazu, gerade den Adel zu bewundern und zu beneiden... liest man jedoch solche Ereignisse, dann ist man unweigerlich froh, weder zu einer Ehe gezwungen zu sein und vor allem frei entscheiden zu können, ohne das Entscheidungen politische Konsequenzen haben könnten.
Durchaus lesenswertes Buch!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut recherchierte Geschichte, 31. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen (Taschenbuch)
Das Buch gibt Einblicke in das Leben ungeliebter Königinnen, die oft als blutjunge Mädchen in ein fremdes Land an einen intrigenreichen Hof ziehen mussten und einem wildfremden Mann als Frau angetraut wurden. Manche waren die zweite Wahl, ihrem Mann nicht hübsch oder intelligent genug. Ein Leben lang mussten viele die Ehehölle erdulden, andere wurden gleich geköpft oder verstoßen.
Das Buch ist gut recherchiert, jedoch weckte es bei mir an einzelnen Stellen den Anschein, dass die Autorin nicht immer Geschichtliches von ihrer eigenen Meinung trennen konnte.
Auf jeden Fall liest sich "Ungeliebte Königin" flüssig und zeigt, dass es Ehetragödien zu jeder Zeit gibt und gab.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd, spannend, historisch, 1. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen (Taschenbuch)
Ich persönlich fand dieses Buch ausgesprochen gut! Es liegt mittlerweile immer auf meinem Nachttisch, da es zu meinen absoluten Lieblingen zählt.
Der Schreibstil von Helga Thoma sagt mir sehr zu und liest sich gut. Die beschriebenen Person sind nachvollziehbar wiedergegeben. Damit meine ich nicht 'wie eine gut geschrieben Romanfigur', sondern deren Schicksale sind mir durch dieses Buch um einiges klarer und verständlicher geworden.
Gekauft habe ich dieses Buch nur weil es u.a. auch um Joseph II. und Isabella von Parma geht, doch beim Lesen war ich von jedem einzelnen Satz begeistert. Manche Paare waren mir bis dato sogar völlig unbekannt (auch wenn es generell Geschichten von Menschen sind, die mehrheitlich wohl schon eher bekannt sind) und so habe ich auch vieles gelernt und mitnehmen dürfen. Lernen und Spaß daran haben, so soll es sein, finde ich.
Allein der vorletzte Teil im Buch über Kronprinz Rudolph von Österreich und Stephanie von Belgien hat mir ein völlig neues Bild gegeben.
Gemeinhin hörte ich bisher über dieses ungleiche Paar nur "Die schlecht laufende Ehe hat ihn in den Selbstmord getrieben"; Dass Stephanie aber mehr als genug eigene Probleme hatte und trotzdem versuchte eine gute Ehefrau zu sein, dass sagt einem so gut wie keiner...zumindest mir nicht.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch wirklich lesenswert, informativ, wundervoll geschrieben (ich hatte das Gefühl einer gelungenen Verbindung von Fakten und Unterhaltung), spannend (ich wollte und konnte das Buch kaum weglegen und bin bis tief in die Nacht wach geblieben, weil es einfach zu fesselnd war) unterhaltsam und einfach schön sowie lehrreich!

