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50 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegenpart zu "Schöne Neue Welt"
Grundsätzlich muss man Huxleys letztes Buch "Eiland" als einen Gegenpart von seiner negativen Utopie "Schöne Neue Welt" verstehen.
Huxley erschafft in "Eiland" auf einer abgelegenen tropischen Insel eine perfekte Gesellschaft glücklicher Menschen, die durch Meditation, Gestalt-Therapie und psychodelische Selbsterfahrung...
Veröffentlicht am 20. Mai 2003 von daniel_robinson

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Detailreich konstruierte Utopie
Ich bin ein Fan von Aldous Huxley. Deshalb habe ich dieses Buch gelesen.

Wie man es beurteilt hängt jedoch davon ab, was man sich von dessen Lektüre verspricht. Ich kann all die Leser gut verstehen, die diese Geschichte ziemlich fad oder gar langweilig finden. In der Tat kommt zu keinem Zeitpunkt richtig Spannung auf.
Auch die Art wie die...
Veröffentlicht am 8. Juni 2011 von R. Ritter


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50 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegenpart zu "Schöne Neue Welt", 20. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Eiland: Roman (Taschenbuch)
Grundsätzlich muss man Huxleys letztes Buch "Eiland" als einen Gegenpart von seiner negativen Utopie "Schöne Neue Welt" verstehen.
Huxley erschafft in "Eiland" auf einer abgelegenen tropischen Insel eine perfekte Gesellschaft glücklicher Menschen, die durch Meditation, Gestalt-Therapie und psychodelische Selbsterfahrung einem Idealzustand nahe kommen.
Durch die Augen eines anfänglich skeptischen schiffbrüchigen Journalisten wird einem ein augenscheinliches Paradies gezeigt. Als er sich letztendlich von der technisierten westlichen Welt verabschiedet hat und in die neue Gesellschaft einzutauchen bereit ist scheint alles zu einem 'runden' Ende zu kommen. z Huxleys geradezu fatalistische Enttäuschung über die zivilisierte Welt ist deutlich zu spüren: die Illusion der perfekten Gesellschaft wird durch den 'Fortschritt' in Person erdölgieriger Industrienationen und sein Eindringen in das Paradies zerstört. Dieser letztendlich vorprogrammierte Bruch hat einen wesentlich desillusionierenden Effekt als "Schöne Neue Welt", welches von Beginn an wesentlich bedrückender ist. Eiland ist ein faszinierendes Buch welches viele Fragen in einem aufwirft und den Horizont erweitert. Sehr empfehlenswert!
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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ideale Gesellschaft, leider nur für Menschen mit Idealen, 2. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Eiland: Roman (Taschenbuch)
Gigantisch: Das beste Buch, das ich je gelesen habe! Huxley schafft ein Land, in dem das Beste aus Westen und Osten nicht nur nebeneinander steht, sonder sich gegenseitig befruchtet. Das ist der ultimative Inselroman. Nicht deshalb, weil Urlaubsstimmung aufkommt (obwohl man es durchaus im Urlaub lesen kann), sondern weil er eine abgeschlossene ideale Welt entwirft, bei der man sich fragt, warum sie nicht schon lange Realität geworden ist. Die Frage wird aber gleich mitbeantwortet: Weil es nur in einer abgeschlossenen Welt funktioniert. Die böse Nachbarinsel ist nicht weit genug entfernt - und so kommt es (ganz zum Schluss), wie es kommen muss. Komisch ist eigentlich bloss, dass man irgendwie trotzdem an dieser Vision hängenbleibt...
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der "Zen-Staat"..., 7. August 2007
Von 
Kankin Gawain "Bis übermorgen dann..." (Eutopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eiland: Roman (Taschenbuch)
Ich habe diesen Roman mit Genuss gelesen. Vorsichtshalber möchte ich aber darauf hinweisen, dass er praktisch keine Handlung enthält. Ein englischer Schiffbrüchiger ist zu Gast auf einer Insel, auf der es das höchste politische Gut ist, das Wohlergehen der Bürger zu sichern und zu mehren - und das kann natürlich nicht mit den Mitteln des materialistischen Westens und auch nicht des anti-spirituellen (marxistischen) Ostens verwirklicht werden. Vielmehr wird allen Menschen von Kindesbeinen an das Leben im Augenblick, der Gegenwärtigkeit, ans Herz gelegt. Glück, so Huxleys These, offenbart sich im Hier und Jetzt, in harmonischer Übereinstimmung mit dem, was gerade, eben jetzt, geschieht. Das hört sich nach Zen-Philosophie an und ist auch entsprechend gemeint. All das kann der Schiffbrüchige natürlich nicht innerhalb weniger Tage selbst ergründen - vielmehr bekommt er es von den verschiedensten Einwohnern Palas erklärt; Vielleicht macht das die Lektüre für einige etwas zu trocken. Außerdem webt Huxley in die Organisationsform des "Zen-Staates" Pala noch einige westliche Ideen ein, die nicht immer wirklich mit der Kultur des Ostens harmonieren. Aber immerhin, es gibt bereits einen Staat (in der realen Welt), dessen Herrscher sich die Mehrung des "Brutto-Glücks-Produktes" (Statt des Bruttoinlandsproduktes) zum Ziel gesetzt hat. Ich rede vom Königreich Bhutan, dass sich solchen Zielen verschrieben hat.

