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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend geschriebenes Stück Zeitgeschichte, 18. Oktober 2013
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Rezension bezieht sich auf: Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht (Gebundene Ausgabe)
Fritz Bauer hat in seinem Leben so viel gemacht und erreicht, dass man sich als Leser dieser genau recherchierten Biografie fragt: Wie hat er das alles nur geschafft? Gleich nach dem Jurastudium lieferte der junge Fritz Bauer nach nur einem Jahr seine Doktorarbeit ab, die die Bestnote bekam. Und diese Arbeit entstand, während Bauer tagsüber als Referendar arbeitete. Seine Beförderung mit nur 28 Jahren zum Amtsrichter war erst der Anfang eines Lebens auf der Überholspur. Von den Nazis im KZ eingesperrt, konnte er später nach Dänemark und später Schweden fliehen und dort überleben.

Als Generalstaatsanwalt, vor allem in Frankfurt, ermöglichte Bauer später die Ergreifung von Eichmann in Argentinien, brachte er „Auschwitz vor Gericht“, schrieb Bücher, hielt Vorträge, setzte sich für die Abschaffung der Diskriminierung Homosexueller ein, usw. usf. Und das alles in einer jungen Bundesrepublik, in der in den 60-Jahren auf vielen Schlüsselpositionen noch Männer mit NS-Vergangenheit saßen. Vereinsamt und ausgebrannt starb Bauer mit nur 65 Jahren.

Das Buch beschreibt nicht nur eine faszinierende Biografie, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte. Unsere heutigen Lebensumstände, so abgesichert und frei sie uns erscheinen mögen, fielen nicht vom Himmel. Fritz Bauer hat dazu mehr beigetragen, als den meisten von uns bisher bewusst war.

Es ist das Verdienst des noch jungen Autors, dies auf eine äußert spannende und sprachlich elegante Weise zu vermitteln. Hier kamen sein juristischer Hintergrund und seine journalistische Erfahrung besonders glücklich zum tragen. Dieses Buch finde ich bestens lesbar und kann seine Lektüre uneingeschränkt empfehlen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beeindruckendes Buch, 8. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht (Gebundene Ausgabe)
In seinem Buch "Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht" schildert der Autor Ronen Steinke die verschiedenen Facetten der Figur und des Lebens von Fritz Bauer. Diese Biographie, die äußerst gründlich recherchiert wurde, wird in Form einer spannenden Lektüre dargestellt. Fritz Bauer, ein ehemaliger Jurist, der auf Grund seiner jüdischen Abstammung in ein KZ deportiert und mit zahlreichen Anfeindungen auch nach dem Krieg konfrontiert wurde, glaubte trotz des Unrechts, das ihm so oft zugefügt wurde, an die deutsche Rechtsprechung. Als Mensch und vor allem aber auch in seine Funktion als Jurist setzte er seine ganzen Kräfte dafür ein, einige Täter aus Auschwitz vors Gericht zu bringen. Hier liegt meiner Meinung nach die größte Leistung des Protagonisten. Die wunderbare Art der Erzählung im Buch macht den Leser sehr neugierig, sodass man immer weiter lesen möchte. Ich persönlich habe vorher noch nichts über die Person Fritz Bauer erfahren. Dank dieses Buchs lernte ich eine Person kennen, die einerseits sehr einsam und in einer gewissen Weise zu bedauern war, aber andererseits auch sehr konsequent ihren Idealen, trotz aller Schwierigkeiten, äußerst treu blieb . Je mehr man über Fritz Bauer erfährt, umso mehr kann man ihn bewundern. Dieses Buch bereichert das Wissen seiner Leser nicht "nur" in Bezug auf die Hauptfigur Fritz Bauer, sondern es ist auch eine sehr interessante Lektüre über die Geschichte Deutschlands und über die Geschichte der deutschen Justiz. Ich möchte das Buch jedem zum Lesen empfehlen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Auschwitz>Prozesse markieren einen zentralen Wendepunkt in der Nachkriegsgeschichte unseres Landes, 31. Oktober 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht (Gebundene Ausgabe)
Diese Biographie des jungen Journalisten und Juristen Ronen Steinke über das Leben des ehemaligen hessischen Generalstaatsanwaltes und Exil-Weggefährten von Willy Brandt, Fritz Bauer und dessen Rolle bei der schwierigen und von vielen politischen Widerständen bedrohten Vorbereitung und dann von großem medialen internationalem Interesse geprägten Frankfurter Auschwitz-Prozessen 1965 ist sehr gut geeignet, vor allem Leser, die diese Zeit nicht als politisch bewusste Erwachsene miterlebt haben, mit einer Periode der bundesrepublikanischen Geschichte bekannt zu machen, die im Rückblick gesehen einen zentralen Wendepunkt in der Nachkriegsgeschichte des Landes markiert.

