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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die alten Männer und die Vergangenheit
Ein Abend in den 40er Jahren in einem ungarischen Schloss. Der Besitzer Henrik, ein alternder General, erwartet seinen Jugendfreund Konrad, der ihn vor 41 Jahren nach einem Ereignis verliess, das bis heute ungeklärt ist. Der General fühlt, dass weder er noch Konrad in Ruhe sterben können, ehe nicht alles bereinigt ist, und ehe er nicht erfahren hat, was...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2004 von marielan

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich war enttäuscht.
Das Buch wurde damals groß angepriesen, dementsprechend hoch war meine Erwartungshaltung. Als ich es dann las, war ich verärgert und enttäuscht. Ich finde es eher durchschnittlich geschrieben und weist meiner Meinung nach einige Mängel auf. Zwei alte beste Freunde, die beiden ungarischen adligen Henrik und Konrád, treffen sich nach über 40...
Vor 5 Monaten von Bücherlindwurm veröffentlicht


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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die alten Männer und die Vergangenheit, 29. Dezember 2004
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Glut: Roman (Taschenbuch)
Ein Abend in den 40er Jahren in einem ungarischen Schloss. Der Besitzer Henrik, ein alternder General, erwartet seinen Jugendfreund Konrad, der ihn vor 41 Jahren nach einem Ereignis verliess, das bis heute ungeklärt ist. Der General fühlt, dass weder er noch Konrad in Ruhe sterben können, ehe nicht alles bereinigt ist, und ehe er nicht erfahren hat, was seine vor einigen Jahren verstorbene Frau Kryztina mit der Sache zu tun hat.
Zwischen den wenigen Einführungskapiteln und einem kleinen Schlußteil entspannt sich das Gespräch zwischen den ehemaligen Freunden, wobei aus dem Dialog ein Monolog wird. Der General nimmt die Vergangenheit zum Anlass, um über sein persönliches Leben zu reden und über das Leben im allgemeinen zu philosophieren. Seine wichtigsten Themen dabei sind Freundschaft, Treue, Freiheit, Toleranz, bleibend wichtige und existenzielle Themen nicht nur in Bezug auf die Entstehungszeit des Buches.
Es ist vor allem eine Szene, die im Gedächtnis haftet. Neugierde und Voyeurismus des Lesers werden zwar enttäuscht, aber im Nachhinein bleibt Hochachtung vor einem Menschen, der das Geheimnis eines anderen als dessen Eigentum würdigt: Freiheit und Vertrauen gründen nicht auf grenzenloser gegenseitiger Offenheit, sondern in der Größe des Menschen, der sie gibt.
Ein zeitloses Buch, nicht einfach und kurzweilig zu lesen, aber eines, das lange nachhallt.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Glut verbrennt alles, 12. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Glut: Roman (Taschenbuch)
In wunderbarer Sprache bringt uns Marai dem Sinn des Lebens näher. Es ist nicht die Freundschaft, es ist nicht die Treue. Der einzig wahre Sinn des Lebens steckt in der Leidenschaft. Sie hält Menschen am Leben, die sonst nichts mehr haben. Sie lässt Menschen töten und sterben. Ein Verdacht bleibt jedoch: vielleicht kann die Liebe die Leidenschaft überdauern. Denn "was sind die Arten der Liebe wert, die mit Treue rechnen"!
Ein Buch voll kluger Gedanken über die Freundschaft, die Liebe, die Leidenschaft und den Hass! Gleichzeitig ein Sittenbild der Monarchie. Ein wunderbarer, stimmiger Monolog eines weise gewordenen alten Mannes.
