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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt
Wenitschka Jerofejew, ein verzweifelter heruntergekommener russischer (sowjetischer) Trinker, ist mit dem Zug auf dem Weg nach Petuschki - dem letzten Ort, an dem noch jemand auf ihn wartet. Begleitet am Anfang vom unbarmherzigen Kater, später vom schweren Alkoholrausch und immer von der Angst, am Ende doch wieder nüchtern zu werden - „Wenn das Herz aus...
Am 4. Juni 2001 veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Nicht gut erzählt, nur vorgelesen
Vor Publikum vorgelesen, manchmal holprig ob der russischen Namen. Nicht immer authentisch wirkt die Sprechweise/Betonung/Stimme, die weder zum Protagonisten noch zu den Handlungen passen wollen. Die polnische Hörfassung im Vergleich lässt einen tatsächlich den Säufer erzählen hören. Lieber lesen. Oder Polnisch lernen.
Vor 6 Monaten von Nico Thom veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt, 4. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
Wenitschka Jerofejew, ein verzweifelter heruntergekommener russischer (sowjetischer) Trinker, ist mit dem Zug auf dem Weg nach Petuschki - dem letzten Ort, an dem noch jemand auf ihn wartet. Begleitet am Anfang vom unbarmherzigen Kater, später vom schweren Alkoholrausch und immer von der Angst, am Ende doch wieder nüchtern zu werden - „Wenn das Herz aus dem Rausch erwacht, kommen Angst und Unsicherheit auf" - philosophiert er unterwegs in einem Selbstgespräch über das Leben und - trinkt. Witzige Realität und der Alptraum wechseln sich ab, Halluzinationen nehmen merkwürdigste Formen an. Erreicht Wenitschka sein Paradies - Petuschki?
Warum trinkt Rußland? - „Das also haben mir die Leute gegeben als Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt!" - Über die Ursachen kann man viel spekulieren, ganz verstehen werden wir das jedoch nie. Wer darüber mitreden möchte, sollte vorher das Poem „Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew unbedingt lesen. Einzigartige Schöne Erzählungssprache des Autors und Brillante Übersetzung aus dem Russischen machen das zum Genuß.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zirrhose ein Salut, 12. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
„Soetwas kann ja nur aus Russland kommen“, denkt man, während der ersten Kapitel. Der Ich-Erzähler von „Die Reise nach Petuschki“ (der mit dem Verfasser weitgehend identisch ist) beschreibt seinen Vollrausch mit einer Begeisterung und Intensität, dass man die Galle schon fast selber schmecken kann.
Obwohl er in all den Jahren noch nicht eine einziges Mal den Kreml gesehen hat (da er im Suff immer an ihm vorbeilief), ist sich Wenedikt Jerofejew doch ziemlich sicher, in Moskau zu wohnen. Bis zu seiner Entlassung als Kabelverleger, lief sein Leben relativ ungestört. Doch da ihn nun nichts mehr in dieser Stadt hält, besteigt er in den Zug nach Petuschki, wo Wenedikts Geliebte und ihr gemeinsames Kind wohnen, um dort noch einmal von vorne anzufangen.
Mit einen Koffer voll harter Spirituosen im Handgepäck freundet sich der Erzähler schnell mit seinen skurrilen Reisegefährten an, die alle eine interessante Geschichte zu erzählen haben.
Zwischendurch verrät Wenedikt noch ein paar Geheimrezepte für obskure russische Cocktails, bei denen der Genuss eindeutig dem Rausch untergeordnet ist, und steigert sich mit jedem Schluck Wodka weiter in seine Monologe über Gott und die Welt hinein.
Trotz der starkfarbigen Beschreibungen des Rauschzustands, trotz der uneingeschränkten Verherrlichung des Komatrinkens würde man diesem Buch nicht gerecht, wenn man es als spaßige Trinkerlektüre abtun würde. Das Buch hat eindeutig politische Spitzen: Mit feiner Ironie verspottet der bauernschlaue Erzähler die schwerfällige sowjetische Bürokratie und Korruption und bleibt dabei trotzdem eine tragische Figur, für die man eigentlich nur Mitleid empfinden kann.
Trotzdem noch ein gutgemeinte Warnung: Man darf von dieser Geschichte keine Logik und Zusammenhang erwarten. Mit wechselndem Erzähler, unübersichtlichen Monologen, und Episoden, die ans Fabelhafte grenzen, dürfte „Die Reise nach Petuschki“ manchen Leser verwirren. Man muss sein Gefühl für Logik und Realität ausschalten, um es in vollem Umfang geniessen zu können.
