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64 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chronologie einer Tragödie
Die Zeitschrift "Outside" ermöglicht dem Journalisten Jon Krakauer die Teilnahme als Kunde an einer Expedition auf den höchsten Berg der Welt, um einen Artikel über die "Kommerzialisierung des Everest" zu schreiben. Beim Abstieg vom Gipfel am 10. Mai 1996 geriet er mit anderen Bergsteiger in der "Todeszone" oberhalb des Lagers IV in ein heftiges Unwetter, 8...
Veröffentlicht am 20. Mai 2006 von Schimon

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Als Hörbuch eine Herausforderung
Jon Krakauers Schilderung seiner Besteigung des Mount Everest ist spannend und ergreifend. Als Hörbuch ist das Buch allerdings nicht uneingeschränkt zu empfehlen; Krakauers Text ist ein autobiographisches Sachbuch, und daher gibt es hier keinen Aufbau von Charakteren, Fokussierung auf nur einige wichtige Protagonisten etc - das heißt, dass man stattdessen...
Veröffentlicht am 30. August 2011 von Miezekatze


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Tragödie, 19. April 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest (Taschenbuch)
Jon Krakauer führt den Leser drastisch vor Augen, welche Anstrengungen die Bergsteiger für die Besteigung des "Dachs der Welt" auf sich nehmen. Durch die Globalisierung und durch die moderne Wirtschaft, denken viele Leute Sie könnten sich alles mit Geld erkaufen, sei es Weltraumtourismus oder eben auf dem Mount Everest stehen zu können. Dieses Buch beweist das Gegenteil und hat mich beim Lesen immer wieder an meine eigenen Grenzen erinnert! Noch heute müssen Mount Everest Besteiger an der Leiche von Scott Fischer vorbei um den Gipfel zu erreichen. Die Geschichte von Ihm und von vielen anderen Namen, die mit dem Mount Everest in Zusammenhang stehen, erzählt das Buch "in eisige Höhen".
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Berg würfelt nicht, er holt sich, wen er will, 9. Januar 2003
Von 
Peter-Thilo Hasler (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest (Taschenbuch)
Krakauers Buch beginnt wie eine klassische Tragödie, mit einem Personenverzeichnis. Detailliert wird zwischen Bergsteiger und Kunden unterschieden, ihr Verhältnis, bezieht man die Sherpas in die Zählung mit ein, liegt bei etwa 1:1. 65.000 Dollar, so erfährt der Leser später, waren 1996 für eine Gipfel-Permit von den sogenannten "Kunden" zu bezahlen, ohne dass diese bergsteigerische Erfahrung im hochalpinen Bereich nachweisen mussten. Zur Not wird der Kunde eben von seinem Sherpa mehr oder weniger hinaufgeschleppt, zumindest bis zur Todeszone ab etwa 8000 Metern, wo der Körper sich auch im Ruhezustand selbst verzehrt. Hier ist das Bankkonto allerdings nicht länger entscheidend, wer sich hierhin wagt, kann sich weder auf seinen Stand noch auf sein Vermögen berufen, sondern nur noch auf seine eigenen Fähigkeiten - und auf seinen Glücksengel! Zwar scheint es heute möglich zu sein, selbst mit begrenzten bergsteigerischen Erfahrungen, aber mit entsprechender Kondition, einem vermögenden Sponsor und einem Quentchen Glück beinahe jeden Berggipfel zu besteigen; im Falle eines Wetterumschwungs ist jedoch jeder schnell auf sich selbst gestellt und auch der weltbeste Bergführer, der unter Umständen mehrfach auf dem Gipfel des Everest gestanden war, kann am Berg zurückbleiben, vielleicht nur wenige Meter vom rettenden Lager entfernt.
Ungewöhnlich für einen Bergsteiger-Roman, der vom Spannungsaufbau mehr als jedes andere Genre lebt, nimmt Krakauer das Ende seines Dramas vorweg. Er steht auf dem Gipfel des Mount Everest. Während er mit einem Fuß in Tibet und mit dem anderen in Nepal steht und seine Sauerstoffmaske vom Eis befreit, vermittelt Krakauer ein Gefühl des Unbehagens. Das Gefühl trügt nicht, rasch zieht eine Schlechtwetterfront auf, und die professionell vorbereitete Expedition gerät zum Tohuwabohu. Plötzlich ist jeder Kunde sich selbst der nächste - sie haben schließlich für den Gipfel eine Stange Geld hingelegt - die bei Bergsteigern übliche Kameradschaft mag sich allenfalls bei den Bergführern einstellen: Einer der zum damaligen Zeitpunkt besten Bergsteiger der Welt, Rob Hall, bleibt am Südgipfel bei einem zahlenden Kunden zurück. Doch Krakauer findet auch hier Ausnahmen von der Regel und er ist Journalist genug, um Namen zu nennen. Insbesondere auf den Russen Anatoli Boukreev hat er es abgesehen, ob zu Recht oder zu Unrecht vermag keiner mehr mit Sicherheit entscheiden, zumal Boukreev wenige Monate später selbst Opfer einer Lawine geworden ist. Vorher hat er sich jedenfalls noch seine Sicht der Dinge in einer bemerkenswerten Replik ("Der Gipfel. Anwort am Mount Everest") vom Leib geschrieben.
