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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Wer naturbelassen schläft, gewinnt." (S. 188)
Diese Aussage möchte man gerne glauben. Doch wenn man dieses Buch gelesen hat, wirkt nichts mehr, was man über den Schlaf zu wissen glaubte, wie eine sichere Erkenntnis. Noch vor ein paar Tagen hätte ich vermutet, dass man - wie der Durchschnittsmensch - vor Mitternacht ins Bett gehen sollte und dann nach sieben oder acht Stunden Ruhe auf einer in...
Veröffentlicht am 21. September 2011 von Dr. R. Manthey

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Anekdotensammlung
Der Autor beschreibt auf 269 Seiten, was die Schlafforschung so treibt. Man erfährt viel darüber, in welchem Hirnareal was zu welcher Zeit beim Schlaf anhand der Messungen im Schlaflabor geschieht. Ab S. 119 wird es dann etwas interessanter. Ab hier wird aufgezählt, was in den anderen Wissenschaftsdisziplinen wie Philosophie und Psychologie über Schlaf...
Vor 7 Monaten von Emma Linde veröffentlicht


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Wer naturbelassen schläft, gewinnt." (S. 188), 21. September 2011
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Du bist, was du schläfst: Was zwischen Wachen und Träumen alles geschieht (Gebundene Ausgabe)
Diese Aussage möchte man gerne glauben. Doch wenn man dieses Buch gelesen hat, wirkt nichts mehr, was man über den Schlaf zu wissen glaubte, wie eine sichere Erkenntnis. Noch vor ein paar Tagen hätte ich vermutet, dass man - wie der Durchschnittsmensch - vor Mitternacht ins Bett gehen sollte und dann nach sieben oder acht Stunden Ruhe auf einer in irgendeiner Weise gesunden Unterlage dem Ideal des naturbelassenen Schlafes Genüge getan hätte.

Nun jedoch weiß ich, dass die vorindustriellen Menschen ganz anders schliefen. Sie kannten einen ersten und einen zweiten Schlaf. Zunächst schliefen sie bis Mitternacht, erwachten, lagen dann zwei Stunden in meditativer Ruhe oder zeugten Nachkommen und setzen danach ihren Schlaf fort. Inzwischen ist auch zweifelsfrei bestätigt, dass dieser Rhythmus sich von alleine wieder einstellt, wenn man Menschen ihre Uhren abnimmt, sie isoliert und natürlichen Lichtverhältnissen aussetzt. Das verblüfft, zumal sich danach ein anderes Wachgefühl ergeben soll, das die Probanden vorher noch nie erlebt hatten.

Den Inhalt dieses Buches zu beschreiben, fällt schwer, denn dazu ist er einfach zu vielfältig und keineswegs so klar, wie man sich dies vielleicht vorher erhofft hatte. Ich hatte zunehmend den Eindruck, dass wir eigentlich fast nichts vom Schlaf wirklich sicher wissen. Und selbst das, was einst sicher erschien, wird auf einmal kontrovers diskutiert. Der Autor macht sich leider auch nicht die Mühe, uns wenigstens die Illusion eines irgendwie strukturierten Wissens zu vermitteln. Ganz im Gegenteil. Er gliedert sein Buch nach den Uhrzeiten der Nacht, was jedenfalls meine Verwirrung noch verstärkte.

Sein Werk beginnt um 21 Uhr mit der Dämmerung. Dann erzählt er uns, was in dieser Zeit so alles mit unserem Gehirn passiert, analysiert die Vorgänge und beschreibt, was man darüber weiß oder gerade zu wissen glaubt. Und diese Art der Darstellung setzt er dann bis zum frühen Morgen fort. Rein inhaltlich ist sein Text hochinteressant, wenngleich man irgendwie die praktische Botschaft vermisst. Darüber hinaus verfällt Hürter in die nervige Angewohnheit von Neurologen, uns immer wieder zu erklären, welche Gehirnregionen mit ihren überaus leicht zu merkenden Namen auf ihren Computerbildschirmen rot oder grün aufleuchten, wenn dies oder das in unserem Schädel passiert. Das interessiert wahrscheinlich nur die Wenigsten und soll möglicherweise verschleiern, dass mehr eigentlich auch nicht bekannt ist.

