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84 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Stoff, aus dem Bestseller sind
Marcus Goldman ist gerade mal dreißig und schon ein gefeierter Literaturstar. Gleich von seinem ersten Roman hat er eine Millionen Exemplare verkauft. Er zieht in ein New Yorker Loft, datet ein TV-Sternchen, flaniert über rote Teppiche und wird auf der Straße erkannt. Als sein Verlag jedoch noch einen Nachfolge-Hit erwartet, erwischt Marcus eiskalt die...
Vor 16 Monaten von deep read veröffentlicht

versus
115 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Hurra auf gute PR...
Selten habe ich das Ende eines Romans so herbei gesehnt wie bei diesem hier. Ich habe nur deshalb durchgehalten, weil ich wissen wollte, worin schließlich die "Wahrheit über den Fall Harry Quebert" gipfeln würde. Und als ich es wusste, und mir zum Schluss ein weiteres Mal um die Ohren gepfeffert worden war, um welchen Meisterliteraten es sich bei Marcus...
Vor 14 Monaten von Babette. H. veröffentlicht


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84 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Stoff, aus dem Bestseller sind, 13. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman (Gebundene Ausgabe)
Marcus Goldman ist gerade mal dreißig und schon ein gefeierter Literaturstar. Gleich von seinem ersten Roman hat er eine Millionen Exemplare verkauft. Er zieht in ein New Yorker Loft, datet ein TV-Sternchen, flaniert über rote Teppiche und wird auf der Straße erkannt. Als sein Verlag jedoch noch einen Nachfolge-Hit erwartet, erwischt Marcus eiskalt die Schriftstellerkrankheit: Er bringt keinen vernünftigen Satz mehr auf’s Papier. Verzweifelt wendet er sich an seinen alten Mentor Harry Quebert. Der eremitierte Uniprofessor hat selbst in jungen Jahren einen modernen Klassiker verfasst und wird seitdem als „Die Feder Amerikas“ verehrt.

Doch bevor er Marcus aus seiner Krise helfen kann, sitzt Harry plötzlich selbst in der Patsche. Auf seinem Anwesen Goose Crove in der neuenglischen Kleinstadt Aurora wurden die sterblichen Überreste von Nola Kellergan gefunden. Ein 15-jähriges Mädchen, das im Sommer 1975 verschwunden ist. Als dann auch noch rauskommt, dass Harry damals eine Affäre mit dem blutjungen Teenager hatte, ist der Skandal perfekt. Harry droht die Todesstrafe. Aber was ist vor 33 Jahren wirklich geschehen? Marcus macht sich auf Spurensuche in dem verschlafenen Nest Aurora, um die Wahrheit im Fall Harry Quebert herauszufinden. Ein Fall, der den perfekten Erzählstoff für seinen neuen Bestseller liefert.

“Harry Quebert” ist eine gewitzte Buch-im-Buch-im-Buch-Inszenierung, die ganz wunderbar ineinander greift. Auf dem Rückumschlag steht in großen Lettern: “Niemand kannte ihn, und dann schrieb er das erfolgreichste Buch des Jahres”. Bewusst wird dabei offen gelassen, ob sich diese Aussage nun auf Joël Dicker, Marcus Goldman oder Harry Quebert bezieht. Das geschickte Spiel mit den Metaebenen wird auch auf dem Buchcover fortgesetzt. Eine weiße Fläche hinter deren Riss sich eine zweite Welt auftut, die einen Ausschnitt aus dem Gemälde “Portrait of Orleans” von Edward Hopper zeigt. Jener Künstler, der berühmt für seine Darstellungen amerikanischer Alltagsszenen ist, in denen sich die Einsamkeit des modernen Menschen widerspiegelt. Auch in Dickers Roman sind die Figuren unglückliche Einzelgänger, allen voran Marcus und Harry, die besessen von Ruhm und Anerkennung vergessen haben, zu leben. Aber auch die anderen Bewohner von Aurora kämpfen mit ihren inneren Dämonen und verstecken ihre ganz eigenen Leichen im Keller. Mit dem Blick hinter die saubere Fassade wird aus dem Kleinstadtkrimi gleichzeitig ein satirisches Amerika-Portrait.