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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dankbarkeit in der Liebe ist zuwenig, 1. November 2004
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Glut: Roman (Taschenbuch)
Marais Thema ist die einmalige, die große Liebe und alles, was damit zusammen hängt. In „Die Nacht vor der Scheidung" geht es um eine Frau, die eben den Richtigen nicht geheiratet hat und deswegen an der Seite des Falschen frigide wird. In „Wandlungen einer Ehe" dreht sich die Geschichte um einen Ehemann, der seine Frau verlässt, um seine große Liebe zu heiraten, die ihn aber betrügt, bestiehlt und belügt. Man sieht, die große Liebe hat ihre Tücken - vor allem wenn sie einseitig ist. Das ist auch der Plot des wohl derzeit berühmtesten Buches von Sandor Marai „Die Glut". Christine, eine Frau aus einfachen Verhältnissen, wird von Hendrik, einem adeligen und wohlhabenden Offizier der k.u.k. Armee, geheiratet, eine Liebesheirat wie es schient, aber die Frau „war nicht verliebt sie war nur dankbar". Aber auf Dauer reicht Dankbarkeit für eine Ehe nicht aus - eines Tages kommt es zu einer Liaison zwischen der Ehefrau Christine und Konrad, dem besten Freund des Adeligen, in deren Verlauf die beiden offenbar ein gemeinsames Leben und die Ermordung Hendriks planen, ein Vorhaben, dass Konrad, der „Feigling" aber in der entscheidenden Sekunde einer Jagd nicht übers Herz bringt, woraufhin er vor allen Verschlingungen auf Nimmerwiedersehen einfach verschwindet. Unmittelbar nach Konrads Abreise entdeckt der bis dahin vollkommen ahnungslose und gutgläubige Hendrik die Beziehung seiner Frau mit seinem besten Freund. Ohne dass die Eheleute auch nur noch ein Wort miteinander sprechen, vergehen acht Jahre, ehe Christina an Blutarmut stirbt. Soweit die Geschichte, die vor 41 Jahren geschehen ist. Nach 41 Jahren aber meldet sich plötzlich wieder Konrad bei Hendrik, die beiden 75jährigen treffen sich noch einmal bei Tisch, der dritte Stuhl bleibt leer und sprechen über die Vergangenheit Wie die geplante Ermordung Hendriks dabei für den Leser Stück für Stück auftaucht, ist geradezu meisterlich komponiert. Wie viele Themen der Autor gleichsam nebenbei in einer unnachahmlichen Sprache behandelt, ist erstaunlich: Freundschaft, Ehe Liebe Treue, Dankbarkeit, die moderne Welt, der Untergang der Vergangenheit und der Tradition - alles blitzt auf, bildet gleichsam als Bühnenbild für das Gespräch der beiden Freunde, die sich am Ende ihres Lebens noch einmal treffen und die „Glut", den lange verborgenen Hass Konrads gegen den so wohlhabenden Henrik, wiederbeleben. Auch wenn es sich bei dem ganzen Buch vorwiegend um einen Monolog handelt und sich die Handlung fast ausschließlich in der Einzählung des Generals entwickelt, ist es meisterhaftes Werk, bestechend durch seine Sprache, seine Einsichten und spannend bis zum Schluss.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 41 Jahre Einsamkeit, 31. Januar 2000
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Glut (Gebundene Ausgabe)
Zwei ungleiche Freunde, der reiche General Henrik und der aus verarmten, polnischen Adel stammende Konrad treffen sich nach über 4 Jahrzehnten in Henriks altem Schloss in den Karpaten wieder - genauer, in demselben Zimmer, wo sie vor 41 Jahren zuletzt zu dritt zusammengesessen waren. Nichts hat sich hier verändert, die Einrichtung ist dieselbe und steht so, wie man sie vor langer Zeit verlassen hat. Sogar dieselben Speisen und derselbe Wein werden serviert wie damals. Hier also sollen nochmals die Ereignisse vorüberziehn, die Konrad vor 41 Jahren veranlassten, ihn und seine Frau Krisztina fluchtartig