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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 12. März 2012
Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Mit seinem neuen Roman Gier" verlagert Arne Dahl Mitglieder seines schwedischen Spezialermittlerteam in eine streng geheime, weil eigentlich nicht legale, operativ tätige internationale Einheit bei Europol. Der erste Fall führt die Gruppe in ein erschreckendes Szenario der Zusammenarbeit von Mafia, Wirtschaftskriminalität und skrupelloser Finanzwirtschaft in ganz großem Stil.

Arne Dahl baut seinen Roman und seine Protagonisten sehr, sehr langsam auf. Der Leser tappt lange im Dunkeln, in welche Richtung sich der Roman entwickeln wird. Eigentlich besteht das Buch aus einer Vielzahl von einzelnen Puzzlestücken, sich nur nach und nach in ein Bild verwandeln. Das und die Anzahl der handelnden Personen muss man mögen. Das Buch ist keines, das den Leser schnell in die Geschichte hineinzieht, oder dass sich gut als Lektüre vor dem Schlafengehen eignet. Man sollte sich zum Lesen Zeit und Muße nehmen können. Ich habe es unter der Arbeitswoche erst einmal zur Seite gelegt und dann am Wochenende gelesen. Ist man erst einmal auf die Geschichte eingestiegen entwickelt sie sich zu einem extrem spannenden Thriller, dessen erschreckende Komplexität des internationalen Verbrechens eine sehr erschreckende Vision zeichnet.

Sehr gut gefallen haben mit die prägnant gezeichneten Charaktere. Arne Dahl überlässt in Gier die tragenden Rollen und auch die Heldenrollen seinen weiblichen Charakteren, was ich als eine sehr angenehme Überraschung empfunden habe. Allerdings leistet er sich aus meiner Sicht zu Beginn des Romans (S. 27) einen dramaturgischen Fehler, ein sehr unwahrscheinliches Vorgehen der Polizei, dass so in einem demokratischen Rechtsstaat nicht vorkommt und die gerichtliche Verwertbarkeit der Ermittlungsergebnisse schwer beeinträchtigt. Das zieht sich dann durch den ganzen Roman: Wenn auf einem Internetzugang Kinderpornographische Inhalte aufgerufen werden, wird da registriert und strafrechtlich verfolgt. Aber es dringt nicht innerhalb weniger Minuten ein bewaffnetes drei-Mann-Team gewaltsam in ein Privathaus ein und erschreckt und bedroht eine ahnungslose Putzfrau mit der Waffe. In der zivilisierten Welt drückt auch die Polizei auch erst mal auf die Haustürklingel.

Eine Bitte an den Verlag: Gerade für neue Leser von Dahl ist die Vielzahl der Charaktere ein Hindernis. Ich habe eine Liste vermisst und sie erst auf S. 505 gefunden. Wer liest denn bei einem Thriller das Ende zuerst? Also bitte die Aufstellung der Charaktere nach vorne setzen.
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TOP 500 REZENSENTam 21. März 2012
Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
In seinem neuen Thriller "Gier" stellt Arne Dahl eine neue Ermittlungsgruppe vor, die europaweit agiert. Aus vielen europäischen Ländern sind Polizisten in dieser Gruppe zusammengekommen, die zu Anfang mit einigen Verbrechen zu kämpfen hat, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben.Man fischt im Dunkeln und meint eine Spur zur Mafia gefunden zu haben. Wie letztendlich alles zusammenhängt wird dem Leser allerdings erst Schritt für Schritt klar, aber dann mit solcher Macht, dass man manchmal den Atem anhält und hofft, dass so etwas nie Realität wird.

