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am 18. November 2004
"Habsburgs verkaufte Töchter" bietet einen interessanten Einblick in das Leben von sechs Frauen, als Habsburgerinnen geboren, jung verheiratet und in der Geschichte vergessen wurden. Diese Frauen waren teils gepeinigt, teils diskriminiert, teils hochintelligent, teils hervorragende Regentinnen ... aber eines hatten sie alle gemeinsam: Sie wurden / werden gewaltig unterschätzt.
Thea Leitner hat hier kurze und doch ausführliche Biografien über folgende Habsburgerinnen verfasst:
Kunigunde, die aus rein politischen Vorteilen mit einem bayrischen Herzog veheiratet wurde, der keineswegs einer Kaiserstocher würdig war.
Margarethe, die dreimal verwitwet und kinderlos war; damit war ihr Schicksal als Frau eigentlich besiegelt, aber sie setzte sich mit Hilfe ihres Bruders in der Politik durch und regierte über Jahre auf eigene Faust die Niederlande. Margarethe entwickelte sich zu einem der besten Diplomaten, was sie nicht zuletzt ihrer hohen Intelligenz zu verdanken hatte.
Maria, die ihr Leben lang als "Mannsweib" galt und nach dem Tod ihres unfähigen, aber geliebten, Mannes, des Königs von Ungarn, die Zügel selbst in die Hand nahm und höchstpersönlich mit ihren Soldaten mitkämpfte.
Anna, die Mutter des geliebten, gefeierten und großartigen Königs von Frankreich, Ludwig XIV. Dass sie dem "Sonnenkönig" den Weg zu seiner erfolgreichen Herrschaft geebnet hat, unter widrigsten familiären und politischen Umständen, weiß fast niemand. Anna von Österreich war eine der stärksten und ehrgeizigsten Frauen, die hier behandelt werden.
Marie Karoline, eine Tochter Maria Theresias, die nach dem Tod ihrer beiden älteren Schwestern die dritte Verlobte und somit Frau Ferdinands von Neapel-Sizilien wurde. Ihm, einem hässlichen, grotesken Mann, der des Regierens nicht imstande war, gebar sie 18 Kinder und schaffte es trotz ihrer ständigen Schwangerschaften, die Zügel der Herrscherkutsche selbst in die Hand zu nehmen und allein gegen Napoleon anzukommen.
Leopoldine, Frau des brasilianischen Thronfolgers, die ihr Leben lang Diskriminierungen, Wutausbrüchhe ihres Mannes, Krankheiten und Schläge ertragen musste und schließlich im Alter von 29 Jahren im Kindsbett Erlösung fand.
Jede dieser Frauen wird von der Geburt bis zum Tod hin begleitet und man gewinnt Eindrücke, die man eigentlich nur Männern zutrauen würde.
Thea Leitner hat hier ein gelungenes Buch geschrieben, das für jedermann empfehlenswert ist.
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TOP 500 REZENSENTam 3. August 2013
"Selbst zwei Monate später war die Rohheit des portugiesischen Wunderarztes, der mich mit seinen lieben Händen abscheulich zerfleischte, zu spüren. Ich finde, hier ist es fast besser, wie die wilden Tiere im Walde sich seiner Last zu entledigen."

Diese Worte schrieb Maria Leopoldine von Österreich, durch die Heirat mit dem mutmaßlichen Schläger und Vergewaltiger Dom Pedro Kaiserin von Brasilien und Königin von Portugal, über die Geburt ihres ersten Kindes und ihre Behandlung durch den Chirurgen Dr. Picanco an eine ihrer Schwestern. Diese Worte sind es, die mehr als überzeugend verdeutlichen, wie machtlos viele selbst hochrangige Frauen im Laufe der Geschichte waren.

