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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufruf zu "Konversion zur Menschlichkeit"
Das neue Buch von Michael Schmidt-Salomon weckt hohe Erwartungen und diese werden - das sei vorweggenommen - nicht enttäuscht! Nach Aussage des Verfassers beschließt es einen Zyklus von vier Büchern ("Manifest des evolutionären Humanismus", "Jenseits von Gut und Böse", "Keine Macht den Doofen", "Hoffnung Mensch"), die grundlegendes...
Vor 4 Monaten von Gerfried Pongratz veröffentlicht

versus
16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der neue Mensch des evolutionären Humanismus - eine Glaubensfrage
Um gleich Position zu beziehen: ich bin Mitglied der atheistischen Giordano Bruno-Stiftung, deren Vorstandssprecher Schmidt-Salomon ist.

Ich unterstütze damit den schwierigen Versuch der Giordano Bruno-Stiftung, den Atheisten in der Öffentlichkeit eine Stimme zu geben.

Es könnte aber sein, daß das neueste Buch von Schmidt-Salomon...
Vor 4 Monaten von Gerhard Mall, Darmstadt veröffentlicht


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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufruf zu "Konversion zur Menschlichkeit", 22. März 2014
Von 
Gerfried Pongratz (Osterwitz, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich (Gebundene Ausgabe)
Das neue Buch von Michael Schmidt-Salomon weckt hohe Erwartungen und diese werden - das sei vorweggenommen - nicht enttäuscht! Nach Aussage des Verfassers beschließt es einen Zyklus von vier Büchern ("Manifest des evolutionären Humanismus", "Jenseits von Gut und Böse", "Keine Macht den Doofen", "Hoffnung Mensch"), die grundlegendes philosophisches und naturwissenschaftliches Wissen zur Welt vermitteln. Der Mensch in all seinen Facetten, in seinem evolutionären Gewordensein, in seinen Beschränkungen und Möglichkeiten, in seiner Bedeutung und Stellung auf der Erde (und im Kosmos) steht dabei im Mittelpunkt aller Überlegungen, die gleichzeitig auch zeigen, wie er - auf Basis von Wissen und Humanismus -, frei von übernatürlichen Annahmen, Orientierung im Dasein und Sinn im Leben finden kann.

"Hoffnung Mensch" ist ein großer Wurf und kann vielleicht als (bisheriges) Opus magnum des Autor bezeichnet werden. Es errichtet - in klarer, pointierter Sprache - ein großes, komplexes Gedankengebäude, das die Fundamente (sowie die geschichtliche Entwicklung) des Wissens um die Welt und des menschlichen Seins und Bewusstseins beschreibt und die den Menschen gegebenen Möglichkeiten aufzeigt, ihre existenziellen Grundprobleme und -bedrohungen zu überwinden, bzw. zu mildern. Den Grundtenor des Buches könnte man mit optimistischem Rationalismus umschreiben; dies zeigt sich schon im Vorwort ("Abschied vom Zynismus"), wo der häufig zu vernehmenden These, der Mensch sei ein fataler Irrläufer der Evolution, entschieden widersprochen wird.

Das Buch gliedert sich in 3 Teile mit 8 Kapiteln und einer Reihe von Unterkapiteln. In Teil 1 ("Die bedrängte Spezies") beschreibt der Autor die "Nöte des Menschseins", die "Erfahrung des Absurden", die "Widrigkeiten des Lebens" und die "Ungerechtigkeit der Welt", wobei auch die Religionen Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam in ihren Kernaussagen und vielfältigen Funktionen Erwähnung finden.

Im Kapitel "Das neue Bild des Menschen" erläutert Michael Schmidt-Salomon neben dem evolutionären Gewordensein des Menschen die Wurzeln seiner Kultur sowie den Aufstieg (Cicero) und Fall des Humanismus (bürgerlicher und sozialistischer Humanismus scheitern an Fehlinterpretationen der Evolution). Die von Julian Huxley aufgezeigte Alternative eines antidualistischen, naturalistischen, weltumspannenden "Evolutionären Humanismus" vermittelt - jenseits von Illusionen - als Weltanschauung Hoffnung.