zu verlassen. Doch der Abend und die Nacht werden immer mehr zu einem inneren Monolog Henriks. In einer sich gesellschaftlich und politisch veränderten Zeit werden längst nicht mehr aktuelle Wertvorstellungen analysiert. Werte, die für die beiden jungen Kadettenschüler noch zu wesentlichen Charaktereigenschaften wurden oder werden sollten. So beschäftigt zum Beispiel den alten General die Selbstlosigkeit und Einmaligkeit der Freundschaft. Treue, Ehre, Demut und das zum Ideal stilisierte Ritual der Jagd und des Tötens werden zu wichtigen Überlegungen des alten Mannes. Die Nacht schaffte zwar keine endgültige Klarheit, doch konnte der General seine bedrückende Fülle von Gedanken und Reflektionen aussprechen und aufarbeiten und sieht nun seinem Tod beruhigter entgegen. Die wunderschöne klare Sprache aus der die melancholische Poesie einer untergegangenen Epoche strömt, macht dieses Buch zu einem wunderbaren Leseerlebnis.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Roman als Monolog, 17. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Glut: Roman (Taschenbuch)
Marai besitzt eine ungewöhnliche erzählerische Kraft. Er versteht es Szenarien und Stimmungsbilder zu entwerfen, die fesseln. Darin versteckt sind viele Ansichten des Autors, die den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben könnten ( z.B. über die "Jagd" ). Ein Buch langsam zu lesen, der flüssige Erzählstil verleidet zum schnellen schmökern, dabei verpaßt man zuviel. Eine der stärksten Erzählungen, die in den letzten Jahren zu haben war.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich war enttäuscht., 13. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Glut: Roman (Taschenbuch)
Das Buch wurde damals groß angepriesen, dementsprechend hoch war meine Erwartungshaltung. Als ich es dann las, war ich verärgert und enttäuscht. Ich finde es eher durchschnittlich geschrieben und weist meiner Meinung nach einige Mängel auf. Zwei alte beste Freunde, die beiden ungarischen adligen Henrik und Konrád, treffen sich nach über 40 Jahren wieder, um einen unausgesprochenen Streit zu klären. Was den Weg der beiden früher trennte, war ein Liebeskonflikt. Der General Henrik zog einst mit seiner weltgewandten Frau Krisztina von Paris in die heimatliche Puszta. Zwischen ihr und Konrád entbrennt offenbar eine Affäre. Bei einem Jagdausflug legt Konrád auf Henrik an, drückt aber nicht ab, sondern verlässt fluchtartig das Land und Henrik und Krisztina leben fortan still auf dem Anwesen nebeneinander her. Nach über 40 Jahren kündigt Konrád seinen Besuch an. Krisztina ist inzwischen tod, hat aber ein Tagebuch hinterlassen, das Henrik jedoch nie aufgeschlagen hat, und nun bereithält. Ein Gewitter lässt zudem den Strom ausfallen, im Kamin wird Feuer gemacht und Kerzen werden angezündet (im Original heißt das Buch „Die Kerzen brennen bis zum Stumpf“). Soweit eigentlich genügend Zündstoff für einen packenden Roman. Dies gelingt leider nicht, da das gewaltige Gespräch zu einem Quasimonolog von Seiten Henriks gerinnt. Konrád sagt kaum ein Sterbenswort, sodass keine wirkliche Spannung aufkommt. Der Einwand, dass gerade ein Monolog ein Nachsinnen über große Themen wie Freundschaft, Liebe, Verrat, das Leben erlaubt, ist purer Unfug. Nur eine Gegenrede, ein Widerstreiten, ein emotionales Eingestehen und Anklagen, ein echtes Aussprechen, hätte ein dramatisches, gepfeffertes Gespräch ermöglicht. Und schon zu Beginn der Handlung gibt es klare Widersprüche: Als Kind erkrankte Henrik, scheinbar aus reiner Sensibilität und daran wäre fast gestorben. Nur dank seiner getreuen Amme kommt er wieder zu Kräften, die beiden stehen am Meer und der kleine Henrik äußert den Wunsch Dichter zu werden, außerdem fällt der pathetische Erzählersatz: „Das Kind und die Amme dachten daran, dass alles auf der Welt zusammengehört.