Denn ohne diese Prozesse und ihre aufklärende Wirkung im Inland und ihre entspannende Botschaft im Ausland wäre die weitere Ostpolitik Egon Bahrs und Willy Brandts und danach auch die Große Koalition und die anschließenden erste sozialliberale Koalition nicht denkbar gewesen.

Ronen Steinke zeichnet kenntnisreich die bisher kaum bekannte Lebensgeschichte jenes Mannes nach, der die Deutschen mit ihrer Geschichte konfrontierte und dabei viel Widerstand und Häme erfuhr. Über die Widerstände aus seiner eigenen Zunft hat er gesagt: „Wenn ich mein Büro verlasse, betrete ich feindliches Ausland.“

Traurig ist sein verbittertes und einsames Lebensende. Deshalb ist es sehr zu begrüßen, dass mit diesem Buch eines jungen Juristen an das Leben und das unvergessliche Wirken von Fritz Bauer erinnert wird.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gutes, ein wichtiges Buch!!, 28. Oktober 2013
Wenn in den 20er Jahren mehr aufrechte Demokraten (gerade in der Justiz)vom Schlage eines Fritz Bauer gehabt hätten, wäre die Republik möglicherweise nicht so leicht an der braunen Pest zugrunde gegangen. Wenn nach dem Weltkrieg mehr aufrechte Demokraten die NS-Verbrechen aufgearbeitet hätten, wären noch mehr Nazis zur Verantworung gezogen worden. Die Autoin hat trotz der Textfülle ein sehr fundiertes und sehr lesenswertes (teilweise geradezu spannendes) Buch über den demokratischen Juristen Fritz Bauer geschrieben, der gegen große Widerstände der Nachkriegs-BRD ankämpfen musste und dies fatalistisch ohne große politische Unterstützung tat. Ob seine Gegner bei seinem mysteriösen Ende nachgeholfen haben, wird wohl nie geklärt werden. Solche Vorbilder sollten in den Schulbüchern auftauchen, aber unbequeme Geister haben es dorthin nur selten geschafft.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch für Nichthistoriker interessant, 3. Februar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht (Gebundene Ausgabe)
Ein faszinierendes Buch: deutsche Historie spannend und dabei aber authentisch am Beispiel der Lebensgeschichte eines engagierten Juristen geschrieben. Ronen Steinke bildet aus vielen kleinen Schnipseln aus unterschiedlichen Archiven und Quellen das Gesamtbild der vielschichtigen Persönlichkeit von Fritz Bauer ab. Dieser hat als Staatsanwalt die Auschwitz-Prozesse in Frankfurt initiiert. Dabei stieß er in den fünfziger und sechziger Jahren noch oft auf Widerstände, die eine Aufarbeitung der nationalsozialistischen Zeit behinderten. Bauer hat auch den Gedanken der Vorbeugung und Wiedereingliederung von Straffälligen in das Strafrecht eingebracht, das bisher eher von Vergeltung geprägt gewesen ist. „Kein Vernünftiger straft, weil gefehlt wurde, sondern damit nicht mehr gefehlt werde.“ Dieser Blickpunkt ist zukunftsweisend und hat sich heute durchgesetzt. Ein oft sehr ernster Inhalt, teilweise sehr unterhaltsam geschrieben, ergibt dies ein gut zu lesendes Buch, sicher auch für historisch bisher eher wenig interessierte Leser.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch war überfällig!, 5. Oktober 2013