In Teil 2 ("Die unterschätzte Spezies") beschreibt der Verfasser in mehreren Unterkapiteln die geschichtliche Entwicklung sowie den heutigen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse in den Bereichen Physik, Kosmologie, Chemie, Biologie (Entstehung des Lebens) und Evolution (kosmisch, intergalaktisch, chemisch, biomolekular, biologisch und kulturell).

Das Kapitel "Das erfinderische Tier" handelt von der "Technologie des guten Lebens" (Erfolge in Technik und Medizin), im Kapitel "Das sinnliche Tier" wird aufgezeigt, wie weit die mit sexueller Auslese verknüpften Evolutionsmechanismen den Sinn für das Schöne im Menschen entwickelt und letztendlich zu Ästhetik und Kunst - als emotionelle Sprache und als Möglichkeit, Lebenssinn sinnlich erfahrbar zu gestalten - führten (dass der Verfasser auch Musiker ist, zeigt sich daran, dass der Bedeutung von Musik 20 Seiten gewidmet sind).

Im Kapitel "Das ethische Tier: Der Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit" vermittelt der Autor "Das Wunder der Empathie". Er erläutert, weshalb und wie sehr - mittels Spiegel- und Spindelneuronen - der Mensch zu empathischen Reaktionen fähig ist und wie entscheidend diese das Zusammenleben steuern. Der Mensch ist das empathischste Lebewesen, wobei allerdings Empathie (Nächstenliebe) zur eigenen Gruppe oft mit Ablehnung von fremden Gruppen verknüpft ist, was zu schrecklichen Grausamkeiten führen kann. Ingroup- und Outgroup - Denken sind anthropologische Konstanten, sie können aber - und müssen - kulturell gemäßigt, bzw. überwunden werden (ein geschichtlicher Überblick mit Hinweisen auf Lukrez, Thomas Paine, Olymp de Gouges etc. ergänzt die Ausführungen).

Der Teil 3 des Buches ("Hoffnung Mensch") beinhaltet dessen zentrales Anliegen: In einer Welt des Umbruchs, in einer Welt voll Krisen, Zerstörung und Unsicherheit, Glaube an die Menschheit und Hoffnung für die Zukunft zu vermitteln.
Ausgehend von 10 Problemfeldern (ökologische Zerstörung, ökonomische Fehlentwicklungen, Demokratiedefizite, Korruption und Kriminalität, Kriege, Gruppenideologien, Armut und soziale Ungerechtigkeit, Krankheiten und Seuchen, Bevölkerungswachstum, unzulängliche Bildungssysteme) werden mögliche "Wege aus der Krise" beschrieben und die dazu notwendigen geistigen und ethischen Erfordernisse sowie Verhaltensänderungen aufgezeigt. "Brennende" Geduld - nicht Duldsamkeit, alles beim Alten zu belassen - ist Voraussetzung zur Lösung der großen Weltprobleme. Geduld auch, Rückschläge zu verkraften und immer wieder neu zu beginnen! Besonders wichtig ist die Beseitigung struktureller Defizite, der Autor nennt dazu drei Hauptforderungen: 1. Die Etablierung einer rationalen Wirtschafts- und Finanzpolitik, 2. die Entwicklung intelligenter Technologien, 3. die Entwicklung einer transkulturellen, humanistischen Perspektive für einzelne Individuen und die gesamte Menschheit. Glaube an die Menschheit bildet eine entscheidende Ressource zur Lösung der globalen Probleme, "The Family of Man" als biologisches Faktum sowie als unvollendetes soziales Projekt, als Utopie und als Vision der Menschheit ist das Ziel und bietet Hoffnung.