Bergsteigen ist heute nicht mehr nur eine sportliche Betätigung, ein Messen mit den Bergen, die man besteigt, weil sie, wie George L. Mallory es einmal formulierte, eben da sind, sondern es ist ein höchst kommerzialisiertes Vergnügen, bei dem, wie am Mount Everest, auch mehrere Organisationen zueinander im Wettbewerb stehen. Infolgedessen ist es kein Wunder, dass die Entscheidungen der Bergführer zunehmend auch Entscheidungen von Geschäftsmännern sind. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen macht Krakauer mehr als deutlich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packend und unübertroffen, 14. November 2008
Rezension bezieht sich auf: In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest (Taschenbuch)
Das Buch, mit dem sich Jon Krakauer fest in die Klassikerlisten der Bergsteigerliteratur verankert hat. Ursprünglich für einen Bericht über den Massentourismus am Mount Everest angereist, erlebt Krakauer ein Drama am höchsten Berg der Welt mit, das er in diesem berührenden und zugleich packenden Buch schildert.
Zwölf Bergsteiger kommen in den Wänden und Stürmen des 8000ers ums Leben; die eigentliche Leistungs von Krakauers Werk ist jedoch die enthüllende Darstellung des schonungslosen und aberwitzigen Tourismus: Fanatisch und ohne Achtung lassen sich westliche Touristen gewissermaßen auf den Berg heben. Der Weg ist nicht das Ziel.
Ein Klassiker der Bergsteigerliteratur - sechs Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Menschliche Hybris, 2. Januar 2005
Von 
Daniel Fischer "dannyfischer2" (Detmold) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest (Taschenbuch)
Was bewegt einen Menschen, wochenlange Entbehrungen auf sich zu nehmen, sein Leben zu riskieren, nur um einen Moment seines Lebens auf dem höchstens Berg der Welt zu stehen? Trotz High Tech Materialien, einem riesigen Tross an Sherpas und Bergführern kommt es zu der Katasthrophe am Everest... Krakauer beschreibt den Hergang der Ereignisse, ohne unnötige Spannung aufzubauen, denn das Ergebnis nimmt er zu Anfang schon vorweg.. Trotzdem ist es schwer nachzuvollziehen, woher der Mensch die Kraft nimmt, seine Grenzen sehr lange zu überschreiten, um diesen einen Augenblick zu erleben... Faszinierend und doch auch erschreckend...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch läßt einen nicht los...!, 3. August 2008
Rezension bezieht sich auf: In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest (Taschenbuch)
Nachdem mir vor kurzem ein älteres GEO-Magazin aus dem Jahre 1998 mit Auszügen aus der hier in diesem Buch bis ins Detail geschilderten Tragödie am Everest in die Hände fiel, habe ich Jon Krakauers Bestseller in für mich absoluter Rekordzeit von 4 Tagen durchgelesen. Das sagt eigentlich alles. Faszinierend wie Krakauer es versteht, einem das Thema näherzubringen. Schonungslos, offen und kritisch sich selbst gegenüber beschreibt er den tragischen Verlauf dieser Everest-Besteigung, die er im Auftrag des US-Magazins "Outside" absolvierte. Obwohl es sich logischerweise um eine reine Dokumentation handelt, die fast gänzlich ohne Dialoge auskommt, ist es nicht möglich, das Buch aus der Hand zu legen. Die Problematik des kommerziellen Bergsteigens am Everest sowie die damit einhergehenden Umweltprobleme werden ebenso thematisiert wie historische Details der Erstbesteigung. Auch physische Aspekte des Höhenbergsteigens werden auch für absolute Laien anschaulich, packend und detailliert dargestellt.
Dabei behält der Stil auch bei Schilderung der Katastrophe immer Würde und Mitgefühl für alle Beteiligten. Besonders imponierend fand ich den Epilog in dem Jon Krakauer nochmal auf den Konflikt mit Anatoli Bukrejev, einem der Bergführer aus dem Konkurrenz-Team eingeht.