Im Falle Leopoldines entließ Dom Pedro den österreichischen Arzt seiner Gattin ebenso wie sämtliche ihrer aus ihrer Heimat nach Brasilien mitgereisten Vertrauten. Grund für die Entlassung des Arztes war, dass dieser der Kaiserin die Anweisung gegeben hatte, während der fortschreitenden Schwangerschaft nicht mehr auszureiten. Diesen vernünftigen Ratschlag betrachtete Dom Pedro offenbar als Affront, denn er entließ den Arzt und ersetzte ihn durch einen unfähigen Sadisten, der nicht einmal bemerkte, dass die Nachgeburt sich wochenlang nicht aus dem Uterus der jungen Frau gelöst hatte.

Zu sagen hatte die Kaiserin dazu nichts. Es stand ihr nicht zu, ihren eigenen Gynäkologen zu wählen. Es stand ihr nicht zu, die Erzieher ihrer Kinder zu wählen. Es stand ihr nicht zu, ihren Gemahl davon abzuhalten, sich immer neue jungfräuliche Mädchen im frühen Teenageralter, oft wehrlose Sklavinnen, ins Bett zu holen, ebenso wie es seinen Opfern nicht zustand, sich gegen die Vergewaltigungen durch den Kaiser zu wehren.

Ich habe mir diese Details aus Leopoldines Leben für meine Rezension herausgesucht, um zu verdeutlichen, worum es in diesem Buch geht. Natürlich beschreibt Thea Leitner zeithistorische Zusammenhänge und klärt über Verwandtschaftsverhältnisse auf, doch vor allem geht es ihr darum, dem Leser sechs weitgehend vergessene historische Erzherzoginnen, Königinnen und Kaiserinnen aus der Habsburgerdynastie aus dem 15. bis 19. Jahrhundert näherzubringen. Wie sie das tut, erinnert manchmal an die gehobene Boulevardpresse, denn sie erzählt von arrangierten, inzestuösen Hochzeiten und schwulen Ehemännern, von machtlosen Hausfrauen-Kaiserinnen und machtvollen, königlichen Kriegerinnen.

Bei den porträtierten Aristokratinnen handelt es sich um
*) Kunigunde von Österreich (1465 bis 1520), Gattin des bayerischen Herzogs Albrecht IV,
*) Margarete von Österreich (1480 bis 1530), durch mehrere Eheschließungen Fürstin von Asturien, später Herzogin von Savoyen schließlich Statthalterin der habsburgischen Niederlande,
*) Maria von Ungarn (1505 bis 1558), Prinzessin von Kastilien, Österreich und Burgund, durch Heirat Königin von Böhmen und Ungarn, Statthalterin der Spanischen Niederlande,
*) Anna von Spanien (auch Ana de Austria bzw. Anne d'Autriche genannt; 1601 bis 1666), spanisch-portugiesische Infantin und Erzherzogin von Österreich, durch Heirat Königin von Frankreich,
*) Maria Karolina von Österreich (1752 bis 1814), Erzherzogin von Österreich, durch Heirat Königin von Neapel-Sizilien sowie
*) Maria Leopoldine von Österreich (1797 bis 1826), Erzherzogin von Österreich, durch Heirat Kaiserin von Brasilien und Königin von Portugal.

Frau Leitner beschreibt Freud und Leid der Habsburgertöchter, schreibt über Mädchen, die die Männer, in die sie sich verliebten, nicht heiraten durften und stattdessen oft wie Vieh an grausame Scheusale und als Zuchtstuten an Jahrzehnte ältere Herrscher verschachert wurden. Sie beschreibt aber auch Frauen, die übermächtigen politischen Gegnern tapfer entgegentraten und bedeutende politische Rollen einnahmen und sich so ihren Platz in der (europäischen) Geschichte sicherten.