"Hoffnung Mensch" bedeutet nach Ansicht des Autors, dass die oftmals zu hörende Aussage und die Grundeinstellung, dass rationale Argumente am Lauf der Dinge nichts ändern können, Fehlwahrnehmungen sind. Der Verlauf der kulturellen Evolution des Menschen zeigt, dass sich Dinge (durch Wissenschaft, Technik, Medizin, Kunst, Ethik) sehr wohl positiv verändert haben und weiter verändern werden. Michael Schmidt-Salomon ist überzeugt, dass in den nächsten Jahren die sozialen, ökonomischen und ökologischen Probleme besser gelöst werden können und die "Bedrohung Mensch" sich in "Hoffnung Mensch" verwandeln wird. (Darstellungen verschiedener Einzelaspekte und Perspektiven des Themas "Neuorientierung", Fragen der Bedeutung von Säkularisierung und der Möglichkeiten, Evolutionären Humanismus auch für gläubige Menschen zu weltanschaulicher Heimat werden zu lassen, ergänzen die Ausführungen dieses Kapitels).

Die Frage nach dem "Sinn" (nichts im Universum besitzt "Sinn an sich", Sinn oder Unsinn des Lebens kann jeweils nur subjektiv beantwortet werden, sinnliche Empfindungen und Erfahrungen sind die Voraussetzung dazu) und ein eindrucksvolles persönliches "Glaubensbekenntnis" des Verfassers bilden den Schluss des Buches. In Fortsetzung und Ergänzung zum "Manifest des evolutionären Humanismus" kann es Maßstab und Grundlage für die jeweils eigene Lebensorientierung des Lesers/der Leserin sein. Die mit sehr viel Wissens- und Nachdenkenswertem verbundenen rationalen Argumente für eine optimistische Zukunftssicht sind gut nachvollziehbar. "Eine bessere Welt ist möglich" heißt es im Untertitel; jeder von uns ist aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen (wobei natürlich fraglich ist, ob der Menschheit genügend Zeit für ein Umdenken und Umsteuern bleibt).
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoffnung jenseits der Illusionen, 19. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich (Gebundene Ausgabe)
Wer die Bücher von Michael Schmidt-Salomon kennt, weiß, dass er gerne Klartext redet und auch der Polemik nicht abgeneigt ist. „Hoffnung Mensch“ schlägt definitiv neue Töne an.

„Es ist so leicht, Zyniker zu sein"

Der Fokus liegt nicht mehr primär auf den Defiziten der religiösen Weltsicht, sondern auf den positiven Antworten, die Humanisten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens geben können. Auf Seite 51 steht eine wichtige Kernaussage:

»Denn nur die allerwenigsten Menschen werden trostlose Wahrheiten an die Stelle hoffnungsvoller Illusionen setzen wollen.«

Das würde ich gerne vielen Aktivisten aus dem säkularen Umfeld ins Stammbuch schreiben. In Anlehnung an den Film „The Matrix“ („Du hast dich für die Rote Pille entschieden, somit werde ich Dir nun versuchen zu erklären was genau die Matrix ist … Ich habe nicht gesagt, dass es schön wird, ich hab nur gesagt, dass es die Wahrheit ist“) erwarten viele Atheisten von den Menschen, dass sie sich, ohne zu zögern, für die rote Pille entscheiden. Etwas mehr als nur den simplen Verweis auf die „Wahrheit“ müssen wir den Menschen aber schon bieten, damit sie sich von den „hoffnungsvollen Illusionen“ der Religionen verabschieden können. Eben das ist die große Stärke von „Hoffnung Mensch“.

Im ersten Kapitel werden die empörenden Rahmenbedingungen und die vielfach empfundene Absurdität der menschlichen Existenz schonungslos vorgeführt. Sehr gut gelungen finde ich in diesem Kapitel die übersichtliche Darstellung der „hoffnungsvollen Illusionen“, die Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam den Menschen anbieten.

Kapitel 2 skizziert anschaulich die kulturelle Entwicklung des Menschen vom “nackten Affen” zum modernen Menschen. Besonders gefallen hat mir hier die Kette der Vorfahren, von „Oma Chipman“ bis zu uns. Zum Schluss des Kapitels wird der Humanismus von Cicero bis Huxley behandelt, eine spannende geschichtliche Darstellung der Ursachen, die nach dem 2. Weltkrieg zur Entwicklung des evolutionären Humanismus geführt haben.

