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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visionäre Selbstexperimente, 25. November 2006
Von 
Viking "TU-Student" (Leipzig / Berlin / Kourou / Sydney / München / Sao Paulo) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Pforten der Wahrnehmung - Himmel und Hölle (Taschenbuch)
Aldous Huxley gibt in diesem Buch seine Erfahrungen und Erlebnisse mit verschiedenen Drogen wieder. Dabei kam die Droge Meskalin am meisten zum Einsatz. Im ersten Essay beschreibt er sehr detailliert die Wirkungen der Droge auf seinen eigenen Körper und Geist. Die Berichte über seine Erlebnisse sind sehr ausführlich, nicht zuletzt weil seine Experimente oft unter Beobachtung ausgeführt wurden oder weil er gleichzeitig Aufnahmegeräte mitlaufen lies und sich parallel dazu Notizen anfertigte. Aber auch viele andere Drogen hat er sich selbst verabreicht und ihre Wirkungen auf seine eigene Person beobachtet und analysiert. So gibt er eine Beschreibung ab über die Einwirkdauer, die Wirkungen und Veränderungen in seiner Umwelt die er Wahrnimmt, die Nachwirkungen, den Grad der Suchtgefahr oder auch die verschiedenen schlechten Einflüsse auf die Gesundheit.

Im zweiten Essay setzt er sich mit Drogen und ihren Wahrnehmungsverändernten Wirkungen auseinander, macht kleine Ausflüge in die sehr alte Geschichte der Drogen und ihren Bestand bis zum heutigen Tage. Vor allem scheint er sehr angetan von den farbverstärkenden Wirkungen einiger Drogen, denn diesen widmet er einen großen Teil des zweiten Essays diese Buches. Anschaulich untersucht und beschreibt er die Charakteristik visionärer Erlebnisse und stellt diese visionärer Kunst aus allen Epochen gegenüber.

Diese Buch gibt auch (oder gerade)dem Leser ohne eigene Erfahrungen mit Drogen einen guten Einblick in die Welt der Rauschmittel, ihren Wirkungen und den daraus resultierenden visionären Erlebnissen.

Zitat aus dem Buch:

>>>Einem Liegestuhl gegenüber, der aussah wie das Jüngste Gericht - oder, genauer gesagt, einem Jüngsten Gericht gegenüber, das ich nach langer Zeit und mit beträchtlicher Schwierigkeit als einen Liegestuhl erkannte -, merkte ich plötzlich, daß ich mich auf der Schwelle zur Panik befand<<<
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen öffne dein bewusstsein und befreie dich, hab keine angst ums ich, 5. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Pforten der Wahrnehmung - Himmel und Hölle (Taschenbuch)
Zum zweiten Mal gelesen und es hat sich wieder gelohnt. Wieder sehe ich mich selbst und die Welt mit neuen Augen. Wieder eröffnete mir das Genie Huxley neue Dimensionen des Seins. Mit dem Verständnis, dass ich über die letzten Jahre gewonnen habe, war es ein noch größerer Genuss, das Buch zu lesen, weil ich nun die feinen, subtilen Details mehr Aufmerksamkeit schenken konnte. Es lohnt sich wirklich, dieses Buch mehrmals zur Hand zu nehmen. Albert Hofmann trifft es in seinem Buch "LSD-Mein Sorgenkind" (S. 175) meiner Meinung nach ausgezeichnet: "Die beiden Bücher enthalten grundlegende Betrachtungen über das Wesen visionären Erlebens und über die Bedeutung dieser Art der Welterfassung in der Kulturgeschichte bei der Entstehung der Mythen und der Religionen und im künstlerisch-schöpferischen Prozess."

Im ersten Teil mit dem Titel 'Die Pforten der Wahrnehmung' zeigt der Autor die Folgen seines Experiments mit Meskalin auf, er beschreibt also seinen Trip, und was er erlebt und danach im Sinne eines mysterium tremendum interpretiert. Er zeigt wie sich die Wahrnehmungen verändern und wie sein Innenleben davon berührt wird. Aufschlussreich ist seine Beobachtung, dass durch Einnahme von Meskalin die Funktionstüchtigkeit jener Filter beeinträchtigt wird, die im normalen Wachbewusstseinszustand besonders jene Teile unserer Wahrnehmung ausblenden, die nicht unbedingt für unser Überleben als biologischer Organismus notwendig sind. Auf diese Weise betrachtet bedeutet die Öffnung der Pforten unserer Wahrnehmung nicht irgendein ein Zugewinn an etwas, das uns mangelt, sondern vielmehr eine Befreiung, eine Loslösung von vorprogrammierten Ausblendungsmechanismen, die, so nützlich sie auch evolutionär gesehen sein mögen, uns doch auf das biologische Überleben als Individuum und Gattung beschränken.

Im zweiten Teil untersucht er Kunst und den Blick von Künstlern unter Drogeneinfluss und stimuliert nebenbei immer wieder mal meine Lachmuskeln. Er taucht ein in die (Kunst-)Geschichte. Er reflektiert und betrachtet und gewinnt durch die reine, ursprüngliche, zweckungebundene Schau der Dinge ein neues Verständnis seiner Selbst und seines Lebens.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert!, 16. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Pforten der Wahrnehmung - Himmel und Hölle (Taschenbuch)
Der erste Teil des Buches "Die Pforten der Wahrnehmung" war für mich sehr interessant zu lesen. Man erfährt vieles über die Droge Meskalin, über den Ursprung, sowie die Verwendung von Drogen z.B. in religiösen Kreisen. Der zweite Teil "Himmel und Hölle" ist meiner Meinung nach nur etwas für wirklich Kunst interessierte Menschen. Huxley ergeht sich fast ausschließlich in kunthistorischen Betrachtungen, die er auf die Droge Meskalin, genauer gesagt, auf die Entrückung durch den Konsum dieser Droge, bezieht.

Alles in allem, gerade wenn man ein wenig für gesellschaftliche -, psychologische Bezüge vor allem aber für Kunst und Geschichte im Allgemeinen übrig hat, dann ist das Buch eine Bereicherung, da es nicht nur die Erfahrungen des Autors mit Meskalin, sondern auch interessantes Hintergrundwissen, vermittelt.
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Die Pforten der Wahrnehmung - Himmel und Hölle
Die Pforten der Wahrnehmung - Himmel und Hölle von Huxley Aldous und Herberth E. [Übers.] Herlitschka (Taschenbuch - 1995)
Gebraucht & neu ab: EUR 7,84
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