Am Ende bleibt natürlich alles reine Theorie. Ein Staat kann seinen Bürgern das Glück nicht als Bürgerpflicht auferelegen. Zur spirituellen Erkenntnis kommt man stets aus eigenem Antrieb. Eine utopische Gesellschaft könnte vermutlich erst dann gelingen, wenn es eine kritische Masse von Menschen gäbe, die sich ein neues Lebensziel jenseits des Materialismus gesteckt haben.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wundervoller Traum ..., 31. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Eiland: Roman (Taschenbuch)
und im Gegensatz zur Utopie, sind Träume machbar. So war es auch von Huxley selbst gedacht. Er sah in dem von ihm entworfenen Gesellschaftsbild eine der Möglichkeiten (denn es ist sicher nicht die einzige) für ein Weiterbestehen der Menschheit. Und er legt, wie auch schon bei "Brave New World", eine nahezu visionäres Bild dar: wenn die Menschheit so weitermacht wie bisher, so wird sie sich selbst bzw. sich gegenseitig vernichten. Man kann nur hoffen, dass es Menschen gibt, die dieses Buch nicht als Utopie ansehen. PS: Wer ein kleinwenig mehr über die Entstehung erfahren will, der sollte mal in "Moksha" reinschauen, auch wenn es zum überwiegenden Teil von den Erfahrungen Huxleys mit Halluzinogenen handelt.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, 5. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Eiland: Roman (Taschenbuch)
Dies ist der letzte Roman von Aldous Huxley, ca. 30 Jahre nach "Brave New World" erschienen.
Auch in diesem Roman handelt es sich vordergründig um eine positive Gesellschaftsutopie, die auf einer fiktiven Insel namens Pala, irgendwo im pazifischen Archipel gelegen, spielt. Auf dieser Insel herrschen archaische, ja urkommunistische Zustände ohne Armee, Polizei. Die Insel könnte reich sein, aber... das Staatsoberhaupt namens "Rani" und ihr beratender Stab weigern sich, die überaus reichlich vorkommenden Ölvorkommen an multiglobale Ölfördergesellschaften zur Ausbeutung zu verpachten/verkaufen. Hiermit sind vordergründig alle einverstanden. Hintergründig jedoch hat die "Rani" und ihr Sohn Prinz Murugan bereits Kontakte zu verschiedenen Käufern geknüpft - schließlich will man ja den Fortschritt nicht aufhalten!
Zu dieser Zeit schleust einer der Hauptinteressenten, Lord Aldehyde, einen als Reporter getarnten Spion namens Farnaby auf Pala ein.
Interessant dabei ist allein schon der Name Aldehyde. Aldehyde sind eine Sammelbezeichnung für eine Klasse organischer Verbindungen, die für die Herstellung von Kunststoff von großer Bedeutung sind. So gelingt es problemlos und preiswert, Ethylen auf katalytischem Weg partiell zu AcetALDEHYDE zu oxidieren. Etyhlen wiederum fällt in großen Mengen bei der Destilation von Erdöl an. Den meisten dürfte Polyethylen ein Begriff sein; dieser taucht meistens als Aufdruck auf Plastiktüten von Warenhandelsketten in Verbindung mit einem Hinweis auf die Umweltfreundlichkeit dieses Produktes auf.
