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Alles Leben ist Problemlösen: Über Erkenntnis, Geschichte und Politik
Format: TaschenbuchÄndern
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. August 2010
Lesen! Sicher gibt es viele Werke von Popper die lesenswert sind, aber dieses ist sicher ein guter Einstieg. Der Aha Effekt tritt schon sehr bald ein. Wer Lust hat seine Gedankenwelt etwas zu ordnen, dem empfehle ich das Buch sehr.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Januar 2010
Karl R. Popper gilt als Begründer der Falsifikationstheorie in den Wissenschaften, wonach sich eine Theorie nur solange als wahr erweist bis sie falsifiziert wird, d.h. bis sie von einer "wahreren, richtigeren" Theorie widerlegt wird. Ein Beispiel hierfür wäre die Ablösung des ptolemäischen Weltbildes durch das kopernikanische Weltbild.
Popper gehörte im Allgemeinen keiner Philosophenschule an, auch wenn viele ihn dem Wiener Kreis zuordnen. Er gilt als Begründer des kritischen Rationalismus, den. Popper als Lebenseinstellung beschreibt die "zugibt, dass ich mich irren kann, dass du recht haben kannst und dass wir zusammen vielleicht der Wahrheit auf die Spur kommen werden". Popper war ein Philosoph der sich mit der Gesellschaft beschäftigte, wie aus seinem Hauptwerk "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" ersichtlich ist, weiter mit Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie und Sprache (Nähe zu Wittgenstein).
"Alles Leben ist Problemlösen" ist eher ein populärwissenschaftliches Buch, dessen Inhalt allgemein und leicht verständlich präsentiert wird.
Er teilt das Buch in zwei Hauptkapiteln ein:
I. Fragen der Naturerkenntnis - II. Gedanken über Geschichte und Politik.
Im ersten Teil wird u.a. über das "Subjektive" und "Objektive" unter Berücksichtigung der korrekten Anwendung von Sprache nachgedacht. Ein ganzes Kapitel beschäftigt sich mit der Gründung 3 Weltebenen: In Welt 1 findet man alle physischen Dinge, in Welt 2 sind subjektive Denkvorgänge zu finden, in Welt 3 sind subjektive Sätze oder objektive Denkinhalte zu finden. Popper beschäftigt sich weiter mit dem Begriff "Wissenschaft" was sie ist und was sie sein sollte.
Im zweiten Teil geht er näher auf Begriffe wie "Demokratie" und "platonischer Staatsauffassung" ein. Er stellt sich die Frage wer herrschen soll. Laut Platon sollte der Weiseste, der "Philosoph" herrschen, laut Sokrates aber gibt es den "Weisesten" im Grunde genommen nicht, weil ein wirklich "Weiser" von sich nicht behaupten würde "Weise" zu sein.
Demokratie bedeutet für Popper nicht Volksherrschaft sondern Verhinderung von Diktatur. Gut gemeinte Handlungen wirken sich in einem Gebiet gut, in einem anderen schlecht aus, wie chemische Erfindungen die gegen Moskitos und andere Insekten als Prävention für viele Krankheiten eingesetzt wurden, die aber gleichzeitig zum Verhungern vieler Singvögel beigetragen haben.
Popper beschäftigt sich mit Marxismus, Diktatur, 1. und 2. Weltkrieg, Hitler, Parteien und kommt zu dem Schluss, dass die Links-Rechts-Polarisierung am besten beseitigt wird indem der Mensch mehr Freiheit durch Kontrolle der Verantwortlichkeit erlangen sollte. Und dies wiederum ist nur möglich, wenn Gesellschaft und Individuum bereit sind nach gewaltlosen, friedlichen Lösungen von Problemen zu suchen.
Insgesamt kann man sagen, dass in diesem Buch die wichtigsten Gedankenkonstrukte der Philosophie Poppers zu finden sind.