Das neue Buch von Arne Dahl ist wie gewohnt auf hohem Niveau zu finden, hat mir zu Anfang aber sehr viel Geduld abverlangt, da der Einstiweg sehr langatmig und manchmal auch zäh war.Der Autor belohnt den Leser allerdings dann mit einer außergewöhnlichen Geschichte, die man so nur von Arne Dahl erwarten kann. Die Recherche zu diesem Buch muss sehr unmfangreich und intensiv gewesen sein, hat sich für den Leser allerdings gelohnt.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und auch auf die Ausgestaltung seine Teammitglieder legt Arne Dahl wieder viel wert.
Bleibt abzuwarten,ob dieses Team genauso erfolgreich wird wie das A-Team, der erste Fall hat es allerdings in sich.
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am 9. Juli 2013
Arne Dahl gelingt mit 'Gier' ein Thriller, der sich von anderen Prosawerken abhebt: Äußerst realistisch, politisch brisant und aktuell baut er sukzessive den Kriminalfall auf. Die häppchenweise Präsentation der Puzzleteile des Falls muss man allerdings mögen, es ist kein Roman, bei dem die Spannung durch Cliffhanger o. Ä. ins Unerträgliche gesteigert wird. Vielmehr charakterisiert Dahl seine Protagonisten liebevoll und detailliert, was sie authentisch erscheinen lässt, und bettet darin die Kriminalgeschichte ein. Diese ergänzt sich Stück für Stück, Kapitel für Kapitel, wobei im Verlauf der Lektüre erst klar wird, woraufhin der Fall hinausläuft. Auch das muss man mögen.
Fazit: Ein Buch, das mit Muße gelesen und genossen werden sollte, nichts für Fans von blutrünstigen, nervenaufreibenden und unerträglich spannenden Geschichten.
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'Gier' ist der erste Krimi, nachdem der schwedische Autor Arne Dahl sein Stockholmer Sonderermitlungsteam, die A-Gruppe, aufgelöst hat. Doch keine Angst, ein Teil der sympathischen Truppe findet sich wieder zusammen, als eine neue europäische Sondereinheit ins Leben gerufen wird. Wie in seinen früheren Krimis baut Arne Dahl auch in "Gier" seine Geschichte sehr behutsam auf. Er lässt er sich viel Zeit, um seine neuen und auch die bereits vertrauten Figuren vorzustellen, um dann umso explosiver Fahrt aufzunehmen. Dabei entführt er uns in eine ebenso spannende wie komplexe Story, in der es um global agierende Verbrecher und um sehr persönliche Anliegen geht. 'Gier' ist ein exzellent durchstrukturierter und ungemein spannender Thriller um Organisationen, die auf beiden Seiten im Geheimen agieren und für die Öffentlichkeit nur schwer zu fassen sind. Der Autor beschreibt, wie sich sein Team beherzt über nationale Befindlichkeiten hinwegsetzt, um Länderübergreifend an einem Strang ziehen zu können - in einer Zeit, so seine Botschaft, in der von der Wirtschaft bis zum Verbrechen alles globaler wird, müssen auch die Menschen in Europa lernen, enger zusammenzuarbeiten. Arne Dahl legt mit "Gier" einen ausgezeichneten und anspruchsvollen Thriller vor, der mit einigen überraschenden Wendungen aufwartet und jede Menge Lust auf mehr macht.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. April 2015
Autor Arne Dahl hat mit seinen packenden Kriminalromanen und Thrillern bereits internationale Erfolge als Bestsellerautor gefeiert, wurde ausgezeichnet und hoch gelobt. Nun wollte auch ich mir ein Bild seiner Schreibkünste verschaffen. Mit „Gier“, seinem ersten Band einer neuen Thriller-Reihe habe auch ich einen neuen Lieblingsautor hinzugewonnen. In diesem packenden Thriller "Gier" legt der Autor den Grundstein seiner vierteiligen, hochbrisanten, thematisch aktuellen und grandios anspruchsvollen Polit- und Finanzthrillerreihe. Autor Arne Dahl wagt mit dieser neuen Thrillerreihe um die die Ermittlertruppe Opcop, mit seinen 13 internationalen Ermittlern einen Mix aus der Thematik Finanzen und Macht gepaart mit Psychologie und Psychopathischen Störungen. Alles vermengt, entstand dieser mitreißende und sehr anspruchsvolle Thriller.
Erschienen im Piper Verlag ([.....])