Ich kann das Buch jedenfalls uneingeschränkt empfehlen. Wer eine wirklich ergreifende Dokumentation lesen möchte, die einen wirklich packt, muß nicht länger suchen. Ich habe jedenfalls jede freie Minute für die Lektüre dieses faszinierenden Bestsellers genutzt und das kommt bei mir wirklich nicht oft vor. Bestnote!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, Informativ, Faszinierend, 19. September 2007
Rezension bezieht sich auf: In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest (Taschenbuch)
Was soll man zu dem Buch eigentlich noch sagen? Krakauer beschreibt eine verhängnisvolle Everest-Expedition an der er beteiligt war.
Eigentlich hatte er den Auftrag über die Kommerzialisierung des Bergsteigens einen Artikel zu schreiben. Deshalb wurde er Mitglied einer Expedition, die den Everest besteigen wollte. Zur gleichen Zeit befanden sich mehrere Teams im Basislager des Everest, die nur auf gutes Wetter warteten, um den Gipfel zu erstürmen. Die Mitglieder der Teams von Rob Hall und Scott Fisher zahlten Geld damit sie auf den Everest "gebracht" werden.
Krakauer war Mitglied in Rob Halls Team. Beide Teams brachen etwa zur gleichen Zeit bei guten Wetterbedingungen auf. Obwohl beim Aufstieg zu erahnen war, daß das Wetter umschlagen könnte, wurde nicht umgekehrt und mit teilweise völlig untrainierten und unqualifizierten Touries am Aufstieg festgehalten. So nahm das Unglück seinen Lauf...
Jon Krakauer schafft es in einem tollen Erzählstil die Geschehnisse, die sich damals am Everest zugetragen haben, aus seinem Blickwinkel darzustellen und führt allen vor Augen, daß es gefährlich ist den Everest zu besteigen. Und dies gilt auch für gut vorbereitete Bergsteiger. Von den Touries wollen wir gar nicht reden. Es wird auch deutlich, daß an Bergen wie dem Everest jeder für sich selbst verantwortlich ist und man keinen Bergführer für Unfälle verantwortlich machen kann. Jeder muß selbst entscheiden.
Super Buch, das eigentlich jeder mal lesen muß...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dramatischer Bericht über den Wahnsinn, 12. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: In eisige Höhen (Gebundene Ausgabe)
Dieser beeindruckende Bericht Krakauers rückte das Extrembergsteigen in ein neues, dunkleres Licht. In dokumentarischer Form wird hier von einem scheinbar lohnenswerten Abenteuer erzählt, das von der menschlichen Geld- und Profitgier in den Abgrund gezogen wurde. Hat man sich erst eingelesen, verfolgt man aus sicherem Abstand ein Drama, bei dem die Fehler so offensichtlich erscheinen, aber dennoch gemacht wurden. Und zwar von den erfahrensten Bergleuten, die man sich wünschen kann. Es hat den Anschein, daß in diesen Höhen jeglicher Verstand gedrosselt wird, bis hin zu einem gefährlichen Maß. Da Krakauer kein Schriftsteller ist, bemerkt man schnell das niedrige Schreibniveau, was allerdings der Dramatik keinen Abbruch tut. Auch wird dem Leser immer wieder vor Augen gehalten, daß es sich um einen Tatsachenbericht handelt und allein dieser Fakt macht diese Geschichte zu einem mächtigen Werkzeug um dem Wahnsinn auf den Bergen die Schranken aufzuweisen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewundernswerte Recherchearbeit & hervorragende Dokumentation eines realen Dramas, 20. August 2011
Rezension bezieht sich auf: In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest (Taschenbuch)
Als Mitglied einer 22-köpfigen Expedition begibt sich der Journalist und Bergsteiger Jon Krakauer ins Himalaya-Gebirge, um den höchsten Berg der Welt zu besteigen - und vorrangig, um kritisch über dessen Kommerzialisierung zu berichten. Denn, wie der mit der Materie eventuell nicht vertraute Leser schon recht bald erfährt: längt geht es am Everest nicht mehr nur um alpine Leistungen, sondern ums Abkassieren. Sportive Hobby-Bergsteiger und erfahrene Proffessionalisten müssen teilweise fünfstellige Summen hinlegen, um überhaupt die Erlaubnis zu erhalten, Richtung Gipfel ziehen zu dürfen. Tibet und Nepal bessern hiermit ihr Budget auf, und zahlreiche Expeditionsleiter haben das Führen von vermeintlichen Gipfeltürmern zu ihrem Business gemacht. Dass es oben am Everest wirklich nicht sehr einsam ist, kann man sich bereits denken, wenn man allein die Liste der zahlreichen Namen überfliegt, die Krakauer bereits zu Beginn des Buches hat abdrucken lassen - mit dem Zusatz, dass sie namentlich nicht einmal volltändig ist.