Man merkt, dass sich Joël Dicker mit jeder Faser seines Könnens der Zufriedenstellung seines Publikums verschrieben hat, ohne sich dabei anzubiedern. Dafür hat er seinen Schreibstil ganz bewusst an die Kritiken und Anregungen angepasst, die er von Lesern für seinen ersten Roman bekommen hat, schreibt er auf dem Verlagsblog. Auf diese Weise ist es ihm tatsächlich gelungen, einen flüssigen, locker-flockigen Erzählton zu treffen, der sowohl anspruchsvolle als auch weniger anspruchsvolle Leser zufrieden stellen sollte. Dadurch ist “Harry Quebert” im allerbesten Sinne ein Buch für die Massen geworden, das es sogar noch schafft, sich selbst aufs Korn zu nehmen, indem es immer wieder die Bestseller-Manie des Literaturbetriebs parodiert, vor allem in Marcus Telefonaten mit seinem New Yorker Verleger: “Schreiben heißt abhängig sein. Abhängig von denen, die Ihre Bücher lesen oder eben nicht. Freiheit ist gequirlter Schwachsinn! Niemand ist frei.” Durch so viel ironische Selbstreflexion hat Joël Dicker sein Werk beinahe unantastbar gemacht.

Beinahe. Denn auch wenn ich tief beeindruckt bin von so viel taktischem Geschick und Beschwingtheit, gibt es ein paar sehr unschöne Baustellen im Roman, wo Dicker vor den Augen der Leser an seine erzählerischen Grenzen stößt. Die Passagen, die sowohl aus Harrys als auch Marcus angeblich so brillanten Bestsellern zitieren, sind grottig. Zudem finden sich im Mittelteil so viele inhaltliche Redundanzen, wie man sie sonst nur aus Dan Brown-Büchern kennt. Dafür gibt's leider einen Stern Abzug! Das spannende Finale mit seinen blitzschnellen Drehungen und Wendungen, die ihre Wirkung nicht verfehlen, macht den Wehmutstropfen jedoch schnell wieder wett. Chapeau, Monsieur Decker!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellenter Unterhaltungsroman, 29. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte vorher nichts über das Buch gehört, meine Frau hatte es sich als Urlaubslektüre gekauft und mir war der Lesestoff ausgegangen. Umso erstaunter war ich, als ich hier die Masse an Bewertungen gesehen habe, viele sehr positive - davon nicht wenige offensichtlich gesponsort - aber auch extrem viele Ein-Sterne-Rezensionen. Ich finde, Elke Heidenreich hat völlig recht, wenn sie sagt, das Buch ist ein klasse Schmöker, aber man liest es kein zweites Mal. Ja, manchmal ist es ein wenig kitschig, manche Kalenderblattlebensweisheiten werden als Philosphie verkauft, die jüdische Mama ist überzeichnet, das mit dem Boxen ist von John Irving abgekupfert; aber, das Buch ist auch sehr intelligent aufgebaut mit mehreren Erzählebenen, es liest sich im Original recht flüssig, und ich zumindest wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Was will man mehr von einem Unterhaltungsroman? Dicker erzählt eine Geschichte, und die erzählt er sehr gut und spannend. Dass er den Grand prix du roman de l'Académie française bekommen hat, fand jetzt auch überraschend - es ist nur ein sehr guter Krimi - aber dafür kann der Autor ja nichts. Le Monde bringt es auf den Punkt: Disons un honnête polar, dont la présence sur les listes automnales est un mystère plus épais que celui qui nourrit son intrigue.

Die vielen Ein-Sterne-Rezensionen kann ich aber dennoch nicht verstehen. Ein akzeptabler Krimi ist es auf jeden Fall (ausser man steht auf blutiger Thriller). Wer zudem in den Ein-Sterne Bewertungen sagt, das Buch oder der Autor sei eitel, hat lange keine französische Gegenwartsliteratur mehr gelesen!

p.s. Viele haben auch das Siezen angesprochen. Zwischen Harry und Marcus kann das als Zeichen des Respekts in Frankreich durchaus gehen, ich sieze z.B. meinen Schwiegervater. Aber nachdem man miteinander im Bett war, kann man wohl auch in Frankreich zum Du übergehen.

Wer sagt, das Buch oder der Autor sei eitel, hat lange keine französische Gegenwartsliteratur mehr gelesen!
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56 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ins Herz geschlossen..., 19. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe diesen Buch-im-Buch-Roman schon ins Herz geschlossen, als ich erst Besprechungen darüber gelesen habe, also bevor es auf Deutsch überhaupt erschienen ist: Krimi, Liebesgeschichte, Neu-England-Feeling und alles mit einem Hauch von Twin Peaks auf über 700 Seiten, - das klingt nach einer Traumkombi für einen dicken Wälzer, den man nicht aus der Hand legen kann.