INHALT:
Scheidung auf dem Schafott - Anne Boleyn und Katherine Howard, Gemahlinnen Heinrichs VIII. von England
(persönliche Anmerkung:über alle seine Frauen wird recht ausführlich berichtet!)
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Totentanz und Hexenwahn - Marie-Louise von Orléans und Maria Anna von Pfalz-Neuburg, Gemahlinnen Karls II. von Spanien
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"Lieber die schlechteste Berliner Hure...":Elisabeth Christine von Braunschweig und Friedrich II. von Preußen
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"Opfer des Staates":Isabella von Parma und Josepha von Bayern, Gemahlinnen Josephs II.
(pA: meine eindeutigen Favoriten in der habsburgischen Geschichte; die schöne, geheimnisvolle Isabella, abgöttisch von Joseph II. geliebt und eine viel diskutierte enge Freundschaft zu der Erzherzogin 'Mimi'. Und die gutherzige, aber ungeliebte Josepha)
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"Höre den Schrei...": Leopoldine von Österreich und Pedro I. von Brasilien
(pA: so viel hat sie getan und so übel hat man ihr mitgespielt)
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"Sein Tod hat mich erlöst": Stephanie von Belgien und Kronprinz Rudolph von Österreich
(pA: zwei Eheleute mit schrecklicher Kindheit und auch noch von so verschiedenem Temperament, das konnte nicht gut gehen. Beide oft missverstanden)
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Die zweite Wahl: Maria Christine von Österreich und Alfons XII. von Spanien
(pA: eine herzensgute, starke und stolze Frau. Was sie geleistet hat, trotz des ihr entgegen gebrachtem Misstrauen ist bemerkens- und bewundernswert!)
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Stammtafeln
(pA: schön übersichtlich)
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Literatur
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Bildnachweis
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Personenregister
(pA: ausführlich, leicht zu überschauen)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die tragische Figur, 6. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen (Taschenbuch)
Was haben Anne Boleyn, Elisabeth Christine von Braunschweig und Leopoldine von Österreich gemeinsam? Sie waren mit Männern verheiratet, deren Liebe plötzlich endete oder deren Liebe nie aufkam. Zugegeben, nicht jede verlor darüber ihren Kopf wie Anne Boleyn, doch die meisten litten bis zu ihrem Tod unter Vernachlässigung, Demütigung, psychischer oder physischer Gewalt. Helga Thoma hat verschiedene, beispielhafte Frauenschicksale zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert recherchiert und anhand ihrer eigenen Präferenzen einige beispielhaft ausgewählt um das Leid von Frauen an europäischen Königshöfen darzustellen.
Etwas gelangweilt hat mich die Geschichte von Henry VIII und seinen Frauen, weil ich dazu schon sehr viel gelesen habe. Aber wahrscheinlich kommt ein solches Buch einfach nicht ohne so ein prominentes Beispiel aus. Umso interessanter waren manch andere Schicksale. Thoma zeigt auf, dass die Könige selbst nicht zwangsläufig unfähig waren zu lieben, sondern dass die mangelnde Passung zwischen den Paaren durchaus auf beide Parteien zurückzuführen war. Auch war der ein oder andere König tatsächlich eher zu bemitleiden und manche der Frauen scheinen ihre Lage durch Herrschsucht, Hysterie oder Zänkerei selbst mitverschuldet zu haben.
Das eigentlich Tragische ist jedoch, dass oft beide Parteien wider Willen auf Wunsch oder gar Befehl der Eltern verheiratet wurden und dass vor allem für die Frauen kein Ausweg bestand. Bei einigen der Eheprobleme versteht man nach heutigen Maßstäben die Problematik nicht, da heute Trennungen üblich sind. Für die damaligen Paare - vor allem für royale Paare - war die Situation jedoch ausweglos. Und während die Männer sich aus der Situation flüchten und bei ihren Mätressen Liebe finden konnten, verkümmerten viele der Ehefrauen und waren dem Gespött des Hofes ausgesetzt.
Thoma schildert eingängig und nicht zu ausschweifend eine interessante Bandbreite an Ehetragödien an europäischen Höfen, auch wenn einige doch etwas trivial wirkten. Manches Mal waren die Namenvielfalt und die Verwandtschaftsverhältnisse verwirrend. Kleine Mängel in Stil und erzählerischem Können wurden jedoch durch gute Hintergrundinformationen zu Politik und Bräuchen wettgemacht. Allerdings war oft die Chronologie der Ereignisse durcheinander, sodass ich manches Mal zurückblättern mußte, um das Geschehen selbst einzuordnen. Alles in allem war dieses Buch jedoch einmal eine Geschichtsstunde anderer und interessanter Art. Diese Art von Biographien und Geschichtsbüchern aus dem Piper-Verlag werde ich sicherlich noch öfter lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gedrängte Kürze, 19. Februar 2008
Von 
Beatrice Berger (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen (Taschenbuch)
Es geht um Anna Boleyn und Katharinae Howard, die Damen sind bekannt. Weniger bekannt, aber nicht weniger unglücklich: die beiden Gemahlinnen des spanischen Königs Karl II., die beiden Ehefrauen des deutschen Kaisers und Sohns Maria Theresias Joseph II., dazu kommen Stephanie von Belgien, die Ehefrau des Kronprinzien Rudolf, Leopoldine von Habsburg, verheiratet mit Pedro I. von Brasilien, Marie Christine von Habsburg, verheiratet mit Alfons XII. von Spanien und nicht zuletzt die Ehefrau des "großen" Friedrich II. von Preußen. Das sind 10 Frauen, wenn ich richtig zähle: eine bunte Mischung, ohne daß ein roter Faden so deutlich würde.

Historisch ist das Ganze korrekt aufbereitet, mit Quellen, wenn auch ohne Anmerkungsapparat belegt und in einem flüssigen und lesbaren Stil präsentiert. Die im Anhang angefügten Ahnentafeln sind zufriedenstellend.

Den einen oder anderen Leser wird es geben, der den Stil der Autorin nicht mag. Silvia Jurewitz-Freischmidt schreibt witziger, ohne Frage, Weissensteiner und Thea Leitner finde ich persönlich betulicher.

