Kundenrezensionen

29
4,5 von 5 Sternen
Eine Landkarte der Zeit. Wie Kulturen mit Zeit umgehen
Format: TaschenbuchÄndern
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35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. März 2005
Der Wissenschaftler Levine hat sich die Mühe gemacht und anhand von ungewöhnlichen Experimenten den Unterschied von Lebenstempo verschiedener Kulturen beschrieben.
Das Buch liest sich streckenweise spannend wie ein Roman mit wissenschaftlichen Touch. Oft musste ich schmunzeln, wenn Levine Geschichten erzählt wie die von den beiden Brüdern aus Afghanistan: beide erschienen am verabredeten Ort, aber jeder von beiden in einem anderen Jahr. Interessant war für mich ein kleiner Einblick in die Lebensart der Japaner. Auch dort scheint zu gelten, dass alles eine Frage der Einstellung (und natürlich auch der Erziehung) zu Arbeit und Zeit ist. Da Levien Amerikaner ist, beschränken sich seine Experimente auf das Gebiet Nordamerikas, was wahrscheinlich bis auf die Stadt New York oder den Bundesstaat Californien für die meisten Deutschen nicht unbedingt nachvollziehbar ist.(Wann werden solche Experimente einmal in Deutschland gemacht?)

Trotzdem ist das Buch sehr zu empfehlen, wenn man Lust auf Sitten und Gebräuche anderer Kulturen hat. Reaktionen während der Lektüre reichen von `Ach jetzt versteh ich das` bis `Oh, Gott, wie peinlich (für mich und mein Verhalten im letzten Urlaub)!`
Es ist ein eindrucksvolles Porträt der Zeit gelungen, dass uns einlädt, unser Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. November 2007
Bei der Vorarbeit zu einem Referates im Soziologiestudium stolperte ich über dieses feine Buch mit fast schon "lebensveränderndem" Potential. Robert Levine ist es in meinen Augen gelungen, eine schöne und geschlossene Einführung in das Thema Zeit unter kulturwissenschaftlichen Aspekten zu geben, ergänzt durch seine eigene Forschungsrabeit mit interessanten Experimenten und Theorien. Es werden sehr viele Quellen und weiterführende Literatur genannt - als Ausgangsbasis für weitere Studien ein echter Volltreffer!

Der Erfahrung nach würden einige deutsche Hardliner-Wissenschaftler das Buch wohl in den popularwissenschaftlichen Bereich einordnen. Und das vermutlich auch nur, weil Levine hier und da einfach schöne kleine Anekdoten in die Themen einbaut, Geschichten von seinen Forschungsreisen und ab und an sogar einen offener Witz. (Humor bei Geisteswissenschaften, wer macht denn sowas...) Ich persönlich habe nie verstanden, warum wissenschaftliche Lektüre immer broternst sein muss - und Levine scheinbar auch nicht. Handwerklich ist nichts an Levines soziologischer Arbeit auszusetzen, auch wenn er oft in anderen Wissenschaften wildert (er selbst ist eigentlich Sozialpsychologe).

Vom Schreibstil (und auch der Übersetzung) her ist das Buch sehr gut - keine langen Schachtelsätze, kein zwanghafter Fremdwort-Gebrauch und viele schöne kleine Absätze und Unterkapitel, so dass man nie vor einigen riesigen Textblock sitzt. Hier könnten sich viele deutschen Forscher noch einiges abschauen.