Der Name der Insel bezieht sich auf ein bengalisches (Westindien) Herrschergeschlecht des 8. - 12. Jahrhunderts nach Christi. Einen weiteren Hinweis auf diesen Ursprung geben teils die Inhalte der auf Pala vorherrschenden Religion sowie die Namen, die stark an indische Schreibweisen erinnern. In der Pala-Dynastie wurde letztmalig der Mahayana-Buddismus Staatsreligion. Ziel des Buddhismus ist es, über Reinkarnationen irgendwann das Nirvana, das Nichts, zu erreichen also de facto aufzuhören zu existieren. Im Mahayana-Buddhismus hingegen verzichtet er darauf, im Nirvana zu verschwinden, sondern bleibt um das Leiden anderer auf sich zu nehmen und um ALLEN Wesen zu helfen. Er wird auch als "Der Erleuchtete, der den wahren Pfad gefunden hat" bezeichnet. Auch hier eine Analogie zu der Gesellschaftsform auf Pala, in der es keine Herrscherklasse in unserem Sinne sondern nur Ratgeber gibt sowie als Hinweis darauf, dass für die Palaner "IHRE" Gesellschaftsform die einzig wahre und richtige ist.
Das Kontemplative auf Pala ist auch stark vertreten durch den Vogel Myna; eine Art fliegender "ermahnender Zeigefinger", der "Gib acht! Hier - und Jetzt - DU" sagt. Diese Sentenz, so alleine betrachtet, ergibt wenig Sinn. Dieser erschließt sich dem Leser erst nach weiterer Lektüre und wird später ausführlich in einem Dialog erklärt.
Übrigens sind Mynas eine Unterart der Beos, die nur auf Sumatra oder Sri Lanka vorkommen, also auch wieder ein Lebewesen, dass nicht weltweit verbreitet ist und nur lokal und selten vorkommt. Der Enggano-Hill-Myna kommt sogar weltweit nur auf einer einzigen Insel namens Enggano, südlich von Sumatra, vor.
Anspielungen auf den Buddhismus findet man in "Das Eiland" überall, manchmal mehr, manchmal weniger plakativ. Ich erinnere nur an die im Garten stehende riesige kunstvoll gefertigte Schnitzerei. Übrigens auch hier wieder eine Anspielung. Kunstvolle Handarbeiten und hier speziell Holzschnitzereien werden im Laufe des Buches häufig beschrieben. Enggano, Heimat des Enggano-Hill-Myna, ist bzw. war berühmt für ihre ausserordentliche Schnitzkunst sowie die auf hohen Pfählen gebauten Rundhütten. Auch diese kommen in Huxleys Roman vor.
Fazit: Auch ohne alle Anspielungen erkennen zu können ist Huxley mit diesem Roman eine hervorragende Vision gelungen. Bis zum ernüchternden Finale bleibt man in seiner Vision gefangen und hofft mit dem im Laufe des Romans vom Zukunftsgläubigen zum Palaner geläuterten Farnaby auf einen glücklichen Ausgang.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine positive Utopie!, 8. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Eiland: Roman (Taschenbuch)
Wer Aldous Huxleys „Schöne neue Welt" gelesen hat, wird in diesem Roman dessen Spiegelbild entdecken! Es ist die Geschichte eines englischen Reporters, der auf einer fast autarken, tropischen Insel strandet, auf welcher eine alternative Lebensphilosophie gelebt wird. Die Welt die Huxley erschafft scheint perfekt und paradiesgleich. Doch am Ende ist auch dieses Paradies verloren! Anders als in seinem früheren Roman, der seiner Kategorisierung noch gerecht wurde, erscheint mir dieses Buch eher wie eine wissenschaftliche Abhandlung einer perfekten Mikrosozietät. Trotzdem ist es beinahe ähnlich fesselnd und anklagend. Wer genug hat von den typisch negativen Utopien, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Aber auch für Andere ein Leckerbissen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kostbar, 25. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Eiland: Roman (Taschenbuch)
Huxleys Meisterwerk.