Und genauso war es: die Geschichte um den Schriftsteller Marcus Goldmann und seinen ehemaligen Professor und Freund Harry Quebert zieht einen sofort in den Bann. Geschickt webt der Autor ein Netz aus verschiedenen Handlungssträngen, die alle immer irgendwie bei Nola beginnen und enden. Jedes Mal, wenn man glaubt zu wissen, wie sich die Geschichte um den Mordfall vor 30 Jahren zugetragen hat, nimmt der Roman eine neue Wendung. Man möchte möglichst schnell zu Ende lesen, um zu wissen, wie es ausschaut mit der Wahrheit über den Fall Harry Quebert, gleichzeitig aber auch jedes einzelne Wort auskosten.

Der Roman hat klitzekleine Schwächen, zugegeben. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau: Die Beziehung zwischen dem Professor und der minderjährigen Nola bleibt seltsam gestaltslos und der Teenager spricht in einer Art und Weise, die mir persönlich etwas gekünstelt scheint und mit zu vielen Ausrufezeichen versehen ist, - aber die Geschichte an sich und das Konzept des Buches ist schlicht grandios. Die einzelnen Teile und Erzählstränge fügen sich nach und nach zu einem grossen, nein, grossartigen Ganzen. Die atmosphärische Beschreibung von Landschaft und Mensch packt einen, die Ostküste und deren Besonderheiten, das Leben am Meer und die Einsamkeit dringen durch jede Zeile dieses Buches. Und wenn es zu Ende ist, hallt es noch lange in Herz und Hirn nach. Es fällt schwer, die Figuren loszulassen, mit denen man über 700 Seiten lang gebangt, gerätselt, gelitten und geträumt hat.

Für mich das Buch des Jahres, - eines wie es einem nur selten unter die Augen kommt.
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115 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Hurra auf gute PR..., 4. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman (Gebundene Ausgabe)
Selten habe ich das Ende eines Romans so herbei gesehnt wie bei diesem hier. Ich habe nur deshalb durchgehalten, weil ich wissen wollte, worin schließlich die "Wahrheit über den Fall Harry Quebert" gipfeln würde. Und als ich es wusste, und mir zum Schluss ein weiteres Mal um die Ohren gepfeffert worden war, um welchen Meisterliteraten es sich bei Marcus Goldmann (dem Schriftsteller im Buch) oder vielleicht auch bei seinem Alter Ego Joel Dicker (dem Autor im echten Leben) handelt, schlug ich die Kladde aufatmend zu und hatte sie auch schon vergessen. Verlässt man sich allerdings auf eine von Harry Queberts 31 goldenen Regeln, die die einzelnen Kapitel des Werks einläuten und allesamt davon handeln, wie man einen brillanten Roman schreibt, dann kann es sich beim vorliegenden NICHT um einen solchen handeln. Denn wie der verehrte Quebert (richtig) sagt, muss ein MEISTERLICHES Buch so beschaffen sein, dass es den Leser auch nach Beendigung der Lektüre noch tagelang beschäftigt.

Nun, das ist hier nicht der Fall. Zumindest nicht für mich. Denn was mir auf ca 750 Seiten präsentiert wurde, ist nicht nur banal, ohne jeglichen Tiefgang und obendrein durch und durch konstruiert, sondern über viele Strecken hinweg einfach schlecht geschrieben. Was im Besonderen für die sogenannten Liebesszenen gilt. Etwas so Blutleeres, Unechtes, unfreiwillig Komisches, ja bis zur Unerträglichkeit Kitschiges ist mir nur selten begegnet. Ich nehme an, selbst Barbara Cartland hätte Mühe gehabt, Held und Heldin auf diesem Blümchen-Niveau "lieben" zu lassen. Allerdings, und wahrscheinlich ist das sogar die Absicht dabei, bewahrt dieser Griff in die Blümchenkiste ("oh, allerliebster Harry", "oh, alleliebste Nola" und dann tanzen die beiden Ringelreih an New Hampshires Stränden) eben jenen allerliebsten Harry Quebert nicht nur davor, vor dem Leser als der Pädophile dazustehen (der er nun mal gewesen sein muss, verlangte es ihn, den damals 34jährigen, tatsächlich nach einem 15jährigen Mädchen), sondern macht ihn auch noch zum romantischen Helden, was bei Licht betrachtet, nur widerlich sein dürfte...
Dass überhaupt jemand auf die Idee gekommen ist, diesen Schund mit Nabokovs tatsächlichem Meisterwerk "Lolita" zu vergleichen, verlangt übrigens nach demselben Adjektiv.