Wer also irgendwelche praktischen Erkenntnisse in Form von vernünftigen und wohltuenden Regeln für einen besseren Schlaf von diesem Buch und nach diesem Titel erwartet, wird sicher enttäuscht sein. Der Text gibt wohl eher das gegenwärtige und das inzwischen abgelöste, ehemals als sicher geltende Wissen über den Schlaf wieder und beschreibt dabei mehr die offenen Fragen als den sicheren Hafen der Erkenntnis. Lehrreich erschien mir dieses Buch jedoch allemal. Beispielsweise habe ich gelernt, dass der etwas verwirrende Zustand, in dem man träumt und genau weiß, dass man dies tut, nicht auf dem Weg zum Wahnsinn liegt, sondern normal und sehr nützlich ist und sogar bewusst erzeugt werden kann.

Fazit.
Ein hochinteressantes Buch über das, was die Forschung gegenwärtig über den Schlaf zu wissen glaubt. Leider ist es etwas unstrukturiert geschrieben. Mir fiel es im Nachhinein ungewöhnlich schwer, etwas im Text wiederzufinden, was ich vor einem Tag gelesen hatte. Das Buch orientiert sich an der Schlafforschung und vermittelt aus meiner Sicht keine oder nur sehr wenige praktisch umsetzbare Erkenntnisse.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wir verschlafen rund 1/3 unseres Lebens..., 17. März 2012
Von 
Rodrot - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Du bist, was du schläfst: Was zwischen Wachen und Träumen alles geschieht (Gebundene Ausgabe)
...und fragen uns trotzdem erstaunlich selten, warum wir dies tun. Dies gilt umso mehr, wenn man sich bewusst macht, dass auch alle Tiere schlafen (müssen).

Mit diesem Buch versucht der Autor der Frage nachzugehen, warum die Natur bzw. die Evolution den Schlaf offensichtlich als unabdingbare Voraussetzungen ansieht. Der Autor hat dabei eine zeitliche Struktur gewählt, angefangen abends bei 21:00 Uhr bis morgens um 7:30 Uhr werden die verschiedenen Themen abgehandelt. Dies erscheint zunächst logisch, stößt aber auch schnell an seine Grenzen. So wird beispielsweise recht willkürlich das Gähnen unter 22:00 Uhr, Schlaflosigkeit unter 2:00 Uhr und Schlafentzug unter 4:30 Uhr abgehandelt, wodurch das Buch unnötig unübersichtlich wird.

Inhaltlich besteht das Problem sicherlich darin, dass zu dem Buchthema erst relativ wenige Forschungsergebnisse vorliegen, d.h. es existieren kaum gesicherte Forschungsergebnisse und dafür sehr viele Hypothesen und Vermutungen. Dies kann man aber natürlich nicht dem Autor anlasten und ist somit nicht kritikfähig. Unter diesen Voraussetzungen wird der derzeitiger Stand der Forschung gut und korrekt wiedergegeben.

Der Schreibstil des Autors ist aus meiner Sicht, obwohl durchweg sehr verständlich, mein wesentlicher Kritikpunkt. Wie Pontius zu Pilatus schweift der Autor oft in historische Ausführungen ab oder verfängt sich in fast schon philosophischen Ausführungen.

Fazit:
Den aktuellen Stand der Wissenschaft hätte man auch mit der halben Seitenzahl vermitteln können. Wenn man aber davon mal absieht, erhält man sehr interessante Einblicke in das recht junge Forschungsgebiet der Schlafforschung. Man darf von diesem Buch zwar keinen konkreten Nutzwert erwarten, wohl aber einen interessanten Erkenntnisgewinn.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn der Wächter schläft, sind die Gedanken frei, 1. Januar 2012
Von 
HeikeG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Du bist, was du schläfst: Was zwischen Wachen und Träumen alles geschieht (Gebundene Ausgabe)
Wenn der Wächter schläft, sind die Gedanken frei
"Was ist das? Der Mensch wünscht es sich herbei, und wenn er es endlich hat, lernt er es nicht kennen." Mit diesem Rätsel brachte bereits Leonardo da Vinci das Paradoxe und Geheimnisvolle dieser menschlichen Notwendigkeit auf den Punkt. Der Schlaf ist ein faszinierendes Phänomen. Man meint, ohne Schlaf nicht leben zu können. Für Körper, Geist und Seele scheint er unentbehrlich. Aber niemand weiß, was er tut, wenn er schläft, und warum er es tut.