Den porträtierten Damen widmet sie pro Person rund 35 bis 50 Seiten und verschafft damit einen guten Überblick. Wer sich für die eine oder andere Dame besonders interessiert, kann natürlich nach ausführlicheren Biografien suchen, ich war jedenfalls froh, dieses Buch in einer Buchhandlung entdeckt und gekauft zu haben, da ich von den hier porträtierten Frauen bisher nur wenig gewusst habe.
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am 3. April 2001
Der Werbeslogan hat seiner Zeit gelautet, faszinierende, meist tragische Frauenbiographien. Das mit der Tragik verstehe ich bis heute nicht ganz. Abgesehen von der Kaiserin Leopoldine, vielleicht noch von der Königin Maria Karolina, konnte ich die übrigen Biographien nicht tragisch finden. Natürlich finden sich auch hier unglückliche Jahre und Schattenseiten, aber grundsätzlich handelt es sich um erfolgreiche, weitgehend aktive Frauen, selbst wenn ihnen von der eigenen Familie Beschränkungen auferlegt wurden. Dabei gibt es mir zu denken, dass die scheinbar unabhängigste der sechs Herrscherinnen auch die frühesten Lebensdaten hat (Kunigunde während ihrer Witwenzeit), das schlimmste Schicksal (Leopoldine), in die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts fällt. [Sollte sich die Situation der Frauen etwa seit dem (angeblich so rückschrittlichen) Mittelalter eindeutig verschlechtert haben?] Thea Leitner will keine profunde Historikerin sein, sie wendet sich in ihren Büchern an ein breites Publikum. Sie bietet daher einfache (vereinfachte) Lebensbeschreibungen an, in denen auch unterhaltsame Anekdoten nicht fehlen. Im Gegensatz zu anderen bellestristischen Historikern/innen ist sie aber keineswegs unkritisch. Ansatzweise regt sie zur Hinterfragung der Fakten an, auch wagt sie es traditionelle und weit verbreitete historische Urteile (oder Vorurteile) in Frage zu stellen. Doch in erster Linie will sie wohl unterhalten und vielleicht auch zur Weiterbeschäftigung mit ihrem Thema anregen. Dies gelingt ihr auf einem mehr als akzeptablen Niveau. Als ich das Buch vor einigen Jahren gelesen habe, war es gerade frisch erschienen. Zufall oder Folge: Aus heutiger Sicht darf ich anmerken, dass die von Leitner gegebene Anregung, sich einmal mit anderen Habsburgerinnen zu beschäftigen, Wirkung gezeigt hat. Inzwischen sind zwei Biographien zu den Statthalterinnen Margarete und Maria sowie zu Maria Karolina, der Königin von Neapel, erschienen. Und über die brasilische Kaiserin Leopoldine gibt es inzwischen einen Roman. Daher wäre es höchste Zeit, auch den beiden letzten Damen, der französischen Königin Anna und der Herzogin Kunigunde einmal eine umfassende Biographie zu widmen.
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am 21. September 2006
Ich mag Thea Leitners Bücher - allzu anspruchsvoll sind sie nicht, aber das ist auch nicht das Ziel der Autorin. Sie bietet kurze Überblicke über interessante, von der Geschichtsschreibung bisher vernachlässigte Figuren. Dabei hat sie den Mut, allgemein akzeptierte Ansichten - z. B. Maria Theresias angeblich so große Mutterliebe - in Frage zu stellen.

