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TOP 500 REZENSENTam 31. Dezember 2008
Kein Satz der politischen Philosophie ist nach der Auffassung Hannah Arendts unzutreffender als "Alle Macht kommt aus den Gewehrläufen". Denn Macht, für die Autorin der Grundbegriff des Politischen überhaupt, erwächst als Er-Mächtgung immer aus der Zustimmung der frei handelnden Angehörigen des politischen Systems. Macht ist das deswegen das lebendige Fluidum des Politischen, derer man sich aber niemals sicher sein kann, weil die Er-Mächtigung jeden Tag durch das freie Handeln der Menschen erneuert werden muss.
Gewalt gehört dagegen nicht mehr in den Bereich des freien Handelns, im Gegenteil: der Einsatz der werkzeughaften Gewalt betrifft den Menschen nur als Angehörigen der Ding-Welt. Mit anderen Worten: wer im politischen Bereich Gewalt anwenden muss, hat seine Macht bereits verloren. Totalitäre Regimes oder Diktaturen beruhen also nicht auf Macht sondern auf Eliminierung der einvernehmlichen Er-Mächtigung durch den Einsatz der Gewalt. Von daher erwächst aus den Mündungen der Gewehren selbstverständlich auch keine Macht sondern immer nur neue Gewalt, die sich aber nur so lange halten kann, bis ihr eine noch größere Gewalt entgegentritt (Bürgerkrieg) . Oder das System implodiert, wenn die Drohung des Gewalteinsatzes verschwindet. Die Auflösung des Ostblocks lässt grüßen.
Das sind, in wenigen Worten zusammengefasst, die klassischen Bestimmungen von Macht und Gewalt als Eckpunkte des Politischen, die mit den Kategorien aus Arendts "Vita Activa" oder "Über die Revolution" aus Engste korrespondieren. Sie heben sich wohltuend ab von den Begriffsverwirrungen linker und rechter Verdummer und machen den Kopf frei für ein wirklich freiheitliches Verständnis der politischen und geschichtlichen Wirklichkeit. Meine Meinung: Eine Pflichtlektüre für jeden sozialwissenschaftlich Interessierten schon im ersten Semester.
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am 2. Januar 2004
Dieses Buch hat Hannah Arendt unter dem Eindruck der Studentenrevolten 1968 und dem Vietnamkrieg geschrieben. Für uns heute ist dieses relativ kleine Bändchen ein wichtiges Zeitzeugnis einer intelligenten Frau, die ihr Leben lang nichts anderes wollte als verstehen ("Ich will verstehen!").
Warum der Titel "Macht und Gewalt"?
Es geht zuerst um die klare Unterscheidung der Begriffe Macht, Gewalt, Kraft, Autorität, Stärke. Auch Gehorsam und Zwang kommen am Rande vor. Darüber hinaus beschäftigt sich die Autorin mit der Frage, in wieweit der Verlauf des Vietnamkriegs oder der Studenten"revolution" vorauszusehen waren - und was noch viel wichtiger ist: was wir daraus lernen können.
Darin enthalten ist auch eine Abrechnung mit Sartre, dem sie (zu Recht vermutlich) eine gewisse mangelnde Begriffschärfe und sogar Naivität vorwirft. Außerdem die Zusammenfassung einiger wichtiger (damals) aktueller Werke zum Thema Gewalt, Revolution, Macht und Krieg.
Wem kann man dieses Buch empfehlen?
Jedem Studenten der Fächer Soziologie, Politik, Psychologie, Pädagogik. Und darüber hinaus allen Menschen, die sich im Gebrauch der Sprache üben und entwickeln möchten. Es ist ein sehr angenehm zu lesenes, fast unterhaltsames Buch, obwohl es das Thema in sich hat. Dennoch reicht es nicht an Hannah Arendts "Vita activa" heran. Hier erkennen wir weniger Hannah Arendt, die Philosophin oder Theoretikerin. Mehr die Zeitzeugin und Journalistin. Und auch in diesen Rollen bleibt sie eine unvergessliche Autorität.
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am 30. Juni 2009
Philosophische Abhandlungen sind oft ein hartes Laster, vor allem wenn man sich erst in die Thematik einarbeitet. Bei Hannah Arendt ist das ganz anders. Scharfsinnigkeit, eine makellose Argumentation, ein roter Faden bis zum Schluss hilft all jenen die sich mit Ihr befassen.

