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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswerte Parabel einer enttäuschten, ausgebeuteten Liebe
Noch gedämpft durch meine Eindrücke bei der Lektüre von "Ein Hund mit Charakter" hat Sándor Márai meine Erwartungen dieses Mal weit übertroffen.
Der Inhalt ist schnell erzählt. Die Schwestern Vilma und Eszter hassen sich. Der selbstverliebte charmante Gauner Lajos, beruflich ein Tunichtgut, dem es immer wieder gelingt, seine...
Veröffentlicht am 21. Mai 2003 von Dr. Matthias Korner

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Psychologisch längst nicht so gut wie "die Glut"
Marai beschreibt eine zerstörerische, geldsüchtige und niederträchtige Beziehung eines gestörten Mannes namens Lakos, der aufgrund seiner theatralischen Fähigkeiten genau weiß, wie er andere in seinen Bann ziehen kann. Lakos nutzt dieses Wissen scheinbar ohne böse Absichten aus und seine große Liebe Eszter erkennt seinen wahren...
Am 27. August 2001 veröffentlicht


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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswerte Parabel einer enttäuschten, ausgebeuteten Liebe, 21. Mai 2003
Von 
Dr. Matthias Korner "brundisium" (Ratingen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Vermächtnis der Eszter (Taschenbuch)
Noch gedämpft durch meine Eindrücke bei der Lektüre von "Ein Hund mit Charakter" hat Sándor Márai meine Erwartungen dieses Mal weit übertroffen.
Der Inhalt ist schnell erzählt. Die Schwestern Vilma und Eszter hassen sich. Der selbstverliebte charmante Gauner Lajos, beruflich ein Tunichtgut, dem es immer wieder gelingt, seine Umgebung materiell auszusaugen, täuscht Eszter Liebe vor. Trotzdem heiratet er völlig unerwartet kurze Zeit später deren Schwester, fügt so Eszter eine dauerhafte Wunde zu. 20 Jahre später, Vilma ist mittlerweile gestorben, kommt es zu einer erneuten Begegnung. Für eine Aufarbeitung des Geschehenen ist es zu spät. Eszters Leben ist weitestgehend gelaufen. Und doch tauchen mit Lajos drei geheimnisvolle Briefe auf, die geignet sind, sein Fehlverhalten in einem völlig neuen Licht erscheinen zu lassen. Obwohl Eszter dank Lajos vor den Trümmern ihres Lebens steht, ist sie unverständlicherweise bereit, ihre materielle Existenz für ihn zu geben.
Den Rezensenten der Welt ist beizupflichten. Sándor Márai versteht es, die zerstörerische Kraft der Liebe mit einer gnadenlosen Faszination zu beschreiben. Auf furios geschriebenen 165 Seiten führt er uns in ein menschliches Beziehungsgeflecht mit allen Schatten-und Lichtseiten. Selbst wenn man von dem Ende enttäuscht sein sollte, Lajos hätte sicherlich besser einen Fußtritt verdient als Eszters selbstlose erneute Hilfe, beeindrucken neben Márais berückend leichtfüßiger Sprache seine gelungene Komposition von Inhalt (Liebesdrama) und eingesetzten Stilmitteln (Rückblenden). Alles, was man in "Ein Hund mit Charakter" noch kritisieren konnte, seine gelegentliche Weitschweifigkeit, sein nur mühsames Zurückfinden zum eigentlichen Erzählfaden, ist dieses Mal stimmiger. Die menschlichen Charaktere sind treffend gezeichnet, die verhängnisvollen Momente der Handlung gut herausgearbeitet. Das Buch ist sicherlich einer der besseren Romane des erst in den 90er Jahren wiederentdeckten ungarischen Autoren und als Einstieg in sein umfangreiches Werk bestens geeignet. Einmal begonnen läßt es einen nicht mehr los.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen slavische Abhängigkeit gezeigt, nicht erklärt, 3. Mai 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Vermächtnis der Eszter (Taschenbuch)