Inhalt:
"Während des G9-Gipfels in London werden zwei Menschen auf bestialische Weise ermordet. Sterbend flüstert eines der Opfer rätselhafte Worte – sind sie der Schlüssel zu einem alle Dimensionen sprengenden Verbrechen? Der erste Fall für die geheimen Ermittler vom Europol-Team. Aus seinem Mund ergießt sich ein Schwall Blut. Es ist kaum zu verstehen, was der junge Chinese flüstert. Nur dass seine letzten Worte von entscheidender Bedeutung sind, ist den Polizisten instinktiv klar. Kurz darauf wird in einem Waldstück bei London eine weitere schrecklich zugerichtete Leiche gefunden – das geheime Europol-Team beginnt zu ermitteln. Was treibt die Drahtzieher der beiden Morde an? Europol tappt im Dunkeln. Nur eines wird den Ermittlern immer klarer: Die Dimension dieser Verbrechen lässt selbst den Erfahrensten unter ihnen den Atem stocken. Brisant, packend und so erschreckend realistisch, dass Sie die Nachrichten in Zukunft mit anderen Augen sehen werden."

Zum Schreibstil:
Autor Arne Dahl war mir bisher unbekannt, seinen Namen habe ich schon oft in der Literaturwelt vernommen, aber bisher noch keinen seiner Titel und Bestseller gelesen. Hier habe ich definitiv etwas verpasst. In seinem Band 1 einer neuen Thrillerreihe „Gier“ begibt sich der routinierte Autor in die Welt der dunklen Abgründe und nimmt wahrhaftig kein Blatt vor dem Mund. Er bedient sich schauderhafter Elemente der kranken und geschundenen Seelen, der Machtgier und der Geldgier, Politik, Terror und Korruption. Er treibt es auf die Spitze des Thrillers, er schockiert und überrascht. Er trifft den Geschmack der Leser, die auf der Suche nach fesselnder Spannung und packenden Thrillern sind. Seine Story, seine Schauplätze, die Charaktere...alles scheint bis ins kleinste Detail recherchiert und durchdacht zu sein. Selbst die Namen der Protagonisten und des unschlagbar agierenden 13 köpfigen Ermittlerteams geben einen Eindruck der Herkunft und Nationalität eines einzelnen. Mit Bedacht gewählt. Einzigartig und bemerkenswert.
Arne Dahl spannt seine Leserschaft auf die Folter, denn das Buch ist ein zerreißendes Wechselspiel aus Spannung und noch mehr Spannung. Erholung gibt es lediglich in den kleinen Ruheoasen aus Alltäglichkeiten, wie Essen- und Trinken, Schlaf und Beischlaf. Der Thriller nimmt gleich zu Beginn richtig Fahrt auf und lässt sich dann kaum noch halten, dieser Umstand wird tatsächlich bis zum Ende durchgezogen! Dies verdankt es sicherlich auch den brisanten Schauplätzen, nahezu um den ganzen Globus.
Das Schriftbild ist angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Die Dialoge sind knackig und sehr authentisch dargelegt. Ein Schreibstil, der für unerträgliche Spannung und Entsetzen sorgt.

Schauplätze:
Bei der Wahl der Schauplätze verdient der Autor A. Dahl weitere Sterne. Er hat einen rasanten Thriller erschaffen, der mit einer fast erschlagenen Vielzahl an Kulturen, Ländern und einer sehr treffenden Auswahl an Schauplätzen im Bereich Politik, Macht und Geld rund um den Globus glänzt. Arne Dahl definiert seine Schauplätze mit Details, das Buch erzeugt Bilder und erinnert stark an Actionfilme und großes Kino. Orte, an denen ich als Leser noch nie war, werden mir so nahe gebracht wie meine eigene Hosentasche. Dennoch gibt A. Dahl nur so viel preis wie möglich, aber nur so viel wie nötig. Dieser Umstand beflügelt die Fantasie der Leser sehr und nimmt ihn mit in die beklemmende und kaltblütige Welt der Macht und des Geldes. .
Viele atemberaubende Sequenzen bringen den Leser aufgrund der Facette und des Wirkens zum Atemstillstand und zum Adrenalinkick!