Nun ja, eins hat dieser Roman allerdings tatsächlich bewiesen: Eine gut geölte PR-Maschinerie macht große Wunder möglich. Ein Hurra also zumindest darauf! Hier wurden nicht nur die Massen eingelullt, sondern auch so mancher Kritiker. Offensichtlich muss man wirklich nur lange und laut genug die Unwiderstehlichkeit einer bestimmten Sache preisen, und schon wird sie von so gut wie jedermann geglaubt. Hätte ich denn einen, zöge ich zumindest davor meinen Hut.
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26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach der Wahrheit, 24. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt:
In der Kleinstadt Aurora werden im Garten des berühmten Schriftstellers Harry Quebert die sterblichen Überreste von Nola Kellergan entdeckt, welche vor mehr als 30 Jahren auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Harry gesteht, dass er eine Beziehung zu Nola hatte und wird deshalb verhaftet. Das Mädchen war damals erst 15 Jahre alt, Harry dagegen 34. Der langjährige Freund und Schüler von Harry, Marcus Goldman, der durch dessen Hilfe selbst einen bekannten Roman veröffentlicht hat, versucht herauszubekommen, was damals vorgefallen ist.

Meine Meinung:
Als die Leiche von Nola Kellergan im Garten von Harry Quebert gefunden wird, wird er festgenommen. Er gesteht, dass er im Sommer 1975, als Nola verschwunden ist, eine Beziehung zu ihr hatte und wird daraufhin angeklagt. Da Harry für Marcus mehr als nur ein Lehrer gewesen ist, will Marcus herausfinden, was im August 1975 wirklich passiert ist. Er macht sich in der Kleinstadt Aurora auf die Suche nach der Wahrheit und deckt dabei immer mehr Verwicklungen auf, die alle mit dem damaligen Verschwinden von Nola zusammenhängen.

Jedes Kapitel, beginnt mit einem kleinen Auszug eines Gespräches zwischen Harry und Marcus. Besonders diese kurzen Gespräche, meist über die Kunst des Schreibens oder den Alltag eines Schriftstellers, waren wunderbar. In diesem Buch gibt es aber noch viel mehr schöne Sätze und Abschnitte. Für mich war es einfach schön, sie zu lesen und viele davon sind wundervolle Zitate. Zum Beispiel, wenn Harry folgendes zu Marcus sag: “Ein gutes Buch, Marcus, ist ein Buch, bei dem man bedauert, dass man es ausgelesen hat.” (S. 721).

Während ich Harry Quebert von Anfang an gleich in mein Herz geschlossen habe, hatte ich mit seinem Schüler Marcus Goldman so meine Schwierigkeiten. Der Autor Joël Dicker hat den Charakter Marcus Goldman in meinen Augen wirklich grandios beschrieben. Ich war beim Lesen hin- und hergerissen, ob ich ihn nun mag oder nicht.

Als ich das Buch zugeschlagen habe, hatte ich gemischte Gefühle und wirklich bedauert, dass ich es schon ausgelesen habe. Besonders im letzten Teil stecken noch so viele Details und ich konnte den Roman gar nicht mehr aus der Hand legen. Joël Dicker hat einen wirklich sehr spannenden Roman geschrieben und mich in seiner Geschichte oft an der Nase herumgeführt. Ich mag es, wenn die Charaktere in Situationen geraten, die ich nicht so erwartet hätte. Dieses Buch ist unglaublich spannend und beinhaltet zudem auch noch wundervolle Zitate über Bücher und das Verfassen von Büchern. Genau diese Kombination macht aus dieser Geschichte einen kriminalistischen Unterhaltungsroman, der alles hat, was ein gutes Buch braucht.
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4.0 von 5 Sternen Ein Buch über ein Buch über ein Buch, 5. Juni 2014
Von 
Heike Werner (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
An einem Augustabend des Jahres 1975 verschwand die damals erst fünfzehnjährige Nola Kellergan. Augenscheinlich von einem unbekannten Mann gehetzt, rettete Nola sich schwer verletzt in das Haus einer alten Witwe, die am Stadtrand des Städtchens Aurora wohnte - dort wurde sie zuletzt gesehen. Die Geschehnisse von diesem Moment an konnten nur noch sehr bruchstückhaft rekonstruiert werden. Die alte Frau wurde erschossen aufgefunden, aber von Nola fehlte jede Spur. Und nach der ergebnislosen Verfolgung eines verdächtigen Fahrzeugs, verliefen die Ermittlungen der Polizei im Nichts.