Ein anderer Rezensent schreibt: "Eszter, eine pragmatische und lebenstüchtige Frau, die ihre Umwelt gründlich durchschaut, trifft eine Entscheidung, die ein solcher Charakter niemals treffen würde. Dadurch ist die Figur unstimmig, die ganze Geschichte wirkt damit konstruiert und unglaubwürdig. Warum Laszlo so faszinierend auf seine Umwelt wirkt, selbst auf diejenigen, die ihn ausreichend kennen, ist auch nicht nachvollziehbar. In den wenigen Dialogen, in dem man ihn erlebt, entfaltet er keinen Zauber." Und beurteilt das Buch sehr negativ. Meiner Ansicht nach ist Marai jedoch das Gegenteil vortrefflich gelungen: Eine sklavische Abhängigkeit zu beschreiben, ohne sie pseudo-psychologisch zu erklären. Das Geniale an dem Buch: Marai hat bewußt ein völlig irrationales Verhalten von Eszter beschrieben. Dies ist in Liebesdingen nicht gerade selten, der eine oder andere mag (abgeschwächt) ähnliche Geschichten aus dem Bekanntenkreis kennen oder sie selbst erfahren haben. Ich möchte daran erinnern, wie viele stark wirkende Frauen devot über Jahrzehnte bei ihren lieblosen, prügelnden Ehemännern ausharren. Entscheidungen, die ein Bekannter aufgrund des "starken" Charakters dieser Frauen nicht nachvollziehen kann. Menschen treffen viele Entscheidungen, die "ihrem Charakter nicht entsprechen", weil der Charakter meist mehrdimensional ist. Außerdem verhalten wir uns alle irrational. Genau das ist das faszinierende an Marais Roman: Die Irrationalität und Vielschichtigkeit von Verhalten zu schildern, ohne dies pseudo-psychologisch erklären zu wollen. Dass Lazlo ein Betrüger ist weiß jeder, der ihm (in dem Buch) begegnet. Trotzdem wickelt er die Menschen ein, sie agieren für ihn. (Eine Fähigkeit, die in Ansätzen jeder Gebrauchtwagenhändler besitzt. Man denke auch an die windigen Anlagebetrüger, auf die hochintelligente Menschen hineinfallen)
Marcel Proust hat in "Eine Liebe von Swan" eine ebenfalls verzehrend-selbstzerstörerische Liebe zwischen Mann und Frau beschrieben - auch hier weiß der Leser (und im Gegensatz zu Eszter am Schluß auch der Protagonist), das das Liebesobjekt die Aufopferung nicht wert ist.
Kritik an Marais "Vermächtnis...": Die gebundene Ausgabe ist - wie fast alle gebundenen heututage qualitativ schlecht verarbeitet.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Poetisch und erschreckend zugleich, 10. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Vermächtnis der Eszter (Taschenbuch)
Ein kurzes Büchlein zwischendurch - so ging in an Das Vermächtnis der Eszter ran. Und nun muss ich doch länger darüber nachdenken, als vermutet.
Die Geschichte einer Abhängigkeit, die sich nie auflöst. Eszter und ihre ganze Familie geraten in den Bann eines Mannes und können sich auch nach vielen Jahren nicht davon befreien.
Beim Lesen stellte ich mir die Frage, ob die Story realistisch ist. Ich weiss es nicht... An manchen Stellen, war ich doch kurz vor dem Kopf schütteln. Vier Sterne für eine schöne Sprache, eine interessante Handlung und viele Punkte über die man richtig schön nachdenken kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was eine Liebe wert ist, 4. April 2006
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Vermächtnis der Eszter (Taschenbuch)
Es ist zwanzig Jahre her, dass Lajos Eszters Familie durcheinanderbrachte. Als Freund von Eszters Bruder Laci faszinierte Lajos nach und nach alle Mitglieder der Familie. Er brachte sie zu allem, was vorher in den steifen grauen Rahmen ihres Alltags nicht hineinpasste, angefangen vom Lesen moderner Literatur über angeregte Gespräche bis zu fröhlichen Festen. Nichts weltbewegendes, was Lajos inszenierte, aber Eszters Eltern und Geschwistern genügte es, um sich lebendig zu fühlen.
Allerdings: Lajos war teuer. Seine Gesellschaft, sein Charme und seine Gaukeleien kosteten die Familie ein Vermögen. Man lieh ihm Geld, das nie zurückgefordert wurde, man ließ sich bestehlen, man stellte Wechsel aus, die platzten.
Eszter verliebte sich, Lajos anscheinend auch, aber dann heiratete er ihre Schwester Vilma - warum, das fragt sich Eszter seit 20 Jahren. Seitdem hat sie ihre Liebe in sich eingeschlossen und hütet sie, und jetzt hat Lajos sein Kommen angekündigt, im Gepäck drei 20 Jahre alte Briefe an Eszter, die sie jedoch nie erhalten hat.
Lajos als Betrüger zu bezeichnen und Eszter als bedauernswertes Opfer zu sehen, wird beiden nicht gerecht. Er ist zweifellos ein windiger Charakter ohne Verantwortungsgefühl, egozentrisch und ehrvergessen, andererseits hat er dies nie versteckt oder die Maske des ehrbaren Bürgers über das Gesicht des Windhundes gezogen. Eszter kennt ihn genau, und aus diesem Grund kann man bei ihr nicht von blinder Liebe sprechen. Die Frage, warum diese Liebe dennoch eine solche Macht hat, dass sie Eszters Leben bis heute geprägt hat, stellt sich ihr nicht; sie hat sie quasi als Faktum ihres Lebens akzeptiert.