Kapitel 3 bis 5 behandeln den Wandel des physikalischen Weltbildes, einen Überblick über die wesentlichen Erkenntnisse verschiedener Teilbereiche der Biologie, die atemberaubende Entwicklung der Technologie, Medizin und Kunst. Gerade im Kunst-Kapitel merkt man, dass Schmidt-Salomon vom Fach ist. Kapitel 6 ist der Ethik gewidmet und erläutert eindrucksvoll die menschliche Fähigkeit zur Empathie.

Damit ist die Bestandsaufnahme im Buch abgeschlossen und der letzte Teil des Buches behandelt mögliche Perspektiven der Menschheit und eine Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Gerade das 8. Kapitel ist aus meiner Sicht das interessanteste, da es sich mit der schwierigen Sinnfrage befasst, auf die Religionen einfache Antworten bieten können. Ich hätte mir dieses Kapitel noch etwas ausführlicher gewünscht, gerade auch im Hinblick auf das Thema „Transhumanismus“.

Michael Schmidt-Salomon stellt die richtigen Fragen und gibt Antworten aus einer evolutionär-humanistischen Sicht. Ob diese Antworten den Leser letztlich bei der Frage nach dem Sinn des Lebens befriedigen, hängt von jedem selbst ab.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der neue Mensch des evolutionären Humanismus - eine Glaubensfrage, 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich (Gebundene Ausgabe)
Um gleich Position zu beziehen: ich bin Mitglied der atheistischen Giordano Bruno-Stiftung, deren Vorstandssprecher Schmidt-Salomon ist.

Ich unterstütze damit den schwierigen Versuch der Giordano Bruno-Stiftung, den Atheisten in der Öffentlichkeit eine Stimme zu geben.

Es könnte aber sein, daß das neueste Buch von Schmidt-Salomon der atheistischen Sache nicht unbedingt dienlich ist.

Schmidt-Salomon möchte zeigen, daß die offenkundige Absurdität des menschlichen Daseins in Kenntnis der Kosmologie und Evolutionstheorie (vor dem Hintergrund der Entzauberung der Welt im allgemeinen und der Kränkung des Menschen durch neueste Erkenntisse zur sehr engen Verwandschaft mit den Menschenaffen) nicht zwingend zu intellektuell unredlichen Versuchen, sich mit Religion zu trösten, führen muß, sondern daß der vor allem in der angelsächsichen Welt konzipierte evolutionäre Humanismus (Julian Huxley), der das neue Wissen der Naturwissenschaften weiterverarbeiten" und zu fruchtbringenden Begriffen und Prinzipien zusammenfassen möchte, eine dem aufgeklärtem Denken angemessene Alternative sein könnte. Zwar stünde im Zentrum des evolutionären Humanismus ebenfalls ein Glaube, nämlich der Glaube an die Entwicklungsfähigkeit des Menschen hin zu lebensfreundlicheren und gerechteren Verhältnissen, dies sei jedoch der einzig akzeptable Weg für aufgeklärte Zeitgenossen, um nicht in Zynismus oder Depression zu versinken.

Aus meiner Sicht dürfte dieser Glaube aber kaum ausreichen, um die menschliche Suche nach Sinn" zu befriedigen. Dies scheint mir ein wesentlicher Grund dafür zu sein, daß der evolutionäre Humanismus auch 60 Jahre nach Julian Huxley's Aktivitäten in der UNESCO weltweit so wenig Anhänger hat.

Um seine Argumente für Eine bessere Welt ist möglich" zu entwickeln, behandelt Schmidt-Salomon zahlreiche Themen aus Philosophie, Religionsgeschichte, Evolution, Ästhetik, Ethik, Geschichte und aktueller internationaler Politik, erzählt Anekdoten, illustriert seine Thesen durch Fakten und zitiert Aphorismen bedeutender zeitgenössischer und historischer Persönlichkeiten. Die klare Darstellung der Philosophiegeschichte und der philosophischen Hintergründe des Atheismus weist Schmidt-Salomon als gelernten Philosophen aus.