"Eine Landkarte der Zeit" hat mich dazu angeregt, ernsthaft über viele Alltagssituationen in meinem Leben nachzudenken und mir persönlich ganz neue Blickwinkel ermöglicht. Fazit: Wer pure, tiefgreifende und basisorientierte wissenschaftliche Studien sucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Wer jedoch einen Ausblick auf sich, sein Leben und seine eigene Einstellung zu Zeit und Kultur sucht, Spaß beim Lesen haben will UND dabei noch eine sehr gute Einführung über die wissenschaftliche Seite des Themas mitnehmen möchte, sollte SOFORT zuschlagen.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. August 2005
Der amerikanische Psychologe Robert Levine hat mit einfachen Experimenten in 31 Ländern das Lebenstempo berechnet und daraus „Eine Landkarte der Zeit" zusammengestellt. Seine zentralen Fragen für seine langjährigen Forschungsarbeiten lauteten: „ In welchen Kulturen ist das Tempo besonders schnell oder besonders langsam? Und wie beeinflusst dieses kulturelle Tempo die Lebensqualität der Menschen?" (S. 177).
Levine untersuchte die Gehgeschwindigkeit für eine Distanz von 100 m in Großstädten, die Bedienungszeiten an Postschaltern und die Genauigkeit von Uhren. Bei der Ermittlung des „Gesamttempos" landete die Schweiz, gefolgt von Irland und Deutschland auf Platz eins; die letzten drei Plätze belegten Brasilien, Indonesien und Mexiko. Bemerkenswert ist, dass sich acht der neun schnellsten Länder in Westeuropa befinden; Japan ist der einzige „Eindringling" in diese geschlossene Gesellschaft. Die USA werden in der Untersuchung auf den 16. Platz im Mittelfeld platziert.
Levine stellt klare positive Ergebnisse in Gesellschaften mit einem hohen Lebenstempo fest, da dieses zu einer höheren wirtschaftlichen Produktivität, höherem Sozialprodukt, mehr Kaufkraft und ganz allgemein zu mehr Zufriedenheit führe. Andererseits schildert der Autor in seinem insgesamt sehr unterhaltsam geschriebenen Buch auch mit viel Sympathie und Humor Anekdoten über seine Erfahrungen in den Ländern mit einem geringen Lebenstempo. Als Resümee seiner Untersuchungen stellt Levine fest: „Wie wir gesehen haben, verweisen meine eigenen Untersuchungen auf positive wie negative Folgen eines schnellen Lebenstempos. Menschen in einer schnelleren Umgebung sind stärker potentiell gesundheitsschädlichem Stress ausgesetzt, was sich etwa in einer höheren Anzahl koronarer Herzerkrankungen zeigt, aber es ist auch wahrscheinlicher, dass sie einen komfortablen Lebensstandard erreichen und, wenigstens teilweise aus diesem Grunde, insgesamt mit ihrem Leben zufriedener sind" (S. 276).
Levine sieht es angesichts der zunehmenden internationalen Verflechtungen und den damit verbundenen Reisemöglichkeiten zwischen verschiedenen Kulturen als erstrebenswert an, sich kontrolliert dem Zeitbewusstsein eines anderen Lebenstaktes anzupassen. Die Kontrolle über die Zeit, die Bewältigung der Zeitvorstellungen fremder Kulturen, all das sind für Levine positive Erfahrungen. „Und wenn Menschen, die nach der Uhr leben, sich auf eine langsamere Kultur einstellen - nun, was ist denn so schmerzhaft daran, in ein Bewusstsein einzutauchen, in dem persönliche Beziehungen Vorrang vor Leistung haben, in dem Ereignisse ihren natürlichen, spontanen Lauf nehmen dürfen, in dem man Zeit Zeit lässt?" (S. 265)
Das Buch ist auch für Laien durchgängig gut verständlich geschrieben. Es bietet eine sehr gute Einführung in das Thema Zeit.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Januar 2001
Warum hören Asiaten ihrem Gegenüber zu? Und warum warten Europäer nur darauf selbst gleich in einem Dialog wieder das Wort zu übernehmen? Warum empfinden wir Zeit bei unterschiedlichen Temperaturen unterschiedlich? Warum helfen Menschen in New York eher einem Passanten als diejenigen in Los Angeles? Warum stört uns Langeweile und wie können wir den täglichen Stress bekämpfen? Fragen, viele Fragen. Aber das Buch gibt auch ebensoviele Antworten. Kurzweil von Anfang an, unbedingt kaufen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Juni 2000
Das Buch ist eine amüsante Zeitreise, die auch geographisch einiges an Interessantem aufzeigt. Haben Sie sich schon immer gewundert, warum die Südeuropäer einfach lockerer mit der Zeit umgehen? Haben Sie sich auch schon gefragt, weshalb das Leben auf einer Südseeinsel einfach traumhaft und zeitlos sein muss? Levine liefert einige Antworten, die er aus Untersuchungen gewonnen hat. Er versteht es, die Thematik anschaulich und vergnüglich zu präsentieren. Auch für das Verständnis anderer Kulturen leistet das Buch einen wichtigen Beitrag. Gerade die Ausländerproblematik ist oft gekennzeichnet von Vorurteilen und Abneigungen. Das Buch hilft, die Lebensweise und das Zeitverständnis von Ausländern, die sich in einer anderen Zeitkultur befinden, verständlich zu machen und die Toleranz dafür zu fördern. Auch die kritische Betrachtung des eigenen Zeitverständnisses wird vom Buch angeregt. Man sollte sich Zeit nehmen, das Buch zu lesen und zu staunen. Es ist definitiv keine Zeitverschwendung. Und nach der Lektüre des Buches wird einem das Zitat von John Steinbeck lange in Erinnerung bleiben:
"Die Menschen verlieren die meiste Zeit damit, dass sie Zeit gewinnen wollen."
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Eine Landkarte der Zeit" zeichnet nur in geringem Maße tatsächlich eine "Landkarte". Relativ rasch wird über empirische Ergebnisse hinweggegangen, dass in wohlhabenden Ländern der Erde die Menschen schneller gehen und dass auch innerhalb von Staaten der selbe Unterschied zwischen Stadt und Land besteht. Großen Raum dagegen nehmen die persönlichen Erfahrungen des Autors, einem US-Amerikaner, als Universitätslehrer in Südamerika ein, in dem ein vom Norden/Westen verschiedenes Zeitkonzept vorherrscht. Ausführlich werden die beiden Zeitbegriffe "Chronos" und "Kairos" geschildert - Zeit, einmal als meßbare Einheit, gedacht als lineare Dimension, die sich sparen oder verlieren lässt, und dann, ganz anders, Zeit als Geschehnis, das Eintreffen kann oder auch nicht, und nur Realität gewinnt, wenn es eintrifft und nicht verloren ist, wenn passiert, was eben stattdessen passiert.
Erstaunlich und etwas bedauerlich finde ich, dass dem Autor ein wesentliches Merkmal der "Chronos"-Zeit nicht offensichtlich geworden ist, nämlich dass Zeit in der "Chronos"-Variante nur in Bezugnahme auf die Zukunft überhaupt sinnvoll als Begriff existieren kann. Zeit "habe" ich nur in Bezug auf ein zukünftiges Ereignis *bis* zu dem ich die Zeit "habe": Muss ich in 2 Wochen oder 23 Stunden eine Präsentation geben, so "besitze" ich jene 2 Wochen oder 23 Stunden. Geschaffen, geschöpft, wird dieser "Besitz" der Zeit aber nur aus jenen (oder "zwischen" jenen) zwei Bezugspunkten "jetzt" und "in 2 Wochen" bzw "in 23 Stunden". Ohne die Vorausschau auf ein zukünftiges Ereignis, ohne zwei Zeitpunkte zu definieren, zwischen denen ich die ("Chronos"-)Zeit messen kann, entfällt auch der chronometrische Begriff der Zeit. Dann tritt Zeit als das in Erscheinung, was sie auch (oder eigentlich) ist, nämlich "ewiges Jetzt" von dem ich immer gleichviel habe, vollkommen unabhängig davon, was in diesem "ewigen" jetzt auch immer passiert. D.h. vollkommen gleich, ob ich in den "verbleibenden" 2 Wochen oder 23 Stunden an meiner Präsentation arbeite oder nicht, meine Arbeit oder mein Müßiggang finden in dieser kurzen(?) Spanne des "ewigen Jetzt" statt - ebenso mein beruflicher Triumph wie auch das Donnerwetter meines Chefs (wenn ich meine Zeit zur Vorbereitung der Präsentation verbummelt habe). Der von der Wirklichkeit abweichende Zeitbegriff (Chronos) ist also eher jener der nördlichen Halbkugel, während viele Afrikaner die Zeit wohl eher so beschreiben, wie sie "tatsächlich" ist, vor jeder Abstraktion und "Zeitschöpfung", also Kairos, Ereigniszeit. ...Und die Betonung liegt hier auf "beschreiben", denn "wahrnehmen" können wir die Zeit allesamt nur als Ereigniszeit - lediglich durch die Abstraktion des Denkens wird sie messbare, quantifizierbare chronometrische Zeit.
Eine solche Analyse hatte ich in Levines Buch vermisst...
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. August 2002
Dieses Buch ist wirklich toll: 1. Es zeigt, daß wir unter unterschiedlichen Bedingungen und unterschiedlichen Regionen Zeit anders wahrnehmen. 2. Es zeigt daß der Umgang mit der Zeit mit wirtschaftlichem Erfolg zusammenhängt. 3. Es zeigt den Wert unserer subjektiven Zeit (esse ich, weil es Zeit ist oder weil ich Hunger habe?). Das Buch verschafft uns ein anderes Verhältnis zur Zeit. Dennoch hätte ich mir eine genauere Analyse der Falluntersuchungen gewünscht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jeder kennst es: es gibt Planmenschen und es gibt Spontanmenschen. C.G.Jung bezeichnete die ersten als Rationale und die zweiten als Irrationale. So werden sie auch heute in der Sozionik bezeichnet. Die ersten sind eher planend und die zweiten eher reagierend.
Irrationale Menschen haben als Basisfunktion ihrer Psyche die Intuition oder Sensorik. Das ermöglicht ihnen, besser auf die sich verändernde Situationen zu reagieren. Für mich war es lange ein Rätsel, wie Basis-Zeitintuitive, d.h. Menschen mit einem vierdimensionalen, bewussten und globalen Zeitgefühl irrational-reagierend sein können. Prädestiniert denn ein hervorragendes Zeitgefühl nicht gerade dazu, Ereignisse zu PLANEN?

