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am 21. November 2008
Im Zeitalter des Kalten Krieges als die großen afrikanischen Kolonialreiche auseinanderbrechen, bleiben zahllose Staaten heiß umkämpft und die Konflikt werden nicht zuletzt mit Hilfe massiver Söldneraufgebote aus dem alten Europa geschürt. Äußerlich peinlich auf makellose Diskretion bedachte europäischen Regierungen stützen diverse Seiten, um die verborgenen wertvollen Rohstoffe preiswert abzuschöpfen. Kurios wie das Leben einmal ist, erfährt ein britischer Millionär durch eine zufällige Routineuntersuchung, dass in einem winzigen afrikanischen Staat (noch) unerkannt ein milliardenschweres Platinlager lagert. Doch was tun, wenn der Diktator ein wahnwitziger Verrückter ist und sich innerhalb des sowjetischen Dunstkreises befindet. Aber heißt es nicht so schön, dass alles auf der Welt seinen Preis hat? Gäbe es da nicht einige Söldner, die sich für schnöden Mammon auch der bleihaltigsten Luft aussetzen würden? Die Antwort heißt: Ja!

An sich sollte man von diesem Werk einfach nur mächtig enttäuscht sein. Ich meine, von den schlappen 320 Seiten braucht der Autor ganze 300, um das Himmelfahrtsunternehmen der glorreichen Kriegshunde überhaupt einmal vorzubereiten. Wenn ich da an Hollywood denke, die das regelmäßig in gefühlten fünf Minuten auf die Reihe kriegen, komme ich schon ins Grübeln...und fasse den Entschluss, dass Hollywood ebenso regelmäßig gewaltigen Käse verzapft. Es ist schon direkt unheimlich, wie viele Schritte en detail organisiert werden müssen, um gerade einmal 5 schwerbewaffnete Söldner samt einigen Helfern in die Schlacht zu schicken: Planung, reichlich Kapital, gutes Personal, Materialbeschaffung, Waffenschmuggel, Abwehr gieriger Konkurrenten und heißblütiger Millionärstöchter, Überführung zur See ... bis es schlussendlich mit den schonungslosen Worten des letzten Kapitels beginnt: "Das große Töten". Frederick Forsyth zeigt sich wieder einmal als begnadeter Erzähler, der minutiös und bis ins letzte Detail eine komplexe Handlung kreiert, historische Hintergründe einbindet, ambivalente Charaktere einführt, durchweg packende Spannung inszeniert und sich alle Handlungsfäden zu einer ausgefeilten Geschichte verknüpfen.

Fazit:

Mag man bei dem Begriff Söldner auch an hollywoodmäßige Stereotypen denken, so verbergen sich doch Menschen mit einer eigenen Geschichte dahinter, die in einem grandiosem und intelligenten Politthriller ins Scheinwerferlicht treten.
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