Die Zielgruppe des Buches ist breit gestreut: Für alle die sich für politischer Philosophie, Politik, Soziologie, Psychologie, Konfliktforschung, Gesichte, Krieg, Terror, rechter und linker Gewalt interessieren, können aus diesem Buch einen großen Nutzen ziehen. Für Studenten: Absolut Referattauglich!

Was sehr gelungen ist Arendts Bezug auf (damalige) aktuelle Ereignisse bzw. zu historischen Gegebenheiten, die den ganzen Text wie eine spannende Erzählung wirken lassen. Auch wenn Arendt den Terror, den wir heute haben, nicht kannte, hat Sie ihn in seinen Grundzügen voll und ganz erfasst.

Inhaltlich Wichtig ist, dass Hannah Arendt sich ausschließlich an der Wirklichkeit orientiert (was ja bei vielen Philosophen nicht immer der Fall ist). Rechte sowie auch Linke Extremisten und Fundamentalisten werden gleichermaßen denunziert, Gewalt und Macht werden in ihren negativen und positiven (!) Auswirkungen analysiert.

Mein Fazit: absolut lesenswert!
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am 29. Dezember 2006
Der längere Essay "Macht und Gewalt" klärt, ausgehend von den Studentenunruhen Ende der 60er Jahre, die beiden genannten Begriffe als voneinander getrennte Phänomene unseres politischen und gesellschaftlichen Lebens. Die Definitionen, die Hannah Arendt mittels ihres präzisen und scharfsinnigen Denkens findet, gehen über die Studentenrevolte hinaus und sind grundlegender Natur. Für jeden, der sich mit Macht als Phänomen und Gewalt als Mittel zum Zweck auseinandersetzen möchte, ist mit diesem einführenden Band als Grundlegung bestens bedient. Mithin gewinnt man en passant einen sehr guten Einblick in Hannah Arendts Denkungsweise, die sprachlich und intellektuell ein Hochgenuss ist. Die Klarheit ihres Denkens und die Qualität ihrer Aussagen bestechen auch heute noch und heben sich wohltuend vom heutigen verquasten und oft inhaltsarmen Diskurs ab.
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am 24. November 2008
Hannah Arendt erläutert in diesem verständlich geschriebenen Essay nicht nur die Begriffe "Macht" und "Gewalt" sondern auch die verwandten Begriffe "Autorität" und "Stärke" sowie den Zusammenhang zwischen diesen begriffen. Damit ist das Werk nicht nur gesellschaftstheoretisch oder als Beitrag zur Theorie des Politischen interessant sondern auch unter methodischen Aspekten der philosophischen Begriffsklärung ein gelungenes Beispiel.

Selbstverständlich ist auch dieses Werk in einem gut lesbaren Stil geschrieben und voller Beispiele, die die Gedankengänge der Autorin plausibel machen.
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am 27. Februar 2012
Was soll man hier viele Worte verlieren zu diesem Standardwerk von Hannah Arendt. Es gehört in jedes anständige Bücherregal und man wird es im Laufe der Jahre öfter einmal zur Hand nehmen um sich Orientierung zu verschaffen.
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am 25. Juni 2011
"Macht und Gewalt" ist ein faszinierendes Werk, das jedem ans Herz gelegt werden kann, der sich mit der Thematik von Macht auseinandersetzt.
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am 24. September 2010
Hannah Arendt besticht in Macht und Gewalt mit einer scharfsinnigen, intelligenten Unterscheidung zwischen den Begriffen "Macht" und "Gewalt" - so macht politische Philosophie und Theorie Spaß!
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