Etwas fragwürdiger wird die Argumentation, wenn Schmidt-Salomon darwinistische Positionen in Anlehnung an den faszinierenden Evolutionsbiologen Richard Dawkins vertritt. Hier erreicht seine Argumentation bei weitem nicht die Stringenz der Argumentation seines englischen Vorbilds. Während Dawkins mit gekonnter britischer Ironie Thesen konservativer anglikanischer Theologen zerpflückt, tritt Schmidt-Salomon mit einer besserwisserischen Attitüde auf (siehe auch sein kürzlich erschienenes Pamphlet: Keine Macht den Doofen), die die Mehrheit in Deutschland als nicht angemessen empfinden dürfte und die dem theologischen Niveau der modernen protestantischen Theologie in Deutschland auch nicht ganz gerecht wird.

Fast peinlich ist seine oberflächliche Aufzählung der Gegenwartsprobleme, wie sie in jüngster Zeit in politischen Kommentaren und Feuilletons erregt diskutiert werden (Erderwärmung, Bankenkrise, Islamismus und vieles andere mehr), die nach Schmidt-Salomon der neue Mensch, der evolutionäre Humanist, schließlich einer Lösung näher bringen könnte.

Dem potentiellen Käufer des Buchs möchte ich empfehlen, vor dem Kauf das Credo des evolutionären Humanismus von Erich Fromm zu lesen, dem Schmidt-Salomon begeistert zustimmt (das Credo wird auch im Buch zitiert). Findet er das Credo gut, wird er auch vom Buch begeistert sein. Findet er hingegen das Credo eher peinlich, würde ich von einer Lektüre abraten, weil der oberflächliche Eklektizismus Schmidt-Salomons Skeptiker kaum überzeugen wird.

Zitat "Credo":

Ich glaube an den Menschen
Den Schöpfer der Kunst
Und Entdecker unbekannter Welten.

Ich glaube an die Evolution
Des Wissens und des Mitgefühls
Der Weisheit und des Humors.
Ich glaube an den Sieg
Der Wahrheit über die Lüge
Der Erkenntnis über die Unwissenheit
Der Phantasie über die Engstirnigkeit
Und des Mitleids über die Gewalt.

Ich verschließe nicht die Augen
Vor den Schrecken der Vergangenheit
Dem Elend der Gegenwart
Den Herausforderungen der Zukunft
Aber ich glaube
Dass wir bessere Wege finden werden
Um das Leid zu vermindern
Die Freude zu vermehren
Und das Leben zu bewahren.

Ich glaube an den Menschen
Der die Hoffnung der Erde ist
Nicht in alle Ewigkeit
Doch für Jahrmillionen.