Ein paar Sätze aus dem Buch, die mir gefallen haben:

Es ist sehr wichtig, sich darüber klar zu werden, was für ein ungeheurer Unterschied besteht zwischen einem bloß subjektiv oder privat gedachten oder für wahr gehaltenen Gedanken, einem dispositionellen psychologischen Gebilde, und demselben Gedanken, der sprachlich (oder vielleicht sogar schriftlich) formuliert ist und somit der öffentlichen Diskussion unterbreitet werden kann. Meine These ist, dass es ein ungemein wichtiger Schritt ist, ein Schritt über einem Abgrund sozusagen, der von meinem unausgesprochenen Gedanken: "Heute wird es regnen" zu demselben, aber ausgesprochenen Satz "Heute wird es regnen" führt.

Es kann keine Geschichte "Der Vergangenheit" geben, wie sie tatsächlich gewesen ist. Es kann nur historische Interpretationen geben, und von diesen ist keine endgültig; und jede Generation hat das Recht, sich ihre eigenen Interpretationen zu schaffen. Aber sie hat nicht nur ein Recht dazu, sondern fast auch eine Pflicht; denn hier ist wirklich ein dringendes Bedürfnis zu erfüllen.

Denn die Geschichte der Machtpolitik ist nichts anderes als die Geschichte der nationalen und internationalen Verbrechen und Massenmode (einige Versuche zu ihrer Unterdrückung eingeschlossen). Diese Geschichte wird in der Schule gelehrt, und einige der größten Verbrecher werden als ihre Helden gefeiert.

Das Leben des vergessenen, des unbekannten individuellen Menschen: seine Sorgen, seine Freuden, seine Leiden und sein Tod ' sie sind der wirkliche Gehalt der menschlichen Erfahrung durch alle Zeiten.

Wir selbst wie auch unsere Sprache sind im großen und ganzen eher emotional als rational; wir können aber versuchen, etwas rationaler zu werden, und wir können uns darin üben, unsere Sprache nicht als ein Ausdrucksmittel (wie unsere romantischen Erziehungstheoretiker sagen würden), sondern als Mittel der rationalen Verständigung zu verwenden. Die Geschichte selbst - ich meine hier natürlich die Geschichte der Machtpolitik und nicht die nicht-existierende Geschichte der Entwicklung der Menschheit - hat weder ein Ziel noch einen Sinn; aber wir können uns entschließen, ihr beides zu geben. Wir können sie zum Kampf für die offene Gesellschaft und ihre Feinde machen, und wir können sie dementsprechend interpretieren. Schließlich lässt sich dasselbe auch über den "Sinn des Lebens" sagen. An uns liegt es zu entscheiden, was der Zweck unseres Lebens sein soll, und unsere Ziele zu bestimmen.

Wir müssen die Medien dazu bringen, die Wahrheit zu sehen und zu sagen. Und wir müssen sie auch dazu bringen, ihre eigenen Gefahren zu sehen und, wie alle gesunden Institutionen, Selbstkritik zu entwickeln und sich selbst zu warnen. Es ist eine neue Aufgabe für sie. Der Schaden, den sie gegenwärtig anrichten, ist groß.

Die Zukunft ist weit offen. Sie hängt von uns ab; von uns allen. Sie hängt davon ab, was wir und viele andere Menschen tun und tun werden; heute und morgen und übermorgen. Und was wir tun und tun werden, das hängt wiederum von unserem Denken ab; und von unseren Wünschen, unseren Hoffnungen, unseren Befürchtungen. Es hängt davon ab, wie wir die Welt sehen; und wie wir die weit offenen Möglichkeiten der Zukunft beurteilen.
Das bedeutet für uns alle eine große Verantwortung. Und die Verantwortung wird noch größer, wenn wir uns der Wahrheit bewusst werden, dass wir nichts wissen; oder dass wir so wenig wissen, dass wir berechtigt sind, dieses Wenige als "nichts" zu bezeichnen. Denn es ist nicht im Vergleich zu dem, was wir alles wissen müssten, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die Geschichte endet mit dem heutigen Tag. Wir können aus ihr lernen; die Zukunft ist jedoch nie eine Verlängerung der Vergangenheit, auch keine Extrapolation. Die Zukunft existiert noch nicht; und eben darin liegt unsere große Verantwortung: dass wir die Zukunft beeinflussen, dass wir alles tun können, um sie zu einer besseren zu machen.