Glücklicherweise stehen in diesem Buch ja einige Rezepte für Getränke, mit denen dieser Zustand in Sekundenschnelle erreicht werden kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alptraum aus der Flasche, 4. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
Der Trinker Jerofejew schildert eine sehr feuchte Reise ins Städtchen Petuschki, wo er zu seiner Liebsten will. Man möchte sagen, eine feucht-fröhliche Reise, aber beim geenaueren Lesen graust es einen. Die Alkoholmengen, die Jerofejew stolz in seinen kleinen, eingeflochtenen Stories zu sich nimmt muten phantastisch an. Er schildert seinen beruflichen Absturz, wenn auch sehr lustig. Er schildert, wie er unter lauter Trinkern (der ganze Eisenbahnwaggon schüttet pausenlos) sinnfreie Gespräche führt, Schnapsdiebe (seinen !!!) überführt und mit ihnen dann gemeinsam weitersäuft und andere Sachen mehr.
Zum Teil liegt man vor Lachen auf dem Teppich, zum Teil schüttelts einen.
Das ganze Land scheint zu Saufen, und daran scheint sich bis heute nicht viel geändert zu haben.
Das dicke Ende kommt auf den allerletzten Seiten des Buches, und es ist alles Andere als lustig.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn einer eine Reise tut....., 20. März 2010
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
Inhalt:
Der Alkoholiker Wenedikt Jerofejew befindet sich im Zug von Moskau nach Petuschki. Dort möchte er die 'Favoritin unter den Flittchen' treffen, die er 12 Wochen zuvor kennengelernt und seitdem jede Woche besucht hat. In seinem Gepäck hat er jede Menge Schnaps, und die Zugfahrt entwickelt sich schließlich zu einem Saufgelage und einem Monolog über Politik, sowjetische Lebens- und Arbeitsbedingungen, Frauen u.v.m.

Mein Eindruck:
Der Ich-Erzähler ist ein einsamer und vom Leben enttäuschter Misanthrop, dessen einzige Lichtblicke der Alkoholrausch und die Frau in Petuschki sind. Der Autor schildert nicht nur das Problem des exzessiven Alkoholkonsums in Russland/der Sowjetunion, sondern der Leser erhält auch Einblicke in politische Begebenheiten und Lebenssituationen.
'Die Reise nach Petuschki' lässt sich nicht immer einfach lesen, denn die Sprache ist bisweilen konfus und spiegelt so die zerrissenen Gedankengänge des alkoholkranken Protagonisten perfekt wider.
Als Gegnerin des übermäßigen Alkoholkonsums machte mich die Lektüre von Zeit zu Zeit ungeduldig und aggressiv. Ich hatte mehrmals das Gefühl, ich säße mit dem betrunkenen und dennoch immer weiter saufenden und sich in Kleinigkeiten verlierenden Wenedikt im Zug und müsste mir fortwährend seine surrealen Schilderungen anhören. 'Die Reise nach Petuschki' ist somit eine (erschreckend) authentische und glaubhafte Beschreibung einer Zugfahrt und eines Lebens am Abgrund.

Mein Resümee:
Sehr zu empfehlen!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt, 4. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
Wenitschka Jerofejew, ein verzweifelter heruntergekommener russischer (sowjetischer) Trinker, ist mit dem Zug auf dem Weg nach Petuschki - dem letzten Ort, an dem noch jemand auf ihn wartet. Begleitet am Anfang vom unbarmherzigen Kater, später vom schweren Alkoholrausch und immer von der Angst, am Ende doch wieder nüchtern zu werden - „Wenn das Herz aus dem Rausch erwacht, kommen Angst und Unsicherheit auf" - philosophiert er unterwegs in einem Selbstgespräch über das Leben und - trinkt. Witzige Realität und der Alptraum wechseln sich ab, Halluzinationen nehmen merkwürdigste Formen an. Erreicht Wenitschka sein Paradies - Petuschki?