“ Was wird später der junge Dichteraspirant? General! Und das nicht bloß wegen seines familiären Hintergrunds, nein schon als Jugendlicher ist er ein anderer Mensch. Konrád, den er mit 10 Jahren kennenlernt, ist hingegen musisch und künstlerisch veranlagt und vermag später der kulturinteressierten Krisztina das zu geben, was dem rationalen Henrik abgeht. Am Schluss des abendlichen Zusammentreffens, ist wenig Licht ins Dunkel gekommen, die Kerzen sind heruntergebrannt und Henrik wirft das Tagebuch ungelesen in die Glut des Kamins. Die ganze Zeit über hat er etwas spekuliert und über einige Lebensansichten schwadroniert. Das nervt dann doch als tendenziell unrealistisch und unbefriedigend. Hier wurde wie man so sagt Potenzial vergeudet. Offenbar lag dies an der Einfallslosigkeit des Autors. Auch über Konráds „abenteuerliches“ Leben im Ausland erfährt der Leser nichts Näheres, was ebenfalls von wenig Vorstellungsvermögen des Autors zeugt. Ich schließe mich deshalb den überwiegenden Lobeshymnen nicht an.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In jeder Hinsicht ein Genuss, 9. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Glut: Roman (Taschenbuch)
Als der Rummel um Marai einsetzte dachte ich nicht, dass er an Klassiker wie Mann, Dostojewski etc. herankommen koennte. Nach rauschhaften 4 Stunden, in denen ich dieses Werk verschlungen hatte, stelle ich jedoch zumindest "Die Glut" auf eine Stufe mit den ganz grossen Werken des 19. und 20. Jh.: Sprache, atmosphaerische Dichte, Aussage - alles passt hier zusammen. Das Leben in der spaeten kuk Zeit kann man durch die Seiten foermlich riechen und es fuehrt folgerichtig zu den Handlungen dieser 3 Menschen, als ob es keinen anderen Weg gegeben haette. Natuerlich kann keine der grossen Daseinsfragen abschliessend beantwortet werden, aber dieser Roman belebt ihre Behandlung mit neuer Wuerze! Gluecklich die, die das Vergnuegen dieses Buches noch vor sich haben...
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53 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich laß das Wort die "Glut" und dachte bei mir "Wärme"., 3. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Glut: Roman (Taschenbuch)
Es war an einem späten Winternachmittag im "Stuttgarter Hauptbahnhof" in der Buchhandlung "Wittwer". Ich stöberte wie bereits an vielen Nachmittagen in den Regalen. Da endeckte ich das Buch mit der Aufschrift "Die Glut" von Sandor Marai. Weder der Titel noch der Name des Schrifstellers waren mir bekannt. Ich laß die erste Seite, die zweite, die dritte Seite. Plötzlich spürte ich in meinem Rücken einen Schmerz. Ich dachte bei mir sicherlich vom vielen stehen. In diesem Moment war ich am Anfang des zweiten Kapitels.Ich lief weiterhin lesend in Richtung Kasse, zog einen Geldschein aus der Tasche und legte diesen der Kassiererin auf den Tisch. Sie weckte mich mit den Worten "junger Mann darf ich das Buch mal haben,sie können gleich weiterlesen". Ich sagte höfflich Entschuldigung und legte es kurz aus der Hand. Ich bezahlte und blätterte wieder meine Seite auf und lief weiterhin lesend in Richtung Wohnung. Zu Hause angekommen setze ich mich auf mein Sofa streifte einen Arm aus der Jacke und dann den zweiten.Irgendwann später verspürte ich wieder einen Schmerz in meinen Rücken. Es war die Jacke die immer noch hinter mir lag. Ich saß einfach zu unbequem. Jedoch als ich sie wegnahm,um sie an die Gadarobe zu bringen, war ich bereits auf der letzten Seite angekommen.