Natürlich können 10 Personen auf 240 Seiten nicht mehr sein als ein erster Einblick in das Leben der betreffenden Damen, aber als das ist das Buch in jedem Falle gut.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Liebesheirat war ihnen oft nicht vergönnt, 16. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen (Taschenbuch)
Dieses Buch habe ich bei meinem zweiten Besuch des Schlosses Sanssouci gekauft (weil mir dort so gut gefallen hat, und man schafft es sowieso nicht, alles beim ersten Mal anzuschauen).
Ich war auf die Geschichte des Friedrich II. und seiner Gemahlin neugierig, und wollte mehr darüber erfahren: was war die Ursache seines Missachtens, warum behandelte der König seine Frau so schlecht, was hat sie denn verbrochen?

Beim kurzen Blick-auf-das-Buch-werfen entdeckte ich die Geschichte über dieses Königspaar, außerdem waren dort auch andere Königen und Königinnen vertreten mit dem Überschrift: Tragische Schicksale hinter prunkvollen Fassaden, da war ich mir sicher, das richtige gefunden zu haben, und schnappte mir das Buch.
Den Anfang eröffnet der König Heinrich VIII. von England, dessen Geschichte in aller Munde war, und mehrmals verfilmt wurde. Da dachte ich: schon wieder die Katharina und die Anne Boleyn, wie oft noch... Aber grade seine Geschichte war so fesselnd und interessant, er war immerhin 6 (!) Mal verheiratet, wirklich bis der Tod seine Ehen geschieden hatte (wo der natürliche Tod, und wo man etwas nachhelfen musste). Sehr spektakulär. Ich habe das Buch verschluckt.
Es sind also folgende Könige und Regenten dargestellt:
Heinrich VIII. von England
Karl II. von Spanien
Friedrich II. von Preußen
Joseph II. von Österreich
Pedro I. von Brasilien
Kronprinz Rudolf von Österreich und
Alfons XII. von Spanien.

Es ist sehr gut gelungenes Buch, wo auf 253 Seiten sehr viel Wissen und historische Fakten vermittelt werden. Ich lernte viele Namen und Persönlichkeiten kennen, die ich früher nicht kannte, und habe dadurch mein Algemeinwissen sehr verbessert. Da erfährt man über die Kindheit, Eltern und Verwandte, Bräuche und Sitten, Brautsuche und Heirat der herrschenden Familien, auf welche Weise die Ehen geschlossen wurden, und dass man dadurch nur die Macht und den Einfluss in Europa stärken wollte. Die herrschenden Häuser sind durch die Verwandtschaft so eng miteinander verbunden, sodass man durch die große Menge der ähnlichen Namen nicht mehr blicken kann: wer war noch mal die Marie Louise oder Maria Theresa, welche Katharina war denn gemeint? usw. Aber wir müssen ja alle Namen nicht merken, das machen die Historiker für uns.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich Gerechtigkeit für Stephanie!, 31. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen (Taschenbuch)
Auch an diesem Buch ist einiges zu kritisieren, vor allem, daß sich die Autorin - wie bereits erwähnt - auf "ausgetrampelte Pfade" begibt. Die Ehefrauen Heinrichs VIII. dürfte mittlerweile wirklich jeder kennen, und Leopoldines Schicksal wird schon von Thea Leitner in "Habsburgs verkaufte Töchter" geschildert. Ausserdem waren nicht alle genannten Damen Königinnen - und Isabella von Parma war mit Sicherheit nicht "ungeliebt", im Gegenteil, die ganze Familie mochte sie, sogar die Schwiegermutter!
Trotzdem 4 Sterne, denn Helga Thoma ist meines Wissens die erste, die Kronprinz Rudolfs Frau Stephanie Gerechtigkeit widerfahren läßt. Es gibt wohl nur wenige Ehefrauen berühmter Männer, die von Biographen dermaßen geschmäht und zu Unrecht beschuldigt wurden - vielleicht noch Constanze Mozart. Selbst die angesehene Brigitte Hamann kommt in ihrer Rudolf-Biographie nicht auf den Gedanken, daß Stephanie selbst eine katastrophale Kindheit hatte und bei ihrer Heirat erst 16 war. In der Tat: Welche Frau hätte den seelisch und körperlich kranken Rudolf eigentlich retten können? An dem Bild der kalten und lieblosen Stephanie ist wohl leider nicht mehr zu rütteln, aber wenn das Kapitel ein paar Leute zum Nachdenken bringt, hat sich das Buch schon gelohnt.
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Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen
Ungeliebte Königin: Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen von Helga Thoma (Taschenbuch - 1. März 2003)
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