"Wir verbringen den ganzen Tag bei klarem Bewusstsein, dann legen wir uns ins Bett, knipsen das Licht aus und - was? Knipst sich das Gehirn auch aus? Wird es ausgeknipst? Was passiert mit all den Ideen darin? Erstarren sie? Laufen sie langsam weiter?" Diese und weitere Fragen stellt sich der studierte Philosoph und Mathematiker Tobias Hürter, der als freier Autor und Wissenschaftsjournalist arbeitet, in seinem unterhaltsamen und lehrreichen Buch. Erstaunlicherweise geschieht sogar sehr viel wenn wir schlafen. "Da werden Erinnerungen sortiert, Gefühle geklärt, Urteile geschärft.", so Hürter. Und Allan Hobson von der Harvard-Universität behauptet gar, ohne Schlaf wäre Bewusstsein, wie wir es tagsüber haben, nicht möglich. "Es ist wie beim Kochen, im Wachen holen wir uns die Zutaten, im Schlaf kochen wir die Suppe daraus.", stellt der kalifornische Schlafforscher Matthew Walker fest. Offensichtlich vollenden wir in der Abgeschiedenheit der Nacht, was wir am Tag begonnen haben.

Tobias Hürter nimmt den Leser auf eine spannende Reise durch die Nacht mit. Eingeteilt in 17 Kapitel, beginnend um 21:00 bis morgens um 7:30, tastet er sich in die rätselhafte Welt des Schlafes vor und vermittelt die von der Wissenschaft mehr und mehr entschlüsselte "fein choreografierte Folge von Zuständen, die wir Nacht für Nacht durchleben." Mit diesem Buch kann die normalerweise im wahrsten Sinne des Wortes verschlafene oder "verborgene Dramaturgie der Nacht" im Wachen durchlebt werden. So durchwabern zum Beispiel um 21:20 Alphawellen unser Gehirn oder man versinkt gegen 23:00 im Reich der hypnagogen Fantasie. Der Verstand wird abgeschaltet und wir geben die Kontrolle über den Körper und das Geschehen im eigenen Kopf vollkommen ab. Ganz schön mutig! Allerdings ist bereits um 0:30 Schluss mit Entspannung. Dann kommt mit dem REM-Schlaf Unruhe in die Hirnstromkurven und der erste Lärm stellt sich ein. Lärm? Allan Hobson, emeritierter Professor für Psychiatrie an der Harvard Medical School, hält Träume für den "Lärm, den das Gehirn macht, während es seine Hausaufgaben erledigt." Tobias Hürter ergänzt: "Im Traum verknüpft unser Gehirn die Bruchstücke der Erinnerung zu einem sinnvollen Ganzen. (...) Der REM-Schlaf ist die Spielphase des Gehirns nach dem Großreinemachen im Leicht- und Tiefschlaf." Den physiologischen Tiefpunkt erreicht der Schläfer allerdings erst 4 Uhr. Eine gut wärmende Bettdecke wäre jetzt angebracht, denn der Körper fällt auf seine Minimaltemperatur. Und wenn man um 7:30 meint, endlich wach zu sein, hat man sich schon wieder getäuscht. Denn eigentlich träumen wir weiter....

Tobias Hürter hat mit "Du bist, was du schläfst" ein Sachbuch mit philosophischem Grundtenor geschrieben. Denn wenn wir einschlafen, geschieht etwas Besonderes: unser Bewusstsein, dieser Synchronisierer des "milliardenstimmigen Neuronengeplappers zu einem einheitlichen Ganzen", scheint sich im Nichts zu verlieren. Dieser Moment ist für das Bewusstsein nicht zu erhaschen, denn es entschlummert selbst. Vielleicht liegt gerade da ein Schlüssel zu dessen Rätsel.