Ich habe das Buch in der Hoffnung gekauft, dass der Autor ein Basis-Zeitintuitiver ist und mir eine Antwort liefern kann. Ich wurde nicht enttäuscht. Levine ist tatsächlich ein intuitiv-logisch introvertierter (ILI), der dazu noch seine natürliche Begabung zu seinem Beruf machte. Levine weiß über die Zeit alles.

Seine Erzählung bewegt sich entlang der gesamten menschlichen Geschichte. Er beschreibt den Umgang mit der Zeit im Altertum, wie in den USA historisch-wirtschaftlich die Zeitzonen eingeführt wurden, die Geschichte der Zeitgeräte, den spezifischen Umgang mit der Zeit in einigen primitiven und hochentwickelten Gesellschaften der Gegenwart. Er beschreibt die vielen Zeitarten, die es gibt. Uhrzeit, Ereigniszeit, Kalenderzeit, emotional gefühlte Zeit, wie man die Zeit dehnen und verkürzen kann, Zeitsprünge. Natürlich konnte Levine als Handlungslogiker auch den Wirtschaftswert der Zeit nicht außer Acht lassen und das ist ihm gut gelungen. Den historischen Wirtschaftswert und den Wirtschaftswert in unterschiedlichen Kulturen. U.a. den europäischen und amerikanischen Kulturen.

Der Unterschied im Zeitumgang zwischen den Irrationalen und Rationalen Menschen ist ihm auch nicht entgangen, er Beschreibt nicht nur gut diesen Unterschied (in Begriffen wie P-Zeit-Menschen und M-Zeit-Menschen), sondern auch die Vorzüge und Gefahren, wenn die Rationalität oder Irrationalität zu einer leitenden Firmenkultur wird.