Keine Arbeit im Dienste der Forschung ist nutzlos; auch dann nicht, wenn sie mit grundfalschen Annahmen beginnt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 19. Februar 2013
Karl Popper (1902-1994) trat an, die wissenschaftstheoretischen Thesen der Neopositivisten des Wiener Kreises zu widerlegen. So ist für ihn die Methode der Verifikation kein Weg, sichere Erkenntnis zu gewinnen. Auch keine noch so häufige experimentelle Bestätigung einer Hypothese vermag auszuschließen, dass es nicht doch eine Widerlegung derselben gibt.

Vielmehr, so Popper, geschieht wissenschaftlicher Fortschritt dadurch, dass bestimmte Theorien durch Experimente widerlegt ("falsifiziert") werden, so dass sich in einem evolutionsartigen Selektionsprozess diejenigen Theorien durchsetzen, die "wahrheitsnäher" sind. Eine absolute Wahrheitserkenntnis ist dabei jedoch nicht möglich; alles Wissen hat letztlich provisorischen Charakter.

Analog verhält es sich mit der Methode der Induktion. Aus der Beobachtung von noch so vielen Einzelfällen lassen sich letztlich keine letztgültigen Gesetzmäßigkeiten erschließen. Demzufolge neigt Popper auch einer indeterministischen Position zu. Wohl aber ist die Deduktion ein gangbarer Weg der Falsifikation, denn erweist sich eine logisch zwingende Folgerung aus einer wissenschaftlichen Aussage als falsch, ist auch diese damit ungültig.

Wissenschaftliche Sätze können also letztlich nicht bewiesen, sondern nur widerlegt werden. Demzufolge, so Popper, kann das entscheidende Kriterium für die Wissenschaftlichkeit eines Satzes nur seine prinzipielle Falsifizierbarkeit sein. Wissenschaftler sollten deshalb versuchen, ihre Theorien experimentell gewissermassen auszusieben. Natürlich bedürfe es dazu zunächst auch kreativer hypothetischer Theorieentwürfe.

Poppers Ansatz soll rein methodologischer Natur sein; er möchte keine ontologischen bzw. metaphysischen oder antimetaphysischen Aussagen treffen. Selbst die Frage, ob es überhaupt "Naturgesetze" gibt, lässt er offen. Er wurde in philosophischen Kreisen vielfach und mit unterschiedlichen Argumenten kritisiert, insbesondere durch die relativistischen Positionen von Thomas Kuhn oder Paul Feyerabend. Letzterer zweifelte sogar den Nutzen eines Faches wie der Wissenschaftstheorie überhaupt an. Dennoch ist Popper wohl gegenwärtig der populärste Wissenschaftstheoretiker.

Fraglich ist, inwieweit gerade das vielgepriesene Falsifikationsprinzip tatsächlich praktiziert wird. Für den fachlichen Outsider macht es den Nachvollzug wissenschaftlicher Seriousität nicht eben einfacher. Induktivität bietet hier weit mehr Anhalspunkte zur Beurteilung. Falsifizierbar ist dagegen fast jede zumindest naturalistische Position bzw. Aussage.

Doch die Textauswahl des Buches beschränkt sich nicht nur auf den Themenkomplex Erkenntnistheorie bzw. Wissenschaftsphilosophie. In seinem Text zum Leib-Seele-Problem vertritt Popper eine Position jenseits des Körper-Geist-Dualismus und eines all zu simplen naturalistischen Reduktionismus. Er sieht die Welt dreidimensional: Welt 1 bezeichnet die physische Realität, Welt 2 die Welt der Wahrnehmung und des Bewusstseins, Welt 3 die Welt des Geistes und der Kultur. Welt drei muss man sich Welt 2 gegenüber ebenso emergent vorstellten, wie Welt 2 der Welt 1 gegenüber.