Charaktere:
Bei der Wahl der Charaktere punktet der Autor Beck nochmals haushoch. Zwar hatte ich doch enorme Probleme mit der Geballtheit der Akteure und des grandios verzweigten Ermittlerteams des Opcop, jedoch lohnt sich all die Mühe, jeden einzelnen genauer ins Visier zu nehmen. So entsteht ein komplettes Bild der Nationen, der Fähigkeiten und der einzelnen Aufgaben und Wirkungskreise. Zu den Ermittlern gesellt sich auch die dunkle Seite aus Mafia, Jäger, Gejagten und Täter. Wo diese zu suchen und zu finden sind, lässt unglaubliches zu Tage treten. Thrillerautor Dahl hat Protagonisten erschaffen, die alltäglicher und realer nicht wirken können. Gerade die Hauptrollen, gar Heldenrollen, werden hier eher den weiblichen Ermittlern zugeteilt, das überrascht, das ist neu. Sein schwedisches Spezialteam zieht alle Register und wird den Leser fesseln und verblüffen, mit dessen Handeln und dessen Folgen, sorgt für viel Spannung und unvorhersehbare Ereignisse. Das Leben dieser Spezialeinheit st die reinste Waffe und das reinste Waffenziel. Gleich zu Beginn ermöglicht der Autor seinen Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten und bietet zusätzlich eine gelungene Auswahl an Nebenrollen. Manche wird man bis zum Ende nicht mögen, manche werden den Leser überraschen, und manche sind im großen Showdown gar nicht mehr am Leben.
Gerade die Finanzwelt und die Skrupellosigkeit der Politiker und Redner, der Unterwelt und der Drahtzieher lassen den Leser nicht mehr los. Tief und eindringlich wird hier jeder Charakter vorgestellt. Gekoppelt mit einer tragischen Entdeckung und einer dramatischen Tragödie, wirken alle Personen sehr gut geschildert und verkörpern ihren Part im Roman gekonnt.

Meinung:
Manches wirkte auf mich sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, das hat mir wirklich gut gefallen. Ein grandioser Thriller, mit viel Nervenkitzel, ausgesprochener Recherche, viel Hintergrund und Rasanz. Grandioser Anspruch, aktuelle Thematik. Hier liest man das Wissen und die Erfahrung des Autors. Dieser Roman könnte die Entwicklung der Kriminalität überspitzt auf das Hier und Jetzt deuten. Mainstream? Fehlanzeige. Ich wurde unterhalten, geschockt, erschüttert und mit Nervenkitzel versorgt. Hier gibt es Hochspannung auf großem Niveau in viellerlei Hinsicht! Komplex und überraschend! Die Tiefe der Korruption, Verstrickung und der Finanzkultur muss man jedoch mögen. Vielleicht nicht immer von leichter Kost.

Der Autor:
"Arne Dahl, Jahrgang 1963, hat mit seinen Kriminalromanen um die Stockholmer A-Gruppe, zuletzt den Bestsellern »Bußestunde« und »Der elfte Gast«, eine der weltweit erfolgreichsten Serien geschaffen. International mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, verkauften sich allein im deutschsprachigen Raum über eine Million Bücher. 2012 begann er mit »Gier« ein neues Thriller-Quartett, dessen Folgebände »Zorn«, »Neid« und »Hass« ebenfalls Bestseller wurden."

Zum Cover:
Das Cover ist eher schlicht, aber mit großem Wiedererkennungswert. Als komplette Reihe entsteht ein komplettes Quartett des Thriller. Das Buch wirkt absolut hochwertig und liegt wunderbar in der Hand!