Es ist viel über den Inhalt von "Die Glut" geschrieben worden, jedoch fast nie etwas über die Faszination die von diesem Roman ausgeht. Mir ist das bisher nur einmal passiert, nämlich mit besagten Buch. Die amerikanische Literaturkritikerin "Sol Stein" drückte es so aus "Ein Buch ist noch lange kein gutes Buch, nur weil es vom Regen handelt. Es ist erst ein gutes Buch wenn ich beim lesen auch das Gefühl habe klatsch nass zu werden".Und glauben Sie mir ich habe es bereits mehrfach gelesen um dieses Gefühl wieder und immer wieder zu erleben.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freundschaft, Verrat, Liebe und der Sinn des Lebens, 12. September 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Glut (Gebundene Ausgabe)
Die Glut ist ein Buch welches essentielle Fragen zum Leben aufwirft und in vorsichtiger Weise zu beantworten sucht. Der alte General rollt hier noch einmal das Leben zweier ehemaliger Freunde auf, welches an Dramatik selbst nach über 40 Jahren nicht verloren hat. Der morbide Charme einer längst untergegangen Welt in welcher sich der alte Herr auf seinem Schloss bewegt giebt dem Buch Stimmung und Character. Das Buch ist etwas für kühle Herbstabende und am besten mit einem guten Glas Rotwein zu genießen. Der fast ausschließliche Monolog mit seinem Freund Konrad, auf den sich der General sein ganzes Leben vorbereitet hat um auch seine letzten Fragen beantwortet zu bekommen, steht in einen wohltuenden Kontrast zu einer unreflektierten schnelllebigen Welt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedeutung von Freundschaft und Leidenschaft eines Generals, 27. September 1999
Rezension bezieht sich auf: Die Glut (Gebundene Ausgabe)
Der General Henrik, Sohn eines Gardehauptmanns, und Konrad, aus ärmlicheren Verhältnissen stammend, sind sich im Alter von zehn Jahren erstmals in einer Kadettenanstalt bei Wien begegnet und seitdem eng befreundet. Sie fechten, gehen reiten, leisten gemeinsam ihren Fahneneid ab. Nur die Zuflucht in die Musik, durch die sein Freund sich inneren Welten öffnet, kann Henrik nicht folgen. Sie sind siebzehn, als Krisztina in ihr Leben tritt, die mit Henrik eine Ehe eingeht. Sie sind vierundzwanzig, als nach einer Jagd Konrad unerwartet verschwindet, Henrik und Krisztina getrennt in ihrem Schloß leben, ohne sich jemals wiederzusehen. In der Abgeschiedenheit, im Jagdschloß, in dem das Interieur aus der k.u.k.-Monarchie verschleißt, strebt der General nur dem einen Ziele nach, den Grund für Korads verschwinden aufzuklären. Nach einundvierzig Jahren begegnen sie sich wieder. In einer Nacht wird ausgesprochen, was ein halbes Leben lang verschwiegen war. Konrad hat nicht viel zu sagen, er ist stiller Zuhörer von Henriks ausgiebigen Monolog, in dem er sich selber die Antworten gibt. In diesem Roman wird anhand eines alternden Generals wunderbar vorgeführt, wie wichtig eine zwischenmenschliche Aussprache sein kann. Freundschaft hört nicht einfach auf, wenn einer verschwinde; Leidenschaft fesselt, auch wenn die Frau längst begraben ist. Nachdem er sich vollends ausgesprochen hat, ist der General erst bereit zu sterben. Mit ihm stirbt die k.u.k.-Monarchie.
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Die Glut: Roman
Die Glut: Roman von Sándor Márai (Taschenbuch - 1. April 2001)
EUR 8,99
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