Dreiunddreißig Jahre später werden Nolas sterbliche Überreste im Garten des bekannten Schriftstellers Harry Quebert gefunden. Neben der Leiche liegt ein Manuskript des Romans, der diesem damals zu schnellem Ruhm verhofen hatte - mit handschriftlicher Widmung: "Adieu, allerliebste Nola". Da Harry Quebert in diesem Sommer sogar unter Verdacht gestanden hatte, ein Verhältnis mit der Minderjährigen gehabt zu haben, rückt er wieder in den Focus der Ermittlungen und wird festgenommen.

Als Lichtblick in dem Dilemma erweist sich der zufällige Besuch von Marcus Goldman, ehemaliger Student und Freund des Verdächtigen. Goldman ist ebenfalls Schriftsteller, der jedoch seit dem Sensationserfolgs seines Debütromans an akuter Schreibblockade leidet. Er stürzt sich parallel zur Polizei in eigene Recherchen und taucht dabei immer tiefer in die Vergangenheit seines Freundes und Lehrmeister, wobei er die Idee zu einem neuen Roman entwickelt: "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert"...

Und mein Fazit:
Klasse Roman mit etwas zähem Beginn, aber danach herrlich zu lesen, ein geradezu zelebrierter Krimi. Herrliche Protagonisten, unvorhersehbare Wendungen, toll geschrieben - ein Buch, dass ich mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gelesen haben werde!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schwierig, 27. April 2014
Von 
N. Peters (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Buch hat es irgendwie in sich. Selten ist mir die Rezi zu einem Buch so schwer gefallen wie hier.
Wir haben hier einen Roman im Roman: Hauptfigur ist der Autor Markus Goldmann, der selbst gerade einen Roman schreiben will, aber nicht zurecht und nicht vorwärts kommt. Nachdem er wahnsinnig erfolgreich war, schafft er es nicht, an seinen Erfolg anzuschließen. Er fährt zu seinem Ziehvater Harry Quebert in das Ostküsten Städtchen Aurora, selbst ein sehr erfolgreicher Autor, und hofft, das dieser ihm helfen könnte.
Doch statt dort arbeiten zu können, muss er miterleben, wie sein Freund mit Mordverdacht verhaftet soll. Er soll in den 70ern ein 15-jähriges Mädchen getötet und auf seinem Grundstück vergraben haben. Wichtigstes Beweisstück ist das Manuskript von Harrys erfolgreichstem Buch mit einer Widmung für dieses Mädchen - die seine große Liebe gewesen sein soll.
Markus glaubt nicht so Recht an Harry Schuld - er kann sich einfach nicht vorstellen, dass Harry ein Mörder sein soll. Als macht er sich allein auf Spurensuche und versucht, herauszufinden was damals tatsächlich passiert ist.
Dabei ist gerade der Beginn der Geschichte wirklich langatmig, es passiert einfach sehr wenig. Markus selbst finde ich furchtbar weinerlich - statt sein Buch zu schreiben, badet er in Selbstmitleid und nervt schlichtweg. Parallel gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, die vor allem die Beziehung zwischen Harry und der 15-jährigen Nola zeigen. Nola säuselt ganz gruselig ihre Liebesschwüre. Nochmal: "nerv".
Interessanter wird es erst auf den letzten 200-300 Seiten, als so nach und nach die Geheimnisse der Bewohner von Aurora aufgedeckt werden. Nichts ist so, wie es zu Beginn schien. Hier entwickelt sich das Buch dann doch zum Page-Turner und man will unbedingt wissen, wer den nun eigentlich der Mörder war.
Teilweise fand ich die Ermittlungen etwas unlogisch und fehlerhaft, aber die meisten Unregelmäßigkeiten lassen sich mit der Auflösung erklären.
Wirklich Klasse gemacht war die Verbindung von Geschichte in der Geschichte. Der Autor spielt hervorragend mit der Realität. So gibt es am Ende des Buches eine Danksagung. Dort bedankt sich der Autor bei einer Person, die gleichzeitig Figur in dem Roman ist und Markus bietet, im nächsten Buch erwähnt zu werden. Da sitzt man dann als Leser und grübelt, ob es diese Person nun wirklich war und die Danksagung echt ist oder ist die gesamte Danksagung nur Teil des Romans, den Markus geschrieben hat???
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Brillante Satire, 6. Oktober 2014
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman (Gebundene Ausgabe)
Persiflagen auf den Literaturbetrieb und die Attitüde erfolgreicher Autoren gibt es zuhauf, von Tom Sharpes "Der Renner" bis "Lila, Lila" von Martin Suter. Ihnen ist gemein, dass die Karikatur plakativ ausfällt, die Seitenhiebe sichtbar sind, Reise und Ziel feststehen. Von der ersten Seite an weiß man, worum es geht.
Ganz anders beim Erfolgsroman des zum Erscheinungszeitpunkt 30 Jahre jungen Franzosen Joël Dicker, der im Heimatland Preise gewann, hohe Auflagen erzielte und in Dutzende Sprachen übersetzt wurde. Die 700-Seiten-Schwarte "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" mutet auf den ersten, sogar zweiten Blick an, als wäre all das zutiefst ernstgemeint, als würde es sich tatsächlich um eine Art Krimi, eine Neuengland-Saga, eine herzzerfetzende Liebesgeschichte und einen Roman über das handeln, was Dicker als "Schriftstellerkrankheit" bezeichnet, nämlich schlicht so genannte Schreibblockaden. Der Kunstgriff, den der Autor gewählt hat, besteht darin, auf jedwede Lakonie und selbst subtilsten Humor zu verzichten - der fette Schmöker entpuppt sich nur ganz gemächlich als völlig haarsträubende Blödelei. Hin und wieder gibt es Hinweise, wenn Dicker beispielsweise einen Polizisten im Jahr 1975 (!) an einem ordinären amerikanischen Hot-Dog-Stand wie selbstverständlich alkoholfreies Bier kaufen lässt. Oder wenn ein erschossener Polizist in einem von innen verriegelten Hotelzimmer vorgefunden wird, aber absolut niemand darüber nachdenkt, wie das möglich war.