Fazit:
Wer Nervenkitzel liebt, hohen Anspruch und Einblicke in die Politik und Macht nicht scheut, sich von gelungener Recherche fesseln lassen will, der muss dieses Buch lesen. Er wird es lieben und bewundern und auch den Folgeband herbeisehnen.
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am 1. Oktober 2013
Es handelt sich um die erschreckend komplexe und ziemlich brutal, blutige Geschichte einer noch nicht autorisierten, und damit zum verdeckten Ermitteln gezwungenen, internationalen Spezialeinheit von Europol im Kampf gegen ein vertracktes Netzwerk aus Mafia, Industrie, Giftmüllskandale, Staatsverschuldung, Sicherheitsfirmen und Hochfinanz, die irgendwie ohne erkennbaren Anfang und Ende alle miteinander vernetzt und gegenseitig aufeinander angewiesen sind.
Drogen, Kinderpornografie, 9/11, Korruption, etc. – so ziemlich alles was die Welt an Kapitalverbrechen zu bieten hat, ist drin- sogar Obama macht mit.
Ein grosser Finanzcoup (Konkurs und Übernahme von Lettland) wird zwar verhindert, einige Personen sterben, aber das im Buch bekämpfte Verbrecherkonglomerat kommt erschreckenderweise unbeschadet und ohne nennenswerte Verluste über die Runden.
Dafür wächst das neu zusammengesetzte Team of Cops, sofern seine Mitglieder im Verlauf der Handlung nicht über den Jordan gehen, trotz seiner Inhomogenität, Distanz, Stress und psychischer Blessuren auf hopplig kuschlige Art so glaubhaft zusammen, dass einem die Boys und Girls der Truppe auch arbeitsplatztechnisch so richtig ans Herz wachsen.
In diesem Spannungsfeld von GlobalEvents und individuellem Seelenschmerz erkundet der geneigte Leser dann die vielen hundert Puzzleteile der Story, als hätte er den Zustand der Leiche „Welt“ allein mit dem Endoskop zu bestimmen.
Obwohl Dahl die Handlung auch immer mal wieder zusammenfasst und am Ende (wieso nicht am Anfang) des Buches sogar eine Personenliste existiert, ist die darin enthaltene Komplexität der vielen parallel laufenden Handlungsstränge, wohl nur dann zu bewältigen, wenn man sich Zeit reserviert, diese 500 dichten Seiten in einem Anlauf durchzumachen – ein Kompass trotzdem hilfreich gewesen.
Die Tatsache, dass Dahl die Zusammenhänge am Ende des Buchs rückblickend selber noch darstellen muss, ist für mich der Sternekiller par excellence. Hallo, da versuchst du 450 Seiten lang ein Puzzle zu lösen, um dann plötzlich auf zwei Seiten pfannenfertigen Gesamtzusammenhang serviert zu bekommen. Und dies wohl nur, weil der Autor sich so verrätselt hat, dass er anders wohl nicht mehr aus der Bredouille gekommen wäre. Ich hasse solche Bücher!
Dafür hat Dahl die Schauplätze schön.
Besonders das Gefühl im Herzen einer paneuropäisch operierenden, mediatechnisch hochgerüsteten Spezialeinheit mitzupochen, ist allein nur schon die Lektüre wert.
Das Gefühl am Schluss des Buches, dass die globalisierte Welt so oder so den Bach runter geht und man wohl eh nicht viel dagegen unternehmen können, liess mich dagegen etwas ratlos zurück - Denn ein Erstehilfekasten für globale Krisen ist dieses Buch definitiv nicht. Im Gegenteil. Unter der Lupe des Autors verschmelzen lokale Herausforderungen zu einem nicht mehr entwirrbaren Moloch von Kapitalverbrechen, das den unbedarften Leser auch ob der real existierenden globalen Welt gar angst und bange werden könnte.