Das, was letzten Endes bei der Begegnung geschieht, ist - ganz gleich, ob man es als Leser versteht oder nicht - nur der logische Abschluss dessen, was zwanzig Jahre zuvor grundgelegt wurde.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Psychologisch längst nicht so gut wie "die Glut", 27. August 2001
Von Ein Kunde
Marai beschreibt eine zerstörerische, geldsüchtige und niederträchtige Beziehung eines gestörten Mannes namens Lakos, der aufgrund seiner theatralischen Fähigkeiten genau weiß, wie er andere in seinen Bann ziehen kann. Lakos nutzt dieses Wissen scheinbar ohne böse Absichten aus und seine große Liebe Eszter erkennt seinen wahren Charakter nach zwanzigjähriger Trennung um so schärfer. Das Vermächtnis wird transparenter...Verglichen mit dem Buch die Glut sind hier die Charaktere der Hauptpersonen nicht mit brillanter Präzision herausgearbeitet, die Geschichte entwickelt sich nicht so stringent; ein Eintauchen wie bei der Glut in die inneren seelischen Vorgänge der Hauptfiguren wird dem Leser aufgrund der eher oberflächlichen Beschreibung gerade der Zentralperson Lakos, der die Wurzel allen Übels ist, leider verwehrt. Dennoch insgesamt ein lesenswertes Buch.
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1.0 von 5 Sternen Hält nicht, was es vespricht, 8. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Vermächtnis der Eszter (Taschenbuch)
Das ganze Buch geht um die Verflechtung einer Familie mit einer schillernden Gestalt, dem angeblich unwiderstehlichen Lajos. Dieser beutet langsam aber sicher die gesamte Familie emotional und materiell aus, obwohl alle wissen, dass er stiehlt, lügt, ausspielt und veruntreut. Heute würde man sagen, eine Borderline-Persönlichkeit. Dass keiner dem Unwesen dieses Lajos Grenzen setzt, wid überhaupt nicht klar, zumal die Beteiligten alle nicht dumm sind. Bloß der Mumm fehlt ihnen und sie legen es immer wieder als Charakter aus, dass sie nachgeben. Weder die Faszination dieses Lajos, der ja faszinierend gewesen sein soll, es aber nicht mehr ist (nur unverschämt und rücksichtslos, auf direkte und auf perfide Art) noch die Gründe, warum die Familie sich quasi komplett "hingibt", wird deutlich...ich gehe davon aus, dass der chronisch in Geldnot befindliche Autor mal wieder was verkaufen musste. Da hilft die sprachliche Brillanz aber auch nichts.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mitreißend, aber inhaltlich nicht überzeugend, 16. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Vermächtnis der Eszter (Taschenbuch)
Wer Márais Bestseller 'Die Glut' gelesen hat, wird deutliche Parallelen zu 'Das Vermächtnis der Eszter' entdecken: In beiden Romanen steht ein Mensch kurz vor dem Tod und hält Rückschau auf sein Leben. Er wartet auf einen Gast, von dem er sich in Unfrieden getrennt und viele Jahre nichts gehört hat. Am Ende beider Geschichten steht ein langes, klärendes Gespräch.

Sándor Márai erzählt elegant und mitreißend: Selbst wenn die Handlung nur mäßig interessant ist, möchte man das Buch nicht beiseite legen. Ungarische Melancholie, eine klischeehafte einzige Liebe im Leben und der etwas langatmige Bericht der vergangenen Ereignisse und des Wartens auf Lajos' Besuch bestimmen die erste Hälfte des Romans.

Der Rest steht im Zeichen großer Aussprachen - eine Stärke Márais. Hier steigt die Spannung, und der Leser fiebert dem Ausgang der Geschichte entgegen. Das große Finale bereitet der Autor von der ersten Seite an sorgfältig vor. Alles zielt darauf ab, die Handlungen, Motive und Entscheidungen der beiden Hauptfiguren Lajos und Eszter plausibel zu machen. Und doch wirkt das Ende unglaubwürdig und die Geschichte allzu konstruiert.