(AMEN - im Sinne von SO SOLL ES SEIN)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mal was positives von Schmidt-Salomon, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich (Gebundene Ausgabe)
Michael Schmidt-Salomon, Sprecher und wortgewaltiges Sprachrohr der Giordano Bruno Stiftung, hier mal nicht mit spitzer Feder entlarvender Kritiker von Religion und Kirche, sonder als konstruktiver Wegbereiter eines evolutionären Humanismus.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Untertitel beschreibt es schon sehr gut, 26. März 2014
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Eine bessere Welt ist möglich. In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatte entsteht für die Beteiligten eher das Bild einer Zivilisation, die am Abgrund steht. Wenn man in Diskussionen darauf hinweist, dass die Durchschnittseinkommen auf der ganzen Welt in den letzten 50 Jahren inflationsbereinigt dramatisch gestiegen sind, dass die Lebenserwartung sich in allen Teilen der Welt in den letzten 200 Jahren verdoppelt hat, die Kindersterblichkeit auf der ganzen Welt dramatisch gesunken ist, es noch nie so wenig Kriegstote in den letzten 200 Jahren gegeben hat, erntet man ungläubiges Staunen, bis Skepsis.
Michael Schmidt-Salomon entwickelt ein solches realistisches Bild auf die Spezies Mensch und ihre Errungenschaften, ihre Potentiale ohne die immer noch drängenden Aufgaben z.B. im Umweltschutz, bei der Vermögensverteilung usw. unter den Teppich zu kehren. Aber das Glas ist mindestens halbvoll. Ein Buch welches Optimismus, Zuversicht vermittelt ohne "rosa Brille". Es ist gut geschrieben und die Aussagen werden sehr gut belegt. Ein umfangreicher gut kommentierter Quellennachweis lädt zum weiter lesen ein.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mann, ist der Mann gereift!, 17. April 2014
Von 
Dirk Schroeter (Potsdam) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich (Gebundene Ausgabe)
Ich liebe die Bücher der MSS "Hoffnung". Schade, dass die Welt nicht von solchen Quer-, Direkt- und Weiter-Denkern beeinflusst wird, sondern von "in Beton Denkern"- noch!?. MSS hat sich gewandelt, so wie die Welt (die leider nur stellenweise)- er ist wie immer logisch/direkt und jetzt auch noch un-zynisch- wo soll das hinführen!? Das Buch macht "Hoffnung auf den zweiten Blick". Toll, dass ich in einer Zeit leben darf, die auch Menschen hat wie Richard Dawkins, Peter Singer, Douglas Adams, Tom Waits, MSS und viele mehr. Danke Universum.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie immer herrlich zu lesen!, 25. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schmidt-Salomon läuft wieder zur Höchstform auf,schreibe packend, kurzweilig und sehr witzig. Seine Sicht auf den Menschen gibt tatsächlich Hoffnung! Sehr empfehlenswert.
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber es gibt weitaus Besseres, 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich (Gebundene Ausgabe)
Dies ist mein erstes Buch von Schmidt-Salomon. Nachdem ich mich für die Giordano-Bruno-Stiftung interessiere und einige Talkshow-Auftritte von Schmidt-Salomon gesehen hatte, die mich sehr überzeugt haben, wollte ich unbedingt dieses Buch lesen. Allerdings fällt das Fazit für mich relativ ernüchternd aus.

Das Buch ist durchaus interessant zu lesen, es wirkt sehr kompetent, bietet einen guten Überblick bzw. eine gute Informationsbasis und scheint darüber hinaus gut recherchiert zu sein. Aber genau das ist das Problem. Ich habe den Eindruck, dass Schmidt-Salomon in diesem Buch nur vorhandene Erkenntnisse chronologisch/übersichtlich darlegt. Mir fehlt letztendlich die ganz große Erkenntnis, die ganz großen Argumente. Da muss ich einem anderen Rezensenten hier beipflichten, Dawkins gelingt das deutlich besser. Beim Lesen vom Gotteswahn oder dem entzauberten Regenbogen hatte ich wirklich sehr oft diese "Aha-Effekte". Ich hatte wirklich den Eindruck, dass ich da mit relativ Neuem konfrontiert werde bzw. dass mir diese Bücher einfach neue Erkenntnisse bringen. Das ist in diesem Buch hier von Schmidt-Salomon aus meiner Sicht leider nicht so.

Darüber hinaus muss ich sagen, dass ich mich mit seinem Schreibstil ziemlich schwer tue. Weniger wegen der Formulierungen, Fremdwörter oder ähnliches - von dem Standpunkt aus ist es gut lesbar. Was mich aber doch ziemlich nervt, sind diese STÄNDIGEN Kursivmarkierungen/-hervorhebungen. Diese sollen ja eigentlich dafür da sein, dass man besonders Wichtiges hervorhebt. Wahrscheinlich hat das Schmidt-Salomon damit auch versuchen wollen, aber ich finde es ziemlich anstrengend, wenn das dann alle zwei Sätze vorkommt. Ich finde, dass er mit diesem visuellen Mittel ziemlich übertrieben hat.