Dass diese Everest-Besteigung in einer Tragödie endete, in der zahlreiche Menschen ihr Leben verloren, ist bereits vor dem Lesen dieses Buches bekannt. Trotzdem ist der Spannungsfaden von Anfang an da und reißt auch gegen Ende hin nicht ab - Krakauer, der Journalist, versteht sein Handwerk und stellt damit Bücher wie STURZ INS LEERE von Joe Simpson, das ich zuvor gelesen habe, absolut in den Schatten.

Nach Lesen dieses Buches blieb für mich die große Frage: warum tut man sich überhaupt so eine Tour an? Und weitere Fragen drängten sich auf. Es ist ja nicht das erste Buch, dass von einer Berg-Katastrophe berichtet. Warum gibt es Menschen, die sich dieses Risikos überhaupt nicht bewusst sind? Krakauer gibt selbst zu, dass er sich des immensen Risikos nicht bewusst war... Warum lässt man jeden x-beliebigen in diese Höhen klettern, nur weil er über 60.000 Euro dafür hinblättern kann?

Aus diesen Fragen heraus erschienen mir die gegenseitigen Schuldzuweisungen und der zwischen Boukreev und Krakauer entsprannte Streit nach Erscheinen des Buches wie ein trauriges, albernes Theater. Um andere Positionen gegenüber Krakauers Darstellung der Ereignisse einzuholen, habe ich im Internet recherchiert und mehr darüber gelesen. Und bleibe dabei: wer wann was getan oder nicht getan hat oder hätte tun solln, in über 7000 Meter Höhe, bei schlimmsten Minusgraden und einem Wind, der fast die Zelte wegreißt - was spielt das schon für eine Rolle? Jeder war irgenwie mit Überleben beschätigt, eine waren fitter als andere, aber letztendlich hätte jeder Teilnehmer wissen müssen, auf WAS er sich da einlässt. Wirklich leid tun mir die Angehörigen der Opfer, die teilweise schon zu deren Lebzeiten nur die zweite Rolle im Leben der später Verunglückten spielten, da auf Platz 1 immer die Leidenschft für die Berge war. Dass Sandy Hill Pittmann über ihre Darstellung in Krakauers Buch nicht begeistert it, kann ich nachvollziehen. Sollte er jedoch wirklich nur Tatsachen berichten, wovon ich ausgehe, muss siesich damit abfinden. Es hat schon etwas Makaberes, wenn sich jdm. 40 kg Delikatessen über das Basislager hinaus schleppen lässt, während der Rest der Mannschaft mit der gewöhnlichen Kost zufrieden ist, um nur ein Beispiel ihrer Extravaganzen zu nennen.