P.S.
Warum das Buch „Gier“ heisst, hat sich mir bis jetzt noch nicht so ganz erschlossen. Vielleicht weil die Gier der Motor von allem Bösen ist und damit die Klammer für die United Crimes dieses Thrillers?
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am 1. November 2012
Ein neuer Thriller von Arne Dahl mit einem neuen Team! Nach dem die letzten Hörbücher zwar immer noch gut, aber lange nicht so hervorragend wie die ersten Fälle des A-Teams waren, hatte mich diese Ankündigung in Vorfreude versetzt. Die geheimen Ermittler vom Europol-Team! Ganz so radikal war der Schnitt dann doch nicht. Arne Dahl hat sich für die weiche Variante entschieden, denn Leiter diese neuen operativen Einheit ist Paul Hjelm, eine der Hauptpersonen in den Fällen des A-Teams. Auch sind einige seine ehemaligen Kollegen wieder mit dabei. Dazu kommen noch Polizistinnen und Polizisten aus anderen europäischen Ländern. Und diese neue Einheit, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, weil Europol keine operativen Einheiten einsetzen darf, bekommt es mit einem Fall zu tun, der die Wirtschaft eines europäischen Landes an den Rand des Ruins bringt. Es beginnt mit zwei Morden in London. die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die Beamten ermitteln in unterschiedliche Richtungen und gelangen letztendlich hinter eine großangelegte Finanzmanipulation.

Soweit zur Geschichte und ich muss zugeben, dass ich es nicht leicht fand, der Geschichte zu folgen. Viele Stränge laufen parallel, viele Namen, alles nicht so einfach. Letztendlich ist das Hörbuch aber gut gelungen, vielleicht etwas zu komplex und konstruiert. Die Finanzwelt ist sicherlich ein sehr komplexer Sachverhalt, aber in diesem Fall wäre weniger wahrscheinlich mehr gewesen. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich das neue Europol-Team besser finde als das A-Team. Allerdings waren die Geschichten der Mitglieder des A-Teams langsam alle erzählt. Nun kommen neue Charaktere hinzu, einige verschwinden schnell wieder, aber ein Kernteam bleibt bestehen. Und für dieses Kernteam kann ich mir neue und interessante Fälle durchaus vorstellen.

Gelesen wird das Hörbuch von Wolfram Koch, der das gut, aber nicht herausragend macht. Interessant und gut fand ich, dass E-Mails die von einer der Hauptpersonen des Romans geschrieben werden, von einer Frau vorgelesen werden.

Mein Fazit: Kein leichter Thriller, den Arne Dahl hier vorgelegt hat. Insgesamt hat er aber wieder bewiesen, dass er zu den besten europäischen Thrillerautoren gehört. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall des operativen Europolteams! Vier von fünf Sterne.
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Während eines G9-Treffens in London wird ein Mann überfahren, kann noch gerade eben einem Beobachter von Europol ein paar Worte ins Ohr flüstern, die dieser aber nicht versteht, da sie chinesisch zu sein scheinen. Am gleichen Tag wird eine Frau tot aufgefunden, die offenbar zu einem Kunstwerk zusammengestellt an einen Baum geklebt wurde. Diese beiden Morde können doch gar nicht zusammenhängen, oder? Und wenn ja, wie? Das Ermittlerteam um Paul Hjelm gerät bei der Suche nach der Wahrheit rund um die Welt und natürlich auch in Gefahr.

Das klingt ja alles vielversprechend und gerade weil "Thriller" auf dem Cover steht, klang es doppelt gut, aber leider fesselte mich dieses Buch überhaupt nicht. Zu viele Ermittler aus zig europäischen Ländern, manche davon noch untereinander verbandelt und verliebt. Außerdem zu viele Verbrecher, die dann doch immer wieder nur die Spitze des Eisberges sind. Zu keinem Zeitpunkt weiß ich als Leser, wer denn nun derjenige ist, den man eigentlich suchen muss oder warum die Ermittler zufällig gerade auf irgendwelche Spuren treffen, die an den Haaren herbeigezogen sind. Erst kurz vor Ende versucht Herr Dahl dann alles aufzuklären und packt dies leider in nur wenige Seiten.
Vielleicht liegt es auch an mir, oder weil ich das Buch immer mit Unterbrechungen gelesen habe, aber ich fand es stink langweilig, sogar die Szenen, in denen man denkt, dass jetzt Spannung aufkommen müsste, verliert sich das ganze in einer flachen Wiedergabe der Ereignisse.