Marcus Goldman, natürlich in Dickers Alter, hat, wie das eben so ist, einen Erfolgsroman geschrieben, irre Kohle eingestrichen, kann sich eine schnuckelige Sekretärin leisten, mit weiblichen Hollywoodstars poppen und auch ansonsten den Dicken schieben. Leider aber fehlt ihm die Idee für das Folgebuch. Das muss er auf jeden Fall schreiben, weil er mit dem Verlag, repräsentiert durch einen Ganzkörperschließmuskel namens Barnaski, der keinerlei Eigenschaften besitzt, außer ein gieriger Volldepp zu sein, einen Vertrag über weitere fünf Romane abgeschlossen hat - geldgeile Menschen unter sich. Aber zum Glück gibt es Harry Quebert, seinerseits Erfolgsautor, der am Rande eines beschaulichen Neuenglandstädtchens namens Aurora auf einem Landsitz hockt, Möwen füttert und vor ein paar Jahren, am College, Goldmans Mentor war. Dieser Harry Quebert hat im Jahr 1975 einen Roman geschrieben, Titel: "Der Ursprung des Übels" - verblüffenderweise eine Liebesgeschichte. Dieses Buch, satte 15 Millionen mal verkauft, hat Quebert einen Spitzenplatz im Schriftstellerolymp verschafft, zum erfolgreichsten und angesehensten Autoren Amerikas gemacht - all diese Sachen eben, das kennt man ja, so läuft es schließlich fast immer. Allerdings hat Quebert ein kleines Problem: Just als Goldman bei ihm in Schreibklausur gehen will, graben seine Gärtner die Leiche eines Mädchens aus. Nämlich jene von Nola Kellerman, die im Jahr 1975 fünfzehn und Queberts Geliebte war. Mehr oder weniger. Eigentlich eher platonisch. Was den alten Herren nicht daran hindert, ihr auch fast vierzig Jahre danach noch hinterherzutrauern. Ewige Liebe eben. Das kennt man ja.
Lange Rede: Die Hölle bricht los, Quebert wird des Mordes verdächtig, aber Goldman nimmt die Ermittlungen auf. Warum man Quebert verdächtig? Nun, auf ihren seit fast 35 Jahren verrottenden Resten liegt das erstaunlicherweise gut erhaltene Manuskript seines Erfolgsromans.
Die Bewohner von Aurora, allesamt so intelligent wie gebrauchte Turnschuhe, stehen dem jungen Romancier völlig freimütig Rede und Antwort, gestehen dabei gerne auch ohne Not Straftaten, wobei sie sich präzise und wortgetreu an mehrere Jahrzehnte zurückliegende Ereignisse erinnern, und so dauert es nicht lange, bis der Laiendetektiv entdeckt, dass irgendwas im Busch ist. Was genau, darauf muss der Leser keine 650 Seiten warten, die in etwa dem literarischen Anspruch eines beliebigen RTL-"Frauentausch"-Kandidaten genügen. Und natürlich ist es ganz anders, als man bis dorthin denkt. Vorausgesetzt, man denkt überhaupt - für die Lektüre dieses Ziegels ist es nämlich nicht erforderlich. Sein Motto lautet: Irgendwas wird am Ende schon dabei herauskommen. Schließlich stimmen nicht einmal die Vorgaben, also spielt es letztlich keine Rolle.

"Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" fährt jedes denkbare Klischee auf, bricht das schriftstellerische Urprinzip "Show, don't tell", wechselt pausenlos die Perspektiven, Stil und Aufbau, verzichtet auf jede Logik, besteht zu geschätzt 70 und gefühlt 100 Prozent aus Behauptungen - und erzählt: Rein gar nichts. Einfach überhaupt nichts, das aber überwiegend aus zweiter Hand. Diese alles überstrahlende Liebe, um die es vordergründig geht, wird nie greifbar, die Weisheiten über die Schriftstellerei, den Kapiteln vorangestellt, bewegen sich - wie übrigens auch die Zitate aus den "großen" Büchern der beiden Autoren - auf dem Niveau von Abreißkalendersprüchen, wenn zum Beispiel der große (alte) Schriftsteller dem großen (jungen) Schriftsteller mit der bahnbrechenden Erkenntnis konfrontiert, dass man die "wahre Liebe" erst erkennt, wenn man sie verloren hat - oder dass man für die letzten Kapitel noch ein paar "Asse im Ärmel" haben sollte. Diese Kalendersprüche markieren allerdings nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs: Der gesamte Roman ist in diesem Stil verfasst.

Joël Dicker hat eine Wahnsinnsleistung vollbracht, nämlich über mehr als 700 Seiten solchen Käse zu erzählen, ohne je der Versuchung zu erliegen, die Maske fallen zu lassen. Er muss beim Schreiben pausenlos gelacht haben, und erst recht danach, als dieses überflüssigste aller Bücher zum Welterfolg wurde. Okay, die ans Absurde grenzenden Telefonate Goldmans mit der eigenen, hamsterhirnigen Mutter, neben der Peggy Bundy ("Eine schrecklich nette Familie") wie die Kandidatin für einen Nobelpreis in Quantenphysik wirken würde, oder das überzogen willkürliche Durcheinanderwürfeln aller bisherigen "Erkenntnisse" im Schlusskapitel - beides hätte nicht sein müssen, da sind die Pferde mit Dicker durchgegangen. Hiervon abgesehen jedoch ist es dem jungen Franzosen aufs Vortrefflichste gelungen, alle zu veralbern, und ihnen - damit auch mir - kompletten Schwachsinn zu verkaufen, Luft in Tüten, eine verschlammte Teichunke als Miss Universum. "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" ist allerfeinste Konzeptkunst und ein mächtiges Manifest gegen die Borniertheit des Literaturbetriebs. Dass so ein unfassbar langweiliges, schlecht geschriebenes und noch schlechter recherchiertes Buch ein solcher Erfolg werden konnte, sagt mehr als alles. Herr Dicker, ich verneige mich in tiefster Ehrfurcht.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die wirklich wahre Wahrheit über den Fall Harry Quebert, 24. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman (Gebundene Ausgabe)
Marcus Goldman, Nachwuchsstar der amerikanischen Literaturszene, hat ein Problem: Ihm fällt nichts mehr ein. Ablenkung naht, als die Leiche eines seit über dreißig Jahren vermissten Mädchens auf dem Grundstück seines Mentors Harry Quebert gefunden wird. Marcus macht sich auf, den väterlichen Freund vom Mordverdacht reinzuwaschen... und findet dabei weit mehr als nur ein Thema für seinen neuen Roman.

"Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" gehört zu den Büchern, die alleine deswegen lesenswert erscheinen, weil sie mehr als ein Genre bedienen. Krimi - ja, schließlich gibt's reichlich Leichen, Verdächtige und falsche Spuren, aber auch ein Entwicklungsroman, denn Nachwuchsstar hin oder her, erwachsen ist Marcus noch lange nicht, eine Liebesgeschichte, ein Blick in die amerikanische Kleinstadtwelt, ein Buch über das Bücherschreiben, und, besonders clever, ein schön verschachtelter Roman im Roman. Der letzte Punkt äußert sich schon in der Aufmachung (die ein guter Grund ist, sich ein altmodisches Papierexemplar und kein Ebook zuzulegen), wird konsequent bis zur Danksagung durchgehalten und durch ein wenig Schnickschnack unterstrichen - so zählen wir die Kapitel rückwärts und erfahren nebenbei von Harry Quebert selbst, wie man ein richtig gutes Buch schreibt.

Nun bestehen Bücher aber nicht nur aus Aufmachung und Ideen, sondern auch aus der Umsetzung. Schon die Ausgangssituation konnte mich nicht so recht überzeugen: Marcus Goldman, dessen erklärtes Ziel es ist, Harrys Unschuld zu beweisen, darf so ohne weiteres den zuständigen Polizeibeamten bei seinen Ermittlungen begleiten und das, was er dabei erfährt, für seinen Roman verwenden. Dabei zaubert der Autor bis zum Ende hin immer wieder ein paar Kracher aus dem Ärmel, die die Spannung hoch halten. Genauso konsequent öffnet er aber auch ständig neue Logiklöcher, die mit der Auflösung nicht kleiner werden.

Dann ist da die Sache mit Nola. Der Autor hat die schwierige Aufgabe, uns Lesern eine echte Liebesgeschichte zwischen der fünfzehnjährigen Nola und einem zwanzig Jahre älteren Mann zu verkaufen. Und das misslingt meinem Empfinden nach völlig. Weder wirkt Nola auch nur ansatzweise wie eine Fünfzehnjährige (und ich schreibe mit Absicht nicht "wie eine normale Fünfzehnjährige"), noch versteht man, was die beiden aneinander finden - außer reichlich Gelegenheit, sich mit "Meine Allerliebste" - "Mein Allerliebster" anzuschmachten.

Das größte Problem ist aber in meinen Augen der Erzählstil. Der Roman ist extrem dialoglastig, wobei man sich vorzugsweise siezt und mit Vornamen anspricht. Das mag dem französischen Original geschuldet sein, wirkt auf über 600 Seiten aber irgendwann nur noch unnatürlich. Wenn dann wirklich mal erzählt wird, geschieht das sparsam, abgehackt und ohne jede sprachliche Originalität. Echte Nähe zu den Figuren entsteht dabei kaum, einige wirken klischeehaft und nicht ausgereift, andere überzeichnet und manche schlicht unglaubwürdig. Und vieles kommt einem auch irgendwie bekannt vor: Ein Hauch "Twin Peaks", eine gute Prise "Psycho", ein Schuss "Phantom der Oper" und woher kenne ich noch die Zutat "Nola"? - ach ja, aus Woody Allens "Matchpoint". Fertig ist der Buchcocktail.

Die wirklich wahre Wahrheit über den Fall Harry Quebert? Harry Quebert sagt es selbst: "Ein gutes Buch, Marcus, ist ein Buch, bei dem man bedauert, dass man es ausgelesen hat." Nach über siebenhundert Seiten habe ich tatsächlich Bedauern gespürt. Allerdings nicht, weil ich das Buch ausgelesen hatte, sondern weil aus der tollen Idee kein besserer Roman geworden ist.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fo ein feiff – um mit Luther Caleb zu sprechen, 1. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die vielen 5-Sterne-Bewertungen erschließen sich mir leider nicht.
Die Handlung weiss weder was sie will, noch wo sie hin will, der „anrüchige Lolitaeffekt“ bleibt auf Groschenromanniveau kleben und von den 31 „Leitsätzen“ über’s Bücherschreiben wird hier leider kein einziger erfüllt. Die Auflösung ist verquer und erscheint an den Haaren herbeigezogen.
Schade um die mit Lesen dieses Buches vertane Zeit!
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Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman von Joël Dicker (Gebundene Ausgabe - 13. August 2013)
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