Im Schlaf, so Tobias Hürter, werden wir zu Kindern, Künstlern, Psychotikern, manchmal zu Zombies, manchmal zu Affen und dann zu Menschen. Eines ist jedoch mittlerweile klar: Wir schlafen nicht für unseren Körper, sondern für das Gehirn! "Wir schlafen, um unser Gefühl für uns selbst zu erhalten.", fasst der Autor zusammen und dazu "brauchen wir regelmäßig Ruhe vor uns selbst. (...) Das Bett ist somit mehr als eine Ruhestätte, es ist ein Bewusstseinslabor."
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Reise durch die Nacht, 15. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Du bist, was du schläfst: Was zwischen Wachen und Träumen alles geschieht (Gebundene Ausgabe)
Tobias Hürter ist ein wirkliches Erzähltalent. Und er hat sich ein unterschätztes Thema ausgesucht, das sich - durch viele gut recherchierte Wissenschafts-Geschichten - als hoch spannend erweist: Den Schlaf. Das beginnt schon bei der Frage, warum wir eigentlich schlafen: Wenn es allein nach dem Körper ginge, wäre das gar nicht notwendig, erfahren wir. Da würde nämlich eine simple Rastpause den selben Zweck erfüllen. Das belegen Experimente: Sogar nach fünf schlaflosen Tagen zeigen Versuchspersonen auf dem Laufband oder dem Fahrrad-Ergometer noch erstaunlich gute Leistungen. Im Kopf stehen sie allerdings schon am Rande des Wahnsinns. Schlafentzug wurde denn auch quer durch die Zeiten als Foltermaßnahme eingesetzt. Bereits im alten China galt dauerhafter Schlafentzug als besonders strenges und gefürchtetes Todesurteil. Und in dem von den USA betriebenen Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba wurde routinemäßig versucht, Häftlinge durch Schlafentzug vor Verhören zur Kooperation oder zu Geständnissen zu bewegen. 'Schlaf ist vor allem ein Bedürfnis des Gehirns', erklärt der Münchener Wissenschaftsautor, der mit seinem Buch eine aktuelle Bestandsaufnahme der internationalen Schlafforschung vorgelegt hat.
Und so ist die Suche nach den Geheimnissen des Schlafs zu einem guten Teil auch die Erforschung unseres wichtigsten Organes, des Gehirns. Das Denkorgan verbraucht ein Fünftel unseres Umsatzes an Energie und es ist im Schlaf mindestens genau so aktiv ist wie tagsüber während der Wachphase. Die Ressourcen, die dabei zur Verfügung stehen, sind unermesslich. 'Ein einziges Gehirn', schreibt Hürter, 'hat so viele neuronale Verbindungen, wie die gesamte Menschheit Haare auf dem Kopf.'
Hürters Reise durch die Nacht beantwortet viele Fragen, lässt ebenso viele offen - weil zahlreiche Geheimnisse des Schlafes eben noch nicht ausreichend geklärt sind - und behandelt auch komische Randthemen wie etwa die Frage, warum wir gähnen - so wie fast alle Tiere. Aber ausgerechnet die Giraffen nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Anekdotensammlung, 11. Mai 2014
Der Autor beschreibt auf 269 Seiten, was die Schlafforschung so treibt. Man erfährt viel darüber, in welchem Hirnareal was zu welcher Zeit beim Schlaf anhand der Messungen im Schlaflabor geschieht. Ab S. 119 wird es dann etwas interessanter. Ab hier wird aufgezählt, was in den anderen Wissenschaftsdisziplinen wie Philosophie und Psychologie über Schlaf und Traum gesagt wird. Alles nichts neues und längst bekannt. Eine Anekdote reiht sich an die andere. Und genau das ist dieses Buch: eine Anekdotensammlung über wissenschaftliches Forschen zum Thema Schlaf und Traum. Mit dem Ergebnis einer banalen Feststellung auf S. 265: „Das ganze Leben ist ein Traum ...“ Was hat das nun mit dem Titel zu tun? Denken wir beides einmal zusammen und wir haben die Moral von der Geschichte: Wenn das ganze Leben ein Traum ist, und du bist, was du schläfst, dann bist du selbst Schuld, wenn du nicht das Leben hast, das du dir wünschst, denn du könntest es dir ja in einem Klartraum (ab S. 234) herbei träumen. Und auf dem Klappentext steht: „ … wer mit diesem Buch das Klarträumen lernt, der kann sich nachts genau das Leben erträumen, das er sich tagsüber wünscht.“ Platter geht es nicht. Eine Ahnung davon, dass es jedoch nicht ganz so einfach sein könnte, überkommt den Autor auf S. 258, anlässlich psychischer Probleme einer Forscherin. Jetzt spricht er plötzlich von „der dunklen Seite“ der Traumwelt, ohne im mindesten zu begründen, was es damit auf sich haben könnte.