FAZIT: Ich kann mit dem Buch nichts anfangen - Langeweile pur! Da reicht es nur zu einem Stern, sorry!
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am 14. November 2015
Die früheren Bücher von Arne Dahl habe ich gerne gelesen, doch was der Autor hier abliefert ist einfach nur grauenhaft. Eine völlig konfuse Handlungsführung, der krampfhafte Versuch, die Mitglieder der Ermittlungsgruppe - vor allem die weiblichen - möglichst vorteilhaft zu schildern und das Bemühen, stets politisch korrekt zu sein, machen den Roman völlig unglaubwürdig, unfreiwillig komisch und letztlich absolut unleserlich. Es ist beispielsweise total ärgerlich, den Leiter der Ermittlungen ständig von den "starken Frauen" seiner Ermittlungsgruppe schwärmen zu hören, obwohl diese einfach nur ihren Job machen. Ein Klischee jagt das nächste und sehr schnell möchte man das Machwerk einfach nur noch in die nächste Ecke schmeißen. Vollends schwachsinnig und zynisch zugleich wird es, wenn Arne Dahl auf Seite 158 Kerstin Holm eine Polizeidienststelle anrufen und dort eine verwesende Leiche melden lässt. Es könne sich, so Holm, möglicherweise auch um einen "See-Elefanten" handeln - da fehlen mir einfach die Worte. In die Tonne damit.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. April 2012
Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Im neuen Thriller von Arne Dahl geht es nicht nur um ein Verbrechen, es geht um DAS Verbrechen. Als ob die Büchse der Pandora sich geöffnet hätte brechen alle Verbrechen, die die aktuelle Welt umtreiben, ob Korruption und Bestechung, Ausbeutung der Ressourcen und Umweltverschmutzung, Staatsverschuldung, Bankenkrise, Wirtschaftskrise und auch noch Kinderpornographie quasi auf einmal los.
Das internationale "Opcop" Team um Paul Hjelm und Arto Söderstedt, bekannt aus der "A-Gruppe" früherer Dahl-Romanen, hat es somit mit dem ultimativen grenzüberschreitenden Verbrechen zu tun. Ein Verbrechen solch unvorstellbaren Ausmaßes kann auch auch nur ein übernationales Superteam wie die Opcop klären. "Gier" greift eine Vielzahl aktueller Probleme auf und verwebt sie zu einem großen Thrillerplot. Man mag Arne Dahl hier Effekthascherei und Fischen nach Verkaufszahlen unterstellen, muss aber neidlos anerkennen, dass er sein Handwerk versteht und einen hervorragenden Thriller abliefert!

Das komplexe Storygebilde, das Dahl ersinnt und aufbaut ist faszinierend, wie die Handlungen ineinander greifen beinahe kunstvoll. Die Geschichte entwickelt sich langsam, aber gewaltig, so dass der Spannungsbogen langsam aufgebaut wird und das Buch immer mehr in seinen Bann zieht.
Neben der fantastisch erzählten Geschichte gehen die "Helden" der Opcop-Truppe allerdings ziemlich unter und bleiben relativ blass und eindimensional, hätte man die Figuren allerdings auch noch tiefgründiger entwickeln wollen, würde sich das Buch den tausend Seiten nähern, und es ist fraglich ob das die Geschichte erheblich weiter gebracht hätte.

Stört man sich nicht an den arg scherenschnittartigen Figuren des Opcop-Teams, die manchmal arg klischeebeladen wirken erhält man einen brandaktuellen "Thriller zur Krise" der bis zum Ende fasziniert und fesselt. Aufgrund des klugen und mitreißenden Plots fünf Thrillersterne!
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