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am 9. Januar 2003
Damaskus ist ein wunderbare Stadt, eine Stadt, die einem neugierigen Touristen sehr viel gibt. Man sieht vieles, die Leute sind höflich, gastfreundlich. Als Tourist sieht man aber selten hinter die Kulissen, Gespräche mit den Einheimischen bleiben (wenigstens bei mir) irgendwie an der Oberfläche.
Die niederländische Reiseschriftstellerin Lieve Joris sah tiefer in die syrische Realität hinein. Sie studierte vor Jahren mit der Syrerin Hala in Bagdad.
1992/93 besucht sie sie wieder in der Stadt Damaskus.
Hala lebt mit mit ihrer Tochter alleine (was in dieser Stadt sehr exotisch ist), ihr Mann, ein dogmatischer Marxist, wurde vor 12 Jahren von der Geheimpolizei verhaftet.
Alleine, im Hintergrund ihre Familie und die Familie des Ehemannes, die sich nur schwer abfinden mit einer alleinlebenden Frau, im Hintergrund aber immer auch der Ehemann mit seinen traditionellen Lebensvorstellungen.
Ein schwieriges Leben.
Die Autorin schildert nun diesen Besuch.
Das Leben bei der Freundin zu Hause.
Besuche bei den Eltern.
Reisen im Land, unter anderem nach Palmyra, nicht zum Touristen-Palmyra, sondern zum Gefängnis.
Für alle, die Syrien besuchen wollen, ein empfehlenswertes Buch..
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Die Vergangenheit sei "für die Menschen im Westen das Dessert, für die Araber dagegen das Hauptgericht" wird von Hala die marokkanische Soziologin Mernissi zitiert.
Und damit sind wir schon mittten im Buch: Es handelt von der Soziologin Hala, die von ihrer Freundin, der Reisejournalistin Lieve Joris, in Damaskus besucht wird. Dieser Besuch zieht sich über Monate hin. In diesen Monaten sieht die Autorin, dass der Blick ihrer Freundin immer matter und stumpfer wird: die aktuelle politische und die persönliche Situation von Hala sind die Ursache. Halas Mann, ein überzeugter Kommunist, ist schon seit 10 Jahren im Gefängnis, ohne je vor Gericht gestellt worden zu sein. Frau und Tochter hoffen immer noch, dass er bald freikommt.
In dieser Zeit geben die Familie, der Clan Hala Halt. Aber: Die Familie zerstört auch jede Individualität; es gibt einfach außerhalb der Familie keine Welt, in der jeder seine eigenen Regeln aufstellen kann.
Nebem der rein persönlichen Problematik zeigt dieses Buch, das, obwohl aus den 90er Jahren stammend, von einer bestürzenden Aktualität ist, die Probleme des (heutigen) Staates Syrien: permanente Überwachung durch die Spitzel des Geheimdienstes; die typische Wehleidigkeit vieler Bürger, die für all ihre Probleme Israel und die USA verantwortlich machen und sich nicht selber bei der Nase nehmen wollen; Antiintellektualismus und Bildungsfeindlichkeit; die Notwendigkeit von WASTA (=Beziehungen), ohne die praktisch nichts läuft; der Nepotismus der herrschenden Schichten usw.
Ein intimer, dabei bestürzender Einblick in den syrischen Alltag, der 2007 auch kaum anders aussehen dürfte!
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am 6. September 2011
Eigentlich bin ich kein Fan von Reiseberichten - besonders wenn ich sie zur Aufheiterung lesen möchte, finde ich sie eher immer demotivierend... Aber als ich dieses Buch zufällig in die Hand bekam, was ich hingerissen von Lieve Joris' Schreibweise, die eine in eine - für mich bis dato - unbekannte, undenkbare und irgendwie auch unvorstellbare Welt enführt. Schon von der ersten Seite an befindet man sich mitten im Geschehen und meint das Geschehen miterleben zu können.
Schade, dass das Buch nicht mehr verlegt wird, aber ich hoffe, dass in diesem Punkt noch nicht das letzte Wort gesprochen ist...
Absolute Leseempfehlung!
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am 29. Januar 2001
Wer kennt schon Damaskus und erst gar das Leben einer jungen Frau in dieser Stadt, die ihr Kind alleine durchbringen muß. Der Mann ist seit Jahren als politischer Häftling eingesperrt, Hala, die junge Syrerin lehrt an der Universität, wird aber daneben von ihrer Familie total vereinnahmt. Über dem Alltagsleben schwebt das Damoklesschwert der mukhabarat (Geheimpolizei). Doch das ist nur die eine Seite, des auch lebensfrohen und farbenprächtigen Damaskus.
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