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Rezension bezieht sich auf: Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist ein Meisterwerk. Gute Recherche, keine falsche Schwerpunktsetzung. Fritz Bauer war das Beispiel für Stigmatisierung in der verlogenen Nachkriegszeit: Jude, Sozialist, Emigrant, aktiver Antifaschist im Amt und mutmaßlich schwul. Es fehlen nur Kleinigkeiten. Warum kam F.B. erst so spät aus der Emigration zurück? Wie kam er an die Stelle in Braunschweig? Warum hat das mit der Stelle als Generalstaatsanwalt in Berlin nicht geklappt? Wie kam er nach Frankfurt? Leider gar nicht erwähnt wird der aktivste Nebenklagevertreter im Auschwitzprozess, Friedrich Karl Kaul. An dieser Stelle fehlt was. Schließlich fehlen auch Fußnoten. Die anhängenden Informationen am Schluß der Arbeit sind leserunfreundlich.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fritz Bauer: oder Auschwitz for Gericht von Ronen Steinke, 9. Februar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr lesenswertes Buch. Es gibt einen guten Einblick in die Persönlichkeit des Mannes, der in den 1960er Jahren die Absicht der deutschen Justiz konterkariert hat, die NS-Verbrechen möglichst nicht gerichtlich zu verfolgen.
Helmut Strizek
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4.0 von 5 Sternen Eine faszinierende und notwendige Geschichte, gut aufgearbeitet, 22. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht (Gebundene Ausgabe)
Es bleibt einem beinahe der Mund offen stehen vor Entsetzen, wenn man liest, mit welchen Widerständen Fritz Bauer es noch in den 60er-jahren aufnehmen musste, um „Auschwitz vor Gericht“ zu bringen. Längst überfällig, dass seine Geschichte berichtet wird; vielen war bestimmt nicht bewusst, welch großen Beitrag Bauer im Verborgenen dazu geleistet hat, dass es in vielen Fällen zumindest im Nachhinein eine gewisse Form von Gerechtigkeit geben konnte.
Bauers Hintergrund, Leben und Laufbahn sind gründlich recherchiert und gut aufgearbeitet. Gerade juristische Zusammenhänge werden verständlich erklärt. Manchmal hätte ich mir eine etwas weniger „journalistische Schreibe“ gewünscht, ein wenig mehr Anschaulichkeit und lebendige Schilderung der Zeit zwischen den Ereignissen, Bewertungen und Fakten.
Definitiv zu empfehlen für alle, die sich für Zeitgeschichte interessieren, und als Geschenk für alle, die es zu wenig tun.
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5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnlicher Mann, der trotz heftigster Widerstände viel für die BRD getan hat, 3. April 2014
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Rezension bezieht sich auf: Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht (Gebundene Ausgabe)
Ein Jurist, der in der jungen BRD heftig angefeindet wurde, weil er die Auseinandersetzung und Verfolgung von Naziverbrechern
nicht scheute, und der er eigentlich sein ganzes späteres Leben widmete. Besonders in seiner Zunft, der Juristen, die häufig selber
belastet waren, stieß er mit seinem Vorhaben auf wenig Gegenliebe oder Unterstützung. Er starb wohl einsam und hat den
Erfolg seiner Bemühungen nicht wirklich mehr erleben können.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auswirkungen, 10. Januar 2014
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Obwohl ich politisch sehr interessiert bin, sind mir viele Details der NS- Aufarbeitung nicht klar gewesen. Dieses Buch zeigt, weshalb dies so ist. Es müsste eigentlich Pflichtlektüre an allen weiterführenden Schulen sein. Auch heute gibt es viele die den Mund halten damit ihr eigenes materielles Dasein nicht leidet.
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Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht
Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht von Ronen Steinke (Gebundene Ausgabe - 1. Oktober 2013)
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