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Kundenrezensionen

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am 16. April 2001
Sten Nadolny schildert in seinem Buch nicht nur die Geschichte des türkischen Einwanderers Selim und die des jungen Deutschen Alexander, sondern vermittelt auch ein Bild der BRD von den 60er bis zu den 80er Jahren. Dabei verfolgt Nadolny einen ganz eigenen Standpunkt, der z.B. die Geschehnisse von 1968 in einem anderen Licht erscheinen lässt als man das normalerweise gewohnt ist. Nadolny versteht es so gut, sich in seine Charaktere hineinzuversetzen und ihren Gefühlszustand mal ernst mal lustig und ironisch zu schildern, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen kann. Ganz wunderbar beschreibt Nadolny u.a. die Ankunft türkischer Gastarbeiter in Deutschland. Man kann dabei herzlich lachen und mitfühlen, bekommt aber auch gleichzeitig ein Bild der BRD aus anderer Perspektive vermittelt. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen!
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am 19. November 2011
Mich hat das Buch sehr bewegt und unterhalten als ich es vor einigen Jahren gelesen habe. Für mich erzählt es vor allem die Geschichte eines gebildeten, überreflektierten Mannes, der erzählen und reden lernen will (und vermarkten) und eines Talents, eines türkischen Mannes, der erzählen und reden KANN. Dies alles vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Bundesrepublik. Dabei wird Nadolny nie grundsätzlich oder symbolisch (jedenfalls nicht bewusst und offensichtlich), sondern erzählt packend und emotional.
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am 14. Januar 2007
Ein sehr langatmiges Buch, das von den 60er Jahren bis in die 90er den Lebensweg der Hauptperson Alexander schildert. Das ganze wechselt von Tagebucheintragungen bis zu der erzählten Geschichte, über die in den Tagebüchern wiederum als Roman geschrieben wird, den unsere Hauptperson schreiben will. Diese Schreibform hat durchaus etwas erfrischendes, weckt das Gefühl, als hätte der Autor hier selbst mitgespielt, und gleichzeitig als wäre dieser Alexander sehr lebendig, ehrlich, wie er da schreibt. Inwiefern sich der Autor hier selbst mit seiner Hauptperson identifizieren kann, interessant wäre es, wenn auch nicht unbedingt wichtig, man stellt sich diese Frage bei diesem Roman jedenfalls leicht aufgrund der Art wie es geschrieben ist.

Inhaltlich wird zum einen das Leben, die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland in genannter Zeitspanne geschildert. Hier erzeugt das Buch eine durchaus gelungene Atmosphäre, allerdings ist der Blickwinkel nicht sehr allgemein gehalten, eher immer aus Sicht der jeweiligen Personen der Handlung, hier natürlich auch aus der der Türken.

Zum anderen werden Gedanken über die Rede, über das Erzählen an sich, über Diskussionen, über politisches Erörtern geformt, treiben durch das ganze Buch dahin, berühren hier und da philosophische Grenzen, um sich schliesslich auch in einfachen Lebensweisheiten wiederzufinden.

Zum dritten wird am Schluss des Romans die Türkei in den Mittelpunkt gerückt. Und die Türken. Hier wird die Atmosphäre gleich noch besser, diesen Schluss habe ich sehr genossen, und gegenwärtig ist die Türkei durch Orhan Pamuk als Literaturnobelpreisträger wieder brandaktuell, und dadurch auch eventuell dieses Buch hier von Sten Nadolny.

Dennoch hat es neben seiner Langatmigkeit auch andere Schwächen. An den im Buch erwähnten Spruch "Man soll eine gute Geschichte nicht durch die Wahrheit verderben" wird sich scheinbar mit Absicht nicht gehalten, was zwar eine gute weil gewagte Idee ist, aber den Leser doch irgendwie ein bisschen enttäuscht zurücklässt. Die Ideen der Hauptperson wandeln sich durch seine launige Art fast zu extrem, zu sehr ein hin und her bei dem man die Richtungen manchmal nicht deutlich ausmachen kann.

Fazit: Trotz kleiner Schwächen ist dieses Buch sehr lesenswert, vor allem für Leute die dieser Generation angehören (ich selbst bin ein zwei Generationen jünger, dennoch war die Atmosphäre auch für mich noch gut fühlbar). Zudem ist wie erwähnt die Türkei ein aktuelles Thema, auch wenn hier die in Deutschland lebenden Türken eher im Mittelpunkt stehen und nicht die Türkei selbst. Eine schöne Beschreibung Istanbuls findet sich dennoch.
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am 1. November 2010
Die zeitverschobene Erzählungsform hat zu Anfang Neugier geschoffen, obwohl es auch schon recht langatmig daherkam.
Die Auflösung der verwobenen Lebensgeschichten ist letztendlich sehr durcheinander.
Man lernt und hört etwas von der Dramatik der ersten Gastarbeiter und deren biografischer Hintergründe. Wer es noch nicht wusste, kann hier eine Menge Vorurteile revidieren. Nach den Schilderungen des Türkei-Aufenthalts geht es mit den Vorurteilen aber eher voran.
Die Botschaft der Erzähl- und Darstellungskunst und der Rhetorik erschließt sich mir nicht so wirklich schlüssig. Die Analogien zum geborenen Erzähler/Lügner Selim und den erfolgreichen Seminaren des eher (im Selbstbild) unbegabten Alexander ist irgendwo mühsam. Mühsam zu lesen und zu verstehen.
Also: Ich fand das Buch nicht gut.

Nachdem ich von Sten Nadolny "DIE ENTDECKUNG DER LANGSAMKEIT" gelesen hatte, war meine Erwartung sehr sehr viel höher.
Dueses Buch war wirklich gut!
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am 5. Oktober 2013
Habe dieses Buch "Selim odr Die Gabe der Rede" für meine Bekannte zum Geburtstag gekauft, da sie schon mehrere Bücher von Sten Nadoly gelesen und sie für sehr gut empfunden hat.
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am 17. August 2013
Habe ich verschenkt und weiß leider nicht, wie es gefällt. Werde es mir ausleihen und evtl. rezensieren. Bis dahin Maren Gruner
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am 18. August 2009
Stan Nadolny hat mit diesem Buch ein wirklich grosses Werk geschrieben. Wer "Entdeckung der Langsamkeit" mochte, wird Selim lieben.
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am 6. Juni 2011
Das Buch ist ambitioniert angelegt : Nadolny versucht hier einen Gesellschaftroman von der frühen Bundesrepublik über 68ff bis zur Wende mit einer Darstellung der Migration sowie Reflexionen über die Natur der Rede und komuminkation überhaupt zu verbinden.
Entsprechend anspruchsvoll ist auch die Form : Die Erzählung der Handlung wird regelmässig aus der Rückschau von Tagebucheinträgen der Hauptfigur und Reflexionen über Rhetorik unterbrochen.
Das ergebnis ist solala, weniger wäre mehr gewesen. Die zeitgeschichtliche Darstellung bleibt auch in den Charakteren blass, die Darstellung der türkischen Einwanderung ist politisch korrekt auf 80ziger-Jahre-Niveau : Einwanderer sind edel, hilfreich und gut sowie spontan, schlitzohrig usw, dagegen sind nur doofe stumpfe Nazis.
Ein gewisses Mass an Interesse für die Handlung bleibt erhalten, weil Nadolny ein guter Erzähler ist, daher noch 1 Stern.
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