Besonders kritisiert wurde Poppers Versuch, seine Methode auch auf die Sozialwissenschaften zu übertragen. Dies geschah u. a. von Seiten der Kritischen Theorie im so genannten Positivismusstreit unter Hinweis auf den nicht-statischen, historisch bedingten Charakter alles gesellschaftlichen bzw. kulturellen Geschehens. Popper und Albert vertraten die Ansicht, dass das Anliegen einer fundamentalen Umgestaltung der Gesellschaft, wie es ihren Kontraenten Adorno und Habermas vor Augen stand, gefährlich sei. Vielmehr müsse es darum gehen, die jeweild im gesellschaftspolitischen Geschehen auftauchenden konkreten Probleme einer Lösung zuzuführen.

Im vorliegenden Buch nimmt sich Popper gesellschaftlichen bzw. politischen Themen in besonderer Weise an und hat hier ganz offensichtlich die Absicht, eine Art Vermächtnis zu hinterlassen. Er mahnt die Politik - zumal in Anbetracht der Existenz von Kernwaffen - ihre Verantwortung stärker wahrzunehmen. Er mahnt gesellschaftliche Entscheidungsträger überhaupt, Sinn und Ziel allen Fortschritts nicht aus den Augen zu verlieren. Es gehe um menschliche Vervollkommnung und um ein friedliches Miteinander in einer "offenen Gesellschaft", eine Vision, die er schon im Neuen Testament beschrieben sieht. Im Zusammenhang damit kritisiert Popper dialektische Geschichtstheorien, wie sie in der Folge von Hegel in ganz verschiedenen Ausprägungen entwickelt wurden, als zynisch. Leidverursachenden Entwicklungen kann keine Notwendigkeit für den evolutionären Fortschritt der Menschheit zuerkannt werden.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Oktober 2009
"Aber von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht der gefährlichste. Ein solcher Wunsch führt unvermeidlich zu dem Versuch, anderen Menschen unsere Ordnung und Werte aufzuzwingen, um ihnen so die Einsicht in Dinge zu verschaffen, die uns für ihr Glück am wichtigsten zu sein scheinen; also gleichsam zu dem Versuch ihre Seelen zu retten. Der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, produziert stets die Hölle." - Karl Popper

Ist es nicht genau das, was ein religiöse Fundamentalisten, politische Diktatoren und die kommunistischen und neoliberalen Propheten unserer Zeit gemeinsam haben? Die Schreckensherrscher und Chefideologen dieser Welt sind vor allem von einer Sache überzeugt: Dass ihre eigene Weltanschauung die einzig wahre und beste für alle Menschen auf der Welt ist.

Karl Popper hat mit seiner Philosophie des kritischen Rationalismus bereits Anfang des 2o. Jahrhunders messerscharf das utopische Denken kritisiert, das massiv Gewalt und Terror in der Welt verursacht hat und es weiterhin heraufbeschwört. Wenn Theorien zum Dogma erhoben werden und Heilserwartungen zu für alle Menschen gültigen Heilsversprechen werden, führt das fast zwangsläufig zu Terror und Krieg, was sich in der Geschichte immer wieder gezeigt hat. Beispiele für solche gescheiterten Utopien sind nicht nur Christentum und Islam in ihrer traditionellen Auslegung, sondern auch "politische Religionen" wie der Stalinismus und der Nationalsozialismus. Es gibt einige unverkennbare Parallelen bei allen utopischen Ideologien:

* "unfehlbare" Propheten, die behaupten, "absolute Wahrheiten" erkannt zu haben
* "heilige" Schriften, die auf keinen Fall kritisch hinterfragt werden dürfen
* Hierarchisch gegliederte "Priesterschaften", die "frohe Botschaften" verkünden
* "Ketzer", die es mutigerweise wagen, die Dogmen in Frage zu stellen
* "Inquisitoren", die diese Ketzer erbarmungslos verfolgen und ermorden