Eine Antwort auf meine Frage habe ich auch bekommen. Den Basis-Zeitintuitiven liegt es schlicht mehr an der Ereigniszeit. Und Ereignisse treten häufig spontan und ungeplant auf. Wie ein anderer ILI mal sagte: „Es wäre ja schrecklich, wenn ich bereits am Dienstag wüßte, was ich am Wochenende machen werde.“

Für diese Antwort und für den großartigen Ausflug in die Materie ZEIT richte ich an Robert Levine meinen größten Dank!
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. September 2002
Kern des Buches ist eine Untersuchungsreihe des Autors über das Lebenstempo gemessen anhand einiger Kriterien wie der Geldwechselgeschwindigkeit im Postamt in 31 Ländern und zahlreichen Städten. Darum herum liefert der Autor interessante Informationen über das Zeitverständnis in verschiedenen Kulturen der Welt. Leider gelingt es dem Autor nicht das alles in zusammenhängende, gut lesbare Form zu bringen. Für mich wirkt das wie zu Buch gewordene Notizzettel, die der Autor zusammengestellt hat, um mehr Inhalt rund um seine Studienergebnisse zu bekommen. Das eigentlich interessante "Drumherum" kommt daher an vielen Stellen zu kurz, etwa die Besprechung, was die einzelnen Kulturen von ihrem höheren oder niedrigerem Lebenstempo haben, die Besprechung der Studienergebnisse sind dürftig. Und trotzdem kann ich das Buch empfehlen, da es viele interessante Fakten zum Thema Lebenstempo beinhaltet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. September 2010
Ein Reiseführer allerdings, der sich mit der Entwicklung der Zeit oder besser gesagt, einer Topologie verschiedener Kultur-Zeiten beschäftigt. Es ist schon eine Weile her, seit ich das Buch gelesen habe, ich glaube es war vor 3 Jahren. Ich erinnere mich v.a. an die WIRKUNG des Buches. Und wegen dieser starken Wirkung schreibe ich diese Zeilen. Ich spreche hier eine 5*-Empfehlung aus, weil der Autor nicht nur empirische Studien mit der Fragestellung, wie Kulturen mit Zeit umgehen, auswertet und präsentiert, sondern auch den eigenen Blickwinkel auf die Geschichte der Zeit selbst, die wir heute für so selbstverständlich halten, dass wir sie uns selten anders als linear vorzustellen wagen, umlenkt. Mein Leben veränderte sich durch dieses Buch ebenso wie durch A. Obrechts 'Zeitreichtum-Zeitarmut' oder Heintels 'Innehalten'.

Wie setzen unterschiedliche Völker, Gemeinschaften, Gesellschaften ihre Zeit ein und wie dehnbar ist die Zeit? Was bedeutet überhaupt Zeit und seit wann gibt es sie? Seit wann diktiert sie unseren Lebensrhythmus? Was ist Gummizeit für einen Menschen in Papua-Neuguinea? Wann beginnt ein Fest in Afrika? (Wenn alle da sind!) Wie schnell gehen die Menschen in verschiedenen Städten dieser Erde? Was bedeutet 'warten' - in Spanien, Brasilien, Amerika, Japan? Diese Betrachtungen des Autors sind Gold wert, nein sie sind, recht verstanden, mit keinem Gold der Welt aufzuwiegen, weil: Wer sich die Botschaft des Autors wirklich zu Herzen nimmt, wird für eine unbestimmte Dauer daraufhin leichtern Fußes und heiteren Gemüts unterwegs sein, und das Beste: subjektiv wird auf einmal spürbar mehr Zeit zur Verfügung stehen. Bei mir war es eine unbegrenzte Menge an Zeit, weil sich mein eigenes Verhältnis zur Uhr-Zeit relativiert und dadurch der Horizont immens erweitert hat.
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