Besonders interessant, wenn auch tragisch, fand ich die Kapitel über Maria Karoline und Leopoldine. Es stimmt tatsächlich, daß die Frau mit den frühesten Lebensdaten - Kunigunde - die unabhängigste der dargestellten Frauen war. Phantastisch, daß sie ihre geplagte Tochter vom schrecklichen Ehemann zurückgefordert hat - damals sicher eine Seltenheit!
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am 10. August 1999
Thea Leitner bringt 6 vergessene Monarchinnen des Hauses Habsburg ans Licht und entreißt sie der Vergangenheit. Bekannt sind uns allen Marie-Antoniette und Maria-Theresia, das Haus Habsburg hatte aber wesentlich mehr Frauen die besonderes geschafft haben, teilweise sogar wesentlich mehr als diese beiden, die in aller Munde sind. Die Autorin schildert die Lebensgeschichten dieser 6 Frauen spannend, interessant und fesselnd. Gleichzeitig werden verwandschaftliche / politische / private Beziehungen geschildert. Man könnte auch sagen die Geschichte Europas verbunden mit 6 außergewöhnlich interessanten, gebildeten und energischen Frauen die Politik und (wenn auch teilweise nur über ihre Männer) Geschichte machten. Das Buch ist empfehlenswert und interessant, allerdings nichts für jene, die die üblichen Herz/Schmerz-Geschichten erwarten. Ein spannendes Sachbuch das gut zu lesen und fesselnd geschrieben ist.
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am 22. Februar 2003
Ich liebe die Bücher von Thea Leitner! Sie schreibt flüssig und sehr humorvoll. Ihre Bücher geben ein umfangreiches geschichtliches Bild ab. Außer dem befasst sie sich weitgehend mit Persönlichkeiten, die nicht allgemein bekannt aber trotzdem durchaus interessant waren. Ihre Kurzbiographien machen Lust auf umfangreichere Werke der behandelten Person und/oder Epoche! Ich habe fast aller Bücher von Thea Leitner und finde sie allesamt super!
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am 14. Juli 1999
Thea Leitner haben es die Rand- oder Nebenfiguren des großen Hauses Habsburg angetan. Und Stoff gibt es nun ja auch wahrlich genug, den man da behandeln kann, so groß wie die familie ist. Folglich ist eine Beschränkung auf nur ein paar wenige Gestalten notwendig, um nicht den Rahmen zu sprengen. In "Habsburgs verkaufte Töchter" beschäftigt sich Leitner mit den Opfern der Heiratspolitik des Hauses. Jedem dürfte der Spruch "Mögen andere Kriege führen, Du glückliches Österreich, heirate" sagen, wie es aber den verschacherten Damen dabei erging, das will die Autorin exemplarisch vorstellen. Sie verfolgt dabei die Leben von Vertreterinnen einer jeden Generation bis ins 19. Jahrhundert. Dabei tun sich manche interessante Aspekte auf und es tauchen auch immer wieder interessante Nebeneinsichten in bekannte Herrschergestalten Europas auf. Das macht das Buch um so interessanter. Dazu kommt der leicht lesbare und flüssige Stil Leitners hinzu, der das Buch zu einer soliden historischen Lektüre macht, die Lust auf mehr macht, denn umfassend sind die Porträts keinesfalls, aber diesen Anspruch erhebt Leitner auch gar nicht erst. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 30. Mai 2008
Ich besitze sowohl "Habsburgs Verkaufte Töchter" als auch "H. Goldene Bräute". Die Bücher zeichnen sich durch gute Lesbarkeit aus, sind kurzweilig und ínteressant geschrieben. Leider finden sich in dem Buch auch Passagen, die wohl eher der Fantasie der Autorin entsprungen sind , z.B. dass Margarethe am französischen Hof der "bewunderte Mittelpunkt" war. Außerdem werden in Leitners Büchern historische Figuren oft schwarz-weiß dargestellt.
Für Habsburg-Neueinsteiger trotz allem ein sehr gutes Buch, das man immer wieder lesen kann!
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am 17. Mai 2009
Ich habe schon mehrere Bücher von Thea Leitner gelesen und auch dieses hier. Es ist sehr gut und vor allem interessant geschrieben. Die Schicksale der Frauen und auch die politischen Zusammenhänge werden sehr gut erklärt. Das einzige was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein kleiner Stammbaum zur jeweiligen Person um die Beziehungen zu anderen Verwandten besser zu erkennen.
Im großen und ganzen aber ein tolles Buch. Jedem zu empfehlen der sich ein bischen für Geschichte interessiert!
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am 6. Januar 2014
eine Pflicht-Quelle zum Verständnis der heutigen Macht-Konstellationen in Europa und deren ehemaligen Kolonien. Die Literatur war mir sehr hilfreich in der heute noch von Habsburger Tradition geprägten Region Tirol/Innsbruck.
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