Er macht Geld mit einem vielversprechenden Titel, ohne das Versprechen, das man ist, was man schläft, auch inhaltlich einlösen zu können. Denn niemand ist so einfach das, was er sich schlafend erträumt, sonst wäre ich reich, glücklich und verliebt – was ich mir zwar erträume, aber leider nicht bin und nach der Lektüre dieses Buches wohl auch kaum sein werde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ohne Schlaf wäre Bewusstsein wie wir es tagsüber haben nicht möglich, 11. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du bist, was du schläfst: Was zwischen Wachen und Träumen alles geschieht (Gebundene Ausgabe)
Dieses Zitat findet sich neben weiteren Gedanken in der Einleitung von Hürters Buch über den Schlaf und eröffnet ein ganzes Universum an Erkenntnissen zu diesem Thema. Ich hatte zwei schon etwas ältere Artikel über die Bedeutung von Schlaf auf den Vorgang des Lernens und den Aufbau von Erinnerung, Gedächtnis und Wissen gelesen, und war dann auf der Suche nach weiteren Informationen zum Thema Schlaf auf dieses Buch gestoßen. Während des REM-Schlafes werden offensichtlich neuronale Verbindungen neu geknüpft, wodurch Erinnerungen und Daten neu zusammengefügt und gespeichert werden. In speziellen Fällen ergibt sich sogar die Möglichkeit der Erzeugung von neuen Einsichten und Ideen, wie einige Nobelpreisträger in der Vergangenheit zu berichten wussten. Das Gehirn verarbeitet also Erfahrungen während des Schlafes und baut Gedächtnis auf. Daneben geschehen während der Schlafphase noch eine ganze Reihe weiterer Dinge, die es uns dann überhaupt ermöglichen, den nächsten Tag zu bestehen. Wenn man sich dann noch überlegt, dass man ca 200.000 Stunden in seinem Leben schläft bzw. schlafen muss (das ist immerhin ein Drittel der ganzen Lebenszeit), dann wird klar, dass in einer normalen Nacht eine ganze Menge neuronaler und biochemischer Vorgänge ablaufen (müssen), die ihre Zeit brauchen, damit wir am nächsten Morgen unserer Umwelt ausgeruht, d.h. mit aufgeräumten Cortex, gegenübertreten können.
Hürter hat in routinierter Manier ein Buch über den Schlaf geschrieben, das sich wirklich lohnt zu lesen, damit man begreift, was in den Nachtstunden alles geschieht. Das Buch ist in 17 Kapitel unterteilt, die uns - wie das Nachtprogramm eines Radiosenders von einer Uhrzeit und dem dazugehörigen Programmpunkt zur nächsten Uhrzeit mit einem anderen Stück bringen. Das erinnert etwas an Matt Ridley, tut der Sache aber keinen Abbruch.
Anmerkungen gibt es im Text und ein paar -wie ich finde etwas lustlos zusammengestellte - Literaturzitate schließen das Buch ab. Insgesamt eine lohnende Lektüre.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich gut, 21. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du bist, was du schläfst: Was zwischen Wachen und Träumen alles geschieht (Gebundene Ausgabe)
Unglaublich gute Lektüre für alle Leute, die sich in irgendeiner Weise für den Schlaf interessieren und was in diesem passiert und warum.
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Du bist, was du schläfst: Was zwischen Wachen und Träumen alles geschieht
Du bist, was du schläfst: Was zwischen Wachen und Träumen alles geschieht von Tobias Hürter (Gebundene Ausgabe - 8. September 2011)
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