Aus diesen Beobachtungen können wir vielleicht schließen, dass es das unkritische und unaufgeklärte Denken ist, das religiösen und pseudo-religiösen Regimes eine Basis bietet. Wer mit Popper gelernt hat, dass der Himmel auf Erden nicht durch das Aufzwingen einer vermeindlich "absolut wahren" Heilslehre sein kann, wird darauf nicht mehr so einfach hereinfallen. Stattdessen müssen wir stets allem kritisch bleiben - auch unseren liebsten Theorien und unseren schönsten Zukunftsvisionen gegenüber!
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Juli 2004
Karl Popper beweist mit den in diesem Buch vorliegenden Schriften erneut, dass Philosophie - im Gegensatz zu den Werken mancher seiner Kollegen - nicht in der Aufstellung verschachtelter Gedankengänge bestehen muss, sondern klare und ebenso scharfsinnige Analysen in verständlicher Sprache herübergebracht einen weitaus höheren Effekt zu erzielen im Stande sind.
Besonders positiv fällt mir an diesem Buch seine Stellungnahme zu aktuellen politischen Themen wie Umweltschutz, Atomenergie oder sein Verhältnis zu Amerika auf.
Zu den meisten Fragen vertrifft Popper eine Haltung, die sich nicht an den herrschenden Mainstream anpasst
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. August 1999
Dieses Buch ist eines der letzten des großen österreichischen Philosophen Karl R. Popper. Er gibt in dieser Zusammenstellung von 16 Vorträgen nocb einmal sein Lebenswerk und die in seiner Philosophie wichtigen Themen dar. Dabei zeigt er sich noch klarer und deutlicher in der Sprache als in seinen übrigen Werken. Egal ob Popper über Naturerkenntnis, Geschicht oder Politik schreibt, man erhält immer den Eindruck von ihm als stets positiven alten, weisen Mann. Das Buch ist durch und durch lesenswert, die philosophischen Gedankengänge sind durchdacht und leicht nachvollziehbar. Damit kann ich das Buch nur allen weiterempfehlen
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am 16. Oktober 2008
Der Rezension von M. Thomas ist im Grunde nichts mehr hinzuzufügen.
Die morbide Selbstzerfleischungsnonkultur des Westens basiert auf nichts weiter als urteilsunbegründeten Meinen. Jedem Weltuntergangsvorhersager sei Poppers meiner Ansicht nach populär wichtigstes Werk dringend ans Herz gelegt.
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16 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. August 2009
Die Buchbeschreibung auf der Rückseite sagt, Popper habe an diesem Büchlein bis zum Ende seines Lebens gearbeitet - nun denn: Wenn das der Extrakt seines Lebenswerkes ist, wird Popper meines Erachtens maßlos überschätzt!

In erster Teil wird Poppers Methode der Falsifikation zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn beschrieben. Wer diese noch nicht kennt, dem wird mit dem Buch geholfen. Mehr braucht man dann aber auch nicht dazu wissen.

Die dann folgenden Passagen zur Demokratie, Freiheit und Frieden sind die Lektüre nicht wert. Wenn Popper schon andauernd Churchill zitiert, dann sollte man eben besser diesen lesen. Wenn Popper weiter andauernd auf sein Werk "Die freie Gesellschaft" verweist, sollte man gleichfalls besser dieses lesen. Haarsträubend wird es dann bei den erbärmlich ungenügend begründeten Forderungen Poppers nach "Krieg für den Frieden" und der Abtreibung von von Armut oder AIDS bedrohten Kindern in unterentwickelten Ländern. Gerade vor dem Hintergrund der ebenfalls recht häufig erwähnten Erfahrung der Familie Popper mit dem NS-Regime hätte ich Letzteres nicht von ihm erwartet.

Schade um das Geld und die Zeit...
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2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juli 2007
sehr gutes Buch eines Menschen, der wirklich Interesse an einer guten, humanen Welt hat, im Gegensatz zu den Mießmachern des Daseins.Die noch keinem Menschen geholfen haben und auch nicht Helfen wollten.
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