Fazit: Dieses Buch spiegelt NATÜRLICH die Sicht des Autors wieder, weshalb es bei weiterem Ineresse an dieser Tragödie nicht schadet, andere Perspektivn kennen zu lernen, aber es ist gleichzeitig eine wertvolle Dokumentation und basiert auf bewundernswerter Recherchearbeit. Allein die diversen Namen und Familienhintergründe in Erfahrung zu bringen, muss hunderte Telefonate und viele Stunden Zeit gekostet haben. Journalistisch eine EINS PLUS.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Buch, 16. März 2008
Rezension bezieht sich auf: In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest (Taschenbuch)
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich ein Buch in so kurzer Zeit durchgelesen habe. Ich glaube, dass dies gleichermaßen an der interessanten Geschichte als auch an dem Schreibstil von Krakauer lag. Allein einige floskelhafte Passagen zum Ende trüben meinen sehr guten Gesamteindruck.

Die negativen Kritiken kann ich in großen Teilen nicht nachvollziehen:

-1. Krakauer erdreist sich, die Beteiligten (sich selbst eingeschlossen!) und deren (Fehl-)Verhalten zu beurteilen:
Finde ich sehr gut. Wie erbärmlich und langweilig wäre denn globalgalaktisches BlaBla im Stil von: "Niemand konnte etwas dafür... Naturgewalten...allgemeine Berggefahr..." Stattdessen urteilt er. Dass dies aus seiner persönlichen Perpektive passiert, ist selbstversätndlich und sollte beim Lesen natürlich im Hinterkopf behalten werden.

- 2. Boukreevs Darstellung ist näher an den Tatsachen:
Interessant wie Leser dies von der heimischen Couch aus einschätzen können. Boukreev war einer der bezahlten Bergführer, welche die zahlende Kundschaft sicher auf den Gipfel und wieder runter bringen sollten. Krakauer kritisiert ihn hart, da er offensichtlich ohne Atemgerät auf den Gipfel ging, was seine Einsatzfähigkeit stark eingeschränkt hat. Zudem hat sich Boukreev abgeseilt als seine "Schäfchen" noch auf dem Berg waren. Die Kritik und die Argumente von Krakauer erscheinen mir einleuchtend. Die spätere "Heldentat" von Boukreev zudem durchaus gebührend gewürdigt.

- 3. Krakauer hält sich zu lange mit technischen Details des Bergsteigens auf:
Klare Geschmacksache. Ich fand es interessant, zu erfahren was für eine Logistik hinter einer Everest-Besteigung steckt. Auch die Infos rund um den Bergtourismus passen gut in den Kontext.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr spannendes Buch, doch Krakauer ist sehr überheblich, 7. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch verschlungen, es wird sehr spannend erzählt und bleibt es auch bis zum Schluß. Die Tragödie wird sehr genau beschrieben, erklärt aber auch alles gut verständlich für einen Nichtbergsteiger!
Doch Jon Krakauer finde ich sehr überheblich, habe auch den Gipfel gelesen, von dem russischen Bergführer, den Jon Krakauer sehr angreift!
Man sollte sich den Gipfel gleich mitbestellen und als 2. Buch lesen, denn so bekommt man sämtliche Informationen aus 2 verschiedenen Sichtweisen!
Ein sehr gutes Buch, doch nur vier Sterne, wegen Krakauers Arroganz!
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In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest
In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest von Jon Krakauer (Taschenbuch - 1. April 2000)
EUR 10,99
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