Warum trinkt Rußland? - „Das also haben mir die Leute gegeben als Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt!" - Über die Ursachen kann man viel spekulieren, ganz verstehen werden wir das jedoch nie. Wer darüber mitreden möchte, sollte vorher das Poem „Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew unbedingt lesen. Einzigartige Schöne Erzählungssprache des Autors und Brillante Übersetzung aus dem Russischen machen das zum Genuß.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Surreale Zugfahrt im Dauerrausch, 14. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki (Broschiert)
Die Hauptpersonen dieser bereits Ende der Sechziger Jahre entstandenen Zugfahrt ins Nirgendwo: Ein Koffer voller Alkoholika, ein Engels-Chor, ein Zugabteil voller skurriler Typen und nicht zu vergessen: der einem kräftigen Tropfen zugetane Ich-Erzähler. Letzterer unternimmt das Unterfangen, per Vorortzug die rund 200 Kilometer Moskau-Petuschki zurückzulegen. Die einzelnen Streckenabschnitte als Kapitelüberschriften diktieren die Struktur des Romans und geben den Rhythmus vor, mit dem der Alkoholpegel der Mitreisenden ansteigt. Dementsprechend deliriert die Fahrt, gewürzt mit surrealen Anekdoten und Erfahrungen, ihrem überraschenden Ende oder auch Anfang entgegen. Toll: die halluzinierende Sprache, pendelnd zwischen nüchterner Analyse und alkoholgeschwängerten Visionen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jerofejews Roman ist ein kleines Meisterwerk,, 30. Mai 2001
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
eine absurde, schöne und poetische Geschichte, geschrieben mit einem einzigen Satz. Dieses Buch ist ein Erlebnis für Literaturfanatiker und ein Muss für alle Säufer. Ist man beides, kann man eigentlich nicht leben, ohne diese Geschichte gelesen zu haben.
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5.0 von 5 Sternen Eine Reise in die russische Seele!, 7. Juli 2014
Von 
k. und k. privilegierter Bücherwurm (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
Jerofejews Werk ist das wichtigste und bekannteste aus seinem Leben. Das Buch war bis 1988 in Russland verboten und wurde erst zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht. Es geht um Wenedikt Jerofejew; d.h. der Protagonist trägt den Namen vom Autor. Wanja, wie er im Buch genannt wird, möchte seine Freundin in Petuschki besuchen und macht sich von daher mit dem Zug von Moskau auf die Reise. Zunächst ist er noch relativ nüchtern, säuft sich aber auf der Reise bis zur Besinnungslosigkeit. Dabei sinniert er über das Leben, den Sinn, die Liebe und alle anderen Traurigkeiten des Lebens. Auch heute noch ist in Russland Alkohol ein großes Thema; wenig Chance im Leben, trinken sich viele an den Rand des Todes. Jerofejew zeigt es mit diesem Buch drastisch auf.

Fazit: Jerofejew schreibt mehr oder weniger seine Biografie; er selbst war ein Alkoholiker. Sein Schreibstil ist anziehend, egoistisch, betrunken, aber punktgenau. Jerofejew hat ein lyrisches Buch abgeliefert, das voll Tragik und Schwermut ist. Es ist wie die russische Seele. Wer sich einem Stückchen russischen Literatur nähern will, ist mit Jerofejew gut bedient.
Viel Spaß!
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3.0 von 5 Sternen Nicht gut erzählt, nur vorgelesen, 4. Juni 2014
Von 
Nico Thom (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki (Audio CD)
Vor Publikum vorgelesen, manchmal holprig ob der russischen Namen. Nicht immer authentisch wirkt die Sprechweise/Betonung/Stimme, die weder zum Protagonisten noch zu den Handlungen passen wollen. Die polnische Hörfassung im Vergleich lässt einen tatsächlich den Säufer erzählen hören. Lieber lesen. Oder Polnisch lernen.
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5.0 von 5 Sternen russische Seele, 21. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
In diesem Buch spürt man die russische Seele, die immer etwas Rauschhaftes besitzt. Und dieser Rausch wird hier sehr handfest. Der Ich-Autor betrinkt sich, oder, lassen wir die Vornehmheit, säuft wie ein Loch. Seine Gedanken und Eindrücke sind der Inhalt dieses Buches. So abstrus die Vorstellungen auch werden, immer haben sie etwas Lyrisches. Am Ende ist der Leser selbst berauscht, aber der Kater bleibt aus.
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Die Reise nach Petuschki: Ein Poem
Die Reise nach Petuschki: Ein Poem von Wenedikt Jerofejew (Taschenbuch - 1. März 1987)
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