Eine Utopie, mit der jeder etwas anfangen kann. Leider haben wir sie nicht, aber es sind so viele praktische Anregungen zum Weiterdenken drin, dass jeder etwas daraus in sein Leben integrieren kann.
(Unendlich klug, weise und auf höchstem intellektuellen Niveau geschrieben. Und humorvoll! So gut kennt Huxley die menschliche Psyche. Und sieht dennoch das Potential für die utopische palanesische Gesellschaft. Ich sehe es auch.

Wer Huxley-Neuling ist, sollte nicht mit Eiland beginnen. Lesen Sie erst ein früheres Buch, einen Gesellschaftroman und dann auch "Die Pforten der Wahrnehmung". Zumindest denke ich so, aber das ist nur mein Tip. Dieses unendlich kostbare Buch kann man immer wieder lesen und nutzen daraus ziehen. Man kann auch darüber streiten, diskutieren... wir sollten es öfter tun.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Meisterwerk der Utopie, 14. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Eiland: Roman (Taschenbuch)
Der letzte Roman des Autors Aldous Huxley: eine faszinierende Utopie - und der Beweis, daß sie nicht existieren kann, wird mitgeliefert. Es ist ein Meisterwerk: eine abgeschiedene Insel (doch nicht abgeschieden genug), ein schiffbrüchiger Spion, Korruption. Es ist ein Buch, welches Fragen aufwirft: Können Menschen wirklich so ausgeglichen sein, so vernünftig? (Wahrscheinlich schon, es hängt wohl von der Umgebung ab.) Hat das Werk eine positive oder eine negative Einstellung zum Leben? Warum setzen wir das Ganze nicht einfach um? (Ist dies der Grund, weswegen Huxley so wütend auf die Menschheit ist?) Sind die Menschen Palas nicht ZU bemüht um ihr Glück und Wohlbefinden? Es gibt so viele Fragen, die hier gestellt werden können, das Buch wirft mehr auf, als beantwortet werden können - gerade das macht es so wertvoll. Huxley kombiniert hier umfassende gesellschaftliche Veränderungen mit persönlicher Entwicklung und Freude. Das Ergebnis ist eine Gesellschaft, welche das Beste der menschlichen Natur verkörpert, ohne diese menschliche Natur zu verändern - und gerade dies macht den Roman so realistisch und wertvoll. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Detailreich konstruierte Utopie, 8. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eiland: Roman (Taschenbuch)
Ich bin ein Fan von Aldous Huxley. Deshalb habe ich dieses Buch gelesen.

Wie man es beurteilt hängt jedoch davon ab, was man sich von dessen Lektüre verspricht. Ich kann all die Leser gut verstehen, die diese Geschichte ziemlich fad oder gar langweilig finden. In der Tat kommt zu keinem Zeitpunkt richtig Spannung auf.
Auch die Art wie die Bewohner Palas ihre Lebensweise erklären wirkt oft recht "verkopft" und daher unrealistisch. Wer also einfach nur mitreißende Unterhaltungsliteratur sucht sollte sich ein anderes Buch kaufen...

Macht man aber die im Buch beschriebene Utopie zur Grundlage einer Bewertung, dann fällt mein Urteil schon deutlich besser aus! Offensichtlich wollte Huxley seiner Dystopie der "schönen neuen Welt" eine Alternative gegenüberstellen. Dass dann bei der Schilderung einer Welt des kollektiven "Friede, Freude, Eierkuchen" keine nervenzerfetzende Spannung aufkommen kann, liegt in der Natur der Sache. Immerhin war er doch noch so realistisch, diese heile Welt ganz am Ende des Buches an ihrer Wehrlosigkeit scheitern zu lassen. Denn nicht nur der paradiesische Endzustand der utopischen Weltordnung muss funktionieren können, auch der Weg dorthin muss die Bedingung der Machbarkeit erfüllen. Und das bedeutet eben Durchsetzungsfähigkeit gegenüber anderen Gesellschaftsmodellen oder zumindest eine gewisse Wehrhaftigkeit zum Zwecke der Selbsterhaltung.
Huxleys Utopie erhält daher von mir die volle Punktzahl!

Es bleibt jedoch der Makel der Langeweile! Wer statt einer philosophischen Abhandlung für Interessierte einen Roman für die breite Masse schreiben will, der braucht den Lesespaß wie der Koch das Salz für die Suppe. Sorry Aldous, die Suppe schmeckt nicht! Deswegen insgesamt nur 3 von 5 Sternen.

Ein Schmankerl gibt es dann aber doch zu entdecken: Will Farnabys Pilztrip gegen Ende der Geschichte. Dinge, die sich mit Worten nicht beschreiben lassen, eben doch mit Worten auszudrücken oder zumindest verstehbar zu umschreiben, ist eine Stärke Huxleys. Danke Aldous, für die Gelegenheit sich zu erinnern! (!!!)
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen geniale Mischung aus Utopie und Märchen, 21. Juni 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Eiland: Roman (Taschenbuch)
Wer "Schöne neue Welt" von Huxley gelesen hat, wird hier das positive Pendant finden. Trotz des tragischen Endes bleibt die wundervolle Stimmung, die dieses Buch vermittelt über Monate erhalten. Jeder Leser wird sich für den Rest seines Lebens jeden Tag auf jenes Eiland "Pala" wünschen!
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Eiland: Roman
Eiland: Roman von Aldous Huxley (Taschenbuch - 1. Februar 1984)
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