Dennoch kann man dieses Buch durchaus empfehlen. Ich finde es letztendlich gleichzeitig gut und schlecht wegen der vielen übersichtlichen Informationen und bereits vorhandenen Erkenntnisse, die dieses Buch liefert, gerade im Hinblick auf die historischen Entwicklungen. Wie gesagt, einerseits finde ich das gut und würde das Buch deshalb weiterempfehlen, andererseits raubt aber gerade das dem Buch den "individuellen" Erkenntnischarakter.
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8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Da capo!" Da steckt Stoff drin..., 28. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich (Gebundene Ausgabe)
Ich bezeichne mich als Christ, habe dennoch bereits in den vergangenen Jahren aufgeschlossen und interessiert das "Manifest des evolutionären Humanismus" und "Jenseits von Gut und Böse" von MSS gelesen. Auch wenn ich ihm nicht abkaufe, dass er von vornherein plante, vier Werke mit einem theoretisch roten Faden als eine Art Orchester zu kreieren, begeistert mich dieses Buch am meisten von den gelesenen. Seine Kritik an den Religionen ist nicht mehr der agressive Fokus, das Buch wirkt reifer und gelassener. Schmidt-Salomon vermittelt einem einen globalen Blick, der das große Ganze sieht und Mut macht. Als jemand, der Verständnis für Religionen aufbringt, kann ich nur sagen, dass dieses Buch eines Atheisten für mich ein optimistisches Minimum darstellt.

Das heißt, sollte es tatsächlich keinen Gott geben, zeigt das Buch, wie schön und im wahrsten Sinne des Wortes wunderbar das Menschenleben trotzdem war, ist und sicher noch sein wird.

Zur Ovation erhebe ich mich!
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Titel ist Programm, 28. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich (Gebundene Ausgabe)
Michael Schmidt-Salomon startet sein Werk zunächst mit einer eher düsteren Bestandsaufnahme von Vergangenheit und Gegenwart der Menschheit. Was hat unsere Spezies nicht schon alles verbrochen? Kriege, Massenmorde, Gewalt, Sklaverei, Verachtung anderer, unsägliches Leid. Auch muss man erst mal schlucken, wenn man bedenkt, wie unbedeutend wir Menschen eigentlich sind. Ganz im Sinne eines Sprichwortes: Auf dem Friedhof liegen haufenweise Männer, die sich für unersetzlich hielten.

Nach der Verarbeitung dieses Schocks zeigt Schmidt-Salomon allerdings auf, dass wir Menschen nicht nur Zerstörung im Kopf haben, sondern auch unglaublich freundliche, hilfbereite und erfinderische Wesen sein können. Wir haben in Teilen der Welt die Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie erschaffen, die Mehrheit der Bevölkerung lebt in einem Wohlstand, von dem selbst frühere Könige und Päpste nur träumen konnten. Wir haben unglaublich viel über das Universum gelernt. Wir Menschenaffen sind etwa in der Lage, selbst gebaute Sonden an den Rand unserer Galaxy zu senden. Wir können Organe transplantieren, in Stunden die Welt umreisen, in Sekunden jede Information per Internet checken und noch vieles mehr.

Dies macht Hoffnung auf die Zukunft der Menschheit. Und so beschreibt Schmidt-Salomon im letzten Drittel seines Buches, wie wir den Weg zu einer besseren Welt gestalten können. Er macht klar, dass dies kein leichter sein wird und auch schiefgehen kann. Dennoch lohnt es sich, für eine solche Welt zu kämpfen, wie es auch schon all die tollen Menschen getan haben, die längst nicht mehr unter uns sind. Ihnen sind wir es schuldig - all den Kämpfern für die Menschlichkeit - dass wir allen Erdenbewohnern ein friedliches, angstfreies, glückliches Leben ermöglichen.
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Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich
Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich von Michael Schmidt-Salomon (Gebundene Ausgabe - 10. März 2014)
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