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3.0 von 5 Sternen Ein "Márai", der wenig überzeugt, 24. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die gealterte und vom Leben enttäuschte Eszter wartet auf ein letztes Zusammentreffen mit dem selbstverliebten Lügner und Lebemann Lajos, der einst ihre Liebe verschmähte und stattdessen ihre Schwester Vilma heiratete. Lajos erschlich sich durch skrupellose Täuschungen zahlreiche Wertgegenstände und Wechsel, um sein verschwenderisches Leben zu finanzieren. Auch Eszter bringt er um einen teuren Ring, den sie nach dem Tod ihrer Schwester für ihre Nichte verwahren will, der sich jedoch als von Lajos beauftragte Fälschung erweist. Das Original hat er versetzt. Er reist auch diesmal nicht ohne Absicht Jahre nach ihrer letzten Begegnung wieder zu Eszter, die gemeinsam mit einer nahen Verwandten in einem bescheidenen Wohnhaus lebt. Erst jetzt erfährt Eszter, dass Lajos ihr vor zwanzig Jahren Briefe schrieb, in denen er gestand, mit ihr statt mit Vilma den Rest seines Lebens verbringen zu wollen, die Vilma jedoch abfing, so dass sie Eszter nie erreichten. Von neuem wird Eszter mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Gezwungen, zwischen Lüge und Realität zu unterscheiden, entschließt sie sich zu einem letzten fatalen Schritt. Sandor Marai schreibt in "Das Vermächtnis der Eszter" aus der Perspektive der Hauptfigur Eszter, was über weite Strecken gut gelingt. Typisch für Marai entspinnt sich die Geschichte in einem komplexen Beziehungsgeflecht, insbesondere um Eszter, Vilma, Lajos und mehrere Randfiguren. Gelungen ist hierbei vor allem die Schilderung der Atmosphäre im Haus Eszters zum Zeitpunkt von Lajos` Eintreffen. Allerdings schwingt in "Das Vermächtnis der Eszter" sehr viel von gewollter Großartigkeit mit, die letztlich in sich selbst verpufft. Denn ähnlich wie in "Die Möwe" gelingt es Marai zwar, das Geheimnishafte menschlicher Beziehungen zu benennen, nicht aber, es auszuleuchten und überzeugend darzustellen. So sind die Motivationen der Figur der Eszter wenig plausibel und stimmig, denn ihr letzter Entschluss, Lajos nach allem auch noch das Haus zu überschreiben, ist einem kaum nachvollziehbaren Fatalismus geschuldet. Auch der angebliche Zauber der Figur des Lajos auf seine Mitmenschen wird nicht lebendig; Lajos selbst erhält nur wenig Gelegenheit zur direkten Rede und bleibt hierdurch eher diffus. Insgesamt hat mich "Das Vermächtnis der Eszter" daher wenig überzeugt. Wer einen wirklich herausragenden Roman von Sandor Marai lesen möchte, dem würde ich ohne Einschränkung "Die Glut" empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 16. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Vermächtnis der Eszter (Taschenbuch)
Auch wenn die Anzahl der Figuren und die Geschehnisse vielleicht in wenigen Worten zusammengefasst werden könnten, so lebt diese Buch von seiner detaillierten Beschreibung und dem Spannungsaufbau. Der Schreibstil des Autors ist vielleicht nicht nach dem Geschmack von jedermann, aber nicht umsonst gehören seine Bücher zur Weltliteratur. Dennoch ist das Buch in seinem Umfang überschaubar und zügig lesbar. Das Buch ist sehr empfehlenswert.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Völlig unglaubwürdiges Ende, unrealistische Charaktere, 28. Juni 2001
Von 
Nachdem ich "Die Glut" gelesen hatte,erwartete ich ein ähnliches Leseerlebnis von "Das Vermächtnis der Eszter". Aber aus dem Stil haben die beiden Bücher nichts gemeinsam. Eszter, eine pragmatische und lebenstüchtige Frau, die ihre Umwelt gründlich durchschaut, trifft eine Entscheidung, die ein solcher Charakter niemals treffen würde. Dadurch ist die Figur unstimmig, die ganze Geschichte wirkt damit konstruiert und unglaubwürdig. Warum Laszlo so faszinierend auf seine Umwelt wirkt, selbst auf diejenigen, die ihn ausreichend kennen, ist auch nicht nachvollziehbar. In den wenigen Dialogen, in dem man ihn erlebt, entfaltet er keinen Zauber, und so fällt Eszter auf seine Worte auch nicht herein. Das Ende kommt so aprupt und wirkt wie angepappt, als ob dem Autor die Ideen ausgegangen seien, und er die Geschichte nur ja schnell zu Ende bringen wollte. Fürwahr kein Schatz, der da zu Tage gefördert wurde! 2 Punkte nur für den Stil, für die Handlung würde ich 1 Punkt vergeben.
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Das Vermächtnis der Eszter
Das Vermächtnis der Eszter von Sándor Márai (Taschenbuch - 1. Februar 2002)
EUR 8,90
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